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July 1, 2016

Befreiung vom Visum für Vietnam wird verlängert

Filed under: Hanoi,Themenportal Asien,Themenportal Vietnam — admin @ 5:00 am

Befreiung vom Visum für Vietnam wird verlängert

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Visum für Vietnam

Hanoi (Vietnam), 01.07.2016 – Das Rätsel um die Verlängerung der Befreiung vom Visum für Vietnam ist gelöst. Am heutigen Tag, dem 01.07.2016 erreichten uns offizielle Meldungen aus Vietnam, in denen bekannt gegeben wird, dass den Wünschen des vietnamesischen Tourismusministerium entsprochen und die Befreiung vom Visum für die Staatsbürger aus fünf europäischen Staaten nun doch um ein Jahr, bis zum 30.06.2017 verlängert wird. Für einige Vietnam-Urlauber dürfte diese Meldung wohl aber zu spät kommen, da diese Ihr Visum bereits beantragt haben.

Rückblick: Aufhebung der Visumpflicht für Vietnam

Im Juni 2016 gab die vietnamesische Regierung die Aufhebung der Visumpflicht für die Bürger aus fünf europäischen Staaten bekannt. Diese Visumbefreiung für Vietnam betraf die Bürger von Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien bei einer maximalen Aufenthaltsdauer von 15 Tagen in Vietnam. Vor einer erneuten visumfreien Einreise in Vietnam musste zudem ein Monat vergangen sein. Dieses Visumprojekt der Vietnamesen war auf ein Jahr, vom 01.07.2015 bis 30.06.2016 begrenzt (ITI-HOLIDAY berichtete ausführlich). In den vergangenen Wochen, vor Ablauf dieser Frist kam es zu zahlreichen Spekulationen, denn die vietnamesische Regierung ließ sich Zeit mit einer offiziellen Meldung bezüglich dieser Visumbefreiung. Es gab von offizieller vietnamesischer Seite weder eine Bestätigung noch ein Dementi dazu ob diese Regelung auslaufen oder verlängert werden soll.

Spekulationen: Visumbefreiung für Vietnam

Während die vietnamesischen Botschaften weltweit (z.B. die Mitarbeiter der vietnamesischen Botschaft in Berlin) in den vergangenen Wochen gern behaupteten, dass die derzeitige Visumbefreiung zum 30.06.2016 ausläuft und nicht verlängert wird, kamen von inoffizieller Seite in Vietnam ganz andere Meldungen. Aus Vietnam hieß es inoffiziell, dass die Visumbefreiung in Vietnam, für die Bürger von Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien, nicht nur verlängert, sondern sogar auf 30 Tage erweitert werden soll. Darüber berichtete auch die vietnamesische Tagespresse, jedoch ohne entsprechende Nachweise.

die Katze ist aus dem Sack: Visumbefreiung Vietnam verlängert

Seit heute, den 01.07.2016 steht es nunmehr offiziell fest. Die Visumbefreiung in Vietnam wird für Bürger aus Frankreich, Deutschland, Spanien, Italien und Großbritannien um ein Jahr, zu den bisherigen Bedingungen verlängert und endet zum 30.06.2017. Die ersten vietnamesischen Auslandsvertretungen, wie die vietnamesische Botschaft in Berlin haben die Neuigkeiten auf ihren Webseiten bereits veröffentlicht. Andere, wie die vietnamesische Botschaft in London behaupten immer noch, dass es keine offizielle Bestätigung zu diesen Gerüchten aus Vietnam gibt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Befreiung vom Visum Vietnam für deutsche Touristen (18.06.2015)

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January 26, 2015

Afghanistans Präsident Ashraf Ghani stellt sein Kabinett vor

Afghanistans Präsident Ashraf Ghani stellt sein Kabinett vor

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Veröffentlicht: 20:18, 26. Jan. 2015 (CET)
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Aschraf Ghani Ahmadsai

Kabul (Afghanistan), 26.01.2015 – Beim ersten Wahlgang am 5. April 2014 hatte Aschraf Ghani Ahmadsai rund 32 Prozent der Stimmen erhalten und unterlag damit dem erfolgreichsten Kandidaten Abdullah Abdullah, der auf 45 Prozent gekommen war. Aus der Stichwahl am 14. Juni 2014 ging Ghani mit 56 Prozent als Sieger hervor.

Am 29. September 2014 wurde Aschraf Ghani als neuer Präsident vereidigt. Er ist sunnitischer Muslim und mit einer Christin verheiratet. Dem neuen Kabinett gehören 22 Männer und drei Frauen an. Armeechef Sher Mohammad Karimi wird Verteidigungsminister. Als Innenminister ist Nur ul Haq Ulumi, ehemaliger General der pro-sowjetischen Regierung in den 1980er Jahren, vorgesehen. Der Sohn von Ex-Präsident Burhanuddin Rabbani soll Außenminister werden. Bei einigen Ministern hatte es Probleme gegeben, so dass die Kabinettsbildung länger als erwartet dauerte. So wurde der als Landwirtschaftsminister vorgesehene Kandidat wegen Steuerbetrugs von Interpol gesucht. Ob eine Journalistin, die als Wahlberichterstatterin gearbeitet hatte, Frauenministerin wird, war bis vor kurzem nicht sicher.

Afghanistan bezeichnet sich als Islamische Republik. Der Islam ist Staatsreligion, die Gesetzgebung richtet sich weitgehend nach dem Koran. Dies gilt auch in den Ländern Iran, Jemen, Mauretanien, Sudan und Pakistan. Zwischen den Ländern bestehen jedoch erhebliche Unterschiede hinsichtlich der Rechte des Präsidenten und des Parlaments. Der Präsident Afghanistans muss sich zur islamischen Religion bekennen und wird direkt vom Volk gewählt, der Anteil der Frauen im Parlament ist gesetzlich festgelegt: Das Unterhaus hat 249 Sitze, bei denen 68 für Frauen vorgesehen sind.

Der Präsidenten hat am 20. Januar die Minister vorgestellt. Diese müssen nun jeweils das Programm für ihren Aufgabenbereich beschreiben und dann vom Parlament bestätigt werden. Die ursprünglich auf drei Tage angesetzte Einzelvorstellung der Minister verzögerte sich ebenfalls, bis heute waren nur zehn vom Parlament angehört worden.

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January 21, 2015

Untersuchungsbericht zum Silvesternachtunglück in Shanghai vorgelegt

Untersuchungsbericht zum Silvesternachtunglück in Shanghai vorgelegt

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Veröffentlicht: 21.01.2015, 14:04 (MEZ)
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Shanghai (China), 21.01.2015 – Drei Wochen nach der Massenpanik bei der öffentlichen Silvesterfeier am Bund in Shanghai, bei der 36 Menschen starben, wurde auf einer Pressekonferenz vom stellvertretenden Bürgermeister von Shanghai Zhou Bo der offizielle Untersuchungsbericht zu den Vorgängen vorgelegt. Der Bericht benennt keinen Auslöser für den tödlichen Verlauf der Feier, sondern konzentriert sich darauf festzustellen, warum es überhaupt zu dieser Katastrophe kommen konnte.

Es wird festgestellt, dass die Veranstaltung erst einen Tag zuvor öffentlich bekannt gegeben wurde, ohne dass eine Risikoanalyse durchgeführt worden wäre. Die Planung durch die Behörden war dem Bericht zufolge völlig unzureichend, da nur 500 Ordnungskräfte für eine Masse von über 300.000 Menschen eingeteilt worden waren. Dies führte zu erheblichen Problemen mit den Menschenmassen am Veranstaltungsort.

Als Folge der Organisationsmängel und der sich dadurch tödlich entwickelnden Ereignisse wurden jetzt Zhou Wei, der Leiter der Kommunistischen Partei Chinas im Huangpu-Distrikt, in dem die Prachtpromenade des Bund liegt, sein Stellvertreter, der Distriktgouverneur Peng Song, sowie der stellvertretende Distriktgouverneur Zhou Zhen, der besonders für die öffentliche Sicherheit verantwortlich war, sowie der stellvertretende Polizeichef des Distrikts ihrer Ämter enthoben. Sieben weitere hochrangige Beamte wurden mit Disziplinarstrafen belegt.

Bei den Untersuchungen zu den Vorgängen in der Silvesternacht war auch bekannt geworden, dass zehn hohe Funktionäre der kommunistischen Partei zeitgleich in einem japanischen Restaurant unweit des Unglücksortes gegessen hatten. Unter den Teilnehmern dieses Essen waren auch Zhou Wei und Peng Song. Ihnen droht – zusammen mit den anderen Teilnehmern des Essens – ein weiteres Parteiverfahren wegen Verstoßes gegen das Mäßigungsgebot, das für alle Parteifunktionäre nicht nur bei Restaurantbesuchen, sondern in allen Lebensbereichen gilt, da das Lokal als Luxusrestaurant bekannt ist und Preise zwischen 1888 RMB (rund 260 Euro) und 3888 RMB (rund 540 Euro) pro Person für ein Menü ausweist.

Nachdem die Stadtverwaltung von Shanghai zwischenzeitlich alle offiziellen Veranstaltungen zum bevorstehenden chinesischen Neujahrsfest abgesagt hatte, wurde nun bekanntgegeben, dass 24 der ursprünglich 29 geplanten Feiern unter sehr hohen Sicherheitsvorkehrungen stattfinden werden.

Von den 49 Verletzten des Unglücks befinden sich noch immer drei im Krankenhaus. Ein Mann und eine Frau befinden sich auf dem Weg der Besserung; eine 18-jährige Studentin wird in einem sehr kritischen Zustand noch immer auf der Intensivstation behandelt.

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January 4, 2015

Erneute Eskalation im indisch-pakistanischen Grenzkonflikt

Erneute Eskalation im indisch-pakistanischen Grenzkonflikt

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Veröffentlicht: 04.01.2015, 12:15 (MEZ)
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Jammu (Indien), 04.01.2015 – Über den Jahreswechsel ist der indisch-pakistanische Grenzkonflikt erneut eskaliert. Die Gefechte, die immer wieder nicht nur Soldaten der Grenztruppen, sondern auch Zivilisten das Leben kosteten, waren zuletzt im Oktober 2014 aufgeflammt. Der erneute andauernde Feuerwechsel in der Gegend von Jammu begann am 27. Dezember angeblich von pakistanischer Seite und soll unprovoziert gewesen sein, so die indische Darstellung. Die pakistanische Seite sieht es so, dass es ein Gespräch von als solchen mit einer weißen Fahne gekennzeichneten Unterhändlern von Truppen beider Seiten hätte geben sollen, das von Indien gewünscht wurde, wobei die pakistanischen Soldaten dann jedoch beschossen worden wären. Es begann, soviel steht fest, mit Scharfschützenfeuer, doch mittlerweile greifen beide Seiten auch wieder zu schweren Waffen. Auf pakistanischer Seite wurden dabei bisher mindestens zwei Soldaten getötet, und beide Seiten beklagen jeweils ein ziviles Opfer. Der pakistanische Verteidigungsminister Khawaja Asif drohte, man werde in einer Sprache auf die tödlichen Angriffe antworten, die Indien verstehen werde, nachdem man sich in den letzten Monaten bereits vergeblich bemüht habe, mit dem Nachbarland ins Gespräch zu kommen.

Auf der indischen Seite der Grenze hat die Armee inzwischen damit begonnen, 14 Dörfer zu evakuieren, und den betroffenen Menschen Unterkünfte in weiter von der Grenze entfernt liegenden Orten angewiesen.

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Quellen

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January 2, 2015

Shanghai: falsches Geld war nicht Ursache der Silvestertragödie

Shanghai: falsches Geld war nicht Ursache der Silvestertragödie

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Veröffentlicht: 02.01.2015, 10:33 MEZ
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Shanghai (China), 02.01.2015 – Am Tag nach der tödlichen Massenpanik vom Silvesterabend in Shanghai mischen sich Trauer und Entsetzen in die Suche nach den Ursachen.

Die Zahl der Toten wird inzwischen mit 36 Personen angegeben, und noch immer befinden sich zahlreiche der 48 Verletzten – darunter 13 Schwerverletzte – in Krankenhäusern. Die Behörden haben die Untersuchung aufgenommen und unter anderem Videoaufnahmen von öffentlichen Sicherheitskameras ausgewertet. Danach stellt der Ablauf des Unglücks sich nun so dar, dass nicht der Abwurf von Gutscheinen der Auslöser der unkontrollierten Massenbewegung war. Die Gutscheine wurden – das zeigen die Aufnahmen – erst nach dem Beginn des tödlichen Gedränges geworfen.

Das Unglück ereignete sich auf einer leicht ansteigenden dauerhaft errichteten Aussichtsplattform am Prachtboulevard des Bund, die einen besonders guten Blick über den Huangpu-Fluss und den gegenüberliegenden Shanghaier Stadtteil Pudong mit seiner modernen Hochhausarchitektur gibt.

Nach Augenzeugenberichten war diese Aussichtsplattform überfüllt und es strömten noch immer mehr Menschen nicht nur auf die Plattform, sondern sie versuchten, so war das Empfinden der Menschen in den vorderen Reihen, ebenfalls noch an den Rand der Plattform mit der besten Aussicht zu kommen. Gegen 23:20 Uhr (Ortszeit) begann sich die Situation aus Sicht eines Augenzeugen zuzuspitzen, der Druck der Massen zu groß zu werden. Die Polizei hatte bereits den Zugang zur Plattform abgeriegelt, da die Überfüllung offensichtlich war. Aber die Menschen drängten weiter auch durch Ausgänge hinauf und machten es den Menschen auf der Plattform deshalb schwer, diese zu verlassen. Gegen 23:30 Uhr Ortszeit wurden zahlreiche Polizisten zum Eingreifen herangezogen, die sich aber nur schwer durch die Menschenmenge zum Einsatzort voranbewegen konnten. So dauerte es bis 23:40 Uhr (Ortszeit), ehe die Masse unter zunehmend lauter werdenden Rufen, nicht weiter zu drängen, langsam ruhiger wurde. Dabei konnte man zu diesem Zeitpunkt bereits deutlich sehen,wie Menschen massenhaft stürzten, berichteten Augenzeugen. Gegen 23:55 Uhr (Ortszeit) hatte sich die Plattform dann so weit geleert, dass man das Ausmaß der Tragödie zu erahnen begann, als zwischen Bergen von Schuhen, Mützen und Souvenirs die Opfer sichtbar wurden.

Sicht auf die Uferpromenade „The Bund“

Ahnungslos von der Tragödie, die sich nur wenige Meter von ihnen entfernt ereignet hatte, begannen die Massen auf der Promenade dann einen Countdown in das Neue Jahr.

In der Parteizeitung People’s Daily wird geurteilt, dass China eben doch noch ein Entwicklungsland sei, da in entwickelten Ländern solche Unglücke nicht vorkämen. Gleichzeitig werden in der chinesischen Presse Forderungen laut, dass eine Millionenmetropole wie Shanghai eine ständige Aufsichts- und Planungbehörde für Massenereignisse brauche, um derartige Vorgänge zu vermeiden. Dabei betont die Stadt, dass man zu diesem Jahreswechsel gar keine Lichtershow geplant habe, da sich in den letzten Jahren bis zu 300.000 Menschen versammelt hatten und die Situation als zu unübersichtlich eingeschätzt worden war. Dies widerspricht früheren Darstellungen, nach denen das Zentrum der Veranstaltung gerade wegen der Massen für dieses Jahr an den Unglücksort verlegt worden war. Experten des Roten Kreuzes in China weisen außerdem darauf hin, dass in China nur etwa 1 Prozent der Bevölkerung Training in Erster Hilfe erhalte und dass Verhaltensmaßregeln in Notfällen praktisch unbekannt seien. Die Schilderungen decken sich mit der Beobachtung von westlichen Besuchern in China, die das Verhalten der Chinesen in U-Bahnen oder an Bushaltestellen oftmals als sehr undiszipliniert beschreiben, wo es regelmäßig zu Szenen kommt, die eher einem Ringkampf gleichen als dem Verhalten von Menschen auf dem Weg zur Arbeit oder nach Hause. Darauf angesprochen zucken Chinesen dann nur die Schultern und sagen „wir sind eben so viele“, da müsse man drängeln um voranzukommen.

Wikinews-logo.svg   Vorartikel: Trauriger Jahreswechsel in China (01.01.2015)

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Tote bei Massenpanik während der Love Parade (26.07.2010)

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January 1, 2015

Trauriger Jahreswechsel in China

Trauriger Jahreswechsel in China – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Trauriger Jahreswechsel in China

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Veröffentlicht: 01.01.2015, 09:15 (MEZ)
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Menschen am Bund im Sommer

Shanghai (China), 01.01.2015 – Der Jahreswechsel nach dem westlichen (gregorianischen) Kalender ist in China eigentlich eine ruhige Angelegenheit. Partys, Feuerwerk und ähnliches sind in China vielmehr dem chinesischen Neujahrsfest vorbehalten, das in diesem Jahr auf den 19. Februar fällt. Aber eine städtische, zunehmend westlich geprägte Elite nimmt auch Feiertage der westlichen Welt als solche an. In der 24-Millionen-Metropole Shanghai fand in der Silvesternacht auf dem „Bund“, der Prachtpromenade des Huangpu-Flusses, eine öffentliche Silvesterparty statt. Dabei kam es gegen 23:35 Uhr Ortszeit (16:35 Uhr MEZ) zu einer tödlichen Massenpanik. Es starben mindestens 35 Menschen – darunter 25 Frauen – , 48 wurden zum Teil schwer verletzt. Die meisten der Opfer sollen Studenten sein.

Nach Augenzeugenaussagen sollen sich die Menschen unkontrolliert in Bewegung gesetzt haben, als von einem Gebäude Gutscheine geworfen wurden, die wie US-Dollar-Noten aussahen. Eine Augenzeugin sagte, dass sie die Scheine sofort wegwarf, da sie offensichtliche Fälschungen waren. Aber obwohl bereits Menschen am Boden lagen, wurde von hinten weiter nach vorne gedrängt. Die Behörden leiteten eine Untersuchung der Ursachen ein.

Nachdem sich zum Jahreswechsel 2012/13 rund 300.000 Menschen versammelt hatten, war die Versammlung zum Jahreswechsel 2013/14 aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Zu diesem Jahreswechsel hatte man eine Verlagerung zum Chi-Yin-Platz am Nordende des Bunds geplant, um die Massen besser lenken zu können. Aber Augenzeugen berichten auch von Problemen mit unkontrolliertem Verhalten der Massen an anderen Stellen der Promenade.

Neujahrsansprache mit Hoch- und Tiefpunkten

Xi Jinping

Präsident Xi Jinping hatte zuvor bereits seine Neujahransprache über die Medien verbreiten lassen. Neben der erwartungsgemäßen Erinnerung an die Leistungen des vergangenen Jahres wie die Eröffnung eines Trinkwasserkanals zur Versorgung der Hauptstadt Peking, erinnerte er auch an die Tragödien des Jahres, die China betrafen. So kamen beim Absturz des Malaysia-Airlines-Fluges MH370 über 150 Chinesen ums Leben, und ein Erdbeben in der Provinz Yunnan forderte mehr als 600 Menschenleben. Ohne auf Details einzugehen, forderte der Präsident Chinesen aller Ethnien in China auf, friedlich zusammenzuleben. Er spielte damit auf die wiederholten tödlichen Auseinandersetzungen zwischen Uiguren und Han-Chinesen im Jahr 2014 an. Im Rückblick und im Ausblick stellte er fest, dass das Jahr 2014 ein Jahr voller Reformen für die Kommunistische Partei Chinas war, aber auch, dass er im nächsten Jahr die Kampagne gegen Korruption und Machtmissbrauch mit unverminderter Strenge fortsetzen werde.

Im internationalen Teil seiner Rede versprach er eine weitere Unterstützung der chinesischen Regierung im Kampf gegen Ebola im westlichen Afrika und die Unterstützung der Malediven bei der Trinkwasserversorgung durch Tankschiffe.

Quellen

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October 22, 2014

EU und Singapur schließen Freihandelsgespräche ab

EU und Singapur schließen Freihandelsgespräche ab

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Veröffentlicht: 22.10.2014, 19:08 (CET)
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Handelskommissar De Gucht

Brüssel (Belgien), 22.10.2014 – EU-Handelskommissar Karel De Gucht hat die Gespräche über ein Freihandelsabkommen zwischen der Europäischen Union und dem Stadtstaat Singapur zum Abschluss gebracht. Mit diesem Abkommen sollen bürokratische Hürden zwischen den beiden Partnern abgebaut und der Handel erleichtert werden; darüber hinaus soll es einen für beide Seiten zufriedenstellenden Investitionsschutz für ausländische Investitionen geben. Die EU-Normen sollen durch diese Vereinbarungen eine stärkere Anerkennung erhalten; als Beispiel wurde genannt, dass in der EU hergestellte Autos nach den technischen und sicherheitsrelevanten Kriterien der EU unverändert importiert werden dürfen.

EU-Kommissar De Gucht geht davon aus, dass das Abkommen den Handel mit Waren und Dienstleistungen liberalisieren wird sowie neue Möglichkeiten für öffentliche Aufträge bietet, Anreize für Investitionen schafft, die Vorschriften in handelsbezogenen Fragen verbessert und modernisiert und neue Geschäftsfelder für Banken, Versicherungen und die übrige Finanzdienstleistungsbranche bietet.

Die EU ist der drittwichtigste Handelspartner Singapurs; auf der anderen Seite ist Singapur auf Rang 15 der wichtigsten EU-Handelspartner, dabei aber der größte EU-Partner unter den ASEAN-Mitgliedsstaaten. Das Handelsvolumen zwischen der EU und Singapur beläuft sich nach Aussage De Guchts auf jährlich 46 Milliarden Euro, bei Dienstleistungen auf noch einmal 28 Milliarden Euro. Die EU ist darüber hinaus mit einem Volumen von rund 190 Milliarden Euro der wichtigste Direktinvestor in Singapur.

EU-Handelskommissar Karel de Gucht sieht in dem Abschluss dieses Freihandelsabkommens einen wichtigen Schritt im Handel mit der südostasiatischen Staatengemeinschaft ASEAN mit ihren rund 600 Millionen Einwohnern. Derzeit werden ähnliche Verhandlungen mit Vietnam, Thailand und Malaysia geführt. Südostasien gilt als eine der wirtschaftlich dynamischsten Regionen weltweit.

Quellen[Bearbeiten]

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October 21, 2014

EU-Kommission droht Sri Lanka mit Fischimportverbot

EU-Kommission droht Sri Lanka mit Fischimportverbot

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Veröffentlicht: 21.10.2014, 16:30 (CET)
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EU-Kommissarin Damanaki

Brüssel (Belgien), 21.10.2014 – Die für Fischerei und maritime Angelegenheiten zuständige EU-Kommissarin Maria Damanaki hat ein Importverbot von Fisch aus dem asiatischen Land Sri Lanka vorgeschlagen, da Sri Lanka illegale Fischerei nach Auffassung der EU-Kommission nicht genug bekämpft. Hauptsächlich bemängelt werden die Missachtung internationaler Regelungen, das Fehlen von angemessenen Überwachungsmechanismen für Fischereischiffe und die zu geringe Abschreckung. Darüber hinaus sollen Maßnahmen ergriffen werden, die verhindern, dass Bestände weiter dezimiert, Lebensräume zerstört und der legalen Fischerei Schaden zugefügt wird.

Die EU-Kommission hat Sri Lanka bereits im Jahr 2012 förmlich verwarnt, diese Missstände zu beheben. Daneben wurden damals auch Belize, die Fidschis, Panama, Togo und Vanuatu verwarnt; diese Staaten haben aber bereits die notwendigen Maßnahmen ergriffen. Deshalb wird die Kommission die schon bestehenden Einfuhrhemmnisse für Fisch aus Belize wieder aufheben.

Im Jahr 2013 wurde Fisch im Wert von ca. 74 Millionen Euro aus Sri Lanka in die EU eingeführt; dies soll ab Januar 2015 nicht mehr möglich sein.

In der Europäischen Union gelten bereits seit 2010 harte Vorschriften, die den Verkauf von illegal gefangenem Fisch verbieten. Um dies zu verhindern, werden Schiffe untersucht, bei welchen der Verdacht auf illegale Fischerei besteht, und bestimmte Einfuhren in die EU abgelehnt. Dabei wird auch mit Ländern außerhalb der EU zusammengearbeitet. Fischereiprodukte, welche in die EU eingeführt werden, müssen entsprechend nach Ursprung und Rechtmäßigkeit beurkundet sein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Gemeinsame Fischereipolitik“.

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October 17, 2014

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Tödliche Wetterkapriolen in Nepal

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Veröffentlicht: 17.10.2014, 14:10 (CEST)
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Nepal

Blick auf den Thorong La Pass

Kathmandu (Nepal), 17.10.2014 – Oktober ist die Haupttrekkingsaison in Nepal kurz vor dem Einbruch des Winters. Seit Anfang der Woche aber führten ungewöhnlich starker Wind verbunden mit sehr frühem starkem Schneefall entlang von Trekkingrouten und in Weidegebieten zu mindestens 26 Toten, darunter sind auch ausländische Touristen. Besonders betroffen sind Distrikte im Nord-Westen des Landes die sich rund 200 km westlich von Kathmandu und nördlich von Pokhara im Gebiet um den Annapurna befinden. Im Distrikt Manang starben ein indischer und vier kanadische Wanderer beim Abgang einer Lawine. Auch drei nepalesische Hirten starben dort durch den Einfluss des Wetters. Im Distrikt Mustang kamen in einem Schneesturm zwei polnische und ein israelischer Wanderer sowie ihr nepalesicher Begleiter am Thorong La Pass ums Leben. Der Pass liegt im Verlauf der bei Wanderern beliebten Rundstrecke um das Annapurna Massiv. Fünf deutsche, fünf polnische und vier israelische Wanderer wurden von der nepalesischen Armee gerettet, nachdem sie vom Schnee im gleichen Gebiet eingeschlossen worden waren. Ein deutscher Tourist hatte sich ein Bein gebrochen, andere Wanderer wurden mit Erfrierungen nach Kathmandu ins Krankenhaus gebracht. In Mustang starben dazu noch acht Nepalesen in Folge des Wettereinbruchs, der als Folge des Zyklons Hudhud gilt, der zuvor an der Ostküste Indiens gewütet hatte. Klimaexperten weisen aber auch darauf hin, dass durch den Klimawandel die Zahl der Lawinen im Himalaya generell gestiegen ist.

Die Behörden gehen davon aus, dass mit einer Wetterbesserung noch weitere Tote entdeckt werden. So werden nach einem Lawinenabgang, der das Basislager des Dhaulagiri in der Nachbarschaft des Annapurna traf noch zwei slowakische Bergsteiger und drei nepalesische Bergführer vermisst, ohne das Hoffnung besteht. Genaue Zahlen über die Wanderer und Bergsteiger, die sich in den betroffenen Gebieten aufhalten, liegen den Behörden nicht vor, üblicherweise sind tausende an Touristen zu dieser Zeit dort unterwegs. Man geht aber von mindestens 85 noch vermissten Personen aus.

Dies ist bereits das zweite große tödliche Ereignis in den Bergen Nepals in diesem Jahr. Im April waren durch eine Lawine auf der nepalesischen Seite des Mount Everest 16 nepalesische Bergführer getötet worden, dies war die grösste Zahl an Toten, die bisher in einem einzelnen Ereignis im Zusammenhang mit dem Tourismus in den Bergen Nepals verzeichnet wurde. Aus Respekt waren damals viele Touren im Everest Gebiet abgesagt worden, was die lokale Wirtschaft, die vom Tourismus lebt nicht unerheblich getroffen hat.

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October 14, 2014

Pakistan bittet UN um Hilfe im Grenzkonflikt

Pakistan bittet UN um Hilfe im Grenzkonflikt

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Veröffentlicht: 14.10.2014, 03:17 (CEST)
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Sartaj Aziz

Islamabad (Pakistan), 14.10.2014 – Sartaj Aziz, der Berater des pakistanischen Premierministers Nawaz Sharif in außenpolitischen Fragen, hat sich in einem Brief im Namen der pakistanischen Regierung offiziell an UN-Generalsekretär Ban ki-Moon gewandt und um eine Beteiligung der UN an der Suche nach einer Lösung im augenblicklichen Grenzgefecht zwischen Pakistan und Indien ersucht. Er kündigte an, eine Delegation aus Vertretern der UNMOGIP und der UN würden die Vorgänge untersuchen, aber es bedürfe jetzt einer Stärkung dieses Mandates. Aziz wünschte, dass der Brief als offizielles Dokument dem UN-Sicherheitsrat vorgelegt werde.

Aziz betonte in dem Schreiben, dass Pakistan an einer Verhandlungslösung über das umstrittene Kashmir gelegen sei, dies sei von Nawaz Sharif noch auf der Vollversammlung der UN im letzten Monat betont worden. Indien hingegen warf er vor, nicht an Gesprächen interessiert zu sein, und verwies dabei auf die aus seiner Sicht unbegründete Absage des geplanten Außenministerstreffens durch Indien. Er beschuldigte Indien erneut, den augenblicklichen Feuerwechsel begonnen zu haben, und erklärte, dass Pakistan sich äußerste Zurückhaltung in dieser Auseinandersetzung auferlegt habe.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Hoffnung auf Ende des indisch-pakistanischen Grenzkonflikts (12.10.2014)

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