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October 13, 2012

Australien: Regierung reagiert mit Freigabe der Jagd auf Zunahme von Haiangriffen

Australien: Regierung reagiert mit Freigabe der Jagd auf Zunahme von Haiangriffen

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Veröffentlicht: 14:14, 13. Okt. 2012 (CEST)
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Weißer Hai

Western Australia (Australien), 13.10.2012 – Die Regierung des Bundesstaates Western Australia hat die Jagd auf den Weißen Hai vor der Küste freigegeben. Als Grund wird der Anstieg von Haiangriffen auf Menschen genannt. Kam es früher durchschnittlich zu einem Angriff im Jahr, so waren es 2012 bereits fünf Attacken.

Ministerpräsident Colin Barnett gab bekannt, dass Haie, die in der Nähe von Stränden gesichtet werden, getötet werden sollen, damit eine Bedrohung von Schwimmern ausgeschlossen wird. Der Bundesstaat Western Australia stellt zwei Millionen Australische Dollar für die Tötung der Tiere zur Verfügung, den gleichen Betrag will man für die Erforschung und Registrierung von Haien ausgeben. Barnett weiter: „Wir werden das Leben und die Sicherheit von Strandgängern immer über den Hai stellen.“ Experten kritisieren das Vorgehen. Menschen ständen nicht auf dem Speiseplan des Hais, sie ständen ihnen höchstens im Weg. Die vorsorgliche Tötung von Haien schließe weitere Angriffe nicht aus.

Seit 30 Jahren standen die Haie an der Australischen Küste unter Schutz. Lediglich Exemplare, von denen eine konkrete Bedrohung für den Menschen ausging, durften gejagt werden. Mögliche Ursachen für die Zunahme der Angriffe sind das Bevölkerungswachstum, die Zunahme von Haifütterungen durch Taucher und die Ausbreitung des Wassersports. Neu in der Geschichte ist die plötzliche Zunahme von Haiangriffen an einer Küste nicht. 1916 kam es vor New Jersey ebenfalls zu fünf Angriffen auf Menschen, was eine Hysterie auslöste und die Grundlage für die Geschichte des Films „Der Weiße Hai“ darstellte.

Während man sich in Australien Gedanken über die Tötung von Haien macht, haben in Bonn 50 Länder ein Abkommen zum Schutz von sieben bedrohten Haiarten unterzeichnet, darunter auch der Weiße Hai.

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February 12, 2011

Australien: Geheimdienst richtet Zentrum zur Abwehr von Cyberangriffen ein

Australien: Geheimdienst richtet Zentrum zur Abwehr von Cyberangriffen ein

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Veröffentlicht: 15:19, 12. Mär. 2011 (CET)
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Robert McClelland

Canberra (Australien), 12.02.2011 – Die Australian Security Intelligence Organization (ASIO) hat eine Sondereinheit zur Bekämpfung von Cyber-Angriffen eingerichtet. Der Justizminister Robert McClelland will damit dem Geheimdienst eine Möglichkeit geben, Angriffe anderer Staaten aus dem Internet abzuwehren. Eine enge Zusammenarbeit mit dem australischen Computer Emergency Response Team (CERT) und der Cybersicherheitsstelle des militärischen Geheimdiensts Defence Signals Directorate (DSD) ist geplant.

Grund für die Einrichtung war das 2009 entdeckte „GhostNet“, ein Spionagenetzwerk das 1295 Rechner in 103 Ländern ausgespäht hatte, zahlreiche Daten wurden gestohlen. Das Netzwerk arbeitet hauptsächlich über Rechner in China. Ein Hauptziel waren die Rechner in Büros des Dalai Lama. Ein weiterer Grund die Denial-of-Service-Attacke (DDoS) auf Server der estnischen Regierung im Jahr 2007. Cyber-Angriffe häuften sich und rücken mehr und mehr in den Blick der Öffentlichkeit.

Robert McClelland; „Angesichts solcher massiver Angriffe sowie der terroristischen Bedrohungen für das Netz kann die Regierung nicht die Hände in den Schoss legen. Man wird darauf hinarbeiten, internationale Vereinbarungen für Cyberuntersuchungen zu verbessern. Beschlossene Sache ist der Beitritt zur Cybercrime-Konvention des Europarats“. Diese wurde bereits am 8. November 2001 beschlossen und regelt unter anderem den Datenaustausch zwischen den Ländern zur Abwehr von Cyber-Angriffen.

Erst vor kurzem wurde durch den „Telecommunications Interception and Intelligent Services Act“ die Befugnisse der ASIO bei der Internetüberwachung erweitert.

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June 2, 2008

Australien beendet sein militärisches Engagement im Irak

Australien beendet sein militärisches Engagement im Irak

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Veröffentlicht: 22:10, 2. Jun. 2008 (CEST)
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Canberra (Australien), 02.06.2008 – Der seit November 2007 amtierende australische Premierminister Kevin Rudd erfüllt mit dem heute verkündeten Rückzug einer 500 Mann starken australischen Kampfeinheit aus dem Irak ein zentrales Wahlversprechen seiner Partei. Die Soldaten sollen in den nächsten Wochen nach Hause zurückkehren. Etwa 200 Soldaten sollen jedoch in dem Land zum Schutz der australischen Botschaft bleiben. Umfragen zufolge lehnen 80 Prozent der Australier den Krieg im Irak ab. Australien war unter der Vorgängerregierung eines der ersten Länder, die Truppen zur Unterstützung der US-Armee in den Irak entsandten.

Während des dreijährigen australischen Einsatzes im Irak gab es auf australischer Seite keine Toten, sechs Soldaten der australischen Militäreinheiten wurden verletzt. Der australische Verteidigungsminister Joel Fitzgibbon erklärte, die australische Armee habe „im eigenen Hinterhof“ andere Sicherheitsprobleme zu lösen, denen man jetzt die volle Aufmerksamkeit widmen werde. Durch das Engagement im Irak sei die australische Armee bereits zu sehr beansprucht worden. Fitzgibbon betonte, die australische Armee habe seit April 2005 wesentlich zur Ausbildung von 33.000 irakischen Soldaten beigetragen. Die beiden Provinzen, in denen australische Einheiten stationiert waren, al-Muthanna und Dhi Qar, seien die ersten gewesen, in denen die Überwachung der Sicherheit erfolgreich an die irakischen Sicherheitskräfte übergeben worden sei. Diese Regionen seien im Vergleich zu Bagdad und der Umgebung als eher ruhig einzuschätzen. Die militärische Führung in der Region soll nach dem Abzug der australischen Kampfeinheiten an die US-Armee übergehen. Der Oberbefehlshaber der australischen Truppen im Irak, Air Chief Marshal Angus Houston, hatte im Februar gesagt, auch nach dem Truppenrückzug würden zwei Überwachungsflugzeuge der Marine und ein Kriegsschiff zur Bewachung der irakischen Ölplattformen zurückbleiben. Auch zivile Polizeikräfte würden zur Ausbildung irakischer Sicherheitskräfte und als Berater der irakischen Regierung ebenfalls im Land bleiben.

Nach Angaben des Verteidigungsministers hat Australien in dem Gebiet, für das es die Verantwortung getragen habe, neun Millionen australische Dollar in Infrastrukturmaßnahmen investiert.

Wie heute außerdem bekannt wurde, soll der ehemalige australische Premierminister John Howard wegen Kriegsverbrechen im Zusammenhang mit dem Irak-Einsatz angeklagt werden. Eine Gruppe von Rechtsanwälten, Akademikern und Politikern beschuldigt ihn australische Soldaten in einen Kriegseinsatz geschickt zu haben, der von der UNO nicht beschlossen worden war. Die Anklage soll dem Internationalen Strafgerichtshof (IStG) in Den Haag zugestellt worden sein.

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March 5, 2007

Jakarta möchte keine weiteren Untersuchungen im Fall der „Balibo Five“ zulassen

Jakarta möchte keine weiteren Untersuchungen im Fall der „Balibo Five“ zulassen

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Artikelstatus: Fertig 20:27, 5. Mär. 2007 (CET)
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Die zwischen Indonesien und Timor-Leste geteilte Insel Timor

Jakarta (Indonesien), 05.03.2007 – Ein Sprecher des indonesischen Außenministeriums gab am vergangenem Freitag bekannt, dass die Todesumstände der „Balibo Five“ nicht weiter untersucht werden. Im Oktober 1975, nur wenige Wochen vor dem Einmarsch indonesischer Truppen in die ehemalige Kolonie Portugiesisch-Timor, starben fünf Journalisten, die für australische Nachrichtensender in der dortigen Grenzregion unterwegs waren.

„Der Fall ist abgeschlossen. Wir sehen momentan keine neuen Fakten oder Beweise, um ihn wieder zu öffnen“, sagte Kristiarto Legowo gegenüber der indonesischen Nachrichtenagentur ANTARA als Reaktion auf die Frage, ob Yunus Yosfiah, der dort zur Zeit des Zwischenfalls Offizier einer Spezialeinheit war, in einer Anhörung aussagen könne. Die indonesische Regierung geht weiterhin davon aus, dass die fünf Journalisten in einem Kreuzfeuer ums Leben kamen.

Kürzlich waren neue Forderungen aufgekommen, die Todesumstände von Brian Peters noch einmal genauer zu untersuchen. Dessen Familie glaubt, die fünf seien von indonesischen Soldaten ermordet worden. In Australien kann der Tod eines Staatsangehörigen untersucht werden, wenn dieser unnatürlich war oder die Umstände unklar sind, unabhängig davon, wo sich der Fall ereignete.

Mehrere Personen hatten letzten Monat behauptet, dass Yosfiah seinen Männern befohlen hatte, auf die Journalisten zu schießen und die Leichen später verbrennen zu lassen. Im australischen Bundestaat New South Wales wurde am 1. März ein Haftbefehl gegen Yosfiah erlassen, da er mehrere Anfragen nach einer Zeugenaussage unbeantwortet ließ.

Yosfiah selber weist diese Anschuldigungen als Lügen zurück. Der spätere indonesische Informationsminister und derzeitiges Mitglied des Parlamentes in Jakarta hatte schon im Jahr 2001 bestritten, die Journalisten jemals getroffen zu haben. Auf die Frage, ob er wegen des Haftbefehls besorgt sei, entgegnete er: „Nein, warum soll ich besorgt sein? Ich fühle mich nicht schuldig. […] Ich bin indonesischer Bürger.“

Die Regierung in Canberra könne den Mord ihrer Bürger nicht einfach so ignorieren, entgegnet derweil die australische Presse. Aber inzwischen gibt es genügend Anhaltspunkte dafür, dass der damalige Premierminister Gough Whitlam genau dies getan hatte. Es scheint, Whitlam sei zu dieser Zeit bestens über die Hintergründe der Tat informiert gewesen, was dieser in der Vergangenheit allerdings bestritten hatte.

Indonesien hatte im Herbst 1975 mit der Besetzung Osttimors begonnen und das Land erst 1999 nach einer Volksabstimmung, die eine Selbstbestimmung des Gebietes befürwortete, aufgegeben. Im Jahr 2002 wurde Timor-Leste von der UN-Verwaltung in die Unabhängigkeit entlassen.

Themenverwandte Artikel

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  • Portal:Timor-Leste

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March 4, 2007

Situation in Timor-Leste nach wie vor kritisch

Situation in Timor-Leste nach wie vor kritisch

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Artikelstatus: Fertig 22:14, 4. Mär. 2007 (CET)
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Lage von Timor-Leste

Der Manufahi-Distrikt

Lage von Same

Same (Timor-Leste), 04.03.2007 – Bei einem Angriff australischer Soldaten auf die osttimoresische Stadt Same am frühen Sonntagmorgen wurden australischen Angaben zufolge vier Aufständische getötet. Das eigentliche Ziel der Mission, den Ende August des vergangenen Jahres mit 50 anderen Häftlingen aus einem Gefängnis geflohenen Rebellenführer Major Alfredo Reinado festzunehmen, schlug jedoch fehl.

„Die Anzahl der Soldaten ist komplett. Es wurde nur eine Person verwundet“, bestritt Reinado diese Behauptung und fügte hinzu, dass australische Truppen beschossen wurden. Der ehemalige Major der Streitkräfte wird beschuldigt, für einen Überfall auf eine Polizeistation am vergangenen Sonntag verantwortlich zu sein, bei dem er mit seinen Männern etwa 25 automatische Waffen erbeutet haben soll. Reinado wies die Anschuldigungen jedoch zurück und sagte, dass die Polizei ihm die Waffen überlassen habe.

Nach dem Zwischenfall hatte Osttimors Präsident Gusmão am vergangenen Dienstag in einem Brief an die australische Regierung die ausländischen Truppen ermächtigt, den Rebellenführer, der schon im Januar damit gedroht hatte, Australier zu töten, falls diese versuchten, ihn mit Waffengewalt zur Aufgabe zu zwingen, gefangen zu nehmen. Indonesien hat inzwischen seine Grenze zu dem Nachbarland geschlossen.

Einer der Aufständischen teilte der Nachrichtenagentur AFP mit, dass er seit gestern Abend den Kontakt zu Reinado verloren habe, nachdem es zu ersten Zusammenstößen mit australischen Truppen gekommen sei, und sagte: „Sie haben uns morgens etwa um zwei Uhr angegriffen und feuerten Tränengas und Leuchtgeschosse.“ Am Abend soll es zu einer erneuten Operation gekommen sein, bei der auch Hubschrauber im Einsatz waren.

Brigadegeneral Mal Rerden, der Kommandierende einer von Australien geführten Eingreiftruppe, welche seit Ende Mai des vergangenen Jahres in Osttimor ist, um das von innerer Unruhe erschütterte Land wieder zu befrieden, bestätigte, dass sich die Situation in Same wieder beruhigt habe und Reinado in die nahen Berge geflohen sei. Aus dem zuständigen Ministerium in Canberra verlautete, dass bisher weder Verletzte noch Tote zu beklagen seien. Zusätzliche Truppen wurden in den vergangenen Tagen nach Osttimor geschickt, um die 800 australischen Soldaten zu verstärken, die sich bereits auf Timor befinden.

Am Sonntag kam es zu Ausschreitungen in der Hauptstadt Dili, in Gleno, wo Alfredo Reinado seine Kindheit verbrachte, und in Ermera, die sich am frühen Montagmorgen fortsetzten. Dabei wurden Autos und zwei Regierungsgebäude beschädigt. Die geglückte Flucht Reinados erhöht die Beliebtheit des früheren Kommandeurs der Militärpolizei in der Bevölkerung.

Seit vergangenen Donnerstag lagen Berichte vor, dass Alfredo Reinado, der in Australien militärisch ausgebildet wurde, mit bis zu 150 schwer bewaffneten Männern in Same eingeschlossen sei. Gegenüber der australischen Zeitung „The Age“ erneuerte er seine Drohung gegenüber den australischen Truppen. Der osttimoresische Lieutenant Gastao Salsinha, der eigentliche Anführer der seit Februar letzten Jahres entlassenen 600 Soldaten der Armee, beschloss, sich der Truppe anzuschließen – zusammen mit etwa 100 bewaffneten Männern. Erst am Samstag erklärte sich Reinado in einem Telefonat gegenüber der Nachrichtenagentur Reuters zu Verhandlungen mit der Regierung bereit. Den Vorschlag, sich zu ergeben, hatte er zuvor bereits mehrfach abgelehnt.

Am 22. Februar erschossen australische Soldaten zwei Jugendliche in einem Flüchtlingslager nahe dem Flughafen der Hauptstadt Dili, nachdem sie angeblich mit Pfeilen aus Stahl angegriffen worden waren. An der Trauerkundgebung zwei Tage später nahmen mehrere hundert Menschen teil. Die Kundgebung mit bebannerten Fahrzeugen zog dabei an der australischen Botschaft vorbei. Auf einigen der Banner war „Australische Armee – verschwinde“ zu lesen. Der Zwischenfall ereignete sich während vermehrter Bandenaktivität in dem Flüchtlingslager. Letzten Monat wurden dort mehr als 100 Personen verhaftet, am 31. Januar allein 47 innerhalb einer Nacht. Australische Soldaten und UN-Polizei suchten dabei nach versteckten Waffen. Nur zwei Tage vor dem Tod der beiden Jugendlichen wurden sechs Häuser niedergebrannt. Mehr als 5.000 Menschen hatten ihre Häuser verlassen. Inzwischen wurden vier weitere Flüchtlingslager eröffnet. Das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen (WFP) hat nach dem Diebstahl von 700 Säcken Reis seine Lebensmittellieferungen eingestellt. Regierungskritische Stimmen behaupten, dass die politische Führung Nahrungsmittel nur noch an Unterstützer der Regierungspartei FRETILIN ausgebe.

Der UN-Sicherheitsrat beschloss am 22. Februar mit der Resolution 1745 die Erweiterung der dortigen UN-Mission bis Februar kommenden Jahres und stockte damit die Anzahl der UN-Polizisten um 140 Mann auf, um die für den 9. April geplanten Präsidentschaftswahlen zu sichern. Befürchtungen, die anhaltende Gewalt könne die Durchführung der Wahlen gefährden, wies der australische Außenminister Alexander Downer derweil zurück.

Um das Amt des nächsten Präsidenten bewerben sich der derzeitige Premierminister und Friedensnobelpreisträger José Ramos-Horta, die drei Mitglieder des Parlamentes João Carrascalão (UDP), Fernando de Araújo (Demokratische Partei) und Manuel Tilman (KOTA) sowie die Anwältin Lúcia Lobato, Avelino Coelho da Silva von der Sozialistischen Partei Osttimor und Francisco Guterres, jetziger Parlamentspräsident und Mitglied der Regierungspartei FRETILIN.

Xanana Gusmão, der momentane Präsident des Landes und langjährige Führer des Widerstandes während der indonesischen Besatzungszeit, möchte eine eigene Partei gründen und dann Mitte des Jahres bei den kommenden Parlamentswahlen antreten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Timor-Leste

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February 21, 2007

Australien plant Glühbirnenverbot

Australien plant Glühbirnenverbot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Australien plant Glühbirnenverbot

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Artikelstatus: Fertig 15:32, 21. Feb. 2007 (CET)
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herkömmliche Glühlampe

Kompaktleuchtstofflampe

Canberra (Australien), 21.02.2007 – Als Beitrag zum Klimaschutz sollen in Australien ab dem Jahr 2010 statt der herkömmlichen Glühbirnen nur noch Kompaktleuchtstofflampen, umgangssprachlich als Energiesparlampen bezeichnet, verwendet werden. Dies kündigte der australische Umweltminister Malcolm Turnbull am Dienstag gegenüber dem Fernsehsender Nine Network an. Mit einem solchen Schritt wäre Australien das erste Land der Welt, das diesen Weg geht.

Die Umstellung auf Energiesparlampen führe nicht nur zu niedrigeren Stromrechnungen für die privaten Haushalte, sondern könne auch die Emission von Treibhausgasen um vier Millionen Tonnen jährlich reduzieren, sagte Turnbull. Für einzelne Verwendungszwecke soll es aber auch nach 2010 noch Glühbirnen geben. So soll ihre Verwendung in medizinischen Geräten oder für die Backofenbeleuchtung weiterhin erlaubt sein. Energiesparlampen haben bei gleicher Energiezufuhr eine wesentlich höhere Lichtausbeute als herkömmliche Glühbirnen, bei denen ein großer Teil der zugeführten Energie nicht in Licht, sondern in Wärmestrahlung umgewandelt wird.

Während der Umweltminister betonte, dass auch ein kleiner Schritt eine große Wirkung haben könne, kritisierten Umweltschützer, dass die Verringerung der Emission um vier Millionen Tonnen durch die geplante Maßnahme lediglich ein Tropfen auf den heißen Stein sei. 2004 gab Australien zirka 565 Millionen Tonnen klimaschädlicher Gase – im wesentlichen Kohlendioxid – in die Atmosphäre ab.

Der konservative Ministerpräsident John Howard, der erst kürzlich eingeräumt hatte, dass die globale Erwärmung Folge der industriellen Lebensweise sei, sagte, dass ein Glühbirnenverbot es jedem Einwohner Australiens ermögliche, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

Wie die Vereinigten Staaten gehört Australien zu den Ländern, die das Klimaschutzprotokoll von Kyoto aus wirtschaftlichen Gründen nicht ratifiziert haben. Australien ist einer der größten Kohleproduzenten der Welt und gewinnt den größten Teil seiner Energie aus Kohle.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Klimaerwärmung
  • Portal:Australien

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December 5, 2006

Militär übernimmt Macht auf den Fidschi-Inseln

Militär übernimmt Macht auf den Fidschi-Inseln

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Artikelstatus: Fertig 23:02, 5. Dez. 2006 (CET)
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Lage der Fidschi-Inseln

Suva (Fidschi), 05.12.2006 – Nachdem Soldaten gestern die Polizei entwaffnet hatten, hat der Oberbefehlshaber des Militärs, Frank Bainimarama, am Dienstag in einer Radioansprache bekannt gegeben, dass ab 18:00 Uhr lokaler Zeit die Armee die Kontrolle im Land übernommen habe. Premierminister Laisenia Qarase wurde aus seinem Amt entlassen und steht unter Hausarrest. Das Militär errichtete Straßensperren um die Hauptstadt Suva.

Premierminister Qarase sagte, er habe den Putsch nicht verhindern können. Soldaten hatten sein Haus umstellt und Regierungsfahrzeuge beschlagnahmt. Bainimarama sagte auf einer Pressekonferenz, dass er auf Grund der Verfassung des Landes zu besonderen Maßnahmen greifen könne. Nach seinen Angaben wird er die Kontrolle des Landes bald an Präsident Ratu Josefa Iloilo abgeben, der eine Übergangsregierung bestimmen soll.

Die Atmosphäre auf den Fidschi-Inseln, einer ehemaligen britischen Kolonie, ist seit mehreren Wochen von Spannungen zwischen der einheimischen Urbevölkerung und der indischstämmigen Minderheit geprägt, die etwa 44 Prozent ausmacht. Bainimarama, der sich selbst als Beschützer der Rechte aller Einwohner Fidschis betrachtet, hatte schon vor Wochen gedroht die Regierung „zu säubern“, nachdem durch Gesetzesvorhaben die einheimische Bevölkerungsmehrheit bevorzugt werden sollte. Eines dieser Gesetze sollte den Nationalisten, die vor sechs Jahren zunächst das Parlament gestürmt und später den ersten indisch-melanesischen Premierminister abgesetzt hatten, eine Amnestie gewähren. Ein anderes Gesetzesvorhaben sollte den Besitz wertvoller Küstenstreifen an die melanesische Bevölkerung übertragen.

Australiens Premierminister John Howard sagte, dass Qarase Unterstützung durch australische Truppen ersucht habe, um den Putsch noch zu verhindern, aber er, Howard, habe diese Bitte abgelehnt. Eine Sprecherin des britischen Außenministeriums verurteilte die Tat im Namen ihrer Regierung und gab bekannt, dass jegliche militärische Unterstützung mit sofortiger Wirkung eingefroren werde.

Das Land erlangte 1970 nach 96 Jahren britischer Herrschaft seine Unabhängigkeit. Im Jahr 1987 wurde die Republik ausgerufen und die englische Königin Elizabeth II. als Staatsoberhaupt gegen einen Präsidenten ausgetauscht. Die Fidschi-Inseln haben 900.000 Einwohner und gehören zu den am weitest entwickelten Staaten im Südpazifik. Jährlich besuchen etwa 400.000 Touristen das Land.

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Quellen

  • AP via news.yahoo.com: „Fiji’s military takes control of nation“ (englischsprachige Quelle) (05.12.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • AFP via news.yahoo.com: „Britain condemns Fiji coup, suspends aid“ (englischsprachige Quelle) (05.12.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Deutsche Welle Online: „Militärputsch auf den Fidschi-Inseln“ (05.12.2006)

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April 19, 2006

Unruhen nach Wahl eines neuen Premierministers auf den Salomon Inseln

Unruhen nach Wahl eines neuen Premierministers auf den Salomon Inseln

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Artikelstatus: Fertig 21:49, 19. Apr. 2006 (CEST)
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Lage der Salomonen

Honiara (Salomonen), 19.04.2006 – Dienstagnacht, nach der Wahl eines neuen Premierministers, kam es in der Hauptstadt der Salomonen, Honiara, zu schweren Ausschreitungen. Die Polizei verhaftete 49 Menschen und setzte Tränengas ein, als bis zu 1.000 zum Teil betrunkene Personen in dem Stadtteil Chinatown Geschäfte plünderten und Häuser anzündeten. Ein australischer Augenzeuge sagte: „Es sieht so aus, als empfinden sie richtigen Hass gegenüber Chinesen […] Sie haben Chinatown niedergebrannt. Dort ist nichts übrig.“ Sicherheitskräfte der RAMSI, die den Ort des Geschehens etwa 30 Minuten später erreichten, wurden mit Steinen beworfen. Zwei neuseeländische und 17 australische Sicherheitskräfte wurden verletzt.

Die Unruhe begann nach der Ernennung des 56-jährigen Snyder Rini zum neuen Premierminister durch das neugewählte Parlament. In der Wahl vom 5. April hatte die alte Regierung eine empfindliche Niederlage erhalten, allein elf ehemalige Minister verloren ihren Sitz im Parlament. In der Stichwahl zwischen Snyder Rini und dem Rivalen Job Dudley Tausinga bekam Rini 27 Stimmen und Tausinga nur 23, nachdem der ehemalige Premier Manasseh Sogavare vorher mit nur elf Stimmen ausgeschieden war. Ein Sprecher von Tausinga sprach von Stimmenkauf. „Einigen unserer Mitglieder wurde zwischen 130 SBD – etwa 25 US-Dollar – und 150.000 SBD – 9800 US-Dollar – versprochen, wenn sie ihre Stimme der anderen Gruppe geben.“

Der neugewählte Premierminister möchte heute seine 20 Kabinettsmitglieder bekanntgeben. Er bestritt, dass seine Wahl mit chinesischen Geldern beeinflusst wurde und sagte, die Menschen hätten das Recht ihre Unzufriedenheit auszudrücken, aber besser mit anderen Mitteln als auf der Straße.

Etwa 280 australische Sicherheitskräfte befinden sich schon vor Ort, die nach den blutigen ethnischen Zusammenstößen im Jahr 2003 mit mehreren hunderten Toten und 20.000 Vertriebenen in den Inselstaat kamen, um wieder Ordnung herzustellen. Australiens Premierminister John Howard gab inzwischen bekannt, dass am Nachmittag 110 Soldaten von Townsville mit vier C-130-Transportflugzeugen der RAAF entsandt werden, um Ordnung und Ruhe wieder herzustellen. Am Mittwoch wird er mit der neuseeländischen Premierministerin Helen Clark zusammentreffen, um ein gemeinsames Vorgehen abzustimmen. Neuseeland wird bis zu 55 Männer bereitstellen, die den Flughafen und das Gefängnis von Honiara sichern sollen. Zusätzlich sollen 70 Angehörige der Australian Federal Police die Truppen verstärken.

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January 31, 2006

Truppenabzug aus dem Irak

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Truppenabzug aus dem Irak

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Artikelstatus: Fertig 19:22, 31. Jan. 2006 (CET)
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Irak-Karte

Tōkyō (Japan) / Bagdad (Irak), 31.01.2006 – Die japanische Nachrichtenagentur „Kyodo“ meldet, dass Australien, Großbritannien und Japan bei einem Treffen am 23. Januar beschlossen haben, Truppen aus dem Irak abzuziehen. Etwa die Hälfte des britischen Kontingents von rund 8.000 Mann soll nach Angaben aus Regierungskreisen das Land verlassen – auch aus der Gegend um Samaua, wo die 550 Japaner stationiert sind, die im Irak humanitäre Hilfe leisten. Sie sollen bis Mai nach Hause zurückkehren.

Die japanische Regierung hatte im Dezember beschlossen, den Einsatz noch ein Jahr weiterzuführen, ein frühzeitiges Ende der Mission aber nicht ausgeschlossen. Der Abzug, der im März beginnen soll, kommt den Wählern entgegen, die den Einsatz mehrheitlich ablehnen.

Im Augenblick befinden sich rund 160.000 ausländische Soldaten im Irak, davon 138.000 US-Amerikaner. Mowaffak al-Rubaie, nationaler Sicherheitsberater des Irak, sagte gegenüber der New York Times, die Zahl der Soldaten werde bis Jahresende unter 100.000 fallen, und die „überwältigende Mehrheit“ werde das Land bis Ende 2007 verlassen haben.

Einige Nationen, die nur wenige Soldaten im Irak stationiert hatten, haben diese bereits abgezogen. 2.600 Mann aus Italien sollen bis Jahresende folgen und auch Polen will sein Kontingent bald nach Hause holen.

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June 12, 2005

Australien beendet nach fast sechs Jahren Friedensmission in Timor-Leste

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Timor aus dem All

Timor aus dem All

Canberra (Australien) / Dili (Timor-Leste), 12.06.2005 – Mit einer Zeremonie, der auch Premierminister Dr. Mari Alkatiri für sein Land und der australische Kommandierende Ken Gillespie beiwohnen werden, beginnt ab Montag, dem 13. Juni, der Abzug der restlichen Truppen der UN-Friedensmission aus Osttimor (UNMISET) und die Räumung der kleinen Militärbasis Moleana in der Nähe der indonesischen Grenze.

Am 20. September 1999, ein paar Tage nach der Verabschiedung der UN-Resolution 1264/1999, landeten die ersten australischen Verbände der Friedenstruppe INTERFET auf dem Flughafen der Hauptstadt Dili, um die Vergeltungsmaßnahmen von pro-indonesischen Milizen gegen die Zivilbevölkerung zu beenden, die in einem Volksentscheid Ende August des Jahres für die Unabhängigkeit ihres Landes gestimmt hatte. Nach anfänglichem Widerstand hatte die Friedensmission die Lage unter Kontrolle und die Milizen vertrieben, die die Osthälfte der Insel Timor in Schutt und Asche gelegt hatten.

Nur Tage nach dem Einsatz gab es mehrere Angriffe auf australische Einrichtungen in Indonesien. Während einer Demonstration gegen die australische Führungsrolle wurde die Botschaft in Jakarta beschossen und in Medan auf Sumatra stürmte eine Menschenmenge das Konsulat.

Zu Spitzenzeiten waren bis zu 5.000 australische Soldaten in dem Land, das sich letztendlich am 20. Mai 2002 formal für unabhängig erklärte. Bei der gesamten Mission verloren zwei Australier im Jahr 2000 ihr Leben, einer nach einer Krankheit, der andere durch ein Unfall mit einem Gewehr.

Bis zum 24. Juni 2005 soll der Abzug offiziell abgeschlossen sein.

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  • Portal:Timor-Leste
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