WikiNews de

January 20, 2015

SpaceX-Start zur ISS gelingt, Rückkehrversuch endet mit harter Landung

SpaceX-Start zur ISS gelingt, Rückkehrversuch endet mit harter Landung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:43, 20.01.2015 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Start der Falcon 9 mit dem Frachtraumschiff Dragon

Cape Canaveral Air Force Station (Vereinigte Staaten), 20.01.2015 – Am 10. Januar 2015 um 11.47 Uhr MEZ gelang der US-amerikanischen Raumfahrtfirma SpaceX der Start ihrer Rakete „Falcon 9” zu ihrem fünften Versorgungsflug für die Internationale Raumstation ISS. Der Flug ist Teil eines Vertrages, mit dem die US-Weltraumbehörde NASA insgesamt zwölf Versorgungsflüge zur ISS von SpaceX eingekauft hat.

Nach dem Abkuppeln der „Dragon”-Versorgungskapsel sollte die Transportstufe, eine „Falcon 9”-Trägerrakete auf die Erde zurückkehren, um später wiederverwendet zu werden. Wie beabsichtigt, trat die „Falcon 9”-Trägerrakete in die Erdatmosphäre ein und flog in Richtung des vorgesehenen Landungspunktes, einer unbemannten Plattform im Atlantik. Es gab aber eine harte Landung, wobei einige Ausrüstungsgegenstände beschädigt wurden. Nach Aussage von SpaceX Mitbegründer Elon Musk ist die Wiederverwendung der Rakete ein wichtiger Meilenstein in der weiteren technischen Entwicklung.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   Erster Raketenstart des privaten Weltraum-Unternehmens „SpaceX“ gescheitert (26.03.2006)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 6, 2013

Raumfrachter „Albert Einstein“ planmäßig verglüht

Raumfrachter „Albert Einstein“ planmäßig verglüht

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06.11.2013, 10:01 (MEZ)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

ATV-2 beim Anflug an die ISS

Startkonfiguration aus Ariane 5, Booster-Raketen und ATV

Bremen (Deutschland), 06.11.2013 – Wie geplant ist der in Deutschland gebaute Raumfrachter „ATV-4“ („Albert Einstein“) nach fast fünfmonatigem Einsatz beim Wiedereintritt in die Erdatmosphäre verglüht. Obwohl das Automated Transfer Vehicle (ATV) ein „Wegwerfprodukt“ ist, ist die Verwendung eines unbemannten Versorgungsschiffes nicht unbedingt teurer als ein wiederverwendbarer Space-Shuttle-Orbiter, denn innerhalb einer bemannten Mission haben Sicherheitsaspekte eine große Bedeutung, was beträchtliche Kostensteigerungen mit sich bringt.

Das im Auftrage der Europäischen Weltraumorganisation ESA von EADS Astrium Space Transportation in Bremen gebaute und 200 Tonnen schwere Versorgungsfahrzeug war am 5. Juni 2013 an Bord einer Ariane-5-Rakete in Französisch-Guayana gestartet und zur internationalen Raumstation geflogen. Das vierte von bisher fünf geplanten Versorgungsschiffen der ESA hatte eine Nutzlast von 2,5 Tonnen, bestehend aus technischer Ausrüstung, Kleidung und Lebensmitteln, zur Raumstation gebracht.

Vor dem Rückflug wurde es mit 6 Tonnen Abwasser, Müll und nicht mehr benötigter Ausstattung beladen, bevor es am 02.11.2013 um 13:04 MEZ planmäßig über dem Südpazifik verglühte. Das nächste ATV soll im April 2014 starten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 29, 2013

Flug der Besatzung zur ISS: Ankunft mit Sojus-Kapsel in Rekordzeit

Flug der Besatzung zur ISS: Ankunft mit Sojus-Kapsel in Rekordzeit

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:55, 29. Mär. 2013 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Derzeitige Besatzung der ISS (v.l.n.r.): Alexander Missurkin, Pawel Winogradow, Christopher Cassidy, Roman Romanenko, Chris Hadfield, Tom Marshburn (Archivbild vom 26.07.2012)

Baikonur (Kasachstan), 29.03.2013 – Drei neue Besatzungsmitglieder haben die Internationale Raumstation ISS in Rekordzeit erreicht. Für den Flug in einer Sojus-Kapsel benötigten die zwei russischen Kosmonauten Pawel Winogradow und Alexander Missurkin und der US-amerikanische Astronaut Christopher Cassidy nur fünf Stunden und 46 Minuten. Die Raumfahrer dockten heute um 3.29 Uhr MEZ an der Raumstation an. Im russischen Fernsehen wurden Live-Bilder des Fluges vom Weltraumbahnhof Baikonur zur ISS gezeigt. Die bisherigen Flüge mit einer Sojus-Kapsel dauerten mindestens zwei Tage.

Während die russische Raumfahrtbehörde Roskosmos das neue Flugschema jetzt für alle Flüge zur ISS übernehmen möchte, bemängelt die NASA, dass die Besatzung während des gesamten Fluges angeschnallt bleiben muss. Außerdem gebe es technische Probleme bei einem verkürzten Flugplan. Möglich wurde die kurze Anreise, da der Bordcomputer nun unabhängig vom Flugleitzentrum in Koroljow bei Moskau arbeitet. Ein ständiger Funkkontakt mit der Bodenstation ist so nicht mehr nötig. Im August 2012 erfolgten zunächst Tests zu dem Schnellflug mit drei verschiedenen unbemannten Raumfrachtern. Seit die Vereinigten Staaten im Jahr 2011 ihr Shuttle-Programm eingestellt haben, ist der Flug mit einer Sojus-Kapsel die einzige Möglichkeit, die Raumstation zu erreichen. Etwa 53 Milliarden Euro will Russland bis 2020 in sein Raumfahrtprogramm investieren und damit seine Position auf dem „Weltraummarkt“ festigen.

Die drei Raumfahrer ergänzen die bisherige Besatzung, die aus dem Russen Roman Romanenko, dem US-Amerikaner Thomas Marshburn und dem Kanadier Chris Hadfield besteht, die seit Dezember 2012 für etwa sechs Monate auf der ISS ist.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Raumfahrt
  • Portal:Bemannte Raumfahrt
  • Portal:Internationale Raumstation

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 25, 2011

Weihnachts-Komet war Raketenstufe von ISS-Mission

Weihnachts-Komet war Raketenstufe von ISS-Mission

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 10:51, 25. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Deutschland, 25.12.2011 – Am gestrigen Heiligabend wurde um etwa 17:30 Uhr aus verschiedenen Regionen in Deutschland, der Schweiz und den Niederlanden die Beobachtung eines hell leuchtenden Himmelskörpers gemeldet. Radio- und Pressemeldungen gingen dahin, dass es sich um irgendein Stück Weltraumschrott handeln könnte – oder auch um einen Meteoriten. Passend zur Heiligen Nacht war auch von einem „Weihnachtsstern“ oder Sternschnuppe die Rede. Verschiedene Videos von Privatpersonen, die das Ereignis festhielten kursierten im Internet.

Tatsächlich handelte es sich wohl um eine Raketenstufe einer Sojus-Rakete, die beim Wiedereintritt verglüht ist. Sie stammt von der am Mittwoch gestarteten Sojus-Mission zur ISS. Mit dieser Mission ist auch André Kuipers als zweiter niederländischer Astronaut gestartet.

Entzückt die Süd-Hemisphäre: „Lovejoy“

Einen beeindruckenden echten Kometen können dagegen zur Zeit die Bewohner der Südhalbkugel beobachten: Der Komet „Lovejoy“ beeindruckt nicht nur mit seinem Schweif, er ist auch so hell, dass er sogar am Tag sichtbar ist.

Derweil sorgte in Russland ein weiteres Stück Weltraumschrott für Aufsehen: Ein etwa 50 cm großes Teil des Kommunikationssatelliten „Meridian“ stürzte nach missglücktem Start auf ein Haus in einem russischen Dorf. Obwohl es bewohnt war, wurde niemand verletzt. Die Straße, in der es steht, ist den Kosmonauten gewidmet.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Internationale Raumstation

Links[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

February 26, 2011

„Discovery“ auf ihrer letzten Reise

„Discovery“ auf ihrer letzten Reise – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

„Discovery“ auf ihrer letzten Reise

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:31, 26. Feb. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Space Shuttle Discovery

Cape Canaveral (Vereinigte Staaten), 26.02.2011 – Am Donnerstag, dem 24. Februar 2011, um 22.53 Uhr deutscher Zeit ist die Raumfähre Discovery unter dem Jubel von 40.000 Zuschauern zum letzten Mal gestartet. Sechs Astronauten sind an Bord. Ziel ist die Internationale Raumstation ISS, dort soll das Modul Leonardo die Station vergrößern. Neben dem Modul ist der humanoide Roboter R2 im Gepäck. Es ist der 39. und letzte Flug des „NASA-Oldtimers“, der seinen ersten Auftrag am 30. August 1984 ausführte. Damals brachte er drei Satelliten ins All. Nach der Rückkehr wird das Shuttle 230 Millionen Kilometer zurückgelegt haben, dabei 5.300-mal um die Erde gereist sein. 246 Astronauten, darunter die erste Frau als Pilot, Eileen Collins, die später Kommandantin eines Shuttlefluges wurde, transportierte sie ins All.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bemannte Raumfahrt
  • Themenportal Spaceshuttle

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 8, 2010

Internationale Raumstation: Reparatur des defekten Kühlsystems erweist sich als schwierig

Filed under: ISS,NASA,Themenportal Wissenschaft,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Internationale Raumstation: Reparatur des defekten Kühlsystems erweist sich als schwierig

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:12, 8. Aug. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

ISS, 08.08.2010 – Die Astronauten an Bord der Internationalen Raumstation (ISS) brachten am Samstag eine anstrengende achtstündige Außenbord-Mission hinter sich. Ziel war die Reparatur des defekten Kühlsystems. Bei dem Einsatz traten jedoch unerwartete Schwierigkeiten auf. Beim Entfernen defekter Leitungen trat giftiges Ammoniakgas aus. Mindestens zwei weitere Weltraumspaziergänge werden erforderlich sein, um die Reparatur zu Ende zu führen, teilte die NASA mit. Der nächste Außeneinsatz ist für frühestens Mittwoch geplant.

Die ISS verfügt über zwei Kühlsysteme, so dass durch den Ausfall des einen Systems keine Gefahr für die Mannschaft der ISS besteht. Eine 350 Kilogramm schwere Ersatzpumpe wird etwa zehn Meter außerhalb der ISS gelagert und ist für den Fall vorgesehen, dass ein defektes Aggregat notfalls ausgetauscht werden muss. Eigentlich wurde der Ausfall eines Kühlsystems erst in ein paar Jahren erwartet. Nach dem Ausfall des Kühlsystems am 31. Juli wurden einige Energiesparmaßnahmen an Bord der Raumstation beschlossen, um eine Überhitzung der Elektronik zu vermeiden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Internationale Raumstation

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 29, 2010

Raumfahrt auf japanisch: Die unscheinbare Weltraummacht aus Asien

Raumfahrt auf japanisch: Die unscheinbare Weltraummacht aus Asien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:29, 29. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Tōkyō (Japan), 29.04.2010 – Die Aktivitäten der Japaner in der Raumfahrt sind der breiten europäischen Öffentlichkeit weniger bekannt. Dabei konnte das Land vor allem in der Erprobung neuer Technologien einige Meilensteine setzen, beispielsweise mit dem Einsatz eines Ionen-Triebwerkes. Im Zentrum der Anstrengungen Japans steht aber die Internationale Raumstation (ISS). So kündigte die nationale Luft- und Raumfahrtbehörde Jaxa im April 2010 die Konstruktion eines neuen unbemanntes Frachtraumschiff bis zum Jahr 2015 an, das auch Teile von der Internationalen Raumstation zurück zur Erde transportieren kann. Die aktuellen Raumfrachter (HTV) sind nur für den Hintransport geeignet und nur einmal verwendbar.

Längere Zeit nicht stattgefunden hatte die Entwicklung und der Bau einer eigenen Trägerrakete für bemannte Raumfahrtmissionen. Grund hierfür war die enge Zusammenarbeit der NASDA mit der US-Raumfahrtbehörde NASA. Japanische Astronauten flogen mit den Raumfähren zur ISS. Aus Angst, technologisch in Rückstand zu geraten, fand um die Jahrtausendwende jedoch ein Kurswechsel statt. Daher begann die Entwicklung der Trägerrakete H-II-B, die erheblich größere Nutzlasten in den Weltraum transportieren kann als das Vorgängermodell H-II-A, das ausschließlich für Satellitenstarts vorgesehen war. Erste Tests im Jahr 2009 waren erfolgreich, auch der erste Testflug im September 2009, bei dem das ISS-Frachtraumschiff HTV befördert wurde, gelang. Der nächste Flug soll im Jahr 2011 stattfinden.

Ebenso finden unbemannte Flüge zu anderen Himmelskörpern statt. So startete im September 2007 die Mondsonde Kaguya zum Mond. Ziel war die Untersuchung der Mondoberfläche aus 100 Kilometern Höhe. Im Oktober 2007 erreichten dann die ersten Bilder die Erde, die erstmals mit einer HDTV-Kamera aufgenommen wurde. Die japanische Rundfunkanstalt Japan Broadcasting Cooperation (NHK) hatte an dem Projekt mitgewirkt. Ob diese Mission der Auftakt zu einer systematischen Erforschung des Mondes war, ist zurzeit unklar. Langfristiges Ziel, so heißt es in dem Bericht von Focus Online, sei eine bemannte Mondstation. Weitere Missionen, wie der Mondlander SELENE II wurden jedoch jüngst verschoben oder komplett gestrichen.

Einer der spektakulärsten Missionen Japans geht just in diesen Wochen zu Ende. Am 13. Juni 2010 soll die Asteroidensonde Hayabusa zur Erde zurückkehren und nahe der australischen Stadt Woomera landen. Eine Mission, die ein paar Mal fast gescheitert wäre, könnte so zu dem bisher größten Triumph der japanischen Raumfahrt werden. So wurde beispielsweise auf dem Hinflug der im Jahr 2003 gestarteten Sonde ein Sonnenpanel durch Sonnenwinde stark beschädigt, so dass das Ionentriebwerk nicht die volle Leistung bringen konnte. Die Sonde transportiert in einer Kapsel unverfälschtes Material des Asteroiden Itokawa zur Erde, für die irdischen Wissenschaftler ein wahrer Schatz.

Themenverwandete Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 26, 2010

Raumfahrt auf russisch: Amerika zahlt, Russland fliegt

Raumfahrt auf russisch: Amerika zahlt, Russland fliegt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:31, 26. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Moskau (Russland), 26.04.2010 – Glaubt man einem Bericht der Internetplattform Welt Online von Anfang April 2010, ist es um die russische Raumfahrt nicht zum Besten bestellt. Demnach hat der Beruf des Kosmonauten stark an Attraktivität eingebüßt. 40 Kosmonauten seien zurzeit unter Vertrag, allerdings klagt Sergej Krikalew, der Chef des russischen Kosmonauten-Trainingszentrums, über eine zu geringe Auswahl zwischen den Bewerbern. Außerdem sei das russische Sternenstädtchen, das russische „Silicon Valley“ der Raumfahrt, mehr als heruntergekommen. Doch trotz aller Sorgen hat die Raumfahrt in Russland immer noch einen großen Stellenwert. So wurde vor zirka zwei Wochen am 12. April wieder der „Tag der Raumfahrt“ gefeiert. Es ist der Tag im Jahr 1961, an dem Juri Gagarin mit einer Wostok-Rakete als erster Astronaut überhaupt ins Weltall aufbrach. Der große Konkurrent USA war nach dem Sputnik-Schock 1957 ein zweites Mal geschlagen.

Nachdem die US-Amerikaner das Raumfahrtgeschehen ab der Mondlandung 1969 und später mit ihrem Spaceshuttle über Jahrzehnte dominieren konnten, ergibt sich für Russland im Jahr 2010 unverhofft eine neue Situation. So haben die US-Amerikaner beschlossen, die Raumfähren einzumotten. Ende 2010 wird voraussichtlich zum letzten Mal ein Shuttle von Cape Canaveral aus starten. Doch wer fliegt in Zukunft zur Internationalen Raumstation ISS? Die Antwort: Russland mit ihren bewährten Sojus-Kapseln. Und was noch viel wichtiger ist: Nur Russland fliegt zur ISS, und das über einen Zeitraum von mindestens fünf Jahren. 2015 hätten die USA dann, so schreiben die Agenturen, ein Nachfolgesystem am Start. Doch die Agenturen irren. Das Constallation-Programm wurde jüngst von Barack Obama eingestellt, ein neuer Träger ist noch nicht in Sicht. Privatanbieter sollen es nun richten und die Transporte durchführen, doch die sind noch lange nicht soweit. Den US-Amerikanern blieb also nichts anderes übrig, als einen Vertrag, der noch bis zum Jahr 2012 lief und der den Mitflug der US-amerikanischen Astronauten in der Sojus-Kapsel garantierte, zu verlängern. Und da in Russland längst schon der Kapitalismus eingekehrt ist, hielten die Genossen die Hand auf. 250 Millionen US-Dollar müssen die Amerikaner zahlen – für den Hin- und Rückflug von sechs Astronauten.

Anfang April 2010 erfolgte mit Sojus TMA-18 die jüngste Mission der Russen. An Bord befanden sich zwei russische Kosmonauten und eine US-Amerikanerin. Alleine im Jahr 2010 werden viermal Flüge der Russen zur ISS stattfinden. Und auch danach ist Sojus der Schlüssel für den Weg ins Weltall.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 23, 2010

Chinas Raumfahrtpläne sehen Bau von Raumstationen vor

Chinas Raumfahrtpläne sehen Bau von Raumstationen vor

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:50, 23. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Datei:Long March 2F Carrier Rocket – Shenzhou 5.JPG
Start eines Shenzhou-Raumschiffs mit der Trägerrakete „Langer Marsch“

Peking (China), 23.04.2010 – Während in den Vereinigten Staaten um die Neuausrichtung der Raumfahrt heftig gerungen wird, und Indien händeringend den Anschluss an die führenden Raumfahrtnationen sucht, stehen Chinas Pläne schon seit längerem fest. Anfang 2010 wurden sie in China der Öffentlichkeit vorgestellt. Geplant ist unter anderem der Aufbau einer eigenen Infrastrukur für die bemannte Raumfahrt. So sind in den nächsten Jahren mehrere bemannte und unbemannte Missionen geplant, bei denen vor allem Technologien für den Bau von Raumstationen erprobt werden sollen. Zunächst soll im Jahr 2011 die Kopplungstechnologie weiter erprobt werden, bei denen die Einheiten „Shenzhou 8“ und „Tiangong 1“ in der Umlaufbahn zusammengefügt werden sollen. Ein Jahr später soll dieses Duo dann Ziel von mindestens einer bemannten Mission sein. Nach mehreren Zwischenschritten soll dann im Jahr 2022 eine größere Raumstation fertiggestellt sein. Eine Beteiligung Chinas an der bereits existierenden Internationalen Raumstation (ISS) wurde bisher durch die US-Amerikaner abgelehnt.

Im Jahr 2008 gelang den Chinesen erstmals ein Außeinsatz im All, ein so genannter Weltraumspaziergang. Zuvor wurden in vielen Missionen vor allem die Basistechnologien, also der Start einer Rakete, der Betrieb einer Raumkapsel im Weltall, der Wiedereintritt in die Erdatmosphäre und die Landung erprobt. Auch das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) ist Partner der Chinesen. So schloss die Organisation Mitte Dezember 2008 einen Vertrag, der eine intensive Zusammenarbeit auf dem Sektor der bemannten Raumfahrt vorsieht. Das erste Projekt wird die Beteiligung am Raumflug von „Shenzhou 8“ im Jahr 2011 sein.

Im September 2009 begann China zudem mit dem Bau eines Raketenstartzentrums in Wenchang im Nordosten der tropischen Inselprovinz Hainan. Von dieser Anlage aus können Raketen mit größeren Nutzlasten ins Weltall starten, zum Beispiel die in der Entwicklung befindliche Trägerrakete „Langer Marsch V“. Auch sollen hier bemannte Weltraumflüge ihren Ausgangspunkt haben. Mit dem Zentrum in Wenchang ist so der mittlerweile vierte Weltraumbahnhof des Landes entstanden. Grund des Baus war auch die Nähe zum Äquator, die das Erreichen der geostationären Bahn begünstigt, sowie die Lage am Meer, die logistische Vorteile am Boden mit sich bringt.

Weiterhin hält China an einer Mondlandung im Jahr 2022 fest. Bereits im Jahr 2015 soll ein chinesisches Roboterfahrzeug auf dem Mond abgesetzt werden. Über die militärischen Absichten Chinas kann hingegen nur spekuliert werden. So sorgten im Jahr 2007 Berichte für Aufsehen, nach denen China mit einer Mittelstreckenrakete einen ausgedienten Wettersatelliten zerstört hat. Befürchtet wurde nun, dass es zu einem militärischen Wettlauf ins All kommen könnte, so wie er einst nach dem „SDI-Programm“ von Ronald Reagen drohte.

Themenverwandte Artikel

  • Das große Wikinews-Raumfahrt-Dossier 2010
  • Portal:Raumfahrt
  • Portal:Chinesische Raumfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 2, 2010

Sojus TMA-18: Neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation gestartet

Sojus TMA-18: Neue Langzeitbesatzung zur Internationalen Raumstation gestartet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:46, 2. Apr. 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Die neuen Crew-Mitglieder auf der ISS, v.l.n.r.: Caldwell-Dyson (Missionsspezialistin), Skworzow (Commander), Kornijenko (Flugingenieur),
Bild: NASA

Missionsemblem von Sojus TMA-18

Baikonur (Kasachstan), 02.04.2010 – Am Freitagmorgen, um 08:04 Uhr Moskauer Zeit (06:04 Uhr MESZ), startete eine neue Langzeitbesatzung an Bord einer Sojus-Kapsel (Missionsbezeichnung: Sojus TMA-18) an der Spitze der russischen Trägerrakete Sojus-FG vom Kosmodrom Baiqongyr im südlichen Kasachstan zur Internationalen Raumstation (ISS). Zehn Minuten später wurde der erfolgreiche Eintritt in eine Erdumlaufbahn gemeldet. Das Andockmanöver an der ISS ist für 7:26 Uhr MESZ am Sonntag, den 4. April geplant.

An Bord sind die US-amerikanische Astronautin Tracy Caldwell-Dyson sowie die beiden russischen Kosmonauten Alexander Skworzow und Michail Kornijenko. Die drei Raumfahrer sollen die Besatzung der Internationalen Raumstation (ISS) verstärken, wo sie das dreiköpfige Team, das zurzeit auf der Station Dienst versieht, komplettieren werden. Ihre Rückkehr zur Erde ist für den 16. September geplant. Während ihres 167-tägigen Aufenthaltes auf der Station sind neben vielfältigen wissenschaftlichen Experimenten in den Bereichen Biologie, Medizin, Physik, Erderkundung und Technologieerprobung auch die Reparatur der defekten Wasseraufbereitung der Raumstation geplant.

In der Zeit ihres sechsmonatigen Aufenthaltes hat die ISS-Besatzung außerdem die Aufgabe, drei Shuttles und drei unbemannte Raumfrachter Progress M in Empfang zu nehmen. Zwei Ausstiege in den Weltraum sind im Juli vorgesehen. Ende Juli könnte dann die Raumfähre Endeavour weitere Ausrüstungsgegenstände zur ISS bringen. Der genaue Termin für diese Mission steht jedoch noch nicht fest.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Internationale Raumstation

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »