WikiNews de

January 16, 2016

Auch Schwedens Polizei ist jetzt in Erklärungsnot

Auch Schwedens Polizei ist jetzt in Erklärungsnot

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:21, 16. Jan. 2016 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Auch bei einem Konzert der schwedischen Popsängerin Zara Larsson kam es zu Übergriffen

Stockholm (Schweden), 16.01.2016 – Vergleiche der Vorfälle zu Silvester in Köln mit ähnlichen Ereignissen in anderen Ländern hat die Vertuschungstaktik der schwedischen Polizei aufgedeckt. Es geht vor allem um Musikfestivals in den Jahren 2014 und 2015. In einigen Fällen waren die überwiegend jugendlichen Besucher eines fünftägigen Festivals betroffen. Das Alter der meisten lag zwischen 13 und 19 Jahren, die Zahl der Teilnehmer wird mit 170.000 angegeben. Der Verdacht richtet sich gegen junge Asylbewerber aus Afghanistan und Syrien. Es gab bisher keine offziellen Berichte und keine angemessene Strafverfolgung, obwohl die Zahl der Strafanzeigen verglichen mit Köln überschaubar war. Die Ereignisse wurden bisher mit den Worten kommentiert: „Es gab relativ wenige Delikte in Anbetracht der vielen Konzertbesucher.“

Ausgerechnet auf einem Konzert der als feministisch geltenden schwedischen Popsängerin Zara Larsson, das am 15. August 2015 in Stockholm begann, sollen zahlreiche Übergriffe erfolgt sein. Teilweise passierte es unmittelbar vor der Bühne. Die Polizei musste gegen rund 90 männliche Jugendliche vorgehen, aber auch erwachsene Männer waren unter den Tätern. Berichte einzelner Polizisten an die schwedische Zeitung Dagens Nyheter wurden ignoriert. Der Herausgeber der Zeitung soll sie als Falschmeldungen bezeichnet haben. Erst nach den Ereignissen in Köln richtete sich die Aufmerksamkeit einzelner Journalisten wieder auf die Ereignisse vom August 2015.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Schwere Vorwürfe gegen das Verhalten der Polizei zu Silvester in Köln (08.01.2016)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 24, 2015

Schweden siegt beim Eurovision Song Contest 2015 in Wien

Schweden siegt beim Eurovision Song Contest 2015 in Wien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:33, 24. Mai 2015 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Måns Zelmerlöw wurde Sieger

Die Moderatorinnen des Finales

Veranstaltungsort Wiener Stadthalle

Wien (Österreich), 24.05.2015 – Am gestrigen Samstag fand das Finale des Eurovision Song Contest 2015 in Wien statt. Aus 40 Teilnehmerländern der European Broadcasting Union waren zuvor in zwei Halbfinalshows 27 Finalisten ermittelt worden. Anlässlich des 60jähigen Jubiläums der Veranstaltung nahm einmalig auch Australien am Wettbewerb teil. Zu den Beiträgen mit historischen Bezügen gehörte Frankreichs Lied N’oubliez pas, das an den Ersten Weltkrieg vor 100 Jahren erinnert. Auch Armenien versuchte an ein historisches Ereignis anzuknüpfen: Mit Face the Shadow wurde eine Komposition vorgestellt, die den Völkermord in den Jahren 1915 und 1916 ins Gedächtnis rufen soll.

Deutschland versuchte mit dem Lied Black Smoke zu punkten, ging jedoch wie auch das Gastgeberland Österreich leer aus. Die meisten Sängerinnen und Sänger verwendeten die englische Sprache. Frankreich, Italien, Montenegro, Rumänien und Spanien sangen in der jeweiligen Landessprache. Sieger wurde Måns Zelmerlöw aus Schweden mit dem Lied Heroes, dessen Bühnenshow sich durch ausgefeilte visuelle Effekte, unter anderem mit animierten Strichmännchen, auszeichnete.

Ergebnisse[Bearbeiten]

Land Künstler Punkte Rang
Schweden Måns Zelmerlöw 365 1
Russland Polina Gagarina 303 2
Italien Il Volo 292 3
Belgien Loïc Nottet 217 4
Australien Guy Sebastian 196 5
Lettland Aminata 186 6
Estland Elina Born & Stig Rästa 106 7
Norwegen Mørland & Debrah Scarlett 102 8
Israel Nadav Guedj 97 9
Serbien Bojana Stamenov 53 10
Georgien Nina Sublatti 51 11
Aserbaidschan Elnur Huseynov 49 12
Montenegro Knez 44 13
Slowenien Maraaya 39 14
Rumänien Voltaj 35 15
Armenien Genealogy 34 16
Albanien Elhaida Dani 34 17
Litauen Monika Linkytė & Vaidas Baumila 30 18
Griechenland Maria Elena Kyriakou 23 19
Ungarn Boggie 19 20
Spanien Edurne 15 21
Zypern John Karayiannis 11 22
Polen Monika Kuszyńska 10 23
Großbritannien Electro Velvet 5 24
Frankreich Lisa Angell 4 25
Österreich The Makemakes 0 26
Deutschland Ann Sophie 0 27

Update: Die Reihung der letzten Plätze wurde nachträglich im offiziellen Ergebnis korrigiert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 28, 2011

Weihnachtsstürme in Skandinavien und Australien

Weihnachtsstürme in Skandinavien und Australien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 11:18, 28. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Canberra (Australien) / Stockholm (Schweden), 28.12.2011 – Der Sturm Dagmar sorgte dafür, dass etwa 270.000 schwedischen und norwegischen Haushalten der Strom fehlt. In Nordaustralien tobte Zyklon Grant mit Windgeschwindigkeiten von 130 km/h und starken Niederschlägen. Ein mit Chemikalien beladener Zug wurde von den Wassermassen des angeschwollenen Edith Rivers von den Schienen geschwemmt.

In Schweden entschied die Transportbehörde aufgrund des Sturms Dagmar, den gesamten Schienenverkehr am 1. Weihnachtstag ab acht Uhr abends stillzulegen. Zehn bereits abgefahrene Züge konnten ihren Zielbahnhof nicht erreichen und 400 Passagiere mussten in den Zügen übernachten. Umgefallene Bäume blockierten, nachdem Dagmar durchgezogen war, Gleise und Straßen. Der Zugverkehr im Süden des Landes wurde am Montagmorgen wieder aufgenommen, am frühen Nachmittag fuhren auch in Nordschweden die ersten Züge wieder. Am Montagmorgen waren noch etwa 154.000 Haushalte ohne Strom.

In Norwegen waren am Montagnachmittag noch etwa 100.000 Haushalte ohne Strom und Heizung.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Wetter

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 29, 2011

Saab von chinesischen Firmen für 100 Millionen Euro aufgekauft

Saab von chinesischen Firmen für 100 Millionen Euro aufgekauft

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:51, 29. Okt. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Der sogenannte Ursaab von 1947 im Stammwerk Trollhättan

Vänersborg (Schweden), 29.10.2011 – Bis Freitag, den 28.Oktober, stand der schwedische Autobauer Saab kurz vor der Pleite. Jetzt sollen 100 Millionen Euro aus China die Rettung bringen. Die chinesischen Unternehmen Youngman und Pang Da wollen Saab zu diesem Preis zu 100 Prozent übernehmen. Das kündigten sie an, kurz bevor das Gericht über den Wegfall des Gläubigerschutzes entschieden hätte.

Guy Lofalk ist der zuständige Zwangsverwalter für das Unternehmen Saab. Er bestätigte in einem Brief an das zuständige Gericht in Vänersborg die Übernahme und zog seinen Antrag auf Abbruch des Sanierungsverfahrens zurück. Bereits im Sommer hatten die Unternehmer aus China den Einstieg bei Saab ausgehandelt. Damals wollten sie einen Teil des Unternehmens übernehmen und dieses mit einer Soforthilfe von 70 Millionen Euro stützen, zudem hatten sie angekündigt, langfristig 245 Millionen Euro zu investieren. Das zugesagte Geld kam so langsam, dass bald keine Löhne mehr für die Angestellten und Arbeiter von Saab bezahlt werden konnten. Schon seit April stand die Produktion im Hauptwerk Trollhättan wegen der katastrophalen Finanzausstattung still.

Die 3.500 Beschäftigten haben wieder Hoffnung, den Arbeitsplatz behalten zu können und regelmäßig Löhne und Gehälter pünktlich auf dem Konto vorzufinden. Eine Aussage der Käufer, wie es weitergehen soll, steht noch aus.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 23, 2011

Saab kann Löhne und Gehälter nicht mehr zahlen

Saab kann Löhne und Gehälter nicht mehr zahlen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:04, 23. Jun. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Trollhättan (Schweden), 23.06.2011 – Der schwedische Autohersteller steht möglicherweise vor dem Aus. Löhne und Gehälter für die Beschäftigten können zurzeit nicht gezahlt werden, erklärte das Unternehmen am Donnerstag.

Spekulationen über eine mögliche Insolvenz des Unternehmens wurden indes von Saab dementiert. Wie es hieß, suche man nach einer Lösung für das Problem. Gestern waren Verhandlungen mit Zulieferern des Unternehmens gescheitert, in denen Saab versucht hatte, diese zu einer Zustimmung zur Stundung der fälligen Zahlungen zu bewegen. Laut Medienberichten hat der angeschlagene schwedische Autobauer bei Zulieferern Schulden in Höhe von 50 Millionen Euro.

In der Fabrik in Trollhättan stehen 3700 Arbeitsplätze auf dem Spiel. Seit Monaten stagniert die Produktion. Im ersten Quartal des laufenden Jahres waren insgesamt nur 10.000 Fahrzeuge vom Band gerollt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 16, 2011

Finnland wird Eishockey-Weltmeister

Finnland wird Eishockey-Weltmeister – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Finnland wird Eishockey-Weltmeister

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:11, 16. Mai 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ondrej-Nepela-Eishockeystadion (Bratislava)

Bratislava (Slowakei), 16.05.2011 – Mit einem 6:1-Kantersieg gegen Schweden wurde die finnische Nationalmannschaft gestern zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Eishockey-Weltmeister. Die Weltmeisterschaft wurde zwischen dem 29. April und 15. Mai in der Slowakei in den Städten Bratislava und Košice ausgetragen. Zweiter wurde Schweden und dritter wurde das tschechische Team durch ein 7:4 gegen Russland. Die deutsche Mannschaft erreichte den siebten Platz. Österreich und Slowenien müssen das Feld der 16 besten Mannschaften verlassen und steigen aus der Top-Division ab.

Viele Zuschauer waren von der Leistung der deutschen Mannschaft in der Vorrunde beeindruckt. Nach 37 verlorenen Spielen gewann das Team von Trainer Uwe Krupp erstmals bei einer Weltmeisterschaft gegen Russland. Durch einen weiteren Sieg gegen den Gastgeber Slowakei stand Deutschland vorzeitig als Gruppensieger fest und gewann damit erstmals seit der Weltmeisterschaft 1933 eine Vorrundengruppe.

Schlussklassement:

Platz Land
1 Finnland
2 Schweden
3 Tschechien
4 Russland
5 Kanada
6 Norwegen
7 Deutschland
8 USA
9 Schweiz
10 Slowakei
11 Dänemark
12 Frankreich
13 Lettland
14 Weißrussland
15 Österreich
16 Slowenien

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Eishockey

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

Neuer Interessent für den schwedischen Autobauer Saab

Neuer Interessent für den schwedischen Autobauer Saab

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:07, 16. Mai 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Saab-Logo

Stockholm (Schweden), 16.05.2011 – Als neuer Geldgeber des bedrohten schwedischen Automobilherstellers Saab hat sich nun der chinesische Autohändler Pang Da ins Spiel gebracht. Der chinesische Investor will zunächst 30 Millionen Euro aufbringen, um die Produktion in den Fabrikhallen von Saab wieder zum Laufen zu bringen, die seit Wochen still steht. Saab steht zurzeit finanziell so schlecht da, dass Lieferantenrechnungen nicht bezahlt werden können. Längerfristig will das börsennotierte Unternehmen Pang Da 65 Millionen Euro investieren, um dafür den Aktienanteil des jetzigen Eigentümers Spyker zu übernehmen. Auf der Basis der Saab-Modelle will der chinesische Autohändler eigens für den chinesischen Markt konzipierte Modelle entwickeln.

Der niederländische Sportwagenhersteller Spyker hatte Saab erst 2010 erworben. Vor kurzem war erst ein anderer chinesischer Investor, der Hawtai-Konzern, wieder abgesprungen. Die Behörden in China und Schweden müssen dem Deal noch zustimmen.

Der schwedische Marktbeobachter Fredrik Sjöshult äußerte laut dem Berliner Tagesspiegel Zweifel, ob sich Saab mit dem neuen Investor aus seinen finanziellen Schwierigkeiten herausmanövrieren kann: „Der Saabzirkus dreht sich weiter. Mit einem neuen chinesischen Akteur, der keine Autos herstellt, nicht genug Geld hat, um Saabs langfristige Probleme zu lösen und der nur die Hälfte von dem bezahlt, was die abgesprungene Hawtai in der letzten Woche bezahlen wollte.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 31, 2010

Ostsee: heuer sehr frühe Vereisung

Ostsee: heuer sehr frühe Vereisung – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ostsee: heuer sehr frühe Vereisung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 00:51, 31. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kattegat und Skagerrak

Schweden, 31.12.2010 – Der Winter 2010/2011 führte in Skandinavien zu einer außerordentlich frühzeitigen und weit nach Süden reichenden Vereisung der Ostsee. Besonders außergewöhnlich ist, dass bereits nach einem Drittel des Winters alle Meeresstraßen zwischen Hamburg und St. Petersburg in Russland großflächig mit Eis bedeckt sind: Kleiner Belt, Großer Belt, Öresund, Kattegat, Bottnischer Meerbusen, Finnischer Meerbusen und Rigaer Bucht haben Eisbrücken zwischen angrenzendem Festland gebildet. Weiters ist die Südküste der Ostsee fast durchgängig von Dänemark bis Klaipėda in Litauen vereist und die drei Haffe und die Danziger Bucht in Polen sind vollständig gefroren.

Im Kattegat verbindet das Eis die schwedische und die dänische Küste mit einer bis zu zwölf Zentimeter dicken Schicht aus dichtem Packeis. Um zu Fuß alle diese Meeresstraßen zu überqueren, ist das Eis allerdings noch nicht dick genug, ausgenommen den Finnischen Meerbusen, den man von Helsinki nach St. Petersburg trockenen Fußes überqueren kann.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 30, 2010

Dänemark: Terrorverdächtige dem Haftrichter vorgeführt

Dänemark: Terrorverdächtige dem Haftrichter vorgeführt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:24, 30. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Glostrup (Dänemark), 30.12.2010 – Drei der gestern festgenommenen Männer, die verdächtig sind, einen Terroranschlag auf die dänische Zeitung Jyllands-Posten geplant zu haben, wurden heute dem Haftrichter vorgeführt. Ihnen wird nach Auskunft der Staatsanwaltschaft „Terrorismus“ und „Verstoß gegen das Waffengesetz“ vorgeworfen. Alle drei Beschuldigten wiesen die Anschuldigungen zurück.

Nach Aussage des Leiters des dänischen Geheimdienstes (PET), Jakob Scharf, waren bei den Verdächtigen gestern ein automatisches Gewehr, eine 9-Millimeter-Pistole sowie mehr als 100 Schuss Munition sichergestellt worden.

Die drei Verdächtigen lebten in Schweden und waren gestern bei der Einreise nach Dänemark festgenommen worden. Einer von ihnen ist in Tunesien, ein anderer im Irak geboren. Der dritte ist schwedischer Staatsbürger mit unbekanntem ethnischen Hintergrund.

Ein Richter in dem Kopenhagener Vorort Glostrup ordnete zunächst eine vierwöchige Untersuchungshaft für die drei Männer an, die ersten zwei Wochen sollen in Einzelhaft verbracht werden. Der vierte Verdächtige, ein irakischer Asylbewerber, wurde vorerst wieder auf freien Fuß gesetzt, da für eine Festnahme keine ausreichenden Haftgründe vorlagen. Der 26-jährige Mann bleibt jedoch unter Polizeibeobachtung.

Es gab noch einen fünften Verdächtigen, der jedoch nicht in Dänemark, sondern in Stockholm (Schweden) festgenommen worden war. Es handelt sich dabei um einen 37-jährigen Schweden tunesischer Herkunft. Dieser wurde im Laufe des Tages in Schweden einem Haftrichter vorgeführt. Der Richter ordnete in diesem Fall eine zweiwöchige Untersuchungshaft an. Ihm werden die „Vorbereitung terroristischer Verbrechen“ zur Last gelegt.

Die dänische Zeitung Jyllands-Posten hatte im September 2005 Karikaturen mit Darstellungen des Propheten Mohammed veröffentlicht. Dies hatte weltweit den Protest vieler Muslime hervorgerufen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 12, 2010

Selbstmordanschlag in Stockholm

Selbstmordanschlag in Stockholm – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Selbstmordanschlag in Stockholm

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:41, 12. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Das Attentat wurde in der Einkaufsstraße Drottninggatan verübt (Archivbild)

Stockholm (Schweden), 12.12.2010 – Ein Selbstmordattentäter hat sich am Samstagnachmittag in einer Einkaufsstraße in Stockholm in die Luft gesprengt. Dabei wurde der Attentäter getötet und zwei Personen leicht verletzt.

Der Selbstmordattentäter trug einen Rucksack mit sich, in dem sich Rohrbomben und Nägel befanden. Kurz zuvor war ein parkender Personenwagen in der Innenstadt explodiert. Kurz vor dem Attentat war eine E-mail bei einer schwedischen Nachrichtenagentur eingegangen, die vermuten lässt, dass das Attentat von einem Islamisten unter anderem aus Rache für die Beteiligung Schwedens am Afghanistankrieg verübt wurde.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »