WikiNews de

September 12, 2011

Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas

Mehr als 50 Japaner sterben durch Taifun Talas

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:31, 12. Sep. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Taifun Talas am 2. September

Photo: NASA MODIS

Ōsaka (Japan), 12.09.2011 – Eigentlich waren die andauernden Winde des Taifuns Talas gar nicht so kräftig und beim Landfall in der Präfektur Kōchi war Talas zwar bereits zu einem schweren tropischen Sturm abgestuft, doch extreme Starkregenfälle haben zu Überflutungen geführt und Erdrutsche ausgelöst. Die Bilanz: 57 Tote, 44 Vermisste, zahlreiche unterbrochene Straßenverbindungen, mehrere Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten, mindestens 4500 Personen mussten noch mehrere Tage nach dem Durchzug des Tropensturmes durch Hubschrauber mit Nahrungsmitteln und Trinkwasser versorgt werden.

Besonders schwer getroffen hat es die Kii-Halbinsel mit der Präfektur Wakayama, wo die meisten Toten zu verzeichnen waren. Zu Überschwemmungen kam es auch in der Präfektur Okayama, über die Talas direkt hinweggezogen war, doch auch weiter nordöstlich, im Raum Tokio, wurden Straßen überflutet. Der Gesamtsachschaden wird auf mindestens 150 Millionen US-Dollar geschätzt, könnte jedoch bis zu 600 Millionen US-Dollar betragen. Diese Zahlen beruhen auf einer Einschätzung von AIR Worldwide. Das Unternehmen ist ein Dienstleister der Versicherungswirtschaft im Bereich Risikoeinschätzung durch Naturkatastrophen und Terrorismus.

Hoher Wellengang an der Südseite von Awaji-shima

Eine andere Berechnung ergab, dass alleine in der Präfektur Wakayama der Sachschaden in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Fischereiwesen mehr als zwei Milliarden Yen betragen könnte. Nach dieser vorläufigen Berechnung der Präfektur entfallen 880 Millionen Yen auf Ernteausfälle, 160 Millionen Yen auf das Fischereiwesen und 500 Millionen Yen auf die Forstwirtschaft. Hinzu kämen demnach weitere 490 Millionen Yen für Schäden durch Erosion von landwirtschaftlichen Nutzflächen, Schäden an Bewässerungskanälen und anderen landwirtschaftlichen Einrichtungen. Schäden in der Viehwirtschaft sind in dieser Berechnung noch nicht eingeflossen.

Talas hatte sich in der letzten Augustwoche zwischen den Marianen und den Philippinen gebildet. Nachdem der Sturm kurz in Richtung der Philippinen zog, was aufgrund des Fujiwhara-Effektes durch den Taifun Nanmadol erwartet wurde, zogen beide Sturmsysteme jedoch in verschiedene Richtungen. Talas hatte sich nach Norden gewandt und dabei zu einem Taifun intensiviert. Doch dann verlor der Sturm an Kraft und verlangsamte sich. Dabei war Talas mit 600 Kilometern Durchmesser ein sehr weitreichender Sturm.

Kumulierte Niederschlagsmengen beim Durchzug des Sturmes

Grafik: NASA

Talas zog langsam über Shikoku und Honshu in Richtung Japanisches Meer, zu langsam, denn so führte er lange sehr feuchte Luft in die Region, die sich dann abregnete. „Nach dem Landfall gelangte Talas in ein Gebiet mit mäßiger Windscherung (15-20 Knoten, die Red.); diese Windscherung – gelegen entlang des westlichen Randes eines bodennahen subtropischen Rückens – hat den Sturm wesentlich verlangsamt“, sagte der leitende Geowissenschaftler bei AIR Worldwide, Dr. Peter Sousounis. „Weil Talas so langsam zog, dauerte es ihm einen ganzen Tag, um über Japan hinwegzuziehen, was fast doppelt solange ist, wie prognostiziert wurde, die schweren Regenfälle [des Sturmes] waren dementsprechend besonders schädigend.“

Nach den Angaben der Japanischen Feuer- und Katastrophenmanagementagentur (JFDA) wurden etwa 3000 Häuser bis ins erste Obergeschoss überschwemmt, und weitere 13.000 Häuser wurden nur im Erdgeschoss überflutet.

Der neugewählte Premierminister Japans, Yoshihiko Noda, hat am Freitag bei einer Besichtigungstour erklärt, seine Regierung werde ihr möglichstes tun, um den Wiederaufbau in der betroffenen Region zu unterstützen. Die erklärte Noda bei einem Zusammentreffen mit Bürgermeistern der Präfektur Wakayama und Yoshinobu Nisaka, dem Gouverneur der Präfektur. Noda drückte seie Bewunderung für Nisaka aus, der in den Fluten seine Tochter verloren hat und dennoch die Rettungs- und Hilfsmaßnahmen leite.

Nach Angaben der Behörden handelt es sich, obwohl der Sturm beim Landfall nur noch andauernde zehnminütige Windgeschwindigkeiten von 40–45 Knoten erreichte, um den Tropensturm mit den schlimmsten Auswirkungen in Japan seit siebenundzwanzig Jahren. Japan liegt während der Taifunsaison häufig in der Zugbahn von Taifunen, doch in den vergangenen Jahren blieb das Land von schweren tropischen Wirbelstürmen weitgehend verschont.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2011“.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 1, 2005

Japan: Koizumis Besuche am Yasukuni-Schrein verfassungswidrig

Japan: Koizumis Besuche am Yasukuni-Schrein verfassungswidrig

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 09:29, 7. Okt. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Der Yasukuni-Schrein in Tōkyō

Ōsaka / Tōkyō (Japan), 01.10.2005 – Ministerpräsident Junichirō Koizumi hat am gestrigen Freitag vor dem Hohen Gerichtshof von Ōsaka eine Niederlage erlitten. Seine Besuche am Yasukuni-Schrein seien verfassungswidrig, urteilten die Richter. Sie verstößen gegen die Trennung von Staat und Religion. Allerdings sprach es den 188 Klägern Ansprüche auf Entschädigung ab.

Besuche von Politikern an dem Shintō-Schrein sorgen immer wieder für Empörung vor allem unter Japans Nachbarstaaten. Er ist ein Denkmal für die 2,5 Millionen japanischen Kriegstoten. Er ist umstritten, weil dort auch hingerichteter Kriegsverbrecher gedacht wird.

Koizumi gab sich überrascht. Er habe den Schrein als Privatmann besucht. Erst am Donnerstag hatte ein Gericht in Tōkyō die Klage von 39 Klägern auf Schmerzensgeld für die „seelischen Qualen“ seines Besuchs mit dieser Begründung abgewiesen.

Rechtsexperten zufolge könnte er nun den privaten Charakter seiner Besuche zu unterstreichen versuchen, indem er zum Beispiel mit seinem eigenen Wagen komme. Unklar ist, ob die Sache nun vor das Oberste Gericht kommt, das in Verfassungsfragen das letzte Wort hat.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 21, 2005

Australischer Airbus in Japan notgelandet – Neun Verletzte

Australischer Airbus in Japan notgelandet – Neun Verletzte

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21. Aug. 2005 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Ōsaka (Japan), 21.08.2005 – Ein Airbus der australischen Fluggesellschaft Qantas ist in Japan notgelandet.

Die Piloten erhielten während des Fluges ein Alarmsignal des automatischen Rauchmelders aus dem Frachtraum der Maschine. Daraufhin beschlossen sie, eine Notlandung vorzunehmen. Bei der Evakuierung nach der geglückten Notlandung in der Stadt Ōsaka wurden neun Passagiere verletzt.

Erste Ermittlungen der Techniker ergaben, dass es sich um einen Fehlalarm gehandelt hatte. Der Airbus kam aus Tokio und war auf dem Weg nach Perth in Australien.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 28, 2005

Bilanz des Zugunglücks in Japan

Bilanz des Zugunglücks in Japan – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bilanz des Zugunglücks in Japan

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bahnübergang in Ōsaka

Ōsaka / Mito / Tōkyō (Japan), 28.04.2005 – Bei der schwersten Bahnkatastrophe in Japan seit 1963 sind bisher über 100 Menschen ums Leben gekommen. Verletzt wurden über 450 Personen, davon mindestens 150 schwer.

Am Montagmorgen waren vier von sieben Waggons eines Expresszuges im Pendlerverkehr in Amagasaki Nahe der Stadt Ōsaka aus den Gleisen gesprungen, ein Wagen schleuderte in ein Hochhaus. Im Zug befanden sich zu dem Zeitpunkt 580 Menschen. Noch drei Tage nach dem Unglück fanden Rettungsmannschaften Leichen in den total zertrümmerten Waggons.

Mittlerweile haben sich Anzeichen verdichtet, dass der 23-jährige Zugfahrer zu schnell unterwegs gewesen war. Gegen den Zugbetreiber wird nun ermittelt, da er seine Fahrer unter Druck gesetzt haben soll, die Fahrzeiten einzuhalten.

Nachdem seit Montag nun in Japan bereits zwei weitere Zugunglücke stattgefunden haben, werden die Ermittlungen nun ausgedehnt. Am Tag nach der Katastrophe Nahe Ōsaka war im Verwaltungsbezirk Ibaraki ein Personenzug nach einem Zusammenstoss mit einem Lastwagen entgleist. Dabei gab es keinen Personenschaden.

Am Mittwochmorgen kollidierte an einem Bahnübergang in der Nahe der Hauptstadt Tōkyō ein Zug mit einem Kleinbus. Der Mann im Kleinbus hatte schwere Verletzungen erlitten, er befindet sich aber nicht in Lebensgefahr. Die etwa 130 Zugreisenden wurden nicht verletzt.

Im Falle des Unglücks bei Ōsaka muss weiterhin mit steigenden Todeszahlen gerechnet werden.

Themenverwandte Artikel

  • Zugunglück in Japan (25.04.2005)
  • Japan: Sicherheit ein Jahr nach Zugunglück leicht verbessert (13.04.2006)
  • Themenportal Verkehrsunfälle

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 25, 2005

Zugunglück in Japan

Filed under: Artikelstatus: Fertig,Bahnunfall,Gebäudeunfall,Ōsaka — admin @ 5:00 am

Zugunglück in Japan – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Zugunglück in Japan

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bahnübergang in Osaka

Ōsaka (Japan), 25.04.2005 – Heute gegen 09:20 Uhr Ortszeit (02:20 Uhr MESZ) entgleiste in Amagasaki in der Provinz Hyogo, Nahe der Stadt Ōsaka ein Expresszug an einem Bahnübergang und rammte ein mehrstöckiges Wohnhaus.

Der erste Wagen des Zuges raste in ein Parkdeck im Erdgeschoss dieses Wohnhauses. Auch der zweite Wagen prallte gegen das Gebäude.

Nach Behördenangaben sind mindestens 50 Menschen ums Leben gekommen, über 340 Fahrgäste wurden verletzt. Zur Zeit des Unglücks befanden sich etwa 580 Fahrgäste im Zug. Die Polizei geht von überhöhter Geschwindigkeit des Zuges aus, da der Zug bereits mehrere Minuten Verspätung hatte. Augenzeugen gaben an, der erst 23-jährige Zugführer war viel zu schnell unterwegs.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.