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May 10, 2013

Tochter und Mutter von mutmaßlichem Entführer aus Ohio äußern sich distanziert

Tochter und Mutter von mutmaßlichem Entführer aus Ohio äußern sich distanziert

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Veröffentlicht: 14:51, 10. Mai 2013 (CEST)
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Phantombild eines Verdächtigen im Fall der entführten DeJesus aus dem Jahr 2004

Cleveland (Vereinigte Staaten), 10.05.2013 – Die Mutter und die Tochter des mutmaßlichen Entführers Ariel Castro aus Ohio, der drei Frauen über mehrere Jahre in seinem Haus gefangen gehalten haben soll, äußerten sich erstmals zu den Vorwürfen.

Als Castros Tochter Angie Gregg erstmals von den Gräueltaten ihres Vaters erfuhr, so sagt sie, „wollte ich einfach sterben“. Des Weiteren ist sie von der Schuld ihres Vaters überzeugt. Sie berichtet rückblickend, dass ihr Vater sich oft merkwürdig verhalten habe; so soll er beim Abendessen manchmal plötzlich ohne Vorwarnung gegangen sein, soll sehr lange gebraucht haben, um zur Haustür zu kommen, und soll bei Besuchen immer laute Musik angemacht haben. „Es fügt sich nun alles zusammen, und ich bin angewidert und erschüttert.“ Sie distanziert sich zudem von ihrem Vater und sagt, man solle ihre Familie nicht mit den Taten ihres Vaters gleichsetzen, denn es läge nicht in ihrem Blut, „ein Monster zu sein“.

Die Mutter des Tatverdächtigen sagte, sie „habe einen kranken Sohn, der etwas sehr Schlimmes getan hat“. Sie leide sehr darunter und „bitte die Frauen und ihre Mütter um Vergebung“.

Die anderen beiden Brüder Ariel Castros wurden mittlerweile wieder aus der Untersuchungshaft entlassen, da die Polizei festgestellt hat, dass sie nicht über die Entführung Bescheid wussten. Dem mutmaßlichen Täter Ariel Castro droht nun die Todesstrafe.

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July 17, 2012

Libyen: Präsident des libyschen Olympia-Komitees entführt

Libyen: Präsident des libyschen Olympia-Komitees entführt

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Veröffentlicht: 19:31, 17. Jul. 2012 (CEST)
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Tripolis (Libyen), 17.07.2012 – Nabil al-Alam, Präsident des libyschen Olympischen Komitees, wurde am Montag entführt. Sein Auto wurde in Libyens Hauptstadt Tripolis von bewaffneten Männern in Uniform gestoppt. Wie lokale Medien berichteten, gaben sich die Männer als Angehörige der Armee aus.

Laut einem Sprecher des libyschen Olympischen Komitees soll al-Alam der uniformierten Gruppe freiwillig gefolgt sein. Er ist seitdem spurlos verschwunden. Der libysche Sportminister Fathi Terbil sagte aus: „Wir verurteilen diese Handlung. Wer immer das getan hat, ist kriminell.“

Arafat Dschuwan, Chef von al-Alams Büro, erklärte: „Neun Bewaffnete, die sich als Armee-Angehörige ausgaben, haben Herrn Alam im Stadtzentrum um etwa 15 Uhr aus seinem Auto gezerrt und an einen unbekannten Ort verschleppt.“ Die Armee und das Innenministerium sollen angeblich nichts von der Entführung wissen.

Jacques Rogge, Präsident des Internationalen Olympischen Komitees, brachte auf einer Telefonkonferenz in Lausanne seine tiefe Besorgnis über den Fall zum Ausdruck. Das libysche Team, welches aus fünf Athleten besteht, soll bereits in wenigen Tagen zu den Olympischen Sommerspielen 2012 nach London reisen. Bei den Spielen, die am 27. Juli beginnen, werden sie ihr Land in den Disziplinen Judo, Marathon, Gewichtheben und beim Einhundert-Meter-Lauf der Frauen vertreten.

Das libysche Olympische Komitee wurde bis zum Sturz von Muammar al-Gaddafi vor einem Jahr von seinem ältesten Sohn Mohammed geführt. Er soll zusammen mit anderen Familienmitgliedern nach Algerien geflohen sein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Libyen

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July 5, 2012

Türkei: Bürgermeister von der PKK entführt

Türkei: Bürgermeister von der PKK entführt

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Veröffentlicht: 00:33, 5. Jul. 2012 (CEST)
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Gürpınar (Van) (Türkei), 05.07.2012 – Laut den Deutsch-Türkischen Nachrichten berichtete der private Nachrichtensender NTV, dass am Montagabend der 46-jährige Hayrullah Tanış, Bürgermeister des Landkreises Gürpınar in der osttürkischen Provinz Van, von drei bewaffneten Mitgliedern der PKK dazu gezwungen wurde, aus seinem Auto auszusteigen. Die Terroristen sollen den Mann anschließend an einen unbekannten Ort gebracht haben.

Nachdem die Familie des Bürgermeisters die Polizei verständigt hatte, sollen die Beamten sofort reagiert haben. Die Suche nach Hayrullah Tanış ist zurzeit im vollen Gange.

Die PKK sorgt durch Entführungen immer wieder für Aufsehen. Erst Mitte Mai trug sich ein ähnlicher Fall zu. Der kurdischstämmige AKP-Bürgermeister Veysel Çelik wurde am 14. Mai im Landkreis Kulp in der Provinz Diyarbakır aus seinem Auto gezerrt. Der Vorfall ereignete sich am frühen Nachmittag auf einer Haupstraße in Richtung Muş. Seine Limousine wurde von den PKK-Anhängern gestoppt. Der Chauffeur und der Beifahrer wurden laufen gelassen, doch Çelik wurde unter Waffengewalt verschleppt. Der AKP-Abgeordnete ist in der Region sehr beliebt und vertrat seine Gemeinde seit Mai 2006.

Drei Tage später wurde der 48-jährige, ebenfalls kurdischstämmige AKP-Bürgermeistergehilfe Ali Kılınç in der Provinzhauptstadt Şırnak vor seinem eigenen Haus im Stadtteil İsmetpaşa erschossen. Kılınç erlitt Schusswunden an Bauch und Kopf. Er verstarb kurze Zeit später im Krankenhaus.

Die AKP gilt vor allem in den Provinzen Batman, Diyarbakır, Hakkâri und Van als starker Konkurrent der nationalistischen kurdischen BDP, welche sich bis heute noch nicht von den Terrorakten der PKK distanziert hat.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Türkei

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September 22, 2011

PKK erschoss entführten Zivilisten

PKK erschoss entführten Zivilisten – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

PKK erschoss entführten Zivilisten

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Veröffentlicht: 00:03, 22. Sep. 2011 (CEST)
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Ankara (Türkei), 22.09.2011 – Kämpfer der verbotenen Untergrundorgansation PKK errichteten auf der Straße von Eruh nach Şırnak eine Straßenblockade. Sie hielten den PKW eines Zivilisten an und fragten nach der Identität der Passagiere. Der Fahrer wurde entführt und seine Leiche später durch Einheiten der Jandarma gefunden. Die Leiche wies eine Schussverletzung auf.

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March 17, 2011

Landgericht Frankfurt: Kindermörder Gäfgen fordert Schadenersatz und Schmerzensgeld

Landgericht Frankfurt: Kindermörder Gäfgen fordert Schadenersatz und Schmerzensgeld

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Veröffentlicht: 21:21, 17. Mär. 2011 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 17.03.2011 – Der wegen Mord an dem Jungen Jakob von Metzler verurteilte Gäfgen fordert 10.000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz in nicht bekannter Höhe vom hessischen Staat. Er macht traumatische Spätfolgen geltend. Er sei von einem Vernehmungsbeamten mit Schmerzen, Vergewaltigung, einem Wahrheitsserum und mit dem Tod bedroht worden.

Markus Gäfgen verbüßt seit dem Jahr 2002 eine lebenslange Freiheitsstrafe im nordhessischen Schwalmstadt. Da im Urteil eine „schwere Schuld“ festgestellt wurde, kann 2017, nach 15 Jahren, noch nicht geprüft werden, ob eine Haftentlassung in Betracht kommt.

Der frühere Frankfurter Vizepolizeipräsident Wolfgang Daschner hatte einen Vernehmungsbeamten beauftragt den festgenommenen Gäfgen auf Wahrheitsserum und mögliche Schmerzen durch einen einfliegenden SEK-Beamten „vorzubereiten“. Seine Anordnung hatte er in einem Vermerk festgehalten und öffentlich gemacht. Man dachte damals, das Leben des entführten Jungen so retten zu können, nicht wissend, dass dieser schon Tage zuvor von Gäfgen getötet worden war.

Der Vernehmungsbeamte stand am Donnerstag als Zeuge vor dem Gericht und bestritt die Vorwürfe von Gäfgen im Detail. Er sagte aus: „Um Gottes Willen. Der strahlte so eine Kälte aus. Ich habe den in meinem Leben noch nicht berührt.“ Auch weitere Vorwürfe des Kindermörders seien weit überzogen.

Der Prozess dauert an, so soll noch ein medizinischer Gutachter und Wolfgang Daschner gehört werden.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Daschner-Prozess“.

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Quellen

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March 2, 2011

Entführungsopfer Natascha Kampusch fordert Schadenersatz vom österreichischen Staat

Entführungsopfer Natascha Kampusch fordert Schadenersatz vom österreichischen Staat

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Veröffentlicht: 07:48, 2. Mär. 2011 (CET)
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Wien (Österreich), 02.03.2011 – Von 1998 bis 2006 war sie in den Händen ihres Entführers Wolfgang Priklopil. Dann gelang ihr die Flucht. Ihr Peiniger beging Selbstmord. Jetzt reichte sie Klage ein mit der Begründung: Hätten die Behörden nicht so schlecht ermittelt, wäre ihr die jahrelange Gefangenschaft erspart geblieben. 323 Euro für jeden Tag fordert sie, dies ergäbe knapp eine Million Euro.

Kurz bevor jeder Anspruch verjährt wäre, wurde die Forderung eingereicht. Die Erfolgsaussichten sind gering. Der Nachweis schuldhaften Fehlverhaltens der Behörden ist schwer zu führen. Frau Kampusch hatte nie eine offizielle Stellungnahme oder gar eine Entschuldigung zu den Ermittlungspannen bekommen. Im Falle einer Klage werden die Behörden sich äußern müssen, ein mögliches Motiv für die Einbringung der Ansprüche bei der zuständigen Finanzprokuratur in Wien. Acht Jahre und sechs Monate war sie dem Täter ausgeliefert, die meiste Zeit im Keller eingesperrt. Eine Untersuchungskommission hatte Fehler bei der Fahndung nach ihr aufgezeigt. Der Täter war schnell in Verdacht geraten, den Hinweisen wurde nicht in letzter Konsequenz nachgegangen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

Quellen

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February 11, 2011

Brandenburg: Entführung einer Vierjährigen

Brandenburg: Entführung einer Vierjährigen

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Veröffentlicht: 17:19, 11. Feb. 2011 (CET)
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Kleinmachnow (Deutschland), 11.02.2011 – Am Donnerstag, dem 10. Februar 2011 wurde in Kleinmachnow ein vierjähriges Mädchen entführt. Gegen 8:09 Uhr wollte eine 41-jährige Steuerberaterin ihre Tochter in den Kindergarten bringen, als plötzlich ein maskierter, mit einer Sichel bewaffneter Mann vor ihr stand, der ihr ihre Tochter entriss. Der Mann hinterließ einen Zettel in dem er verlangte, dass weder Polizei noch Presse eingeschaltet werden sollten. Außerdem forderte er ein Lösegeld. Mit dem Kind stieg der Mann in einen roten Renault Clio, der ein gestohlenes tschechisches Diplomatenkennzeichen trug. Der Täter wollte sich um 18.45 Uhr wieder melden.

Nachdem die Steuerberaterin die Polizei informiert hatte, wurde eine 400-köpfige Sonderkommission eingerichtet, um das Mädchen zu retten und den Täter festzunehmen. Nach einem Telefonkontakt mit dem Täter wurde Lösegeld in der Nähe von Fürstenwalde übergeben. Gegen 21.28 Uhr wurde die Vierjährige in der Nähe ihres Wohnhauses von Nachbarn entdeckt.

Der Täter flüchtete mit einer Geschwindigkeit von 80 Kilometern pro Stunde auf dem Standstreifen über die BAB 12 zurück nach Kleinmachnow. Die Beamten des Sondereinsatzkommandos nahmen den Täter fest, nachdem klar war, dass sich das Mädchen in Sicherheit befand. Im Auto fanden die Mitglieder der Sonderkommission das Lösegeld und die Tatwaffe. Die Medien wurden von der Polizei erst nach der Festnahme des Mannes informiert.

Der Täter wird sich wegen erpresserischen Menschenraubs (§ 239a Strafgesetzbuch) verantworten müssen. Ihm droht eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren.

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June 25, 2010

Sudan: Zwei deutsche THW-Mitarbeiter entführt

Sudan: Zwei deutsche THW-Mitarbeiter entführt

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Veröffentlicht: 14:17, 25. Jun. 2010 (CEST)
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Sudan

Nyala (Sudan), 25.06.2010 – In Nyala, der Hauptstadt von Dschanub Darfur, sind am Dienstag zwei deutsche Mitarbeiter des Technischen Hilfswerks entführt worden. Sie sind 34 und 52 Jahre alt und stammen aus Berlin und Schleswig-Holstein. Der Hintergrund der Entführung ist bisher unklar, und es fehlt noch jede Spur. Bundesinnenminister Thomas de Maizière versicherte jedoch, dass die Bundesregierung alles in ihren Kräften stehende tun werde, um die beiden wieder heil nach Hause zu holen.

Karte des Sudan mit Dschanub Darfur

Im Rahmen des seit 2003 in der Region stattfindenden Darfur-Konflikts sind Entführungen keine Seltenheit. Es ist jedoch das erste Mal, dass jemand in der Hauptstadt eines Bundesstaates entführt wurde. Die Stadt Nyala, in der etwa zwei Millionen Menschen leben, dient vielen Hilfsorganisationen als Basis.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Sudan

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April 19, 2010

Entführung von zwei Deutschen in Nigeria

Entführung von zwei Deutschen in Nigeria

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Veröffentlicht: 18:17, 19. Apr. 2010 (CEST)
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Der Bundesstaat Abia liegt im Südosten Nigerias.

Lagos (Nigeria), 19.04.2010 – Im nigerianischen Bundesstaat Abia wurden am Sonntag, dem 18. April, nach Angaben aus Sicherheitskreisen zwei Deutsche im Alter von 45 und 55 Jahren entführt. Der Zwischenfall ereignete sich an einem Strand am Imo River. Die deutsche Botschaft hat den Vorfall bisher noch nicht bestätigt.

Einer der beiden Entführten soll in Port Harcourt arbeiten, der andere in Lagos, berichtete Agence France-Presse. Bei der Entführung handelt es sich um die zweite innerhalb von zehn Tagen. Bislang hat keine Gruppe eine Lösegeldforderung gestellt.

Seit 2006 wurden in Nigeria hunderte von Ausländern und Einheimische entführt, vor allem in der Erdölgebieten des Niger-Deltas. Die meisten von ihnen wurden nach der Zahlung eines Lösegeldes unverletzt freigelassen. Hintergrund ist, dass Militante einen angemessenen Anteil am Profit des Ölgeschäftes durchsetzen wollen. Eine Art „Waffenstillstand“ endete kürzlich.

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February 2, 2010

Haiti: Wachsende Gefahr des Kinderhandels

Haiti: Wachsende Gefahr des Kinderhandels

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Veröffentlicht: 13:48, 2. Feb. 2010 (CET)
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Kinder in Haiti

Waisenkinder in Haiti

Port-au-Prince (Deutschland), 02.02.2010 – Nachdem am Wochenende zehn US-Bürger wegen des Verdachts auf Kindesentführung an der Grenze Haitis zur Dominikanischen Republik festgenommen worden waren, warnen haitianische Behörden vor der wachsenden Gefahr des Kinderhandels. Medien berichteten davon, dass zahlreiche Kinder aus dem Land verschwunden seien.

Zehn Mitglieder der christlichen Hilfsorganisation „New Life Children’s Refuge“ aus Idaho waren am Sonntag an der Grenze zur Dominikanischen Republik mit 33 Kindern im Alter zwischen zweieinhalb Monaten und zwölf Jahren festgenommen worden. Bei den Kindern handelt es sich offenbar nicht um Waisen, sondern vermutlich sind viele ihrer Eltern und andere Angehörige noch am Leben. Die US-Bürger hatten keine Genehmigung für die Mitnahme der Kinder. Wie die haitianischen Behörden mitteilten, bestehe der Verdacht, dass die Kinder illegal an im Ausland lebende Adoptiveltern vermittelt werden sollten.

Wo die US-Bürger vor Gericht gestellt werden sollen, ist noch unklar. Der haitianische Ministerpräsident Max Bellerive erklärte, er könne sich vorstellen, dass sich die US-Bürger vor einem US-Gericht verantworten müssten, da die meisten Gerichtsgebäude in Haiti zerstört seien. Die Kinder wurden inzwischen in einem SOS-Kinderdorf in der Nähe der Hauptstadt Port-au-Prince untergebracht. Der Tiroler Georg Willeit vom SOS-Kinderdorf erklärte zum Zustand der Kinder: „Die Kinder sind hungrig, durstig, verängstigt und traurig zu uns gekommen. Ein Baby war nackt und dehydriert. Es wurde in die nächste Klinik gebracht. Wir geben den Kindern zu essen, zu trinken und betreuen sie psychologisch.“ Willeit warnte vor voreiligen Adoptionen in der gegenwärtigen chaotischen Situation in dem Land. Zunächst müsse versucht werden, die nächsten Verwandten der Kinder zu finden.

Einige Schulen des zerstörten Landes wurden inzwischen wieder eröffnet. Dies betrifft jedoch hauptsächlich Schulen in ländlichen Gebieten. In Port-au-Prince fällt der Unterricht weiterhin aus, weil nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF drei Viertel aller Schulen in der Hauptstadt durch das Beben zerstört wurden.

Neuesten Schätzungen zufolge waren bei dem Erdbeben vor zwei Wochen 180.000 Menschen ums Leben gekommen, 200 000 wurden verletzt.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Kinder von Haiti“.

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  • Portal:Haiti

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