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July 2, 2012

Autofahrer rast in Polizeigebäude

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Veröffentlicht: 19:44, 2. Jul. 2012 (CEST)
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Polizeidirektion Braunschweig, Friedrich Voigtländerstrasse

Braunschweig (Deutschland), 02.07.2012 – Am frühen Sonntagmorgen ist ein 37-jähriger Autofahrer ungebremst in eine Außenwand des Polizeikommissariats Süd in Braunschweig gerast. Am Montag wurde gegen den Mann ein Haftbefehl wegen versuchten mehrfachen Mordes erlassen. Nach Aussage eines Polizeisprechers gehe der Haftrichter davon aus, dass der Autofahrer die Polizeibeamten umbringen wollte. Der schwer verletzte Raser musste mit hydraulischen Geräten aus dem Auto gerettet werden. Das Auto prallte an der schräg verlaufenden Hauswand der Polizeistation ab.

Der 37-Jährige hatte bereits im Mai seinen Führerschein wegen Fahrens unter Alkoholeinfluss verloren. Nur wenige Stunden vor der Unfallfahrt hatten Polizisten den Mann auf sein unbeleuchtetes Fahrrad angesprochen und bemerkten dabei eine Alkoholfahne. Auf der Dienststelle entnahmen die Beamten dem Mann eine Blutprobe und leiteten ein Ermittlungsverfahren wegen Trunkenheit im Verkehr ein.

Die Polizisten im Polizeikommissariat kamen nochmal mit dem Schrecken davon. Die Außenwand des Polizeigebäudes wurde bei dem Aufprall des Autos stark beschädigt. Der Polizeibetrieb konnte weitergehen, da ein Statiker keine Hinweise für eine eventuelle Einsturzgefahr fand. Nach Polizeiaussagen soll sich der Schaden auf mehrere Zehntausend Euro belaufen.

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  • Portal:Tötungsdelikte

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February 24, 2010

Evangelische Kirche in Deutschland: Käßmann legt kirchliche Ämter nieder

Evangelische Kirche in Deutschland: Käßmann legt kirchliche Ämter nieder

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Veröffentlicht: 19:59, 24. Feb. 2010 (CET)
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Margot Käßmann

Hannover (Deutschland), 24.02.2010 – Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Margot Käßmann, zog heute die Konsequenz aus ihrem Fehlverhalten vom Wochenende, als sie von der Polizei bei einer Autofahrt in Hannover mit einem Blutalkoholwert von 1,54 Promille angehalten worden war. Sie legte zugleich ihr Amt als hannoversche Landesbischöfin nieder. Als Pastorin wolle sie jedoch weiterhin im Amt bleiben.

Ihre Autofahrt unter Alkoholeinfluss bereue sie zutiefst, erklärte Käßmann auf einer Pressekonferenz in Hannover. Sie begründete ihren Rückzug von den Kirchenämtern innerhalb der EKD mit dem Autoritätsverlust, den sie durch ihr eigenes Verhalten zu verantworten habe: „Die Freiheit, ethische und politische Herausforderungen zu benennen und zu beurteilen, hätte ich in Zukunft nicht mehr so wie ich sie hatte.“

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Quellen

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February 23, 2010

EKD-Ratsvorsitzende Käßmann wegen Alkoholfahrt unter Druck

Veröffentlicht: 21:46, 23. Feb. 2010 (CET)
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Hannover (Deutschland), 23.02.2010 – Gegen die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen Trunkenheit am Steuer. Die 51-Jährige war am Wochenende mit ihrem Dienstwagen nach einem privaten Termin in Hannover von der Polizei angehalten worden, weil sie eine Kreuzung bei Rot überquert hatte. Eine Blutalkoholuntersuchung, die auf eine polizeiliche Anordnung hin stattfand, ergab einen Blutalkoholgehalt von 1,54 Promille. Bei diesem Wert geht die Staatsanwaltschaft von Fahruntüchtigkeit aus. Wie ein Sprecher der Staatsanwaltschaft erläuterte, muss die niedersächsische Landesbischöfin mit einer Geldstrafe von einem Monatsgehalt sowie einem Entzug der Fahrerlaubnis für zwölf Monate rechnen.

In einer ersten Stellungnahme erklärte Käßmann, sie sei über sich selbst erschrocken, dass sie einen so schlimmen Fehler gemacht habe.

Ein Sprecher der Landeskirche, Johannes Neukirch, erklärte, die Kirche werde kein Disziplinarverfahren gegen Käßmann einleiten. Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung will der Rat der EKD am Abend in einer Telefonkonferenz über die Konsequenzen aus dem Vorfall beraten. Aus Kirchenkreisen wurde teilweise auch der Rücktritt Käßmanns gefordert. Käßmann war im Oktober 2009 an die Spitze der EKD gewählt worden. Sie ist außerdem seit zehn Jahren Landesbischöfin der Evangelischen Kirche in Niedersachsen.


Hinweis: Korrektur: Nach Veröffentlichung wurde „Privatfahrzeug“ durch „Dienstwagen“ ersetzt.


Themenverwandte Artikel

Quellen

  • www.abendblatt.de: „Kirche: Kein Disziplinarverfahren gegen Margot Käßmann“ (23.02.2010)
  • www.zeit.de: „Kirchen: Konservative Protestanten legen Käßmann Rücktritt nahe“ (23.02.2010)
  • www.dw-world.de: „Bischöfin Käßmann mit Alkohol am Steuer gestoppt“ (23.02.2010)
  • www.faz.net: „Margot Käßmann: EKD berät in Telefonkonferenz über Trunkenfahrt“ (23.02.2010)
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October 30, 2008

Jörg Haider: Das gescheiterte Geschäft mit den Fotos

Jörg Haider: Das gescheiterte Geschäft mit den Fotos

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Veröffentlicht: 16:50, 30. Okt. 2008 (CET)
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Klagenfurt (Österreich), 30.10.2008 – Ein Kärntner Polizist wurde suspendiert, nachdem er Fotos von Unfallfahrzeug und -ort, welche er mit seiner Privatkamera während seines Einsatzes gemacht hatte, an Medien verkauft hatte. Die Aufnahmen waren in österreichischen und deutschen Medien veröffentlicht worden. Da jedoch die Polizeidirektion keine Fotos freigegeben hat, wurde nach dem Urheber gesucht.

Der Polizist ist geständig und muss nun mit einer Strafanzeige wegen Verletzung des Amtsgeheimnisses rechnen. Auch drohen ihm disziplinäre Konsequenzen.

Währenddessen wird im Internet um die Unfallursache gerätselt und bei der Staatsanwaltschaft Klagenfurt sind bereits (meist anonyme) Mordanzeigen eingegangen. Haider wurde bislang nicht beerdigt. Seine Witwe gab der Zeit im Bild telefonisch ein Interview und sagte, dass die Genehmigung für die Bestattung noch nicht vorliege. In Österreich muss eine Genehmigung beantragt werden, wenn der Leichnam oder die Urne nicht auf einem öffentlichen Friedhof beigesetzt werden soll.

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October 18, 2008

Die Familie von Jörg Haider will gegen Staatsanwalt vorgehen

Die Familie von Jörg Haider will gegen Staatsanwalt vorgehen

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Veröffentlicht: 18:39, 18. Okt. 2008 (CEST)
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Klagenfurt (Österreich), 18.10.2008 – Während Jörg Haider heute in Klagenfurt verabschiedet wird ist bereits mit dem ersten juristischen Nachspiel zu rechnen.

Am 16. Oktober ließ die Familie des Verstorbenen damit aufhorchen, dass sie rechtliche Schritte gegen den zuständigen Staatsanwalt Gottfried Kranz plane. Die Anwältin der Familie, Huberta Gheneff, will eine Strafanzeige gegen den Staatsanwalt wegen Bruch der Amtsverschwiegenheit und Amtsmissbrauch einbringen. Gheneff, ehemalige Partnerin des Ex-FPÖ-Justizministers und jetzigen Rechtsanwalts Dieter Böhmdorfer, kritisiert vor allem, dass die Medien von Ermittlungsergebnissen vor der Familie verständigt wurden. Auch dürfe der Staatsanwalt Ergebnisse ihrer Ansicht nach nicht preisgeben. Auch soll der Familie bislang keine Akteineinsicht gewährt worden sein.

Trauer in ganz Kärnten: Mitarbeitern der Kärntner Landesregierung, des Landesschulrates, der Bezirksbehörden wurde freigegeben, um sich vom Landeshauptmann verabschieden zu können. Auch in den Schulen wurde durch den Schulreferenten des Landes, Uwe Scheuch, eine Trauerstunde angeordnet. Dies stößt jedoch auf die Kritik der Eltern, welche eine politische Vereinnahmung ihrer Kinder befürchten. Wegen der in Kärnten vorhandenen Sympathiewelle für den rechtspopulistischen Politiker nach dessen tragischem Tod wird diese Kritik jedoch nicht allzu laut geäußert.

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Quellen

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October 15, 2008

Jörg Haider war zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert

Jörg Haider war zum Unfallzeitpunkt stark alkoholisiert

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Veröffentlicht: 18:50, 15. Okt. 2008 (CEST)
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Klagenfurt (Österreich), 15.10.2008 – Aus mehreren Quellen, unter anderem Jörg Haiders eigener Partei und dem österreichischen Nachrichtenmagazin „News“, ist nun bestätigt worden, dass bei der Obduktion des Leichnams des am 11. Oktober tödlich verunglückten österreichischen Politikers ein deutlich erhöhter Alkoholspiegel im Blut gefunden wurde. Haider hatte bei der Fahrt der Obduktion zufolge 1,8 Promille Alkohol im Blut.

Der Rechtspopulist war am vergangenen Samstag gegen 1:30 Uhr nachts auf dem Weg zum Geburtstag seiner 90-jährigen Mutter bei Klagenfurt (Kärnten) im Süden Österreichs nach einem Überholmanöver von der Straße abgekommen. Sein Wagen, ein drei Monate alter VW Phaeton V6, überschlug sich danach mehrmals. Laut Spiegel Online habe, als die Notärztin am Unfallort eintraf, noch eine gewisse Restchance zum Überleben bestanden; auf dem Weg ins Krankenhaus verstarb der 58-Jährige jedoch. Laut offiziellen Berichten betrug die Geschwindigkeit seines Fahrzeugs zum Zeitpunkt des Unfalls etwa 142 Kilometer pro Stunde; auf der Strecke beträgt die zulässige Höchstgeschwindigkeit allerdings nur 70 Kilometer pro Stunde.

Morgen wird er im Wappensaal des Landeshauses, wo normalerweise nur Konzerte, Bälle und Empfänge stattfinden, ab elf Uhr aufgebahrt. Dadurch soll es jedem, der möchte, ermöglicht werden, sich persönlich von dem Landeshauptmann zu verabschieden. Am Freitag soll dann ein letzter Abschied möglich sein: An diesem Tag wird der Saal von 8 bis 22 Uhr geöffnet sein. Ehrenwache wird von einer Ehrenkompanie des Bundesheeres und einer Abordnung der Feuerwehr gehalten werden. Für den kommenden Samstag werden am Neuen Platz in Klagenfurt mindestens 30.000 Menschen zur Verabschiedung Haiders erwartet.

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October 12, 2006

Fahrerflucht in Mainz: 19-Jähriger wird von BMW erfasst und getötet

Fahrerflucht in Mainz: 19-Jähriger wird von BMW erfasst und getötet

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Artikelstatus: Fertig 22:37, 12. Okt. 2006 (CEST)
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Mainz (Deutschland), 12.10.2006 – Am Sonntagmorgen, den 8. Oktober wurde auf der Rheinstraße in Mainz (gegenüber dem Railion-Gebäude, nahe dem CineStar) ein 19-Jähriger tödlich verletzt. Der genaue Unfallhergang ist noch nicht endgültig geklärt, stellt sich jedoch nach Polizeiangaben vorläufig so dar: Das Opfer wurde offenbar von einem Wagen erfasst und zirka 50 Meter mitgeschleift. Der Fahrer des PKWs kümmerte sich jedoch nicht um das schwerverletzte Unfallopfer und beging Fahrerflucht. Der Verletzte starb noch an der Unfallstelle.

Zeugenbeschreibungen deuten auf einen anthrazitfarbenen BMW der „7er-Baureihe“ hin, der kurz zuvor vor der nahe gelegenen Discothek „Starclub“ losgefahren war. Der Fahrer wurde als stark alkoholisiert beschrieben.

Die Mainzer Polizei wertet zurzeit Videoaufnahmen und zahlreiche Zeugenbeschreibungen aus und hat die Öffentlichkeit um Mithilfe bei der Aufklärung gebeten.

Quellen

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November 26, 2005

Kieler Förde: Betrunkener Offizier steuert Frachtschiff auf Grund

Kieler Förde: Betrunkener Offizier steuert Frachtschiff auf Grund

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Artikelstatus: Fertig 11:53, 27. Nov. 2005 (CET)
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Kiel (Deutschland), 26.11.2005 – Ein Offizier hat in der Kieler Förde einen Frachter auf Grund gesetzt. Der Mann war nach Angaben der Wasserschutzpolizei in Ausübung seines Berufes betrunken, der Atemalkoholwert des Schiffers betrug 2,63 Promille.

Das Schiff „Paper Moon“ war mit Papier beladen nördlich von Laboe in eine Untiefe bugsiert worden. Die „Paper Moon“ fährt unter der Beflaggung des mittelamerikanischen Landes „Antigua und Barbuda“.

Bei dem Zwischenfall kamen keine Personen zu schaden, auch die Umwelt blieb verschont. Das Schiff musste von drei Schleppern wieder ins tiefe Gewässer gezogen werden.

Quellen

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October 20, 2005

Auto überschlug sich neben Maisfeld – Fahrer beging Unfallflucht

Auto überschlug sich neben Maisfeld – Fahrer beging Unfallflucht

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Artikelstatus: Fertig 11:31, 20. Okt. 2005 (CEST)
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Potsdam (Deutschland), 20.10.2005 – Ein 21-jähriger Mann kam von einer Geburtstagsfeier und wollte nach Neu Töplitz fahren. Auf dem Weg dorthin kam er mit seinem Wagen, einem Ford Fiesta, von der Straße ab.

Das Auto geriet außer Kontrolle und schleuderte nach links über die Gegenfahrbahn und überschlug sich mehrfach. Abseits der Fahrbahn kam der Fiesta schließlich unmittelbar neben einem Maisfeld auf den Rädern zum Stehen. Der Fahrer stieg aus und verließ den Unfallort. Die Polizei leitete sofort umfangreiche Ermittlungsmaßnahmen ein, um den Flüchtigen zu finden.

Einige Stunden danach trafen ihn die Beamten der Polizeiwache Werder in seiner Wohnung zu Hause im Bett an. Der Mann schlief. Der stark nach Alkohol riechende Unfallfahrer gab den Unfall sofort zu. Zwei Stunden nach dem Unfall zeigte der Alkoholtest einen Restalkoholwert von 1,82 Promille an. Daraufhin ordnete die Polizei zwei Blutproben an.

Der 21-Jährige verweigerte die Herausgabe seines Führerscheins, den die Polizei dann beschlagnahmte. Sein Wagen hat nur noch Schrottwert, es entstand Totalschaden.

Themenverwandte Artikel

  • Themenportal Mais, Kraut und Rüben
  • Portal:Verkehrsunfälle

Quellen

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October 19, 2005

Studie: Fahren unter Alkoholeinfluss riskanter als nach Cannabiskonsum

Studie: Fahren unter Alkoholeinfluss riskanter als nach Cannabiskonsum

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Artikelstatus: Fertig 18:38, 23. Okt. 2005 (CEST)
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Paris (Frankreich), 19.10.2005 – Das relative Risiko, unter Cannabiseinfluss einen tödlichen Verkehrsunfall zu verursachen, ist geringer als unter dem Einfluss von Alkohol.

Zu diesem Schluss kommt die epidemiologische Studie „Stupéfiants et accidents mortels de la circulation routière“ (SAM) des Nationalen Forschungsinstituts für Verkehr und Verkehrssicherheit und des Französischen Observatoriums für Drogen und Vergiftungen (OFDT). Zugrunde gelegt wurden die toxikologisch untersuchten Blutproben aller Fahrer, die zwischen dem 30.09.2001 und 01.10.2003 Verkehrsunfälle verursacht haben, bei denen Unfallbeteiligte zu Tode gekommen sind. Von den 17.000 registrierten Fällen konnten 10.700 in die Studie einbezogen werden.

Laut dieser Studie ist das Risiko, einen tödlichen Verkehrunfall zu verursachen, unter dem Einfluss von Cannabis um den Faktor 1,8 erhöht, unter Einwirkung von Alkohol dagegen um den Faktor 8,5 verglichen mit nüchternen Fahrern. Splittet man die letzte Zahl nach Blutalkoholkonzentrationen auf, so führt eine Blutalkoholkonzentration im Bereich von null bis 0,5 Gramm pro Liter zu einer Zunahme des Risikos um den Faktor 2,7, um den Faktor sieben ist es erhöht bei einer BAK von 0,8 bis 1,2 Gramm pro Liter und sogar um den Faktor 40 bei einer BAK von über zwei Gramm pro Liter.

Die im beobachteten Zeitraum erfolgten tödlichen Unfälle im Straßenverkehr gehen in 2,4 Prozent der Fälle auf das Konto von Cannabis, in 28,5 Prozent (1.940 Tote) zu Lasten von Alkohol. Für moderaten Alkoholkonsum bis 0,5 Promille sind es 3,3 Prozent, also etwas höher als bei Cannabis. Pro Jahr sind das 50 Verkehrstote durch Cannabis und 330 durch Alkohol innerhalb der beobachteten Fälle in Frankreich. Die Zahl der Fahrer, die sich unter Alkohol- oder Cannabiseinfluss auf französischen Straßen bewegt, ist dabei ebenfalls ähnlich, je drei Prozent.

Derzeit wird in den meisten Ländern die Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss strafrechtlich sehr viel härter sanktioniert als das Fahren unter Alkoholeinfluss. Die Studie, die im Rahmen des „Gayssot-Gesetzes“ von 1999 in Auftrag gegegeben wurde, sorgte für Zwist und Konfusion, da sie eigentlich ein 03.02.2003 in Kraft getretenes Gesetz untermauern sollte, das die Teilnahme am Straßenverkehr unter Cannabiseinfluss mit zwei Jahren Gefängnis und 4.500 Euro Geldstrafe bestraft. Auch in Deutschland werden Cannabisdelikte ungleich härter angegangen, so müssen beispielsweise Führerscheinanfänger mit einer „Medizinisch-Psychologischen Untersuchung“ (MPU) rechnen, wenn sie vor ihrem 18. Lebensjahr von der Polizei mit Cannabis aufgegriffen werden. Bei Bier ist das bekanntlich anders. Auch die Blutwerte, ab denen der Führerschein regelhaft entzogen wird, sind bezogen auf die pharmakologische Dosis-Wirkungs-Kurve bei Cannabis deutlich niedriger angesetzt (ein Nanogramm „THC“ pro Mililiter Blut) als bei Alkohol (größer 0,5 Gramm pro Liter, obligat ab 1,1 Gramm pro Liter). Ebenso gilt in der Schweiz seit Beginn dieses Jahres „Null Toleranz“ für Cannabis, während ein geringer Alkoholspiegel am Steuer keine strafrechtlichen Konsequenzen nach sich zieht.

Nach Angaben der Zeitung Libération werden die Ergebnisse dieser Studie in einigen Wochen im British Medical Journal veröffentlicht.

Hintergrundinformationen

  • Wikipedia: Cannabis und Strassenverkehr
  • Gutachten von Prof. Dr. Hans-Peter Krüger (Universität Würzburg)
  • Gutachten von Prof. Dr. G. Berghaus (Universität Köln).

Themenverandte Artikel

  • Studie aus den USA wirft Zweifel an der These auf, gemäßigter Alkoholkonsum sei gesundheitsfördernd

Quellen

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