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March 22, 2016

Fotostrecke: Demo „Flüchtlinge willkommen!“ in Wien

Fotostrecke: Demo „Flüchtlinge willkommen!“ in Wien

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Veröffentlicht: 22:33, 22. Mär. 2016 (CET)
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Wien (Österreich), 22.03.2016 – Letzten Samstag fand anlässlich des Anti-Rassismus-Tages in Wien eine Demonstration unter dem Motto „Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!“ statt. An der friedlich verlaufenen Veranstaltung beteiligten sich zwischen (nach Polizeiangaben) 2500 und (nach Veranstalterangaben) 16.000 Personen. Weitere Demos zum Anti-Rassismus-Tag wurden an diesem Tag in Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Polen und Slowenien zu Beginn der internationalen Woche gegen Rassismus veranstaltet.

Quellen[Bearbeiten]

Wikimedia Commons
Wikimedia Commons hat Inhalte zu Demo “Flüchtlinge willkommen! Nein zur Festung Europa!” (Wien 2016-03-19).

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September 2, 2015

Fotostrecke: Demo „Mensch sein in Österreich“

Fotostrecke: Demo „Mensch sein in Österreich“

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Veröffentlicht: 22:17, 2. Sep. 2015 (CEST)
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Wien (Österreich), 02.09.2015 – 20.000 Menschen beteiligten sich am 31. August in Wien an der Demonstration „Mensch sein in Österreich“, die privat initiiert worden war. Wenige Tage nach der Flüchtlingstragödie bei Parndorf forderten die Teilnehmer einen humanitären Umgang mit Flüchtlingen.

Quellen[Bearbeiten]

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October 12, 2014

Fotostrecke: Demonstration für eigenständige Region Elsass

Fotostrecke: Demonstration für eigenständige Region Elsass

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Veröffentlicht: 20:37, 12. Okt. 2014 (CEST)
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Straßburg (Frankreich), 12.10.2014 – In Straßburg fand gestern eine Kundgebung gegen die Pläne der Pariser Regierung statt, die französische Region Elsass mit den Regionen Lothringen und Champagne-Ardenne zu einer „Super-Region“ zu fusionieren. Nach Polizeiangaben nahmen 7000 Personen an der Demonstration teil, laut Veranstaltern waren es bis zu 20.000.

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October 8, 2014

Fotostrecke: 25.000 gedenken marschierend dem Massaker von Tlatelolco

Fotostrecke: 25.000 gedenken marschierend dem Massaker von Tlatelolco

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Veröffentlicht: 21:50, 8. Okt. 2014 (CEST)
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Mexiko-Stadt (Mexiko), 08.10.2014 – Beim Massaker von Tlatelolco am 2. Oktober 1968 ermordeten Sicherheitskräfte 200 bis 300 friedlich demonstrierende Studierende in einem Stadtteil von Mexiko-Stadt. Am 46. Jahrestag fand ein Gedenkmarsch mit über 25.000 Teilnehmern statt. Die Veranstaltung verlief weitgehend friedlich. Einige Studierende nutzten die Kundgebung, um ihrer Ablehnung einer Bildungsreform unter Staatspräsident Enrique Peña Nieto Ausdruck zu verleihen.

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September 22, 2014

Video: Vor dem Parlament Kataloniens wird das Gesetz zum Unabhängigkeitsreferendum gefeiert

Video: Vor dem Parlament Kataloniens wird das Gesetz zum Unabhängigkeitsreferendum gefeiert

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Veröffentlicht: 22:50, 22. Sep. 2014 (CEST)
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Barcelona (Spanien), 22.09.2014 – Vor dem Parlament Kataloniens begrüßte eine Menschenmenge am 19. September die Verabschiedung eines Gesetzes, das die Durchführung eines Unabhängigkeitsreferendums in der spanischen Region ermöglichen soll. Das umstrittene, von der Zentralregierung in Madrid abgelehnte Referendum soll am 9. November stattfinden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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January 19, 2012

Besetzung des Rektorats der TU Dresden beendet

Besetzung des Rektorats der TU Dresden beendet

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Veröffentlicht: 20:59, 19. Jan. 2012 (CET)
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Besetztes Rektorat der TU Dresden im Januar 2012

Dresden (Deutschland), 19.01.2012 – Im Laufe der vergangenen Nacht endete die Besetzung des Rektorats an der TU Dresden friedlich. Die besetzenden Studierenden forderten, dass keine Stellen an der TU Dresden gekürzt werden, dass der Rektor sich öffentlich positioniert, einen transparenteren und offeneren Dialog über zukünftige Bedingungen an der TU Dresden führt und im Detail über Veränderungen im Rahmen der Exzellenzinitiative unterrichtet. Desweiteren forderten die Besetzer ein gemeinsames Auftreten der Professoren, Mitarbeiter und Studierenden nach außen und riefen zu Solidarität und Zusammenarbeit zwischen den Akteuren innerhalb der Universität auf.

Diskussionen im Senatssaal mit den Besetzern

Rektor stellt sich den Gesprächen

Nachdem die Studierenden an der hochschulöffentlichen regulären Senatssitzung im Rektorat teilnahmen und der Rektor Hans Müller-Steinhagen die Senatssitzung wegen eines Ministergesprächs zeitiger verlassen musste, folgten Einzelne in die Büroräume von Hans Müller-Steinhagen und kommunizierten, dass für die Studierenden im Saal jetzt sofort Gesprächsbedarf bestünde. Diese heftigste Situation des Abends mündete in Wortgefechten und der Alarmierung der Polizei. Später nach Abreise des Rektors zum geplanten Termin wurde gegenüber der Polizei durch das verbleibende Rektorat kommuniziert, dass ein Eingriff der Einsatzkräfte nicht nötig sei. Die Studierenden wurden nach heftigen Diskussionen auf den Gang des Gebäudes außerhalb der Räume vertröstet, durften auf Wunsch auch weiterhin an der Senatssitzung teilnehmen, welche später vorzeitig abgebrochen wurde.

Entgegen den Angaben der Pressesprecherin Kim-Astrid Magister in den Dresdner Neueste Nachrichten fand zu dieser Zeit eine Besetzung des Gebäudes statt.[1] Eine Rücknahme dieser Falschmeldung der Öffentlichkeitsarbeit der TU Dresden steht aus. Einigen rektornahen Studierenden in den folgenden Plena, welche im Rahmen von Besetzungen durchgeführt werden, um den Willen der Anwesenden zu ermitteln, war es ein großes Anliegen, dass keine Presse informiert würde. Diese Personen entfernten auch zeitweilig die Banner am Außengebäude und sabotierten somit einen öffentlichkeitswirksamen Kommunikationsablauf.

Nach den ersten Plena der Studierenden und Koordination des weiteren Vorgehens gab es vom Rektor ein Gesprächsangebot für 20:00 Uhr, welches wahrgenommen wurde. Im dreigliedrigen Ablauf wurde Hans Müller-Steinhagen erst das Wort gegeben, sich zu den Forderungen der Studierenden zu äußern. Danach erfolgten kleine Gruppengespräche mit einzelnen Dekanen und Hochschulangehörigen sowie dem Generaldirektor der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek. Die Atmosphäre hierbei war angenehm, scheinbar konstruktiv, viele der Forderungen wurden allerdings nicht für die Studierenden zufriedenstellend beantwortet. Unter anderem machte der Rektor die klare Zusage, „so schnell wie möglich“ das Gespräch mit den Medien zu suchen, wo er sich eindeutig gegen die Kürzungen der Landesregierung positionieren und sich insoweit mit der Studentenschaft solidarisieren wolle.

Zudem kam die klare Zusicherung, dass jeder Student sein angefangenes Studium mit einem berufsqualifizierenden Abschluss würde beenden können. Anschließend beriet das Studierendenplenum über das weitere Vorgehen. Gegen 22:00 Uhr wurde vom Rektor Druck ausgeübt, man möge das Gebäude verlassen und anderen Ortes weitertagen. Da sich das Plenum nicht auf eine Weiterbesetzung über Nacht einigen konnte, zog man zur Planung weiterer Aktivitäten in die Räumlichkeiten des StuRa um.

Medienmaterial[Bearbeiten]

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Dresdner Neueste Nachrichten (DNN) vom 18. Januar 2012

Quellen[Bearbeiten]

Originäre Berichterstattung
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Dieser Artikel enthält Journalismus aus erster Hand. Siehe auch die Diskussionsseite für Details.

Weblinks[Bearbeiten]

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November 27, 2011

Blockierer verhindern Weiterkommen des Castor-Transports nach Gorleben

Blockierer verhindern Weiterkommen des Castor-Transports nach Gorleben

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Veröffentlicht: 16:03, 27. Nov. 2011 (CET)
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Castoren auf dem Transport (Archivbild)

Harlingen (Deutschland), 27.11.2011 – Der Castortransport von der französichen Wiederaufbereitungsanlage La Hague nach Gorleben steht still. In der Nacht musste die Polizei hunderte von Blockierern von den Gleisen tragen. Somit verzögert sich der Transport massiv.

In der Nacht zu heute hatten rund 3.500 Menschen die Gleise blockiert, zwei von ihnen hatten sich an Bäumen an der Strecke festgebunden. Vier weitere machten sich zwischen Lüneburg und Dannenberg an den Gleisen fest. Zudem wurde ein etwa zehn Meter langes Gleisstück von Atomkraftgegnern entfernt. Dies konnte jedoch rechtzeitig repariert werden. Hauke Nissen, ein Sprecher der Gruppe „WiderSetzen“, sagte, dass die Räumung durch die Polizei größtenteils friedlich verlaufen sei. Die Polizei hatte jedoch 1.300 Demonstranten in Außengewahrsam genommen. In der Gefangenensammelstelle Lüchow werden sie einem Richter vorgeführt, der die Dauer des Gewahrsams festlegt. Aktivisten kritisierten das Vorgehen, da sie durch das Fehlen von Decken unter freiem Nachthimmel frieren mussten. Sie kündigten rechtliche Schritte an.

Abseits der Bahnstrecke musste die Polizei Bäume, Reifen, Sand und Kartoffelkisten von den Straßen räumen, welche als Straßenblockaden dienten. Der Polizeisprecher reagierte gelassen: „Wir lassen uns durch die Aktionen nicht aus der Ruhe bringen.“ Des Weiteren sagte er: „Wir haben schließlich schon ein bisschen Routine mit den Demonstrationen beim Castor“, womit er auf die Blockaden der letzten Jahre anspielte.

Der Castor-Transport muss mit seinen elf hochradioaktiven Behältern zunächst nach Lüneburg gelangen. Von dort aus muss er über eine 60 Kilometer lange, eingleisige Strecke nach Dannenberg fahren. Dort werden die Castorbehälter auf Lastwagen umgeladen, welche den Transport über eine Straße die letzten 19 Kilometer zum Zwischenlager Gorleben bringen sollen. Für diesen Abschnitt haben die Castorgegner weitere Blockaden angekündigt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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May 21, 2011

Zehntausende Spanier fordern: „Echte Demokratie Jetzt!“

Zehntausende Spanier fordern: „Echte Demokratie Jetzt!“

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Veröffentlicht: 15:15, 21. Mai 2011 (CEST)
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Blick auf die „Puerta del Sol“ am 20. Mai 2011

Madrid (Spanien), 21.05.2011 – Der zentrale Platz der spanischen Hauptstadt Madrid, die Puerta del Sol, ist seit Tagen Schauplatz großer Massendemonstrationen. Am heutigen Samstag strömten erneut zwischen 20.000 und 25.000 Menschen auf den Platz, um ihren Forderungen nach demokratischen und sozialen Reformen Nachdruck zu verleihen. Schon seit Freitagnacht wurde der Platz von Demonstranten besetzt. Sie widersetzten sich damit einem Demonstrationsverbot der zentralen Wahlbehörde. Am Sonntag finden in Spanien Regional- und Kommunalwahlen statt. Auf Anordnung der Regierung will die Polizei den Verstoß gegen das Demonstrationsverbot tolerieren, solange die Demonstrationen friedlich blieben.

Zu Großkundgebungen kam es auch in weiteren Städten Spaniens, darunter Barcelona, Valencia und Sevilla. Die Bewegung „Echte Demokratie Jetzt!“ hat zu Demonstrationen in rund 150 Städten aufgerufen. Die Proteste richten sich vor allem gegen die hohe Arbeitslosigkeit und den Sparkurs der spanischen Regierung. Die Arbeitslosenquote liegt in Spanien bei 21,3 Prozent und damit höher als in jedem anderen europäischen Land. In der Altersgruppe der 18- bis 25-Jährigen liegt die Arbeitslosigkeit sogar bei 45 Prozent. Das Nachrichtenportal euronews zitiert eine junge Frau, die die Forderungen der Demonstranten auf den Punkt bringt: „Die Regierung will die Mittel für das Gesundheitswesen und die Bildung kürzen. Die Hälfte der jungen Leute haben keine Arbeit. Das ist ein Angriff auf die Bevölkerung und den Wohlfahrtstaat.“

Die Sozialistische Partei des spanischen Ministerpräsident José Luis Rodríguez Zapatero steht wegen der anhaltenden Proteste unter Druck. Meinungsforscher sagen Zapatero eine herbe Wahlniederlage bei den Wahlen am Sonntag voraus.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Demonstrationen auf der Puerta del Sol“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Spanien

Quellen

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November 14, 2010

Deutschland: Proteste gegen Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung

Deutschland: Proteste gegen Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung

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Veröffentlicht: 20:43, 14. Nov. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 14.11.2010 – Unter Federführung des Deutschen Gewerkschaftsbunds nahmen am gestrigen Samstag, dem 13.11.2010, rund 100.000 Menschen an bundesweiten Protesten gegen die Wirtschafts- und Sozialpolitik der Bundesregierung teil, davon 45.000 in Stuttgart. Gewerkschaftsvertreter warfen der Regierung vor, einseitig die Interessen von Unternehmern und Reichen zu vertreten und andere Interessen zu vernachlässigen und kündigten weitere Proteste noch in diesem Herbst an.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:DGB

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November 7, 2010

Großdemonstration gegen Castor-Transport

Großdemonstration gegen Castor-Transport

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Veröffentlicht: 17:10, 7. Nov. 2010 (CET)
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Großkundgebung bei Dannenberg-Splietau

Dannenberg (Elbe) / Gorleben (Deutschland), 07.11.2010 – Am Samstag beteiligten sich mehrere Zehntausend Menschen an einer Demonstration gegen die Energiepolitik der Bundesregierung und den Castor-Transport nach Gorleben.

Beim aktuellen Castor-Transport werden elf Behälter mit hochradioaktiven Abfällen, die bei der Nutzung deutscher Kernkraftwerke angefallen waren, per Bahn von der französischen Wiederaufbereitungsanlage La Hague ins Zwischenlager Gorleben transportiert. Von den Gegnern werden die Transporte wegen potentieller Strahlungsgefährdung durch undichte Behälter und wegen der Unfallgefahr beim Transport kritisiert. Das zuständige Bundesumweltministerium weist dagegen darauf hin, dass Deutschland vertraglich verpflichtet ist, die wiederaufbereiteten Abfälle zurückzunehmen und dass beim Transport umfangreiche Strahlenmessungen vorgenommen werden.

Die Protestkundgebung am Castor-Verladekran bei Dannenberg wurde von einem Bündnis mehrerer Anti-Atom-Organisationen veranstaltet, darunter die Bürgerinitiative Umweltschutz Lüchow-Dannenberg, der Verein „ausgestrahlt“ und der Bund für Umwelt und Naturschutz. Nach Angaben der Veranstalter nahmen 50.000 Menschen teil, die aus dem ganzen Bundesgebiet angereist waren. 600 Bauern beteiligten sich mit Traktoren. Die Kundgebung, die den Auftakt für eine Reihe von Protesten gegen den Castor-Transport bilden soll, sei die größte Veranstaltung in der Geschichte des Gorleben-Widerstands gewesen. „Der heutige breite Protest zehntausender Menschen zeigt: Die Bevölkerung duldet keine Klientelpolitik für Atomkonzerne auf Kosten ihrer Sicherheit“, so die Veranstalter.

Die Polizei teilte mit, dass sie sich weitgehend aus dem Veranstaltungsgelände zurückgezogen hatte und sich auf verkehrslenkende Maßnahmen beschränkte. Es habe jedoch einen Einsatz mit Schlagstöcken und Pfefferspray gegen circa 150 Demonstranten gegeben, die eine Landstraße unterhöhlten und mit Steinen und Feuerwerkskörpern warfen. Dieses sei jedoch eine kleine Minderheit gewesen, die nicht für die Masse der Demonstranten stehe. Nach Angaben der Polizei betrug die Teilnehmerzahl 25.000.

Bundesumweltminister Röttgen rief dazu auf, sich bei den geplanten Demonstrationen friedlich und besonnen zu verhalten. Bundeskanzlerin Merkel sagte im Rahmen einer Rede auf dem Landesparteitag der CDU in Nordrhein-Westfalen, der Aufbau einer nachhaltigen Energieversorgung sei das Ziel der Regierung, müsse aber mit der Bezahlbarkeit der Stromversorgung abgewogen werden, um eine Abwanderung der Industrie zu vermeiden. Es könne nicht sein, dass man stolz darauf sei, kein Kernkraftwerk in Deutschland zu haben und dann Strom aus französischen und tschechischen Kernkraftwerken einkaufe. Weiter sagte sie, dass Demonstrieren eine der schönen Freiheiten sei, die eine freiheitliche Gesellschaft mit sich bringe. Die Demonstrationen müssten jedoch friedlich bleiben. „Was so harmlos daherkommt, Entschottern [von Eisenbahngleisen], das ist keine friedliche Demonstration, sondern ein Straftatbestand.“

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