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October 4, 2012

Umstrittene Nachwuchssuche: Bundeswehr macht Werbung in Jugendmagazin

Umstrittene Nachwuchssuche: Bundeswehr macht Werbung in Jugendmagazin

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Veröffentlicht: 20:22, 4. Okt. 2012 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 04.10.2012 – Die Bundeswehr wirbt mit Videos für „Adventure Camps“. Veröffentlicht wurden diese auf Youtube im Kanal des Jugendmagazins „Bravo“. Ziel der Kampagne ist es, dem Nachwuchs eine Karriere bei den Streitkräften schmackhaft zu machen. Allerdings verstößt diese Form der Nachwuchswerbung gegen die Prinzipien der Uno-Kinderrechtskonvention, wie das Kinderhilfswerk der Organisation Terre des Hommes bekannt gab. Deutschland ist verpflichtet, keine Minderjährigen für die Armee anzuwerben. Dies wurde in einem Zusatzprotokoll zur Kinderrechtskonvention festgehalten, das Deutschland unterschrieben hatte. Grüne und Linke sind ebenfalls empört.

Durch Aussetzung der Wehrpflicht hat die Bundeswehr Probleme bei der Nachwuchsgewinnung. Mittlerweile wurden sogar erste Karriereberatungsbüros eröffnet, außerdem wird mit Anzeigen in verschiedenen Medien geworben. Eine Sprecherin der „Bravo“ sagte: „Die Verantwortung für die Anzeigeinhalte liegt beim Anzeigenkunden – also bei der Bundeswehr“.

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March 13, 2008

Presserat: BILDblog-Beschwerden werden auch weiterhin behandelt

Presserat: BILDblog-Beschwerden werden auch weiterhin behandelt

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Veröffentlicht: 20:41, 13. Mär. 2008 (CET)
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Bonn (Deutschland), 13.03.2008 – Der Deutsche Presserat wird auch weiterhin die Beschwerden von Bildblog wegen Verstößen gegen den Pressekodex in der Berichterstattung der Bild-Zeitung bearbeiten. Bildblog bezeichnet sich selbst als „ein unabhängiges, journalistisches Internetangebot, das sich seit Juni 2004 kritisch mit ‚Bild‘, ‚Bild am Sonntag‘ und Bild.de auseinandersetzt“. Mitte Februar hatte der Verlag Axel Springer, der unter anderem die „Bild“ herausgibt, sozusagen eine Beschwerde beim Deutschen Presserat gegen die Beschwerden von Bildblog eingebracht. Damit wollte der Verlag erreichen, dass die Beschwerden von Bildblog künftig nicht mehr vom Presserat bearbeitet werden. Der Verlag argumentierte, die von Bildblog vorgebrachten Beschwerden dienten lediglich dem kommerziellen Interesse der Betreiber dieses Webangebotes.

In einer heute verbreiteten Presseerklärung gab der Deutsche Presserat die Entscheidung bekannt, dass er „keine Anhaltspunkte für einen Missbrauch des Beschwerderechts“ sehe. Zwölf Beschwerden hatte Bildblog in den letzten dreieinhalb Jahren vorgebracht, drei davon sind noch nicht endgültig beschieden. In den anderen neun Beschwerden sprach der Presserat in keinem Fall eine Rüge aus.

Die „Rüge“ ist die schwerwiegendste Form der Missbilligung, die der Presserat aussprechen kann. Die dem Presserat angeschlossenen Medien sind angehalten eine solche Entscheidung des Presserats abzudrucken. Viermal entschied der Presserat, die von Bildblog eingebrachten Beschwerde seien unbegründet und weitere viermal sprach der Presserat eine „Missbilligung“ gegenüber der Bild-Zeitung aus. Einmal sprach der Presserat einen „Hinweis“ aus, die schwächste Form der Kritik, die dem Gremium zur Verfügung steht.

Der Presserat ist ein Organ der freiwilligen Selbstkontrolle der Printmedien in Deutschland und behandelt unter anderem „Beschwerden über redaktionelle Veröffentlichungen und journalistische Verhaltensweisen auf der Basis des Pressekodex“ (aus „Aufgaben und Ziele“, siehe unter Quellen).

In den Fällen, in denen der Presserat auf Antrag von Bildblog eine Missbilligung aussprach, ging es um Verstöße gegen die im Pressekodex niedergelegten Grundsätze. Missbilligungen erhielt die Bild-Zeitung wegen einer Falschmeldung (Verstoß gegen Ziffer 1 des Kodex: „Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse.“), zwei Verstößen gegen die Ziffer 8 des Kodex (Persönlichkeitsrechte: „Die Presse achtet das Privatleben und die Intimsphäre des Menschen“) und einmal wegen Schleichwerbung (Ziffer 7: „Verleger und Redakteure […] achten auf eine klare Trennung zwischen redaktionellem Text und Veröffentlichungen zu werblichen Zwecken. Bei Veröffentlichungen, die ein Eigeninteresse des Verlages betreffen, muss dieses erkennbar sein.“)

Im Jahr 2007 sprach der Presserat insgesamt 35 Rügen gegen deutsche Printmedien aus, davon fünf gegen die Bild-Zeitung. Laut einer vom Deutschen Presserat veröffentlichten „Chronik der Rügen“ der letzten zehn Jahre (1997 bis 2007) führt die Bild-Zeitung diese Tabelle mit 76 von insgesamt 314 ausgesprochenen Rügen an, gefolgt von B.Z. (12) und Coupé (11 Rügen).

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  • Portal:Medien

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May 12, 2007

Kochstraße kann in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt werden

Kochstraße kann in Rudi-Dutschke-Straße umbenannt werden

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Artikelstatus: Fertig 08:44, 12. Mai 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 12.05.2007 – Das Berliner Verwaltungsgericht hat am 9. Mai eine Klage gegen die Umbennenung eines Teils der Kochstraße in „Rudi-Dutschke-Straße“ abgewiesen. Grüne Mitglieder des Abgeordnetenhauses und der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg brachten am 10. Mai 2007 bereits ein erstes Straßenschild an der Kreuzung „Rudi-Dutschke-Straße/Axel-Springer-Straße“ an, obwohl das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.

Die Berliner Zeitung „die tageszeitung“ hatte im Dezember 2004 zum 25. Todestag des linken Aktivisten Rudi Dutschke die Umbennung in einem offenen Brief an das Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg vorgeschlagen. Nachdem die Bezirksverordnetenversammlung im August 2005 schließlich der Teilumbenennung zugestimmt hatte, strengte die CDU einen Bürgerentscheid an, bei dem sich im Januar 2007 eine Mehrheit für die Umbennenung aussprach.

Die nun abgewiesene Klage wurde von 27 Anliegern, unter anderem dem Axel-Springer-Verlag, erhoben. Der Verlag hatte behauptet, die Umbenennung sei ein politischer Angriff auf die „Axel Springer AG“ und ihren Gründer Axel Springer. Die Richter entschieden jedoch, die Umbenennung sei eine wünschenswerte Erinnerung an die gesellschaftlichen Konflikte der 1960-er-Jahre, die sich um Rudi Dutschke und Axel Springer entwickelt hatten. Die Kläger haben Berufung angekündigt.

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March 7, 2006

Der Axel-Springer-Verlag schließt sich neuer Rechtschreibung an

Der Axel-Springer-Verlag schließt sich neuer Rechtschreibung an

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Artikelstatus: Fertig 22:35, 7. Mär. 2006 (CET)
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Hamburg (Deutschland), 07.03.2006 – Nachdem der Verlag Axel Springer im August 2004 die Rechtschreibung in seinen Zeitungen und Zeitschriften aus Protest gegen die Rechtschreibreform zur alten Schreibweise zurückgekehrt war, machte er jetzt eine erneute Kehrtwendung.

Ab dem 1. August 2006 schließt sich die gesamte Axel-Springer-Verlagsgruppe der neuen Rechtschreibung an. Ebenso wie die Axel Springer AG hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) die Anwendung der neuen Rechtschreibung vorerst verweigert, allerdings schon im Jahr 2000.

Die FAZ prüfe die Angelegenheit noch, heißt es vom Ressortleiter Hubert Spiegel. Für die Zeitung würde durch die Entscheidung des Springer-Verlages keine neue Lage entstehen.

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  • Portal:Deutsche Sprache

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February 1, 2006

ProSiebenSat.1-Übernahme durch Springer endgültig gescheitert

ProSiebenSat.1-Übernahme durch Springer endgültig gescheitert

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Artikelstatus: Fertig 19:51, 1. Feb. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland) / Los Angeles (USA), 01.02.2006 – Die Übernahme des Medienkonzerns ProSiebenSat.1 Media durch den Axel Springer Verlag ist endgültig gescheitert, wie das Berliner Verlagshaus am Mittwoch mitteilte. Ein Verlagssprecher machte den Widerstand der zuständigen Behörden dafür verantwortlich. Der Nachrichtensender n-tv verbreitete die Erklärung, dass „auf Grund der zahlreichen wirtschaftlichen und juristischen Unsicherheiten eines möglichen Klageweges oder eines möglichen Ministererlaubnis-Verfahrens für alle Beteiligten unzumutbare Risiken entstanden“ seien. Daher habe man sich „nach intensiver Prüfung und sorgfältiger Abwägung“ entschieden, die Pläne zu begraben.

ProSiebenSat.1-Mehrheitseigner Haim Saban bedauerte die Entscheidung in Los Angeles. Gleichzeitig versicherte er, dass er und die weiteren Eigentümer – unter anderem eine Gruppe von Finanzinvestoren – „extrem zufrieden“ mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Medienkonzerns seien. Es wird erwartet, dass Saban sich nun nach anderen Käufern umsieht. Bereits am Dienstag wurden der französische TV-Konzern TF1 und die luxemburgische SBS Broadcasting ins Spiel gebracht. Auch US-Medienkonzerne und Beteiligungsfirmen werden zum Kreis der Interessenten gezählt.

Die geplante Fusion zwischen der Axel Springer AG und der ProSiebenSat.1 Media AG war im Vorfeld scharf kritisiert worden. Es wurde befürchtet, dass die Axel Springer AG dadurch eine übergroße Marktstellung im Medienbereich einnehmen würde. Die Fusion war vor einer Woche daher durch das Bundeskartellamt untersagt worden. Gegen diese Entscheidung wäre ein Widerspruch auf dem Rechtsweg notwendig gewesen, alternativ hätte aber auch der Bundeswirtschaftsminister eine so genannte Ministererlaubnis erteilen können.

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January 23, 2006

ProSiebenSat.1-Übernahme durch Kartellamt gestoppt

ProSiebenSat.1-Übernahme durch Kartellamt gestoppt

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Artikelstatus: Fertig
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Bonn (Deutschland), 23.01.2006 – Das Bundeskartellamt hat die ProSiebenSat.1-Übernahmepläne durch den Springer-Konzern gestoppt. In mehreren Zwischenbescheiden hatte das Kartellamt in den letzten Wochen bereits signalisiert, dass es die Übernahme unterbinden werde. Spätestens nach Rücknahme des Angebotes, den Sender ProSieben aus der Gruppe zu lösen und zu veräußern, galt es als sicher, dass das Kartellamt der Übernahme nicht mehr zustimmen würde. Als Grund für die Untersagung wird die Gefahr der marktbeherrschenden Stellung angegeben, die der neue Konzern dann hätte.

Das Thema ist damit dennoch nicht endgültig vom Tisch. In Fällen, in denen das Kartellamt eine Fusion verbietet, kann eine Ministererlaubnis beim Bundeswirtschaftsminister beantragt werden. Diese kann erteilt werden, wenn die gesamtwirtschafltichen Vorteile beziehungsweise das allgemeine Interesse an einer Übernahme überwiegen. Die Ministererlaubnis ist sehr umstritten, da der Ermessensspielraum des Bundeswirtschaftsministers sehr groß ist.

Aus Reihen der Großen Koalition wurde signalisiert, dass Springer sich durchaus Hoffnungen auf eine entsprechende Erlaubnis machen kann.

Quellen

  • tagesschau.de: „Kartellamt stoppt Springer – Keine Übernahme von ProSiebenSat.1“ (23.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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January 17, 2006

Axel Springer zieht Verkaufsangebot von ProSieben zurück

Axel Springer zieht Verkaufsangebot von ProSieben zurück

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Artikelstatus: Fertig 11:47, 17. Jan. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 17.01.2006 – Der Axel-Springer-Verlag hat überraschend angekündigt, den Fernsehsender ProSieben, der als wichtigster Sender der ProSiebenSat1 Media AG gehört, nicht vor Abschluss der Übernahme von ProSiebenSat1 zu verkaufen. Die Gründe für diese Entscheidung läge im rechtlichen Bereich.

Damit steht die geplante Übernahme vor dem „Aus“, da sowohl das Kartellamt als auch die Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) Bedenken bezüglich der Übernahme geäußert hatten und einen Verkauf ProSiebens von der ProSiebenSat1 Media AG als Bedingung für eine Zustimmung genannt. Die Entscheidung des Bundeskartellamtes wird voraussichtlich am 27.01.2006 bekannt gegeben.

Der zuvor vom Axel-Springer-Verlag angebotene Verkauf von zahlreichen Zeitschriften hatte die Medienaufsicht KEK bereits am 11.01.2006 abgelehnt.

Damit bleibt abzuwarten, ob der Axel Springer Verlag gerichtlich gegen die erwartete Ablehnung des Kartellamtes vorgehen wird oder eine so genannte Ministererlaubnis beantragen wird. Eine endgültige Entscheidung bezüglich dieser Übernahme ist daher in naher Zukunft nicht zu erwarten.

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Quellen

  • Tagesschau.de: „Springer zieht Verkaufsangebot für ProSieben zurück“ (16.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Rhein-Zeitung.de: „Springer zieht Angebot zum Verkauf von ProSieben zurück“ (16.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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January 11, 2006

Medienkontrollkommission lehnt Kauf des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 durch Axel Springer ab

Medienkontrollkommission lehnt Kauf des TV-Konzerns ProSiebenSat.1 durch Axel Springer ab

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Artikelstatus: Fertig 21:38, 11. Jan. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 11.01.2006 – Die Medienkontrollkommission hat über den geplanten Kauf des TV-Konzerns ProSieben-Sat.1 durch die Axel Springer AG beraten und entschieden, den Kauf vorerst nicht zu genehmigen. Im Mittelpunkt stand die Frage, ob Springer dadurch eine vorherrschende Medienmacht erlange. Diese Frage wurde von der Kommission zur Ermittlung der Konzentration im Medienbereich (KEK) bejaht.

Unter Auflagen hatte die Kommission eine Zustimmung erteilt. Sie forderte, Springer müsse für einen der beiden großen Sender der Gruppe einen Fernsehbeirat einrichten.

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Quellen

  • Süddeutsche Zeitung Online: „Medienwächter lehnen Springer-Übernahme von ProSiebenSat.1 ab“ (10.01.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • Reuters.com: „KEK lehnt Übernahme von ProSiebenSat.1 durch Springer ab“ (10.01.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • FAZ.net: „Medienaufsicht stoppt Springers Fernsehpläne“ (10.01.2005)

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September 27, 2005

„Du Bist Deutschland“ – Kampagne beschwört das nationale Kollektiv

„Du Bist Deutschland“ – Kampagne beschwört das nationale Kollektiv

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Berlin (Deutschland), 27.09.2005 – Mit „Du Bist Deutschland“ gründet sich eine neue umfangreiche Werbekampagne, die nach eigenen Angaben das Ziel verfolgt, eine neue Aufbruchstimmung in Deutschland zu schaffen. Der Gesamtetat der Kampagne beträgt 30 Millionen Euro. Sie wurde von den Medienunternehmen Axel Springer Verlag, ARD, RTL, Bertelsmann, Gruner & Jahr und 20 weiteren ins Leben gerufen. Unterstützung erfährt sie darüber hinaus von zahlreichen Prominenten, darunter Xavier Naidoo, Yvonne Catterfeld, Sarah Connor und Günther Jauch.

Die Kampagne soll bis Januar 2006 laufen und wird im wesentlichen durch einen Werbespot im TV und Kino repräsentiert. Weitere Aktionsformen sind dagegen nicht bekannt. Im Internet können sich Interessierte Wallpaper mit Slogans wie „Du Bist Ludwig Van Beethoven“ und anderen deutschen Persönlichkeiten herunterladen. Somit solle, nach Meinung von Kritikern, mit der Kampagne eine Identität gestiftet und Deutschland auf einen positiven Weg geführt werden.

Kritiker bezeichnen die als „Manifest“ bezeichnete Selbstdarstellung des Bündnisses unter den Vorzeichen der deutschen Geschichte als skurril: „Ein Schmetterling kann einen Taifun auslösen. Der Windstoß, der durch seinen Flügelschlag verdrängt wird, entwurzelt vielleicht ein paar Kilometer weiter Bäume. […] Der Wille ist wie Feuer unterm Hintern“ und „Deutschland redet sich selbst schlecht. Dagegen wollen wir in diesem bislang einmaligen Schulterschluss einen Impuls setzen und einen Bewusstseinswandel […] anstoßen“, erklärte Dr. Bernd Kundrun, Vorsitzender des Vorstandes des Verlagshauses Gruner & Jahr, auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Dem steht die Kampagne „I Can’t Relax In Deutschland“ gegenüber (Wikinews berichtete), welche sich gegen die „Nationalisierungstendenzen der neuen deutschen Selbstfindung“ ausspricht und für ein „kritisches Selbstbewusstsein“ eintritt. Im Gegensatz zu aufwendigen Werbekampagnen führt „I Can´t Relax In Deutschland“ (ICRID) im Oktober eine Tour durch die Republik (u.a. Berlin, Frankfurt, Freiburg), um auf Podiendiskussionen mit anschließenden Konzerten den Fragen nach einer „Neuen deutschen Identität“ kritisch auf den Grund zu gehen und Alternativen fernab eines heraufbeschworenen „Nationalen Kollektivs“ anzubieten, so Pressesprecher Tobias Funske von ICRID.

„Frei nach der Faustregel: je größer die Krise, desto höher der Zulauf zur Nation. In unsicheren Zeiten besinnt man sich auf das einende Kollektiv. Das machen viele ja auch ganz unbewusst. Hinzu kommt die bereits angesprochene Veränderung im Bewusstsein, die mit Rot-Grün einsetzte“, so Marvin Alster von der Initiative „I Can´t Relax In Deutschland“ gegenüber der Jugendausgabe der Süddeutschen Zeitung „Jetzt.de“.

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September 9, 2005

Springer, Holtzbrinck und WAZ drängen in den Briefzustellungsmarkt

Springer, Holtzbrinck und WAZ drängen in den Briefzustellungsmarkt

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Artikelstatus: Fertig 23:56, 9. Sep. 2005 (CEST)
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Dies ist ein Artikel, der für einen Wettbewerb eingereicht wurde. Falls ein Einspruch eingelegt wird, bitte Schiedsrichter Cyper davon unterrichten.

Hamburg / Berlin (Deutschland), 09.09.2005 – Die Verlage Axel Springer (Bildzeitung, Welt), Holtzbrinck (Die Zeit, Handelsblatt) und die WAZ Mediengruppe (Westdeutsche Allgemeine Zeitung) planen für das Jahr 2006 ein Gemeinschaftsunternehmen zum Einstieg in den Markt für Briefzustellungen.

Bisher war dieser Markt weitgehend im Monopol der Deutschen Post AG. Das Monopol läuft jedoch Ende 2007 aus. Bis Ende 2005 läuft zunächst noch das Monopol der Deutschen Post für Briefe und Kataloge bis 100 Gramm. Danach besteht das gesetzliche Monopol nur noch für Briefsendungen bis 50 Gramm. Das Marktsegment für die Zustellungen von Sendungen bis 50 Gramm gilt als besonders lukrativ, da hier die größte Menge an Zustellungen anfällt.

Die beteiligten Firmen streben bis zum Jahre 2010 einen Umsatz von zehn Milliarden Euro an. Ihre bisherigen Zustellungsdienste bringen die drei Verlagshäuser in den neuen Zusammenschluss ein. Dazu wurde die Luxemburger Beteiligungsgesellschaft Rosalia AG gegründet. Chef des neuen Konzerns wird Günther Thiel, ehemaliger Vorstandschef und Gründer der Luxemburger Thiel Logistik AG. Zu den Marktzielen der Gesellschaft, deren Name noch nicht feststeht, sagte er: „Wir haben uns vorgenommen, in diesem Markt die klare Nummer zwei hinter der Deutschen Post AG zu werden.“ Sitz der neuen Firma soll Berlin sein.

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