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June 20, 2016

Orlando: Gewaltakt gegen Homosexuelle

Orlando: Gewaltakt gegen Homosexuelle – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Orlando: Gewaltakt gegen Homosexuelle

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Veröffentlicht: 22:22, 20. Jun. 2016 (CEST)
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Nachtclub „Pulse“ kurz nach der Tat

Florida (USA), 20.06.2016 – In der Nacht zum 12. Juni hat ein 29jähriger Mann gegen 2 Uhr morgens 49 Gäste während einer Tanzveranstaltung in Orlandos Club „Pulse“ erschossen. Der Täter stammt von afghanischen Eltern ab und arbeitete für einen privaten Wachdienst. Er war dem FBI als Unterstützer der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) bekannt.

Der Nachtclub ist in der Stadt als Treffpunkt für Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender bekannt. Zum Zeitpunkt der Tat befanden sich dort über 300 Menschen. Nach der Schießerei nahm der Täter einige Geiseln. Er wurde einige Stunden später bei einem Schusswechsel mit der Polizei getötet. Außerdem gab es 53 Verletzte, die zum Teil noch ins Lebensgefahr schweben. Rund 100 Polizisten waren am Einsatz beteiligt.

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October 21, 2012

Generalsekretär des Europarats kritisiert Diskriminierung von Roma

Generalsekretär des Europarats kritisiert Diskriminierung von Roma

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Veröffentlicht: 21:55, 21. Okt. 2012 (CEST)
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Romni in Tschechien

Thorbjørn Jagland

Berlin (Deutschland), 21.10.2012 – Der Generalsekretär des Europarats, Thorbjørn Jagland, äußerte sich in einem Interview zur Lage der Roma in Europa. Die Diskriminierung der Minderheit sei eine der größten Herausforderungen für den Kontinent. Er forderte die Mitgliedstaaten des Europarates auf, den Menschenrechten oberste Priorität einzuräumen. Besonders Öl und Gas sowie geopolitische Interessen hätten oft einen höheren Stellenwert eingenommen.

Die Lebensbedingungen der Roma in vielen europäischen Ländern bezeichnete er als entsetzlich. Roma würden diskriminiert und hätten mit rassistischen Anfeindungen zu kämpfen. Sie erhalten schwerer als andere Zugang zu Bildung, Arbeit und Wohnungen.

Die Gesellschaft für bedrohte Völker hat sich mit der Diskriminierung der Sinti und Roma in Europa bereits im Jahr 2009 detailliert auseinandergesetzt. Hans-Gert Pöttering, Präsident des Europäischen Parlamentes bis 2009, äußert sich in dem Bericht und fordert politische Entscheidungen und einen gesellschaftlichen Wandel, um die Lage der Minderheit zu verbessern.


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May 6, 2011

Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen die Lehrerlaubnis

Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen die Lehrerlaubnis

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Veröffentlicht: 22:49, 6. Mai 2011 (CEST)
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Köln (Deutschland), 06.05.2011 – Dem Lektor der Päpstlichen Glaubenskongregation und in Lublin habilitierten Neuthomisten David Berger entzog der Kölner Kardinal Joachim Meisner dessen letztes Kirchenamt. Meisner begründete diese Entscheidung damit, dass sein Vertrauen in Bergers Übereinstimmung von Lehre und Lebensführung mit den moralischen und gesetzlichen Normen der Kirche zerstört sei. Der Bischof von Köln gab Berger keine Gelegenheit – entsprechend der juristischen Regel audiatur et altera pars – seinen Standpunkt darzustellen[1]. Berger hatte sich als homosexuell geoutet[2] und ein Buch mit dem Titel „Der heilige Schein“ veröffentlicht.

Themenverwandte Artikel

Belege

  1. Samstag ist ein guter Tag, : Kardinal Meisner entzieht schwulem Theologen Lehrerlaubnis
  2. David Berger: “Ich darf nicht länger schweigen”, Frankfurter Rundschau, 22. April 2010

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April 2, 2011

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

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Veröffentlicht: 21:12, 2. Apr. 2011 (CEST)
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Thilo Sarrazin bei einer Buchpräsentation (Aug. 2010)

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Man könnte ja auf die Idee kommen, dass auch Erbfaktoren für das Versagen von Teilen der türkischen Bevölkerung im deutschen Schulsystem verantwortlich sind.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. Wikipedia

Berlin (Deutschland), 02.04.2011 – Als Befreiungsschlag für die Berliner FDP, um aus dem Umfragetief herauszukommen, servierte der Berliner Tagesspiegel seinen Lesern gestern die Meldung: „Sarrazin kandidiert für Berliner FDP“. Der FDP-Landesvorstand verspreche sich von der Kandidatur Sarrazins ein zweistelliges Ergebnis bei den nächsten Wahlen. Das war natürlich ein Aprilscherz. Jedenfalls löste die Veröffentlichung in dem Internetportal der Zeitung einen Ansturm von 800 Kommentaren aus, immerhin waren auch 600 dabei, die das Ganze sofort als Aprilscherz erkannten.

Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“
Alle Juden teilen ein bestimmtes Gen, Basken haben bestimmte Gene, die sie von anderen unterscheiden.
Tagesspiegel: „Sarrazin tritt als Spitzenkandidat für die Berliner FDP an“

– Autor: Thilo Sarrazin, zitiert lt. wirtschaftsblatt.at

Thilo Sarrazin (zurzeit noch SPD-Mitglied; gegen ihn läuft ein Ausschlussverfahren) war mit bizarren Thesen über Sozialleistungsempfänger und in Deutschland lebende Ausländer in Erscheinung getreten. Muslimischen Migranten hatte er erbliche Dummheit unterstellt und ein „jüdisches Gen“ postuliert. Sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ wurde in Deutschland in einer Auflage von 1,25 Millionen Exemplaren verkauft (Stand: Dezember 2010).

Die extreme Rechte in Deutschland hatte in dem Sarrazin-Buch eine Unterstützung für ihre nationalistischen Thesen gesehen. Bei den Kommunalwahlen in Hessen hatte die NPD auf einem Werbeplakat mit dem Buchcover von Sarrazins Buch und der Bildunterschrift „Sarrazin hat recht!“ geworben. Der Verlag Random House, der den Bestseller herausgebracht hatte, konnte sich dagegen jedoch gerichtlich erfolgreich wehren. Die NPD darf das Buchcover jetzt nicht mehr für Propagandazwecke benutzen.

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February 14, 2011

„Ora basta!“: Massenprotest in Italien

„Ora basta!“: Massenprotest in Italien

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Veröffentlicht: 23:58, 14. Feb. 2011 (CET)
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Silvio Berlusconi

Rom (Italien), 14.02.2011 – Mehr als eine Million Menschen demonstrierten am Sonntag nach Angaben der Organisatoren in 230 italienischen Städten gegen den Ministerpräsidenten des Landes, Silvio Berlusconi. Die Teilnehmer skandierten: „Jetzt! Weg mit Berlusconi, es ist genug.“ Auslöser der Proteste ist der Antrag der Mailänder Staatsanwaltschaft auf ein Schnellverfahren wegen Amtsmissbrauchs und Begünstigung von Prostitution mit Minderjährigen gegen Berlusconi.

Die Frauen, die bisher als Befürworter des italienischen Ministerpräsidenten galten, sind zahlreich auf den Demonstrationen vertreten. Es geht den Demonstranten nicht mehr nur um die Sex-Affären des Präsidenten, sondern um das Bild, das durch das Verhalten und die Äußerungen des italienischen Ministerpräsidenten gezeichnet wird: Es geht um Sexismus. Auf Berlusconis Aufforderung, Frauen sollten sich möglichst früh einen reichen Mann angeln, reagierten sie mit Rufen wie „Mehr Brot, weniger Spiele!“ und „Italien ist kein Bordell“. Frauen und Männer, die an den Demonstrationen teilnahmen, sehen die Probleme vor allem in der hohen Verschuldung des Landes, einer hohen Jugendarbeitslosigkeit und illegaler Einwanderung.

Auf zahlreichen Plakaten wird der Rücktritt Berlusconis gefordert. Auffällig war, dass die Menschen, die sich unter dem Motto „Wann, wenn nicht jetzt“ zusammengefunden hatten, auf der Demonstration keine Parteisymbole zeigten, der Protest wollte überparteilich sein.

Anhänger des italienischen Ministerpräsidenten bewerteten die Demonstranten als Angehörige einer kleinen Minderheit der „radikal schicken Linken“. Berlusconi bezeichnet sich selbst als von der Justiz meistverfolgte Person der Welt. Tatsächlich gibt es eine lange Liste von Verfahren gegen den italienischen Regierungschef. In den meisten Fällen lautete die Anklage auf Bilanzfälschung oder Richterbestechung. Aktuell laufen vier Verfahren wegen Verstoßes gegen das Anti-Trust-Gesetz, Schmiergeldzahlungen, Bilanzfälschung, Steuerbetrug, Veruntreuung.

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January 6, 2011

Saudi-Arabien: 30 Peitschenhiebe wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“

Saudi-Arabien: 30 Peitschenhiebe wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“

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Veröffentlicht: 17:08, 6. Jan. 2011 (CET)
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Ha’il (Saudi-Arabien), 06.01.2011 – Die unverschleierten Augen einer Frau, die in Begleitung ihres Mannes und eines weiteren Verwandten einen Basar der Stadt Ha’il besuchte, veranlassten laut einem Bericht der arabischen Zeitung „Al-Watan“ von gestern einen Angehörigen der islamischen Religionspolizei einzugreifen. Er forderte den Mann auf, dafür zu sorgen, dass auch die Augen der Frau verschleiert wurden. Der Mann weigerte sich jedoch. Darauf kam es zu einem Streit, in dessen Verlauf der Polizist den Mann mit einem Messer verletzte. Der Mann, der 28 Tage in Untersuchungshaft verbringen musste, und ein weiterer Verwandter erhielten nun von einem Gericht wegen „unerlaubten Herumlaufens inmitten von Frauen“ eine Strafe von je 30 Peitschenhieben. Der Polizist hatte während der Verhandlung behauptet, er sei von dem Mann angegriffen worden.

In Saudi-Arabien müssen Frauen zwar ihren Körper verschleiern, wenn sie sich in der Öffentlichkeit bewegen. Eine Verschleierung der Augen ist zwar auch verbreitet, jedoch nicht zwingend vorgeschrieben. Beide Parteien wollen gegen das Urteil Berufung einlegen. Die „Behörde für die Förderung der Tugend und die Vermeidung des Lasters“, für die der Polizist arbeitete, will das Urteil anfechten, weil es ihr als zu mild erscheint.

Themenverwandte Artikel

  • Strafe fürs Weglaufen: Sechzig Peitschenhiebe und sechs Monate Haft (25.03.2007)
  • Portal:Scharia

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January 3, 2011

Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

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Veröffentlicht: 15:52, 3. Jan. 2011 (CET)
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Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge
Das Image Ägyptens ist islamisch. Diesem Image würde es schaden, zu sagen, dass man so viele Christen im Land hat. Die Regierung will die islamische Welt beeindrucken. Das Ziel eines islamischen Landes ist ja die Beseitigung der ‘Ungläubigen’. Und außerdem: Wenn die Regierung zugäbe, dass es so viele Kopten gibt, müsste sie sich fragen lassen, warum diese in Regierung oder Administration nicht entsprechend repräsentiert sind.
Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

– Foaud Ibrahim in: „Zeugnis eines deutschen Kopten über Koptenverfolgung“ lt. koptisch.wordpress.com

Wiesbaden (Deutschland) / Alexandria / Kairo (Ägypten), 03.01.2011 – Nach dem Anschlag auf eine koptische Kirche in der Silvesternacht in der ägyptischen Stadt Alexandria fürchten auch in Deutschland lebende Kopten um ihr Leben. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) soll Medieninformationen zufolge koptische Priester in Deutschland über Anschlagspläne informiert haben. Im Internet sollen angeblich Pläne bekannt geworden sein, wonach in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar Terrorakte auf Kopten geplant sind. Insbesondere das Bundesland Hessen sei dabei genannt worden.

Bei dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria waren mindestens 21 Menschen getötet und fast 100 verletzt worden. Am Sonntag demonstrierten nach Presseberichten hunderte Kopten in Alexandria und Kairo gegen die ägyptische Regierung. Sie verlangten mehr Schutz vor den Übergriffen gegen ihre Religionsgemeinschaft.

Die deutsche Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte eine Distanzierung der in Deutschland und in aller Welt lebenden Muslime gegen die Verfolgung der Kopten in Ägypten: „Wenn die Muslime selbst protestieren, bewirkt das viel mehr, als wenn wir das tun.“ Der Protest in Deutschland lebender Muslime sei jedoch von besonderer Bedeutung, da diese in Deutschland ihren Glauben frei ausüben könnten.

Als Begründer der koptischen Kirche gilt der Evangelist Markus, der auch erster Bischof von Alexandria war. Zwischen 15 und 20 Millionen koptische Christen gibt es weltweit. Die meisten von ihnen leben in Ägypten. Foaud Ibrahim, emeritierter Professor für Sozialgeographie und Regionale Geographie Afrikas an der Universität Bayreuth, schätzt die Zahl der in Ägypten lebenden Kopten auf neun Millionen Menschen, das sind etwa 13 Prozent der Bevölkerung. Die offiziellen Angaben liegen niedriger. In Deutschland existieren etwa 10 Gemeinden der Kopten, nach Schätzung Ibrahims mit etwa 3.000 Mitgliedern. In Österreich leben über 5.000 Kopten. Auch in der deutschsprachigen Schweiz und der Westschweiz sind die Kopten mit mehreren Gemeinden in einigen Städten vertreten.

Die Verfolgung der Kopten in Ägypten hat bereits eine längere Vorgeschichte. In einem Blog der Kopten wird über immer weiter um sich greifende Diskriminierung und Gewalt gegenüber den in Ägypten lebenden Kopten berichtet. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtete anlässlich der Parlamentswahlen in Ägypten am 28. November 2010 über „willkürliche und brutale Gewalt gegen koptische Christen“. Demonstrationen von Kopten gegen die Diskriminierung ihrer Religion und der Mitglieder der koptischen Gemeinden in Ägypten wurden von der Polizei mehrfach mit Gewalt aufgelöst, berichtete die GfbV. Am 10. Dezember 2010 fanden Medienberichten zufolge Übergriffe von Sicherheitsorganen auf die koptische Gemeinde im Distrikt Omrania statt. Drei Menschen sollen dabei getötet und Dutzende verwundet worden sein. In Omrania, wo über zehntausend Kopten leben sollen, kämpft die koptische Gemeinde seit 2003 um die Genehmigung zum Bau einer koptischen Kirche. Bei der Polizeiaktion wurden über 150 Kopten verhaftet, die ihren Forderungen zum Bau einer Kirche mit einem Sitzstreik Nachdruck verleihen wollten. In einer Predigt vom 22. Dezember vergangenen Jahres berichtete der koptische Bischof Sorial von Melbourne und Neuseeland über die Diskriminierung der Kopten in Ägypten und die Verhaftung von 153 Kopten bei diesem Anlass. Er bezog sich auf die Verhaftungen in Omrania, als er sagte: „Ich bin mir ohne jeden Zweifel sicher, dass sie jetzt in den Gefängnissen auf barbarischste Weise gefoltert werden. Wir fordern die ägyptische Regierung heute noch [auf], alle diese unschuldigen Kopten freizulassen.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Diskriminierung
  • Portal:Religion

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November 28, 2010

Schweiz: Volksabstimmung für automatische Abschiebung ausländischer Straftäter

Schweiz: Volksabstimmung für automatische Abschiebung ausländischer Straftäter

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Veröffentlicht: 17:06, 29. Nov. 2010 (CET)
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Bern (Schweiz), 28.11.2010 – In einer landesweiten Volksabstimmung hat sich mit etwa 53 Prozent der Stimmen eine knappe Mehrheit für deutliche Verschärfungen des Ausländerrechts ausgesprochen. Ausländer, die wegen bestimmter Straftaten rechtskräftig verurteilt werden, werden künftig automatisch und unwiderruflich ihre Aufenthaltsgenehmigung verlieren und abgeschoben. Betroffen sind nicht nur besonders schwere Verbrechen wie Mord, sondern auch Vergehen wie Sozialhilfebetrug und Schwarzarbeit. Es handelt sich um die zweite erfolgreiche Initiative der Schweizer Volkspartei (SVP), die per Plebiszit bereits ein Verbot des Baus von Moscheen mit Minaretten durchgesetzt hatte. Im frankophonen Westen wurde der SVP-Vorschlag mit deutlicher Mehrheit abgelehnt.

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November 14, 2010

Sexistische Werbung von Stuttgart-21-Befürwortern

Sexistische Werbung von Stuttgart-21-Befürwortern

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Veröffentlicht: 16:38, 14. Nov. 2010 (CET)
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Stuttgart (Deutschland), 14.11.2010 – Für Aufsehen sorgte ein T-Shirt, das auf einer Kundgebung für das in der Bevölkerung umstrittene Projekt Stuttgart 21 verkauft wurde. Auf diesem Hemd ist die Silhouette einer knieenden, nackten Frau abgebildet, daneben der Schriftzug „Tu’ IHN unten rein! Stuttgart 21“. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und Landesfrauenrat kritisierten dies als frauenfeindlich.

Marion von Wartenberg, stellvertretende Landesvorsitzende des DGB, schrieb deshalb einen offenen Brief an Ministerpräsident Stefan Mappus sowie die Verkehrs- und Umweltministerin Tanja Gönner (beide CDU). In diesem verlangt sie von ihnen, „sich umgehend von diesen sexistischen und diffamierenden Formen der politischen Auseinandersetzung zu distanzieren und bei den Verantwortlichen der Gruppe der Befürworter auf die Rücknahme dieser unsäglichen Exponate einzuwirken“.

Ähnlich sieht es Angelika Klingel, die dem Landesfrauenrat vorsteht. Sie sprach von einer „nicht hinnehmbaren frauenfeindlichen Entgleisung“. Für die GRÜNEN-Landtagsabgeordnete Brigitte Lösch ist das T-Shirt ebenfalls ein Skandal. „Wir werden nicht unbeteiligt dabei zusehen, wie die Befürworter von Stuttgart 21 versuchen, mit derartigen Mitteln Aufmerksamkeit zu erlangen“, so die Politikerin.

Gerald Holler, Sprecher der Interessengemeinschaft „Bürger für Stuttgart 21“, wies darauf hin, dass das T-Shirt nicht von der Organisation verkauft oder in irgendeiner Form „freigegeben“ worden sei. Es soll nur in einem Pavillon gehangen haben und den Befürwortern offenbar als Werbeartikel zugeschickt worden sein. Den genauen Weg des Kleidungsstückes habe man nicht nachvollziehen können, so Holler. Das T-Shirt sei inzwischen vernichtet worden.

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October 27, 2010

Gysi beklagt Ausgrenzung der Linkspartei im Bundestag

Gysi beklagt Ausgrenzung der Linkspartei im Bundestag

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Veröffentlicht: Timofei 22:54, 27. Okt. 2010 (CEST)
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Gregor Gysi (Die Linke)

Berlin (Deutschland), 27.10.2010 – Der Ko-Fraktionsvorsitzende der Linkspartei im Deutschen Bundestag, Gregor Gysi, hat sich über das Verhalten der anderen Fraktionen bei der Verabschiedung einer Resolution, die von der arabischen Terrororganisation Hamas die Freilassung der israelischen Geisel Gilad Shalit fordert, bitter enttäuscht gezeigt. Er sieht das Verhältnis seiner Partei zu SPD und Grünen empfindlich gestört, nachdem diesen in der jüngsten Zeit verstärkt Avancen hinsichtlich eines strategischen Bündnisses gemacht wurden.

Hintergrund ist, dass Die Linke als erste Fraktion einen entsprechenden Resolutionsentwurf eingebracht hatte. Während zwar alle fünf Fraktionen voll hinter seinem Inhalt stehen, hatte die CDU/CSU dennoch einen eigenen, praktisch inhaltsgleichen Entwurf eingebracht, weil sie es aus grundsätzlichen Überlegungen vermeiden will, einem Antrag der Linkspartei zuzustimmen. Bei der Abstimmung über beide Entwürfe wollen SPD und Grüne gemeinsam mit der FDP dem Unionsentwurf zustimmen. Gregor Gysi kritisiert einerseits einen „Ideenklau“ durch die Union und betrachtet die Zustimmung der SPD und der Grünen andererseits als einen unfreundlichen Akt gegenüber seiner Partei.

Für Gregor Gysi hatte der Resolutionsentwurf gleich in dreifacher Hinsicht eine herausragende Bedeutung. Zum ersten ist ihm die Solidarität mit Israel ein persönliches Anliegen, da seine jüdische Familie 18 Todesopfer des Holocaust beklagen musste. Zum zweiten wollte er allen anderen Fraktionen die Hand reichen, indem er sich bezüglich der Israelpolitik voll hinter die deutsche Staatsräson stellen wollte, die von Teilen seiner Partei unter dem Stichwort „Solidarität mit Palästina“ traditionell mit Argusaugen betrachtet wird, und erhoffte sich eine symbolische Integration seiner Partei in das politische System der Bundesrepublik wenigstens bezüglich dieser unumstrittenen Grundsatzfrage. Drittens hatte Gysi bereits im Vorfeld zu verstehen gegeben, dass er eine Zustimmung der SPD und der Grünen für eine unabdingbare Voraussetzung für eine Annäherung ansieht, und gehofft, dass von taktischen Ausgrenzungsmanövern wenigstens bei diesem sensiblen Thema abgesehen wird.

Die Grünen sehen diese Frage eigentlich ähnlich. Der parlamentarische Geschäftsführer ihrer Fraktion Volker Beck beklagte ebenfalls, dass die Union einen eigenen Entwurf eingebracht hat, und kündigte an, die Grünen würden beiden Entwürfen zustimmen. Die Linke will sich bei dem Unionsentwurf enthalten.

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