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January 2, 2016

Münchener Polizei verhindert Terroranschläge in der Silvesternacht

Münchener Polizei verhindert Terroranschläge in der Silvesternacht

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Veröffentlicht: 21:36, 2. Jan. 2016 (CEST)
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Münchener Hauptbahnhof

München (Deutschland), 02.01.2016 – Nach Warnungen durch ausländische Geheimdienste konnte die Polizei in München mehrere Selbstmordanschläge in der Silvesternacht 2015 verhindern. Wie die Süddeutsche Zeitung berichtete, hätten Terroristen geplant, Anschläge an zwei Fernbahnhöfen auszuüben. Um 19:40 Uhr erhielt die Münchener Polizei über Berliner Behörden, vermutlich den Bundesnachrichtendienst, entsprechende Hinweise, die wohl von französischen und amerikanischen Geheimdiensten stammten.

Daraufhin wurden ab 22:50 Uhr der Hauptbahnhof und der Bahnhof München-Pasing, beides Fernbahnhöfe mit ICE-Anschluss und Knotenpunkte des S- und U-Bahnnetzes, abgesperrt und durch schwer bewaffnete Polizeikräfte gesichert. „Die Bedrohung hat sich ganz konkret auf Mitternacht bezogen und auf diese beiden Orte“ zitierte die Süddeutsche Zeitung den bayerischen Innenminister Joachim Herrmann. Zeitgleich wurden Warnungen an die Bevölkerung, u. a. über Twitter, herausgegeben.

Bahnhof München-Pasing

Am frühen Morgen des Neujahrstages 2016 wurde die Terrorwarnung aufgehoben, und die Bahnhöfe konnten wieder für den Verkehr freigegeben werden. Die mutmaßlich fünf bis sieben Selbstmordattentäter, die nach Angaben der „Zeit“ aus dem Irak und Syrien stammen sollen, konnten nicht gefasst werden. Unbekannt ist auch, welchen Hintergrund die Verdächtigen haben.

Das Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ berichtete unter Berufung auf Süddeutsche Zeitung, NDR und WDR, dass den Münchener Behörden bereits am 23. Dezember die Gefahr eines islamistischen Anschlags bekannt gewesen sei. Der Bundesnachrichtendienst habe Hinweise aus dem Irak erhalten. Am Silvestertag hätten sich die Informationen dann verdichtet, und es seien geplante Selbstmordanschläge am Hauptbahnhof und am Pasinger Bahnhof beschrieben worden.

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January 16, 2015

Boko Haram ermordet 2000 Menschen in Nigeria

Boko Haram ermordet 2000 Menschen in Nigeria

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Veröffentlicht: 12:10, 16.01.2015 (CET)
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Islamisch beherrschte Bundesstaaten in Nigeria (hier grün gefärbt)

Abuja (Nigeria), 16.01.2015 – Innerhalb einer Woche sollen im Norden Nigerias bis zu 2.000 Menschen bei Angriffen der Islamistengruppe Boko Haram getötet worden sein. Amnesty International veröffentlicht aktuelle Satellitenbilder, die das Ausmaß der Zerstörung bei den Angriffen durch Boko Haram zeigen. Auf diesen Bilder sind in einem eng besiedelten Gebiet mehr als 3.000 Zerstörungen zu erkennen. Die Angriffe richten sich gegen Wohnungen, aber auch gegen Schulen und Krankenhäuser, wie Augenzeugen berichten.

Die Ereignisse überschatten die bevorstehenden Präsidentschaftswahlen, die am 14. Februar stattfinden. In andern Ländern – insbesondere in Europa – wurde das Geschehen in dem afrikanischen Staat mit rund 150 Millionen Einwohnern weniger beachtet, da die Berichterstattung über das Attentat in Paris am 7. Januar auf Charlie Hebdo im Vordergrund stand.

Boko Haram gilt als terroristische Sekte und geht vor allem gegen Andersgläubige vor. Die Regierung versucht diese islamische Sekte seit einigen Jahren mit verschiedenen Maßnahmen zu bekämpfen. Bei den jüngsten Auseinandersetzungen zwischen Regierungstruppen und Soldaten aus dem Tschad, aus Niger und Kamerun auf der einen Seite und der Sekte auf der anderen Seite gab es zahlreiche Tote. Schätzungen zufolge ist die Hälfte der nigerianischen Bevölkerung muslimisch, die andere Hälfte ist mehrheitlich christlich.

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January 13, 2015

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

Paris: Attentäter auf „Charlie Hebdo“ sind tot

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Veröffentlicht: 22:34, 13. Jan. 2015 (CET)
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Einsatzkräfte vor dem Charlie-Hebdo-Büro am 7. Januar 2015, nach der Schießerei

Paris (Frankreich), 13.01.2015 – Die Attentäter, die am Mittwoch, dem 7. Januar 2015, den Terroranschlag auf die Redaktion der Satirezeitung „Charlie Hebdo“ verübt haben, sind tot. Im Zusammenhang mit dem Amoklauf in den Redaktionsräumen von Charlie Hebdo starben insgesamt 20 Menschen. Innenminister Bernard Cazeneuve zeigte sich bestürzt über die hohe Anzahl der Toten. Fast 90.000 Soldaten, Mitglieder von Eliteeinheiten und Polizisten waren an der Suche nach den mutmaßlichen Tätern beteiligt.

Die beiden Attentäter, die Brüder Chérif (32) und Saïd (34) Kouachi, die für den Anschlag auf die Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ verantwortlich sein sollen, verschantzten sich, nachdem sie am Donnerstagmorgen 9:30 Uhr 80 Kilometer nordöstlich von Paris eine Tankstelle überfallen hatten, um sich Geld und Essen zu beschaffen, am Freitag dem 9. Januar am Vormittag in einer Druckerei im Ort Dammartin-en-Goële, nordöstlich von Paris. Einem Mitarbeiter der Druckerei gelang es, sich beim Eindringen der beiden Brüder in das Gebäude, in einem Schrank zu verstecken und die Polizei zu benachrichtigen. Gegen 12:30 Uhr belagerte die französische Polizei das Gelände um die Druckerei. Französische Behörden evakuierten drei Schulen in der Nähe und brachten die Schüler in eine entfernte Turnhalle. Dort konnten die Schüler von ihren Eltern abgeholt werden. Beim Zugriff der Einsatzkräfte wurden die beiden Attentäter getötet.

Ein weiterer, mutmaßlich beteiligter Täter, Amedy Coulibaly (32), wurde nach einer erneuten Schießerei, die ebenfalls am Freitag 9. Januar in einem Supermarkt an der Porte de Vincennes im Osten von Paris stattfand, von der Polizei erschossen. Bevor die Polizei den Supermarkt stürmte, tötete Coulibaly vier Personen in dem Supermarkt, der vor allem koschere Ware für Juden anbietet. Dies teilte der zuständige Oberstaatsanwalt François Molins mit. Die französische Polizei hatte zuvor die Ladenbesitzer in der Rue des Rosiers gebeten, ihre Geschäfte zu schließen. In der Rue des Rosiers befinden sich überwiegend jüdische Geschäfte und Restaurants.

Amedy Coulibaly soll bereits am Mittwoch 7. Januar eine Polizistin bei einer Schießerei auf offener Straße im Süden von Paris getötet haben; dabei war ein weiterer Polizist verletzt worden. Der genaue Verbleib von Coulibalys Freundin, der 26-jährigen Hayat Boumeddiene, die Informationen liefern könnte, ist ungeklärt. Zunächst war berichtet worden, Boumeddiene sei an der Schießerei in dem Supermarkt beteiligt gewesen, doch erwiesen sich diese Angaben als falsch. Allerdings war das Fahrzeug, mit dem Coulibaly zur Porte de Vincennes fuhr, auf den Namen Boumeddienes angemeldet. Der türkische Außenminister Mevlüt Çavuşoğlu teilte inzwischen mit, dass Boumeddiene bereits am 2. Januar von Madrid nach Instanbul geflogen sei. Sie habe nach einigen Tagen Aufenthalt am 7. Januar die Türkei in Richtung Syrien verlassen. Hayat Boumeddiene soll im vergangenen Jahr mehr als 500 Telefongespräche mit Izzana Hamyd, der Gattin Chérif Kouachis, geführt haben. Izzana Hamyd soll seit dem Tag des Attentats auf „Charlie Hebdo“ von der französischen Polizei verhört werden.

Informationen sind inzwischen auch über Coulibaly selbst bekannt geworden. In den 2000er Jahren verbüßte der in Grigny als einziger Sohn einer Familie mit zehn Kindern aufgewachsene französische Staatsbürger mehrere Haftstrafen. Amedy Coulibaly soll Chérif Kouachi im Gefängnis kennengelernt haben. Spätestens seit ihrer Haftentlassung waren beide Anhänger des Terroristen Jamel (Djamel) Beghal, einem gebürtigen Algerier. In einem Telefonat, mit Journalisten des Fernsehsenders BFM TV, gab Coulibaly einige Stunden vor seinem Tod an, er sei von der Organisation: AQAP (Al-Qaida auf der Arabischen Halbinsel) missioniert worden und gehöre dem Islamischen Staat an. Er habe sich mit den Kouachi-Brüdern abgesprochen. Ihm sei demnach der Angriff auf die Polizisten zugefallen, während die beiden Kouachis den Angriff auf die Redaktion der Satirezeitschrift „Charlie Hebdo“ ausführten.

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Portal:Frankreich
Portal:Terrorismus
Wikinews-logo.svg   Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris (09.01.2015)

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January 9, 2015

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

Weltweites Entsetzen über den Terroranschlag in Paris

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Veröffentlicht: 17:36, 09.01.2015 (CET)
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Paris (Frankreich), 09.01.2015 – Der Anschlag am 7. Januar 2015 gegen 11 Uhr auf die Redaktion der Satirezeitschrift Charlie Hebdo hat weltweit Entsetzen, aber auch internationale Solidaritätsbekundungen zur Pressefreiheit ausgelöst. Die französischen Behörden gehen von einem islamistischen Tathintergrund aus.

Brandanschlag 2011 am Boulevard Davout auf die Redaktion von Charlie Hebdo

Die von Charlie Hebdo veröffentlichten Mohammed-Karikaturen hatten international Aufsehen erregt. Die Redaktion traf sich jeden Mittwoch um 10:00 Uhr. Ein Brandanschlag auf die Redaktionsräume der Satirezeitung in der Rue Serpollet in Paris wurde bereits am 2. November 2011 verübt. Der Herausgeber und Zeichner Stéphane Charbonnier stand seitdem unter Polizeischutz. Er und weitere Mitarbeiter der Redaktion wurden seit längerer Zeit mit dem Tode bedroht.

Bei dem jetzigen Anschlag hatten zwei maskierte Männer die Redaktionssitzung von Charlie Hebdo in der Rue Serpollet gestürmt und mit automatischen Gewehren gezielt auf die Anwesenden sowie weitere Personen geschossen. Es starben allein vier Zeichner von Charlie Hebdo – darunter Jean Cabut „Cabu”, Bernard Verlhac „Tignous”, Philippe Honoré und Georges Wolinski, der Herausgeber Stéphane Charbonnier, der Schriftsteller und Journalist Bernard Maris „Oncle Bernard” und zwei Polizeibeamte. Insgesamt kamen zwölf Menschen zu Tode. US-Präsident Obama sprach von einem „feigen, bösartigen Angriff“. Am Tag nach dem Attentat wurde Polizeipräsenz vor vielen Verlagshäusern in europäischen Städten angeordnet. In Berlin liegt bei der französischen Botschaft ein Kondolenzbuch aus. Die beiden großen muslimischen Organisationen in Frankreich verurteilten den blutigen Anschlag. Das iranische Außenministerium kritisierte die Tat und erklärte, ein solches Attentat habe nichts mit dem Islam zu tun. Vertreter der drei großen Weltreligionen Islam, Juden- und Christentum in Deutschland erklärten in einem gemeinsamen auf Bild.de veröffentlichten Manifest: „Im Namen Gottes darf nicht getötet werden!”

Heute Mittag hat der islamische Prediger Abu Saad al-Ansari den Terroranschlag als erfolgreichen Beginn einer Serie von geplanten Anschlägen gegen Großbritannien und weitere mit den USA verbündete Staaten bezeichnet. Als Quelle für diese Behauptung werden laut der israelischen Zeitung Haaretz Beobachter einer Predigt in einer Moschee der irakischen Stadt Mosul angegeben.

Themenverwandte Artikel

Portal:Frankreich
Wikinews-logo.svg   Brandanschlag auf französische Satirezeitung (03.11.2011)
Wikinews-logo.svg   Alle Artikel zu Charlie Hebdo

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September 23, 2014

USA starten Luftangriffe auf Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien

USA starten Luftangriffe auf Terrormiliz Islamischer Staat in Syrien

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Veröffentlicht: 13:47, 24. Sep. 2014 (CEST)
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Tomahawk Abschuss auf der USS Philippine Sea (Archivbild)

ar-Raqqa (Syrien), 23.09.2014 – Die Luftwaffe der Vereinigten Staaten von Amerika startete gestern massive Luftangriffe gegen die Terrormilizen des Islamischen Staates (IS) im Nordosten Syriens. US-Präsident Obama erklärte, die USA würden durch eine arabische Allianz aus Saudi-Arabien, Jordanien, Bahrain, Katar und den Emiraten unterstützt. Zumindest Jordanien soll sich mit eigenen Kampfjets auf IS-Ziele nahe seiner Ostgrenze zum Irak beteiligt haben. Dem gegenüber sollen sich Großbritannien und Frankreich bisher nicht an den Luftangriffen in Syrien beteiligt haben.

Das CENTCOM-Hauptquartier in Tampa, Florida, informierte, dass viele US-Kampfjets, Bomber und Tomahawk-Lenkflugkörper zahlreiche IS-Ziele im Norden und Osten Syriens bombardiert hätten. Die Luftangriffe hätten sich vor allem gegen das IS-Hauptquartier in ar-Raqqa, aber auch gegen Kommandoposten, Trainingslager, Rekrutierungs-, Nachschubzentren und gegen Versorgungs- und Panzerfahrzeuge gerichtet. Dazu wurden 47 Tomahawk-Marschflugkörper vom Zerstörer USS Arleigh Burke und vom Lenkwaffenkreuzer USS Philippine Sea gestartet, die laut CENTCOM derzeit im Roten Meer und im nördlichen Arabischen Golf stationiert sind.

Es sollen auch Luftangriffe gegen die bislang kaum bekannte Terrorgruppe der Khorasan durchgeführt worden sein. Die Khorasan-Miliz arbeitet mit der syrischen Al-Nusra-Front im Al-Qaida-Netzwerk zusammen. Diese Angriffe sollen sich gezielt gegen fünf Führer der Gruppe in der Nähe von Aleppo gerichtet haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt (30.08.2014)

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August 30, 2014

Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt

Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt

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Veröffentlicht: 30.08.2014, 15:36 (CEST)
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Theresa May (2010)

London (Vereinigtes Königreich), 30.08.2014 – Nach dem zuletzt ein Mann, der aus London stammend für die Terrorgruppe Islamischer Staat kämpft, als wahrscheinlicher Mörder von James Foley ermittelt wurde und im Zusammenhang mit dieser Hinichtung Warnungen gegen westliche Länder ausgesprochen wurden, hat die britische Innenministerin Theresa May am Freitag erklärt, dass die Terrorwarnstufe in Großbritannien heraufgesetzt würde. Die Warnstufe wurde von „erheblich“ um eine Stufe auf „ernst“ – die zweithöchste der fünf Stufen umfassenden Skala – heraufgesetzt. Die Entscheidung wurde vom Joint Terrorism Analysis Centre, in dem verschiedene Geheimdienste und Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, vorbereitet und anschließend von der Regierung beschlossen.

Es sollen sich nach Angaben von Scotland Yard rund 200 Männer in London befinden, die zwischenzeitlich am Bürgerkrieg in Syrien teilgenommen haben. Von diesen zurückgekehrten und weiteren zurückkehrenden Kämpfern sieht May die größte Gefahr ausgehen. Sie betonte, dass es keine Anhaltspunkte für einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag gebe, dass die Erhöhung der Warnstufe lediglich bedeute, dass ein Anschlag sehr wahrscheinlich sei. Sie rief die Öffentlichkeit zu erhöhter Wachsamkeit auf. Islamische Bevölkerungsgruppen und Familien sollten Personen, die möglicherweise für extremistische Propaganda empfänglich seien, den Behörden melden.

Von Premierminister David Cameron wurden neue Regeln angekündigt, nach denen als mögliche islamistische Kämpfer eingestufte Personen an der Ausreise aus Großbritannien gehindert werden können. Zwar gibt es bereits Möglichkeiten, den Reisepass einer Person für ungültig zu erklären, aber Cameron stellte besorgt fest, dass dies nur 23-mal im letzten Jahr geschehen sei. Er warnte vor der Errichtung eines Terrorstaates in der Nähe des Mittelmeers und kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Geheimdienste im Land selbst wie auch in ihrer Zusammenarbeit mit den USA an, um dies zu verhindern. Er erklärte, dass weder eine andere westliche Außenpolitik noch mehr Hilfe für die betroffenen Regionen allein das Problem würden lösen können.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Hinrichtung von James Foley: Terrorist möglicherweise identifiziert (26.08.2014)

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August 26, 2014

Hinrichtung von James Foley: Terrorist möglicherweise identifiziert

Hinrichtung von James Foley: Terrorist möglicherweise identifiziert

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Veröffentlicht: 26.08.2014, 04:09 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 26.08.2014 – Die britische Zeitung Sunday Times und der amerikanische Nachrichtensender Fox News berichten, dass der Terrorist, der in einen Video als Mörder von James Foley zu sehen ist, identifiziert sei. Der Mann, der sich in dem Bekennervideo als „John“ selbst identifiziert, ist mittlerweile unter dem Spitznamen „Jihadi John“ bekannt und soll den Kampfnamen „Abu Kalashnikov“ tragen. Es soll sich bei ihm um den in London als Rapmusiker bekannten Abdel-Majed Abdel Bary handeln.

Mittlerweile wurden jedoch Zweifel laut, ob die Hinrichtung die im Video zu sehen ist, tatsächlich authentisch ist. Die Täterschaft bliebe damit unklar. Dass Foley enthauptet wurde, wird hingegen als sicher angesehen.

Der Nachrichtensender CNN führt zur Frage der Identifizierung des Terroristen den britischen Botschafter in Washington Peter Westmacott an. Während er sagte, man sei dem Mörder sehr nahe, er könne seine Identität aber nicht bestätigen, vermelden Fox News und die Sunday Times dies als Tatsache, die von den britischen Geheimdiensten MI5 und MI6 bestätigt worden sei.

Bary soll zusammen mit Abu Hussain Al-Britani und Abu Abdullah al-Britani – ohne verwandtschaftliche Beziehungen – eine als „Beatles“ bei IS bekannte Gruppe bilden. Die drei Männer haben sich auf die Entführung von westlichen Geiseln zur Erpressung von Lösegeld spezialisiert und sollen dafür bereits angeblich Millonensummen erhalten haben. Bary, der aus Maida Vale in West-London kommt, ist der Sohn von Adel Abdel Bary, der 2012 von Großbritannien zur Strafverfolung an die USA ausgeliefert wurde, weil er an Bombenattentaten auf US-Konsulate in Ost-Afrika im Jahr 1998 beteiligt gewesen sein soll.

Die drei im Zusammenhang mit dem Mord an Foley identifizierten Männer sollen England im Oktober letzten Jahres zusammen mit zwei weiteren Männern verlassen haben. Einer der fünf ist nach Angaben seines Vaters inzwischen in Syrien getötet worden, während ein weiterer – Mashadur Choudhury – nach wenigen Wochen aus dem Nahen Osten nach England zurückkehrte, wo er im Mai dieses Jahres als erster Brite wegen seines Engagements in Syrien als Terrorist verurteilt wurde.

Mittlerweile sollen sich Einheiten einer britischen Spezialeinheit im Nordirak befinden, die auf der Jagd nach den Verdächtigen sind.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   James Foley durch britischen Islamisten hingerichtet (22.08.2014)

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August 22, 2014

James Foley durch britischen Islamisten hingerichtet

James Foley durch britischen Islamisten hingerichtet

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Veröffentlicht: 22.08.2014, 10:58 (CEST)
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London (Vereinigtes Königreich), 22.08.2014 – Bereits bei der Veröffentlichung des Videos, das die Tötung des amerikanischen Journalisten James Foley zeigt, wurde über die Identität des Mörders spekuliert. Es wurde direkt auf den britischen Akzent des Mannes hingewiesen, und nachdem das Video mittlerweile von US-Experten als authentisch bestätigt wurde, wurde klar, dass es sich bei dem Mann um einen Briten handeln muss. Sprachexperten haben den Akzent des Mannes auf das East End von London, möglicherweise auch den Süd-Osten Englands, eingegrenzt und nehmen auch an, dass er eine zweite Sprache fließend spricht. Gleichzeitig wird aber auch darauf hingewiesen, dass die Sprache nur ein Puzzleteil in der Identifizierung des Mannes ist.

Polizei und Geheimdienstexperten versuchen, die Identität des Mannes zu klären. Es wird vermutet, dass sich ungefähr 400 Männer britischer Abstammung unter den Kämpfern des IS befinden. Der Mann, der jetzt wegen des Mordes an James Foley gesucht wird, ist den Behörden bereits seit Längerem bekannt. Doch weil nicht nur Geheimdienstexperten, sondern auch Scotland Yard sich um die Identifizierung bemühen, könnte der Mann bereits in England wegen islamistischer Aktivitäten aufgefallen sein. Bekannt ist auch, dass der Mann, der sich selbst „John“ nennt, leitender Unterhändler für die Freilassung ausländischer Geiseln in der nordsyrischen Stadt ar-Raqqa war. Von einer damaligen Geisel wird er als intelligent, gut gebildet und fanatischer Anhänger islamistischer Koranauslegungen beschrieben. Er soll zu einer dreiköpfigen Gruppe von Briten gehören, die beim IS als „Die Beatles“ bekannt sind und dementsprechend die Spitznamen „John“, „Paul“ und „Ringo“ haben.

Die Rolle des Mannes in dem Video wird als besonderer Propagandaschachzug interpretiert. Durch die offensichtlich westliche Herkunft des Mannes soll der Film als Rekrutierungsmedium in den USA und Großbritannien dienen und diesen Zweck auch deutlich an die betreffenden Regierungen vermitteln. Der Besitz oder die Vorführung des Videos ist in Großbritannien unter Anti-Terrorismusgesetzen verboten, verschiedene Medien bringen aber trotzdem Auszüge aus der Ansprache in gedruckter Form oder als Soundbites.

Der britische Premierminister David Cameron unterbrach seinen Urlaub für 24 Stunden, um eine Krisensitzung der Regierung zur Situation im Irak zu leiten. Er sei sehr geschockt davon, dass es sich bei dem Mörder um einen Mann britischer Herkunft handele, erklärte er. Der britischen Regierung und den Geheimdiensten ist die Rekrutierung durch Islamisten in Großbritannien seit Langem bekannt, doch wolle man keine übereilten Maßnahmen treffen, dieses jetzt zu stoppen, hieß es dazu von der Regierung.

Die Identifizierung der Männer, die als Kämpfer tätig sind, wird als wichtig angesehen, da sie sehr wahrscheinlich zu einem späteren Zeitpunkt versuchen werden, in ihre Heimat zurückzukehren, wo sie dann ggf. mit einer Strafverfolgung rechnen müssen. Sollten sie ihren Kampf in Syrien und dem Irak verlieren und anschließend in ihre Heimatländer zurückkehren, geht man auch davon aus, dass sie, nachdem sie dort extrem gewalttätig geprägt wurden, diese Gewalt auch in die Heimatländer zurücktragen, wenn man sie nicht identifiziert und damit kontrollieren kann.

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April 30, 2014

SMS schockiert Berliner

SMS schockiert Berliner – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

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Veröffentlicht: 14:21, 30. Apr. 2014 (CEST)
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Massen-SMS (Symbolbild)

Berlin (Deutschland), 30.04.2014 – Laut den Boulevardzeitungen Bild und B.Z. ist in Berlin eine Massen-SMS im Umlauf, bei der die Empfänger aufgefordert werden, zum Islam zu konvertieren. Andernfalls würden die Leser der Kurznachricht in die Hölle kommen. Der unbekannte Absender schreibt in seiner Handy-Botschaft, dass niemand der Anbetung würdig ist, außer Allah.

Zudem verweist der Verfasser auf die URL der „Lies! Stiftung“, bei der sich Interessierte eine kostenlose Koranübersetzung bestellen können. Laut den oben genannten Tageszeitungen war der Verfassungsschutz für eine Stellungnahme nicht erreichbar.

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January 17, 2013

Frankreich interveniert gegen Islamisten in Mali

Frankreich interveniert gegen Islamisten in Mali

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Veröffentlicht: 15:06, 17. Jan. 2013 (CET)
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Bamako
Bamako
Timbuktu
Timbuktu
Gao
Gao
Konna
Konna
Kidal
Kidal
Diabali
Diabali
Lage der im Artikel genannten Orte

Bamako (Mali) / Paris (Frankreich), 17.01.2013 – Französische Truppen gehen seit dem vergangenen Freitag (11.01.2013) in Mali gegen Islamisten vor. Die Intervention erfolgte auf Ersuchen der malischen Staatsführung. Französische Kampfflugzeuge flogen Luftangriffe auf die Städte Gao und Kidal des westafrikanischen Staates, die von den Rebellen gehalten werden. Über das Wochenende hatten französische Einheiten die Islamisten aus Konna verdrängt, doch starteten diese inzwischen eine Gegenoffensive und nahmen die von der regulären malischen Armee verteidigte Stadt Diabali ein. Die Stadt, die 400 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Bamako liegt, hat strategische Bedeutung.

Abu Dardar, der Sprecher der Bewegung für Einheit und Dschihad in Westafrika (MUJAO), hat Frankreich Konsequenzen angedroht. „Wir werden Frankreich ins Herz treffen – überall, in Bamako, in Afrika und in Europa“, sagte Dardar. Die MUJAO ist eine von mehreren Organisationen, die im Nordosten des Landes gegen die Zentralregierung kämpfen.

EU und NATO wollen sich nicht militärisch an der Intervention beteiligen, begrüßten allerdings die französische Initiative. Frankreich will eine rasche Stationierung von 3.300 Soldaten aus den ECOWAS-Staaten. Diese Stationierung hatte der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen bereits im Dezember genehmigt; die Entsendung der Truppen war bislang jedoch erst für September 2013 geplant.

Unterdessen sind zahlreiche Bewohner aus der umkämpften Region geflüchtet. Das Büro des UN-Flüchtlingshochkommissars (UNHCR) sagte, dass Tausende von Maliern Binnenflüchtlinge oder in Nachbarländer geflüchtet seien. Besonders die humanitäre Situation in der zentral gelegenen Region Mopti verschlechtere sich aufgrund der Kämpfe rasch. Das Amt für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) schätzt, dass seit dem Beginn der französischen Intervention mehr als 30.000 Menschen geflüchtet sind, insgesamt seien in Mali rund 230.000 Menschen auf der Flucht.

„Diese erneuten Kämpfe, speziell im Zentrum und im Norden Malis, kommen zu einem Zeitpunkt, an dem geschätzte 4,2 Millionen Malier auf humanitäre Hilfe angewiesen sind“, sagte OCHA-Sprecher Jens Lærke. „Dies schließt… hunderttausende schlechternährter Kinder ein.“ Im vergangenen Jahr versorgte das Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen rund 1,2 Millionen Menschen in dem Land, mehr als eine Viertel Million davon in dem von Islamisten kontrollierten Norden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Opération Serval“.

Quellen[Bearbeiten]

Bericht basiert ganz oder teilweise auf Text der Voice of America
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Dieser Artikel enthält Textteile, die auf einer Übersetzung eines Artikel der Voice of America basieren. Texte und Bilder auf der Website der Voice of America sind als Werke der Bundesregierung der Vereinigten Staaten, sofern keine anderen Urheber angegeben sind, gemeinfrei.

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