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August 30, 2016

Neue Diskussion in Deutschland um ein Kopftuchverbot

Neue Diskussion in Deutschland um ein Kopftuchverbot

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Veröffentlicht: 11:02, 30. Aug. 2016 (CEST)
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Frau mit Kopftuch gemäß islamischer Tradition

Berlin (Deutschland), 30.08.2016 – Im Januar 2015 hatte das Bundesverfassungsgericht ein pauschales Kopftuchverbot in öffentlichen Schulen als nicht mit dem Grundrecht auf Glaubens- und Bekenntnisfreiheit vereinbar erkannt. Ein Verbot sei nur dann gerechtfertigt, wenn durch das Tragen eine „hinreichend konkrete Gefahr“ für den Schulfrieden oder die staatliche Neutralität ausgehe. Eine abstrakte Gefahr reiche jedoch nicht aus.

In einem ähnlichen Fall hatte das Augsburger Verwaltungsgericht ein Kopftuchverbot für Rechtsreferendarinnen als unzulässig erachtet. Dagegen will das Bundesland Bayern Berufung einlegen. Justizminister Winfried Bausback begründet dies wie folgt: „Ich will nicht, dass Rechtsreferendarinnen auf der Richterbank, beim staatsanwaltschaftlichen Sitzungsdienst oder bei sonstigen hoheitlichen Tätigkeiten ein Kopftuch tragen.“ In einigen Bundesländern gibt es Überlegungen, ein Kopftuchverbot gesetzlich zu verankern. Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf (CDU) kündigte bereits entsprechende Vorbereitungen an. Jens Gnisa, der Vorsitzende des Deutschen Richterbundes, sagte: „Für die Bürger ist es wichtig, dass die Justiz erkennbar unvoreingenommen über ihren Fall entscheidet.“

Inzwischen meldete sich der Bund Deutscher Verwaltungsrichter zu Wort. Nach seiner Meinung würden Richterinnen mit Kopftuch im Widerspruch zur Unparteilichkeit der Justiz stehen. Mecklenburg-Vorpommerns Justizministerin Uta-Maria Kuder erklärte dazu: „Weil im Gerichtssaal ein besonders striktes Gebot staatlicher Neutralität besteht, sollte jeder äußere Anschein mangelnder Objektivität vermieden werden.“ Auch Saarlands Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) sprach sich für ein Kopftuchverbot aus, verteidigte aber das christliche Kreuzsymbol im Gerichtssaal.

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August 29, 2016

Nach Erdbeben in Italien verspricht Styliandies umfassende Hilfe

Nach Erdbeben in Italien verspricht Styliandies umfassende Hilfe

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Veröffentlicht: 22:37, 29. Aug. 2016 (CEST)
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EU-Kommissar für Krisenmanagement Christos Styliandis

Brüssel (EU), 29.08.2016 – Als Reaktion auf das Erdbeben am Morgen des 24.08.2016 in der italienischen Stadt Amatrice versprach der EU-Kommissar für Humanitäre Hilfe und Krisenmanagement Christos Stylianides umfassende Unterstützung von der Europäischen Union und ihren Behörden. Laut Stylianides steht das Koordinationszentrum für Notfallmaßnahmen der EU-Kommission im engen Kontakt mit den Behörden vor Ort. Darüber hat der EU-Kommissar angekündigt, sofort Hilfsmaßnahmen für die betroffene Region zu organisieren, wenn diese von den dortigen Behörden benötigt werden.

Das Erdbebenbeobachtungsprogramm der EU, Copernicus, stellte Italien auf Anfrage hin bereits Satellitenkarten der Erdbebenregion zur Verfügung, damit die durch das Erdbeben verursachten Schäden abgeschätzt werden können.

Neben EU-Kommissar Stylianides sprach auch EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker sein Beileid mit den Betroffenen aus.

Bei dem Erdbeben wurden nach bisherigen Angaben mindestens 120 Menschen getötet. Die betroffene Region befindet sich ca. 140 km nördlich von Rom in Zentralitalien.

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August 28, 2016

Aufklärung eines Mordes nach 322 Jahren

Aufklärung eines Mordes nach 322 Jahren

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Die Gräfin von Platen gilt als Drahtzieherin in der Königsmarck-Affäre

Hannover (Deustschland), 28.08.2016 – Der Graf Christoph von Königsmarck hatte eine Liebesaffäre mit der Frau des späteren Königs Georg I. von Großbritannien und wurde dehalb Anfang Juli 1694 ermordet. Sein Tod löste eine Staatsaffäre aus. Am 10. August 2016 wurde bei Bauarbeiten am Leineschloss offenbar seine Leiche entdeckt. Eine erste Begutachtung fand in der Medizinischen Hochschule Hannover statt. Letzte Gewissheit über die Identität des Toten sollen DNA-Analysen bringen.

Wer die Täter waren, lässt sich wahrscheinlich nach so langer Zeit nicht mehr ermitteln. Fest steht bisher nur, dass eine Mätresse des späteren Königs, die Gräfin Elisabeth von Platen, maßgeblich an dem Mordkomplott beteiligt war. Der Tod des Grafen wurde damals vertuscht, er galt zunächst als verschollen. Die Gräfin von Platen soll ein Geständnis auf ihrem Totenbett gemacht haben, wonach sie ihre Mitschuld an Königsmarcks Tod eingestand.

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Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders fordert Entislamisierung

Der niederländische Rechtspopulist Geert Wilders fordert Entislamisierung

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Geert Wilders, Vorsitzender der PVV

Den Haag (Niederlande), 28.08.2016 – Geert Wilders fordert die Schließung aller Moscheen und ein Verbot des Korans. Er ist seit 1998 Mitglied der Zweiten Kammer der Generalstaaten. Seine Partei PVV ist gegenwärtig die drittstärkste politische Kraft in den Niederlanden. Zeitweise war er das einzige Mitglied dieser Partei, so dass er die absolute Kontrolle hat, was nach niederländischem Recht ausnahmsweise möglich ist.

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Ingolstadt: Streit um die historische Eselbastei

Ingolstadt: Streit um die historische Eselbastei

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Veröffentlicht: 00:17, 28. Aug. 2016 (CEST)
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Eine Kanonenkugel traf dieses Pferd, als der Schwedenkönig durch Ingolstadt ritt

München (Deutschland), 28.08.2016 – Historische Mauerreste in Ingolstadt sind dort Stadtgespräch und sorgten für heftige politische Auseinandersetzungen. Von einem Platz, auf dem zuletzt eine Gießerei stand, soll der Legende zufolge am 30. April 1632 eine Kanonenkugel auf den Schwedenkönig Gustav Adolf abgeschossen worden sein, die aber nur sein Pferd traf. Das tote Tier wurde später präpariert und gilt als das älteste erhaltene Tierpräparat in Europa.

Die Stadtbefestigung von Ingolstadt aus dem 16. Jahrhundert war bereits 1799 von den Franzosen, welche unter Napoleons Führung die Stadt erobert hatten, weitgehend beseitigt worden. Nur einige Reste blieben erhalten: Dazu gehörte die Eselbastei, die allerdings in der heute bekannten Form erst ab 1650 errichtet worden war. Ihre Fundamente waren Anfang des 19. Jahrhunderts teilweise geschliffen worden, die Steine wurden für ein neues Festungsbauwerk verwendet. 2014 begannen Ausgrabungen, bei denen die historischen Reste näher untersucht werden konnten.

Gegenwärtig geht es um die Erweiterung eines Kongressgebäudes. In der Presse erscheinen widersprüchliche Meldungen. So wird behauptet, der Stadtrat habe beschlossen, die Eselbastei zu beseitigen. Offenbar handelt es sich aber nur um das sichtbare Mauerwerk aus neuerer Zeit, nämlich aus dem 19. Jahrhundert. Einer anderen Darstellung zufolge werden die archäologischen Untersuchungen an den unterirdisch erhaltenen Resten der Bastion bis Ende des Jahres fortgesetzt. Dennoch gibt es in der Stadt großen Unmut darüber, dass ein historisches Zeugnis unter dem Erdboden verschwindet.

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August 26, 2016

Politiker fordern Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

Politiker fordern Abbruch der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei

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Veröffentlicht: 10:44, 26. Aug. 2016 (CEST)
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Horst Seehofer (CSU)

Brüssel (Belgien), 26.08.2016 – Nach einem Umsturzversuch in der Türkei fordern Politiker verschiedener Parteien einen Abbruch der Verhandlungen zum EU-Beitritt des Landes. Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) erklärte: „Die Türkei entfernt sich immer weiter von den europäischen Mindeststandards, auf die sie sich als Mitglied des Europarats ausdrücklich verpflichtet hat.“

Horst Seehofer, Ministerpräsident von Bayern, sagte zu den EU-Beitrittsverhandlungen: „Wenn man sieht, wie die Türkei nach dem gescheiterten Militärputsch den Rechtsstaat abbaut, müssen diese Verhandlungen sofort gestoppt werden.“

Cem Özdemir (GRÜNE)

Der grüne Politiker Cem Özdemir schlägt weitergehende Sanktionen gegen die Türkei vor: „Wenn Demokratie, Rechtsstaat und Menschenrechte weiterhin außer Kraft gesetzt werden, müssen wir auf EU-Ebene auch über Sanktionen für das direkte Umfeld der Machthaber nachdenken, beispielsweise indem man Konten und Vermögen einfriert.“

Christian Lindner (FDP)

Christian Lindner von der FDP sagte zu der politischen Situation in der Türkei: „Wir erleben einen Staatsputsch von oben wie 1933 nach dem Reichstagsbrand.“ Er zog damit Vergleiche zum Verhalten der Nationalsozialisten in Deutschland. 1934 hatte es den sogenannten Röhmputsch gegeben, bei dem Hitler einige politische Konkurrenten auf seinem Weg zur Diktatur beseitigte.

Der britische Politiker Andrew Duff, ehemals Präsident der Union Europäischer Föderalisten, hatte bereits vor einem Jahr konstatiert, dass die Türkei nicht die Anforderungen für eine Aufnahme in die Europäische Union erfülle, da über die meisten der 33 Bedingungen überhaupt noch nicht verhandelt worden sei.

Gegen einen Abbruch der Beitrittsverhandlungen ausgesprochen haben sich hingegen der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses im Europaparlament, Elmar Brok (CDU) und die Grünen-Fraktionsvorsitzende im Europaparlament, Rebecca Harms. Brok sagte in der „Welt am Sonntag“, ein „Aussetzen der Verhandlungen wäre diplomatischer Unsinn“. Harms „fände es verantwortungslos, wenn wir in dieser akuten Situation die bisherigen Beziehungen zur Türkei komplett aufgeben würden, ohne zu wissen, wohin wir wollen“.

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August 24, 2016

Gesetzgeber plant neue Maßnahmen im Bereich der Prostitution

Gesetzgeber plant neue Maßnahmen im Bereich der Prostitution

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Veröffentlicht: 12:28, 24. Aug. 2016 (CEST)
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Kondom mit der Geschmacksrichtung „Banane“

Bremerhaven (Deutschland), 24.08.2016 – Die Bundesregierung schätzt die Zahl der Prostitutierten in Deutschland auf 200 000, anderen Untersuchungen zufolge sollen es bis zu 500 000 sein. Dabei ist die Fluktuation sehr hoch. Jedes Jahre kommen schätzungsweise 50 000 neue hinzu, zugleich steigen aber auch etwas genausoviele auch wieder aus. Seit 2001 gilt Prostitution hierzulande nicht mehr als sittenwidrig, und 2002 wurden die gesetzlichen Kranken- und Sozialversicherungen für diese Tätigkeit geöffnet.

Gleichwohl ist die Kriminalität auf diesem Gebiet hoch. Insbesondere die Zwangsprostitution ist ein häufig verfolgter Straftatbestand. Hierzu hieß es in einer soziologischen Untersuchung im Jahre 2012: „Im Vergleich zur bisherigen administrativen Regulation der Prostitution kann diese staatsfeministisch inspirierte Machttechnologie als entscheidender sozialpolitischer und juristischer Paradigmenwechsel betrachtet werden. Die Rollen in diesem gesellschaftlichen Drama sind in Gestalt des Freiers als männlicher (Gewalt-)Täter und der Sexarbeiterinnen als hilfloses weibliches Opfer unwiderruflich festgelegt.“

Strafverfahren wegen sexueller Ausbeutung sind sehr zeitraubend und für alle Beteiligten psychisch belastend. Wie weit die Ausbeutung gehen kann, zeigt ein Fall in Bremerhaven, der gegenwärtig beim Landgericht verhandelt wird. Es geht darum, dass zwei junge Frauen zur Prostitution gezwungen wurden, teilweise sollten sie mit den Freiern ohne Kondom verkehren, die Kundschaft wurde mit Dumpingpreisen ab 15 Euro umworben.

Ein neues Prostituiertenschutzgesetz soll am 1. Juli 2017 in Kraft treten. Es sind weitreichende Maßnahmen zum Schutz der Gesundheit geplant. Auch die Freier können sich in Zukunft strafbar machen, wenn sie zum Beispiel die Dienste von Zwangsprostituierten annehmen oder gegen die Kondompflicht verstoßen.

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August 21, 2016

Zahl der Asylanträge in Deutschland steigt weiter an

Filed under: Migration,Nürnberg,Themenportal Politik,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Zahl der Asylanträge in Deutschland steigt weiter an

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Veröffentlicht: 22:57, 21. Aug. 2016 (CEST)
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Top-Ten-Liste der Erstanträge im Berichtszeitraum Januar bis Juni 2016.

Nürnberg (Deutschland), 21.08.2016 – Nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge wurden im ersten Halbjahr 2016 rund 400.000 Asylanträge gestellt. Dies sind mehr als doppelt so viel wie im ersten Halbjahr 2015. Zugleich konnte nur über etwa 285.000 Anträge entschieden werden. 52,5 Prozent der Antragsteller erhielten einen Schutzstatus gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention. Die bisherige Höchstzahl von Asylbewerbern in Deutschland lag 1992 bei 490.000 und wurde erstmals im Jahr 2015 überschritten. Es wurden mehr als eine Million Flüchtlinge registriert, von denen jedoch aufgrund der Krisensituation nur knapp die Hälfte einen Antrag stellen konnte.

Inzwischen gibt es zahlreiche Klagen wegen der schleppenden Bearbeitung der Asylanträge. Während bis Ende 2015 rund 2.300 Untätigkeitsklagen eingereicht wurden, stieg diese Zahl bis Ende Mai auf etwa 5.800. In Deutschland gilt die Regel, dass eine Behörde innerhalb von drei Monaten über einen Antrag entscheiden muss. Gegebenenfalls ist ein Zwischenbescheid zu erstellen, wenn es sich um einen schwierigen Fall handelt.

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Wikinews-logo.svg   Sind die Behörden in Deutschland überlastet? (30.06.2016)

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August 15, 2016

Hausdurchsuchung bei SPD-Politiker in Bremerhaven

Hausdurchsuchung bei SPD-Politiker in Bremerhaven

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Veröffentlicht: 20:01, 15. Aug. 2016 (CEST)
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Patrick Öztürk (SPD)

Bremerhaven (Deutschland), 15.08.2016 – Zwei Vereine in Bremerhaven, die sich angeblich um Integration kümmerten, haben Zuwanderer nach Deutschland geschleust und in Minijobs beschäftigt. Die aufstockenden Zahlungen vom Jobcenter sind zu Unrecht ausgezahlt worden und auf den Konten der Vereine gelandet. Nach bisherigen Erkentnissen sind Sozialleistungen von rund einer halben Million Euro zu Unrecht gezahlt worden. In mehr als 1000 Fällen wurde bulgarischen Zuwanderern fingierte Niedriglohn-Arbeitsverhältnisse bescheinigt.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen, weil der Verdacht besteht, dass die erwirtschafteten Gewinnen im Zusammenhang mit dem Sozialversicherungsbetrug in bar auf das Konto des SPD-Bürgerschaftsabgeordneten Patrick Öztürk aus Bremerhaven eingezahlt wurden. Er war bis 2015 ehrenamtlicher Vorstand des Vereins Agentur für Beschäftigung und Integration e.V. (ABI).

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Wikinews-logo.svg   Bremerhavener SPD-Politiker wegen Sozialbetrug unter Verdacht (29.06.2016)

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Syrische Weißhelme für Friedensnobelpreis nominiert

Syrische Weißhelme für Friedensnobelpreis nominiert

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Veröffentlicht: 17:51, 17. Aug. 2016 (CEST)
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Syrien, 15.08.2016 – Die Syrian Civil Defence Units, auch als „Weißhelme“ bekannt, sind für den Friedensnobelpreis nominiert worden. Die aus 2900 Freiwilligen bestehende Hilfsorganisation rettete nach eigenen Angaben bisher mehr als 60.000 Menschen das Leben und könnte nun für ihre Arbeit den weltweit angesehensten Friedenspreis erhalten.

Die Nobelpreiskampagne wird von mehr als 120 Organisationen unterstützt, darunter zahlreichen syrischen und internationalen Organisationen wie z.B. Christian Aid, dem Internationalen Gewerkschaftsbund und den britischen Doctors of the World.

Die Weißhelme wurden unter anderem von der britischen Parlamentarierin Jo Cox nominiert, die am 16. Juni 2016 von einem 52-jährigen Mann brutal ermordet wurde. Nach dem Tod von Cox richtete ihr Ehemann Brendan einen Spendenfonds ein, um Geld für Anliegen zu sammeln, die von der verstorbenen Politikerin unterstützt wurden. Zu den drei Anliegen gehören der Royal Voluntary Service, eine Nichtregierungsorganisation zur Unterstützung von älteren Leuten, die für ein ‘modernes, offenes Britannien’ kämpfende Bewegung HOPE Not Hate sowie die Weißhelme.

In gerade einmal fünf Tagen brachte die Kampagne fast 1,35 Millionen Pfund (1,56 Millionen Euro) an Spendengeldern zusammen und hat seitdem die Zielmarke von 1,5 Millionen Pfund (1,73 Millionen Euro) überschritten. Cox Familie wurde deshalb von Raed Saleh, dem Leiter der Weißhelme, mit einem „Ehrenweißhelm“ ausgezeichnet, der „normalerweise nur für Freiwillige reserviert ist, die bei der Rettung von Zivilisten in Syrien ums Leben kamen“.

Die Mehrheit der für die Weißhelme arbeitenden Ersthelfer besteht aus gewöhnlichen Zivilisten wie etwa Bäcker, Krankenschwestern, Maler oder Schneider.

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