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May 10, 2012

Indonesien: Wrack des Suchoi Superjet 100 gefunden – 48 Tote

Indonesien: Wrack des Suchoi Superjet 100 gefunden – 48 Tote

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Veröffentlicht: 21:41, 10. Mai 2012 (CEST)
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Ein Suchoi Superjet 100-95

Bogor (Indonesien) / Moskau (Russland), 10.05.2012 – Nach dem Absturz eines neu entwickelten russischen Passagierflugzeugs bei einem Demonstrationsflug haben Suchtrupps die Überreste des Flugzeugs vom Typ Suchoi Superjet 100 (SSJ 100) bei Bogor entdeckt. Von den Insassen dürfte niemand überlebt haben.

Bogor liegt zirka 60 Kilometer von Jakarta entfernt bei dem 2.200 Meter hohen Vulkan Salak. Ein Helikopter hat das zerschollene Flugzeug dort entdeckt, dies gab ein Sprecher der indonesischen Luftwaffe am Donnerstag bekannt. Die Suchtrupps sind noch nicht bis zur Absturzstelle vorgedrungen. Eine erste Suche war wegen schlechten Wetters eingestellt worden. Der Mittelstreckenjet war am Mittwoch zu einem Demonstrationsflug gestartet. An Bord waren die russische Crew, Vertreter von Fluggesellschaften und Journalisten, insgesamt 48 Personen. Der Chef der indonesischen Luftfahrtbehörde, Herry Bakti Singoyudha, äußerte sich: „Wir wissen nicht, was passiert ist.“ Am Mittwoch war die Maschine gestartet und plötzlich vom Radar verschwunden. Die Nachrichtenagentur Interfax gab bekannt, dass ein Sprecher des russischen Luftfahrtkonsortiums OAK erklärte habe, der Funkkontakt sei während des Fluges abgerissen. Kurz vor dem Absturz hatten die Piloten gebeten, die zugewiesene Flughöhe verlassen zu dürfen, um auf die Höhe von 1.800 Metern zu steigen.

Eine exakte Passagierliste scheint es nicht zu geben. Beim Abflug sind Plätze, die wegen Verspätung der vorgesehenen Mitflieger frei geblieben waren, von anderen Personen eingenommen worden. Die SSJ 100 ist das erste nach dem Zerfall der Sowjetunion in Russland entwickelte Zivilflugzeug für den Transport von Passagieren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Indonesien
  • Portal:Russland

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March 18, 2012

Polen: 17 Verletzte eines Jugendfußball-Teams bei Busunfall

Polen: 17 Verletzte eines Jugendfußball-Teams bei Busunfall

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Veröffentlicht: 17:56, 18. Mär. 2012 (CET)
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Polnisches Polizeifahrzeug

Kromolin Stary (Polen), 18.03.2012 – Am Samstag, wenige Tage nach dem Busunglück in der Schweiz, ereignete sich an einer Kreuzung in der Nähe von Kromolin Stary in der zentralpolnischen Region Lodz erneut ein Unfall mit einem Bus. Nach ersten Berichten hatte der Fahrer beim Überholen die Kontrolle über sein Fahrzeug (Bild) verloren, nachdem er von einem Pkw touchiert wurde. Der Bus überschlug sich. 17 Jugendliche, die zu einem Fußballteam gehören, wurden zum Teil schwer verletzt.

Im Bus befanden sich 19 Personen vom Sportverein Warta Sieradz im Alter von 16 bis 18 Jahren. Sie kehrten von einem Fußballspiel zurück. Leszek Blaszczyk, der Einsatzleiter der Feuerwehr, sagte gegenüber dem Nachrichtensender TVN 24: „Dass alle überlebten, ist ein großes Glück.“ Vier der Jugendlichen sind schwer verletzt, keiner schwebt in Lebensgefahr. Neun der jungen Fußballer befanden sich auch am Sonntag noch zur Behandlung im Krankenhaus.

Unfallursache dürfte gewesen sein, dass ein Pkw, der von dem Busfahrer überholt wurde, unerwartet abbiegen wollte und dabei gegen den Bus fuhr. Der Bus kam ins Schlingern und überschlug sich schließlich zweimal. Die Straße wurde gesperrt, bei dem Rettungseinsatz kamen Hubschrauber zum Einsatz. Die Verletzen wurden auf verschiedene Krankenhäuser in der Region Lodz verteilt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Verkehrsunfälle

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March 14, 2012

28 Tote bei einem Busunfall im Schweizer Kanton Wallis

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Veröffentlicht: 18:23, 14. Mär. 2012 (CET)
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Sierre, im Hintergrund der Gorwetschgrat und die Ausläufer des Pfynwaldes, rechts der Taleingang ins Val d’Anniviers (dt. Eifischtal)

Sierre (Schweiz), 14.03.2012 – Am Dienstagabend ereignete sich ein folgenschwerer Verkehrsunfall in einem Autobahntunnel der A9 bei Siders (Sierre) im Kanton Wallis in der Schweiz. Ein belgischer Reisebus war gegen 21:15 Uhr in Fahrtrichtung Sitten (Sion) gegen die Tunnelwand geprallt und anschliessend frontal in eine Nothaltestelle gefahren.

28 Businsassen starben, darunter 22 Kinder, 24 weitere wurden verletzt. Im Reisebus befanden sich 52 Personen, die meisten von ihnen Schüler aus zwei Dörfern in Flandern. In Val d′Anniviers hatten die Reisenden ihre Wintersportferien verbracht und befanden sich auf der Rückreise nach Belgien. Die ganze Nacht waren mehr als 200 Rettungskräfte im Einsatz. Verletzte wurden mit Dutzenden von Krankenwagen und sieben Rettungshelikopter in die umliegenden Krankenhäuser gebracht. Unter den Toten sind auch die beiden Fahrer des 2002 gebauten Reisebus der Marke Van Hool sowie die vier erwachsenen Begleitpersonen der Reisegruppe.

Angehörige der Opfer sind auf dem Weg in die Unfallregion. Psychologen für ihre Betreuung stehen bereit. Doch auch viele der Retter bedürfen der psychologischen Hilfe. Sie seien, so Jean-Pierre Deslarzes, der medizinische Leiter der kantonalen Walliser Rettungsorganisation (KWRO), vor allem dadurch traumatisiert, dass die meisten der Opfer Kinder seien.

Der Walliser Grosse Rat und die Vereinigte Bundesversammlung eröffneten ihre Sitzungen mit einer Schweigeminute. «Wir haben mit grosser Bestürzung vom schweren Unglück des belgischen Reisebus im Wallis erfahren», erklärte Nationalratspräsident Hansjörg Walter, Staatsratspräsident Jacques Melly kondolierte den Angehörigen der Verletzten und den Hinterbliebenen der Toten. Durch die Tragödie werde das gesamte Volk des Wallis tief getroffen, sagte Melly. Seit einem Gletschersturz beim Bau des Staudammes von Mattmark in den 1960er Jahren hat im Wallis kein Unglück mehr so viele Menschenleben auf einmal gefordert.

Der belgische Ministerpräsident Elio Di Rupo sprach von „einem sehr traurigen Tag für Belgien“. Die belgische Regierung will 82 Angehörige in die Schweiz bringen lassen, zwei Militärflugzeuge sollen am frühen Nachmittag am Flughafen Genf eintreffen.

Die Ursache des Unglücks ist noch unklar, doch scheidet eine Lenkzeitüberschreitung offenbar aus. Der belgische Staatssekretär Melchior Wathelet sagte der Nachrichtenagentur Belga: „Es scheint, dass also die Vorschriften über die Ruhe- und Fahrzeit eingehalten wurden“. Die beiden Fahrer seien am Tag vor dem Unglück in Val d′Anniviers eingetroffen. Wathelet zufolge ist es unwahrscheinlich, dass der Fahrzeuglenker übermüdet gewesen oder eingeschlafen sei. Das Fahrzeug sei mit den vorgeschriebenen Sicherheitsgurten ausgestattet gewesen.

Bild vom Tunneleingang

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Busunfall im Sierre-Tunnel“

Bearbeiten Themenverwandte Artikel

  • Portal:Verkehrsunfälle
  • Portal:Schweiz

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February 29, 2012

Costa Allegra wird nach Brand zu Seychelleninsel geschleppt

Costa Allegra wird nach Brand zu Seychelleninsel geschleppt

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Veröffentlicht: 23:09, 29. Feb. 2012 (CET)
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Die Costa Allegra

Madagaskar / Seychellen, 29.02.2012 – Nach sechs Wochen kam es wieder zu einer Havarie auf einem Schiff der Reederei Costa Crociere. Diesmal traf es die „Costa Allegra“. Das Kreuzfahrtschiff war am Montagvormittag auf dem Weg von Madagaskar zur Seychellen-Hauptinsel Mahé im Indischen Ozean, als im Motorraum der „Costa Allegra“ ein Feuer ausbrach, das nach kurzer Zeit gelöscht werden konnte. Das Schiff konnte jedoch anschließend nicht mehr gesteuert werden. Die Stromversorgung und die Klimaanlage fielen aus. Mit Hilfe eines eingeflogenen Generators sollte zumindest die Funktionsfähigkeit der Toiletten wiederhergestellt werden.

Die große Hitze in den tropischen Breiten macht den Passagieren zu schaffen. „Die Wärme mit 30 Grad draußen ist erdrückend, aber im Inneren muss es noch schlimmer sein“, sagte Alain Derveute, der Kapitän des französischen Trawlers „Trevignon“, der gemeinsam mit zwei anderen Booten das manövrierunfähige Kreuzfahrtschiff abschleppt. Hoher Wellengang durch die Ausläufer des Tropensturms „Irina“ erschwert die Fahrt des Konvois. Dieser kommt mit fünf Knoten – das sind etwa neun Kilometer pro Stunde – nur langsam vorwärts.

An Bord des seit 43 Jahren fahrenden Schiffs sind 1.049 Personen: 636 Passagiere – unter ihnen 97 Österreicher und 38 Deutsche – und 413 Besatzungsmitglieder. Der Zwischenfall weckt Erinnerungen an die vor sechs Wochen vor der Insel Giglio verunglückte „Costa Concordia“, doch anders als im Falle des am 13. Januar gekenterten Kreuzfahrtschiffes hat der Kapitän der „Costa Allegra“ sofort den Seenotfall ausgerufen. Der französische Fischtrawler „Trevignon“ erreichte das Schiff schon nach einigen Stunden. An Bord der Allegra befinden sich zum Schutz vor Piraten auch neun bewaffnete italienische Marinesoldaten.

Das Schiff sollte zunächst zur Insel Desroches gebracht werden, dieser Plan wurde wegen fehlendem Platz auf der Insel und aus Sicherheitsgründen verworfen. Stattdessen wird direkt die Insel Mahé angesteuert. Die Seychelleninsel war das nächste planmäßige Ziel der Reise, die durch den Sueskanal ins italienische Savona führen sollte. Die „Trevignon“ wird, unterstützt von den beiden Schleppern, die „Costa Allegra“ am Donnerstag zur Insel Mahé, der größten Insel der Seychellen, bringen. Bis dahin wird das Kreuzfahrtschiff zweimal am Tag durch Hubschrauber mit frischen Lebensmitteln versorgt.

Währenddessen fordert der italienische Verbraucherschutzverband Codacons bereits eine Entschädigung für die Passagiere. Nach vielen unterschiedlichen Eigentümern gehört das umgebaute, frühere Containerschiff heute der Costa Crociere S.p.A., ist allerdings an die zum Konzern gehörige Reederei Pasquet Cruises verpachtet. Die „Costa Marina“ (mittlerweile „Harmony Princess“) ist ein Schwesterschiff.

Costa.Allegra.Shanghai.jpg Costa Allegra in Split on 2011-07-08 (2).jpg


Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Brände
  • Italien: Kreuzfahrtschiff läuft auf Grund – 70 Passagiere werden vermisst (14.01.2012)

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February 26, 2012

Antarktis: Brasilianische Forschungsstation ausgebrannt – zwei Marineangehörige kommen ums Leben

Antarktis: Brasilianische Forschungsstation ausgebrannt – zwei Marineangehörige kommen ums Leben

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Veröffentlicht: 20:28, 26. Feb. 2012 (CET)
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Militär- und Forschungsstation Comandante Ferraz (Archivbild)

König-Georg-Insel (Antarktika), 26.02.2012 – Am Samstagmorgen brach im Maschinenraum der von Brasilien in der Antarktis betriebenen Militär- und Forschungsstation „Estação Antártica Comandante Ferraz“ ein Feuer aus (Bild). Zwei Marineangehörige wurden dabei getötet, eine weitere Person verletzt.

Mit Hubschraubern wurden 44 Forscher auf die chilenische Forschungsstation „Eduardo Frei“ ausgeflogen. Der chilenische Verteidigungsminister Andres Allamand gab bekannt, dass das Feuer die brasilianische Station völlig zerstört habe. Die Löscharbeiten wurden wegen schlechten Wetters unterbrochen, so ein Sprecher der argentinischen Marine. Der brasilianische Stationskommandant bleibt mit zwölf Marinesoldaten zunächst in der chilenischen Forschungsstation, um die Unglücksursache zu klären und die Leichen zu bergen.

Die abgebrannte Station Estação Antártica Comandante Ferraz befindet sich auf King George Island, an der Baía do Almirantado (Admirality Bay). Sie wurde vom Forschungsschiff Barão de Teffé auf die Insel transportiert und nahm am 6. Februar 1984 ihren Betrieb auf. Die Anlage umfasst 2.600 Quadratmeter und besteht aus mehreren Modulen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Antarktika
  • Portal:Brände

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January 14, 2012

Italien: Kreuzfahrtschiff läuft auf Grund – 70 Passagiere werden vermisst

Italien: Kreuzfahrtschiff läuft auf Grund – 70 Passagiere werden vermisst

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Veröffentlicht: 18:47, 14. Jan. 2012 (CET)
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Die Costa Concordia im Jahr 2009

Toskana (Italien), 14.01.2012 – Gestern havarierte gegen 21:30 Uhr vor der Insel Giglio an der Küste der Toskana das Kreuzfahrtschiff Costa Concordia. An Bord waren 3.200 Passagiere und 1.023 Besatzungsmitglieder. Auf dem 290 Meter langen Schiff kam es zu einem Stromausfall, danach kam es vom Kurs ab.

Augenzeugen sprechen davon, dass ein Felsen gerammt wurde. Auf der linken Seite hat sich das Schiff einen etwa 70 Meter langen Riss zugezogen. Nachdem Wasser eingedrungen war, legte sich das Schiff zur Seite. Gemeldet werden mehrere Tote; 70 Personen sind vermisst, 30 verletzt. 500 Deutsche und 1.000 Italiener sollen an Bord gewesen sein, als die Costa Concordia nahe dem Hafen der Insel Giglio verunglückte. Über deutsche Opfer ist derzeit nichts bekannt. Nach dem Unglück sagte eine Frau, es sei wie auf der Titanic gewesen. Es soll Kämpfe um die Schwimmwesten gegeben haben, Personen seien panisch ins Wasser gesprungen.

Die Taufe des Schiffes fand am 7. Juli 2006 im römischen Hafen Civitavecchia statt. Von diesem Hafen war der Kreuzfahrer am Freitag aufgebrochen. Seit heute Morgen läuft eine große Rettungsaktion, an der auch Hubschrauber beteiligt sind.

Bilder von der verunglückten Costa Concordia

Mehr Bilder

Notfallnummern für Angehörige: Krisen-Hotline des Auswärtigen Amtes: 030-18170; Bereitschaftsdienst des Generalkonsulates in Mailand: 0039-335-6255622; Bereitschaftsdienst der Deutschen Botschaft Rom: 0039-335-7904170.

Links[Bearbeiten]

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Italien

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November 10, 2011

Bergsteigerdrama am Mont Blanc endet tragisch

Bergsteigerdrama am Mont Blanc endet tragisch

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Veröffentlicht: 18:48, 10. Nov. 2011 (CET)
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Mont Blanc (Archivbild)

Chamonix (Frankreich) / Courmayeur (Italien), 10.11.2011 – Die Suche nach den beiden seit sechs Tagen am Mont-Blanc vermissten Bergsteigern endete tragisch. Rettungsmannschaften konnten die wegen schlechten Wetters am Mont Blanc festsitzenden Bergsteiger nur noch tot bergen. Die beiden Leichen wurden in einem Hohlraum unterhalb eines schneebedeckten Grates an der Walkerspitze in über 4.000 Metern über dem Meeresspiegel gefunden. Sie waren von etwa 30 cm Schnee bedeckt, den ein Suchhubschrauber dann aufgewirbelt hat. Dadurch wurde die Entdeckung eines roten Zipfels eines Anoraks ermöglicht.

Die Gendarmerie in Chamonix teilte der Presse mit, dass die beiden Bergsteiger nur ihre Kocher und Wasserflaschen bei sich gehabt hätten und nicht ihre Schlafsäcke. Es werde deshalb vermutet, dass die beiden Franzosen, ein ortskundiger Führer und eine Bergsteigerin aus Paris – beide galten als erfahrene Bergsteiger –, beim Versuch des Abstieges starben. Sie waren am 3. November über die Linceuil-Route an der Grandes-Jorasses-Nordwand aufgestiegen und wurden beim Abstieg von einem Unwetter überrascht.

An der Stelle, an der der 47-jährige Olivier Sourzac und die 44-jährige Charlotte Demetz gefunden wurden, hatte die Bergwacht bereits am Montag (7. November) gesucht. Man gehe davon aus, dass die beiden Bergsteiger schon damals nicht mehr am Leben gewesen seien, da sie sich ansonsten beim Hören der Rotorblätter bemerkbar gemacht hätten. Das letzte Lebenszeichen war am vergangen Freitag (4. November) telefonisch eingegangen, doch dann war offensichtlich der Akku von Sourzacs Mobiltelefon erschöpft. Die gefundenen Leichen hatten eine Temperatur von null Grad. Man geht nach einem italienischen Medienbericht davon aus, dass Sourzac und Demetz bereits in der Nacht vom Samstag auf Sonntag erfroren seien.

Starker anhaltender Wind mit Geschwindigkeiten von 80 Kilometern pro Stunde hatte den Einsatz von Helikoptern über Tage hinweg unmöglich gemacht. Auch aufsteigende Retter der Bergwacht zu Fuß, unter ihnen Sourzacs Bruder Bruno, mussten umkehren, weil am Berg hohe Lawinengefahr herrschte.

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August 16, 2011

Tegelbergbahn fährt nach Rettungsaktion wieder

Tegelbergbahn fährt nach Rettungsaktion wieder

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Veröffentlicht: 15:11, 16. Aug. 2011 (CEST)
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Tegelbergbahn

Bergstation

Schwangau (Deutschland), 16.08.2011 – Nach der spektakulären Rettungsaktion hat die Tegelbergbahn nun doch unerwartet rasch wieder den Betrieb aufgenommen. Letzte Woche war noch befürchtet worden, die Bahn könnte bei dem Zusammenstoß durch den 2-sitzigen Tandem-Gleitschirm erheblich beschädigt worden sein. Glücklicherweise haben sich diese Befürchtungen nicht als begründet erwiesen, jedoch musste der Gleitschirm, der sich fest in den Seilen verheddert, hatte zuerst so entfernt werden, dass die Seile dabei nicht weiter in Mitleidenschaft gezogen wurden, wofür eine Spezialfirma angereist war. Nach einer Überprüfung durch den TÜV am Sonntag gab es dann offenbar grünes Licht, so dass die Bahn ab Montag wieder wie gewohnt im Einsatz war.
Ab 9 Uhr morgens bringt die Tegelbergbahn nun wieder täglich bei gutem Wetter Wanderer, Touristen sowie Gleitschirmflieger auf den 1881 m hohen Berg in der Nähe des berühmten Schloss Neuschwanstein.

Der Verursacher des Unfalls, ein 54-jähriger Gleitschirmflieger hatte sich nach seiner Rettung in die Schweiz zurückgezogen, was von einigen Medien als ‘Flucht’ interpretiert wurde. Tatsächlich, so betont auch die ermittelnde Polizei, ist dies keine zutreffende Darstellung, da er dort seinen Wohnsitz hat und eine weitere fliegerische Betätigung am Tegelberg für ihn auf absehbare Zeit ausgeschlossen sein dürfte. Der Geschäftsführer der Tegelbergbahn ärgerte sich indessen darüber, dass er den Piloten des Tandems nach dem Vorfall telefonisch nicht erreichen konnte, um zumindest Versicherungsrechtliches zu klären; er gibt den Umsatzausfall für die Bergbahn mit etwa 80.000 Euro an.

Pikant an dem Geschehen ist, dass es sich um einen Flug für den Bayrischen Rundfunk gehandelt hat. Der Passagier war Helge Roefer der in der Sendung „Schwaben & Altbayern“ des BR-Fernsehens den „Saupreiß“ spielt, die schalkhafte Figur eines Hamburgers der Bayern erkundet. Es sollte eine 4-minütige Episode von einem zweiten Gleitschirm aus gedreht werden, wozu es jedoch nicht mehr kam.

Bilder der Rettungsaktion (Polizeivideo):

Tegel-polvideo05.jpg
Tegel-polvideo06.jpg
Tegel-polvideo03.jpg

Weitere Fotos:

Schaulustige bei der Startrampe etwa eine halbe Stunde nach der Kollision (Webcambild)

Ein doppelsitziger Gleitschirm startet am Tegelberg zu einem Flug

Antrieb der Tegelbergbahn in der Bergstation

(itu)

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  • aktuelle Onlinequellen &
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August 14, 2011

Chaos am Tegelberg: Gleitschirm fliegt in Seilbahn

Chaos am Tegelberg: Gleitschirm fliegt in Seilbahn

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Veröffentlicht: 11:56, 14. Aug. 2011 (CEST)
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Tegelbergbahn

Schwangau (Deutschland), 14.08.2011 – Nahe dem Schloss Neuschwanstein ist am Freitagmittag, dem 12. August, ein Gleitschirm in die Seile der Tegelbergbahn geflogen und hat damit eine umfangreiche Rettungsaktion ausgelöst.

Der zweisitzige Gleitschirm kollidierte am Freitag gegen 13 Uhr mit den Seilen der Kabinenbahn, worauf sich dieser zum Glück für die daran Hängenden verfing und ein weiterer Absturz verhindert wurde. Die beiden Gleitschirmflieger konnten von der Bergwacht gerettet werden. Der Pilot des Tandemschirms blieb unverletzt, während sein Passagier eine Gehirnerschütterung erlitt.

Beim Zusammenstoß wurde von einer Sicherheitseinrichtung der Seilbahn eine sofortige Blockierung ausgelöst, so dass die Kabinen nicht zu der Tal- bzw. Bergstation gefahren werden konnten. Die Passagiere in den Kabinen saßen fest.

Da man die Bahn anschließend nicht wieder in Betrieb brachte, mussten die Insassen der beiden Bahnkabinen anderweitig evakuiert werden. Die 30 Insassen der weiter unten am Berghang befindlichen Gondel konnten in den folgenden Stunden am Freitag befreit werden. Sie wurden von Angehörigen der Bergwacht abgeseilt. Bei der oberen Gondel gestaltete sich die Evakuierung dagegen schwierig. Ein Abseilen war wegen des felsigen Untergrunds problematisch. Gleichzeitig waren die Windverhältnisse so ungünstig, dass sie den Einsatz der Hubschrauber dort bis zum Abend nicht zuließen. Die 19 Passagiere mussten zusammen mit dem Kabinenführer die Nacht in der Gondel verbringen. Bei Einbruch der Nacht seilten sich Bergretter in einer anspruchsvollen Aktion zur Gondel ab. Sie brachten Lebensmittel, Decken und Spielzeug zu den Eingeschlossenen. Es gab ständigen Sprechkontakt zur Talstation. Nach insgesamt 17 Stunden unfreiwilligem Aufenthalt in der 12 Quadratmeter großen Kabine konnten alle am Samstag bei Tagesanbruch mit dem Hubschrauber über eine Seilwinde evakuiert werden, wobei niemand verletzt wurde. Panik gab es dabei zu keinem Zeitpunkt, die Urlauber im Alter von 4 bis 75 Jahren blieben insgesamt gefasst. Ein Polizeisprecher berichtet, er habe nur in strahlende Gesichter geblickt.

Mit insgesamt 250 Einsatzkräften von Bergwacht, Polizei, Feuerwehr, THW und Rotem Kreuz dürfte es sich um die aufwändigste Rettungsaktion in der Geschichte der Tegelbergbahn handeln. Jedoch gab es auch in der Vergangenheit schon Unfälle von Luftsportpiloten und Bergwanderern am Tegelberg.

Mindestens vier Hubschrauber waren im Einsatz (nach Angaben der Augsburger Allgemeine waren es acht). Mit dem Hubschrauber wurden auch 130 Bergwanderer ins Tal befördert, die am Freitag nicht mehr mit der Bahn zurück ins Tal fahren konnten.

Über die Ursache der Kollision herrscht derweil Spekulation. Fest steht, dass der verantwortliche Pilot, ein 54-Jähriger mit Wohnsitz in der Schweiz, aus dem Start heraus Probleme hatte und der Tandemschirm sogleich in Richtung der Gipfelstation drehte, ohne dass der Pilot rechtzeitig die volle Kontrolle über sein Luftsportgerät erlangte. Schlechte Windverhältnisse waren dabei nicht die Ursache.

Ob eine fahrlässige Handlung des Piloten vorliegt, wird nun ermittelt. Der finanzielle Schaden dürfte beträchtlich sein. Neben den möglichen Kosten der Rettungsaktion ist zur Zeit noch unklar, inwieweit die Seile der Tegelbergbahn in Mitleidenschaft gezogen wurden. Allein ein längerer Stillstand schlägt nicht unerheblich zu Buche, da die Bergbahn bei gutem Wetter den Großteil ihres Umsatzes mit der Beförderung von Bergwanderern erwirtschaftet.

Schlimmer wäre es, wenn tatsächlich eines der Stahlseile ausgetauscht werden müsste, dann droht auch ein Stillstand von bis zu zwei Monaten. Der Geschäftsführer der Tegelbergbahn, Franz Bucher: „Wenn das Zugseil, das wir erst vor kurzem ersetzt haben, kaputt ist, dann stehen wir zwei Monate still.“ Was das bedeute, könne man sich ausrechnen. „Jetzt ist unsere Hauptzeit mit 2.000 Gästen pro Tag.“ Das Seil wird jetzt zunächst von einem italienischen Experten begutachtet.

Wie sich mittlerweile herausstellte, erfolgte der Start von der 890 Meter über dem Tal liegenden Bergstation im Rahmen von Dreharbeiten des Bayrischen Rundfunks, der auch selbst über das Unglück berichtete. Bei dem verletzten Passagier handelte es sich demnach um einen 35-jährigen Reporter. Die Polizei will nun auch prüfen, inwieweit ein Einfluss der Dreharbeiten auf das Geschehen in Betracht kommt.

(itu)

Landung des ADAC-Hubschraubers am Startplatz der Gleitschirm- und Drachenflieger (Webcambild)

Schloss Neuschwanstein am Tegelberg

Polizeihubschrauber am Tegelberg (Archivbild)

Polizeihubschrauber am Tegelberg (Archivbild)

Mit solch einer Winde wurden die Insassen der Bahn befreit

Fehler: Dieser Artikel hatte bei seiner Veröffentlichung falsche Tagesangaben, die mittlerweile korrigiert wurden. Wir entschuldigen uns für mögliche Verwirrungen.

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  • Onlineartikel zum Thema
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August 7, 2011

Dorsten: Vierjähriger Junge fast im Auto verbrannt

Dorsten: Vierjähriger Junge fast im Auto verbrannt

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Veröffentlicht: 09:11, 7. Aug. 2011 (CEST)
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Dorsten (Deutschland), 07.08.2011 – Ein 30-jähriger Vater ließ seinen 4-jährigen Sohn am Samstagvormittag im verschlossenen Auto auf dem Parkplatz zurück, während er Einkaufen war. Im Kleinwagen brach ein Feuer aus. Der kleine Junge erlitt Brandverletzungen zweiten und dritten Grades, er musste mit dem Rettungshubschrauber in eine Bochumer Klinik geflogen werden. Nach Angaben der behandelnden Ärzte seien 70 Prozent der Hautfläche verbrannt.

Als der Vater zurück kam, bemerkte er eine starke Rauchentwicklung. Panisch versuchte er das Kind zu befreiten. Noch vor Eintreffen der Einsatzkräfte gelang es ihm, unterstützt durch einen belgischen Feuerwehrmann, sein Kind über die Heckklappe aus dem Fahrzeug zu holen. Er zog sich dabei Verbrennungen an den Händen zu und wurde ambulant versorgt.

Die Ermittlungen werden durch die Mordkommission Recklinghausen übernommen. Nach ersten Ergebnissen scheidet ein Fremdverschulden und ein technischer Defekt aus. Der Brand dürfte durch das Kind selbst verursacht worden sein. Ein Polizeisprecher: „Dem ersten Anschein nach begann das Feuer im Vorderraum des Wagens“.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Brände
  • Portal:Nordrhein-Westfalen
  • Portal:Unfälle

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