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May 11, 2011

Weltweite Spekulationen um Rohstoffpreise

Weltweite Spekulationen um Rohstoffpreise

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Veröffentlicht: 20:19, 11. Mai 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 11.05.2011 – Laut Jürgen Koch, Zertifikateexperte bei der Royal Bank of Scotland (RBS), ist der Goldpreis seit dem Tief 1999 auf das Sechsfache, der Silberpreis seit 2001 um mehr als das 10-fache gestiegen. Dies gebe verstärkt Anlass zu Spekulationen hinsichtlich der weiteren Preisentwicklung, zumal die Edelmetalle auch beim Einsatz in der Industrie eine Bedeutung haben. Bis vor einer Woche fiel der Spotpreis für Silber an der Börse jedoch um rund 30 Prozent gegenüber dem Höchststand Ende April, der bei 48,85 US-Dollar gelegen hatte.

Nach einem Anstieg der Ölpreise – der Preis für die US-Referenzsorte West Texas Intermediate (WTI) war innerhalb eines Tages um sechs Prozent gestiegen – verteuerte die Rohstoffbörse Chicago Mercantile Exchange (CME) die Sicherheitsleistungen für Rohölkontrakte, um weitere Spekulationen zu bekämpfen. Dadurch sind die Kosten für Spekulanten bei Rohöl seit Februar 2011 um zwei Drittel gestiegen.

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May 6, 2011

Rohstoffpreise stark gefallen

Rohstoffpreise stark gefallen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Rohstoffpreise stark gefallen

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Veröffentlicht: 06:14, 6. Mai 2011 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 06.05.2011 – An den Rohstoffmärkten verbilligen sich Rohstoffe wie Gold, Silber und Rohöl diese Woche stark. Der Ölpreis sank allein am Donnerstag um 9,4 Prozent, Gold wurde drei Prozent billiger.

Hintergrund der nachlassenden Nachfrage nach Gold und Silber ist die Furcht der Anleger vor einer Abkühlung der Weltkonjunktur. Aktuell wurde diese Befürchtung durch schwache US-Arbeitsmarktdaten geschürt. Eine wachsende Zahl von Arbeitnehmern in den Vereinigten Staaten beantragte demnach Arbeitslosengeld. In diesem Kontext ist nach Ansicht von Marktbeobachtern auch die Preisentwicklung beim Rohöl zu sehen, das am Donnerstag stark nachgab. Ein Barrel Rohöl der Nordseesorte Brent kostete am gestrigen Nachmittag 114 US-Dollar. Am Mittwoch hatte der Preis dafür noch um sieben US-Dollar höher gelegen.

Eine ähnliche Entwicklung war bei den Agrar-Rohstoffen, wie Kakao und Zucker, zu beobachten. Ausdruck der allgemeinen Entwicklung ist entsprechend auch ein erneuter Kursverfall des Euro, der um fast drei Cent auf rund 1,46 Dollar nachgab.

Gestützt wurde der Goldpreis jedoch weiterhin durch das anhaltende Interesse der nationalen Notenbanken an dem Edelmetall. So baute die mexikanische Notenbank ihren Vorrat um 93,3 Tonnen Gold aus, was einer Vervielfachung der aktuellen Bestände gleichkommt. Auch die Notenbanken Russlands und Thailands kauften Gold hinzu. Die Goldkäufe sehen Analysten vor dem Hintergrund, dass die Notenbanken ihre Abhängigkeit vom US-Dollar verringern wollen.

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March 2, 2011

Gazprom: Russischer Gasgigant expandiert

Gazprom: Russischer Gasgigant expandiert

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Veröffentlicht: 15:18, 2. Mär. 2011 (CET)
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Moskau (Russland), 02.03.2011 – Die Lieferungen von Gazprom nach Europa sollen 2011 von 140 Milliarden Kubikmeter auf über 152 Milliarden Kubikmeter steigen. Der Preis je 1.000 Kubikmeter soll von 308 Dollar auf künftig 352 Dollar (258 Euro) steigen. Das gab ein Konzernsprecher am 11. Februar 2011 in Moskau bekannt.

Europa deckt 25 Prozent seines Gasbedarfs mit russischem Gas. Bei der Preisgestaltung orientiert sich der Konzern am Ölpreis; dieser stieg nach den Unruhen im Nahen Osten auf 115,50 Dollar je Barrel. Die Preise am Spotmarkt will Gazprom bei dieser Berechnung nicht einbeziehen. Der Endverbraucher muss sich daher auf deutliche Preiserhöhungen einstellen.

Am Dienstag, dem 1. März 2011, wurde bei einer Auktion ein Gasfeld in Sibirien zum Preis von 560 Millionen Euro erworben. Damit sichert sich der Konzern die Förderrechte zu einem Bruchteil des in der Branche üblichen Preises. Ab 2015 soll der Markt in China von hier mit Gas versorgt werden. Peking will jährlich bis zu 68 Milliarden Kubikmeter russisches Gas abnehmen. Gazprom wird dann weniger abhängig vom europäischen Markt sein.

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February 21, 2011

Libyen versinkt im Chaos: 60 Tote nach Massenprotesten

Libyen versinkt im Chaos: 60 Tote nach Massenprotesten

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Veröffentlicht: 20:54, 21. Feb. 2011 (CET)
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Tripolis / Bengasi (Libyen), 21.02.2011 – Die Lage in Libyen eskaliert. Das Regime des seit über 40 Jahren herrschenden libyschen Staatspräsidenten und Revolutionsführers Muammar al-Gaddafi geht mit brutaler Härte gegen Demonstranten vor. Die arabische Nachrichtenagentur Al Jazeera spricht unter Berufung auf Rettungskräfte von mindestens 60 Toten allein in der libyschen Hauptstadt Tripolis am Montag. Der Sohn des Machthabers, Saif al-Islam al-Gaddafi, bestätigte heute 14 Tote in Tripolis und 84 in Benghazi. Die Proteste haben inzwischen auf andere Städte übergriffen. Das ganze Land ist in Aufruhr. Augenzeugen berichteten von Gewehrfeuer gegen Demonstranten.

Das deutsche Auswärtige Amt warnt vor Reisen in das arabische Land. Die Bundesregierung Deutschlands forderte alle Deutschen auf, das Land zu verlassen. Die Außenminister der Europäischen Union einigten sich am Montag darauf, für alle EU-Bürger eine Reisewarnung für Libyen auszusprechen. Österreichische Staatsbürger sollen mit einer Maschine des Bundesheeres ausgeflogen werden. Auf einem Linienflug waren bereits 136 Passagiere nach Österreich gebucht. Da aber wesentlich mehr Bürger Österreichs ausreisen wollten, wurde die Militärmaschine bereitgestellt.

Der Justizminister Libyens, Mustafa Mohamed Abud al-Dscheleil, hat nach Angaben der libyschen Zeitung „Kurina“ aus Protest gegen das rücksichtslose Vorgehen der eigenen Regierung gegen die Demonstranten seinen Rücktritt von seinem Ministeramt erklärt. Ein libyscher Diplomat, Ahmad Jibreel, bestätigte diese Information gegenüber Al Jazeera.

Auch nach der Ankündigung von Reformen durch den Sohn des Präsidenten, Saif al-Islam al-Gaddafi, der neben neuen Strafgesetzen Reformen bei Presse- und Bürgerfreiheiten ankündigte, setzten sich die Massenproteste der letzten Tage auch am heutigen Montag fort. In Tripolis wurden Gebäude des staatlichen Radio- und Fernsehsenders gestürmt und verwüstet, erklärte ein Reuters-Reporter. In verschiedenen Landesteilen setzten Demonstranten Polizeireviere und öffentliche Gebäude in Brand. Das sagten Augenzeugen der Nachrichtenagentur AFP. In der Nähe des Stadtzentrums in Tripolis ging der sogenannte Saal des Volkes in Flammen auf. Die Menschenrechtsorganisation „Föderation der Menschenrechtsligen“ (FIDH) erklärte in Paris, mehrere Städte seien unter Kontrolle von Rebellen. Eine offizielle Bestätigung gibt es dafür nicht.

Seif el Islam warnte in seiner Ansprache im Fernsehen vor einem Bürgerkrieg, die Demonstranten selbst bezeichnete er als „militante Islamisten“. In der Ansprache warnte er außerdem vor einem möglichen Eingreifen der USA und der NATO: „Ihr glaubt doch wohl nicht ernsthaft, dass die Europäer, die USA und die Nato islamische Emirate an der Küste des Mittelmeeres dulden werden? Nein, ich versichere euch, dass die Flotten der Amerikaner und Europäer auf dem Weg zu euch sind und dass sie euer Land besetzen werden. Sie werden dieses ganze Chaos beenden.“ Bisher führten die Einschüchterungsversuche und Maßnahmen der Regierung zur Niederschlagung der Proteste jedoch nicht zu einer Beruhigung der Lage. Die Zahl der Demonstranten nimmt seit Tagen eher zu. Das Gaddafi-Regime hat offenbar einen schweren Stand. Aus der zweitgrößten Stadt Banghazi berichten Medien von Verbrüderungsszenen zwischen Armee und Demonstranten.

Nach Angaben der türkischen Regierung wurden türkische Unternehmen in Libyen von Aufständischen geplündert. Ausländische Unternehmen begannen angesichts der gewalttätigen Auseinandersetzungen in Libyen damit, ihre Mitarbeiter aus Libyen abzuziehen, darunter die BASF-Tochter Wintershall, RWE und Siemens. Wintershall kündigte an, die Erdölförderung in dem Land herunterzufahren. Auch der britische Energiekonzern BP begann damit, Mitarbeiter aus Libyen abzuziehen. Auf dem internationalen Rohölmarkt zogen die Preise an. Libyen ist eines der größten Erdölexportländer im Nahen Osten, aus dem vor allem Europa den wertvollen Rohstoff bezieht. Täglich werden in Libyen 1,6 Millionen Barrel Rohöl gefördert. Die Bundesrepublik Deutschland ist mit 12,8 Prozent der Importe aus Libyen zweitgrößter Importeur von Rohöl hinter Italien mit 40 Prozent. Die Einnahmen des libyschen Staates stammen zu 95 Prozent aus dem Erdölgeschäft mit Europa.

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March 13, 2008

Wachsende Besorgnis über Dollarschwäche – Euro auf Allzeithoch

Wachsende Besorgnis über Dollarschwäche – Euro auf Allzeithoch

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Veröffentlicht: 23:36, 13. Mär. 2008 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 13.03.2008 – Der Euro erreichte heute mit einem Kurs von erstmals über 1,56 US-Dollar einen historischen Höchststand (Der Spitzenwert betrug kurzfristig 1,5625 US-Dollar). Umgekehrt bedeutete das für den US-Dollar eine enorme Beschleunigung seiner Talfahrt. Erstmals konnte man in Japan einen Dollar für 100 Yen kaufen. Wirtschaftsexperten warnen vor den wirtschaftlichen Folgen der Dollarschwäche.

Inzwischen gibt es bereits Überlegungen der Golfstaaten, den Dollar als Leitwährung abzulösen. Diese Option verunsichert die globalen Märkte. Ein Faktor trägt ebenfalls zur Unsicherheit der globalen Finanzmärkte bei: die gleichzeitige Verteuerung des Rohöls bei anhaltender Dollarschwäche. Der Preis für ein Barrel der US-Rohölsorte WTI stieg erstmals auf über 111 US-Dollar.

Allgemein wird angesichts dieser Situation ein Eingreifen der Zentralbanken erwartet. Peter Bofinger, Mitglied im Sachverständigenrat der Bundesregierung, sagte gegenüber der Financial Times Deutschland, die Europäische Zentralbank (EZB) sollte alleinige Schritte in Betracht ziehen, wenn sich die nationalen Zentralbanken nicht auf ein koordiniertes Vorgehen einigen könnten. Die EZB hat jedoch zuletzt die Position vertreten, dass für eine Zinssenkung angesichts der Inflationsgefahren kein Spielraum bestehe. „Übermäßige Wechselkursschwankungen sind unerwünscht für das globale Wachstum“, hatte sich EZB-Präsident Jean-Claude Trichet in den vergangenen Tagen vernehmen lassen (zitiert laut sueddeutsche.de).

Für Deutschland bedeutet die Dollarschwäche eine größere Unsicherheit in Bezug auf die exportorientierte Industrie, deren Waren sich im Ausland bei sinkenden Dollarkursen verteuern. Dies betrifft besonders die deutsche Automobilindustrie. Aber auch die Position der besonders energieintensiven Industriezweige wie Metallverarbeitung und chemische Industrie sind von einer gleichzeitigen Dollarschwäche bei steigenden Energiepreisen betroffen.

Gleichzeitig profitieren einige Industriezweige von dem schwachen Dollar, weil sich die Rohöl- und Rohstoffpreise beim Einkauf nicht so stark auswirken.

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March 1, 2008

Der Ölpreis erreicht neue Höchststände

Filed under: New York,Ölpreis,Themenportal Wirtschaft,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Der Ölpreis erreicht neue Höchststände

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Veröffentlicht: 21:01, 1. Mär. 2008 (CET)
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New York (Vereinigte Staaten), 01.03.2008 – Die Rohöl-Preise in New York stiegen am Donnerstag, dem 28. Februar 2008, auf den neuen Rekordwert von 102,59 US-Dollar. Der Preis erhöhte sich sogar noch in den Stunden nach Handelsschluss. In weniger als einem Monat sind die Preise somit um zehn US-Dollar gestiegen, diese Werte liegen unter Berücksichtigung der Inflation über den Rekordhöhen in den 1980-er Jahren. Nach Informationen der Internationalen Energie-Agentur betrug der bisherige Rekordpreis 102,53 US-Dollar, ebenfalls unter Berücksichtigung der Inflation.

Der schwache Dollar wird als eine wesentliche Ursache für diesen Anstieg gewertet. Der Kongressabgeordnete Ron Paul aus Texas stellte gegenüber dem Federal Reserve chairman Ben Bernake während eines Kommissionstreffens in dieser Woche heraus, dass der Ölpreis im Vergleich zum Goldpreis nur schwach gestiegen sei.

Ebenso wurde die steigende Nachfrage nach Öl als Grund für den Preisanstieg genannt. Ein Ausbruch von Gewalt in Nigeria Anfang des Jahres hatte dazu geführt, dass das Land einen Rückgang der Produktion um fast ein Viertel zu verzeichnen hatte. Die letzten Informationen der Energy Information Administration haben gezeigt, dass es unter anderem eine Erhöhung der Benzin-Preise gab.

Es wurde auch vermutet, Berichte über ein Feuer an einem nationalen Gas-Terminal könnten zu dem steigenden Ölpreis beigetragen haben. Tim Evans vom Unternehmen Citigroup Futures glaubt, „dass das Feuer am britischen Erdgas-Terminal einen starken Druck auf den europäischen Markt ausgeübt hat, und das ist hier [in den Vereinigten Staaten] die Auswirkung.“

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englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 29.02.2008.

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February 20, 2008

Lukoil stoppt Öllieferungen nach Deutschland

Lukoil stoppt Öllieferungen nach Deutschland

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Veröffentlicht: 21:55, 20. Feb. 2008 (CET)
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Moskau (Russland), 20.02.2008 – Der russische Erdölkonzern Lukoil hat seine Erdöllieferungen nach Deutschland am 18. Februar 2008 eingestellt.

Offenbar will Lukoil den deutschen Generalimporteur Sunimex zu höheren Erdölpreisen zwingen. Lukoil wollte eigentlich 520.000 Tonnen Erdöl über die Druschba-Pipeline nach Schwedt/Oder liefern. Es ist unklar, ob andere russische Erdöllieferanten für Lukoil einspringen. Deutsche Raffinerien werden nunmehr versuchen, mehr Erdöl über den Seeweg zu importieren.

Bereits im Juli 2007 hatte Lukoil seine Erdöllieferungen über die Druschba-Pipeline nach Deutschland für drei Tage gestoppt, um die Erdölpreise zu erhöhen. Seinerzeit hatte es in Deutschland eine politische Diskussion über die Verlässlichkeit der russischen Erdöl- und Erdgasliegerungen gegeben.

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February 8, 2008

Gazprom droht Ukraine erneut mit Gas-Lieferstopp

Gazprom droht Ukraine erneut mit Gas-Lieferstopp

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Veröffentlicht: 13:42, 8. Feb. 2008 (CET)
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Moskau (Russland) / Kiew (Ukraine), 08.02.2008 – Der russische Energiekonzern Gazprom hat der Ukraine erneut mit einem Gas-Lieferstopp gedroht. Grund seien angeblich ausstehende Zahlungen für erhöhte Gaslieferungen.

Im Januar 2006 war es bereits zu einem russisch-ukrainischen Gasstreit gekommen, in dessen Folge es auch zu Engpässen bei den Gaslieferungen nach Westeuropa gekommen war.

Die Ukraine müsse ab Montag, den 11. Februar 2008, mit einer Unterbrechung der Gasversorgung rechnen, kündigte der Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow am Donnerstagmittag im russischen Staatsfernsehen an. Russland hatte zuvor mehrfach einen Lieferstopp angedroht.

Nachdem die Lieferungen von relativ billigem Erdgas aus Turkmenistan und Zentralasien in die Ukraine verringert wurden, musste die Ukraine mehr von dem relativ teuren russischen Erdgas einkaufen, wodurch sich der Gesamtpreis erhöhte.

Die Ukraine fordert von Russland derzeit mehr Geld für die Weiterleitung von russischem Erdgas in den Westen. Obwohl die Ukraine derzeit für russisches Erdgas etwa dreieinhalb Mal mehr als noch 2006 zahlen müsse, seien die Einnahmen aus dem Transit von russischem Erdgas nach Europa unverändert geblieben.

Daher will die neue ukrainische Ministerpräsidentin Julija Tymoschenko neue Gasverträge mit Russland aushandeln. Dazu soll der ukrainische Staatspräsident Wiktor Juschtschenko am Dienstag, den 12. Februar 2008, Gespräche über die Gasverträge in Moskau führen.

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February 1, 2008

Ölkonzerne mit Rekordgewinnen

Ölkonzerne mit Rekordgewinnen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ölkonzerne mit Rekordgewinnen

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Veröffentlicht: 23:31, 1. Feb. 2008 (CET)
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Houston (Vereinigte Staaten), 01.02.2008 – Die Mineralölkonzerne Exxon Mobil, Chevron und Shell erzielten 2007 Rekordgewinne.

ExxonMobil verbuchte im Jahr 2007 einen Gewinn von 40,6 Milliarden US-Dollar (27,4 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 404,6 Milliarden US-Dollar (273,2 Milliarden Euro).

Chevron erzielte im vergangenen Jahr einen Gewinn von 18,7 Milliarden US-Dollar (12,6 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 220,9 Milliarden US-Dollar (149 Milliarden Euro).

Der größte europäische Ölkonzern Royal Dutch Shell konnte einen Gewinn von 31,3 Milliarden US-Dollar (21,1 Milliarden Euro) bei einem Umsatz von 356 Milliarden US-Dollar (240,4 Milliarden Euro) verbuchen.

Die Gewinne der Mineralölkonzerne sprudelten insbesondere wegen des hohen Ölpreises, der von durchschnittlich 60 US-Dollar im Jahre 2006 auf über 90 US-Dollar je Barrel im Jahre 2007 angestiegen war. Das Raffineriegeschäft bescherte allen Mineralölgesellschaften rückläufige Gewinne.

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January 3, 2008

Ölpreis übersteigt die Marke von 100 US-Dollar

Filed under: New York,Ölpreis,Themenportal Wirtschaft,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Ölpreis übersteigt die Marke von 100 US-Dollar

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Veröffentlicht: 23:59, 3. Jan. 2008 (CET)
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New York (Vereinigte Staaten), 03.01.2008 – Der Ölpreis hat zum ersten Mal die Marke von 100 US-Dollar überschritten. Am 2. Januar 2008 verweilte der Preis an der Börse in New York für eine kurze Zeit bei 100 US-Dollar, um kurz danach wieder etwas abzufallen. Doch nur einen Tag später, am 3. Januar, wurde wieder ein neuer Höchststand erreicht. Für 159 Liter mussten 100,12 US-Dollar bezahlt werden. Damit stieg der Ölpreis im Jahr 2007 um insgesamt 57 Prozent.

Für die aktuelle Preisentwicklung werden politische Spannungen in einigen Förderländern sowie die scheinbar immer knapper werdenden Lagerbestände verantwortlich gemacht. Claudia Kemfert, eine Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirschaftsforschung (DIW), hält es für möglich, dass der Benzinpreis schon bald auf zwei Euro pro Liter steigt. Zwar würden die Energiekosten steigen, eine konjunkturelle Gefahr sieht sie jedoch nicht. Mit zunehmender Nachfrage könnten auch Preise von 150 oder sogar 200 US-Dollar erreicht werden.

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