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May 12, 2011

Der spanische Baukonzern ACS übernimmt Hochtief

Der spanische Baukonzern ACS übernimmt Hochtief

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Veröffentlicht: 19:14, 12. Mai 2011 (CEST)
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Essen (Deutschland), 12.05.2011 – Der monatelange Machtkampf um die Übernahme der deutschen Baufirma Hochtief durch den spanischen Konkurrenten ACS ist entschieden. Vier Aufsichtsräte von Hochtief legten kurz vor der Hauptversammlung in der Essener Grugahalle ihre Mandate nieder, weil sie keine Chance mehr sahen, die Übernahme durch ACS abzuwehren. ACS hielt bei der Hauptversammlung bereits 43 Prozent der Stimmanteile und konnte nun seine Aufsichtsratsmandate verdoppeln.

Seine Abschiedsrede nutzte der scheidende Vorstandsvorsitzende von Hochtief, Herbert Lütkestratkötter, zu einer Abrechnung mit dem Konkurrenten ACS, der nun Herr im Hause Hochtief ist. Unter seiner Führung hatte Hochtief monatelang für seine Unabhängigkeit gekämpft. In seiner Rede ließ er viele erfolgreiche Projekte des Konzerns noch einmal Revue passieren, um dann mit den Worten zu enden: „Ich hatte noch viele Pläne mit meinem Team. Nun ist es anders gekommen. Ich habe mein Bestes gegeben. Mehr ging nicht.“ Vor allem viele Aktionäre kritisierten anschließend die Übernahme mit scharfen Worten: „Wir tragen heute die Unabhängigkeit von Hochtief zu Grabe“, sagte Marc Tüngler von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW). Auch die Haltung der Gewerkschaft stieß bei den Aktionären teilweise auf Unverständnis. Der Vorsitzende der IG Bauen-Agrar-Umwelt und Hochtief-Aufsichtsrat Klaus Wiesehügel hatte bereits in einem frühen Stadium Verhandlungen mit dem spanischen Konzern ACS geführt.

Neuer Konzernchef ist der gelernte Jurist Frank Stieler.

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December 1, 2010

Feindliche Übernahme von Hochtief durch ACS steht offenbar unmittelbar bevor

Feindliche Übernahme von Hochtief durch ACS steht offenbar unmittelbar bevor

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Veröffentlicht: 16:17, 1. Dez. 2010 (CET)
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Essen (Deutschland), 01.12.2010 – Nach der Zustimmung der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu der von dem spanischen Baukonzern Grupo ACS angestrebten Übernahme der Aktienmehrheit an der deutschen Baufirma Hochtief sieht der Vorsitzende der IG Bau, Klaus Wiesehügel, keine Perspektive mehr für eine Abwehr einer feindlichen Übernahme von Hochtief durch ACS.

Die spanische ACS war auch bisher schon mit einem Aktienanteil von 30 Prozent größter Aktionär bei Hochtief. Der Versuch des spanischen Konzerns jetzt die Mehrheit der Aktien bei Hochtief zu übernehmen, stieß in Wirtschaftskreisen in Deutschland auf heftige Ablehnung. So warnten Vertreter der deutschen Bauwirtschaftsverbände vor einem „drohenden Abfluss von Ingenieurskompetenz“ ins Ausland. Es wird befürchtet, dass sich dadurch die Situation der deutschen Wirtschaft im internationalen Wettbewerb in der Bauindustrie verschlechtern könnte.

Die Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt im Deutschen Gewerkschaftsbund (kurz: „IG Bau“) befürchtet als Folge der Übernahme einen massiven Abbau von Arbeitsplätzen bei Hochtief und eine mögliche Zerschlagung von Hochtief.

Der Vorsitzende des Bauhauptverbands in Deutschland, Michael Knipper, kritisierte die Entscheidung der BaFin scharf: „Die BaFin muss sich fragen lassen, warum sie den Weg für ein Unternehmen frei macht, das nachweislich überschuldet ist und gegen das in Spanien ein Verfahren wegen Bilanzfälschung läuft.“ Auch der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages wird sich am Mittwoch im Rahmen einer Anhörung mit Möglichkeiten einer Änderung des Wertpapier- und Übernahmegesetzes befassen.

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  • Portal:Wirtschaft in Deutschland

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April 29, 2006

Übernahme des US-Konzerns Engelhard durch BASF in Gefahr

Übernahme des US-Konzerns Engelhard durch BASF in Gefahr

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BASF

Ludwigshafen am Rhein (Deutschland), 29.04.2006 – Die Übernahme des US-Konzerns Engelhard durch das deutsche Chemieunternehmen BASF ist akut in Gefahr geraten. BASF möchte das US-Unternehmens Engelhard übernehmen. Die Engelhard Corporation, ansässig in Iselin im US-Bundesstaat New Jersey, ist ein Spezialanbieter für den Katalysatormarkt und Oberflächenveredelung mit 4,2 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2004. Engelhard möchte jedoch nicht übernommen werden. Dies lässt sich aus einer Erklärung Engelhards ablesen, in der die US-Firma am Mittwoch in Iselin bekannt gab, sie wolle etwa rund 20 Prozent der Engelhard-Aktien an der Börse aufkaufen, die sich derzeit im freien Umlauf befänden. Die 20 Prozent entsprechen 26 Millionen Aktien der Engelhard Corporation. Jede Aktie hat momentan einen Wert von rund 45 US-Dollar.

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March 25, 2006

Bayer sticht Merck im Kampf um Übernahme von Schering aus

Bayer sticht Merck im Kampf um Übernahme von Schering aus

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Artikelstatus: Fertig 13:19, 25. Mrz. 2006 (CET)
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Leverkusen (Deutschland), 25.03.2006 – Im Kampf um die Übernahme der im Pharmabereich tätigen Schering AG hat offenbar der Chemie- und Pharmakonzern Bayer aus Leverkusen mit einem Angebot von 16,3 Milliarden Euro den Mitbewerber Merck ausgestochen.

Wie die Geschäftsleitung der Merck KGaA mitteilte, ist die Firma nicht gewillt, über ihr Angebot von 77 Euro je Aktie hinauszugehen, und steigt somit aus dem Übernahmeverfahren aus. Das Angebot des Mitbewerbers Bayer lag bei 86 Euro pro Aktie.

Die Firma Merck hatte am 13. März 2006 einen Plan zur feindlichen Übernahme der Firma Schering in Höhe von 14,6 Milliarden Euro öffentlich bekannt gegeben. Mit der Annahme des Bayer-Angebots konnte Schering die feindliche Übernahme durch die Firma Merck abwenden, wenn auch für den Preis der Aufgabe der Selbstständigkeit.

Von Interessenvertretern der Aktionäre wurde die Übernahme unter diesen Bedingungen allgemein gelobt. Diese sichere die „Kontinuität und langfristige Strategie“ des Unternehmens, sagte der Sprecher der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW), Landesgeschäftsführer Malte.

Wie der Vorstandsvorsitzende der Bayer AG, Werner Wenning, mitteilte, wird mit Synergieeffekten auf der Personalebene dergestalt gerechnet, dass in den nächsten Jahren weltweit 6.000 Arbeitsplätze bei Schering wegfallen werden. Diese Zahl ergibt sich aus einer groben Schätzung, wonach das Einsparpotential in solchen Fällen bei etwa zehn Prozent des Gesamtpersonals liegt. Beide Firmen verfügen nach dem Zusammenschluss weltweit über 60.000 Beschäftigte. Die Synergieeffekte ergeben sich im Wesentlichen aus der Produktpalette beider Pharmaunternehmen, die sich im Bereich verschiedener Präparate gegenseitig ergänzen, die vor allem Fachärzten angeboten werden. Besonders im Bereich der Onkologie (Krebstherapie) gibt es Überschneidungen.

Der künftige Firmensitz des Pharmabereichs beider Firmen soll bem bisherigen Hauptsitz der Schering AG in Berlin bleiben. Der Schering-Vorstand empfahl seinen Anlegern die Annahme des Bayer-Angebots.

Nach der Übernahmenachricht stiegen die Kurse der Schering- und Bayer-Aktien an den Börsen.

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January 4, 2006

BASF plant Übernahme des US-Konzerns Engelhard

BASF plant Übernahme des US-Konzerns Engelhard

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BASF

Ludwigshafen am Rhein (Deutschland), 04.01.2006 – Der deutsche Chemiegigant BASF ist an der Übernahme des US-Unternehmens Engelhard interessiert. Die Engelhard Corporation, ansässig in Iselin im US-Bundesstaat New Jersey, ist ein Spezielanbieter für den Katalysatormarkt und Oberflächenveredelung mit 4,2 Milliarden US-Dollar Umsatz im Jahr 2004.

Es sei beabsichtigt, ein Barangebot zum Erwerb sämtlicher Aktien in Höhe von 37,00 US-Dollar je Aktie abzugeben, teilte BASF am Dienstag in Ludwigshafen mit. Dies entspreche einem Gesamtkaufpreis in Höhe von 4,9 Milliarden US-Dollar und wäre die erste bedeutende feindliche Übernahme eines deutschen Unternehmens in Übersee.

Der Börsenkurs der Engelhard-Papiere legte bereits drastisch zu. Kurz nach dem Bekanntwerden des Übernahmeangebotes stieg der Kurs zeitweise um 28 Prozent auf 38,41 US-Dollar. Zeitgleich büßten BASF-Aktien 1,45 Prozent ein; ihr Wert fiel auf 63,90 Euro.

Vorstandschef Jürgen Hambrecht hatte dem Aufsichtsrat des amerikanischen Unternehmens, das einen geschätzten Weltmarktanteil von über 30 Prozent hält, kontaktiert und ein Angebot unterbeitet. Hauptanteilseingner von Engelhard sind die Citigroup, die Fondgesellschaft Fidelity Investments und die Wellington Management Company aus Boston.

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December 21, 2005

Mannesmannprozess wird neu aufgerollt

Mannesmannprozess wird neu aufgerollt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mannesmannprozess wird neu aufgerollt

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Artikelstatus: Fertig 21:28, 21. Dez. 2005 (CET)
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Karlsruhe (Deutschland), 21.12.2005 – Die Freisprüche des Landgerichts Düsseldorf im so genannten Mannesmann-Prozess gegen den ehemaligen Mannesmannchef Klaus Esser sowie den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Josef Ackermann, wurde heute vom Bundesgerichtshof (BGH) aufgehoben und zur erneuten Verhandlung an das Landgericht Düsseldorf zurückverwiesen.

Anlass des Prozesses waren die millionenschweren Abfindungen, die bei der feindlichen Übernahme des Röhren- und Mobilfunkkonzerns Mannesmann durch Vodafone gezahlt worden waren. Bei der Übernahme waren 57 Millionen Euro an Prämien und Abfindungen geflossen. Der Freispruch vom Vorwurf der Untreue an die Adresse der damaligen Führungsriege des Mannesmann-Konzerns durch das Landgericht Düsseldorf wurde vom Bundesgerichtshof auf Antrag der Bundesanwaltschaft aufgehoben. Das Landgericht Düsseldorf muss den Prozess neu aufnehmen.

Der Schweizer Bankier und jetzige Vorstandschef der Deutschen Bank Josef Ackermann saß damals zusammen mit dem ehemaligen IG Metall-Vorsitzenden Klaus Zwickel sowie weiteren drei Mitangeklagten im Aufsichtsrat von Mannesmann. Nach der Übernahme des Konzerns durch den britischen Mobilfunkgiganten Vodafone hatten sie die Millionenabfindungen an den scheidenden Aufsichtsrat des Konzerns bewilligt.

Der oberste Gerichtshof wertete diese Weitergabe von Firmengeldern an die alte Chefetage des Konzerns als „treupflichtwidrige Verschwendung“. Dieses stelle eine Treueverletzung gegenüber den Eigentümern des Konzerns, den Aktionären, dar. Für die Mannesmann AG stellten die Zahlungen keinen Nutzen dar.

Der Prozess könne möglicherweise ein halbes Jahr dauern, wird vermutet. Für den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Rolf Breuer, stellt sich daher nach Ansicht von Beobachtern die Frage nach seiner Perspektive in dieser Funktion. Der Aufsichtsratschef der Deutschen Bank dachte in einem Gespräch mit der „Financial Times“ bereits laut über mögliche Nachfolger für Ackermann nach. Die Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz (DSW) schlug in die gleiche Kerbe, indem sie den Aufsichtsrat indirekt zum Handeln aufforderte: „Einen Chef, der erneut monatelang auf der Anklagebank sitzt, kann sich die Deutsche Bank eigentlich nicht leisten. Jetzt ist der Aufsichtsrat der Deutschen Bank gefordert.“ Indes stellte sich der Aufsichtsrat der größten deutschen Bank demonstrativ hinter ihren Vorstandssprecher.

Quellen

  • Reuters.com: „Mannesmann-Urteil aufgehoben – Ackermann unter Druck“ (21.12.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • FAZ.net: „Mannesmann-Urteil gekippt – Ackermann muss wieder vor Gericht“ (21.12.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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