WikiNews de

December 5, 2007

Chemieunternehmen Dow Chemical will 1.000 Stellen streichen

Chemieunternehmen Dow Chemical will 1.000 Stellen streichen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:05, 5. Dez. 2007 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Midland (Vereinigte Staaten), 05.12.2007 – Um bei den weltweiten Geschäften des Unternehmens „den fortlaufenden Drang die Effizienz zu verbessern“ und um Kosten einzusparen, gab der amerikanische Chemiegigant Dow Chemical gestern anstehende Umstrukturierungen bekannt.

Dabei sollen etwa 1.000 Arbeitsplätze gestrichen werden. Der Konzern verspricht sich dabei eine jährliche Einsparung von 180 Millionen US-Dollar. Die Kosten der geplanten Umstrukturierungen sollen zwischen 500 und 600 Millionen US-Dollar betragen und im vierten Quartal verrechnet werden.

Dow Chemicals CEO Andrew N. Liveris sagte, dass „solche Entscheidungen nicht einfach seien“. Betroffen sind die Niederlassungen in Brasilien und Frankreich und das Tochterunternehmen Union Carbide Corporation, wo im US-Bundesstaat Louisiana eine Fabrik zur Herstellung von Polypropylen noch dieses Jahr geschlossen werden soll.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 29, 2006

EU-Kommission: 519 Millionen Euro Strafe für Kautschukkartell

EU-Kommission: 519 Millionen Euro Strafe für Kautschukkartell

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:57, 29. Nov. 2006 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Brüssel (Belgien), 29.11.2006 – Gegen sechs international tätige Kautschukhersteller verhängte die EU-Kommission heute eine Kartellstrafe in Höhe von 519 Millionen Euro wegen illegaler Preisabsprachen und der Aufteilung von Kunden. Zu dem Kartell, das zwischen 1996 und 2002 existiert haben soll, gehörten der deutsche Chemiekonzern Bayer, der Minerölkonzern Shell mit Sitz in den Niederlanden, der US-Chemiekonzern Dow Chemical, der italienische petrochemische Konzern Eni sowie die Firmen Unipetrol (Tschechien) und Trade-Stomil (Polen).

Der deutsche Chemie- und Pharmakonzern Bayer profitiert von der so genannten Kronzeugenregelung. Mit der ersten Information an die EU-Kommission über das Kartell hatte Bayer den Stein ins Rollen gebracht. Daher geht Bayer straffrei aus. Die höchste Strafe muss der italienische Konzern Eni zahlen: 272,3 Millionen Euro. Der Konzern hat bereits angekündigt, gegen die verhängte Strafe zu klagen. Mit 160,9 Millionen Euro ist Shell dabei.

Die synthetischen Kautschuksorten, deren Markt die genannten Konzerne unter sich aufgeteilt hatten, werden zur Reifenherstellung, für Schuhsohlen, Bodenbeläge und Golfbälle benötigt.

Das verhängte Bußgeld ist die zweithöchste Kartellstrafe, die von der EU-Kommission jemals verhängt wurde. Die zweithöchste Strafe war bisher mit 478,3 Millionen Euro gegen ein Gipsplattenkartell verhängt worden. Die höchste Strafe ereilte ein Vitaminkartell 2001 mit 790,5 Millionen Euro. Damals war ebenfalls der Chemiekonzern Bayer involviert.

Wettbewerbskommissarin Neelie Kroes gab zugleich mit der Bekanngabe der verhängten Strafen eine Warnung aus: „Die Kommission hat in dieser Sache empfindliche Geldbußen verhängt. Sollten Unternehmen sich jedoch weiterhin an Kartellen beteiligen, so müssen sie in Zukunft mit noch höheren Strafen rechnen.“

Zuletzt hatte ein Bußgeld gegen den US-Softwarehersteller Microsoft für Schlagzeilen gesorgt. Gegen Microsoft war im Juli 2006 ein Bußgeld von 280,5 Millionen Euro verhängt worden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 3, 2004

BBC erklärt eigenen Beitrag über Entschädigungszahlungen für Bhopal-Opfer zur Falschmeldung

BBC erklärt eigenen Beitrag über Entschädigungszahlungen für Bhopal-Opfer zur Falschmeldung

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 3. Dez. 2004 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

London (Vereinigtes Königreich), 03.12.2004 – Stunden nach einem BBC-World-Interview mit einem angeblichen Sprecher von Dow Chemical erklärte der Sender nun, getäuscht worden zu sein. Ein Firmensprecher gab an, dass der Interviewpartner, der sich selbst als Jude Finisterra ausgab, zu keinem Zeitpunkt Angestellter von Dow Chemical gewesen sei.

In dem Interview hatte Finisterra zum 20. Jahrestag des Giftgas-Unglücks von Bhopal im Namen der Firma die Verantwortung übernommen und zwölf Milliarden US-Dollar Entschädigungen angekündigt. Die Meldung wurde von deutschsprachigen Nachrichten übernommen.

Nach einer Meldung der Nachrichtenagentur Reuters konnte eine Gruppe namens „The Yes Men“ als Urheber der Täuschung identifiziert werden. Gegenüber dem britischen Sender „Channel 4“ gab ein Mitglied der Gruppe, Andy Bichlbaum, eine Erklärung ab.

„The Yes Men“ sind bereits bei vergangenen Anlässen als Gruppe aufgetreten, die im Namen anderer Organisationen und Firmen globalisierungskritische Statements abgaben. Sie gestalten unter anderem Internetseiten so, dass sie sich erst auf den zweiten Blick als Täuschung entpuppen. Darauf war die BBC hereingefallen.

Nach Ausstrahlung des BBC-Berichts brach der Aktienkurs von Dow Chemical um 3,2 Prozent ein. Die Falschmeldung hatten die Yes Men (Kommunikationsguerilla) lanciert um an die Katastrophe in Bhopal vor 20 Jahren zu erinnern. Offiziellen Angaben zufolge starben 1.600 Menschen sofort und rund 6.000 weitere an den unmittelbaren Nachwirkungen. Bis heute summiert sich die Zahl der Opfer auf mindestens 20.000 Personen. Rund ein Fünftel der 500.000 Menschen die dem Gas ausgesetzt waren, leiden heute unter chronischen und unheilbaren Krankheiten, die sich offensichtlich zum Teil weitervererben können. Tausende erblindeten.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.