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March 24, 2012

Lizenzwechsel bei OpenStreetMap bringt Probleme mit sich

Lizenzwechsel bei OpenStreetMap bringt Probleme mit sich

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Veröffentlicht: 21:05, 24. Mär. 2012 (CET)
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So würde Sydney unmittelbar nach dem Lizenzwechsel aussehen

London (Großbritannien), 24.03.2012 – OpenStreetMap bereitet sich auf den Lizenzwechsel am 1. April 2012 vor. OpenStreetMap (OSM) ist – ähnlich wie Wikipedia oder andere Wikimedia-Projekte – ein Gemeinschaftsprojekt, bei dem über 500.000 angemeldete Benutzer („Mapper“) seit 2005 freie Geodaten (unter anderem Straßen, Eisenbahnen, Stromleitungen, Gebäude, Hausnummern, aber auch Hotels, Restaurants und Geschäfte) sammeln, um daraus eine weltweite Landkarte zu erstellen, die über das Internet jedermann zur Verfügung steht. Die Karten von OpenStreetMap stehen seit Oktober 2010 auch in der Wikipedia bereit. Soweit Geokoordinaten in Wikipedia-Artikeln eingetragen worden sind, kann zu Beginn des Artikels eine OSM-Karte ausgeklappt werden, die den Ort zeigt, der in dem Artikel beschrieben wird.

Rechtlicher Hintergrund

Bislang standen diese Daten unter einer Creative Commons Lizenz. Die bisherige Lizenz, die CC-by-sa, ist nach Auffassung der OpenStreetMap Foundation (OSMF), dem Träger des Projekts, jedoch für OSM ungeeignet, weil Geodaten als simple Fakten ohne Schöpfungshöhe in den USA im Zweifel keinen Urheberrechtsschutz genießen. Nach der Leitentscheidung des amerikanischen Supreme Court Feist v. Rural aus dem Jahr 1991 genießen Datenbanken in den USA – anders als in Europa – grundsätzlich keinen urheberrechtlichen Schutz. Deswegen soll die CC-Lizenz durch die neugeschaffene Open Database License (ODbL) ersetzt werden. Die ODbL ist nicht nur als Lizenz, sondern auch als Vertrag formuliert, so dass sie auch in den USA unabhängig vom dortigen Urheberrecht rechtlich bindend ist.

Auswirkungen

Eine praktische Auswirkung des Lizenzwechsels besteht darin, dass zukünftig auch kommerzielle Kartenanbieter gedruckte Karten oder Grafikdateien auf Grundlage der OSM-Daten unter jeder beliebigen Lizenz anbieten können. Die von der OpenStreetMap Foundation selbst erzeugten Kartengrafiken (d.h. die Karten, die unter www.openstreetmap.org zu sehen sind) sollen hingegen weiterhin unter einer Creative-Commons-Lizenz bereitgestellt werden. Zukünftige Lizenzwechsel sollen durch eine 2/3-Mehrheit der als aktiv definierten Mapper, die im Jahr vor dem Abstimmungszeitraum zu dem Projekt etwas beigetragen haben, entschieden werden.

Die OSMF fürchtet sich vor Klagen ablehnender Mapper und plant deshalb die Löschung aller Daten von Nichtzustimmenden.

Alle Benutzer, die sich bis einschließlich 11. Mai 2010 unter den Bedingungen einer Creative-Commons-Lizenz angemeldet haben, müssen dem Lizenzwechsel und somit auch dem neuen Benutzervertrag ausdrücklich zustimmen, damit ihre Daten nach dem Lizenzwechsel im Datenbestand erhalten bleiben. Benutzer, die sich erst nach diesem Zeitpunkt angemeldet haben, haben der neuen Lizenz mit ihrer Anmeldung bereits automatisch zugestimmt. Ihre Beiträge stehen fortan unter einer Doppellizenz (CC-BYSA, ODbL).

Bisher haben 63.000 Benutzer dem Lizenzwechsel zugestimmt. Viele Benutzer, die lediglich ein oder zwei Straßen oder Sehenswürdigkeiten hinzugefügt haben, haben dem Lizenzwechsel aber noch nicht zugestimmt. Die Daten von 43.000 Benutzern, die dem Lizenzwechsel noch nicht zugestimmt haben, sollen ab dem 1. April 2012 gelöscht werden. Da viele Punkte und Wege, insbesondere in Großstädten, bis zu 80 mal bearbeitet wurden, sind Konflikte zwischen ablehnenden und zustimmenden Bearbeitern desselben Objekts unausweichlich, falls der Erstersteller ein Urheberrecht auf seine Beiträge beansprucht. Wenn beispielsweise ein Lizenzablehner eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 30 km/h auf einem Weg eingetragen hat, dann wird die Geschwindigkeitsbeschränkung gelöscht.

Pro Tag entscheiden sich im Moment ungefähr 100 Teilnehmer für den Lizenzwechsel. Freiwillige Projektunterstützer haben in den vergangenen Monaten mehrere tausend E-Mails an bislang unentschiedene „Altmapper“ geschrieben, um sie an den bevorstehenden Lizenzwechsel zu erinnern. Dadurch hat sich die Zustimmungsquote in Deutschland in den vergangenen zwei Monaten von 70 % auf 85 % gesteigert. Zahlreiche Mapper, die sich mit der E-Mail-Adresse ihres ehemaligen Arbeitgebers oder mit einer Wegwerf-E-Mail-Adresse angemeldet haben, wissen vermutlich noch nichts vom bevorstehenden Lizenzwechsel.

Auswirkung auf den Datenbestand von OSM

Nach heutigem Stand (22. März) müssten beim Lizenzwechsel 21 Millionen Punkte und 1,6 Millionen Wege, das sind ungefähr 1,9 % aller Punkte und 2,3 % aller Straßen, gelöscht werden, darunter Autobahnen, Bundesstraßen, Eisenbahnlinien und ganze Stadtviertel. Australien und Polen sind nach derzeitigem Stand besonders stark vom Lizenzwechsel betroffen, dort müssten 37 % (Polen) bzw. 28 % (Australien) aller Straßen gelöscht werden. Thüringen ist das am stärksten von Datenlöschung bedrohte deutsche Bundesland, dort könnten 8,4 % aller Straßen gelöscht werden.

Gegner des Lizenzwechsels hoffen, dass die Lizenzumstellung und die damit verbundene Datenlöschung noch um einige Wochen bis Monate verschoben werden, damit unentschlossene Mapper noch über den Lizenzwechsel informiert werden können.

Quellen[Bearbeiten]

Originäre Berichterstattung
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February 18, 2012

Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Filtersysteme bei sozialen Netzwerken

Europäischer Gerichtshof entscheidet gegen Filtersysteme bei sozialen Netzwerken

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Veröffentlicht: 11:31, 18. Feb. 2012 (CET)
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Sitzungssaal im EuGH

Luxemburg (Luxemburg), 18.02.2012 – Der Europäische Gerichtshof hat entschieden, dass soziale Netzwerke nicht verpflichtet sind, Filtersysteme zu entwickeln, mit denen die Verbreitung illegaler Musikdownloads verhindert wird. Der belgische Musikrechte-Verwerter SABAM hatte vor dem Gerichtshof geklagt, um durchzusetzen, dass die niederländische Internetplattform Netlog zur Entwicklung eines solchen Filtersystems verpflichtet wird. Die Luxemburger Richter lehnten diese Klage ab.

In der Urteilsbegründung gaben die Richter mehrere Gründe für ihre Entscheidung an. Zum einen würde dadurch eine permanente Überwachung aller Nutzer und solcher sozialen Netzwerke geschaffen, und diese würden identifiziert. Eine solche Maßnahme verstoße jedoch gegen die EU-Richtinie über den elektronischen Geschäftsverkehr. Zum anderen sei ein angemessenes Gleichgewicht zwischen dem Schutz der Urheberrechte und dem Schutz der in der Charta der Grundrechte der Europäischen Union verankerten Grundrechte zu beachten. Eine solche präventive Überwachung durch ein Filtersystem verstoße gegen das Recht des freien Empfangs und der freien Sendung von Informationen. Außerdem werde das Grundrecht auf den Schutz von personenbezogenen Daten verletzt, meinten die Richter. Darüberhinaus sah das Gericht in der Forderung SABAMs eine erhebliche einseitige Beeinträchtigung der wirtschaftlichen Interessen der Beklagten, da diese das Filterungssystem auf eigene Kosten hätten einrichten sollen.

Beobachter sehen in dem Luxemburger Urteil eine Stärkung der Freiheit sozialer Netzwerke. Nach Ansicht des Kölner Medienrechtsanwaltes Christian Solmecke gibt das Urteil auch sogenannten One-Click-Hostern Aufwind. „Bislang haben einige Gerichte in Deutschland, etwa das OLG Köln, die Meinung vertreten, dass solche globalen Filtersysteme selbst dann eingeführt werden müssten, wenn dadurch das Geschäftsmodell eines Hosting-Anbieters gefährdet würde. Diese Urteile dürften nun nicht mehr haltbar sein.“ Oliver Süme, Vorstand Politik, Recht und Regulierung des Verbands der deutschen Internet-Wirtschaft Eco, begrüßte das Urteil, da es Rechtssicherheit für europäische Provider bringe. Es bestätige ausdrücklich, dass Provider nicht für Inhalte haften würden, von denen sie keine Kenntnis hätten.

Auswirkungen dürfte das Urteil auch auf das umstrittene internationale Handelsabkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie Anti-Counterfeiting Trade Agreement (ACTA) haben. In dem Abkommen, das von den meisten EU-Mitgliedsstaaten unterzeichnet wurde, ist vorgesehen, dass die Behörden Provider dazu zwingen können, Kundendaten offenzulegen. Die Ratifizierung des Abkommens ist in den letzten Tagen aufgrund weltweiter öffentlicher Proteste ins Stocken geraten.

Weblink[Bearbeiten]

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February 25, 2010

Google-Manager in Italien wegen Gewaltvideo auf YouTube verurteilt

Google-Manager in Italien wegen Gewaltvideo auf YouTube verurteilt

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Veröffentlicht: 21:36, 25. Feb. 2010 (CET)
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Mailand (Italien), 25.02.2010 – Zu sechs Monaten Haft auf Bewährung verurteilte ein italienisches Gericht drei Manager des Internet-Suchmaschinenbetreibers Google wegen der Veröffentlichung eines Gewaltvideos bei dem zu Google gehörenden Videoportal YouTube. Den Managern wird vorgeworfen, die Veröffentlichung des Videos, in dem ein autistischer Junge brutal misshandelt wird, nicht unterbunden zu haben. Das Gericht folgte der Staatsanwaltschaft in der Argumentation, das Unternehmen habe nicht für ausreichende Schutzmaßnahmen gesorgt, um die Privatsphäre des Opfers zu schützen. Google war erst nach einer Aufforderung durch die italienische Polizei aktiv geworden und hatte schließlich im November 2008 das Video entfernt. Google argumentierte, seine Mitarbeiter hätten keine Verbindung zu den Produzenten des Videos gehabt. Der Suchmaschinenbetreiber kündigte Berufung gegen das Urteil an.

Das Gericht verurteilte Googles Datenschutzbeauftragten Peter Fleischer, den Chefjustiziar David Drummond und George Reyes, ehemaliges Vorstandsmitglied von Google Italien. Ein weiterer Google-Mitarbeiter, Marketing-Manager Arving Desikan, wurde freigesprochen.

Mit Hilfe von Google war es der Polizei möglich, die vier Jugendlichen, die das Video gedreht und ins Netz gestellt hatten, dingfest zu machen. Sie wurden von einem Gericht zu gemeinnütziger Arbeit verurteilt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Google

Quellen

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February 23, 2010

Suizid: Freiherr von Gravenreuth ist tot

Suizid: Freiherr von Gravenreuth ist tot

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Veröffentlicht: 21:32, 23. Feb. 2010 (CET)
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München (Deutschland), 23.02.2010 – Günter Freiherr von Gravenreuth ist tot.

Der 61-Jährige hat sich mit seiner eingetragenen Schusswaffe am 22. Februar 2010 gegen 3:30 Uhr im Kneipsaal seiner ehemaligen Studentenverbindung in der Münchner Luisenstraße erschossen. Das Sondereinsatzkommando, das nach Bekanntwerden der Suizidabsicht ausrückte, konnte zwar noch den Schuss hören, jedoch stellte der Notarzt nur noch den Tod fest. Die Polizei hatte zunächst in der Wohnung und Kanzlei nach Gravenreuth gesucht. Um 1:16 Uhr hatte er eine Abschiedsmail versandt, in der er in einem „letzten Gruß in die Runde“ seine privaten, rechtlichen und finanziellen Probleme offenbarte. Als letztliche Ursache für seinen Suizid gab er „schwere Beziehungsprobleme und [den] Entzug seines sozialen Umfelds“ an, so Steffen Wernery, der ebenfalls diese E-Mail erhalten hatte, gegenüber der tz.

Freiherr von Gravenreuth war eine der umstrittensten und schillerndsten Persönlichkeiten der Internetkultur, in der er vor allem als „Abmahnanwalt“ bekannt geworden war, da er gegen Urheberrechtsverstöße vorging.

In seinem privaten Umfeld war bekannt, dass Freiherr von Gravenreuth unter Depressionen litt. Die Internetseite gulli.com mutmaßt, dass auch die bevorstehende Verbüßung seiner Freiheitsstrafe zum Entschluss Gravenreuths beigetragen haben könnte.

Themenverwandte Artikel

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February 14, 2010

Botnetze versenden weltweit Spam-Mails: 95 Prozent aller E-Mails sind Spam

Botnetze versenden weltweit Spam-Mails: 95 Prozent aller E-Mails sind Spam

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Veröffentlicht: 15:57, 14. Feb. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 14.02.2010 – Wie der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (Bitkom) mitteilte, sind 95 Prozent aller weltweit versandten E-Mails unerwünscht (Spam). Dies geht aus einer Umfrage der Europäischen Agentur für Internetsicherheit (Enisa) hervor.

92 E-Mail-Anbieter aus 30 Ländern wurden gebeten, zu dem Problem der Spam-Mails Auskunft zu geben. Die E-Mail-Provider filtern bereits vor der Zustellung der Mails an die jeweiligen Adressaten 80 von 100 verschickten Mails als reine Werbemails heraus. Von den ankommenden 20 Prozent Mails sind immer noch 15 unerwünscht. Die Mehrzahl der Versender solcher Spam-Mails sind durch schärfere Gesetze kaum zu treffen, wie Bitkom-Präsidiumsmitglied Dieter Kempf betont. Die Spam-Mailer sitzen meist im Ausland und vertreiben ihre Spam-Mails über automatisierte Botnetze. Darunter versteht man so genannte ferngesteuerte Roboter-Netzwerke, die zahllose Rechner im Internet für ihre Zwecke missbrauchen. Die Anwender, denen dieser Computer gehören, merken meist nichts davon.

Jeder dritte E-Mail-Provider gibt laut Enisa-Studie jährlich rund eine Million Euro für die Ausfilterung von Spam-Mails aus. Mit Hilfe so genannter Schwarzer Listen von Spam-Versendern wird versucht, die Spam-Mails auszufiltern. Hinzu kommen Virus- und Spamfilter, die die Mails nach weiteren Kriterien durchsuchen. Ein Teil der Verantwortung liegt laut Kempf auch beim Anwender, der über die Sicherheitseinstellungen seines E-Mail-Programms die Arbeitsweise der Spamfilter kontrolliert.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Computer

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January 27, 2010

Google wegen Doodle zum Australia Day in der Kritik

Google wegen Doodle zum Australia Day in der Kritik

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Veröffentlicht: 20:04, 27. Jan. 2010 (CET)
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Standardlogo von Google

Sydney (Australien), 27.01.2010 – Die Internetsuchmaschine Google ist mit dem Logo zum Australia Day 2010 in die Kritik geraten. Der Siegervorschlag einer elfjährigen Schülerin im Wettbewerb „Google 4 Doodle“ wurde retuschiert.

Google ändert sein standardmäßig angezeigtes Logo zu bestimmten Gedenktagen oder Anlässen. Dabei werden die Buchstaben G, O, O, G, L und E zum Thema passend so verfremdet, dass sie noch erkennbar sind, meist unter Beibehaltung der ursprünglichen Farbgebung des Schriftzuges. Seit einigen Jahren veranstaltet das Unternehmen auch einen Wettbewerb für Kinder.

Der eingesandte Vorschlag von Jessie Du aus Rydalmere bei Sydney verbildlichte die Buchstaben durch Tiere, die in Australien heimisch sind, darunter Emu, Känguru und Koala. Die Flagge der Aborigines stellte in dem Entwurf der Elfjährigen das zweite O dar. Die Flagge wurde aus der auf der Website der Suchmaschine dargestellten Version entfernt und durch eine einfache Sonne ersetzt.

Als Grund für die Entfernung gab Google das Copyright des Autors der Flagge an. Dieser habe als Urheber die Erlaubnis zur Veröffentlichung verweigert.

Der in Humpty Doo im Northern Territory lebende Harold Thomas erklärte jedoch, der Internetriese habe eine entgeltfreie Veröffentlichung verlangt. Damit sei Thomas, der die Flagge Anfang der 1970er Jahre entworfen hatte, nicht einverstanden gewesen. Die Verhandlungen darüber seien nicht günstig verlaufen und Thomas bezeichnete das letzte Angebot von Google als „Almosen“. Deswegen habe er seine Einwilligung verweigert.

Unterdessen wurde bekannt, dass ein spezielles Logo zur Feier des Nationalfeiertages von Kuwait am 25. Januar für etwa eine Viertelstunde zu sehen war – einen vollen Monat zu früh.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Google

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Google wegen Doodle zum Australia Day in der Kritik

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Sydney (Australien), 27.01.2010 – Die Internetsuchmaschine Google ist mit dem Logo zum Australia Day 2010 in die Kritik geraten. Der Siegervorschlag einer elfjährigen Schülerin im Wettbewerb „Google 4 Doodle“ wurde retuschiert.

Google ändert sein standardmäßig angezeigtes Logo zu bestimmten Gedenktagen oder Anlässen. Dabei werden die Buchstaben G, O, O, G, L und E zum Thema passend so verfremdet, dass sie noch erkennbar sind, meist unter Beibehaltung der ursprünglichen Farbgebung des Schriftzuges. Seit einigen Jahren veranstaltet das Unternehmen auch einen Wettbewerb für Kinder.

Der eingesandte Vorschlag von Jessie Du aus Rydalmere bei Sydney verbildlichte die Buchstaben durch Tiere, die in Australien heimisch sind, darunter Emu, Känguru und Koala. Die Flagge der Aborigines stellte in dem Entwurf der Elfjährigen das zweite O dar. Die Flagge wurde aus der auf der Website der Suchmaschine dargestellten Version entfernt und durch eine einfache Sonne ersetzt.

Als Grund für die Entfernung gab Google das Copyright des Autors der Flagge an. Dieser habe als Urheber die Erlaubnis zur Veröffentlichung verweigert.

Der in Humpty Doo im Northern Territory lebende Harold Thomas erklärte jedoch, der Internetriese habe eine entgeltfreie Veröffentlichung verlangt. Damit sei Thomas, der die Flagge Anfang der 1970er Jahre entworfen hatte, nicht einverstanden gewesen. Die Verhandlungen darüber seien nicht günstig verlaufen und Thomas bezeichnete das letzte Angebot von Google als „Almosen“. Deswegen habe er seine Einwilligung verweigert.

Unterdessen wurde bekannt, dass ein spezielles Logo zur Feier des Nationalfeiertages von Kuwait am 25. Januar für etwa eine Viertelstunde zu sehen war – einen vollen Monat zu früh.

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January 16, 2010

Deutschlands Zeitungs- und Zeitschriftenverleger legten beim Kartellamt Beschwerde gegen Google ein

Deutschlands Zeitungs- und Zeitschriftenverleger legten beim Kartellamt Beschwerde gegen Google ein

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Veröffentlicht: 23:35, 16. Jan. 2010 (CET)
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Google-Logo

Berlin (Deutschland), 16.01.2010 – Wie erst jetzt bekannt wurde, haben die deutschen Verleger von Zeitungen und Zeitschriften über ihre Interessenverbände VDZ und BDZV beim deutschen Bundeskartellamt Beschwerde gegen den Suchmaschinenbetreiber Google Inc. eingelegt. Als weitere Beschwerdeführer traten auch die Microsoft-Tochter Ciao, ein Verbraucherportal, und der Kartendienst-Anbieter Euro-Cities (stadtplandienst.de) in Erscheinung. Der Vorgang wurde erst jetzt bekannt, weil Google vom Kartellamt nun zu einer Stellungnahme gegen die Beschwerden aufgefordert worden ist.

Das Geschäftsmodell von Google beruht auf der Idee, neben der Präsentation der Suchergebnisse Werbeanzeigen zu schalten, wenn der Anwender nach bestimmten Stichwörtern sucht. Damit nimmt Google jährlich etwa 1,2 Milliarden Euro ein. Die Verleger möchten an diesem Gewinn gerne teilhaben: „Wir wollen wissen, wie gelistet wird und warum, welches Angebot oben in der Ergebnisliste steht, und wir wollen an den Werbeeinnahmen, die mit unseren aufwändig hergestellten Qualitätsinhalten generiert werden, beteiligt werden“, erklärte ein BDZV-Referent laut Spiegel Online.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Google
  • Portal:Internet

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January 5, 2006

Vermeintliche Namensanmaßung: Sozialgericht Bremen drohte Blogger

Vermeintliche Namensanmaßung: Sozialgericht Bremen drohte Blogger

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Artikelstatus: Fertig 21:09, 5. Jan. 2006 (CET)
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Bremen (Deutschland), 05.01.2006 – Der Bremer Björn Harste erhielt kurz vor Jahresende ein Schreiben des Sozialgerichts Bremen, in dem ihm Namensanmaßung vorgeworfen wird. Harste, auch als „Shopblogger“ bekannt, schreibt in seinem Weblog über seinen Alltag als Besitzer zweier Supermärkte und hatte im vergangenen Mai unter dem Titel „Sozialgericht Bremen“ einen Beitrag eingestellt.

Renate Holst, die Präsidentin des Gerichts, die das Schreiben persönlich formulierte, schreibt, damit erfülle er „den Tatbestand der Namensanmaßung im Sinne von § 12 Bürgerliches Gesetzbuch“. Sie führt an, sein Blog sei für den Suchbegriff „Sozialgericht Bremen“ bei der Internet-Suchmaschine Google unter den ersten Plätzen und die gleichlautende Überschrift erscheine vor dem Rest der Seite. Das führe zu einer so genannten Zuordnungsverwirrung. „Es wird suggeriert, dass es sich um eine offizielle Seite des Sozialgerichts Bremen handelt.“

Nachdem Harste den Text des Schreibens am 30. Dezember veröffentlicht hatte, gab es Kommentare in einer Vielzahl anderer Weblogs, darunter auch einigen, die von Juristen geschrieben werden (so genannte Blawgs). Deren Fazit: Das Sozialgericht hat mit seiner Forderung, die Seite zu entfernen, keine Chance auf Erfolg.

Harste äußerte sich gegenüber „Focus online“, dem Internet-Ableger des gleichnamigen Nachrichtenmagazins, er warte ab. Er habe sich nicht falsch verhalten. Ebenfalls gebenüber „Focus online“ gab Präsidentin Holst zu, ihr sei „klar geworden, dass sie vielleicht gar nichts dagegen machen“ könne. Die Entscheidung, ob gerichtliche Schritte eingeleitet werden, liegt jetzt beim Bremer Justizsenator.

Hintergrundinformationen

Quellen

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December 10, 2005

Ab sofort „*.eu-Domain“ erhältlich

Ab sofort „*.eu-Domain“ erhältlich – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Ab sofort „*.eu-Domain“ erhältlich

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Artikelstatus: Fertig 00:44, 10. Dez. 2005 (CET)
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EU-Flagge

Brüssel (Belgien), 10.12.2005 – Ab Mittwoch, den 07.12.2005, war die neue Top Level Domain *.eu der Europäischen Union verfügbar. Vorerst können sich nur öffentliche Einrichtungen und Markenrechteinhaber bei der EURid oder einer ihrer akkreditierten Registrierungsstellen eine Domain sichern. Privatpersonen müssen noch bis April warten.

In Deutschland gibt es 70 Registrierungsstellen, in ganz Europa sind es etwa 400.

Im Detail sieht der Zeitplan folgende Regelung vor: Zunächst können sich öffentliche Einrichtungen und Inhaber von Markenrechten eine .eu-Domäne sichern. Ab Februar sind Firmen und Künstler an der Reihe, ab dem 7. April 2006 Privatleute. Sie müssen jedoch das Anrecht auf die gewünschte Web-Adresse nachweisen können. Bei der Registrierung ist zu beachten, dass Namensrechte Dritter nicht verletzt werden, da dies in Rechtsstreitigkeiten mit den Rechteinhabern enden kann. Des Weiteren sind auch Namen nicht registrierbar, die europaweit gesperrt sind, wie beispielsweise „www.drittes-reich.eu“.

Die jährliche Verwaltungsgebühr für die *.eu-Domäne wird vermutlich bei 25 bis 30 Euro liegen.

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