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April 4, 2008

Fußball-Wettskandal: Außergerichtliche Einigung zwischem dem DFB und dem ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer

Fußball-Wettskandal: Außergerichtliche Einigung zwischem dem DFB und dem ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer

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Veröffentlicht: 20:13, 4. Apr. 2008 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 04.04.2008 – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der wegen Betrugs rechtskräftig verurteilte ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hoyzer einigten sich wegen der vom DFB erhobenen Schadensersatzansprüche in einem anhängigen Zivilprozess außergerichtlich. Nach einer vom DFB veröffentlichten Erklärung erkennt Hoyzer einen „Schadensersatzbetrag in Höhe von 750.000 Euro an“. Hoyzer, der seit dem 18. Mai 2007 wegen des Wettbetruges eine Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung im Männergefängnis Berlin-Hakenfelde absitzt, wird mit der Begleichung seiner Schuld nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis spätestens ab dem Jahr 2010 beginnen. Vereinbart wurden monatliche Ratenzahlungen in Höhe von 700 Euro, die 15 Jahre lang zu zahlen sind. Der DFB will das Geld für soziale Zwecke einsetzen. Der DFB stellte noch einige weiteren Forderungen an Hoyzer, die Teil des Vergleichs sind. So soll der ehemalige Schiedsrichter, der durch die Manipulation von Fußballspielen Wettgewinne eingestrichen hatte, „keinen weiteren persönlichen wirtschaftlichen Nutzen“ aus dem Wettskandal ziehen. Im Gegenzug verpflichtet sich der DFB dazu, Hoyzers Restschuld zu tilgen, wenn er 15 Jahre lang pünktlich seine Raten an den Fußballbund begleicht. Die dann zurückgezahlte Gesamtsumme beläuft sich nach 15 Jahren auf 126.000 Euro. Außerdem soll Hoyzer noch einmal vor dem DFB ausführlich zu den Vorgängen im Zusammenhang mit dem Wettskandal Stellung nehmen. Dabei soll er auch möglicherweise eingegangene Verpflichtungen gegenüber Medien offenlegen.

DFB-Präsident Zwanziger äußerte sich zufrieden über den vereinbarten zivilrechtlichen Vergleich: „Ich bin zufrieden, dass das Verfahren so abgeschlossen werden kann. Dem DFB blieb als gemeinnütziger Verband keine andere Wahl, als seine berechtigten Schadensersatzforderungen zu stellen, weil Herr Hoyzer seinerzeit gezielt manipuliert hat und damit unserem Verband neben dem Imageschaden auch erheblichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat. Der Vergleich und damit der Verzicht auf Geltendmachung unserer möglicherweise höheren Schadensersatzansprüche ist auch Ausdruck unserer Haltung, dass wir Robert Hoyzer nach Verbüßung seiner Haftstrafe eine Chance für seinen weiteren Lebensweg eröffnen möchten.“ Der ausgehandelte Vergleich muss nun noch durch das Berliner Landgericht bestätigt und schriftlich ausgefertigt werden.

Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter Robert Hoyzer hatte zugegeben, im Jahr 2004 vier Fußballspiele manipuliert zu haben und dafür 67.000 Euro kassiert zu haben. Außerdem habe er einen Plasmafernseher für seine Spielmanipulationen erhalten.

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December 16, 2006

BGH bestätigt: Manipulation von Fußballspielen ist Betrug

BGH bestätigt: Manipulation von Fußballspielen ist Betrug

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Artikelstatus: Fertig 15:23, 16. Dez. 2006 (CET)
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Karlsruhe (Deutschland), 16.12.2006 – Der wegen Beihilfe zum Betrug in sechs Fällen vom Berliner Landgericht im November 2005 verurteilte Schiedsrichter Robert Hoyzer bekam gestern höchstinstanzlich bestätigt, dass er für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis gehen muss. Der Fall hatte zu dem größten Betrugsskandal in der Geschichte des deutschen Fußballs geführt und monatelang für Schlagzeilen gesorgt. Mit dem heutigen Urteil setzte sich der Bundesgerichtshof nicht nur über die Argumentation der Verteidigung, sondern auch die Forderung der Bundesstaatsanwaltschaft hinweg, die einen Freispruch für Hoyzer gefordert hatten.

Das Gericht erkannte auf einen Straftatbestand in dem Sinne von „Betrug durch den Abschluss von Wetten auf manipulierte Fußballspiele und eine Beihilfe zu diesem Betrug“. Das Gericht sah es insbesondere als strafverschärfend an, dass die betroffenen Fußballvereine „teilweise erhebliche Vermögenseinbußen erlitten und das Vertrauen der sportinteressierten Öffentlichkeit in die Fairness des Fußballsports und die Unparteilichkeit der Schiedsrichter“ erheblich erschüttert worden sei.

Der Bundesanwalt Hartmut Schneider hatte zuvor argumentiert, die Gesetzeslage lasse keine Verurteilung wegen Betruges zu. Kernfrage sei, „ob das Platzieren verschiedener Wetten auf manipulierte Fußballspiele tatsächlich eine Täuschung darstellt“. Das bejahte der BGH in seinem Urteil eindeutig. Ein Wettvertrag sei wie jeder andere Vertrag zu behandeln. Die Vertragspartner müssen – stillschweigend – davon ausgehen, dass „keine vorsätzliche sittenwidrige Manipulation des Vertragsgegenstandes vorgenommen“ worden sei. Durch die Spielmanipulation sei daher der Tatbestand der Täuschung und in der Folge des Betruges gegeben.

Das Urteil des Berliner Landgerichts gegen den Angeklagten Ante S., der als Drahtzieher des Manipulationsskandals gilt, wurde ebenfalls bestätigt. Der Kroate Ante S., der durch die Spielmanipulationen und Bestechungen rund zwei Millionen Euro verdient hatte, muss wegen Betruges in zehn Fällen eine Haftstrafe von insgesamt zwei Jahren und elf Monaten antreten.

Es wird damit gerechnet, dass der Strafantritt erst im neuen Jahr erfolgt.

Der Deutsche Fußball-Bund zeigte sich erleichtert durch das BGH-Urteil. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte, das Urteil sei auch für das Ansehen des deutschen Fußballs im Ausland sehr wichtig.

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October 27, 2005

Erste Aussage Hoyzers im Prozess

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Erste Aussage Hoyzers im Prozess

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Artikelstatus: Fertig 11:36, 7. Nov. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 27.10.2005 – Robert Hoyzer, ehemaliger Schiedsrichter in der deutschen Bundesliga, hat heute erstmals selbst in seinem Prozess ausgesagt. Es geht um manipulierte Wetten und Fußballspiele. Der 26-Jährige Hoyzer gab im Wesentlichen vor dem Berliner Landgericht seine Schuld zu. Allerdings bestritt er, die Initiative zum Wettbetrug selbst ergriffen zu haben. Hoyzer wird die Manipulation von elf Spielen zur Last gelegt. Der Hauptangeklagte Ante Sapina, der kroatischer Herkunft ist, hatte vor Hoyzer seine zweite Aussage im Prozess gemacht. Er entschuldigte sich bei seiner Familie, bei allen Angeklagten und dem gesamten deutschen Fußball.

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October 19, 2005

Prozess um den ehemaligen Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer hat begonnen

Prozess um den ehemaligen Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer hat begonnen

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Artikelstatus: Fertig 11:33, 7. Nov. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 19.10.2005 – Vor dem Berliner Landgericht hat der Prozess um den ehemaligen Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer begonnen. Es geht um den Wett- und Manipulationsskandal aus dem Vorjahr.

Vor Gericht steht neben dem 26-Jährigen Ex-Schiedsrichter auch sein DFB-Schiedsrichterkollege Dominik Marks. Der 30-jährige wurde ebenfalls suspendiert. Beiden wird vorgeworfen, gegen Geld zahlreiche Fußballspiele durch Fehlentscheidungen absichtlich manipuliert zu haben. Hoyzer konnten elf manipulierte Spiele nachgewiesen werden. Die Staatsanwaltschaft ermittelt aber insgesamt wegen 42 beeinflusster Spiele.

Neben den Beidenn und dem Ex-Fußballprofi Steffen Karl stehen noch die drei Kroaten Ante, Milan und Filip S. vor der 12. großen Strafkammer des Berliner Gerichts. Den drei Brüdern wird gewerbs- und bandenmäßiger Betrug zur Last gelegt. Sie gelten als Drahtzieher des Skandals, auf die manipulierten Spiele haben sie laut Anklage hohe Wettsummen kassiert. Der entstandene Schaden bei den Wettanbietern wird auf rund zwei Millionen Euro geschätzt.

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Quellen

  • fr-aktuell.de: „In Berlin stehen Ex-Schiedsrichter Hoyzer und seine Wettkumpane vor Gericht“ (Datum unbekannt) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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