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November 15, 2011

Nach Schüssen: Sechs Jahre Haft für Adoptivvater von Boxerin El-Halabi

Nach Schüssen: Sechs Jahre Haft für Adoptivvater von Boxerin El-Halabi

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Veröffentlicht: 13:09, 15. Nov. 2011 (CET)
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El-Halabi im Jahr 2008

Berlin (Deutschland), 15.11.2011 – Der 44-jährige Adoptivvater der Boxerin El-Halabi wurde vom Landgericht Berlin zu sechs Jahren Freiheitsstrafe wegen gefährlicher Körperverletzung und versuchter schwerer Körperverletzung verurteilt. Hicham E. hatte seine Adoptivtochter trainiert und, als sie sich einen neuen Trainer gesucht hatte, in ihrer Kabine kurz vor einem Weltmeisterschaftskampf in Berlin zehn Schüsse auf sie abgegeben. Er hatte Hand, Knie und beide Füße getroffen und wollte verhindern, dass sie jemals wieder in den Boxring steigen kann. El-Halabi wurde bei dem Angriff schwer verletzt.

Im Urteil wurde ausgeführt, dass Hicham E. über Monate geplant hatte El-Halabi zum Krüppel zu schießen. Bei der Tatausführung wurden auch zwei Männer vom Sicherheitsdienst angeschossen. Im Urteil schlug sich auch nieder, dass der Täter im Jahr 2010 den Freund seiner Adoptivtochter verprügelt hatte. Die Boxerin war im Gerichtssaal anwesend und hatte Tränen in den Augen. Ihr Anwalt: „Es ist die Buße für eine feige Tat.“ Ob El-Halabi nach den Verletzungen wieder boxen wird können, ist noch nicht klar.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Rola El-Halabi“.

Quellen[Bearbeiten]

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February 7, 2009

Urteil: Rechtsanwalt Freiherr von Gravenreuth ist des vollendeten Betruges schuldig

Urteil: Rechtsanwalt Freiherr von Gravenreuth ist des vollendeten Betruges schuldig

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Veröffentlicht: 21:39, 7. Feb. 2009 (CET)
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Berlin (Deutschland), 07.02.2009 – Im Revisionsverfahren vor dem Kammergericht, so der Name des Oberlandesgerichts in Berlin, musste der umstrittene Rechtsanwalt Günter Freiherr von Gravenreuth am 2. Februar vor dem 4. Strafsenat eine Niederlage hinnehmen.

Nach einem Urteil des Landgerichts Berlin vom 17. September 2008 hatte sich von Gravenreuth gegenüber der taz eines Betrugsversuches schuldig gemacht. Das Gericht verschärfte das Urteil sogar noch. Es geht davon aus, dass stattdessen ein vollendeter Betrug begangen wurde. Das Strafmaß erhöhte sich somit unter Einbeziehung eines weiteren Urteils auf 14 Monate Haft. Zur Begründung berief sich die Kammer auf eine Entscheidung des Bundesgerichtshofs aus dem Jahr 2001 (25. April 2001 – l StR 82/01). So ist bei einer schadensgleichen Vermögensgefährdung durch Täuschung mit Pfändungs- und Überweisungsbeschluss eine Vollendung der Tat gegeben.

Im Weiteren hat die Revision keine Rechtsfehler aufgedeckt, somit ist das Urteil rechtskräftig. Die Kosten des Verfahrens fallen Freiherr von Gravenreuth zur Last.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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December 12, 2008

Broder darf von Hecht-Galinski Pornoverfasser genannt werden.

Broder darf von Hecht-Galinski Pornoverfasser genannt werden.

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Veröffentlicht: 19:33, 12. Dez. 2008 (CET)
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Berlin (Deutschland), 12.12.2008 – Nach einem Urteil des Berliner Landgerichts darf Evelyn Hecht-Galinski Henryk M. Broder Pornoverfasser nennen.

In einem Brief, veröffentlicht am 29. April 2008 auf der Internetseite „Das Palästina Portal“ hatte Hecht-Galinski Broder unter anderem als „Pornoverfasser“ bezeichnet: „Im Gegensatz zu den Falschaussagen des ehemaligen St.Pauli-Nachrichten Redakteurs, Pornoverfassers und heutigen Spiegelredakteurs, Ausputzer der Israel-Lobby und Großinquisitors, Henryk M. Broder, ich würde auf meiner „Vortragstournee“ Israel mit den Nazis vergleichen…“

Broder verklagte Hecht-Galinski auf Unterlassung der Behauptung in der Öffentlichkeit, Broder sei ein Pornoverfasser.

Die Klage wurde vom Landgericht Berlin (27. Zivilkammer) abgewiesen.

In dem Urteil wird unter anderem darauf verwiesen, dass sich Broder über Hecht-Galinksi und andere Personen in der Vergangenheit unflätig, unsachlich und auch in grob verletzender Weise geäußert habe. „Wer das Recht der freien Meinungsäußerung in der Weise benutzt wie der Kläger, muss sich auch selbst deutliche Kritik an seiner Person gefallen lassen.“ Hecht-Galinski hatte als Beispiele für das pornografische Vokabular Broders die folgenden Zitate angeführt: „Er wichst zusammen, was zusammen gehört“, „Der Wichser vom Dienst“, „Keine Pornografie, sondern politisch korrekte Tampon-Prosa: Die Vagina-Monologe mit Promifrauen in Berlin“, „Fräulein Krienen zu schade, dass ich mich nicht mit einem Tritt in die Eier bedanken kann, Sie verblödeter Pseudo-Eunuch“.

Das Gericht bezog sich auch auf Broders Buch „Wer hat Angst vor Pornografie?“ mit Abbildungen von kopulierenden Paaren.

Broder will gegen das Urteil Berufung einlegen.

Themenverwandte Artikel

Der Prozess läuft unabhängig vom “Antisemitismus-Streit” Broder/Hecht-Galinski:

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August 29, 2008

Reinickendorfer Geldbotenmörder verurteilt

Reinickendorfer Geldbotenmörder verurteilt

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Veröffentlicht: 15:09, 29. Aug. 2008 (CEST)
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Lage von Reinickendorf in Berlin

Berlin (Deutschland), 29.08.2008 – Im Prozess um die tödlichen Schüssen auf einen Geldboten in Reinickendorf vor zehn Monaten wurde gestern im Landgericht Berlin das Urteil verkündet.

Weil sie vor zehn Monaten einen Geldboten aus Habgier erschossen hatten, wurden drei 53, 54 und 56 Jahre alte Männer wegen gemeinschaftlichen Mordes aus Habgier und Raubes mit Todesfolge zu jeweils lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Gegen den 54-jährigen Täter, der bereits wegen eines Mordversuchs vorbestraft war, ordnete das Gericht zusätzlich Sicherungsverwahrung an. Das Gericht entsprach damit zum größten Teil den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Nebenklage. Die den Tötungsvorsatz bestreitende Verteidigung hingegen hatte wegen schweren Raubes sowie Raubes mit Todesfolge zeitige Freiheitsstrafen beantragt. Sie will nun in Revision gehen.

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass die Täter von Anfang an geplant hatten, den Geldboten zu ermorden, falls dieser Widerstand leistete. Dazu begab sich das Trio mit Sturmgewehren und Vorschlaghämmern bewaffnet Ende Oktober 2007 zu einer Postfiliale in Berlin-Reinickendorf. Dort überfielen die Täter einen Geldtransporter, der 242.000 Euro geladen hatte. Dazu bezog der 53-Jährige in der Oranienburger Straße vor der Postfiliale Position, während die Komplizen hinter einem zehn Meter entfernten Gebüsch warteten. Als die beiden aus dem Versteck gestürmt kamen, schoss der Wachmann auf die Angreifer, wodurch er alle drei Täter verletzte. Der 56-Jährige hat davon weiterhin eine Kugel im Körper. Um ihren Plan dennoch zu Ende zu bringen, erschoss der 53-Jährige mit zwei Salven den chancenlosen Wachmann, der fünfmal getroffen wurde. Im Urteil wurde dies mit den folgenden Worten beschrieben: „Das Hindernis musste aus dem Weg geschafft werden, selbst wenn es ein Mensch war.“

Die drei Täter wurden bis Mitte Januar nach einer umfangreichen Fahndung festgenommen, jedoch sind 226.000 Euro aus der Beute weiterhin verschwunden. Der 53-Jährige wurde bereits eine Woche nach der Tat in Neuruppin gefunden, während der 56-Jährige Ende November 2007 in einer Wohnung in Wilmersdorf vom SEK überwältigt wurde. Im Januar 2008 schließlich gelang auch die Festnahme des 54-Jährigen in Reinickendorf.

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April 4, 2008

Fußball-Wettskandal: Außergerichtliche Einigung zwischem dem DFB und dem ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer

Fußball-Wettskandal: Außergerichtliche Einigung zwischem dem DFB und dem ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer

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Veröffentlicht: 20:13, 4. Apr. 2008 (CEST)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 04.04.2008 – Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und der wegen Betrugs rechtskräftig verurteilte ehemalige Bundesliga-Schiedsrichter Robert Hoyzer einigten sich wegen der vom DFB erhobenen Schadensersatzansprüche in einem anhängigen Zivilprozess außergerichtlich. Nach einer vom DFB veröffentlichten Erklärung erkennt Hoyzer einen „Schadensersatzbetrag in Höhe von 750.000 Euro an“. Hoyzer, der seit dem 18. Mai 2007 wegen des Wettbetruges eine Haftstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung im Männergefängnis Berlin-Hakenfelde absitzt, wird mit der Begleichung seiner Schuld nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis spätestens ab dem Jahr 2010 beginnen. Vereinbart wurden monatliche Ratenzahlungen in Höhe von 700 Euro, die 15 Jahre lang zu zahlen sind. Der DFB will das Geld für soziale Zwecke einsetzen. Der DFB stellte noch einige weiteren Forderungen an Hoyzer, die Teil des Vergleichs sind. So soll der ehemalige Schiedsrichter, der durch die Manipulation von Fußballspielen Wettgewinne eingestrichen hatte, „keinen weiteren persönlichen wirtschaftlichen Nutzen“ aus dem Wettskandal ziehen. Im Gegenzug verpflichtet sich der DFB dazu, Hoyzers Restschuld zu tilgen, wenn er 15 Jahre lang pünktlich seine Raten an den Fußballbund begleicht. Die dann zurückgezahlte Gesamtsumme beläuft sich nach 15 Jahren auf 126.000 Euro. Außerdem soll Hoyzer noch einmal vor dem DFB ausführlich zu den Vorgängen im Zusammenhang mit dem Wettskandal Stellung nehmen. Dabei soll er auch möglicherweise eingegangene Verpflichtungen gegenüber Medien offenlegen.

DFB-Präsident Zwanziger äußerte sich zufrieden über den vereinbarten zivilrechtlichen Vergleich: „Ich bin zufrieden, dass das Verfahren so abgeschlossen werden kann. Dem DFB blieb als gemeinnütziger Verband keine andere Wahl, als seine berechtigten Schadensersatzforderungen zu stellen, weil Herr Hoyzer seinerzeit gezielt manipuliert hat und damit unserem Verband neben dem Imageschaden auch erheblichen wirtschaftlichen Schaden zugefügt hat. Der Vergleich und damit der Verzicht auf Geltendmachung unserer möglicherweise höheren Schadensersatzansprüche ist auch Ausdruck unserer Haltung, dass wir Robert Hoyzer nach Verbüßung seiner Haftstrafe eine Chance für seinen weiteren Lebensweg eröffnen möchten.“ Der ausgehandelte Vergleich muss nun noch durch das Berliner Landgericht bestätigt und schriftlich ausgefertigt werden.

Der ehemalige Bundesligaschiedsrichter Robert Hoyzer hatte zugegeben, im Jahr 2004 vier Fußballspiele manipuliert zu haben und dafür 67.000 Euro kassiert zu haben. Außerdem habe er einen Plasmafernseher für seine Spielmanipulationen erhalten.

Themenverwandte Artikel

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February 21, 2007

Berliner Polizistenmörder verurteilt

Berliner Polizistenmörder verurteilt – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Berliner Polizistenmörder verurteilt

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Artikelstatus: Fertig 17:20, 21. Feb. 2007 (CET)
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Berliner Polizisten (2002)

Berlin (Deutschland), 21.02.2007 – In Saal 500 des Berliner Landgerichts wurde gestern ein 40-jähriger Kurde wegen Mordes und schweren Raubes zu lebenslanger Freiheitsstrafe verurteilt. Die besondere Schwere der Schuld stellte das Gericht nicht fest. Einem Mitangeklagten konnte keine Beteiligung am Mord nachgewiesen werden. Er erhielt deshalb eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren wegen schweren Raubes.

Das Duo war am 17. März 2006 nach einem vorangegangenen schweren Raub im Rahmen einer Polizeikontrolle in der Fontanestraße nahe dem Volkspark Hasenheide von Polizeihauptkommissar Uwe Liescheid und zwei seiner Kollegen getroffen. Dabei schoss der damals 39-jährige Haupttäter sofort auf den Hauptkommissar, der vier Tage später an den Tatfolgen verstarb. Die beiden bereits früher durch Gewaltdelikte auffälligen, damals arbeitslosen Verdächtigen wurden kurz nach Mitternacht in der Nacht zum 25. März 2006 von einem Sondereinsatzkommando in einem Auto in der Schulstraße in Wedding überwältigt und festgenommen.

Der Vorsitzende Richter Hans Luther war in der Urteilsverkündung davon überzeugt, dass es sich bei der in Berlin-Neukölln verübten Tat um einen Verdeckungsmord handelte. Als sich Polizeihauptkommissar Uwe Liescheid gegenüber dem Täter als Polizeibeamter zu erkennen gab, feuerte der 40-jährige Kurde sein ganzes Magazin auf den 42-jährigen Polizisten ab. Die aus fünf Meter Entfernung abgegebenen acht Schüsse verletzten den Polizeihauptkommissar so sehr, dass er in ein Koma fiel und vier Tage später im Krankenhaus verstarb. Ein 29-jähriger Kollege des Opfers konnte sich hinter geparkten Automobilen verstecken. Dieser zeigte sich erschüttert, als er sich daran erinnerte, wie Liescheid regungslos auf dem Boden lag.

Da der Täter nur einen Augenblick Zeit gehabt habe, um eine Entscheidung zu treffen, wurde von der besonderen Schwere der Schuld abgesehen. Er habe „zu unserem Bedauern (…) den falschen Weg gewählt“, so der Richter.

Bei einer lebenslangen Freiheitsstrafe kann bereits nach 15 Jahren geprüft werden, ob die Reststrafe zur Bewährung ausgesetzt werden kann. Falls die besondere Schwere der Schuld festgestellt wird, ist dies erst später möglich.

Die Staatsanwaltschaft kündigte an eine Revision zu prüfen. Oberstaatsanwalt Ralf Knispel ging während des Prozesses davon aus, dass die besondere Schwere der Schuld festzustellen sei. Die Tatumstände hätten dafür gesprochen, da die Tat einen außerordentlichen Vernichtungswillen sowie außergewöhnliche Brutalität gezeigt habe. Der Verteidiger des 40-Jährigen gab zur Revision keinen Kommentar ab. Er hatte auf Freispruch plädiert, nachdem sein Mandant zum Prozessauftakt ein früheres Geständnis widerrufen hatte. Der Kurde behauptete stattdessen, von den Beamten misshandelt und zu einem Geständnis gezwungen worden zu sein. Das Gericht fand dafür jedoch keine Anhaltspunkte.

Auch die objektiven Beweise sprachen für die Täterschaft des Angeklagten. So wurde die Polizei von dem 40-Jährigen zur Tatwaffe, die nahe dem Wannsee vergraben war, geführt. Ein in der Nähe des Tatortes gefundener Handschuh enthielt ebenfalls eindeutiges genetisches Material.

Neben der Witwe des Mordopfers und ihren beiden Söhnen, die schwarz gekleidet vor den Angeklagten saßen, waren auch viele Polizisten im Gerichtssaal anwesend. Der aus einem osttürkischen Bergdorf stammende Kurde vernahm das Urteil regungslos. Die Witwe schien zuerst sehr gefasst, war aber später vor Kameras aufgelöst. Sie müsse das Urteil erst verkraften, gab sie an.

Unterdessen wurde in Berlin mit einem Trauermarsch des ermordeten Polizeihauptkommissars gedacht. Das Motto des Umzuges war „Berlin gegen Gewalt“. Bereits am 23. März 2006 gedachten 7000 Polizisten in einem Schweigemarsch des toten Polizeihauptkommissars. Viele weitere Berliner trugen sich in polizeiliche Kondolenzbücher ein und sandten Beileidsbekundungen.

Der Mord führte damals zu einer Diskussion um die Eigensicherung von Polizeibeamten bei Kontrollen. Von 1945 bis zum 25. März 2006 sind 387 Beamte von Straftätern getötet worden, so die Polizeigewerkschaft. Berlin-Neukölln, wo die Tat stattfand, und andere Problemstadtteile sind für die Polizisten demnach lebensgefährlich geworden. Der Anteil an ausländischen Mitbürgern lag zum Tatzeitpunkt im März 2006 in Neukölln bei über 40 Prozent.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Recht in Berlin

Quellen

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December 29, 2006

Sicherungsverwahrung nach sexuellem Mißbrauch einer Achtjährigen

Sicherungsverwahrung nach sexuellem Mißbrauch einer Achtjährigen

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Artikelstatus: Fertig 13:46, 29. Dez. 2006 (CET)
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Berlin (Deutschland), 29.12.2006 – Ein bereits einschlägig vorbestrafter Sexualstraftäter ist am 28. Dezember 2006 von der 18. Großen Strafkammer im Landgericht Berlin wegen Kindesmissbrauchs zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und drei Monaten verurteilt worden. Zusätzlich ordnete das Gericht gegen den 39-jährigen Bernd P. die Sicherungsverwahrung an. Er hatte bereits von Juli 1999 bis 2004 fünf Jahre für einen sexuellen Missbrauch am eigenen Sohn hinter Gittern verbracht. Im Urteil hieß es, da der Angeklagte einen Hang zu solchen Straftaten habe, sei er gefährlich für die Allgemeinheit.

Der 39-Jährige hat die achtjährige Tochter seiner Lebensgefährtin, so die Überzeugung des Gerichts, zu sexuellen Handlungen genötigt, nachdem die beiden zuvor ein Kino besucht hatten. Bei einer weiteren Tat hatte der 39-Jährige sein Opfer in der Wohnung der Großeltern sexuell belästigt. Dazu fesselte und berührte er sie. Anlass der Tat war, so das Gericht, die Verschlechterung der sexuellen Beziehung zu seiner Lebensgefährtin.

Sicherungsverwahrung kann angeordnet werden, wenn ein Täter mindestens zwei Jahre für eine andere Tat im Gefängnis verbracht hat und eine Gefahr für die Allgemeinheit darstellt. Nach Verbüßung der regulären Haftstrafe muss alle zwei Jahre geprüft werden, ob die Gefahr weiterhin vorhanden ist. Seit 2004 ist es auch möglich, die Sicherungsverwahrung nachträglich anzuordnen, wenn sich im Gefängnis eine Gefahr für die Gesellschaft herauskristallisiert.

Themenverwandte Artikel

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December 16, 2006

BGH bestätigt: Manipulation von Fußballspielen ist Betrug

BGH bestätigt: Manipulation von Fußballspielen ist Betrug

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Artikelstatus: Fertig 15:23, 16. Dez. 2006 (CET)
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Karlsruhe (Deutschland), 16.12.2006 – Der wegen Beihilfe zum Betrug in sechs Fällen vom Berliner Landgericht im November 2005 verurteilte Schiedsrichter Robert Hoyzer bekam gestern höchstinstanzlich bestätigt, dass er für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis gehen muss. Der Fall hatte zu dem größten Betrugsskandal in der Geschichte des deutschen Fußballs geführt und monatelang für Schlagzeilen gesorgt. Mit dem heutigen Urteil setzte sich der Bundesgerichtshof nicht nur über die Argumentation der Verteidigung, sondern auch die Forderung der Bundesstaatsanwaltschaft hinweg, die einen Freispruch für Hoyzer gefordert hatten.

Das Gericht erkannte auf einen Straftatbestand in dem Sinne von „Betrug durch den Abschluss von Wetten auf manipulierte Fußballspiele und eine Beihilfe zu diesem Betrug“. Das Gericht sah es insbesondere als strafverschärfend an, dass die betroffenen Fußballvereine „teilweise erhebliche Vermögenseinbußen erlitten und das Vertrauen der sportinteressierten Öffentlichkeit in die Fairness des Fußballsports und die Unparteilichkeit der Schiedsrichter“ erheblich erschüttert worden sei.

Der Bundesanwalt Hartmut Schneider hatte zuvor argumentiert, die Gesetzeslage lasse keine Verurteilung wegen Betruges zu. Kernfrage sei, „ob das Platzieren verschiedener Wetten auf manipulierte Fußballspiele tatsächlich eine Täuschung darstellt“. Das bejahte der BGH in seinem Urteil eindeutig. Ein Wettvertrag sei wie jeder andere Vertrag zu behandeln. Die Vertragspartner müssen – stillschweigend – davon ausgehen, dass „keine vorsätzliche sittenwidrige Manipulation des Vertragsgegenstandes vorgenommen“ worden sei. Durch die Spielmanipulation sei daher der Tatbestand der Täuschung und in der Folge des Betruges gegeben.

Das Urteil des Berliner Landgerichts gegen den Angeklagten Ante S., der als Drahtzieher des Manipulationsskandals gilt, wurde ebenfalls bestätigt. Der Kroate Ante S., der durch die Spielmanipulationen und Bestechungen rund zwei Millionen Euro verdient hatte, muss wegen Betruges in zehn Fällen eine Haftstrafe von insgesamt zwei Jahren und elf Monaten antreten.

Es wird damit gerechnet, dass der Strafantritt erst im neuen Jahr erfolgt.

Der Deutsche Fußball-Bund zeigte sich erleichtert durch das BGH-Urteil. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte, das Urteil sei auch für das Ansehen des deutschen Fußballs im Ausland sehr wichtig.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Fußball-Wettskandal
  • Portal:Gerichtsurteile
  • Portal:Bundesgerichtshof

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June 4, 2006

Berliner WASG-Landesvorstand wieder im Amt

Artikelstatus: Fertig 00:36, 4. Jun. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 04.06.2006 – Das Berliner Landgericht erklärte am Mittwoch, den 31.05.2006, die Abberufung des WASG-Landesvorstandes für ungültig. Da der Landesverband bei der kommenden Abgeordnetenhauswahl im September in Konkurrenz zur Linkspartei.PDS antreten will, hatte der Bundesvorstand der „Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit“ (WASG) den Landesvorstand des Amtes enthoben. Die Entscheidung des WASG-Verbandes, in Berlin neben der Linkspartei.PDS ins Rennen zu gehen, sei „sowohl gesetzlich als auch nach der Satzung rechtmäßig“, so die Richter.

Themenverwandte Artikel

  • WASG-Spitzenpolitiker verurteilt Berliner Landesverband scharf (29.11.2005)
  • Nach WASG-Eklat: Bundesspitzen von Linkspartei und WASG halten an Fusion fest (29.11.2005)
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October 27, 2005

Erste Aussage Hoyzers im Prozess

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Erste Aussage Hoyzers im Prozess

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Berlin (Deutschland), 27.10.2005 – Robert Hoyzer, ehemaliger Schiedsrichter in der deutschen Bundesliga, hat heute erstmals selbst in seinem Prozess ausgesagt. Es geht um manipulierte Wetten und Fußballspiele. Der 26-Jährige Hoyzer gab im Wesentlichen vor dem Berliner Landgericht seine Schuld zu. Allerdings bestritt er, die Initiative zum Wettbetrug selbst ergriffen zu haben. Hoyzer wird die Manipulation von elf Spielen zur Last gelegt. Der Hauptangeklagte Ante Sapina, der kroatischer Herkunft ist, hatte vor Hoyzer seine zweite Aussage im Prozess gemacht. Er entschuldigte sich bei seiner Familie, bei allen Angeklagten und dem gesamten deutschen Fußball.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Fußball-Wettskandal

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