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December 16, 2006

BGH bestätigt: Manipulation von Fußballspielen ist Betrug

BGH bestätigt: Manipulation von Fußballspielen ist Betrug

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Artikelstatus: Fertig 15:23, 16. Dez. 2006 (CET)
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Karlsruhe (Deutschland), 16.12.2006 – Der wegen Beihilfe zum Betrug in sechs Fällen vom Berliner Landgericht im November 2005 verurteilte Schiedsrichter Robert Hoyzer bekam gestern höchstinstanzlich bestätigt, dass er für zwei Jahre und fünf Monate ins Gefängnis gehen muss. Der Fall hatte zu dem größten Betrugsskandal in der Geschichte des deutschen Fußballs geführt und monatelang für Schlagzeilen gesorgt. Mit dem heutigen Urteil setzte sich der Bundesgerichtshof nicht nur über die Argumentation der Verteidigung, sondern auch die Forderung der Bundesstaatsanwaltschaft hinweg, die einen Freispruch für Hoyzer gefordert hatten.

Das Gericht erkannte auf einen Straftatbestand in dem Sinne von „Betrug durch den Abschluss von Wetten auf manipulierte Fußballspiele und eine Beihilfe zu diesem Betrug“. Das Gericht sah es insbesondere als strafverschärfend an, dass die betroffenen Fußballvereine „teilweise erhebliche Vermögenseinbußen erlitten und das Vertrauen der sportinteressierten Öffentlichkeit in die Fairness des Fußballsports und die Unparteilichkeit der Schiedsrichter“ erheblich erschüttert worden sei.

Der Bundesanwalt Hartmut Schneider hatte zuvor argumentiert, die Gesetzeslage lasse keine Verurteilung wegen Betruges zu. Kernfrage sei, „ob das Platzieren verschiedener Wetten auf manipulierte Fußballspiele tatsächlich eine Täuschung darstellt“. Das bejahte der BGH in seinem Urteil eindeutig. Ein Wettvertrag sei wie jeder andere Vertrag zu behandeln. Die Vertragspartner müssen – stillschweigend – davon ausgehen, dass „keine vorsätzliche sittenwidrige Manipulation des Vertragsgegenstandes vorgenommen“ worden sei. Durch die Spielmanipulation sei daher der Tatbestand der Täuschung und in der Folge des Betruges gegeben.

Das Urteil des Berliner Landgerichts gegen den Angeklagten Ante S., der als Drahtzieher des Manipulationsskandals gilt, wurde ebenfalls bestätigt. Der Kroate Ante S., der durch die Spielmanipulationen und Bestechungen rund zwei Millionen Euro verdient hatte, muss wegen Betruges in zehn Fällen eine Haftstrafe von insgesamt zwei Jahren und elf Monaten antreten.

Es wird damit gerechnet, dass der Strafantritt erst im neuen Jahr erfolgt.

Der Deutsche Fußball-Bund zeigte sich erleichtert durch das BGH-Urteil. DFB-Präsident Theo Zwanziger sagte, das Urteil sei auch für das Ansehen des deutschen Fußballs im Ausland sehr wichtig.

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October 27, 2005

Erste Aussage Hoyzers im Prozess

Erste Aussage Hoyzers im Prozess – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Erste Aussage Hoyzers im Prozess

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Artikelstatus: Fertig 11:36, 7. Nov. 2005 (CET)
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Berlin (Deutschland), 27.10.2005 – Robert Hoyzer, ehemaliger Schiedsrichter in der deutschen Bundesliga, hat heute erstmals selbst in seinem Prozess ausgesagt. Es geht um manipulierte Wetten und Fußballspiele. Der 26-Jährige Hoyzer gab im Wesentlichen vor dem Berliner Landgericht seine Schuld zu. Allerdings bestritt er, die Initiative zum Wettbetrug selbst ergriffen zu haben. Hoyzer wird die Manipulation von elf Spielen zur Last gelegt. Der Hauptangeklagte Ante Sapina, der kroatischer Herkunft ist, hatte vor Hoyzer seine zweite Aussage im Prozess gemacht. Er entschuldigte sich bei seiner Familie, bei allen Angeklagten und dem gesamten deutschen Fußball.

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April 28, 2005

DFB will Wettskandal abschließen

DFB will Wettskandal abschließen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

DFB will Wettskandal abschließen

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Mainz / Frankfurt am Main (Deutschland), 28.04.2005 – Heute hat der DFB-Bundestag in einer außerordentlichen Sitzung getagt. Um vor der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wieder Ruhe einkehren zu lassen, will der Deutsche Fußball-Bund den Wettskandal möglichst schnell schließen.

Dabei hat der DFB-Kontrollausschuss heute entschieden, dass der ehmalige Schiedsrichter Robert Hoyzer keine Geldstrafe zahlen muss. Bisher war von 50.000 Euro die Rede. Der Antrag auf Geldstrafe gegen Hoyzer wurde heute überraschend zurückgezogen.

Auf der gleichen Sitzung hat der DFB ein Wettverbot für Spieler, Trainer, Funktionäre und Schiedsrichter beschlossen. Alle Delegierten stimmten in der Mainzer Rheingoldhalle für das Verbot.

Eine Enthaltung gab es bei der Abstimmung, dass Einsprüche mit dem Ziel einer Wiederholung eines eventuell manipulierten Spiels spätestens am Vortag des 31. Spieltages beim DFB eingereicht sein müssen.

Desweiteren votiert der DFB-Bundestag für die Einführung einer eigenen Fußball-Wette in Zusammenarbeit mit den Ländern und ODDSET.

Ferner wurde der Hoyzer lebenslang gesperrt. Er wurde endgültig aus dem DFB und seinen Verbänden ausgeschlossen. Als Begründung gab der Vorsitzende des Sportgerichts, Rainer Koch, bekannt, Hoyzer habe sich des unsportlichen Verhaltens in acht Fällen schuldig gemacht.

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March 1, 2005

UEFA-Pokal: FC Basel spielt unentschieden gegen LOSC Lille

UEFA-Pokal: FC Basel spielt unentschieden gegen LOSC Lille

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Basel (Schweiz), 01.03.2005 – Im ersten Pflichtspiel des Kalenderjahres 2005 am 17. Februar hatte es der FC Basel gleich mit dem Tabellenzweiten der Französischen Meisterschaft, dem Team des LOSC Lille, zu tun. Entgegen dem derzeit noch ruhenden Ligabetrieb in der Schweiz spielt man in Frankreich bereits seit dem 12. Januar wieder, was im Vorfeld der Partie doch einige Bedenken aufkommen ließ ob der Form auch im Umfeld des Schweizer Meisters.

Bei winterlichen Temperaturen um 0 Grad Celsius im St.-Jakob-Park fanden sich lediglich knapp 19.000 Zuschauer im weiten Rund wieder – Auswirkungen der gerade zu Ende gegangenen Fasnacht, der Ferienzeit sowie wohl auch der Preise, die bei vielen Matchbesuchern aufgrund ihrer Höhe nicht auf Akzeptanz stießen.

Der Gegner aus Frankreich zeigte auch gleich von Beginn der Partie an, warum er in 25 Meisterschaftsspielen erst 16 Gegentore hat hinnehmen müssen, denn die Basler Spieler um den argentinischen Gaucho-Sturm bestehend aus Gimenez, Rossi und Carignano sahen sich zu jedem Zeitpunkt des Spiels in einer Unterzahlsituation, wie stark auch der FC Basel das Pressing forcierte. Der zweiten Besonderheit hatten es die Basler dann aber in der fünften Minute zu verdanken, dass es beim 0:0 blieb: Lilles Spielmacher Brunel war mit seinem Schuss aus 16 Metern vom linken Strafraumeck nach einem schnellen Konter an Zuberbühler gescheitert.

In der Folge konnte der FC Basel auch weiterhin den Gegner immer wieder durch Tempoerhöhungen vor kleinere bis mittlere Probleme stellen, so richtig „konkret“, wie es Trainer Gross später bezeichnen sollte, wurde es aber selten. Eine Doppelchance in der 33. Minute (Kopfball Gimenez in die Arme des Lille-Goalies) und der 34. Minute durch Rossi mit einem Hinterhaltsschuss auf Sylva war aber bis Mitte der ersten Halbzeit das Höchste der Gefühle.

Die Nordfranzosen ihrerseits kamen in der 36. Minute mit einem gefährlichen Schuss von Tafforeau, der noch abgefälscht wurde, fast zur Führung – Zuberbühler hatte dem Ball nur tatenlos hinterhersehen können.

Die Stimmung im Stadion wurde durch ein vom nicht überzeugenden georgischen Schiedsrichter – für Basel glücklicherweise – übersehenes Handspiel von Zwyssig im Strafraum und kurz darauf durch Handspiel des gegnerischen Torhüters vor dem 16-Meter-Raum unnötig aufgeheizt, auch in der zweiten Halbzeit übersah der Referee großzügig ein klares Handspiel eines Franzosen im Strafraum.

Die zweite Halbzeit war arm an Höhepunkten, einzig ein Fehlpass des sonst starken Neuzugangs Patrick Müller auf Basler Seite brachte das torlose Unentschieden kurz vor dem Ende nochmals in Gefahr. Kommenden Donnerstag tritt der FCB in Lille auswärts an, um dort mindestens ein Tor zu schießen und damit den Einzug ins Achtelfinale zu schaffen.

Telegramm

FC Basel – OSC Lille 0:0 St. Jakob Park – Sr. Genov (Bulgarien) – 19′092 Zuschauer

FC Basel:

Zuberbühler, Kléber, Zwyssig, Müller, Degen P, Zanni (71. Sterjovski), Huggel, Chippy, Rossi, Gimenez (83. Petric), Carignano

OSC Lille:

Sylva, Debuchy (75. Cabaye), Tavlaridis, Moussilou (75. Odemwingie), Brunel, Bodmer, Tafforeau, Chalmé, Vitakic, Angwbwa, Dumont.

Bemerkungen:

FCB ohne Mesbah, Yakin, Smiljanic (alle verletzt), Ergic (rekonvaleszent), Meili (nicht im Aufgebot). Gelbe Karten: 15. Debuchy, 69. Chalmé, 89. Brunel, 90. Cabaye

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Originäre Berichterstattung
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February 23, 2005

Nürnberger Fußball-Bosse ziehen Einspruch zurück

Nürnberger Fußball-Bosse ziehen Einspruch zurück

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Berlin / Nürnberg (Deutschland), 23.02.2005 – Der seit dem 12.02.2005 in der Justizvollzugsanstalt Moabit in Untersuchungshaft einsitzende ehemalige Schiedsrichter Robert Hoyzer hat während der bisherigen Ermittlungen im Wettskandal Manipulationen oder versuchte Manipulationen bei bestimmten Spielen eingeräumt.

Seitdem hat Hoyzer in Gesprächen mit der Berliner Staatsanwaltschaft wiederholt Schiedsrichterkollegen belastet. Diese bestreiten nach wie vor vehement die von Hoyzer gemachten Vorwürfe.

Fußball-Zweitligist LR Ahlen hat mittlerweile bestätigt, dass er beim Bundesgericht gegen das Urteil des Sportgerichts vom 15.02.2005 Einspruch einlegen wird. Entschieden wurde damals, dass das Punktspiel der 2. Bundesliga vom 22.10.2004 gegen SV Wacker Burghausen wiederholt werden muss. Grundlage für das Urteil war das Geständnis Hoyzers, dieses Spiel manipuliert zu haben.

Anders dagegen im Fall Nürnberg. Die Verantwortlichen des Bundesligisten 1. FC Nürnberg haben mittlerweile ihren Einspruch gegen die Wertung des DFB-Pokalspiels gegen Ahlen (2:3 n. V.) zurückgezogen. Eine juristische Auseinandersetzung wird daher nicht mehr stattfinden. Bei den Verhandlungen vor dem Sportgericht wäre Nürnberg beweispflichtig gewesen. Da Hoyzer im Zusammenhang mit diesem Spiel kein Geständnis abgelegt hat, wäre der Einspruch aussichtslos gewesen. Beobachter des Spiels konnten zudem keine Szenen erkennen, die auf eine Manipulation hingewiesen hätten. Der Nürnberger Sportdirektor Martin Bader gab jedoch zu verstehen, dass sich Nürnberg vorbehält, erneut Einspruch zu erheben, sollten sich Veränderungen in der Beweislage ergeben.

Durch diese Nürnberger Entscheidung werden vor dem DFB-Sportgericht nur noch fünf statt sechs Spiele verhandelt. Da auch in diesen Fällen die Beweislast bei den Clubs und nicht bei der Gegenseite liegt, haben die Einsprüche auch in diesen Fällen wenig Aussicht auf Erfolg.

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February 19, 2005

Hoyzer belastet erneut Schiedsrichterkollegen

Hoyzer belastet erneut Schiedsrichterkollegen

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Berlin (Deutschland), 19.02.2005 – Nach Informationen des Nachrichtenmagazins „Der Spiegel“ hat der in Untersuchungshaft sitzende ehemalige Fußballschiedsrichter Robert Hoyzer in der Untersuchungshaft erneut schwere Anschuldigungen gegen seine ehemaligen Kollegen geäußert. Bis vor zwei Jahren sei es der „Normalfall“ gewesen, dass sich Schiedsrichter von Schiedsrichterbetreuern der Vereine in Bordelle haben einladen lassen.

Als Beispiel nannte der Berliner das Regionalligaspiel FC Sachsen Leipzig gegen Erzgebirge Aue am 14. Oktober 2000. Am Vorabend sei Hoyzer mit zwei der drei angesetzten Schiedsrichter und dem Vereinsbetreuer zunächst in eine Table-Dance-Bar und dann in ein Bordell gegangen. Der Schiedsrichterbetreuer habe hier jedem 150 Deutsche Mark gegeben „um uns zu vergnügen, was wir auch taten“, wie Hoyzer von Spiegel-Online zitiert wird. Er selbst war nicht im Schiedsrichtergespann, sondern privat in Leipzig.

Hoyzer soll umfassendes Wissen über ähnliche Vorgänge haben. Es seien jedoch so viele, dass sie ihm nicht mehr alle präsent seien. Für Hoyzer gilt im Untersuchungsgefängnis Berlin-Moabit die höchste Sicherheitsstufe, weil er sich von seinen ebenfalls einsitzenden kroatischen Komplizen bedroht fühle. Außer beim täglichen einstündigen Hofgang ist Hoyzer deshalb 23 Stunden am Tag in seiner Zelle eingeschlossen.

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February 14, 2005

Hoyzer muss im Gefängnis bleiben

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Hoyzer muss im Gefängnis bleiben

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Berlin (Deutschland), 14.02.2005 – Der ehemalige DFB-Schiedsrichter Robert Hoyzer, der am vergangenen Samstag verhaftet worden ist, muss aufgrund von Fluchtgefahr in Untersuchungshaft bleiben. Der Vorwurf lautet „mittäterschaftlich begangener gewerbs- und bandenmäßiger Betrug in acht Fällen“. Der heutige Haftprüfungstermin im Berliner Amtsgericht Tiergarten fiel für den 25-Jährigen negativ aus. Noch vergangene Woche sagte er in der ZDF-Talkshow von Johannes B. Kerner, er habe „große Angst vor dieser Thematik Gefängnis“.

Neben Robert Hoyzer müssen auch die Hintermänner des Schiedsrichterskandals, die Brüder S., weiterhin in Untersuchungshaft bleiben. Einer ihrer Verteidiger sagte anwesenden Journalisten: „Mein Mandant ist unschuldig.“ Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft haben ergeben, dass Robert Hoyzer bereits 2004 ähnliche Straftaten begangen hat. Generalstaatsanwalt Hansjürgen Karge rechnet mit einer empfindlichen Freiheitsstrafe.

Hoyzers Rechtsanwalt Stephan Holthoff-Pförtner bezeichnete die Anordnung der Untersuchungshaft im Tagesspiegel als „eine sehr populistische Entscheidung der Staatsanwaltschaft“. Er räumte allerdings ein, dass Hoyzer, indem er ein weiteres mutmaßlich manipuliertes Spiel verschwiegen hat, einen Vorwand lieferte.

Derzeit ist eine Sonderkommission mit 40 Polizisten und vier Staatsanwälten für die Ermittlungen zuständig. „Jede Person, die in den Vernehmungen oder in den Medien genannt wird, muss durch die Mühle gedreht werden. Alle können sicher sein: Wir werden jeden Stein umdrehen, bis alles aufgeklärt ist“, sagte der Generalstaatsanwalt.

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February 2, 2005

Fußballskandal: Razzia bei Nürnberger Club-Profi

Fußballskandal: Razzia bei Nürnberger Club-Profi

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Nürnberg / Berlin / Dresden (Deutschland), 02.02.2005 – Der Wettskandal im deutschen Fußballprofigeschäft zieht seine Kreise. Gestern hat am frühen Morgen in weiten Teilen Deutschlands eine Groß-Razzia bei Fußballspielern und Schiedsrichtern stattgefunden.

Mehr als 150 Beamte waren im Einsatz, bei 19 Beschuldigten haben Durchsuchungen stattgefunden. Einer davon war der Ex-Dresdner Spieler Maik Wagefeld, seit der Saison 2004 Spieler des 1. FC Nürnberg. Einige Minuten nach 06:00 Uhr klingelte es an seiner Haustüre. Mehrere Polizeibeamte baten auf Anordnung des Amtsgerichtes Berlin-Tiergarten eingelassen zu werden. Wagefeld zeigte sich gegenüber den Beamten kooperativ und erteilte bereitwillig Auskunft. Er gab ihnen auch die Möglichkeit zur Konteneinsicht. Wagefeld gab zu, von der mysteriösen Sonderzahlung an den Dresdner Club gewusst zu haben, fand daran aber nichts Außergewöhnliches.

Kurzzeitig wurde sein Handy sichergestellt, Wagefeld wurde jedoch nicht verhaftet. Er hat jetzt einen Anwalt eingeschaltet und sofort seinen Nürnberger Arbeitgeber informiert. Der 1.FCN steht hinter seinem Spieler und sieht keinen Grund, an den Angaben Wagefelds zu zweifeln.

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Saarländische Innenministerin befürwortet Monopol für staatliches Sporttoto

Saarländische Innenministerin befürwortet Monopol für staatliches Sporttoto

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Saarbrücken (Deutschland), 02.02.2005 – Die saarländische CDU-Innenministerin, Annegret Kramp-Karrenbauer, fordert eine Überprüfung der Zulassung nichtstaatlicher Wetteinrichtungen. Betrug und organisierter Kriminalität müsse entgegengewirkt werden. Anlass sind Manipulationen der Ergebnisse von Fußballspielen durch Sportwetter. Als Folge werden zurückgehende Wetteinnahmen befürchtet.

Die vier deutschen privaten Wettbüros Betandwin, Sportwetten Gera, Interwetten und Digibet haben deutsche Lizenzen, die auf Erlaubnisse der Deutschen Demokratische Republik zurückgehen und nach dem Einigungsvertrag über den Beitritt der DDR zur Bundesrepublik Deutschland eingeschränkt gültig bleiben. Ausländische, in Deutschland tätige private Wettbüros berufen sich auf Lizenzen von EU-Staaten, deren Gültigkeit in Deutschland umstritten ist. Quasi ein staatliches Monopol hat dagegen der staatliche Deutsche Lotto- und Totoblock mit den Wettprodukten Toto und Oddset.

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January 30, 2005

Schily will Oberschiedsrichter einführen

Schily will Oberschiedsrichter einführen

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München / Berlin (Deutschland), 30.01.2005 – Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) hat im Schiedsrichterskandal harte Strafen gefordert. „Es müssen die härtesten Sanktionen gegen die Täter ergriffen werden. Schiedsrichter und andere, die sich an den Manipulationen beteiligten, haben im Profifußball nichts mehr zu suchen“, sagte der Bochumer der Welt am Sonntag.

Gemeinsam mit dem DFB will Schily Instrumente zur Früherkennung von Manipulationen suchen. „Man könnte etwa eine Art Oberschiedsrichter einsetzen, der anhand von Fernsehbildern prüft, ob ein solcher Verdacht besteht“. Andererseits warnte Schily vor einem Generalverdacht gegen deutsche Schiedsrichter. „Meine Sorge ist, dass man jetzt bei Fehlentscheidung von Manipulation spricht. Diesem Eindruck müssen wir entgegenwirken.“

Otto Schily weiss, dass die Kontrolle von Wettbüros problematisch sein könnte. „Hier muss man mit den Polizeisachverständigen, dem DFB und den Ländern nach Lösungen suchen. Der Handlungsbedarf ist jedenfalls nicht zu übersehen.“ Trotzdem geht Schily nicht davon aus, dass sich der Skandal auf die im nächsten Jahr stattfindende Fußballweltmeisterschaft in Deutschland auswirken wird. „Wir werden den Manipulationsskandal schnell bereinigen, so dass kein Imageschaden bleibt.“

Der bayrische Minsterpräsident Edmund Stoiber forderte unterdessen ein generelles Wettverbot für alle an der Bundesliga beteiligten Personen. „Es muss ein glasklares Wettverbot für Spieler, Trainer und Funktionäre bei Fußball-Wetten geben. Alle Spieler und Schiedsrichter, die an den jetzt bekanntgewordenen Manipulationen beteiligt sind, sollen eine lebenslange Sperre und ein generelles Spielverbot erhalten. Es geht um das Ansehen des deutschen Fußballs“, sagte er der Bild am Sonntag.

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  • Focus (Quelle nicht mehr online)

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