WikiNews de

November 8, 2012

Kunst- und Schmuckdiebstähle nehmen zu

Kunst- und Schmuckdiebstähle nehmen zu – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kunst- und Schmuckdiebstähle nehmen zu

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:31, 8. Nov. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Auch international nimmt der Kunstraub zu: Ein Gemälde von Paul Gauguin, das in Rotterdam gestohlen wurde

Hildesheim (Niedersachsen), 08.11.2012 – Die Zahl der Kunst- und Schmuckdiebstähle hat in Deutschland zugenommen. In der seit dem Jahr 2004 geführten Datenbank des Bundeskriminalamtes sind derzeit rund 2050 beschlagnahmte Gegenstände registriert, die aus Straftaten stammen und deren rechtmäßiger Eigentümer gesucht wird. Allein in diesem Jahr wurden 735 Fundstücke erfasst – das ist mehr als ein Drittel des Gesamtbestandes. Die Bandbreite des Diebesgutes reicht von Schmuckringen über Uhren bis hin zu Gemälden und großen Standfiguren. In vielen Fällen handelt es sich nicht um Einzeltäter, sondern um Diebesbanden, die es auch auf wertvolle Metalle abgesehen haben. So wurden Anfang Oktober 2012 aus einer Villa in Berlin zahlreiche Kunstgegenstände geraubt, unter denen sich acht Skulpturen aus Bronze oder ähnlichem Metall befanden. Am letzten Wochenende im Oktober wurde aus der Fußgängerzone von Hildesheim eine 75 Kilogramm schwere Bronzefigur gestohlen, deren Wert auf 25.000 Euro geschätzt wird.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 18, 2012

Äthiopien: Fünf Touristen sterben bei einem Überfall

Äthiopien: Fünf Touristen sterben bei einem Überfall

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 13:26, 18. Jan. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Vulkan Erta Ale

Afar (Region) (Äthiopien), 18.01.2012 – Heute Morgen bestätigte der äthiopische Regierungssprecher Bereket Simo den Überfall auf eine Touristengruppe im Nordosten von Äthiopien. Fünf der Reisenden sollen dabei ums Leben gekommen sein. Es soll sich um zwei Deutsche, einen Österreicher und zwei Ungarn handeln. Zwei deutsche Staatsangehörige wurden verschleppt. Zwei weitere Personen wurden verletzt.

Das Auswärtige Amt in Berlin hat bereits gestern einen Krisenstab eingerichtet. Ein Sprecher: „Das Auswärtige Amt und die Botschaft sind mit Hochdruck um Aufklärung des Sachverhalts und des Schicksals der deutschen Staatsangehörigen bemüht.“ Das Bundeskriminalamt ist eingeschaltet. Jörg Ziercke, der Präsident des Bundeskriminalamtes, warnte davor, voreilige Schlüsse zu ziehen. Es gibt Vermutungen, dass eritreische Rebellen hinter der Attacke stecken.

Das äthiopische Militär hat die Verletzten in ein Krankenhaus in der Nähe gebracht. Der Tatort soll sich beim Vulkan Erta Ale in der Danakil-Wüste befinden. Die Gegend ist dafür bekannt, besonders heiß und arm zu sein. Normalerweise halten sich dort nur Forscher, Mitarbeiter von Hilfsorganisationen oder Abenteuertouristen auf.

Der Angriff erfolgte in der Danakil-Senke nahe der eritreischen Grenze. Die Danakil-Senke ist eine ca. 150.000 Quadratkilometer große, dreieckige Tiefebene. Sie liegt in den Ländern Äthiopien, Eritrea und Dschibuti. Der Name ist vom dort lebenden Nomadenvolk der Danakil abgeleitet.

Im gleichen Gebiet wurden 2007 fünf Europäer als Geiseln genommen und nach Zahlung von Lösegeld wieder freigelassen. Im Jahr 2008 wurden mehrere Überfälle verzeichnet. Durch das Auswärtige Amt besteht eine Reisewarnung für das Grenzgebiet zu Eritrea.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Afrika

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 30, 2011

Bundesanwaltschaft: Al-Qaida-Verdächtige hatten Terroranschlag in Deutschland geplant

Bundesanwaltschaft: Al-Qaida-Verdächtige hatten Terroranschlag in Deutschland geplant

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:12, 30. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Karlsruhe (Deutschland), 30.04.2011 – Die Bundesanwaltschaft beim Bundesgerichtshof in Karlsruhe gab heute weitere Einzelheiten zu den gestern festgenommenen mutmaßlichen Angehörigen einer terroristischen Vereinigung bekannt. Demnach handelt es sich bei den gestern in Bochum und Düsseldorf festgenommenen drei Männern im Alter zwischen 19 und 31 Jahren um einen marokkanischen Staatsangehörigen, einen Deutsch-Marokkaner und einen Deutsch-Iraner. Alle drei sind „dringend verdächtig, als Mitglieder der ausländischen terroristischen Vereinigung Al Qaida einen Terroranschlag in Deutschland geplant zu haben“, erklärte die Behörde.

Einer der Beschuldigten (Abdeladim El-K.) soll sich zu einer Ausbildung in einem Lager der al-Qaida aufgehalten haben. Die Bundesanwaltschaft hält es für wahrscheinlich, dass der Mann in diesem Lager dazu ausgebildet wurde, „Sprengstoff- und Schusswaffenanschläge in europäischen Ländern zu begehen“. Jamil S., der Deutsch-Marokkaner gilt als zuständig für die Finanzierung der Anschlagsvorbereitung. Außerdem gehörte zu seinen Aufgaben, falsche Ausweispapiere zu beschaffen. Der jüngste Angehörige der Gruppe, der Deutsch-Iraner Amid C. war für die konspirative Kommunikation zwischen den Beschuldigten verantwortlich, die auf verschlüsseltem Wege erfolgte.

Konkrete Anschlagsvorbereitungen begannen im Dezember 2010. Via Internet besorgten sich die Beschuldigten Anleitungen zum Bau von Bomben und kundschafteten die Sicherheitsvorkehrungen an öffentlichen Gebäuden, Flughäfen und Bahnhöfen aus. In einer Düsseldorfer Wohnungen hatten die Verdächtigen zuletzt versucht aus Grillanzündern Hexamin herzustellen, das in Verbindung mit Wasserstoffperoxid und Zitronensäure den Sprengstoff für einen Zünder bilden sollte. Daraufhin griff das Bundeskriminalamt (BKA) offenbar zu.

Vor dem gestern erfolgten Zugriff waren die Verdächtigen sechs Monate lang rund um die Uhr observiert worden. Das BKA führt die Ermittlungen weiter. BKA-Präsident Jörg Ziercke sagte bezüglich der Sicherheitslage in Deutschland: „Wir können keine Entwarnung für Deutschland geben und müssen weiter mit Anschlägen islamistischer Terroristen rechnen.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 29, 2011

Düsseldorf: Mutmaßliche deutsche Al-Qaida-Mitglieder festgenommen

Düsseldorf: Mutmaßliche deutsche Al-Qaida-Mitglieder festgenommen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:41, 29. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Karlsruhe / Düsseldorf (Deutschland), 29.04.2011 – Wie die deutsche Bundesanwaltschaft in Karlsruhe mitteilt, wurden heute drei mutmaßliche Al-Qaida-Terroristen festgenommen. Die Festnahme erfolgte durch Beamte des Bundeskriminalamts (BKA) in Düsseldorf (Nordrhein-Westfalen), wie ZDFheute und die Presseagentur dpa berichten. Die Verdächtigen sollen morgen einem Ermittlungsrichter beim Bundesgerichtshof vorgeführt werden. Die Bundesanwaltschaft kündigte für morgen, Samstag, dazu eine Pressekonferenz an.

Laut Medienberichten soll es sich um drei junge Marokkaner mit deutscher Staatsbürgerschaft handeln. Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) erklärte, den drei Männern wird die Planung eines Bombenanschlages in Deutschland vorgeworfen. Laut Friedrich gehe es in diesem Zusammenhang um „eine konkrete und bevorstehende Gefahr“ für das deutsche Bundesgebiet.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Recht in Deutschland
  • Sicherheitsbehörden warnen vor wachsender Terrorgefahr in Deutschland (31.01.2009)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 17, 2011

Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt kommt doch nicht

Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt kommt doch nicht

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 08:20, 17. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Berlin (Deutschland), 17.03.2011 – Der neue Innenminister Hans-Peter Friedrich hat sich bei bei einer Rede auf der Feier des 60-jährigen Bestehens der Bundespolizei gegen die Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt ausgesprochen.

Die Zusammenlegung war von einer Expertenkommission empfohlen worden und wurde auch von Friedrichs Vorgänger Thomas de Maizière unterstützt. Bei den Ländern und Teilen der Polizei war sie jedoch auf Widerstand gestoßen. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Polizeigewerkschaft, Rainer Wendt, begrüßte die Entscheidung und bezeichnete sie als eine „klare Absage an eine Zentralisierung polizeilicher Aufgaben“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 3, 2011

Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:52, 3. Jan. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge
Das Image Ägyptens ist islamisch. Diesem Image würde es schaden, zu sagen, dass man so viele Christen im Land hat. Die Regierung will die islamische Welt beeindrucken. Das Ziel eines islamischen Landes ist ja die Beseitigung der ‘Ungläubigen’. Und außerdem: Wenn die Regierung zugäbe, dass es so viele Kopten gibt, müsste sie sich fragen lassen, warum diese in Regierung oder Administration nicht entsprechend repräsentiert sind.
Koptische Christen befürchten auch in Deutschland Anschläge

– Foaud Ibrahim in: „Zeugnis eines deutschen Kopten über Koptenverfolgung“ lt. koptisch.wordpress.com

Wiesbaden (Deutschland) / Alexandria / Kairo (Ägypten), 03.01.2011 – Nach dem Anschlag auf eine koptische Kirche in der Silvesternacht in der ägyptischen Stadt Alexandria fürchten auch in Deutschland lebende Kopten um ihr Leben. Das deutsche Bundeskriminalamt (BKA) soll Medieninformationen zufolge koptische Priester in Deutschland über Anschlagspläne informiert haben. Im Internet sollen angeblich Pläne bekannt geworden sein, wonach in der Nacht vom 6. auf den 7. Januar Terrorakte auf Kopten geplant sind. Insbesondere das Bundesland Hessen sei dabei genannt worden.

Bei dem Anschlag auf die Kirche in Alexandria waren mindestens 21 Menschen getötet und fast 100 verletzt worden. Am Sonntag demonstrierten nach Presseberichten hunderte Kopten in Alexandria und Kairo gegen die ägyptische Regierung. Sie verlangten mehr Schutz vor den Übergriffen gegen ihre Religionsgemeinschaft.

Die deutsche Bundesbildungsministerin Annette Schavan (CDU) forderte eine Distanzierung der in Deutschland und in aller Welt lebenden Muslime gegen die Verfolgung der Kopten in Ägypten: „Wenn die Muslime selbst protestieren, bewirkt das viel mehr, als wenn wir das tun.“ Der Protest in Deutschland lebender Muslime sei jedoch von besonderer Bedeutung, da diese in Deutschland ihren Glauben frei ausüben könnten.

Als Begründer der koptischen Kirche gilt der Evangelist Markus, der auch erster Bischof von Alexandria war. Zwischen 15 und 20 Millionen koptische Christen gibt es weltweit. Die meisten von ihnen leben in Ägypten. Foaud Ibrahim, emeritierter Professor für Sozialgeographie und Regionale Geographie Afrikas an der Universität Bayreuth, schätzt die Zahl der in Ägypten lebenden Kopten auf neun Millionen Menschen, das sind etwa 13 Prozent der Bevölkerung. Die offiziellen Angaben liegen niedriger. In Deutschland existieren etwa 10 Gemeinden der Kopten, nach Schätzung Ibrahims mit etwa 3.000 Mitgliedern. In Österreich leben über 5.000 Kopten. Auch in der deutschsprachigen Schweiz und der Westschweiz sind die Kopten mit mehreren Gemeinden in einigen Städten vertreten.

Die Verfolgung der Kopten in Ägypten hat bereits eine längere Vorgeschichte. In einem Blog der Kopten wird über immer weiter um sich greifende Diskriminierung und Gewalt gegenüber den in Ägypten lebenden Kopten berichtet. Die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) berichtete anlässlich der Parlamentswahlen in Ägypten am 28. November 2010 über „willkürliche und brutale Gewalt gegen koptische Christen“. Demonstrationen von Kopten gegen die Diskriminierung ihrer Religion und der Mitglieder der koptischen Gemeinden in Ägypten wurden von der Polizei mehrfach mit Gewalt aufgelöst, berichtete die GfbV. Am 10. Dezember 2010 fanden Medienberichten zufolge Übergriffe von Sicherheitsorganen auf die koptische Gemeinde im Distrikt Omrania statt. Drei Menschen sollen dabei getötet und Dutzende verwundet worden sein. In Omrania, wo über zehntausend Kopten leben sollen, kämpft die koptische Gemeinde seit 2003 um die Genehmigung zum Bau einer koptischen Kirche. Bei der Polizeiaktion wurden über 150 Kopten verhaftet, die ihren Forderungen zum Bau einer Kirche mit einem Sitzstreik Nachdruck verleihen wollten. In einer Predigt vom 22. Dezember vergangenen Jahres berichtete der koptische Bischof Sorial von Melbourne und Neuseeland über die Diskriminierung der Kopten in Ägypten und die Verhaftung von 153 Kopten bei diesem Anlass. Er bezog sich auf die Verhaftungen in Omrania, als er sagte: „Ich bin mir ohne jeden Zweifel sicher, dass sie jetzt in den Gefängnissen auf barbarischste Weise gefoltert werden. Wir fordern die ägyptische Regierung heute noch [auf], alle diese unschuldigen Kopten freizulassen.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus
  • Portal:Diskriminierung
  • Portal:Religion

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 9, 2010

Deutschland: Strukturkommission empfiehlt Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt

Deutschland: Strukturkommission empfiehlt Zusammenlegung von Bundespolizei und Bundeskriminalamt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:48, 9. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Logo der deutschen Bundespolizei

Logo des Bundeskriminalamts

Berlin (Deutschland), 09.12.2010 – Eine von Innenminister Thomas de Maizière eingesetzte Kommission unter der Leitung des Ex-Verfassungsschutzpräsidenten Eckart Werthebach sprach sich heute für eine Umstrukturierung des Polizeiapparats auf Bundesebene aus. Demnach sollen das Bundeskriminalamt (BKA) und die aus dem ehemaligen Bundesgrenzschutz hervorgegangene Bundespolizei zusammengelegt werden. Der Zoll bleibt den Vorschlägen zufolge eigenständig und soll weiterhin dem Finanzministerium unterstellt bleiben.

Der Innenminister lobte den heute vorgelegten Bericht und stellte sich ausdrücklich hinter die Überlegungen der Kommission. Er sprach sich für eine Umsetzung der Vorschläge noch in dieser Legislaturperiode aus. Die Umstrukturierung soll der effektiveren Bekämpfung von Terror und Kriminalität dienen. Der ehemalige Verfassungsschutzpräsident Werthebach und der Bundesinnenminister betonten gleichermaßen, dass sich die Umstrukturierung nicht am Modell der US-Bundespolizei FBI orientiere. In diesem Zusammenhang wurde auf das Grundgesetz verwiesen, das eine strikte Trennung von Polizei und Nachrichtendiensten verlangt.

Während sich die FDP verhalten zustimmend zu den Reformplänen äußerte und eine detaillierte Prüfung ankündigte, stießen die Umbaupläne des Innenministeriums bei der Opposition auf Widerspruch. Wolfgang Wieland, Obmann der Grünen im Innenausschuss des Deutschen Bundestages, warnte vor der Schaffung einer von ihm so genannten „Superpolizei“. Die Zusammenlegung des BKA mit der Bundespolizei, die schwerpunktmäßig für die Sicherheit an den Grenzen zuständig sei, hält der Abgeordnete nicht für hilfreich im „Anti-Terror-Kampf“. Kritik kam auch vom SPD-Innenexperten Thomas Oppermann: „Es ist falsch, bei akuten Terrordrohungen eine Diskussion über den Umbau der Sicherheitsarchitektur anzufangen. Das trägt Unruhe in den Apparat, wo wir uns auf den Schutz vor dem Terror konzentrieren sollten.“

Die Gewerkschaft der Polizei (GDP) im Deutschen Gewerkschaftsbund kritisierte den Vorschlag der Kommission als „eine vertane Chance“, weil der Zoll der neuen Bundespolizeibehörde nicht angegliedert werden soll: „Die Kommission entscheidet damit gegen eine wirksamere Bekämpfung von Schmuggel, Geldwäsche, Finanz-, Wirtschafts- und Betrugskriminalität“, sagte der GDP-Vorsitzende Bernhard Witthaut.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in Deutschland

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 22, 2010

Flugsicherheit: Mutmaßliche Paketbombe auf dem Flug Windhoek – München war Attrappe

Flugsicherheit: Mutmaßliche Paketbombe auf dem Flug Windhoek – München war Attrappe

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:54, 22. Nov. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Hamburg (Deutschland), 22.11.2010 – Am Rande der Innenministerkonferenz hat der deutsche Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag bekanntgegeben, dass die angebliche Paketbombe, die in einem Flugzeug auf der Route Windhoek (Namibia) – München (Deutschland) gefunden worden war, eine Attrappe gewesen sei.

Wie de Maizière darlegte, handelte es sich dabei um einen so genannten Realtest-Koffer einer US-Firma, wie sie zur Überprüfung der Flugsicherheit eingesetzt würden. In dem Koffer sei kein Sprengstoff entdeckt worden. Der Minister konnte keine Angaben darüber machen, von wem dieser Koffer unter das Gepäck der Maschine geschmuggelt worden war. Spekulationen, wonach der Auftraggeber möglicherweise ein staatlicher Sicherheitsdienst gewesen sein könnte, konnte der Minister nicht definitiv bestätigen. Der Vorgang werde zurzeit von Beamten des Bundeskriminalamts (BKA) untersucht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Luftfahrt

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 26, 2009

BKA-Präsident Jörg Ziercke: Deutsches Bundeskriminalamt greift bisher noch nicht online auf PCs zu

BKA-Präsident Jörg Ziercke: Deutsches Bundeskriminalamt greift bisher noch nicht online auf PCs zu

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:35, 26. Mai 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Deutschland, 26.05.2009 – Das Bundeskriminalamt (BKA) greift nach Aussagen des BKA-Präsidenten Jörg Ziercke noch nicht online auf PCs zu. Seit Januar darf das BKA online auf PCs zugreifen.

Im Januar und April wurden Verfassungsbeschwerden gegen das neue BKA-Gesetz beim Bundesverfassungsgericht erhoben.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 31, 2009

Sicherheitsbehörden warnen vor wachsender Terrorgefahr in Deutschland

Sicherheitsbehörden warnen vor wachsender Terrorgefahr in Deutschland

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:56, 31. Jan. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Berlin (Deutschland), 31.01.2009 – „Die jüngsten Video-Botschaften zeigen deutlich, dass Deutschland und deutsche Interessen im Ausland bedroht werden.“ Das sagte der Leiter des deutschen Bundeskriminalamtes, Jörg Ziercke, heute gegenüber dem Focus. Auch Verfassungsschutz-Präsident Heinz Fromm geht laut einem Interview mit dem Hamburger Abendblatt von einer „sehr hohen Gefahr“ terroristischer Anschläge in Deutschland aus.

Die jüngsten Drohvideos zeigten, dass konkrete Anschläge in Vorbereitung seien. BKA-Chef Jörg Ziercke sieht Parallelen mit der Situation in Spanien vor den Anschlägen in Madrid im März 2004. Damals hatten islamistische Terroristen mit ihren Terrorakten versucht, die Parlamentswahlen und die politische Orientierung Spaniens zu beeinflussen. Nach dem Regierungswechsel beschlossen die Sozialisten, die als Sieger aus den Wahlen hervorgegangen waren, den Rückzug des spanischen Militärs aus dem Irak.

Der Terrorismusexperte Guido Steinberg vermutet in einem Interview mit der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“, Deutschland sei in besonderem Maße ins Visier des internationalen Terrorismus gerückt, weil es Anhaltspunkte dafür gebe, dass die Haltung der Bundesregierung zu dem Engagement in Afghanistan durch ein entsprechendes terroristisches Szenario beeinflusst werden könnte. Laut Bundesverfassungsschutz-Präsident Fromm ist in Deutschland „ein islamistisch-terroristisches Personenpotenzial […] im hohen dreistelligen Bereich“ vorhanden. Innenstaatssekretär August Hanning nannte es beunruhigend, dass vor kurzem ein Video des deutschen Staatsbürgers Bekkay Harrach von der islamistischen Terrororganisation al-Qaida veröffentlicht wurde. Dieser Deutsche habe „Zugang zur Führung der Terrororganisation“. Von fehlgeleiteten Konvertiten zum Islam gehe in Deutschland laut Ziercke eine besondere Gefahr aus. Diese seien mit den Verhältnissen in Deutschland gut vertraut und dabei unauffällig: „Sie kennen die deutsche Infrastruktur, sind gesellschaftlich integriert und fallen aufgrund ihres Aussehens kaum auf.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Terrorismus

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »