WikiNews de

February 1, 2012

Everglades: Eingeschleppte Pythons rotten einheimische Säuger aus

Everglades: Eingeschleppte Pythons rotten einheimische Säuger aus

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:00, 1. Feb. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Python auf einem Alligator

Florida (Vereinigte Staaten), 01.02.2012 – Nach einem Bericht in dem Wissenschaftsmagazin „Proceedings of the National Academy of Sciences“ sind im Everglades-Nationalpark aus Süd- und Südostasien eingeschleppte Tigerpythons verantwortlich für einen drastischen Rückgang der Säugetiere im tropischen Marschland von Florida. Auch in der Nähe der Stadt Miami wurden die bis zu fünf Meter lang werdenden Schlangen schon gesichtet.

Wissenschaftler hatten bereits in den 1990-er Jahren die Zahl der Säugetiere in den Everglades erhoben. Damals gab es noch eine asiatischen Riesenschlange in den Sümpfen. Im Zeitraum von 2003 bis 2011 wurden erneut Zählungen durchgeführt. In den Bereichen, in denen sich die Schlangen ausgebreitet hatten, stellte man einen dramatischen Rückgang von Säugetieren fest. Die Population von Waschbären, Opossums und Luchsen war um bis zu 99 Prozent zurückgegangen. Kaninchen und Füchse wurden in den Schlangengebieten keine mehr gesichtet.

Um das Ökosystem zu schützen, wurden in den letzten Jahren etwa 2.000 Exemplare der Schlangen gefangen, was die weitere Ausbreitung offensichtlich nicht wesentlich beeinflusst hat. Auch seltene Arten wie Waldstorch oder die Key Largo-Buschratte werden von den Pythons als Nahrung nicht verschmäht.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Vereinigte Staaten
  • Krötenplage in Timor-Leste (11.09.2008)
  • Maisfelder in Gefahr – Der Maiswurzelbohrer erobert Europa (05.10.2005)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 2, 2007

Bärin beißt Waldarbeiterin

Bärin beißt Waldarbeiterin – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bärin beißt Waldarbeiterin

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:56, 2. Jun. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bratislava (Slowakei), 02.06.2007 – Nach einem Bericht des slowakischen Nachrichtensenders TA3 wurde am Freitag eine 30-jährige Waldarbeiterin von einer Bärin angegriffen und leicht verletzt.

Die Frau mähte zusammen mit ihrer Mutter das Gras um eine Gruppe von Jungbäumen ab, als sie vermutlich dabei eine Bärin mit ihrem Jungen aufschreckte. Sie wurde von der Bärenmutter sofort angegriffen und versuchte wegzulaufen. Die Waldarbeiterin wurde von der Bärin attackiert und ins Bein gebissen, worauf sie hinfiel. Das Tier ließ daraufhin von ihr ab und verschwand mit ihrem Jungen. Die behandelnden Ärzte erklärten, dass die Bisswunde am Bein der Frau nicht tief sei.

In der Slowakei sollen nach Schätzungen noch zwischen 300 und 600 Bären frei leben.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 4, 2006

„Bärenprojekte in den Alpen“ – 20 Cent gehen an den WWF Deutschland

„Bärenprojekte in den Alpen“ – 20 Cent gehen an den WWF Deutschland

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:32, 4. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Bonn (Deutschland), 04.07.2006 – Der deutsche Süßwarenhersteller HARIBO aus Bonn hat ein neues Vorhaben ins Leben gerufen: „Bärenprojekte in den Alpen“. Eine Woche nach dem Tod des Braunbären Bruno alias JJ1 hat HARIBO in Bonn eine Pressemitteilung herausgegeben.

Darin verpflichtet sich HARIBO, pro verkaufter Packung Schaumgummis mit Namen „BRUNO-BRAUNBÄR“ 20 Cent an die Naturschutzorganisation WWF Deutschland zu spenden. Damit sollen weitere Abschüsse wildlebender Bären in Deutschland verhindert werden.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 1, 2006

Bayerische Alpen: Urlauber stornieren Buchungen wegen Bruno-Abschuss

Bayerische Alpen: Urlauber stornieren Buchungen wegen Bruno-Abschuss

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:35, 1. Jul. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Schliersee (Deutschland), 01.07.2006 – Die Emotionen schlagen weiterhin hoch. Weil viele Bayernurlauber mit dem Abschuss des Braunbären „JJ1“ alias „Bruno“ am letzten Montag nicht einverstanden sind, stornieren sie ihre Urlaubsbuchungen. Die Gemeinde Schliersee hat Dutzende von Absagen erreicht, obwohl der Ort mit dem Abschuss nichts zu tun hat. Dabei hatte sich Bruno nur zufällig im Schlierseegebiet aufgehalten. Bruno wurde von einem staatlich beauftragten Sicherheitsteam erlegt. Die einzige Gemeinsamkeit: An dem Ort fand nach dem Abschuss die Pressekonferenz zu diesem Thema statt. Wie hoch der wirtschaftliche Schaden nach der Absagewelle sein wird, lässt sich erst in etwa einem Jahr errechnen. Bisher zählt Schliersee rund 500.000 Gäste pro Jahr.

Was Bruno angeht: Im Anschluss an die Pressekonferenz wurde Schliersee wüst beschimpft. Einige Einträge im Internetgästebuch des Ortes lauteten: „Urlaub in Bayern? Nö!“ – „Bei Mördern wollen wir keinen Urlaub machen. Wir reisen ab – und kommen nie wieder!“ Auch positive Einträge kamen an: „Was kann denn die Gemeinde Schliersee dafür, dass ‚JJ1‘ geschossen wurde! Also lasst mal die Kirche im Dorf und besucht weiter Bayern! Und Schliersee hat eine schöne Kirche!“ Nicht zu vergessen sind die Urlauber, die Angst vor Bruno hatten und nun erleichtert sind, dass die Gefahr vorüber ist.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 29, 2006

Ermordet, erschossen oder erlegt – Brunos Tod erhitzt die Gemüter

Ermordet, erschossen oder erlegt – Brunos Tod erhitzt die Gemüter

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:10, 29. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Saint Petersburg (Vereinigte Staaten) / Brüssel (Belgien), 29.06.2006 – Der Tod des liebevoll „Bruno“ getauften Bären löste in der Medienlandschaft und auch bei der Bevölkerung ein heftiges Echo aus. So ist bei den Polizeirevieren eine Flut von Strafanzeigen gegen die Jäger oder die für den Abschuss verantwortlichen Politiker eingegangen. Bayerns Umweltminister Werner Schnappauf (CSU) muss sich Rücktrittsforderungen anhören, sogar Morddrohungen gehen ein. Die EU-Kommission erhielt einen Protest von Italien gegen das Vorgehen, das Land will den Artenschutz zukünftig auf EU-Ebene geregelt sehen.

Exemplarisch für die gesellschaftliche Diskussion sind auch zwei Äußerungen von Benutzern der Online-Enzyklopädie Wikipedia, die seit dem Schuss im Morgengrauen aufgeregt auf der Diskussionsseite von JJ1 diskutieren. Dort erhob der „Benutzer Brrr“ einen Einwand, weil auf der Artikelseite vom Erlegen des Bäres die Rede war. So schrieb er: „Von Erlegen ist die Rede bei waidmännisch fachgerechten und gesetzeskonformen Töten jagbaren Wildes. Da dies hier aber vermutlich nicht der Fall ist, müssen wir das neutrale, nicht wertende Wort Erschießen wählen“. Ein anonymer Benutzer titelte anschließend in der Diskussionsüberschrift: „Abschuss bzw. Mord von JJ1“ und stellte eine Verschwörungstheorie auf, indem er schrieb: „Man fragt sich hier, was hat man dem Schützen bezahlt? Was hat man ihm geboten? Es hat doch geheißen, dass sich dieser den Bären behalten darf? Ich wünsche ihm jedenfalls viel viele schlaflose Nächte, ein schlechtes Gewissen.“ Weiter ist ein Streit darüber ausgebrochen, ob generell bei einem Tier bei der Angabe des Todestages in einem Lexikon-Eintrag das christliche Symbol eines Kreuzes verwendet werden darf.

Die meistgelesene Zeitung Deutschlands, die BILD-Zeitung schreibt: „Der Urwald lebt! Bruno war der lebende Teddybär in einer Welt der Handys, Flat-TVs und des Polit-Frusts. Bruno war unser fremder Freund. Bruno war live, authentisch, anarchistisch. Drei Länder jagten ihn. Wir betreten den Mond, aber ein Bär narrt Stoibärs Jäger – er bleibt frei bis zum Tod. Das ist tröstlich, aber auch ernüchternd.“

Der Neubrandenburger Nordkurier macht sich Gedanken um die Jäger. Dort heißt es: „Die Jäger, die über Jahrzehnte mühsam mit ungeheurem PR-Aufwand ihr Negativ-Image verbessert haben, fallen nach dieser von vielen Menschen als hysterisch und unangemessen empfundenen Aktion in alte Zeiten zurück. Von wegen Naturschützer, wird es heißen. Sie sind fortan wieder in der Defensive“.

Themenverwandte Artikel

Quellen

WikiMedia Proejkts1.jpg

In diesem Artikel wird die Wikimedia Foundation oder eines ihrer Projekte erwähnt.
Auch Wikinews ist ein Projekt der Wikimedia Foundation.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 27, 2006

Braunbär „Bruno“ ist tot

Braunbär „Bruno“ ist tot – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Braunbär „Bruno“ ist tot

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:22, 27. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Archivbild eines Bären

Bayrischzell / Miesbach (Deutschland), 27.06.2006 – Braunbär „JJ1“ alias „Bruno“ ist tot. Nach Angaben von Manfred Wölfl, des Bärenbeauftragten des bayerischen Umweltministeriums, erschossen Jäger den „Problembären“ am Montagmorgen um 4.50 Uhr in der Nähe des Spitzingseegebiets und der Rotwand bei Bayrischzell (Landkreis Miesbach).

Zuletzt war mit Hilfe von aus Finnland eingeflogenen Elchhunden versucht worden, den Bären zu finden und lebend zu fangen. Nach zwei Wochen mit mehreren vergeblichen Versuchen wurden in Bayern und Tirol wieder Abschussgenehmigungen erteilt, wobei diese in Bayern erst am heutigen Dienstag in Kraft treten sollte. Der Bär ist also rechtlich gesehen einen Tag zu früh abgeschossen worden.

Der tote Bär soll jetzt ausgestopft werden und dann im Münchner Museum „Mensch und Natur“ im Schloss Nymphenburg ausgestellt werden. Damit bleibt es weiterhin der Ort, an dem man den letzten in Deutschland abgeschossenen Bären besichtigen kann, denn dort ist auch der letzte vor 170 Jahren abgeschossene Bär ausgestellt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 23, 2006

Verfolgung des Braunbären Bruno bleibt schwierig

Verfolgung des Braunbären Bruno bleibt schwierig

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:04, 23. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kufstein (Österreich), 23.06.2006 – Die mit Mobilfunk und GPS ausgestatteten Suchhunde können auf Grund von Funklöchern in dem bergigen Gebiet, das der Braunbär im Moment bevorzugt, von den Suchtrupps nicht oder nur schwer verfolgt werden. Somit lässt sich auch der Bär nur schwer in dem unwegsamen Gelände stellen.

Für den Streuner läuft damit wohl bald die letzte Frist ab, in der er lebend gefangen werden kann. Wie ein Sprecher des bayerischen Umweltministeriums sagte, sei der nächste Stellversuch entscheidend. Entweder wird der Bär dann erschossen oder betäubt.

Am 22. Juni 2006 wurde der Bär um 8:10 Uhr in einer Entfernung von nur 30 Metern im Raum des Berges Pendling gesichtet. Die Bärenjäger sind auf seiner Fährte.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 20, 2006

Zeit für Bärenfänger wird knapp

Zeit für Bärenfänger wird knapp – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Zeit für Bärenfänger wird knapp

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 18:27, 20. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Kreuth (Deutschland), 20.06.2006 – Vom Bären Bruno, der seit gut einem Monat durch die deutsch-österreichischen Grenzgebiete streift und letzte Woche beinahe eingefangen worden wäre, fehlt im Moment wieder jede Spur. Am Wochenende und am Montag war er in Kochel und dann in Kreuth in Bayern aufgetaucht, jedoch ohne dass die Jäger eine Chance hatten, den Bären zu betäuben. Damit wird die Zeit jetzt knapp: Die Frist, den Bären lebend einzufangen, läuft Ende dieser Woche ab. Dann wird der Bär möglicherweise wieder zum Abschuss freigegeben.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 16, 2006

Bär auf der Flucht

Filed under: Artikelstatus: Fertig,Bad Tölz,Bär,Hund,Jagd,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Bär auf der Flucht – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bär auf der Flucht

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 21:01, 16. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Sylvenstein-Stausee

Bad Tölz (Deutschland), 16.06.2006 – Die ruhigen Zeiten sind für den Bären JJ1 nun endgültig vorbei. Nachdem er am Mittwoch von einem Auto angefahren wurde, konnten sich die finnischen Hunde dicht an seine Fersen heften, und die Verfolger näherten sich dem Bären in der Nacht auf Freitag bis auf 600 Meter.

Der Zusammenstoß mit dem Auto ereignete sich am Mittwoch gegen 22:45 Uhr am Sylvenstein-Stausee. Der Bär wurde dabei anscheinend vom rechten Seitenspiegel am Kopf getroffen, wodurch der Spiegel umklappte. Es konnten keine Blut- oder Fellspuren entdeckt werden, was darauf hindeutet, dass der Bär noch einmal mit dem Schrecken davongekommen ist, genauso wie ein hinter dem Auto fahrender Motorradfahrer, der im letzten Moment noch ausweichen konnte.

Nach dem Schock ergriff der Bär die Flucht, und eine Spur führte direkt in den Stausee. Vermutlich hat der Bär den See durchschwommen. Das Absuchen des Ufers durch die finnischen Jagdhunde brachte zunächst jedoch keine Spur.

Die Verfolger konnten die Spur dann aber am Donnerstag in der Nähe von Bad Tölz wieder aufnehmen. Nach mehreren Sichtungen im Gebiet des hohen Brauneck wurde das Gebiet für Wanderer gesperrt und die Hunde zu einer Hütte gebracht, bei der sich der Bär aufgehalten hatte. Von dort aus folgten sie dann seiner Spur. Kurz nach Mitternacht entdeckte ihn der Hund „Peni“ dann, was er durch Bellen signalisierte.

Zu diesem Zeitpunkt befand sich der Tierazt mit Narkosegewehr, der den Bären betäuben soll, nur um die 600 Meter entfernt. Wegen der Dunkelheit und eines einsetzenden Gewitters entschloss sich das Verfolgerteam jedoch, in einer Hütte abzuwarten, und ließ nur den Hund alleine bei dem Bären zurück.

Als sie am Freitag Morgen gegen 04:30 Uhr wieder aufbrachen, fanden sie dann den wartenden Hund sowie die Reste eines vom Bären verzehrten Schafes vor. Vom Bären selbst fehlt seitdem wieder jede Spur.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 14, 2006

Finnische Hunde jagen Bären

Finnische Hunde jagen Bären – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Finnische Hunde jagen Bären

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 15:48, 14. Jun. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Archivbild norwegischer Elchhund

Innsbruck (Österreich), 14.06.2006 – Die Bärenhunde aus Finnland, die den zur Zeit bekanntesten Braunbären JJ1 alias Bruno aufspüren sollen, sind am Samstag eingetroffen. Der Bär streift nunmehr seit Wochen durch das deutsch-österreichische Grenzgebiet, doch alle Versuche ihn einzufangen oder abzuschießen, sind bisher gescheitert. Von den finnischen Hunden verspricht man sich nun Erfolg.

Die Hunde, die schon letzte Woche erwartet wurden, trafen mit leichter Verzögerung ein, da nach Angaben der Fluggesellschaft die Genehmigung für den Transport zu spät beantragt worden war. Nach ihrer Ankunft in München wurde ihnen dann zunächst eine Ruhepause gegönnt, da sie durch den Flug sehr aufgeregt waren. Es handelt sich um fünf Hunde, die zur Rasse der norwegischen beziehungsweise schwedischen Elchhunde gehören, wie sie in Finnland meist zur Elchjagd eingesetzt werden. Mit den Hunden kommen auch vier Begleiter. Sie sind für zwei Wochen engagiert, die Kosten von 25.000 Euro teilen sich dabei die Länder Bayern und Tirol.

Die Hunde nahmen zum ersten Mal am Sonntag die Spur des Bären auf, doch sie mussten die Verfolgung abbrechen, als Jagdpächter in Tirol es untersagten, ihr Gelände ohne entsprechende Genehmigung zu betreten. Ein entsprechender Bescheid des zuständigen Landesrates, der den Bärenjägern uneingeschränkte Betretungsrechte einräumt, soll ein solches Missgeschick in Zukunft verhindern.

Ein weiterer Einsatz der Hunde erfolgte Montagabend, als der Bär im Ahornboden im Karwendelgebirge in Tirol gesichtet wurde. Der Einsatz musste jedoch abgebrochen werden, da die Suche mit den Hunden in dem gebirgigen Gelände nachts zu gefährlich ist.

Die Verfolgung wurde am Dienstagmorgen wieder aufgenommen, doch diesmal machte das Wetter einen Strich durch die Rechnung. Die finnischen Hunde sind keine große Hitze gewöhnt und so musste die Suche erneut abgebrochen werden, als es ihnen zu heiß wurde.

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • n24.de: „Trügerische Ruhe für ‚JJ1‘“ (12.06.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • kurier.at: „‚JJ1‘ ist nicht zu fassen“ (09.06.2006, 16:33 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • suedwest-aktiv.de: „Karelische Bärenhunde jagen ‚Bruno‘“ (10.6.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • fr-aktuell.de: „Finnische Hunde jagen den Bären“ (12.06.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • badische-zeitung.de: „Ein Bär auf der Flucht“ (14.06.2006)

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »