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July 20, 2012

Exzess bei Familienstreit: Versuchter Totschlag in Niederbayern

Exzess bei Familienstreit: Versuchter Totschlag in Niederbayern

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Veröffentlicht: 20:49, 20. Jul. 2012 (CEST)
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Dingolfing (Deutschland), 20.07.2012 – Am Donnerstag versuchte ein 59-jähriger Mann, seine drei Jahre ältere Ehefrau in Dingolfing mit einem Müllsack zu ersticken. Der 62-jährigen Frau gelang es, sich zu befreien und die Flucht zu ergreifen.

Bei einem Familienstreit wurde die 62-jährige Frau von hinten angegriffen. Ihr Ehemann stülpte ihr einen Müllsack über den Kopf. Er stieß Todesdrohungen aus, während er versuchte, seine Frau zu ersticken. Der Frau gelang es, sich aus der Umklammerung ihres betrunkenen Ehemanns zu befreien und sich den Sack vom Kopf zu ziehen. Der rabiate Gatte schlug jetzt auf die Frau ein. Dennoch gelang ihr die Flucht. Die verständigte Polizei konnte den Mann kurz nach der Tat in der Nähe des Tatorts festnehmen. Der Ermittlungsrichter hat auf Antrag der Staatsanwaltschaft Landshut Haftbefehl wegen versuchten Totschlags erlassen.

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  • Portal:Tötungsdelikte

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July 13, 2012

München: Tod eines 14 Monate alten Kleinkinds nach Misshandlung durch den Vater

München: Tod eines 14 Monate alten Kleinkinds nach Misshandlung durch den Vater

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Veröffentlicht: 06:28, 13. Jul. 2012 (CEST)
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Dr. von Haunersches Kinderspital in München

München (Deutschland), 13.07.2012 – Offenbar hat ein Vater seine 14 Monate alte Tochter so schwer körperlich misshandelt, dass das Kind an den Folgen verstorben ist. Bei seiner Vernehmung erklärte er, die Gewaltanwendung sei Teil seiner Erziehung gewesen.

Bereits am Freitag letzter Woche wurde das Kind in eine Münchner Kinderklinik eingeliefert. Der Vater gab dabei an, sein Kind bereits blau angelaufen im Bett gefunden zu haben. Sofort eingeleitete Wiederbelebungsmaßnahmen blieben ohne Erfolg. Nachdem die Todesursache zunächst nicht klar war, wurden Ermittlungen durch die Kriminalpolizei aufgenommen. Erst die Obduktion ergab, dass Gewalt gegen das Kind angewandt worden war, mit der Folge von Rippenfrakturen und Einblutungen im Kopfbereich.

Die Mordkommission hat die Bearbeitung des Falls übernommen. Der Vater räumte ein, das Kind geschlagen und im Spiel geschüttelt zu haben. Die Staatsanwaltschaft hat am Mittwoch Haftbefehl wegen Körperverletzung mit Todesfolge und Misshandlung von Schutzbefohlenen gegen den Mann beantragt.

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  • Portal:Tötungsdelikte

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July 2, 2012

Köln: 24-jähriger Mann bei Schlägerei vor einen Zug gestoßen

Köln: 24-jähriger Mann bei Schlägerei vor einen Zug gestoßen

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Veröffentlicht: 09:16, 2. Jul. 2012 (CEST)
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S-Bahn Köln.JPG

Köln (Deutschland), 02.07.2012 – Am Sonntagmorgen wurde ein 24-jähriger Mann aus Bergisch Gladbach am Bahnhof Köln Hansaring vor eine S-Bahn gestoßen und dabei schwer verletzt.

Der Mann befand sich in einer Gruppe von sechs Personen auf dem Bahnsteig der S-Bahn, als fünf bis sieben Personen die Personengruppe angegriffen. Drei Männer, darunter der 24-Jährige wurden in den Gleisbereich geworfen. Vom Gleisbett aus gelang es ihnen, wieder auf den Bahnsteig zu kommen. Dort wurde der 24-Jährige erneut von einem der Angreifer vom Bahnsteig geschubst, genau vor eine einfahrende S-Bahn. Er wurde schwer verletzt und musste in ein Krankenhaus gebracht werden. Es ist lediglich bekannt, dass keine akute Lebensgefahr besteht.

Die Angreifer flüchteten in verschiedene Richtungen. Sie werden als gut gekleidet, zwischen 18 bis 25 Jahren alt und gepflegt beschrieben. Die Polizei ermittelt wegen Verdacht des Totschlags und sucht dringend Zeugen.

Hinweise nimmt die Polizei unter der Telefonnummer 0221/2290 oder per E-Mail unter info@polizei-nrw.de entgegen.

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  • Portal:Tötungsdelikte

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June 27, 2012

Ehestreit in Schäftlarn: Rechtsanwalt ersticht seine Frau

Ehestreit in Schäftlarn: Rechtsanwalt ersticht seine Frau

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Veröffentlicht: 19:39, 27. Jun. 2012 (CEST)
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Hohenschäftlarn

Schäftlarn (Deutschland), 27.06.2012 – Am Montagabend hat ein 45-jähriger Rechtsanwalt seine 37-jährige Ehefrau in der Gemeinde Schäftlarn bei München erstochen. Nach der Tat verständigte er selbst die Polizei.

Hintergrund der Tat dürften Beziehungsprobleme sein, so die Münchner Polizei. Der Jurist hatte seiner Frau nach einem Streit ein Küchenmesser mehrmals in den Oberkörper gejagt. Beim Eintreffen der Polizei lag die Frau in der Küche. Reanimationsmaßnahmen durch die Ersthelfer und den Notarzt blieben erfolglos. Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen, er soll laut Oberstaatsanwalt Thomas Steinkraus-Koch die Tötung seiner Frau eingeräumt haben. Gegen ihn wurde ein Haftbefehl beim Ermittlungsrichter beantragt.

Der Leiter des Kommissariates für Tötungsdelikte in München Markus Kraus sagte, es sei eine Verzweiflungstat gewesen. Das Paar hat vier Kinder, die vierjährige Tochter soll zur Tatzeit in Haus gewesen und die Leiche der Mutter gesehen haben.

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  • Portal:Bayern
  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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January 4, 2012

Staatsanwaltschaft fordert Höchststrafe für Mörder eines Neusser Obdachlosen

Staatsanwaltschaft fordert Höchststrafe für Mörder eines Neusser Obdachlosen

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Veröffentlicht: 21:08, 4. Jan. 2012 (CET)
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Neuss (Deutschland), 04.01.2012 – Staatsanwalt Christoph Kumpa forderte am Düsseldorfer Landgericht die Höchststrafe von zehn Jahren Haft für den 18-jährigen Angeklagten im Fall des Neusser Obdachlosenmordes. Der Komplize des Täters soll nach dem Willen der Anklage wegen Totschlags neuneinhalb Jahre in Haft. Das Urteil wird voraussichtlich am 12. Januar verkündet.

Den beiden jungen Männern wird vorgeworfen, Ende März 2011 das 59-jährige Opfer ausgeraubt zu haben. Dabei sollen sie lediglich acht Euro und eine Baseballkappe erbeutet haben. Anschließend hätten die Angeklagten den Mann vietnamesischer Herkunft erschlagen, um eine Anzeige wegen Raubes zu verhindern. Die Männer hatten die Tat im Polizeiverhör gestanden.

Der 18-Jährige und sein 38 Jahre alter Komplize schliefen in der gleichen Obdachlosen-Unterkunft wie ihr Opfer. Dort sollen sie ihm zuerst 190 Euro gestohlen haben. Als der Obdachlose den Rucksack der beiden durchsuchte, wurde er ertappt und erhielt ein Hausverbot für die Unterkunft. Währenddessen soll das Duo gezecht haben; nach eigenen Worten „finanziert vom Vietnamesen“. Einige Tage später wurde auch der 38-Jährige der Unterkunft verwiesen, sein Freund begleitete ihn. Auf dem Gelände des Neusser Technischen Überwachungs-Vereins (TÜV) sollen die beiden auf den schlafenden Vietnamesen getroffen sein. Dort hätten sie ihn erneut beraubt. Anschließend sollen sie ihm mit einer Holzlatte auf den Kopf geschlagen und mehrfach zugetreten haben. Der Mann, Vater dreier Kinder, starb an eingeatmetem Blut und wurde am nächsten Morgen von Trödelhändlern gefunden. Als die beiden Täter später zur Obdachlosen-Unterkunft zurückkamen, wartete dort bereits die Polizei. Die Fingerabdrücke auf der Geldbörse des Toten hatten sie verraten.

Die beiden Täter waren schon durch Gewalt- und Eigentumsdelikte polizeilich bekannt. Der 18-Jährige gilt als aggressiv und war bereits in der Psychiatrie und diversen Heimen. Kinder, die ihn dort gehänselt hatten, soll er mit Messern angegriffen haben.

Während des Prozesses soll der 18-jährige Angeklagte Ausländer als „Kanaken“ bezeichnet haben. Fremdenhass als Motiv schließt die Anklage allerdings aus. Eine Hakenkreuz-Tätowierung auf der Brust soll er sich erst nach der Tat in der Untersuchungshaft stechen lassen haben. Außerdem soll er Kontakt zur Neonaziszene haben. Er teile manche ihrer Einstellungen, sagte der mutmaßliche Mörder vor Gericht.

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Portal:Nordrhein-Westfalen

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November 28, 2011

München Au: Mann nach Bauchstich schwer verletzt

München Au: Mann nach Bauchstich schwer verletzt

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Veröffentlicht: 20:38, 28. Nov. 2011 (CET)
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München-Au, Regerplatz (Archivaufnahme)

München (Deutschland), 28.11.2011 – Am Samstag in den frühen Morgenstunden wartete eine Gruppe von fünf Personen im Münchner Stadtteil Au auf ein Taxi. Einem jungen Mann, der sich in Begleitung von zwei weiteren Personen befand, passte das Lachen eines der Männer aus der Fünfergruppe nicht, weshalb er aggressiv auf diese zuging. Als eine andere Person aus der Fünfergruppe versuchte, die Situation zu entspannen, wurde ihr ins Gesicht geschlagen. Aus der Gruppe der drei Personen zogen zwei ein Messer, einer davon versetzte einer weiteren Person aus der Gruppe der fünf Personen einen Bauchstich. Danach ergriffen die drei die Flucht.

Noch in Tatortnähe konnten die beiden Personen, die das Messer gezogen hatten, festgenommen werden. Die dritte Person wurde durch die Mordkommission ermittelt und durch das Sondereinsatzkommando in der Wohnung eines Verwandten ergriffen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Person noch am Samstag entlassen, gegen die beiden weiteren Täter wurde Haftbefehl wegen versuchten Totschlags beantragt.

Das Opfer wird im Krankenhaus versorgt. Lebensgefahr besteht nicht mehr.

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  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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April 27, 2011

Afghanischer Luftwaffenpilot tötet im Streit mindestens sechs ISAF-Soldaten

Afghanischer Luftwaffenpilot tötet im Streit mindestens sechs ISAF-Soldaten

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Veröffentlicht: 17:36, 27. Apr. 2011 (CEST)
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Kabul (Afghanistan), 27.04.2011 – Mindestens sechs Soldaten der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan (ISAF) starben am heutigen Mittwoch auf dem militärischen Teil des Kabuler Flughafens durch Schüsse eines afghanischen Luftwaffenpiloten. Bei den Toten handelt es sich offenbar um Ausbilder, deren Nationalität jedoch nicht bekannt gegeben wurde. Laut dem arabischen Nachrichtenportal Al Jazeera handelte es sich bei den Opfern um US-Soldaten. Bundeswehr-Soldaten sollen nicht unter den Toten gewesen sein, erklärte ein Bundeswehrsprecher.

Laut Al Jazeera erklärte General Mohammad Zahir Azimi von der afghanischen Luftwaffe, bei dem Täter habe es sich um einen Piloten gehandelt, der seit 20 Jahren in der afghanischen Luftwaffe diene.

Über die Zahl der bei der Schießerei getöteten Soldaten gibt es unterschiedliche Angaben. N-tv berichtet von bis zu zehn Toten. Al-Jazeera nennt die Zahl von acht Toten.

Vor dem tödlichen Schusswechsel war es nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums im Hauptquartier der afghanischen Luftwaffe auf dem Flughafen zu einem Streit zwischen dem afghanischen Soldaten und Ausbildern gekommen. Wie der private Fernsehsender Tolo berichtet, soll auch der afghanische Soldat ums Leben gekommen sein. Unter den Toten soll auch ein ziviler Nato-Mitarbeiter sein.

Ein Taliban-Sprecher übernahm im Namen der Taliban die Verantwortung für den Zwischenfall. Nach seinen Angaben handelte es sich bei dem Afghanen um einen Aufständischen namens Asisullah, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:ISAF
  • Portal:Afghanistan

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April 3, 2011

Berlin: Ex-Manager schießt Boxerin nieder

Berlin: Ex-Manager schießt Boxerin nieder

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Veröffentlicht: 09:38, 3. Apr. 2011 (CEST)
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Rola El-Halabi

Berlin (Deutschland), 03.04.2011 – Der Stiefvater und Ex-Manager (44) der Profiboxerin Rola El-Halabi (25) verletzte diese durch Schüsse zehn Minuten vor einem Kampf schwer. Offenbar wollte er die Karriere der hoffnungsvollen Boxerin beenden. Im anstehenden Kampf hatte sie den Weltmeistertitel holen wollen.

El-Halabi bereitete sich mit ihrem Team auf den Kampf vor. In wenigen Minuten wäre sie im Ring auf Irma Adler getroffen. Da stürmte ihr Stiefvater, den sie Anfang des Jahres als Manager entlassen hatte, in den VIP-Bereich. Er schoss sich den Weg frei und traf dabei zwei Männer der Security (34 und 36). Bei der Boxerin angekommen, schoss er dieser in Hände und Beine.

Die Veranstaltung und die Liveübertragung des Senders Eurosport wurden abgebrochen. Die Polizei nahm den Schützen fest. Die Mordkommission hat die Ermittlungen übernommen. Es ist Haftbefehl wegen versuchten Totschlags ergangen.

Die Verletzten wurden in ein Krankenhaus gebracht und sind nicht in Lebensgefahr.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Tötungsdelikte
  • Portal:Boxsport

Quellen

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March 26, 2011

Landgericht Oldenburg: Drei Mitglieder des Rockerklubs „Gremium MC“ wegen versuchten Totschlags angeklagt

Landgericht Oldenburg: Drei Mitglieder des Rockerklubs „Gremium MC“ wegen versuchten Totschlags angeklagt

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Veröffentlicht: 17:35, 26. Mär. 2011 (CET)
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Oldenburg (Oldb) (Deutschland), 26.03.2011 – Christian K. (38) aus Emstek, Tammo M. (35) aus Großenkneten und Thorsten I. (40) sind Mitglieder des Chapters Vechta, der zum berüchtigten Rockerklub „Gremium MC“ gehört. Beim Landgericht Oldenburg begann am Freitag, den 25. März 2011 der Prozess gegen sie. Ihnen wird versuchter Totschlag und dem Angeklagten Tammo M. zusätzlich der geplante Mord am Oldenburger Oberstaatsanwalt Thomas Kirstein vorgeworfen.

Im Oktober 2009 hatten die Angeklagten den Präsidenten ihres eigenen Rockerklubs mit dem Ziel überfallen, ihn zu töten. An dem Übergriff sollen nach Auskunft der Staatsanwaltschaft 60 Rocker der „schnellen Eingreiftruppe“ des „Gremium MC“ beteiligt gewesen sein. Das Opfer erlitt schwere Kopfverletzungen. Der Angeklagte Christian K. war als neuer Präsident vorgesehen.

Gegen Tammo M. wird auch verhandelt, da er Ende 2009 geplant hatte, den Oldenburger Oberstaatsanwalt Thomas Kirstein mit einer Maschinenpistole zu ermorden. Allen drei Angeklagten wird zudem der Vorwurf der Erpressung und Nötigung sowie Verstöße gegen das Waffengesetz gemacht.

Zum Auftakt des Prozesses waren 50 Rocker angereist, diesen standen 150 Polizisten gegenüber. Erst nach strengen Personenkontrollen durften die Angereisten den Verhandlungssaal betreten. Der Prozess wird am Dienstag fortgesetzt. Es sind 21 Verhandlungstage geplant.

Der Motorradklub Gremium MC[1] gehört zu den größten in Europa und ist in den Ländern Deutschland, Italien, Polen, den kanarischen Inseln, Slowenien, Bosnien-Herzegowina, Österreich, Spanien, Venezuela, Thailand, Serbien und der Türkei organisiert. Schon häufig standen Mitglieder wegen Drogenhandels, Zuhälterei, Verstößen gegen das Waffengesetz und Gewaltdelikten vor Gericht.

Themenverwandte Artikel

  • Portal: Recht

Quellen

Einzelnachweise

  1. Homepage des Gremium MC

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February 5, 2011

Schiffspiraterie: Möglicherweise Tote an Bord des deutschen Frachters „Beluga Nomination“

Schiffspiraterie: Möglicherweise Tote an Bord des deutschen Frachters „Beluga Nomination“

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Veröffentlicht: 16:27, 5. Feb. 2011 (CET)
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Länder am Horn von Afrika

Bremen (Stadt) (Deutschland) / Harardheere (Somalia), 05.02.2011 – Wie die Beluga-Reederei in Bremen mitteilte, sind möglicherweise drei Besatzungsmitglieder an Bord ihres vor der somalischen Küste entführten Frachters „Beluga Nomination“ ums Leben gekommen. Zwei Seeleute sind vermutlich von somalischen Piraten erschossen worden. Das dritte Opfer ist mutmaßlich der leitende Schiffsingenieur, der bei einem Fluchtversuch ertrunken ist. Der genaue Hergang an Bord des Schiffes ist bisher noch unklar.

Der Frachter der Bremer Reederei war vor rund zwei Wochen mit zwölf Besatzungsmitgliedern aus der Ukraine, Russland, Polen und den Philippinen vor der somalischen Küste von Piraten gekapert worden. Die Besatzung konnte sich zunächst in einen besonders gepanzerten Schutzraum retten. Nach zwei Tagen war es den Piraten jedoch gelungen, die Stahltüren aufzubrechen. In dieser Zeit war die Besatzung des Schiffes auf sich allein gestellt. Mit einem dänischen Kriegsschiff und einem Patrouillenboot der Seychellen soll es später zu einem Feuergefecht gekommen sein, in dessen Verlauf nach Medienberichten zwei Piraten getötet wurden. Zwei Matrosen der Beluga Nomination unternahmen dabei einen Fluchtversuch mit einem Motorboot. Ob diese beiden Matrosen gerettet werden konnten oder durch Schüsse der Piraten getötet wurden, darüber gibt es in den Berichten unterschiedliche Darstellungen.

Das Schiff ankert gegenwärtig in Harardheere in Somalia. Die Reederei, die in telefonischem Kontakt mit der Besatzung des Schiffes steht, erklärte, den sieben verbliebenen Besatzungsmitgliedern ginge es den Umständen entsprechend gut. Eine konkrete Lösegeldforderung gebe es zurzeit nicht. Die Reederei kündigte an, ab sofort privates Sicherheitspersonal auf den Schiffen dieser Route einsetzen zu wollen.

Nils Stolberg, geschäftsführender Gesellschafter der Reederei, erhob gegen die NATO, die EU und die Seychellen schwere Vorwürfe in Zusammenhang mit dem Befreiungsversuch der Besatzung: „Wir sind der Überzeugung, dass der tragische Tod einer unserer Kollegen hätte verhindert werden können, wenn es nur ein professionelles, koordiniertes, abgestimmtes Vorgehen seitens der Einsatzkräfte vor Ort gegeben hätte.“

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