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November 3, 2012

E.ON steigt aus finnischem Atomkraftwerksprojekt aus

E.ON steigt aus finnischem Atomkraftwerksprojekt aus

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Veröffentlicht: 10:54, 3. Nov. 2012 (CEST)
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Finnisches Atomkraftwerk Olkiluoto, Fotomontage

Düsseldorf (Deutschland) / Helsinki (Finnland), 03.11.2012 – Der Energiekonzern E.ON steigt aus einem Konsortium aus, das ein neues Atomkraftwerk (AKW) in Finnland bauen will. Das Projekt umfasst eine Gesamtinvestititon von vier bis sechs Milliarden Euro und wurde vom Finnischen Parlament im Juli 2010 genehmigt. An den Planungen wurde auch nach der Nuklearkatastrophe von Fukushima im März 2011 festgehalten. Finnland betreibt gegenwärtig zwei AKWs mit insgesamt vier Reaktoren, ein fünfter ist seit 2005 in Bau.

Mit dem Verkauf seiner Konsortiumsanteile zieht sich E.ON aus seinem letzten Atomenergie-Neubauprojekt zurück. Zuvor hatte der Konzern bereits seine Anteile am britischen AKW-Joint-Venture Horizon verkauft. Der Verkauf der Konsortiumsanteile steht im Zusammenhang mit dem Verkauf des gesamten Finnlandgeschäfts und einer verstärkten Konzentration der Nordeuropa-Sparte auf die Länder Schweden und Dänemark.

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February 15, 2012

US Airways und American Airlines gaben Fusion bekannt

US Airways und American Airlines gaben Fusion bekannt

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Veröffentlicht: 17:58, 15. Feb. 2013 (CET)
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Eine Boeing 767-300ER der American Airlines

Fort Worth (Vereinigte Staaten), 15.02.2012 – Am Donnerstag, dem 14. Februar 2013, wurde die Fusion von US Airways mit American Airlines, die am Mittwoch Abend vereinbart wurde, bekannt gegeben. Der Name der neuen, nun weltgrößten Fluggesellschft wird American Airlines mit Sitz in Fort Worth sein. Das neue Unternehmen wird mit elf Milliarden Dollar bewertet.

Das neue Unternehmen wird von Doug Parker, dem bisherige Vorstandsvorsitzenden (CEO) von US Airways, geleitet. Der ehemalige CEO von American Airlines, Tom Horton, wird Verwaltungspräsident. Das gemeinsame Unternehmen beschäftigt dann etwa 94.000 Mitarbeiter und bedient täglich 6500 Flüge mit 950 Maschinen.

72 % der Aktien des neuen Unternehmens werden von den Aktionären der insolventen American Airlines gehalten, der Rest von den Aktionären von US Airways. Nutznießer der Fusion sind daher hauptsächlich die Gläubiger der insolventen Fluggesellschaft American Airlines.

Der Vertrag muss aber noch von den Aktionären, dem Insolvenzgericht und den US-Regulierungsbehörden genehmigt werden.

Mit dem Deal soll American Airlines aus der im November 2011 angekündigten Insolvenz geführt werden. Seit dem Beginn des Insolvenzverfahrens wurden hierfür mehrere Tausende Stellen gestrichen. Bis 2015 wird mit Einsparungen im neuen Unternehmen von einer Milliarde Dollar jährlich gerechnet.

Es gab bereits in den vergangenen Jahren Fusionen von amerikanischen Fluggesellschaften, so z. B. zwischen United Airlines und Continental. Mit dem Zusammenschluss von US Airways und American Airlines wird es nur noch vier Fluggesellschaften auf dem amerikanischen Markt geben: American, Delta, United und Southwest. Als bedeutendster Nachteil der Fusion wird ein reduzierter Wettbewerb angesehen. Auch ist in der Zukunft im Rahmen der Zusammenführung mit Logistikpannen zu rechnen.

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July 23, 2011

Airbus erhält Großauftrag von American Airlines

Airbus erhält Großauftrag von American Airlines

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Veröffentlicht: 10:55, 23. Jul. 2011 (CEST)
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A320 bei der Landung

Toulouse (Frankreich) / Fort Worth (Vereinigte Staaten), 23.07.2011 – Die Fluggesellschaft American Airlines bestellte bei dem europäischen Flugzeugbauer Airbus 260 Maschinen. Diese sollen innerhalb der nächsten fünf Jahre gebaut und ausgeliefert werden. Konkurrent Boeing sichert sich weitere 200 Flugzeuge aus dem Großauftrag.

Airbus punktet momentan mit dem modifizierten A320: Dieser wurde mit sparsameren Triebwerken ausgerüstet und wird unter der Bezeichnung A320Neo angeboten. Die ersten Maschinen dieses Typs sollen 2015 ausgeliefert werden. Der Flugzeugtyp steht in direkter Konkurrenz zur Boeing 737, die etwas in die Jahre gekommen ist. Boeing will den Flugzeugtyp durch eine komplette Neuentwicklung ersetzen, sieht sich aber durch Airbus gezwungen, den 737 zu modernisieren.

Erst vor einem Monat hatte Airbus einen großen Auftrag von der Fluggesellschaft AirAsia erhalten. Wegen der gefüllten Auftragsbücher will Airbus die Produktion des A320 von 36 auf 42 Maschinen monatlich steigern.

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  • Portal:Airbus

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June 10, 2011

Kernenergie: E.ON verzichtet auf Wiederanfahren von Altmeilern

Kernenergie: E.ON verzichtet auf Wiederanfahren von Altmeilern

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Veröffentlicht: 00:00, 10. Jun. 2011 (CEST)
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Düsseldorf (Deutschland), 10.06.2011 – Der deutsche Energiekonzern E.ON mit Sitz in Düsseldorf verzichtet, wie heute bekannt wurde, auf das Wiederanfahren der beiden Kernkraftwerke Isar I und Unterweser. Das nach der Reaktorkatastrophe von der deutschen Bundesregierung beschlossene Moratorium für ältere Kernkraftwerke in Deutschland würde in der nächsten Woche auslaufen. Somit wäre rechtlich ein Wiederanfahren der Meiler möglich gewesen. Das Unternehmen erklärte, man wolle so einen „politischen Mehrheitswillen“ umsetzen. Das Moratorium kostete das Unternehmen bisher 250 Millionen Euro. E.ON behält sich weiter vor, die durch das Moratorium entstandenen Vermögensschäden rechtlich geltend zu machen.

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May 10, 2011

US-Softwareriese Microsoft kauft Skype für 8,5 Milliarden US-Dollar

US-Softwareriese Microsoft kauft Skype für 8,5 Milliarden US-Dollar

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Veröffentlicht: 18:10, 10. Mai 2011 (CEST)
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Redmond (Washington) (Vereinigte Staaten), 10.05.2011 – Der US-Softwarehersteller Microsoft will den Internettelefoniedienstanbieter Skype für 8,5 Milliarden US-Dollar seinem Firmenimperium einverleiben. Laut Medienberichten ist die größte Firmenübernahme in der Geschichte des Konzerns unter Dach und Fach.

Marktbeobachter vermuten schon länger, dass Skype für verschiedene Firmen im Telekommunikationsmarkt interessant sein könnte. Auch Google und Facebook wurden von Insidern als mögliche Kaufinteressenten gehandelt. Möglicherweise hat sich zwischen den verschiedenen Kaufinteressenten ein Bieterwettbewerb abgespielt, der jetzt zu dem hohen Abschluss geführt hat. Ebay hatte Skype 2005 noch für 2,6 Milliarden US-Dollar von seinen Gründern erworben. Skype gilt zwar als verschuldet, kann aber einen Kundenstamm von 550 Millionen registrierten Nutzern einbringen.

Mit dem Erwerb von Skype unterstreicht Microsoft seine Ambitionen im Mobilfunksektor. Hauptgeschäftsfeld und wichtigste Einnahmequelle des Softwarekonzerns sind immer noch das Windows-Betriebssystem für Computer und Laptops sowie die Office-Programme. Auch mit der Xbox-Konsole macht Microsoft nach Startschwierigkeiten inzwischen gute Gewinne.

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March 9, 2010

EADS verliert Milliardenauftrag für US-Luftwaffe

EADS verliert Milliardenauftrag für US-Luftwaffe

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Veröffentlicht: 23:00, 9. Mär. 2010 (CET)
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Paris (Frankreich), 09.03.2010 – Der europäische Rüstungs- und Raumfahrtkonzern EADS und sein US-Partner Northrop Grumman zogen am Donnerstag ihr Angebot für den Bau von Tankflugzeugen für das US-Verteidigungsministerium zurück.

In den Medien war der Großauftrag aus dem Pentagon überschwenglich schon als „Geschäft des Jahrhunderts“ bezeichnet worden. Es ging um den Bau von 179 Tankflugzeugen mit einem Gesamtvolumen von rund 35 Milliarden US-Dollar. Vor fast genau zwei Jahren schien EADS den Deal schon in der Tasche zu haben (Wikinews berichtete). Doch dann kam alles anders. Der US-Flugzeugbauer Boeing betrieb intensive Lobbyarbeit. Der Rechnungshof des US-Kongresses erklärte die Ausschreibung daraufhin für fehlerhaft, der Auftrag wurde neu ausgeschrieben. Das Rennen schien wieder offen. Nach Einschätzung des Airbus-Vorstandsvorsitzenden Thomas Enders wurden die Bedingungen nun jedoch so geändert, dass sie genau auf das Angebot des US-Konkurrenten Boeing zugeschnitten waren. Nach bisher unbestätigten Berichten wurde der Firma Boeing außerdem Einsicht in das Angebot von EADS und seines US-Partners Northrop Grumman gewährt und konnte sein Angebot darauf abstimmen.

Am Dienstag zog der US-Partner von EADS, Northrop Grumman, der als Generalunternehmer fungierte, das Angebot beim Pentagon mit der Begründung zurück, dieses habe die Ausschreibung voll auf Boeing zugeschnitten. Der Airbus-Vorstandsvorsitzende Enders schloss sich dieser Einschätzung mit den Worten an: „Wenn unser Partner Northrop Grumman überzeugt ist, dass wir in dem derzeitigen Umfeld keine Chance haben zu gewinnen – egal wie gut unser Angebot ist -, dann kann ich mich dieser Einschätzung nur anschließen.“

Für EADS bedeutet der Verlust dieses Großauftrages nach Einschätzung von Marktbeobachtern einen Tiefschlag. EADS-Vorstandsvorsitzender Louis Gallois kommentierte das Ende des Tankflugzeugprojekts mit den Worten: „Fest steht nur, dass die Amerikaner nun zum ersten Mal seit Jahrzehnten nicht das beste Verteidigungsmaterial haben werden, denn alle wissen, dass der A330 das modernere und leistungsfähigere Flugzeug ist.“

Die Börsianer zeigten sich enttäuscht. Die EADS-Aktie verlor in Paris und Frankfurt um rund fünf Prozent. Im Gegenzug profitierte Boeing von der neuen Situation, die Boeing-Aktie gewann ein Prozent.

Den Großauftrag aus den USA hätte der Konzern EADS gut gebrauchen können. Unter anderem wegen der Finanzierungsprobleme beim Militärtransporter A400M verbuchte der Konzern für das abgelaufene Geschäftsjahr einen Nettoverlust von 763 Millionen Euro. Ein Jahr zuvor konnte EADS noch einen Gewinn von 1,572 Milliarden Euro verbuchen. Aber auch die Mehrkosten beim Bau des Großraumflugzeugs A380 machten dem Konzern zu schaffen.

EU-Kommission und Bundesregierung äußerten indessen Zweifel, ob bei der Vergabe von Aufträgen im Rüstungsbereich der Vereinigten Staaten alles mit rechten Dingen zugegangen sei. Der deutsche Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) warf den USA vor, den Konkurrenten Boeing bevorzugt zu haben. Brüderle sieht die Gefahr der Einschränkung des freien Wettbewerbs.

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July 27, 2009

VW plant milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Porsche-Übernahme

VW plant milliardenschwere Kapitalerhöhung zur Finanzierung der Porsche-Übernahme

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Veröffentlicht: 19:41, 27. Jul. 2009 (CEST)
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Wolfsburg (Deutschland), 27.07.2009 – Nach Informationen der Financial Times Deutschland plant Volkswagen eine Kapitalerhöhung um vier Milliarden Euro, um die Übernahme des Sportwagenbauers Porsche abzusichern. Zwar verfüge der Konzern über eine ausreichende Kapitaldecke in Höhe von 10 bis 11 Milliarden Euro zur Finanzierung der Transaktion, man wolle jedoch das eigene Kreditrating nicht gefährden. Eine Bestätigung von VW für diesen Bericht gibt es bisher jedoch nicht.

Die Porsche-Übernahme kostet den Wolfsburger VW-Konzern Schätzungen zufolge rund acht Milliarden Euro. Am Wochenende hatten verschiedene Medien berichtet, die Schulden von Porsche seien sogar noch höher als angenommen. Danach soll Porsche auf einem Schuldenberg von 14 Milliarden Euro sitzen. Die Porsche-Übernahme durch VW soll nach FTD-Informationen in zwei Schritten vollzogen werden. Die erste Hälfte soll – laut Informationen des Spiegel für vier bis fünf Milliarden Euro – sofort und die zweite Hälfte der Transaktion dann bis 2011 abgewickelt werden.

Branchenkenner sehen das Risiko für den Wolfsburger Konzern insbesondere in der Kombination von Autoabsatzkrise und Porscheübernahme.

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March 8, 2009

GM-Europa-Chef Forster: Opel muss drei Werke in Europa schließen

GM-Europa-Chef Forster: Opel muss drei Werke in Europa schließen

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Veröffentlicht: 18:53, 8. Mär. 2009 (CET)
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Rüsselsheim (Deutschland), 08.03.2009 – GM-Europa-Chef Carl-Peter Forster sagte vor dem Genfer Autosalon, er sehe 30 Prozent Überkapazitäten bei den europäischen Opel-Standorten. Daher sei es unumgänglich, etwa drei Werke von Opel beziehungsweise Vauxhall in Europa zu schließen. Dieser „Drei-Werke-Plan“ wurde von Opel-Beriebsratschef Klaus Franz inzwischen dementiert.

Verhandlungen mit privaten Unternehmen würden Monate andauern; Zeit, die Opel in Europa nicht mehr habe. Es sollten Regelungen über Lohnverzichte und ein freiwilliges Ausscheiden von Opel-Mitarbeitern erwogen werden. Der GM-Rettungsplan sehe Einsparungen von 1,2 Milliarden US-Dollar beziehungsweise zirka 950 Millionen Euro vor. Die Bundesregierung, der der Rettungsplan zur Prüfung vorgelegt worden war, bezeichnete den vorgelegten Rettungsplan als unzureichend und hat Nachbesserungen angemahnt.

Für neue Fragen sorgten Berichte, wonach der Opel-Mutterkonzern Patentrechte als Sicherheit für eine Finanzspritze in Milliardenhöhe durch das US-Finanzministerium verpfändet habe. Mittlerweile deuten einige Anzeichen darauf hin, dass sich auch der Mutterkonzern (General Motors) mit der Möglichkeit einer Insolvenz beschäftigt: Es laufen massive Vorbereitungen. Insgesamt drei Insolvenzkanzleien wurden angeworben, zwei davon sollen GM Europe beraten, während Opel Deutschland eine weitere auf Insolvenzrecht spezialisierte Kanzlei anheuerte. Ein Insolvenzverfahren wurde Opel inzwischen vom deutschen Innenminister Wolfgang Schäuble empfohlen – mit weitreichenden Konsequenzen für den europäischen Automobilmarkt. Dieses radikale Vorgehen lehnte der hessische Ministerpräsident Roland Koch indes ab. Ob und in welcher Form die deutsche Bundesregierung sich an einer Rettung des Autobauers beteiligt, in Form einer Eigenbeteiligung oder über den Weg einer Bürgschaft, ist noch unklar.

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  • Portal:Opel

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March 3, 2009

Forster – Opel muss drei Werke in Europa schließen

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Rüsselsheim (Deutschland), 03.03.2009 – GM-Europa Chef Carl-Peter Forster sagte vor dem Genfer Autosalon, er sehe Überkapazitäten von 30 Prozent. Daher sei es unumgänglich, etwa drei Werke von Opel bzw. Vauxhall in Europa zu schließen.

Es sollen Regelungen über Lohnverzichte und ein freiwilliges Ausscheiden von Opel-Mitarbeitern erwogen werden. Der GM-Rettungsplan sehe Einsparungen von 1,2 Milliarden Dollar bzw. ca. 950 Millionen Euro vor.

Verhandlungen mit privaten Unternehmen würden Monate andauern; Zeit die Opel in Europa nicht mehr habe.

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  • Portal:Opel

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  • heute.de: „GM-Europa-Chef will drei Werke schließen“ (03.03.2009)
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February 28, 2009

Rettungskonzept für Opel in der Diskussion

Rettungskonzept für Opel in der Diskussion

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Veröffentlicht: 23:19, 28. Feb. 2009 (CET)
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Rüsselsheim

Bochum

Eisenach

Kaiserslautern

Opel-Standorte in Deutschland

Berlin (Deutschland), 28.02.2009 – Im Mittelpunkt der Diskussion um das am Freitag vom Opel-Aufsichtsrat und GM Europe vorgelegte Rettungskonzept für die Standorte in Deutschland steht die Frage nach der Gewährung staatlicher Hilfen für den Autobauer. Die CDU lehnt mehrheitlich ein direktes staatliches Engagement bei Opel ab. Teile der SPD schließen eine direkte staatliche Beteiligung an dem Unternehmen gegenwärtig nicht aus. Entsprechend äußerte sich heute der rheinland-pfälzische Ministerpräsident Kurt Beck (SPD). Bestandteil des am Freitag vorgelegten Rettungsplans für Opel ist eine staatliche Finanzhilfe in Höhe von 3,3 Milliarden Euro.

In der Erklärung von GM Europe wird der Gesamtfinanzbedarf für die Restrukturierung von Opel mit 7,5 Milliarden Euro beziffert: Neben 3,3 Milliarden Euro staatlicher Hilfen sollen weitere drei Milliarden vom Mutterkonzern General Motors kommen und weitere 1,2 Milliarden durch Einsparungen aufgebracht werden. Wie GM seinen Eigenanteil finanzieren will, bleibt allerdings angesichts eigener Milliardenverluste in Höhe von knapp 31 Milliarden Dollar im Jahr 2008 unklar (Wikinews berichtete). Der Plan sieht eine größere Selbstständigkeit für Opel Deutschland, möglicherweise in einem Zusammenschluss mit der GM-Tochter Vauxhall, auf europäischer Ebene vor. Wie diese Selbstständigkeit genau aussehen soll, ist noch offen. In der Erklärung von GM Europe heißt es, Opel bleibe „ein integraler und wichtiger Teil der globalen Operationen von GM, das wird auch in der Zukunft so sein.“

Zur Frage möglicher staatlicher Hilfen, seien dies nun direkte staatliche Finanzhilfen oder Bürgschaften, will sich die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel noch nicht festlegen. „Ohne eine genaue Prüfung ist eine Hilfe nicht möglich“, erklärte die CDU-Politikerin am Samstag in einem Redebeitrag auf der Landesvertreterversammlung Schleswig-Holstein ihrer Partei in Kiel. Ähnlich äußerte sich CDU-Generalsekretär Ronald Pofalla. Gegenüber der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ formulierte er weitere Bedingungen für staatliche Hilfen: „Wenn Opel Deutschland alleine lebensfähig ist und zudem kein einziger Euro von Opel bei GM in Amerika landet, dann halte ich auch eine staatliche Bürgschaft für denkbar.“ Eine direkte finanzielle Beteiligung des Staates lehnte Pofalla ab. Der Vorsitzende des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB), Michael Sommer, forderte die Politik zu staatlichen Hilfen zur Sicherung der Arbeitsplätze bei Opel auf. Am Donnerstag hatten 25.000 Opel-Mitarbeiter für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert (Wikinews berichtete).

Auf europäischer Ebene schaltete sich EU-Industriekommissar Günter Verheugen (SPD) in die Debatte ein. Aus ordnungspolitischen Überlegungen heraus steht Verheugen direkten staatlichen Hilfen kritisch gegenüber. Die Situation in der Automobilindustrie sei anders zu sehen als im Bankensektor, wo das Funktionieren eines ganzen Wirtschaftszweiges sicher gestellt werden müsse. Dagegen sei der Zusammenbruch eines Automobilproduzenten kein grundsätzliches Problem für den Automobilbau. Andere Autobauer könnten bei Bedarf einspringen: „In diesem Sinne ist Opel nicht systemrelevant, Porsche ist es nicht und auch nicht Daimler. Das wäre nicht einmal bei Volkswagen der Fall.“ Der Frankfurter Bezirksleiter der Industriegewerkschaft Metall (IGM) Armin Schild kritisierte am Samstag in Darmstadt die in Deutschland geführte Diskussion; angesichts der Bedrohung der Arbeitsplätze könne es nicht darum gehen, „in dieser Frage ordnungspolitische Grundsatzdebatten zu führen.“ Sollte die Politik nicht handeln, würden weniger Autos in Deutschland, aber mehr in China und Südkorea gebaut, berichtet Reuters. Der VW-Vorstandsvorsitzende Martin Winterkorn lehnt Staatshilfen für den Konkurrenten Opel ebenfalls aus ordnungspolitischen Gründen ab: Der Staat dürfe „nicht zur Rettungsgesellschaft für Firmen werden, denen möglicherweise der Bankrott droht“ , sagte er gegenüber dem Spiegel. Bürgschaften für einen begrenzten Zeitraum hält der Manager jedoch für legitim. Anderer Meinung ist der Hauptgeschäftsführer von Ford-Deutschland Bernhard Mattes. Die „Stabilität der Industrie“ müsse gewährleistet werden. Er erklärte weiter, er habe „kein Interesse daran, dass ein großer Anbieter ausfällt. Dessen Bestellungen gehen den Zulieferern verloren und das verursacht große Spannungen in der Hersteller-Lieferanten-Kette.“

Der deutsche Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) sagte in einem Rundfunkinterview, ein über Jahrzehnte gewachsenes Unternehmen wie Opel dürfe nicht einfach verschwinden. Auch er forderte jedoch ein zukunfts- und tragfähiges Konzept von dem Unternehmen als Voraussetzung für staatliche Hilfen. Bundeswirtschaftsminister Karl-Theodor zu Guttenberg warnte vor einer Argumentation mit dem „Nostalgie“-Argument: „Bei Opel geht es nicht um die Frage, ob wir uns an einem romantischen Begriff aus reiner Nostalgie festhalten wollen, sondern darum, ob wir eine Unternehmensstruktur vorfinden, die dauerhaft tragfähig ist.“ Der deutsche Wirtschaftsminister will den heutigen Samstag nutzen, um mit den Regierungschefs der vier Bundesländer mit Opel-Standorten zu sprechen um die Voraussetzungen staatlicher Hilfen für den Autobauer zu klären.

Welche Opel-Standorte im Falle einer Teil-Herauslösung des Unternehmens aus dem Mutterkonzern General Motors erhalten bleiben werden, ist ebenfalls noch weitgehend ungeklärt. Informationen der Financial Times Deutschland zufolge, wird vom Opel-Management ein Verkauf des Werkes in Eisenach (1.700 Beschäftigte), wo das Modell Corsa gefertigt wird, in Erwägung gezogen. Ungewiss sei auch die Zukunft des Opel-Werkes in Bochum (5.000 Menschen produzieren hier den Astra und den Kompakt-Van Zafira. Weitere Standorte von Opel in Deutschland sind Kaiserslautern (3.350 Mitarbeiter fertigen wichtige Fahrzeugkomponenten für Chassis und Karosserie) und der Hauptsitz in Deutschland, Rüsselsheim, mit 16.000 Beschäftigten.

Außerdem werden Fahrzeuge der Firma Opel in weiteren europäischen Ländern gefertigt: Der Astra wird in Antwerpen (Belgien) gebaut, die Modelle Agila, Astra Classic und Zafira im polnischen Gliwice, in Ellesmere Port (Vereinigtes Königreich) werden der Astra und Astravan zusammengebaut, in Luton (ebenfalls Großbritannien) wird der Vivaro, ein Kleintransporter, und im spanischen Saragossa die Modelle Corsa, Corsavan, Meriva und Combo gefertigt.

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