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November 24, 2015

Russland greift ISIS-Stellungen an

Russland greift ISIS-Stellungen an – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Russland greift ISIS-Stellungen an

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Syrien mit seinen Provinzen

Moskau (Russland), 24.11.2015 – Russische Kriegsschiffe haben am 20 November Cruise Missiles auf Ziele in Syrien abgefeuert und dabei sieben islamistische Stellungen in den nördlich Provincen Raqqa, Idlib and Aleppo getroffen. Col Patrick Ryder kritisierte, bei den russischen Angriffen würden auch gemäßigte syrische Oppositionsgruppe in Mitleidenschaft gezogen. Die Nachrichtensender BBC und Channel 4 veröffentlichten Videos von den Angriffen. Angeblich sollen 600 islamistische Terroristen getötet worden sein.

Bisher richteten sich die meisten Angriffe gegen die Islamisten nicht darauf, diese gezielt zu schlagen. Vielmehr ging es darum, ihr Vordringen zu stoppen. Diese Strategie hat sich seit der Anschläge in Paris am 13. November geändert.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Syrien

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July 31, 2015

Linken-Politiker Andrej Hunko hilft Putin

Linken-Politiker Andrej Hunko hilft Putin

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Veröffentlicht: 21:16, 31. Jul. 2015 (CEST)
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In Russland willkommen: Andrej Hunko (2014)

Moskau (Russland), 31.07.2015 – Russland behandelt deutsche Politiker unterschiedlich, dem Bundestagsabgeordneten Hans-Georg Wellmann (CDU) wurde die Einreise verweigert, Andrej Hunko von der Partei DIE LINKE war dagegen willkommen.

Dass der linke Politiker Russland offiziell unterstützt, ist nicht neu. Schon seit längerer Zeit werden Interviews mit ihm vom russischen Sender RT International ausgestrahlt und Zitate aus seinen Blogs erscheinen auf der Internetseite von RT Deutsch. Sehr häufig äußert er sich zur Situation in der Ukraine. Nach seiner Meinung „rasseln USA und NATO weiter mit den Säbeln und führen unter deutscher Beteiligung im Rahmen der Übung ‘Rapid Trident’ Militärmanöver in der Ukraine durch“.

Das NATO-Programm „Alliance Ground Surveillance“ (AGS), das mit ersten Übungen im Frühjahr 2016 beginnen soll, sei vor allem gegen Russland gerichtet und könne den Ukraine-Konflikt verschärfen. Bei „AGS“ kommen Drohnen, unbemannte Flugzeuge vom Typ Global Hawk, zum Einsatz, die der Beobachtung dienen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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December 10, 2014

Russland beendet Gas-Lieferstopp in die Ukraine

Filed under: Moskau,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Russland beendet Gas-Lieferstopp in die Ukraine

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Veröffentlicht: 14:52, 10. Dez. 2014 (CET)
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Symbolbild

Moskau (Russland), 10.12.2014 – Der russische Staatskonzern Gazprom liefert wieder Gas in das Nachbarland Ukraine. Gazprom-Sprecher Sergej Kuprijanow bestätigte dies gestern mit den Worten: „Wir haben zu liefern begonnen.“ Diese Meldung wurde ebenfalls von ukrainischer Seite aus bestätigt. Der langwierige Gasstreit zwischen der Ukraine und Russland scheint damit vorläufig ein Ende zu finden. Russland hatte mit einem Lieferstopp auf unbezahlte Rechnungen reagiert.

Unter Vermittlung des damaligen EU-Energiekommissars Günther Oettinger konnte ein „Winterpaket“ zwischen den beiden Staaten verhandelt werden. Dieser Vertrag regelt, dass die Ukraine bis März einen Preis von rund 370 Mio. US-Dollar pro Milliarde Kubikmeter Erdgas an Gazprom zahlt, um die Versorgung der Ukraine sicherzustellen.

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August 7, 2014

Putin wendet sich an China für Rüstungsgüter

Putin wendet sich an China für Rüstungsgüter

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Veröffentlicht: 23:13, 7. Aug. 2014 (CEST)
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Demonstranten gegen den Waffenhandel von Rheinmetall AG (2012)

Moskau (Russland), 07.08.2014 – Im Zuge der Krise in der Ukraine und Russlands Rolle in den Auseinandersetzungen dort hat Bundeswirtschaftsminister Sigmar Gabriel dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall den Export eines Gefechtsübungszentrums nach Russland untersagt. Die EU hat ein generelles Moratorium für Waffenlieferungen beschlossen, von dem nur einige Ausnahmen für Frankreich und Großbritannien gelten. Nun vermelden chinesische Medien, dass dortige Rüstungsbetriebe Aufträge über mehrere Milliarden US-Dollar in den Bereichen Luft- und Raumfahrttechnik sowie anderer Militärelektronik aus Russland erwarten und bereits mehrere Dutzend Geschäfte konkrete Formen annähmen. Die Einkäufe in China werden als Russlands Reaktion auf die Sanktionen des Westens dargestellt. Die Laufzeit der Lieferungen ist demnach auf die nächsten zwei bis drei Jahre ausgerichtet. China ist Russlands größter Aussenhandelspartner, ihm folgt Deutschland an zweiter Stelle.

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September 3, 2013

Greenpeace-Schiff gestoppt – russische Küstenwache durchsucht Arctic Sunrise

Greenpeace-Schiff gestoppt – russische Küstenwache durchsucht Arctic Sunrise

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Veröffentlicht: 19:07, 3. Sep. 2013 (CEST)
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Greenpeace-Schiff
Arctic Sunrise 2007

Moskau (Russland) / Hamburg (Deutschland), 03.09.2013 – Bei Protestaktionen im Nordpolarmeer wurde am 26. August das Greenpeace-Schiff Arctic Sunrise von der russischen Küstenwache gestoppt und durchsucht. Unter Androhung von Schusswaffengebrauch führten vier Beamte der Viktor Kingisepp eine „Inspektion“ auf dem Eisbrecher durch und verhängten eine Vier-Seemeilen-Verbotszone um die Geolog Dmitriy Nalivkin. Vorangegangen war eine Schlauchbootaktion mit „Save-the-Arctic“-Bannern, um mit der permanenten Anwesenheit bei Erdölexplorationen von Rosneft und ExxonMobil deren Aktivitäten in der Karasee zu dokumentieren sowie die Öffentlichkeit auf die Schäden am arktischen Ökosystem hinzuweisen. Die russischen Behörden hatten bereits am 21. August eine Weiterfahrt untersagt.

Hintergrund ist das Engagement von Greenpeace für ein Schutzgebiet „Hohe Arktis“, in dem die Förderung von Öl und Gas sowie die industrielle Fischerei verboten werden sollen. Die Arktis dürfe nicht „wirtschaftlichen Interessen geopfert werden“. Die deutsche Bundesregierung wurde bereits im April aufgefordert, bei der UNO die Einrichtung eines Schutzgebietes „Hohe Arktis“ zu beantragen. Die Arktis gehöre allen Menschen, Thema ist daher auch das Verhindern Ausbeutung der ökologisch sensiblen Region nördlich des Polarkreises.[1]

„Die Durchsuchungsaktion der russischen Küstenwache entspricht nicht internationalem Recht und wurde gegen den ausdrücklichen Willen der Crew und unter Gewaltandrohung durchgeführt“, so Benjamin Borgerding von Greenpeace Deutschland. Ebenso wenig gerechtfertigt sei eine Vier-Seemeilen-Verbotszone um die Geolog Dmitriy Nalivkin. Seismische Untersuchungen bei der Suche nach Erdöl oder Erdgas haben meist eine verheerende Schallweiterleitung im Meer zur Folge. Diese Schallwellen können bei Walen schwere Schäden zur Folge haben und schlimmstenfalls zum Tod führen. Solche Erdölexploration verstoße im dortigen Arktis-Naturpark gegen russisches Recht. Christoph von Lieven (Greenpeace Deutschland) sieht auch die Bundesregierung in der Verantwortung: Deutschland als mit Abstand größter Abnehmer von russischem Öl und Gas solle seinen Einfluss zum Schutz der Arktis geltend machen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Russland beansprucht Arktis (30.07.2007)
  • NASA-Satelliten enthüllen abschmelzende arktische Eisflächen (30.09.2005)
  • Portal:Greenpeace
  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Portal:Umwelt- und Naturschutz“.
  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Portal:Arktis“.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Protestpostkarte Ihre Stimme für ein Schutzgebiet „Hohe Arktis“, April 2013

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February 18, 2013

Moskau: Leiche eines Lokalpolitikers im Zementfass entdeckt

Moskau: Leiche eines Lokalpolitikers im Zementfass entdeckt

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Veröffentlicht: 19:56, 18. Feb. 2013 (CET)
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Fabrik am Kljasmafluss in Noginsk

Moskau (Russland), 18.02.2013 – Seit einer Woche war der 36-jährige Lokalpolitiker Michail Pachomow vermisst. Jetzt wurde seine Leiche einbetoniert in einem Fass aufgefunden.

Das Fass stand in einer Garage in Noginsk, etwa 50 Kilometer von Moskau entfernt. Vermutlich hatte der Lokalpolitiker bei seinem Verschwinden 10.000 Euro bei sich. Medien berichteten, dass er in zwielichtige Geschäfte im Zusammenhang mit der Ausstattung von Neubauwohnungen verwickelt war. Der frühere Vize-Wohnungsbauminister des Gebiets Moskau und zehn weitere Verdächtige sind festgenommen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Organisierte Kriminalität

Quellen[Bearbeiten]

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December 30, 2012

Russischer Präsident Putin unterzeichnet Gesetz zu Adoptionsverbot durch US-Bürger

Russischer Präsident Putin unterzeichnet Gesetz zu Adoptionsverbot durch US-Bürger

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Veröffentlicht: 22:00, 31. Dez. 2012 (CET)
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Moskau (Russland), 30.12.2012 – Der russische Präsident Wladimir Putin hat am 28. Dezember 2012 ein Gesetz unterzeichnet, durch das es US-Bürgern ab dem 1. Januar 2013 verboten ist, russische Kinder zu adoptieren. Zuvor hatte das Gesetz das russische Parlament erfolgreich passiert. Per Dekret ordnete der russische Präsident Maßnahmen zur Unterstützung verwaister Kinder an. Das wurde vom Presseamt des Kremls am 28. Dezember bekannt gegeben. Die Adoptionsverfahren sollen vereinfacht werden und Adoptiveltern Steuererleichterungen bekommen.

Betroffen von dem Gesetz sind 52 russische Kinder, die in der nächsten Zeit adoptiert werden sollten und ihre Adoptiveltern schon kennengelernt hatten. Der russische Kinderbeauftragte Pawel Astachow teilte mit, dass die russischen Gouverneure persönlich die Verantwortung für das Wohl der Kinder tragen würden. Unter den Kindern sollen sich auch schwer kranke und behinderte, unter anderem solche mit Downsyndrom und spastischer Lähmung, befinden.

Das Gesetz ist eine Reaktion auf den Tod des zweijährigen Dima Jakowlew im Juli 2008. Er war gestorben, nachdem sein US-amerikanischer Adoptivvater ihn bei 50 Grad Hitze für neun Stunden im Auto eingesperrt hatte. Der Vater war anschließend von einem Gericht vom Verdacht der fahrlässigen Tötung freigesprochen worden.

In der russischen Öffentlichkeit ist das Gesetz umstritten. Während die Parlamentarier breite Unterstützung gaben, schätzte der Menschenrechtsbeauftragte Wladimir Lukin das Gesetz als Verletzung der Kinderrechte ein. Auch der russische Außenminister Sergei Lawrow sprach sich gegen das Adoptionsverbot aus und sagte, das neue Gesetz könne internationale Absprachen verletzen. Der Präsidentenrat für Menschenrechte stufte das Gesetz als verfassungswidrig ein, und das UN-Kinderhilfswerk UNICEF rief Russland auf, das Adoptionsverbot nicht durchzusetzen. Gegner des Gesetzes verweisen auf die oft verheerenden Zustände in russischen Kinderheimen. Bereits zuvor hätten US-Bürger nur solche Kinder adoptieren können, die in Russland niemand hätte haben wollen.

Beobachter sehen in dem Gesetz eine Reaktion auf ein amerikanisches Gesetz, den „Magnitski Act“, der nach dem Anwalt Sergej Magnitski benannt wurde, der am 16. November 2009 in einem Moskauer Untersuchungsgefängnis starb. Magnitski hatte Angehörige des russischen Innenministeriums massiver Korruption beschuldigt, wurde dann wegen Beihilfe zur Steuerhinterziehung festgenommen. Aber auch nach fast einem Jahr Untersuchungshaft konnten ihm die Vorwürfe nicht nachgewiesen werden. Ergebnis einer privaten Untersuchung nach dem Tode Magnitskis war, dass ihm die ärztliche Versorgung verwehrt worden war, nachdem er zuvor zusammengeschlagen worden war. Der in dem Zusammenhang angeklagte Gefängnisarzt Dimitri Kratow wurde am 28. Dezember 2012 freigesprochen, da die Moskauer Richter keine Beweise für eine fahrlässige Tötung finden konnten.

Neben dem Adoptionsverbot für US-Bürger enthält das Gesetz auch eine Liste von US-Staatsangehörigen, die in Russland als unerwünscht gelten. Sie sollen Rechte russischer Bürger verletzt haben. Diese Liste existiere bereits, werde aber nicht veröffentlicht, teilte ein Kreml-Sprecher mit. Weiterhin ist es durch das Gesetz politischen Organisationen in Russland verboten, durch Geld aus den USA finanziert zu werden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

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November 3, 2012

Moskau: Medwedew ist für die Freilassung der der inhaftierten Sängerinnen von „Pussy Riot“

Moskau: Medwedew ist für die Freilassung der der inhaftierten Sängerinnen von „Pussy Riot“

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Veröffentlicht: 22:35, 3. Nov. 2012 (CET)
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Dmitri Medwedew 2007

Moskau (Russland), 03.11.2012 – Der Ministerpräsident von Russland Dmitri Anatoljewitsch Medwedew, der selbst Jurist ist, hat nicht die Meinung, dass die Sängerinnen der Punkband „Pussy Riot“ in ein Straflager gehören. Am Freitag sagte er der Agentur Interfax: „Wäre ich Richter, ich hätte sie nicht zur Haft verurteilt, einfach weil ich es nicht für richtig halte, dass sie durch Freiheitsentzug bestraft werden“. Für ihren Protest gegen Wladimir Putin, seien sie genug gestraft.

Pussy Riot ist eine feministische Punkrock-Band aus Moskau. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von etwa zehn Frauen. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Band durch eine Aktion gegen Putin im zentralen Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012. Sie stürmten den Ambo der Kathedrale und sangen vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche. In diesem Lied waren heftige Beleidigungen enthalten. Die Frauen von Pussy Riot protestierten mit ihrem Auftritt dagegen, dass der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., ihren Worten nach dazu aufgerufen hatte, Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahlen zu wählen. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten in den russischen und internationalen Medien über Kunst, Religion und Politik aus.

Drei der Sängerinnen wurden zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Das Berufungsgericht hob die Freiheitsstrafe gegen eine der Frauen auf. Die beiden anderen befinden sich in einem Straflager.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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August 19, 2012

Weltweite Empörung über das Moskauer Urteil gegen die Punkband Pussy Riot

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Veröffentlicht: 09:58, 19. Aug. 2012 (CEST)
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Punkband Pussy Riot

Nadeschda Tolokonnikowa, Gericht in Moskau, Juni 2012

Moskau (Russland), 19.08.2012 – Den drei Bandmitgliedern von „“ im Alter von 22, 24 und 30 Jahren, zwei von ihnen Mütter kleiner Kinder, wurde grobe Störung der öffentlichen Ordnung und Ruhe, offenkundig mangelnder Respekt vor der Gesellschaft, Hooliganismus, Hass und Feindseligkeit vorgeworfen. Die Richterin Marina Syrewa am Chamovnichesky-Bezirksgericht im Stadtzentrum Moskaus verurteilte Nadeschda Tolokonnikova, Maria Aljokhina und Jekaterina Samutsewitsch wegen „Rowdytum aus religiösem Hass“ zu zwei Jahren Straflager. Die Untersuchungshaft von fünf Monaten wird angerechnet.

Pussy Riot ist eine feministische Punkrock-Band aus Moskau. Die Gruppe ist ein loser Zusammenschluss von etwa zehn Frauen. Weltweite Aufmerksamkeit erlangte die Band durch eine Aktion im zentralen Gotteshaus der russisch-orthodoxen Kirche (ROK), der Christ-Erlöser-Kathedrale in Moskau am 21. Februar 2012. Sie stürmten den Ambo der Kathedrale und sangen vor dem Altar ein „Punk-Gebet“ gegen die Vertreter der russisch-orthodoxen Kirche. In diesem Lied waren heftige Beleidigungen enthalten. Auch Ministerpräsident Wladimir Putin wurde geschmäht. Die Frauen von Pussy Riot protestierten mit ihrem Auftritt dagegen, dass der Patriarch der russisch-orthodoxen Kirche, Kyrill I., ihren Worten nach dazu aufgerufen hatte, Wladimir Putin bei den Präsidentschaftswahlen zu wählen. Ihre Verhaftung im März 2012 löste zahlreiche Debatten in den russischen und internationalen Medien über Kunst, Religion und Politik aus.

Im Verlauf des Prozesses wurde von den Angeklagten eine Erklärung abgegeben. Sie prangerten an, dass sie im Verlauf der Untersuchungshaft gefoltert wurden. Sie seien überlangen Verhören ausgesetzt gewesen, und man habe sie daran gehindert zu schlafen. Im Prozess wiederholten die Frauen ihre Kritik an Putin, die beabsichtigte abschreckende Wirkung scheint ins Leere gelaufen zu sein. Es wird erwartet, dass die Anwälte der Frauen das Urteil nicht annehmen werden, damit würde es zu einer Berufungsverhandlung kommen. Die Richterin befürchtete einen Anschlag während der Verkündung des Urteils, die Polizei sperrte die Umgebung des Gerichts ab. Die Höchststrafe für die Anstiftung zu religiösem Hass sind sieben Jahre. In Deutschland wäre das Verhalten der Bandmitglieder als Störung der Religionsausübung strafbar und könnte mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren bestraft werden; allerdings ist davon auszugehen, dass eine Geldstrafe für das Verhalten der Täterinnen ausgesprochen worden wäre.

In Russland gibt es 50 russische Straflager für Frauen. Ungefähr 60.000 Häftlinge sitzen dort ein. Die Härte des Vollzugs ist unterschiedlich und wird bereits im Urteil festgelegt. Im Urteil gegen die Frauen wurde auf „normale Unterbringung“ entschieden. Jeder Gefangenen stehen dabei drei Quadratmeter Platz zur Verfügung und damit deutlich mehr als in den gefürchteten Sammelzellen im Männervollzug. Im Lager dürfen sie sich frei bewegen und es mit Erlaubnis auch kurzzeitig verlassen. Sechs kurze und vier lange Besuche sind erlaubt. Im Jahr dürfen sechs Pakete an eine Gefangene geschickt werden, und bei guter Führung ist nach sechs Monate eine Verlegung in den „erleichterten Vollzug“ möglich.

International hagelte es Kritik an dem Urteil. Man geht davon aus, dass die Entscheidung über die Höhe der Strafe nicht im Gericht sondern im Kreml gefällt wurde. Die Richterin, die sich bislang mit unspektakulären Fällen befasst hatte und dafür bekannt ist, täglich zehn bis 15 Urteile zu fällen, war erstmals mit einem Prozess betraut, der sie in den Blickpunkt der Öffentlichkeit rückte. Stundenlang begründete sie die Entscheidung.

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach von einem „unverhältnismäßig harten Urteil“, es stehe nicht im Einklang mit Europäischen Werten wie Rechtsstaatlichkeit und Demokratie. Josh Earnest, ein Sprecher des Weißen Hauses, sagte: „Die Vereinigten Staaten sind über das Urteil enttäuscht, einschließlich der unverhältnismäßigen Strafen, die erteilt wurden.“ US-Außenministerin Hillary Clinton geht davon aus, dass es negative Auswirkungen auf die Meinungsfreiheit in Russland geben wird. Der deutsch-russische Schriftsteller Wladimir Kaminer erklärte in einem Zwischenruf, die Menschen hätten gesehen, wovor dieser Staat Angst habe: „vor singenden Mädchen. Nicht vor der Finanzkrise, nicht vor der politischen Opposition, sondern vor singenden Mädchen.“ Amnesty International fand ebenfalls eindeutige Worte: „Zwei Jahre Straflager für eine vielleicht provokante, aber friedliche Protestaktion: Das ist erschütterndes, politisch motiviertes Unrecht. Das Urteil ist nicht nur der Versuch, die drei jungen Frauen zum Schweigen zu bringen. Es soll auch eine Warnung an alle anderen sein, die es wagen, Präsident Putin und seine Regierung zu kritisieren.“

In vielen europäischen Metropolen kam es zu öffentlichen Protesten gegen das Urteil. Mehrfach waren nach der Festnahme und im Verlauf des Verfahrens Stimmen in den Medien zu vernehmen, die sinngemäß vom möglichen Anfang des Endes des Putin-Regimes sprachen. So äußerte sich beispielsweise „de Volkskrant“ (Amsterdam), „Der Standard“ (Wien) und „Die Welt“.

Der Stein des Anstoßes:

DAS PUNKGEBET

Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin! Vertreibe Putin, vertreibe Putin!
Schwarzer Priesterrock, goldene Schulterklappen
Alle Pfarrkinder kriechen zur Verbeugung
Das Gespenst der Freiheit im Himmel
Homosexuelle werden in Ketten nach Sibirien geschickt.
Der KGB-Chef ist Euer oberster Heiliger,
Er steckt die Demonstranten ins Gefängnis.
Um den Heiligsten nicht zu betrüben
Müssen Frauen gebären und lieben.
Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck!
Göttlicher Dreck, Dreck, Dreck!
Mutter Gottes, Du Jungfrau, werde Feministin, Werde Feministin, werde Feministin!
Kirchlicher Lobgesang für die verfaulten Führer –
Kreuzzug aus schwarzen Limousinen.
In die Schule kommt der Pfarrer,
Geh’ zum Unterricht – bring ihm Geld.
Der Patriarch glaubt an Putin.
Besser sollte er, der Hund, an Gott glauben.
Der Gürtel der Seligen Jungfrau ersetzt keine Demonstrationen –
Die Jungfrau Maria ist bei den Protesten mit uns!
Mutter Gottes, Du Jungfrau, vertreibe Putin! Vertreibe Putin, vertreibe Putin!

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July 28, 2012

Russland: Tausende Feuerwehrleute bekämpfen zahlreiche Waldbrände

Russland: Tausende Feuerwehrleute bekämpfen zahlreiche Waldbrände

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Veröffentlicht: 22:16, 28. Jul. 2012 (CEST)
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Russisches Löschflugzeug MChS Rossii Beriev Be-200

Moskau (Russland), 28.07.2012 – In elf Regionen Russlands brennt der Wald. 200 Feuer wüten. Mehr als 3.000 Feuerwehrleute sind zur Brandbekämpfung eingesetzt. Mehr als 30.000 Hektar Fläche sind betroffen. Regierungschef Dmitri Medwedew sprach am Freitag von einer Notstandssituation in den betroffenen Bereichen.

Es hat bereits Tote und Verletzte gegeben. Die Feuerwehr setzt schweres Gerät ein, um Herr über die in Sibirien ausgebrochenen Feuer zu werden. Starker Wind erschwert die Löschversuche. Spezielle Flugzeuge zum Löschen von Bränden in schwer zugänglichen Bereichen haben schon 60 Tonnen Wasser abgeworfen. Der Flughafen in der Großstadt Tomsk ist wegen des Rauches, der durch die Brände entsteht, gesperrt. Medwedew sieht als Ursache der erneuten Feuer – schon im Jahr 2010 war es zu zahlreichen Bränden gekommen – neben der Hitze und der daraus resultierenden Trockenheit die Schlamperei der zuständigen Stellen. Umweltschützer werfen Russland vor, über kein wirksames Konzept zur Waldbrandbekämpfung zu verfügen.

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