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July 17, 2011

Borneo: Wissenschaftler entdecken drei Exemplare der Regenbogenkröte

Borneo: Wissenschaftler entdecken drei Exemplare der Regenbogenkröte

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Veröffentlicht: 17:38, 17. Jul. 2011 (CEST)
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Borneo (Malaysia), 17.07.2011 – 87 Jahre wurde die bornesische Regenbogenkröte (Ansonia latidisca) nicht mehr gesehen. Man hatte vermutet, dass die Art ausgestorben ist. Ein Team von Wissenschaftlern hat bei einer gezielten Suche in Malaysia drei Exemplare der grazilen Krötenart auf der Insel Borneo aufgespürt.

Das wissenschaftliche Team stellte die Sarawak Universität Malaysia. Die Leitung der Suche hatte Indraneil Das. Er berichtete, dass die drei Exemplare im Juni im Staat Sarawak auf der Insel Borneo auf einem Baum entdeckt worden seien. Erstmals gelang es Fotos der Krötenart zu machen.

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Quellen

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March 5, 2010

Terrorwarnung in der Straße von Malakka

Terrorwarnung in der Straße von Malakka

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Veröffentlicht: 17:09, 5. Mär. 2010 (CET)
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Straße von Malakka (dunkelblau)

Singapur, 05.03.2010 – Singapur, Malaysia und Indonesien haben aufgrund einer Terrorwarnung die Sicherheitstufen erhöht. Wie der Innenminister Singapurs Wong Kan Seng im Parlament des Stadtstaates mitteilte, wurden alle Sicherheitsmaßnahmen verschärft. Auch die Marinen Indonesiens und Malaysia haben ihre Patrouillenfahrten in der Meerenge, die an ihrer schmalsten Stelle nur etwa 2,8 Kilometer breit ist, verschärft. Die Maßnahmen gehen auf Informationen zurück, nach der Terroristen Öltanker angreifen könnten. Nähere Angaben, welche Gruppe Angriffe geplant hat und weitere Details nannte der Minister nicht. Am wahrscheinlichsten kämen nach Ansicht von Experten al-Qaida und die südostasiatische militante Gruppierung Jemaah Islamiyah in Frage. Letztere wird für zwei Bombenanschläge auf zwei Hotels in Djakarta mit sieben Opfern und die Bombenanschläge auf Bali verantwortlich gemacht, bei denen 202 Personen getötet wurden.

„Die Absicht der Terroristen ist wahrscheinlich, weitreichende Aufmerksamkeit zu erwecken und zu zeigen, dass sie eine existenzfähige Gruppe bleiben“, hieß es in einem Communiqué der Marine Singapurs.

Die indonesische Polizei hat bei Razzien seit dem 22. Februar in der Provinz Aceh im Westen der Insel Sumatra, die durch die Straße von Malakka von der Malayischen Halbinsel getrennt wird, 14 Verdächtige festgenommen. Ihnen wird die Vorbereitung von Terroranschlägen vorgeworfen. Die Polizei teilte mit, dass Gewehre und tausende Schuss Munition gefunden wurden. Bei Schusswechsel mit Gewehren wurden zehn Polizisten einer Spezialeinheit verletzt. Ein Mann wurde von der Polizei auf der Flucht erschossen. Die Behörden gehen davon aus, dass es sich bei den Verdächtigen um Angehörige einer zuvor unbekannten Terrorgruppe handelt. Derzeit wird geprüft, inwieweit diese mit Jemaah Islamiyah verbunden ist. Jemaah Islamiyah war bislang im Westen Sumatras nicht aktiv. Dort herrscht seit 2005 ein Waffenstillstand zwischen Nationalisten und der Regierung, der zu mehr Autonomie geführt hat.

John Harrison, ein Assistenzprofessor an der S. Rajaratnam School of International Studies in Singapur, hält die Terrorwarnung für glaubwürdig. Nach seiner Einschätzung seien weder die Marine noch das Innenministerium dafür bekannt, Warnungen voreilig herauszugeben. „Wenn sie diese Informationen herausgeben, bedeutet das, dass sie sehr besorgt darüber sind, etwas könnte sich ereignen.“ Die Marine Singapurs geht davon aus, dass kleine Fischerboote und Schnellboote für solche Attacken genutzt werden könnten.

Nach Angaben der U.S. Energy Information Administration, einer Behörde im Energieministerium der Vereinigten Staaten, werden täglich 15 Millionen Barrel Öl durch die Meerenge befördert. 50.000 Handelsschiffe – sechsmal so viele wie im Sueskanal – durchfahren die Straße von Malakka jährlich und befördern so etwa 40 Prozent der im Welthandel verschifften Güter hindurch. 90 Prozent der japanischen und 80 Prozent der chinesischen Öleinfuhren werden durch die Meerenge transportiert, außerdem 30 Prozent der chinesischen Eisenerzimporte.

Peter Chalk, ein Experte für die Bewertung von Risiken durch Terrorismus, befürchtet im Falle von Anschlägen auf die Seeschifffahrt eine Gefahr für die Weltwirtschaft, weil im Zeitlater von termingenauen Lieferungen solche Störungen einen Dominoeffekt auslösen könnten, der Auswirkungen bis in die Finanzwirtschaft hat. Ein Terroranschlag würde mit ziemlicher Sicherheit auch die Versicherungsprämien steigen lassen. Die Prämien für Öltanker auf der Strecke zwischen den Erdölfeldern am Persischen Golf und Ostasien liegen derzeit bei durchschnittlich 37.000 US-Dollar pro Tag – weit niedriger als die 200.000 US-Dollar, die verlangt wurden, bevor die Finanzkrise zu einem wirtschaftlichen Einbruch führte. J. Peter Pham, ein Berater der US-Regierung und der Europäischen Union, glaubt jedoch, dass die Versicherungsindustrie jede Gelegenheit nutzen würde, um die Prämien zu erhöhen.

Eine Umfahrung der Region werde den Transport komplizierter machen, wie John Vautrain in Singapur der Nachrichtenagentur Reuters sagte. Schifffahrtsunternehmen ergreifen deswegen eher geeignete Gegenmaßnahmen, als die Sundastraße weiter im Süden zu wählen, die den Seeweg um neunhundert Seemeilen und mindestens drei Tage Fahrtdauer verlängert. Der Industrieverband Intertanko hat seine Mitglieder aufgefordert, bei der Passage besondere Vorsicht walten zu lassen. Maersk gab an, die Straße mit Höchstgeschwindigkeit zu durchfahren und mehr Wachposten aufzustellen.

Die Straße von Malakka wird seit langem durch Piraterie unsicher gemacht und die Küstenwachen der anliegenden Staaten fahren deswegen Patrouille. Dass die Meerenge auch ein Ziel für Terrorismus sein könnte, ist eine eher neue Gefahr. Die konkrete Terrorwarnung beruht den Angaben eines thailändischen Marineattachés auf Informationen, die das International Maritime Bureau (IMB) in Kuala Lumpur aus Japan erhielt. Ein IMB-Pressesprecher erklärte auf Rückfrage, ob es sich um Piraterie oder um eine terroristische Gefahr handele, es gehe um eine terroristische Gefahr.

Analysten sehen jedoch eine geringe Gefahr in der Möglichkeit, Öltanker als schwimmende Bomben gegen Häfen oder andere Schiffe zu nutzen. Rohöl sei zu schwer entflammbar, glauben sie.

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  • Portal:Terrorismus

Quellen

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February 18, 2010

Malaysia: Drei muslimische Frauen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr mit Stockschlägen bestraft

Malaysia: Drei muslimische Frauen wegen außerehelichem Geschlechtsverkehr mit Stockschlägen bestraft

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Veröffentlicht: 20:48, 18. Feb. 2010 (CET)
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Putrajaya (Malaysia), 18.02.2010 – Erstmals wurden in Malaysia drei Frauen wegen eines Verstoßes gegen das traditionelle islamische Recht (Scharia) zu einer Prügelstrafe verurteilt. Die Strafe wegen nichtehelichem Geschlechtsverkehr war am 9. Februar um 10 Uhr örtlicher Zeit von einem regionalen Scharia-Gericht im Gefängnis von Kajang ausgeführt worden. Zwei der drei Frauen erhielten nach Angaben der malaysischen Onlinezeitung „The Star“ je sechs Schläge mit einem speziellen Rattanstab während die dritte Frau vier Peitschenhiebe erhielt (nach anderen Angaben war es genau umgekehrt).

Geschlechtsverkehr außerhalb einer ehelichen Lebensgemeinschaft gilt nach dem traditionellen islamischen Recht (Scharia) in Malaysia als Gesetzesverstoß. Ein Sprecher der „Malaysischen Vereinigung der Moschee-Jugend“ (Malaysian Assembly of Mosque Youths) verteidigte auf Nachfrage den Vorgang mit den Worten: „Sehen Sie die Botschaft hinter dieser Strafe. Widerrechtlicher Sex könnte leicht zu weiteren gesellschaftlichen Missständen wie Abtreibung oder Verstoßung von Babys führen. Die Strafe dient als Vorschlag zur Lösung auch anderer sozialer Probleme.“[1] Frauenrechtsorganisationen wie „Sisters in Islam“ protestierten gegen die Ausführung der Prügelstrafe. Diese stehe im Widerspruch zum Zivil- und Strafrecht in Malaysia.

Das Thema der Prügelstrafe gegen Frauen bewegt seit einigen Monaten die Öffentlichkeit in Malaysia seit letztes Jahr gegen eine 33-jährige Frau ebenfalls eine Prügelstrafe, in diesem Fall wegen Biertrinkens in der Öffentlichkeit, verhängt worden war. Das Urteil ist noch nicht vollstreckt worden.

Die Ausführung der Prügelstrafe gegen die drei Frauen war unter Ausschluss der Öffentlichkeit vollzogen worden. Die Vollstreckung der Strafmaßnahme wurde unter genauester Beachtung der dafür geltenden Regeln ausgeführt, wie das Heimatministerium mitteilte. Dazu gehört eine eingehende medizinische Voruntersuchung, um sicherzustellen, dass die Delinquentinnen nicht schwanger sind. Außerdem wird auf die genaue Einhaltung der islamischen Kleiderordnung für Frauen geachtet. Heimatminister Datuk Seri Hishammuddin Hussein erklärte, die bestraften Frauen hätten durch die Bestrafung keinerlei Schnittwunden oder Blutergüsse erlitten. Sie hätten jedoch gestanden, dass die Bestrafung sie tief beeindruckt habe und dass sie ihre Taten bereut hätten. Weiter erklärte der Minister: „Sie hoffen ebenfalls, dass andere nicht gegen die Lehren der Religion verstoßen werden.“[2]

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Scharia
  • Portal:Malaysia

Referenzen

  1. englisches Original: „Look at the message behind the punishment. Illicit sex could easily lead to other social ills such as abortion and baby dumping. The punishment serves as a proposed solution for other social problems
  2. Wortlaut des englischen Originalzitats laut „The Star“: „They are also hoping that others will not go against the teachings of the religion

Quellen

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April 23, 2008

Malaysias Weltraumprogramm geht das Geld aus

Malaysias Weltraumprogramm geht das Geld aus

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Veröffentlicht: 20:58, 23. Apr. 2008 (CEST)
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Der erste malaysische Astronaut Sheikh Muszaphar Shukor

Kuala Lumpur (Malaysia), 23.04.2008 – Das bemannte Raumfahrtprogramms in Malaysia steht vor dem Aus. Demnach hat der Minister für Wissenschaft, Technologie und Innovation des Landes, Maximus Ongkili, gegenüber der Zeitung „New Straits Times“ einen Stopp angekündigt. In erster Konsequenz werde der zweite Flug eines malaysischen Astronauten, die landesintern „Angkasawan“ genannt werden, nicht stattfinden. Im Oktober 2007 hatte Sheikh Muszaphar Shukor als erster Astronaut des Landes die Internationale Raumstation (ISS) betreten. Das Ministerium werde versuchen, Geld zur Verfügung zu stellen, um das Programm fortzusetzen. Außerdem wies der Minister daraufhin, dass sich das Weltraumprogramm des Landes nicht alleine darauf beschränke, Astronauten ins Weltall zu schicken. Es müssten Prioritäten gesetzt und soziale Entwicklungen im Auge behalten werden.

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March 11, 2008

Malaysia im Umbruch: Regierungskoalition erlitt dramatische Wahlschlappe

Malaysia im Umbruch: Regierungskoalition erlitt dramatische Wahlschlappe

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Veröffentlicht: 19:30, 11. Mär. 2008 (CET)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 11.03.2008 – Die seit fast fünfzig Jahren unangefochten regierende Koalition von Ministerpräsident Abdullah Badawi erlitt bei den Parlamentswahlen vom Samstag eine erdrutschartige Niederlage. Zwar ließ sich Badawi gestern bei einer feierlichen Zeremonie im Königspalast in der Hauptstadt Kuala Lumpur erneut vereidigen, der Börseneinbruch vom Montag um fast 10 Prozent – der Handel musste für eine Stunde ausgesetzt werden – weist jedoch nach Ansicht politischer Beobachter auf die tiefe Verunsicherung hin, die das Wahlergebnis hinterlassen hat. Erstmals seit 1969 verfehlte das Bündnis „Barisan Nasional“ (Nationale Front) die verfassungsändernde Zwei-Drittel-Mehrheit. Sie verfügt jetzt über 137 von 222 Sitzen im Parlament. Bei der letzten Wahl hatte das Bündnis noch 91 Prozent der Sitze gewonnen. Vier Bundesstaaten gingen an die Opposition, die jetzt in fünf Bundesstaaten das Sagen hat.

Der Opposition ist insbesondere die sogenannte New Economic Policy (NEP = Neue Ökonomische Politik) ein Dorn im Auge, die die ökonomische Absicherung des inzwischen rund 60 Prozent der Bevölkerung umfassenden malaiischen Bevölkerungsanteils gewährleisten soll. Die chinesischen und indischen Minderheiten sowie auch weniger privilegierte Malaien fühlen sich durch diese Politik diskriminiert. Die NEP wird damit gerechtfertigt, dass die Malaien früher gegenüber insbesondere den Chinesen ökonomisch in Rückstand geraten waren. Die NEP entstand nach den gewaltsamen Rassenunruhen am 13. Mai 1969 und sollte die wirtschaftliche Ungleichheit bekämpfen. Inzwischen ist diese Politik nach Ansicht der Opposition jedoch überholt und dient nur noch dem Schutz einer privilegierten Minderheit, an die unter anderem bevorzugt Staatsaufträge vergeben und Nachlässe bei Grundstückskäufen gewährt werden. Die Oppositionsparteien haben angekündigt, dass sie in den von ihnen beherrschten Landesteilen mit der NEP Schluss machen wird. „Wir werden die staatliche Verwaltung frei von der ‚Neuen Ökonomischen Politik‘ betreiben, die Vetternwirtschaft, Korruption und systematische Ineffektivität erzeugt“, erklärte Lim Guan Eng, ein gebürtiger Chinese, der am Dienstag als leitender Minister des chinesisch dominierten Landesteils Penang vereidigt wurde, in dem sich das industrielle Zentrum des Landes befindet.

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  • Portal:Malaysia

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January 2, 2008

Malaysischer Gesundheitsminister tritt nach Sexskandal zurück

Malaysischer Gesundheitsminister tritt nach Sexskandal zurück

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Veröffentlicht: 23:24, 2. Jan. 2008 (CET)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 02.01.2008 – „Ich bin der Mann auf dem Band.“ sagte Chua Soi Lek am Dienstag zu Reportern und schockierte damit Malaysia.

Der Film, der laut der Zeitung The Star in einem Hotelzimmer aufgenommen wurde, zeigt den verheirateten dreifachen Vater zusammen mit einer Frau beim Sex. Der genaue Ort und das Datum der Aufnahme sind jedoch unbekannt. Das Mädchen sei eine „persönliche Freundin“. Chua Soi Lek betonte aber, dass er das Video nicht selbst angefertigt habe.

Als Gesundheitsminister hatte er die freie Vergabe von Kondomen verteidigt, um die Verbreitung von HIV zu verringern.

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  • Portal:Malaysia

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November 11, 2007

Kuala Lumpur: Veranstaltung der Opposition gewaltsam aufgelöst

Kuala Lumpur: Veranstaltung der Opposition gewaltsam aufgelöst

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Veröffentlicht: 22:36, 11. Nov. 2007 (CET)
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Demonstranten in gelb – der Farbe von „Bersih“

Kuala Lumpur (Malaysia), 11.11.2007 – Mit Tränengas und Wasserwerfern ging die Polizei am Samstag in der malaysischen Haupstadt gegen tausende von Demonstranten vor, die für faire Wahlen auf die Straße gingen.

Die Veranstaltung wurde von der Gruppe „Bersih“ organisiert, einem Bündnis aus verschiedenen Oppositionsparteien und Dutzenden anderer Organisationen, die sich zusammen für saubere und faire Wahlen einsetzen. Eine ihrer Forderungen ist die Einführung von unveränderlicher Tinte, um möglichem Betrug vorzubeugen. Malaysias Premierminister Badawi sagte bereits am Freitag, er erwarte Schwierigkeiten.

Trotz eines Verbots und heftigen Regens versammelten sich die Teilnehmer – viele waren symbolisch mit gelben T-Shirts bekleidet – bereits gegen acht Uhr morgens an fünf verschiedenen Punkten in der Innenstadt. Gegen die auf etwa 4.000 Personen geschätzte Gruppe, die sich bei der Masjid Jamek-Moschee traf, setzte die Polizei am Nachmittag Reizgas ein. Bilder des arabischen Fernsehsenders Al Jazeera zeigten, wie die Polizei versuchte, die dortige Versammlung aufzulösen, und Tränengas in die Massen spritzte. Informationsminister Zainuddin Maidin verteidigte das Vorgehen der Sicherheitskräfte und sagte: „Wir sind ein demokratisches Land. […] Wir sind nicht wie Myanmar. Wir sind nicht wie andere Länder.“

Über 1.000 Polizisten waren zuvor in Alarmbereitschaft versetzt worden. Ein Offizier der Polizei gab an, dass die Sicherheitskräfte sich zu diesen Schritten gezwungen sahen. Seinen Angaben zufolge wurden 245 Personen zunächst verhaftet, später jedoch wieder frei gelassen.

Obwohl es keiner der Demonstranten bis zum geplanten Ziel, der Mitte des Unabhängigkeitsplatzes, schaffte, konnte ein Vertreter von Bersih von Parteiangehörigen von PAS, Keadilan und DAP begleitet zum Königspalast gelangen und dort ein Schreiben ihrer Bedenken überreichen. Gegenüber der BBC sagten Teilnehmer, sie hätten das demokratische Recht, ihrem Verlangen nach sauberen und gerechten Wahlen Ausdruck zu verleihen. „Wir müssen nicht bis zur nächsten Wahl warten.“

Schon am vergangenen Mittwoch warnte Datuk Johari Baharom, der stellvertretende Innenminister des Landes, dass die Polizei die Durchführung einer solchen Versammlung nicht erlauben werde, so die staatliche Nachrichtenagentur Bernama. „Ich rufe die Öffentlichkeit dazu auf, nicht an dieser Demonstration teilzunehmen. Wir werden nicht zögern, entsprechende Maßnahmen gegen solche zu ergreifen, die sich dort versammeln.“ Die Anführer seien inzwischen identifiziert. Organisatoren und Teilnehmer müssten mit Anklagen rechnen, wenn sie die illegale Veranstaltung ohne Genehmigung durchführten.

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August 17, 2007

Badminton-Weltmeisterschaft 2007 – Deutsche Equipe stark dezimiert

Badminton-Weltmeisterschaft 2007 – Deutsche Equipe stark dezimiert

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Veröffentlicht: 13:31, 17. Aug. 2007 (CEST)
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Kuala Lumpur (Malaysia), 17.08.2007 – Vom 13. bis 19. August 2007 finden in Malaysia die Badminton-Weltmeisterschaften statt. Autragungsort ist das 15.000 Zuschauer fassende Putra-Stadion im „National Sports Complex“ in Bukit Jalil zirka 20 Kilometer südlich von Kuala Lumpur.

Für erste Aufregung im Vorfeld sorgten die Badmintonspieler Thailands um Mitfavorit Boonsak Ponsana: Da zeitgleich in ihrem Land die im Gegensatz zur WM mit Preisgeld verbundene Universiade stattfindet, sagten sie kurzfristig einen Start bei der Weltmeisterschaft ab.

Am dritten Tag der Titelkämpfe verabschiedete sich mit Taufik Hidayat einer der Top-Favoriten aus dem Einzelturnier. Er unterlag dem ungesetzten Inder Anup Sridhar 14:21, 26:24 und 20:22. Noch zeitiger erwischte es die Gesetzten Malayen Tan Bin Shen und Ong Soon Hock im Herrendoppel. Sie unterlagen Tadashi Ohtsuka und Keita Matsuda aus Japan in Runde eins.

Auch das deutsche Starterfeld wurde stark dezimiert. In den Einzeln hält nur noch Xu Huaiwen die deutsche Flagge hoch, in den Doppeln stehen als letzte verbliebene Deutsche Nicole Grether und Juliane Schenk im Achtelfinale.

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July 31, 2007

Osram steigt bei OLED-Displays aus

Osram steigt bei OLED-Displays aus – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Osram steigt bei OLED-Displays aus

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Veröffentlicht: 18:13, 31. Jul. 2007 (CEST)
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Regensburg (Deutschland), 31.07.2007 – Wie der Hersteller Osram Opto Semiconductor mitteilte, wird die Produktion von OLED-Displays (Organische Leuchtdioden vorrangig für Fernseher, PC-Bildschirme oder großflächige Raumbeleuchtung) zum Jahresende eingestellt. Geschäftsführer Rüdiger Müller erläuterte, dass sich die Wachstumserwartungen auf dem Markt der OLED-Displays nicht erfüllt hätten. Betroffen von der Schließung sind 270 Mitarbeiter, die in den Produktionsbereich Halbleiter-LED wechseln sollen.

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February 9, 2007

Thailänderin bestieg falschen Bus und war 25 Jahre verschwunden

Thailänderin bestieg falschen Bus und war 25 Jahre verschwunden

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Artikelstatus: Fertig 13:09, 9. Feb 2007 (CET)
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Bangkok (Thailand), 09.02.2007 – Nachdem sie einen falschen Bus genommen hatte, blieb eine Thailänderin rund 25 Jahre verschollen. Die heute 76-jährige Jaeyaena Beuraheng stammt aus der Provinz Narathiwat im Süden Thailands. Hierbei handelt es sich um eine von drei Provinzen muslimischer Prägung. Diese wurden erst vor etwa 100 Jahren von Thailand annektiert, blieben kulturell aber unabhängig. Die Bevölkerung besteht zu rund 80 Prozent aus Muslimen, die ihre Muttersprache Malayisch beibehalten haben.

Auch Jaeyaena Beuraheng konnte Thailändisch weder sprechen noch schreiben. Sie beherrschte nur Yawi, einen Dialekt, der nur in diesem Teil Thailands von Moslems gesprochen wird. Zum Einkaufen nahm sie den Bus über die Grenze nach Malaysia. Als sie wieder zurück wollte, erwischte sie einen falschen Bus und landete stattdessen im etwa 1.200 Kilometer nördlich gelegenen Bangkok. Nach einer erneuten Busfahrt war sie noch einmal weitere 700 Kilometer weiter nördlich gelandet, berichtete die Tageszeitung „Nation“ am Dienstag.

Sie versuchte, sich als Bettlerin durchzuschlagen, und wurde fünf Jahre später als illegale Immigrantin festgenommen und in ein Obdachlosenzentrum gebracht. Dort ist die Frau jahrelang geblieben. Die Angestellten hätten ihr den Namen „Mrs. Mon“ gegeben, weil ihr Gemurmel nach einer Stammessprache aus dem benachbarten Birma klang, sagte die Leiterin der Einrichtung laut einem Zeitungsbericht.

Die Herkunft der Thailänderin konnte erst geklärt werden, als drei Auszubildende aus Narathiwat, dem Heimatort von Jaeyaena Beuraheng, in das Heim kamen. Sie kamen mit der alten Dame ins Gespräch und machten schließlich ihren jüngsten Sohn, Mamu, ausfindig, der jetzt 35 Jahre alt ist. Sie sandten ihm ein Bild über das Mobiltelefon. Mamu war schockiert, aber überglücklich, als er das Bild sah. Er und seine Brüder und Schwestern hatten jahrelang nach ihrer Mutter gesucht, und schließlich wurde ihnen erzählt, sie sei von einem Zug in Yala überfahren worden. Mamu: „Ich erinnerte mich noch an ihr Gesicht, obwohl ich sie 25 Jahre nicht gesehen habe.“ Zurück zu ihrer Familie fuhr Jaeyaena Beuraheng dann mit dem Zug.

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