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September 1, 2014

GDL ruft zu Warnstreiks bei der Bahn auf

GDL ruft zu Warnstreiks bei der Bahn auf

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Veröffentlicht: 18:35, 1. Sep. 2014 (CEST)
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Ein Regionalexpress der Deutschen Bahn AG

Frankfurt am Main (Deutschland), 01.09.2014 – Die Gewerkschaft Deutscher Lokführer (GDL) hat zu einem Warnstreik bei der Bahn heute Abend zwischen 18 und 21 Uhr aufgerufen. Lokomotivführer, Lokrangierführer, Zugbegleiter, Bordgastronomen, Disponenten sowie Ausbilder und Trainer der Deutschen Bahn AG sollen ihre Arbeit um diese Zeit niederlegen. Mit dieser Streikzeit berücksichtige man, so die GDL in einer Pressemitteilung, „die vielen Wochenendreisenden, die während des ersten Wochenarbeitstages die Eisenbahnen nutzen. Außerdem wird damit auch jenen Pendlern Rechnung getragen, die am Tage ihrer Arbeit nachgehen“. Der Streik trifft daher hauptsächlich den Güterverkehr.

Bahn-Personalvorstand Ulrich Weber gab in einer Pressemitteilung bekannt, am Morgen ein neues Tarifangebot vorgelegt zu haben, und forderte die GDL dazu auf, den Warnstreik zurückzunehmen. Er bezeichnete die Ankündigung der GDL als „reines Ablenkungsmanöver“ und versicherte: „Wir sind und bleiben verhandlungsbereit.“ In dem neuen Angebot würde die Bereitschaft zum Ausdruck kommen, über alle Tarif-Forderungen der GDL zu verhandeln. Im Fall eines Streiks würde die Bahn alles daran setzen, „die Beeinträchtigungen für die Kunden im Güter- und Personenverkehr so gering wie möglich zu halten“.

Die GDL steht in Konkurrenz zur mitgliederstärkeren Eisenbahn- und Verkehrsgesellschaft (EVG). Die GDL verlangt fünf Prozent mehr Lohn sowie eine Verkürzung der Arbeitszeit von 39 auf 37 Stunden pro Woche. Die EVG dagegen will sechs Prozent mehr Lohn für jeden Mitarbeiter, jedoch mindestens 150 Euro im Monat.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   GDL-Verhandlungen gescheitert: Lokführer streiken (02.10.2007)

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March 11, 2012

Gewerkschaft ver.di bestreikt öffentlichen Dienst in sechs Bundesländern

Gewerkschaft ver.di bestreikt öffentlichen Dienst in sechs Bundesländern

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Veröffentlicht: 11.03.2012
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ver.di-Bundesverwaltung

Berlin (Deutschland), 11.03.2012 – Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) hat am Mittwoch mit Warnstreiks in sechs Bundesländern in Betrieben des öffentlichen Dienstes gestreikt. Betroffen waren beispielsweise Kindergärten, Kliniken, städtische Verwaltungen, Stadtreinigungen und Verkehrsbetriebe. Die Gewerkschaft möchte für die laufende Tarifrunde eine Gehaltserhöhung von 6,5 Prozent und mindestens 200 Euro mehr Lohn pro Monat erreichen; diese Forderung wurde von den Arbeitgebervertretern abgelehnt.

Nach Angaben von ver.di waren im Bundesland Nordrhein-Westfalen 30.000 Angestellte des öffentlichen Dienstes im Ausstand; insgesamt waren am Warnstreik 80.000 Gewerkschaftler beteiligt. Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe Köln und Düsseldorf beteiligten sich ebenfalls am Arbeitskampf. In Düsseldorf wurden einige Nahverkehrsverbindungen, wie die zum Flughafen, aufrechterhalten. In Köln ging nichts mehr, außer in den Außenbezirken; dort stellten Privatunternehmer Transportkapazitäten zur Verfügung.

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December 5, 2010

Deutschland: Gewerkschaften kündigen Warnstreiks gegen RWE an

Deutschland: Gewerkschaften kündigen Warnstreiks gegen RWE an

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Veröffentlicht: 17:56, 5. Dez. 2010 (CET)
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Berlin (Deutschland), 05.12.2010 – Bei den Tarifverhandlungen zwischen den Beschäftigten und dem Energiekonzern RWE stehen die Zeichen auf Streik. Die Tarifverhandlungen wurden am Donnerstag in der fünften Verhandlungsrunde ergebnislos von den Gewerkschaften abgebrochen. Die Gewerkschaften ver.di und IG BCE rufen die Beschäftigten noch vor Weihnachten zu Warnstreiks auf.

Der RWE-Konzern hatte zuletzt eine Anhebung der Löhne und Gehälter um drei Prozent mit einer Laufzeit von 14 Monaten ab Januar 2010 angeboten. Die Gewerkschaftsforderung lautete auf 6,5 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.

Die Verhandlungen betreffen 28.000 Mitarbeiter von RWE, die unter anderem bei den Kraftwerks-, Vertriebs- und Netztöchtern des Konzerns beschäftigt sind. Die ab der übernächsten Woche geplanten Streiks werden laut Verhandlungsführer Hans-Peter Lafos von der Gewerkschaft ver.di voraussichtlich vor allem Kraftwerke und den Tagebau betreffen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales in Deutschland
  • Portal:Tarifpolitik

Quellen

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February 28, 2010

Tarifabschluss: Mehr Geld für Beschäftigte bei Bund und Kommunen in Deutschland

Tarifabschluss: Mehr Geld für Beschäftigte bei Bund und Kommunen in Deutschland

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Veröffentlicht: 16:39, 28. Feb. 2010 (CET)
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Potsdam (Deutschland), 28.02.2010 – Nach siebenwöchigen Verhandlungen einigten sich die öffentlichen Arbeitgeber der Tarifgemeinschaft deutscher Länder und die in der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di) organisierten Arbeitnehmer rückwirkend ab Januar 2010 auf einen Tarifabschluss für die 1,3 Millionen Angestellten im öffentlichen Dienst des Bundes und der Kommunen mit einer Laufzeit von 24 Monaten. Der neue Tarifvertrag folgt im Wesentlichen dem Schlichterspruch vom vergangenen Donnerstag.

Vorgesehen sind nach Arbeitgeberangaben 2,3 Prozent mehr Gehalt. Die Gewerkschaft errechnet einen Gehaltszuwachs von 3,5 Prozent. Als „soziale Komponente“ erhalten die Beschäftigten eine Einmalzahlung in Höhe von 240 Euro. Der Tarifvertrag enthält darüber hinaus auch Regelungen für besondere Gruppen von Beschäftigten. Solche Regelungen wurden unter anderem für Krankenhäuser vereinbart. Die Bereitschaftsdienstentgelte werden ab Januar 2010 um 1,2 Prozent erhöht. Weitere Erhöhungen für diese Tätigkeit werden dann im Januar 2011 (0,6 Prozent) und dann noch einmal im August 2011 (0,5 Prozent) fällig. Die Gewerkschaft konnte außerdem erreichen, dass Auszubildende übernommen werden, sofern bestimmte Bedingungen erfüllt sind. Auszubildende und Praktikanten erhalten für den Monat Januar 2011 eine Sonderzahlung in Höhe von 50 Euro. Für ältere Beschäftigte werden flexible Arbeitszeiten vereinbart. 2,5 Prozent der tariflich Beschäftigten erhalten mit dem Tarifvertrag für die nächsten sechs Jahre einen verbrieften Rechtsanspruch auf flexible Altersteilzeit.

In ersten Einschätzungen sprachen beide Seiten von einem tragbaren Kompromiss. Die Kommunen sprachen von einem „schmerzlichen“ Abschluss. Die Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände (VKA) rechnet aufgrund des Tarifabschlusses mit Mehrbelastungen der kommunalen Kassen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro im laufenden Jahr. Im Jahr 2011 kämen noch einmal 1,3 Milliarden Euro hinzu. Ver.di-Vorsitzender Frank Bsirske bezeichnete den Abschluss als kein Ergebnis, das Jubelstürme auslöse und fügte hinzu: „Es ist zwar mehr, als nach der Festlegung der Arbeitgeber in den Verhandlungen zu erwarten war, aber es ist weniger, als viele erhofft hatten und was auch notwendig gewesen wäre.“

Der Bundesregierung und dem Bundestag empfahl der Verhandlungsführer von Bund und Kommunen, Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU), eine Übertragung des erzielten Kompromisses auf die Beamten. Auch die Gewerkschaftsmitglieder sind in den nächsten Wochen aufgerufen, über den neuen Tarifvertrag abzustimmen.

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February 23, 2010

Pilotenstreik bei der Deutschen Lufthansa AG ausgesetzt

Pilotenstreik bei der Deutschen Lufthansa AG ausgesetzt

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Veröffentlicht: 02:00, 23. Feb. 2010 (CET)
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Frankfurt am Main (Deutschland), 23.02.2010 – Die Vereinigung Cockpit e.V. (VC) wird den Streik am Dienstag nicht fortsetzen. Darauf einigten sich Gewerkschaften und die Unternehmensleitung der Deutschen Lufthansa AG am Montagabend, nachdem die Richterin Silke Kohlschitter am Arbeitsgericht Frankfurt am Main beide Parteien dazu aufgefordert hatte, im Gespräch Möglichkeiten zu einer außergerichtlichen Einigung zu prüfen. Die Einigung zwischen den Tarifparteien gilt auch für die Lufthansa-Tochtergesellschaften Germanwings und Lufthansa Cargo. Ursprünglich wollte die Gewerkschaft den Flugbetrieb bis einschließlich Donnerstag bestreiken.

Dem Streikaufruf der Gewerkschaft waren am Montag rund 4.000 Piloten gefolgt. Nach Angaben der Deutschen Flugsicherung (DFS) fielen rund 900 Flüge der Lufthansa, etwa die Hälfte des normalen Flugaufkommens, heute aus. Die Lufthansa selbst nannte keine Zahlen dazu. Wie die Lufthansa-Tochter Germanwings mitteilte, fielen in ihrem Bereich ungefähr 20 von insgesamt geplanten 160 Flügen aus. Das befürchtete Chaos auf den Flughäfen blieb indes aus. Viele Passagiere hatten sich auf den Arbeitskampf eingestellt und ihre Flüge auf andere Fluggesellschaften umgebucht oder storniert.

Die Deutsche Lufthansa hatte eine einstweilige Verfügung gegen den Pilotenstreik eingereicht, weil sie die Position vertritt, der Streik sei rechtswidrig und unverhältnismäßig. Lufthansa-Vorstand Christoph Franz erklärte: „Vier Tage werden bei uns ungefähr mit 100 Millionen Euro zu Buche schlagen.“ Die Kernforderung der Pilotengewerkschaft, ein Mitspracherecht über den Piloteneinsatz und die Routenplanung zu bekommen, lehnt die Lufthansa kategorisch ab. Die Gewerkschaft beanstandet die Vergabe von traditionellen Lufthansa-Fluglinien an ausländische Tochtergesellschaften wie Brussels Airlines oder Austrian Airlines. Dadurch kämen Piloten zum Einsatz, deren Gehalt wesentlich niedriger sei als das der Lufthansa-Piloten. VC sieht durch diese Unternehmenspolitik die Arbeitsplätze der Piloten bei der Deutschen Lufthansa langfristig bedroht.

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February 21, 2010

Streik der Lufthansapiloten ab Mitternacht wird immer wahrscheinlicher

Streik der Lufthansapiloten ab Mitternacht wird immer wahrscheinlicher

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Veröffentlicht: 22:15, 21. Feb. 2010 (CET)
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Köln (Deutschland), 21.02.2010 – Die Positionen der Tarifparteien in der Tarifauseinandersetzung bei der deutschen Fluggesellschaft Lufthansa und ihrer Tochter Germanwings sind offenbar verhärtet. Ein telefonisches Spitzengespräch zwischen dem Lufthansa-Vorstandsvorsitzenden Wolfgang Mayrhuber und Gewerkschaftsvertretern führte anscheinend nicht zu greifbaren Ergebnissen.

Die Vereinigung Cockpit (VC) hat für Montag rund 4.000 Piloten zum Streik aufgerufen. Die Kernforderung der Gewerkschaft besteht darin, dass der Konzern von der Praxis abrückt, Strecken, die traditionell von der Lufthansa bedient wurden, an ausländische Tochtergesellschaften abzugeben, deren Piloten zu wesentlich geringeren Löhnen arbeiten müssten. Die Konzernleitung ist zu Verhandlungen zu diesem Thema jedoch nicht bereit.

Bundesverkehrsminister Ramsauer (CSU) stellte sich gegen die gewerkschaftlichen Forderungen und bezeichnete sie als „realitätsfremd“.

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February 17, 2010

Deutschland: Lufthansa und Germanwings werden ab Montag bestreikt

Deutschland: Lufthansa und Germanwings werden ab Montag bestreikt

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Veröffentlicht: 23:06, 17. Feb. 2010 (CET)
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Logo der Deutschen Lufthansa

Frankfurt am Main (Deutschland), 17.02.2010 – Die Flugzeuge der Lufthansa und ihrer deutschen Tochter Germanwings werden am kommenden Montag wahrscheinlich am Boden bleiben, wenn die Lufthansa nicht in letzter Sekunde ein für die Gewerkschaft verhandlungsfähiges Angebot vorlegt. 94 Prozent der bei der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) organisierten Piloten hatten in einer Urabstimmung für Streik gestimmt, weil die Gewerkschaft die Verhandlung für gescheitert erklärt hatte. Der Streik ist auf zunächst vier Tage terminiert. 4000 Piloten der Lufthansa, von Germanwings und von Lufthansa Cargo wurden zum Streik aufgerufen. Es wird mit massiven Beeinträchtigungen des Flugverkehrs gerechnet.

Im Rahmen der Tarifverhandlungen hatte die Gewerkschaft bereits auf ihre erste Forderung nach einer Erhöhung der Gehälter um 6,4 Prozent verzichtet, wenn die Arbeitgeber im Gegenzug die Sicherheit der Arbeitsplätze garantieren würden. Die Gewerkschaft wirft dem Lufthansa-Management außerdem vor, durch den Einsatz hinzugekaufter Fluglinien auf traditionellen Lufthansarouten den Einsatz der teureren Lufthansa-Piloten einzusparen. Die Piloten solcher Gesellschaften verdienten zum Teil bis zu einem Viertel weniger als die Lufthansapiloten. Ein Verhandlungsangebot der Lufthansa liegt bisher nicht vor.

Die Lufthansa kritisierte die Verhandlungsführung der Gewerkschaft mit scharfen Worten. Die Gewerkschaft habe ihre Forderung nach einer Bestandsgarantie für die Arbeitsplätze mit weitgehenden Forderungen nach mehr Mitbestimmung verquickt. Diese Forderungen bezeichnete die Lufthansa als nicht akzeptabel.

Die Lufthansa AG erklärte, sie habe sich auf den Streik mit Notfallplänen vorbereitet. Reisenden innerhalb Deutschlands wurde empfohlen auf die Bahn umzusteigen. Trotzdem würde ein Streik die Gesellschaft wahrscheinlich hart treffen. Der dreitägige Pilotenstreik 2001 kostete Lufthansa rund 200 Millionen Euro. Hunderte Flüge mussten damals gestrichen werden. Die VC ist gut organisiert und wird wahrscheinlich eine hohe Beteiligung an den Streikaktionen erreichen. Analysten rechnen damit, dass ein Streik die Lufthansa täglich bis zu zehn Millionen Euro kosten könnte.

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January 10, 2010

Gewerkschaft Vereinigung Cockpit: Vor Urabstimmung über Streik

Gewerkschaft Vereinigung Cockpit: Vor Urabstimmung über Streik

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Veröffentlicht: 17:11, 10. Jan. 2010 (CET)
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Deutschland, 10.01.2010 – Die Gewerkschaft Vereinigung Cockpit ruft ihre Mitglieder zur Urabstimmung. Die Gewerkschaft fordert für 4500 Piloten Gehaltserhöhungen von 6,4 Prozent von ihren Arbeitgebern Lufthansa, Lufthansa Cargo und bei der Lufthansa-Tochter Germanwings. Die Abstimmung läuft per Briefwahl und wird ungefähr vier Wochen dauern, da die Piloten weltweit unterwegs sind. Ende vergangenen Jahres waren die Verhandlungen zwischen der Gewerkschaft und den Arbeitgebern von der Gewerkschaft für gescheitert erklärt worden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales in Deutschland

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March 1, 2009

Fünf Prozent mehr für die Beschäftigten der Länder im Öffentlichen Dienst

Veröffentlicht: 18:24, 1. Mär. 2009 (CET)
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Demonstration der Landesbediensteten am 3. Februar 2009 in Hannover

Demonstration der Landesbediensteten am 25. Februar 2009 in Hannover (hier vor dem Finanzministerium)

Potsdam (Deutschland), 01.03.2009 – Die Tarifpartner für die Beschäftigten der Länder im Öffentlichen Dienst einigten sich am Wochenende auf eine Gehaltserhöhung für die 700.000 Angestellten der Länder von durchschnittlich 5,8 Prozent. Das gaben die beiden Verhandlungsführer, der niedersächsische Finanzminister Hartmut Möllring (CDU) und der Vorsitzende der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (ver.di), Frank Bsirske, heute in Potsdam bekannt. Zu den für den Fall einer Nichteinigung von ver.di angekündigten unbefristeten Streiks kommt es nun nicht. Die Einigung gilt nicht für die Bundesländer Berlin und Hessen. Diese sind aus der Tarifgemeinschaft der Länder ausgetreten.

In einer ersten Stufe erhöhen sich die Gehälter der Angestellten zunächst um einen Sockelbetrag von 40 Euro und dann um drei Prozent zum 1. März 2009. Eine weitere Erhöhung ist zum 1. März 2010 in Höhe von 1,2 Prozent vorgesehen. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrages beträgt zwei Jahre (1. Januar 2009 bis 31. Dezember 2010). Außerdem wurde eine Einmalzahlung in Höhe von 40 Euro für Januar und Februar 2009 für alle Beschäftigten vereinbart. Nach ver.di-Angaben bedeutet der Abschluss einen durchschnittliches Einkommensplus von 119 Euro im Monat, bezogen auf zwei Jahre (2009 und 2010) seien es 156 Euro (bezogen auf ein durchschnittliches Einkommen von 2.500 Euro).

Der Abschluss gilt bisher nur für die Angestellten. Er muss dann noch auf die Beamten übertragen werden. Mehrere Landesregierungen signalisierten bereits, den Tarifabschluss auf die Beamten übertragen zu wollen.

Der Verhandlungsführer des dbb beamtenbund und tarifunion, Frank Stöhr, kommentierte das Ergebnis mit den Worten: „Viel ist erreicht, einiges konnte abgewehrt werden und manches ist uns schwer gefallen. Aber die Nullrunden- und Verzichtsideologie, die drei Runden lang vorherrschte, ist weg. Gleichzeitig berücksichtigt der Abschluss die problematische wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Arbeitgeber und Gewerkschaften haben verantwortlich gehandelt.“

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) erklärte laut einer Presseerklärung: „Die Doppel-Null, die die Arbeitgeber erzwingen wollten, ist vom Tisch. Im Schnitt 5,8 Prozent Erhöhung der Tabellenwerte bis Ende 2010 sind kein Pappenstiel. Wegen der außerordentlich hohen Beteiligung der Beschäftigten im Osten an den Arbeitskampfmaßnahmen sind die Arbeitgeber mit ihrem Ziel gescheitert, die östlichen Bundesländer bei den Gehaltszuwächsen abzukoppeln.“ Der GEW-Vorsitzende Ulrich Thöne machte wesentlich „die massiven Warnstreikaktivitäten“ von Lehrkräften für den Erfolg der Tarifverhandlungen verantwortlich. So beteiligten sich am vergangenen Freitag allein in Dresden 18.000 Lehrerinnen und Lehrer an den Warnstreiks. Durch die Kampfbereitschaft der Beschäftigten sei es den Arbeitgebern nicht gelungen, „die die östlichen Bundesländer bei den Gehaltszuwächsen abzukoppeln.“

Ver.di-Verhandlungsführer Bsirske erklärte: „Mit diesem Tarifabschluss ist uns der Anschluss an das Tarifniveau des Tarifvertrags für den öffentlichen Dienst (TVöD) gelungen. Die Beschäftigten von Bund und Kommunen und bei den Ländern haben dann endlich wieder vergleichbar viel Geld im Portmonee.“

Auch der Verhandlungsführer der Länder, Hartmut Möllring, zeigte sich zufrieden: „Wir haben einen fairen Kompromiss gefunden. Wir sind froh, dass wir einen Arbeitskampf verhindert haben.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

  • ftd.de: „Öffentlicher Dienst erhält fünf Prozent mehr“ (01.03.2009)
  • gew.de: „GEW: ‚Die Doppel-Null ist weg – Tabellenwerte steigen um 5,8 Prozent‘“ (01.03.2009)
  • gew.de: „Sachsen: Tausende streikten in Dresden“ (27.02.2009)
  • presse.verdi.de: „Öffentlicher Dienst: Tarifabschluss für Länderbeschäftigte“ (01.03.2009)
  • presseportal.de: „dbb zu Tarifeinigung für Landesbeschäftigte – Stöhr: ‚Viel ist erreicht, etliches abgewehrt und manches ist schwer gefallen‘“ (01.03.2009)
  • inforadio.de: „Bsirske bestätigt Tarif-Einigung in Potsdam“ (01.03.2009)
  • de.reuters.com: „Tarifeinigung im öffentlichen Dienst der Länder“ (01.03.2009)
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February 25, 2009

Norddeutschland: Warnstreiks der Landesbediensteten im öffentlichen Dienst

Norddeutschland: Warnstreiks der Landesbediensteten im öffentlichen Dienst

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Veröffentlicht: 23:41, 25. Feb. 2009 (CET)
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Kundgebung der Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes in Hannover auf dem Opernplatz

Hannover / Kiel (Deutschland), 25.02.2009 – Im öffentlichen Dienst der norddeutschen Bundesländer Niedersachsen, Bremen und Schleswig-Holstein legten am Mittwoch Tausende Beschäftigte die Arbeit nieder. Die Gewerkschaften ver.di, Gewerkschaft der Polizei, Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft und dbb beamtenbund und tarifunion hatten die Landesbediensteten in Schulen, Behörden, Krankenhäusern, bei Polizei und Feuerwehr gemeinsam zum Warnstreik aufgerufen. An zwei zentralen Orten, Kiel und Hannover, fanden Demonstrationen und Kundgebungen der Streikenden statt. Laut Gewerkschaftsangaben versammelten sich in Hannover über 10.000 Beschäftigte, darunter Auszubildende, beamtete und angestellte Lehrer, Polizisten, Feuerwehrmänner, Beschäftigte aus Universitäten, Straßenmeistereien und andere Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes. In Kiel waren dem Aufruf rund 3.500 Beschäftigte gefolgt.

Die Forderungen der Gewerkschaften lauten auf acht Prozent mehr Lohn und Gehalt, mindestens jedoch 200 Euro für jeden Beschäftigten. Die Tarifverhandlungen der Arbeitnehmervertreter mit den öffentlichen Arbeitgebern, die in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) zusammengeschlossen sind, verliefen bisher ergebnislos. Das bisher von den Arbeitgebern bei den Verhandlungen in Potsdam vorgelegte Angebot von 4,2 Prozent wurde von Gewerkschaftsseite als „Mogelpackung“ bezeichnet. Die Rechnung der Gewerkschaft sieht so aus: Da das Angebot erst ab dem 1. Juli 2009 mit einer Laufzeit von 18 Monaten bis 2010 gelten soll, ergibt sich eine faktische Erhöhung der Bezüge von lediglich 1,3 Prozent. Damit sei noch nicht einmal die Inflationsrate ausgeglichen. Die GEW verweist außerdem darauf, dass der öffentliche Dienst in den vergangenen Jahren mehrfach mit Nullrunden Gehaltsverzicht üben musste. Gegenüber der Mitteldeutschen Zeitung sagte der Verhandlungsführer der dbb Tarifunion, Frank Stöhr, die Gehaltsentwicklung der Beschäftigten im öffentlichen Dienst seit 2004 bedeute faktisch einen Reallohnverlust von acht Prozent.

Auch die Gewerkschaft ver.di fordert für ihre Beschäftigten im öffentlichen Dienst die Einhaltung bereits ausgehandelter, jedoch von den Arbeitgebern noch nicht unterzeichneter Tarifverträge mit den versprochenen Zahlungen. Die öffentlichen Arbeitgeber wollen angesichts der wirtschaftlichen Lage jedoch neu verhandeln. Deshalb wurde in weiten Teilen der kommunale Nahverkehr am Mittwoch bestreikt. Der eintägige Warnstreik begann um 03:00 Uhr und endete um 24:00 Uhr.

Die Verhandlungsführerin der GEW für die Gespräche mit der TdL, Ilse Schaad, stellte in ihrer Rede vor den Kundgebungsteilnehmern in Hannover einen Vergleich an. Für eine junge Grundschullehrerin bedeute die Gewerkschaftsforderung von acht Prozent einen Gehaltszuwachs von 2.000 Euro pro Jahr, damit liege die Gewerkschaftsforderung noch unter der Abwrackprämie für Altautos, die die Bundesregierung zur Belebung des Absatzes in der Automobilindustrie gewähre.

Die Tarifverhandlungen für die Landesbeschäftigten in der Tarifgemeinschaft deutscher Länder werden am Wochenende in Potsdam fortgesetzt. Der TdL-Verhandlungsführer Hartmut Möllring (CDU), der auch niedersächsischer Finanzminister ist, machte deutlich, dass ihn die Streikbereitschaft der Beschäftigten im öffentlichen Dienst unbeeindruckt lasse. In Anspielung auf die letzte Tarifauseinandersetzung, die zu einem 15-wöchigen Streik führte, sagte Möllring, wenn die Gewerkschaften nicht einlenkten, „dann warten wir eben 15 Wochen“.

Die GEW ruft in den nächsten Tagen zu weiteren Kundgebungen und Arbeitsniederlegungen in 14 Bundesländern auf. Der Vorsitzende der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, Frank Bsirske, kündigte für den Fall weiterhin fehlender Kompromissbereitschaft der Arbeitgeberseite eine Urabstimmung an. Im März könnten dann Teile des öffentlichen Dienstes bestreikt werden.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Demonstration und Kundgebung in Hannover am 25. Februar 2009“.

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