WikiNews de

July 26, 2013

Santiago de Compostela: mindestens 80 Tote bei Zugunglück

Santiago de Compostela: mindestens 80 Tote bei Zugunglück

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 05:48, 26. Jul. 2013 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Rettungskräfte bei der Bergung

Ein demolierter Triebwagen

Nach dem Unfall steigt Rauch auf.

Santiago de Compostela (Spanien), 26.07.2013 – Am Mittwochabend ist um 20:40 Uhr bei Santiago de Compostela in Nordwest-Spanien ein Schnellzug entgleist. Das Unglück hat mindestens 80 Todesopfer sowie 180 Verletzte gefordert. 20 Verletzte sollen sich in ernstem Zustand befinden. Die Behörden haben offiziell noch keinen Grund für das Unglück angegeben, die viel zu hohe Geschwindigkeit in einer engen Kurve gilt aber als wahrscheinlicher Auslöser.

Der Unglückszug fuhr von Madrid aus in Richtung des Küstenorts Ferrol und war nicht mehr weit entfernt vom Santiagoer Bahnhof. An Bord waren mindestens 260 Passagiere, die meisten sind nun tot oder verletzt. Einer der beiden Lokführer teilte unmittelbar nach dem Unglück über Funk mit, dass er 190 km/h gefahren sei, mehr als doppelt so viel wie die erlaubten 80 km/h. Gegen ihn wird nun ermittelt. Offensichtlich infolge der zu hohen Geschwindigkeit entgleiste der Zug und schlug an eine nebenstehende Betonwand. Die auseinandergerissenen Waggons verkeilten sich teils ineinander. Ein Anwohner berichtete von einem „erdbebenähnlichen“ Knall.

Ein Zeuge, der in dem Zug war, erzählte beim Radiosender Cadena SER: „Viele Leute wurden zu Boden gedrückt. Wir versuchten aus dem Zug herauszukommen und merkten dabei, dass der Zug brannte. … Ich war im zweiten Wagen und es brannte. … Ich sah Leichen.“

Die Katastrophe passierte am Vorabend des Jakobstages und der für das Wochenende geplanten großen Feierlichkeiten in Santiago, welche daraufhin abgesagt wurden. Der spanische Premierminister Mariano Rajoy ließ verlauten: „Im Angesicht einer Tragödie, wie sie gerade in Santiago de Compostela am Abend des dortigen grossen Tages geschehen ist, kann ich als Spanier und Galizier nur mein tiefstes Mitgefühl ausdrücken.“ Rajoy besuchte den Unglücksort gestern früh.


Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Eisenbahnunfall von Santiago de Compostela“.
  • Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Santiago de Compostela derailment“ („Eisenbahnunfall von Santiago de Compostela“).
  • Kanada: Verwüstungen in Kleinstadt nach Entgleisen eines Ölzugs (08.07.2013)

Quellen[Bearbeiten]

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist teilweise eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 25.07.2013

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 8, 2013

Kanada: Verwüstungen in Kleinstadt nach Entgleisen eines Ölzugs

Kanada: Verwüstungen in Kleinstadt nach Entgleisen eines Ölzugs

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:00, 08. Jul. 2013 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Lac-Mégantic vor der Katastrophe

Nordamerikanischer Tankwagen

Das betroffene Gebiet in Lac-Mégantic

Lac-Mégantic (Kanada), 08.07.2013 – Aus noch unbekannten Gründen ist in der kanadischen Stadt Lac-Mégantic am frühen Morgen des 6. Juli (Ortszeit) ein mit Erdölprodukten beladener Güterzug entgleist und explodiert. Der Zug kam von Bakken Field im US-Bundestaat North Dakota und sollte nach Saint John in der kanadischen Provinz New Brunswick fahren.

Der über Nacht im zwölf Kilometer vom Unglücksort entfernten Nantes abgestellte Güterzug der Montreal, Maine and Atlantic Railway mit fünf Lokomotiven und 77 Waggons, darunter 73 Kesselwagen, hat sich offensichtlich auf der abschüssigen Strecke selbst in Bewegung gesetzt, obwohl die Bremsen angeblich angezogen waren. Gegen 1 Uhr nachts entgleiste der Geisterzug auf der Bahnstrecke Brookport–Mattawamkeag in der Stadtmitte von Lac-Mégantic, woraufhin einige Kesselwagen Feuer fingen und explodierten. Zehn Wagen konnten noch abgekoppelt und entfernt werden. Etwa 30 Gebäude wurden zerstört, 2.000 Bewohner mussten evakuiert werden, mindestens fünf Personen kamen ums Leben. Die Behörden gehen allerdings von einer weitaus höheren Anzahl an Todesopfern aus. Alleine in einer Bar, von der „nichts mehr übrig“ sei, hätten sich zum Zeitpunkt des Unglücks mindestens 50 Menschen befunden, so einer der Feuerwehrmänner. Die bisher gefundenen Opfer waren so entstellt, dass sie zur Identifizierung nach Montreal gebracht wurden. Ein Sprecher der Polizei meinte, dass unter Umständen nie alle Opfer gefunden würden, da die Hitze des Feuers so groß war.

Das Feuer, dessen Flammen anfangs kilometerweit zu sehen waren, konnte erst am Sonntagabend (Ortszeit) gelöscht werden. Bei dem Unglück waren 150 Feuerwehrleute im Einsatz, darunter einige aus dem nahe gelegenen US-Bundesstaat Maine.

Warum sich der führerlose Zug in Bewegung gesetzt hat, ist bislang nicht bekannt, der kanadische Premierminister Stephen Harper kündigte aber eine umfassende Untersuchung an.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Eisenbahnunfall von Lac-Mégantic“.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 28, 2012

Günzburg: Zwei Mädchen sterben am Bahnübergang

Günzburg: Zwei Mädchen sterben am Bahnübergang

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:25, 29. Dez. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Regionalbahn vom Typ Siemens Desiro Classic

Günzburg (Deutschland), 28.12.2012 – An einem unbeschrankten Bahnübergang in Günzburg, Regierungsbezirk Schwaben, wurden am Donnerstagabend zwei 15-jährige Mädchen durch eine Regionalbahn getötet. Drei Mädchen überquerten die Gleise, obwohl das Warnlicht angeschaltet war. Zwei der Mädchen wurden von dem heranfahrenden Zug erfasst und starben noch an der Unfallstelle.

Die 15-jährigen waren mit einem weiteren 16-jährigen Mädchen unterwegs. Bei ihr handelte es sich um die Schwester eines der toten Mädchen. Der Älteren gelang es, unbeschadet über die Gleise zu gelangen. Als ihr die 15-Jährigen folgten, kam es zu dem Unglück. Es wird gerätselt, warum sie die herannahende Regionalbahn übersehen haben. Ein Polizeisprecher hält es für möglich, dass die Ursache der zum Unglückszeitpunkt herrschende starke Regen war. Keine Hinweise gibt es darauf, dass die Opfer durch Kopfhörer oder durch den Gebrauch eines Handys abgelenkt gewesen sein könnten. Der Bahnübergang ist durch ein Andreaskreuz, Warnlicht sowie zusätzlich durch ein rot-weißes Umlaufgitter gesichert. Die 16-Jährige und der 39-jährige Lokführer erlitten einen Schock. Angehörige der Mädchen, die zur Unfallstelle kamen, wurden durch das Kriseninterventionsteam (KIT) betreut. Die Bahnstrecke Krumbach–Günzburg war nach dem Unfall mehrere Stunden gesperrt. Die Rettungsarbeiten wurden massiv durch Schaulustige behindert.

Die Polizeiinspektion Günzburg sucht Zeugen, die Angaben zum Unfallhergang machen können. Diese werden gebeten, sich unter Tel. 08221/9190 zu melden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Bahnunfälle

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 17, 2012

Ägypten: Mindestens 40 Kinder sterben bei Unfall an einem Bahnübergang

Ägypten: Mindestens 40 Kinder sterben bei Unfall an einem Bahnübergang

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:15, 17. Nov. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Beschrankter Bahnübergang in Deutschland

Manfalut (Ägypten), 17.11.2012 – Im Süden Ägyptens kam es an einem Bahnübergang in der Stadt Manfalut in der Provinz Asyut zu einem folgeschweren Zusammenstoß eines Busses mit einem Zug (Bild). Im Bus befanden sich Kindergartenkinder, mindestens 40 von ihnen wurden getötet, weitere werden vermisst. Angehörige suchten entlang der Schienen nach Überlebenden und nach Leichen.

Die Schranken des Bahnübergangs sollen zum Unglückszeitpunkt offen gewesen sein, die Ursache ist noch unklar. Nach einem Bericht des ägyptischen Staatsfernsehens hat der Transportminister Mohammed Raschad al-Matini seinen Rücktritt eingereicht. Nach einem Bericht des Bayrischen Rundfunks käme es in Ägypten häufig zu Bahnunfällen, als Folge der Unfälle sterben jedes Jahr zahlreiche Menschen. Allein im Jahr 2010 sollen über 7.000 Menschen bei Zugunfällen ums Leben gekommen sein.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 18, 2012

München: Kleinkind von S-Bahn erfasst

München: Kleinkind von S-Bahn erfasst – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

München: Kleinkind von S-Bahn erfasst

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 23:40, 18. Okt. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

S-Bahnhof Harras in München

München (Deutschland), 18.10.2012 – Am Mittwochnachmittag wurde in München ein 2-jähriges Mädchen von der S-Bahn erfasst und schwer verletzt. Das Kleinkind war mit zwei weiteren aus einer Kindertagesstätte ausgebüchst. Zusammen hatten sie sich zum Spielen auf die Gleise der S-Bahn begeben.

Insgesamt 19 Kinder im Alter zwischen zwei und drei Jahren spielten auf einem Parkplatz, beaufsichtigt von zwei Erzieherinnen. Unbemerkt verließen drei der Kinder die Gruppe und begaben sich zu den 200 Meter entfernten Gleisen der S 7. Als der Zugführer der herannahenden S-Bahn die Kinder auf dem Gleis bemerkte, leitete er eine Schnellbremsung ein und gab ein akustisches Signal. Zwei der Kinder konnten das Gleis rechtzeitig verlassen. Dem 2-jährigen Mädchen gelang dies nicht, es wurde vom Triebwagen erfasst und zur Seite geschleudert. Ein 34-jähriger Mann, der den Unfall vom Bahnsteig aus beobachtet hatte, lief zu dem verletzten Kind und trug es zu den Erzieherinnen. Vom Rettungsdienst wurde es in eine Klinik gebracht, wo es stationär behandelt wird.

Der Helfer, die Erzieherinnen und die verständigten Eltern erlitten einen Schock und wurden vom Kriseninterventionsteam (KIT) betreut. Die S-Bahnstrecke war eine Stunde gesperrt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:München

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 15, 2012

Südafrika: 26 Menschen sterben bei Zugunglück

Südafrika: 26 Menschen sterben bei Zugunglück

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 15:53, 15. Jul. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Shosholoza Meyl Zug in Südafrika

Provinz Mpumalanga (Südafrika), 15.07.2012 – In der Nähe von Malelane, dem Eingang zum berühmten Krüger-Nationalpark in der Provinz Mpumalanga, fuhr ein mit Kohle beladener Güterzug in einen Pickup (Bild). Mindestens 26 Personen, die sich auf der Ladefläche des Lkw befanden, wurden getötet, 20 weitere verletzt.

50 Personen wurden von dem Lkw transportiert, als dieser an einen Bahnübergang kam. Bei den Fahrgästen handelte es sich um Landarbeiter. Auf dem Überweg kam es zur Kollision, der Lkw mit offener Ladefläche wurde vom Güterzug 200 Meter mitgeschleift und total zerstört. Ein Teil der Toten konnte noch nicht identifiziert werden. Die Körper seien bei dem Unfall regelrecht zerfetzt worden, sagte der Leiter des örtlichen Rettungsdienstes, Thulani Sibuyi. Der Fahrer des Lkw überlebte den Unfall. Er wird sich vor Gericht verantworten müssen. Nach örtlichen Medienberichten dürfte er den Abstand zum herannahenden Zug falsch eingeschätzt haben.

Der südafrikanische Gewerkschafts-Dachverband (Congress of South African Trade Unions) übte herbe Kritik, ein Sprecher sagte: „Diese schreckliche Tragödie wirft ein Licht auf den Skandal, dass die Arbeiter schutzlos in einem offenen Lkw transportiert werden.“ Er fragte, wie es in einem Land sein kann, in dem Gurtpflicht für Pkw-Insassen herrscht, dass auf einem offenen Lkw Arbeiter zusammengepfercht ohne jegliche Sicherung befördert werden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Polen
  • Portal:Bahnunfälle

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 13, 2012

Landkreis Offenbach: Drei Tote beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Schienenbagger

Landkreis Offenbach: Drei Tote beim Zusammenstoß eines Regionalzugs mit einem Schienenbagger

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 10:36, 13. Apr. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Zweiwegebagger (Symbolbild)

Mühlheim am Main (Deutschland), 13.04.2012 – Eine Regionalbahn kollidierte auf der Strecke Frankfurt nach Hanau bei Mühlheim mit einem Schienenbagger. Drei Personen überlebten den Unfall nicht, dreizehn wurden verletzt.

Bei den Toten handelt es sich um den Lokführer der Regionalbahn und zwei Arbeiter des Bautrupps. Die Bundespolizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Über die Ursache des Unglücks konnte noch keine Aussage getroffen werden. Polizeisprecher Reza Ahmari teilte mit, dass sechs Personen mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht wurden, Lebensgefahr bestünde bei keinem der Verletzten. Der Regionalzug war zum Unfallzeitpunkt mit 35 Personen besetzt. In der Nacht waren 100 Rettungskräfte und Feuerwehrleute im Einsatz. Die Bergung der Leiche des Zugführers dauerte mehrere Stunden, der Zug war durch die Wucht des Aufpralls zur Seite gekippt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Bahnunfälle

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 4, 2012

Polen: Schweres Zugunglück fordert mindestens 16 Menschenleben

Polen: Schweres Zugunglück fordert mindestens 16 Menschenleben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:10, 4. Mär. 2012 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Szczekociny (Polen), 04.03.2012 – Am Samstagabend ereignete sich auf der Bahnlinie (Bild) zwischen Warschau und Krakau bei der Ortschaft Szczekociny ein schweres Zugunglück (Bild). Zwei Züge prallten frontal zusammen, einer der Züge fuhr in falscher Fahrtrichtung auf dem Gleis. Die Rettungsarbeiten sind weitgehend abgeschlossen. Mehrere hundert Feuerwehrleute und Polizisten waren im Einsatz.

Am Sonntagmorgen war Verkehrsminister Slawomir Nowak am Unfallort. Nach seinen Angaben liegen noch keine Fakten vor, warum es zu dem Unglück gekommen ist. Innenminister Jacek Cichocki machte Angaben zu den Opferzahlen: Mindestens 16 Menschen sollen ums Leben gekommen sein, 58 weitere seien verletzt worden. Ministerpräsident Donald Tusk, der mit dem Verkehrsminister vor Ort war, sprach vom schwersten Eisenbahnunglück seit Jahren in Polen. Das letzte schwere Zugunglück ereignete sich 1990 in der Nähe von Warschau; dabei waren zwei Vorortzüge zusammengestoßen, es waren 16 Tote zu beklagen.

In den Zügen waren insgesamt 370 Personen unterwegs, darunter auch Personen aus der Ukraine, Spanien und Frankreich. Unter den Toten und Schwerverletzten sollen keine Ausländer sein. Einer der Züge ist von Warschau nach Krakau unterwegs gewesen, der entgegenkommende von Przemyśl nach Warschau. Am Unfallort sind Zelte zur Versorgung der Verletzten aufgestellt worden. Neben zahlreichen Krankenwagen waren auch Hubschrauber im Einsatz. Der Unfallort kann nur aus der Luft oder über Feldwege erreicht werden. 450 Feuerwehrleute und 100 Polizisten waren vor Ort (Foto). Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen aufgenommen.

Die am Unglück beteiligten Lokomotivtypen


Lokomotive der Baureihe ET 22

Lokomotive der Baureihe EP 09


Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Polen
  • Portal:Bahnunfälle
  • Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Eisenbahnunfall bei Szczekociny“.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 26, 2011

München: Zwei alkoholisierte Männer werden von der U-Bahn erfasst

München: Zwei alkoholisierte Männer werden von der U-Bahn erfasst

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:14, 26. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Bahnsteig Quiddestraße (Archivbild)

München (Deutschland), 26.12.2011 – In München-Neuperlach am Bahnsteig der U5, U-Bahnhof Qiddestraße ließen ein 26-jähriger estnischer und ein 40-jähriger rumänischer Arbeitsloser die Beine über die Bahnsteigkante baumeln. Als die U-Bahn einfuhr wurden die Unterschenkel zwischen U-Bahn und Bahnsteig eingeklemmt.

Beide Arbeitslose waren erheblich alkoholisiert. Der 46-jährige U-Bahn-Fahrer konnte trotz einer Schnellbremsung den Unfall nicht mehr verhindern. Der 26-Jährige wird mit Wadenbeinbruch ins Krankenhaus eingeliefert, wo er stationär versorgt wird. Der 40-Jährige verweigerte eine Behandlung, nachdem er am Bahnsteig erstversorgt wurde. Der U-Bahnführer wurde vom Kriseninterventionsteam betreut, er hatte einen Schock erlitten. Der U-Bahnzug wurde leicht beschädigt. Es entstanden erhebliche Behinderungen im öffentlichen Personennahverkehr.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Bahnunfälle

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 10, 2011

Berliner Polizei verhindert Brandanschlag auf Hauptbahnhof

Berliner Polizei verhindert Brandanschlag auf Hauptbahnhof

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:56, 10. Okt. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Berlin (Deutschland), 10.10.2011 – Am Berliner Hauptbahnhof ist am Montag ein Brandanschlag vereitelt worden. Ein Bahnmitarbeiter hatte gegen Mittag an den Gleisen der nördlichen Tunnelausfahrt mehrere verdächtige Gegenstände entdeckt. Nach ersten Untersuchungen soll es sich dabei um Brandsätze gehandelt haben. Ein Behälter mit einer unbekannten Substanz wurde sichergestellt. Die Fundstelle wurde abgesperrt, die Bahn leitete Fern- und Regionalzüge um. Die Tunnelausfahrt liegt nur einige hundert Meter vom Hauptbahnhof entfernt. Der Staatsschutz des Landeskriminalamtes soll die Ermittlungen übernommen haben. Der Hauptbahnhof musste nicht gesperrt werden.

Bereits der zweite Anschlag

Am gleichen Tag hatte es morgens bereits einen Anschlag auf die Strecke Berlin-Hamburg gegeben. Die Täter hatten zwischen den Bahnhöfen Brieselang und Finkenkrug Abdeckplatten eines Kabelschachtes angehoben und die Kabel mit Brandbeschleuniger unbrauchbar gemacht. Es kam zu massiven Verspätungen. Die Bahn geht davon aus, dass die Reparaturen bis Dienstagvormittag andauern werden.

Ein Zusammenhang zwischen den beiden Straftaten ist nicht auszuschließen. Anlässlich des zweiten Anschlags sagte eine Sprecherin der Bundespolizei: “Die Gegenstände ähnelten verdächtig denen, die heute früh bei dem Anschlag auf die Bahnstrecke Berlin-Hamburg gefunden worden waren”. Die Welt berichtet, dass sich eine linksextreme Gruppe im Internet zu dem ersten Brand bekannt habe. Damit würde sie gegen den Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr protestieren. Der BILD-Zeitung liegt angeblich ein Bekennerschreiben vor. Die Gruppe nenne sich „Hekla-Empfangskommitee – Initiative für mehr gesellschaftliche Eruptionen. Hekla ist der Name eines isländischen Vulkans. „Inwieweit die Gruppe bisher bekannt ist oder mit anderen Personen möglicherweise in Zusammenhang gebracht werden kann, ist derzeit völlig unklar“, sagte LKA-Sprecher Toralf Reinhardt laut der Welt. Es werde geprüft, ob das Schreiben authentisch sei.

Am 23. Mai 2011 war der Berliner Bahnhof Ostkreuz durch einen Brandanschlag teilweise lahm gelegt worden. Der Tagesspiegel berichtet von Parallelen zwischen dem heutigen Anschlag und damals. Beide Male hätten die Täter im Bekennerschreiben ihren Namen an isländische Vulkane angelehnt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »