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May 16, 2011

Finnland wird Eishockey-Weltmeister

Finnland wird Eishockey-Weltmeister – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Finnland wird Eishockey-Weltmeister

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Veröffentlicht: 13:11, 16. Mai 2011 (CEST)
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Ondrej-Nepela-Eishockeystadion (Bratislava)

Bratislava (Slowakei), 16.05.2011 – Mit einem 6:1-Kantersieg gegen Schweden wurde die finnische Nationalmannschaft gestern zum zweiten Mal in ihrer Geschichte Eishockey-Weltmeister. Die Weltmeisterschaft wurde zwischen dem 29. April und 15. Mai in der Slowakei in den Städten Bratislava und Košice ausgetragen. Zweiter wurde Schweden und dritter wurde das tschechische Team durch ein 7:4 gegen Russland. Die deutsche Mannschaft erreichte den siebten Platz. Österreich und Slowenien müssen das Feld der 16 besten Mannschaften verlassen und steigen aus der Top-Division ab.

Viele Zuschauer waren von der Leistung der deutschen Mannschaft in der Vorrunde beeindruckt. Nach 37 verlorenen Spielen gewann das Team von Trainer Uwe Krupp erstmals bei einer Weltmeisterschaft gegen Russland. Durch einen weiteren Sieg gegen den Gastgeber Slowakei stand Deutschland vorzeitig als Gruppensieger fest und gewann damit erstmals seit der Weltmeisterschaft 1933 eine Vorrundengruppe.

Schlussklassement:

Platz Land
1 Finnland
2 Schweden
3 Tschechien
4 Russland
5 Kanada
6 Norwegen
7 Deutschland
8 USA
9 Schweiz
10 Slowakei
11 Dänemark
12 Frankreich
13 Lettland
14 Weißrussland
15 Österreich
16 Slowenien

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July 5, 2010

Fußball-WM: Deutschlands Arbeitssieg gegen Ghana

Fußball-WM: Deutschlands Arbeitssieg gegen Ghana

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Veröffentlicht: 20:21, 5. Jul. 2010 (CEST)
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Pretoria / Port Elizabeth / Nelspruit / Johannesburg (Südafrika), 05.07.2010 – Deutschland gewann das letzte Gruppenspiel gegen Ghana mit 1:0 durch einen Treffer von Özil. Deutschland wurde damit Gruppensieger in der Gruppe D. Als Gruppenzweiter zog auch die Mannschaft aus Ghana in das Achtelfinale ein. Die punktgleichen Australier setzten sich zwar gegen Serbien durch, hatten jedoch das schlechtere Torverhältnis. In der Gruppe C setzten sich England und die Vereinigten Staaten jeweils mit 1:0 in ihrem letzten Gruppenspiel durch und sind die Gegner Deutschlands bzw. Ghanas im Achtelfinale.

Slowenien – England
0:1 (0:1)

Im Nelson-Mandela-Stadion in Port Elizabeth verfolgten 36.893 Zuschauer den knappen Sieg Albions gegen die Slowenen, der den Engländern den zweiten Platz in der Abschlusstabelle der Gruppe C sicherte. In der von Schiedsrichter Wolfgang Stark aus Deutschland geleitete Partie erhielten drei slowenische Nationalspieler sowie ein Engländer Gelbe Karten. Die bessere Ausgangssituation hatten die Slowenen, da ihnen ein Unentschieden gereicht hätte um Platz zwei der Tabelle zu erreichen. Die von dem Italiener Fabio Capello trainierten Engländer benötigten einen Sieg, da sie bei einem Unentschieden jedenfalls schlechter gestellt gewesen wären, als die Vereinigten Staaten, sofern diese nicht gegen Algerien verloren hätten.

Das englische Team lief auf mehreren Positionen verändert auf. Statt des wegen seiner zweiten Gelben Karte gesperrten Jamie Carragher ergänzte Matthew Upson den von Capelli vom Amt des Mannschaftskapitäns enthobenen John Terry in der Abwehr des englischen Teams. Terry konnte sich nicht mit seiner Forderung durchsetzen, dass Capelli Joe Cole einsetzen solle. Im Sturm spielte Jermain Defoe statt Emile Heskey und der Mittelfeldspieler Aaron Lennon lief anstelle des weniger offensiven James Milner auf.

Die erste Torchance hatten die Slowenen, Valter Birsas Schussversuch aus 23 Metern brachte der englische Schlussmann David James jedoch problemlos unter Kontrolle. Die erste Chance der „Three Lions“ hatte dann Frank Lampard mit einem Freistoß aus 30 Metern Torentfernung. Der für Udinese Calcio in der italienischen Serie A spielende slowenische Torhüter Samir Handanovič brachte den heransegelnden Ball jedoch problemlos unter Kontrolle. Doch Torglück hatten die Engländer zunächst nicht. Wayne Rooney von Manchester United schoss von der Strafraumgrenze, doch sein Ball wurde zum Eckball abgewehrt. Dieser wurde vom Liverpooler Steven Gerrard getreten und gelangte zu Terry, doch dessen Kopfball verfehlte das Tor. Wenig später machte Terry im eigenen Strafraum eine Großchance des beim belgischen Erstligisten KAA Gent spielenden Zlatan Ljubijankič zunichte.

Das einzige Tor des Spieles erzielte Defoe in der 23. Minute nach einer Hereingabe von Milner. Sloweniens Torhüter Handanovič hatte zwar noch beide Hände am Ball, mehr als leicht abfälschen konnte er den Schuss aber nicht. In der 27. Minute hatten die Engländer eine weitere Chance mit denselben Beteiligten, doch diesmal war der slowenische Torwart auf der Hut. Den Ball, den er jedoch nicht fangen konnte, schoss Lampard über das Tor. Immer wieder kam England in der Folge zu guten Chancen. Einen Schuss von Gerrard konnte Handanovič wegfausten, Rooney eroberte den Ball gegen drei Verteidiger und spielte zu Gerrard. Sein Schuss aus 14 Metern war ins rechte Eck gezielt, doch Handanović konnte parieren. Die Engländer spielten dann weniger offensiv, doch für die Slowenen ergaben sich dadurch keine zwingenden Torchancen. Einzig ein Freistoß von Birsa aus 40 Metern Torentfernung sorgte für Gefahr, doch der aus dem Tor laufende englische Schlussmann James konnte den von der englischen Abwehr abgefälschten Ball abwehren, bevor Sloweniens Stürmer Milivoje Novakovič eingreifen konnte.

Auch nach dem Seitenwechsel agierte Albion offensiv. Einen Eckball Rooneys konnte Sloweniens Torhüter gerade noch wegschlagen, ein hohes Zuspiel lenkte Defoe mit dem Fuß sehr knapp am Tor vorbei. Die Slowenen wurden auch in der zweiten Halbzeit nur in Standardsituationen gefährlich. Terry hatte in der 57. Minute bei einem Eckball von Gareth Barry die Möglichkeit, auf 2:0 zu erhöhen, doch sein Schuss aus wenigen Metern wurde von Torhüter Handanovič abgewehrt. Und auch in der 59. Minute war es der slowenische Schlussmann, der Rooneys Versuch nach einem guten Zuspiel von Lampard noch an den Pfosten lenkte. Die Engländer beschränkten sich in der letzten halben Stunde auf schnelle Konter, die von dem inzwischen eingewechselten Joe Cole ausgeführt wurden. Beim Spiel zwischen den Vereinigten Staaten und Algerien stand es zu dem Zeitpunkt noch 0:0, und bei diesem Spielstand wäre Slowenien trotz des Rückstandes weitergekommen. Die Südosteuropäer waren deswegen wenig offensiv, sodass sich am knappen 1:0-Erfolg für das englische Team nichts mehr änderte.

Abschlusstabelle der Gruppe C
Rang Land Tore Punkte
1 Vereinigte Staaten Vereinigte Staaten 4:3 5
2 England England 2:1 5
3 Slowenien Slowenien 3:3 4
4 Algerien Algerien 0:2 1
USA – Algerien
1:0 (0:0)

35.827 Zuschauer – unter ihnen auch der ehemalige Präsident der Vereinigten Staaten Bill Clinton – sahen im im Loftus-Versfeld-Stadion in Pretoria das vom belgischen Schiedsrichter Frank De Bleeckere gepfiffene Spiel. Dieser zeigte drei Nordafrikanern gelbe Karten sowie zückte das kleine Pappstück für zwei Spieler der Vereinigten Staaten. In der dritten Minute der Nachspielzeit sah der beim VfL Bochum spielende Anthar Yahia Gelb-Rot wegen Meckerns. In der stark umkämpften Gruppe C waren die Vereinigten Staaten auf einen Sieg angewiesen, um auf jeden Fall an Slowenien und England vorbeiziehen zu können. Die Algerier hatten vor dem Spiel noch eine marginale Chance auf Platz zwei, wenn sie ausreichend hoch gegen die USA gesiegt hätten und das Spiel England gegen Slowenien unentschieden ausgegangen wäre.

Das Team aus Algerien, das sich zum dritten Mal für eine Weltmeisterschaftendrunde qualifiziert hatte, hatte nach 18 Sekunden die erste Chance des Spieles, doch der Volleyschuss des Gladbachers Karim Matmour ging weit am Tor vorbei. In der sechsten Spielminute meldete sich der bei AEK Athen spielende Rafik Djebbour mit einem Volleyschuss aus zwölf Metern an die Querlatte. Auf der Gegenseite waren die Amerikaner glücklos; so versagte in der 20. Minute Herculez Gomez alleinstehend vor dem algerischen Schlussmann Raïs M’Bolhi, eine zweifelhafte Abseits-Entscheidung von Schiedsrichter De Bleeckere machte einen Treffer Dempseys ungültig, Jozy Altidore und Landon Donovan kamen sich in der 37. Minute gegenseitig in die Quere und so blieb eine Großchance zum Führungstor ungenutzt.

Nach der Halbzeitpause spielten die US-Boys weiter offensiv. Dempseys hatte Pech, als er nur den Innenpfosten traf und den Nachschuss am leeren Tor vorbeisetzte. Der frühere HSV-Spieler Benny Feilhaber konnte den algerischen Torhüter in der 65. Minute nicht überwinden. Die nachfolgende Ecke köpfte Dempsey knapp am Posten vorbei ins Toraus. Die Möglichkeiten der Nordafrikaner waren rar. Ein Schuss des Wolfsburgers Karim Ziani aus zehn Metern Torentfernung verfehlte das Tor. Den Rest der zweiten Halbzeit stürmten die Nordamerikaner auf das algerische Tor, doch waren sie am Ende der regulären Spielzeit praktisch ausgeschieden, da im zeitgleich stattfindenden Spiel der Engländer gegen die Slowenen die Engländer die Nase vorne hatten. Schließlich schoss Donovan in der zweiten Minute der Nachspielzeit in das algerische Tor und bewahrte somit sein Team vor dem Ausscheiden.

Durch den dreifachen Punkterfolg wurden die US-Amerikaner zum ersten Mal nach 1930 wieder Gruppensieger; gleichzeitig verdrängten sie dadurch die Engländer noch auf den zweiten Tabellenplatz und besiegelten das Aus für die Mannschaft aus Slowenien. Algerien konnte auch bei seiner dritten WM-Endrundenteilnahme nicht über die Gruppenspielphase hinaus gelangen.

Ghana – Deutschland
0:1 (0:0)

In der Gruppe D war die Ausgangssituation ähnlich kompliziert. Ghana hätte ein Unentschieden gegen Deutschland den Einzug in das Achtelfinale gesichert, doch auch eine Niederlage konnten sich die Westafrikaner erlauben, solange Australien im gleichzeitig stattfindenden Spiel gegen Serbien nicht zu viele Tore gut machte. Deutschland war nur bei einem Sieg unabhängig vom Ergebnis des Spiels Australien gegen Serbien. Eine weitere Niederlage hätte das Aus bedeutet, bei einem Unentschieden wäre die Nationalelf nur dann Gruppenzweiter geworden, wenn Serbien verloren oder nicht hinreichend viele Tore geschossen hätte. 82.391 Zuschauer in der Soccer City in Johannesburg waren deswegen auf das Spiel der deutschen Mannschaft gespannt, die sich beim Spiel gegen Serbien nicht gerade von ihrer starksten Seite gezeigt hatte und zudem auf den wegen seiner Gelb-Roten Karte gesperrten Stürmer Miroslaw Klose verzichten musste. Die Partie stand unter Aufsicht des brasilianischen Unparteiischen Carlos Simon, der jeweils einmal für Spieler beider Mannschaften das gelbe Kärtchen zückte.

Bundestrainer Joachim Löw stellte die deutsche Mannschaft auf zwei Positionen um. Cacau ersetzte von Spielbeginn an den gesperrten Klose und statt des im Serbien-Spiel schwachen Holger Badstuber spielte links in der Verteidigung Jérôme Boateng, der es auf dem Spielfeld mit seinem Halbbruder Kevin-Prince Boateng zu tun bekam. Die Ghanaer starteten mit einer defensiven Mannschaft, die aus einer Vierer-Abwehrkette, einem Mittelfeld aus fünf Spielern und einer Sturmspitze bestand. Die erste nennenswerte Chance des Spieles hatte Lukas Podolski in der siebten Minute, doch Hans Sarpei (Bayer Leverkusen) wehrte zum Eckball ab. Drei Minuten später wurde Podolskis Flanke von linksaußen vom Ghanaer John Mensah in Richtung Tor abgefälscht, sodass Torhüter Richard Kingson ein Eigentor verhindern musste. Nach diesen beiden Torchancen ging der Drang nach vorne in der Nervosität der deutschen Mannschaft unter. Die Mannschaft leistete sich viele Fehlpässe und die Ghanaer bestimmten nach der Anfangsviertelstunde das Spiel.

Schoss Deutschland ins Achtelfinale: Mesut Özil

In der 14. Minute konnte Bastian Schweinsteiger die Flanke Asamoah Gyans gerade so klären, ein Schuss von Kevin-Prince Boateng in der 23. Minute wurde von Arne Friedrich in höchster Not abgewehrt und in der 24. Minute war André Ayew nach einem Fehler von Abwehrspieler Per Mertesacker nur deswegen nicht erfolgreich, weil er den geeigneten Moment verpasste und Torhüter Neuer abwehren konnte. In dieser Phase des Spieles zeigte die deutsche Mannschaft wenige für die Ghanaer gefährliche Aktionen. Mesut Özil stürmte in der 25. Minute auf das Tor der Ghanaer zu und befand sich allein vor dem Torhüter der Westafrikaner. Bei der Wahl, ob er um Kingson rechts oder links vorbeispielen sollte, entschied er sich für die Mitte und traf direkt den Torhüter. Eine Kopfballchance durch Gyan verhinderte Lahm zwei Minuten später auf der Torlinie und in der 28. Minute wehrte Neuer Gyans Schuss von der rechten Seite ab. Die einzigen weiteren halbwegs nennenswerten Möglichkeiten der deutschen Mannschaft stamten von Cacau in der 30. Minute und von Schweinsteiger in der 41. Minute durch einen Freistoß, doch Torhüter Kingson war auf der Hut.

Die zweite Halbzeit begann zunächst für Deutschland nicht viel besser. In der 51. Minute stürmte Gyan in ähnlicher Weise auf Neuer zu, wie Özil in der ersten Halbzeit auf Kingson zulief. Neuer machte diesen Versuch genauso zunichte, wie in der 55. Minute, wieder durch Gyan. Deutschland bemühte sich weiterhin um ein Tor, kam aber nicht richtig vor das Tor der Westafrikaner. Überraschend fiel dann doch das 1:0. Ein Querpass Müllers vor der Strafraumgrenze gelangte auf den Bremer Özil, der schoss aus 17 Metern unhaltbar in den linken oberen Torwinkel. Beflügelt wurde die deutsche Mannschaft durch das Führungstor jedoch nicht, im Gegenteil. Jérôme Boateng war zweimal nicht aufmerksam, als Prince Tagoe in der 61. Minute zum Kopfstoß kam und Boateng nur mit Mühe noch zur Ecke klären konnte und in der 66. Minute, als Lahm den Schuss von Ayew gerade noch ins Toraus ablenkte. Löw nahm Boateng dann in der 73. Minute vom Platz und wechselte Marcell Jansen ein. Am Spielstand änderte sich jedoch nichts mehr.

Durch den Sieg gegen Ghana spielte sich die deutsche Nationalmannschaft auf den ersten Tabellenplatz vor und damit im Achtelfinale den Klassiker gegen England ermöglicht, da die „Three Lions“ in der Gruppe C nur den zweiten Tabellenplatz erreicht hatten.

Abschlusstabelle der Gruppe D
Rang Land Tore Punkte
1 Deutschland Deutschland 5:1 6
2 Ghana Ghana 2:2 4
3 Australien Australien 3:6 4
4 Serbien Serbien 2:3 3
Australien – Serbien
2:1 (0:0)

Ein Sieg im letzten Gruppenspiel hätte für Serbien das Weiterkommen gesichert, für die Australier waren die Szenarien für ein Weiterkommen komplizierter. Dabei war das Weiterkommen des Teams aus Down Under vom Ausgang des Spiels Deutschlands gegen Ghana abhängig. Ein hoher Sieg Deutschlands oder eine Niederlage des Weltmeisterschaftsdritten von 2006 und Vize-Europameisters von 2008 gegen Ghana hätte für die Australier den zweiten Tabellenplatz bedeutet, falls man das eigene Spiel gegen Serbien gewinnen konnte.

In der ersten Halbzeit hatte Serbien mehr vom Spiel und konnte durch Miloš Krasić in der zwölften Minute in Führung gehen, doch dieser scheiterte alleinstehend vor Australiens Schlussmann Mark Schwarzer. Die Australier waren in der ersten Spielhälfte wenig nach vorne orientiert, sodass die 37.836 Zuschauer im nicht vollständig besetzten Mbombela-Stadion in Nelspruit nach 45 Minuten noch kein Tor gesehen hatten.

In der 69. Minute gingen die „Socceroos“ in Führung, nachdem sich nach der von Luke Wilkshire getretenen Hereingabe der beim FC Everton tätige Mittelfeldspieler Tim Cahill gegen Nemanja Vidić durchsetzte und zum 1:0 einköpfte. In der 73. Minute erhöhte Brett Holman mit einem Aufsetzer zum 2:0. Die Serben reagierten offensiv und stürmten nach vorne. Einen Torwartfehler führte in der 84. Minute zum Anschlusstreffer durch Marko Pantelić. Pantelić schob den Ball auch eine Minute später erneut ins Tor der Australier, der Treffer wurde jedoch wegen Abseits vom uruguayischen Schiedsrichter Jorge Larrionda nicht gegeben. In der Schlussphase kam es noch zu einigen gefährlichen Situationen vor dem australischen Tor, am Ende blieb es jedoch beim Ehrentreffer der Serben gegen die siegreichen Australier. Damit waren beide Mannschaften ausgeschieden. Schiedsricher Larrionda zückte fünfmal die Gelbe Karte, davon dreimal bestrafte er serbische Spieler und zweimal einen Australier.

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June 24, 2010

Fußball-WM: Deutschlands Flop gegen Serbien

Fußball-WM: Deutschlands Flop gegen Serbien

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Veröffentlicht: 23:20, 24. Jun. 2010 (CEST)
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Port Elizabeth / Kapstadt / Johannesburg (Südafrika), 24.06.2010 – Erst flog Klose vom Platz, dann kassierte Neuer ein Tor, schließlich verschoss Podolski einen Strafstoß – das 0:1 gegen Serbien bescherte dem deutschen Team im letzten Gruppenspiel gegen Ghana ein richtiges Finalspiel, in der nur ein Sieg das Weiterkommen sichern kann. Auch England war am siebten Tag der Weltmeisterschaft nicht überzeugend, gegen Algerien reichte es nur zu einem Unentschieden. Remis endete auch die Partie zwischen Slowenien und den Vereinigten Staaten.

Deutschland – Serbien
0:1 (0:1)

38.294 Zuschauer in Port Elizabeth sahen eine miserable Schiedsrichterleistung des spanischen Schiedsrichters Alberto Undiano Mallenco, acht Gelbe Karten – je vier für beiden Mannschaften, eine phasenweise stark spielende, aber glücklose deutsche Nationalelf. Stürmer Miroslav Klose musste in der 37. Minute wegen wiederholten Foulspiels nach Gelb-Rot vom Platz und eine Minute später erzielte Milan Jovanović das einzige Tor des Spieles.

Die deutsche Mannschaft wurde bei ihren Angriffen schon in der eigenen Hälfte von den offensiv aufspielenden Serben gestört. Der kleinlich pfeifende Schiedsrichter verteilte in der ersten halben Stunde bereits fünf Gelbe Karten. Nach seinem zweiten Foul – beide von der Sorte „unnötig“ – sah Klose zum zweiten Mal gelb und musste das Spielfeld verlassen. Die von da an nur noch mit zehn Mann spielenden Deutschen waren zunächst wie gelähmt. Miloš Krasić war dem schlecht spielenden Holger Badstuber entlaufen und flankte in den Torraum. Nikola Žigić setzte sich beim Kopfballduell gegen Per Mertesacker durch und köpfte auf den freistehenden Jovanović weiter, der praktisch ungehindert in das deutsche Tor einschießen konnte. Die größte Chance zum Ausgleich hatte Sami Khedira nach einem Eckball. Unmittelbar vor dem Pausenpfiff traf er jedoch nur die Unterlatte.

Nach dem Wiederanpfiff dominierten die Deutschen das Spiel für eine gute Viertelstunde. Lukas Podolski boten sich mehrere Torgelegenheiten, verwerten konnte er keine. In der 58. Minute ging sein Schuss nach einem Zuspiel von Mesut Özil am Tor vorbei, zwei Minuten später traf er nur das Außennetz. Noch in der 60. Minute entschied der spanische Schiedsrichter auf Strafstoß, nachdem ein serbischer Abwehrspieler im Torraum mit der Hand den Ball berührt hatte. Podolski – nicht Bastian Schweinsteiger – lief an und kickte den Ball in Richtung rechte untere Ecke des serbischen Gehäuses. Genau dahin flog Serbiens Torwart Vladimir Stojković und konnte den nicht besonders scharf geschossenen Ball abwehren. Podolskis Fehlschuss war der erste nicht verwandelte deutsche WM-Elfmeter seit Uli Stielikes Fehlschuss beim Elfmeterschießen bei der Weltmeisterschaft 1982 im Halbfinalspiel gegen Frankreich.

Auch die Einwechslungen von Marko Marin und Cacau und später von Mario Gomez konnten an der Niederlage der deutschen Nationalmannschaft nichts mehr ändern.

England – Algerien
0:0

Vor den Augen der britischen Prinzen William und Harry sowie rund 64.100 weiteren Zuschauern im Green-Point-Stadion in Kapstadt trennten sich England und Algerien mit einem für die Engländer blamablen torlosen Unentschieden. Der usbekische Schiedsrichter Ravshan Ermatov bedachte beide Seiten mit je einer Gelben Karte. „Wir stehen jetzt natürlich mächtig unter Druck. Auch gegen Algerien waren wir nicht gut genug. Wenn wir das Achtelfinale noch erreichen wollen, müssen wir uns endlich steigern“, stellte Englands Mannschaftskapitän Steven Gerrard nach dem Spiel fest.

England begann das Spiel offensiv, leistete sich jedoch viele Fehlpässe und Fouls, bevor man ernsthaft in die Tornähe der Nordafrikaner gelangte. Die beiden Stürmer Emile Heskey und Wayne Rooney agierten viel zu harmlos, um das vom algerischen Ersatztorhüter Raïs M’Bolhi bewachte Tor gefährdem zu können. Nach einer Viertelstunde kamen die Algerier besser ins Spiel und hatten mit Ryad Boudebouz in der 22. Minute und mit Karim Ziani in der 23. Minute zwei gute Chancen, in Führung zu gehen. In der 35. Minute leitete ein Ballverlust von Gareth Barry in der algerischen Hälfte einen Gegenangriff ein, den Ziani mit einem knapp neben das Tor gesetzten Schuss abschloss. Gute Chancen in der letzten Viertelstunde der ersten Halbzeit hatten auch die Engländer: ein Versuch von Frank Lampard in der 33. Minute, ein Fernschuss von Barry in der 39. Minute und vier Minuten später ein Distanzschuss von Rooney.

Die ersten dreißig Minuten der zweiten Halbzeit vergingen ohne nennenswerte Bemühungen der Engländer, ein Tor zu erzielen. Erst ein von Barry eingeleiteter Angriff brachte in der 69. Minute Gefahr in Tornähe der Algerier, doch ein von Heskey gespielter Querpass erreichte Rooney nicht. Demnach blieb es bei dem torlosen Unentschieden.

Slowenien – USA
2:2 (2:0)

45.573 Zuschauer im Ellis Park von Johannesburg sahen fünf Gelbe Karten, davon vier für die Slowenen und eine für einen nordamerikanischen Spieler. Schiedsrichter Koman Coulibaly gab ein Tor der Vereinigten Staaten nicht, sodass Slowenien das Unentschieden retten und sich so die Chancen auf das Achtelfinale bewahren konnte. US-Trainer Bob Bradley kritisierte, „Ich weiß nicht, warum der Schiedsrichter das abgepfiffen hat“.

Einen kritischen Punkt erreichte das Spiel bereits nach zwanzig Sekunden: Als bei einem Kopfballduell Clint Dempsey und Zlatan Ljubijankič unglücklich zusammenprallen, ist die Situation so angespannt, dass Schiedsrichter Coulibaly zwei Minuten braucht bis er weiterspielen lassen kann. Die erste richtige Möglichkeit für die Slowenen nutzte Valter Birsa aus, der aus 25 Meter Torentfernung schoss und den US-amerikanischen Torwart Tim Howard überraschte. In der 40. Minute hatte die slowenische Mannschaft Glück, als Mišo Brečko eine für Landon Donovan bestimmte Flanke von Clint Dempsey aus dem Strafraum befördern konnte. Der sich anschließende Konter führte schließlich zum Halbzeitstand von 2:0. Ljubijankič erhielt das Zuspiel des für den 1. FC Köln spielenden Milivoje Novakovič und schoss am herauslaufenden US-Schlussmann vorbei ins Tor.

Nach der Halbzeitpause wurden die US-Boys offensiver. In der 48. Minute erzielte Donovan mit einem Schuss aus spitzem Winkel direkt unter das Gebälk den Anschlusstreffer. Dem bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag stehenden Michael Bradley gelang schließlich in der 82. Minute der Ausgleich. Um den Siegtreffer durch Maurice Edu wurde das US-Team durch Schiedsrichter Coulibaly gebracht, der in der Situation ein Foul gesehen haben will.

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June 5, 2008

Reaktorstörfall in Slowenien: EU löst Atom-Alarm aus

Reaktorstörfall in Slowenien: EU löst Atom-Alarm aus

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Veröffentlicht: 16:52, 5. Jun. 2008 (CEST)
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Symbolbild

Krško (Slowenien), 05.06.2008 – Nach einem Zwischenfall im Kühlsystem wurde gestern das slowenische Atomkraftwerk Krško (deutsch: Gurkfeld) heruntergefahren. Nach Angaben des slowenischen Fernsehens würden zu Wartungszwecken mehrfach jährlich die Motoren des Kühlsystems heruntergefahren. Dabei sei Kühlwasser ausgetreten. Die EU-Kommision löste daraufhin einen europaweiten Atom-Alarm aus. Inzwischen wurde jedoch Entwarnung gegeben: Radioaktivität sei nicht ausgetreten.

Der deutsche Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) sagte, die Wahl des Begriffes „Atomalarm“, wie er von vielen Medien verbreitet worden sei, sei etwas „überzogen“. Allerdings existiere ein „europaweites Informationssystem über solche Fälle.“

EU-Energiekommissar Andris Pielbags sagte allerdings, dass der Alarm lediglich aus Gründen der Transparenz ausgelöst worden sei. Nach übereinstimmenden Angaben der Brüsseler Behörde, der slowenischen Regierung in Lubljana sowie der österreichischen und deutschen Umweltministerien soll keine Gefahr für Menschen oder Umwelt bestehen. Die Umweltschutzorganisation Greenpeace äußert sich zunächst allerdings skeptisch, da eine europaweite Warnung „sehr ungewöhnlich“ sei. Greenpeace-Atomexperte Thomas Breuer sagte dem Fernsehsender n-tv, dass derzeit noch unklar sei, was über den Kühlwasserunfall hinaus passiert sei.

Heinz Smital, Kernenergieexperte bei Greenpeace, bezeichnete am Donnerstag einen Kühlwasseraustritt im Primärkühlsystem als „sehr kritisch“. Problem sei dabei weniger das austretende Wasser als die Tatsache, dass es nach einem Kühlmittelverlust zu einer Überhitzung des Reaktorkerns kommen könne. Schlimmstenfalls drohe dann eine Kernschmelze. Nach derzeitigem Erkenntnisstand bestehe jedoch für Deutschland „keinerlei Gefahr“. Man müsse aber die weitere Untersuchung in den nächsten Wochen abwarten.

Die EU-Kommission bestätigte, gegen 17:38 Uhr eine entsprechende Alarmmeldung aus Slowenien erhalten zu haben, woraufhin europaweiter Alarm über das Notfallsystem ECURIE (European Community Urgent Radiological Information Exchange) ausgelöst wurde. Dieses System wurde von der EU für die 27 EU-Staaten zum Informationsaustausch bei radioaktiven Vorfällen eingerichtet. Der Sprecher der EU-Kommission in Deutschland, Harald Händel, erklärte gegenüber dem Internetdienst Spiegel Online, dass die EU-Kommission die Mitgliedsstaaten über den Vorfall informiert habe, aber damit keinerlei Handlungsanweisungen verbunden seien. Die Lage werde von den zuständigen Behörden nun beobachtet. Es sei derzeit von keiner Gefahr auszugehen.

Der Zwischenfall war anfangs fälschlicherweise von den slowenischen Behörden als Übung gemeldet worden. Diese Falschmeldung wurde dann um 17:38 Uhr gegen eine ordnungsgemäße Alarmmeldung ersetzt. Auch einen Tag nach dem Störfall herrscht noch Unklarheit darüber, wie es zu dem Informationswirrwarr nach dem Störfall kommen konnte. Der slowenische Umweltminister und amtierende EU-Ratsvorsitzende Janez Podobnik räumte Fehler seiner Regierung ein. Bei einem Treffen der EU-Umweltminister in Luxemburg sagte er: „Es war ein Fehler“, es habe sich eindeutig um „menschliches Versagen“ gehandelt. Verwundert zeigte sich der österreichische Umweltminister Josef Pröll, die Nachbarstaaten Österreich, Italien und Ungarn hätten lediglich die Falschmeldung von einer Übung erhalten. Erst von der EU-Kommission sei man dann über den tatsächlichen Vorgang und den europaweiten Alarm in Kenntnis gesetzt worden.

Die slowenische Atomaufsichtsbehörde hat die Internationale Atomenergieorganisation (IAEA) über einen „ungewöhnlichen Vorfall“ informiert. Dabei handelt es sich um die niedrigste Warnstufe. Die IAEA werde die Lage in dem Kraftwerk weiter verfolgen, hieß es in einer Erklärung der IAEA in Wien.

Die EU-Kommission gibt auch in anderen Bereichen europaweite Warnungen aus, wie z.B. im vergangenen Herbst, als mit Blei vergiftetes Kinderspielzeug auf dem Importweg aus China in die EU gelangte. Auch für Naturkatastrophen besteht ein solches System.

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March 29, 2008

Slowenien investiert ins Eisenbahnnetz – Bahnhof Maribor soll renoviert werden

Slowenien investiert ins Eisenbahnnetz – Bahnhof Maribor soll renoviert werden

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Veröffentlicht: 17:18, 29. Mär. 2008 (CET)
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Marktplatz in Maribor

Maribor (Slowenien), 29.03.2008 – Für die Erhaltung des Schienennetzes will Slowenien in diesem Jahr 9,4 Millionen Euro investieren. Diese Investitionen sind Teil eines Programms zur Modernisierung der Verkehrsinfrastruktur des Landes, in die im Jahr 2008 etwa 300 Millionen Euro fließen sollen. Der Löwenanteil fließt dabei in die Modernisierung des Verkehrsträgers Straße.

Geplant ist auch die Renovierung des Bahnhofs in Maribor, die im Jahr 2008 voraussichtlich 2,3 Millionen Euro kosten wird. Der Bahnhof ist für das Land ein wichtiger Knotenpunkt. So gibt es etwa Direktverbindungen nach Zagreb, Rijeka, Graz und Wien. Als eine der wichtigsten Verbindungen des Landes gilt die Strecke zwischen Maribor und der Hauptstadt Ljubljana. Statt der theoretisch möglichen 160 Kilometer pro Stunde könne nach Angaben eines Bahnangestellten (im Jahr 2004) nur 100 Kilometer pro Stunde gefahren werden. Im Jahr 2004 hieß es weiter, dass in den nächsten fünf Jahren (also bis 2009) 52 Millionen Euro in das Schienennetz investiert werden sollen.

Die slowenische Eisenbahn wurde 2003 in drei organisatorische Einheiten aufgeteilt: Personenverkehr, Güterverkehr und Infrastruktur. In Maribor wurde auch noch eine Agentur aus der Taufe gehoben, die auf dem Markt regulativ tätig sein soll.

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January 1, 2007

EU-Osterweiterung schreitet voran

EU-Osterweiterung schreitet voran – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

EU-Osterweiterung schreitet voran

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Artikelstatus: Fertig 21:19, 1. Jan. 2007 (CET)
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Brüssel (Belgien) / Sofia (Bulgarien) / Bukarest (Rumänien) / Ljubljana (Slowenien), 01.01.2007 – Bulgarien und Rumänien sind in der Nacht von Silvester 2006 auf Neujahr 2007 um Mitternacht Ortszeit (23:00 Uhr MEZ) der Europäischen Union beigetreten. Diese umfasst somit 27 Staaten. Währenddessen wird in Slowenien der Euro eingeführt.

Europäische Union relativ zur Welt

Beitritt Bulgariens und Rumäniens

Rumänien

Bereits Stunden vor der Aufnahme Rumäniens in die Europäische Union begannen in Bukarest am 31. Dezember 2006 die Feiern, wobei auch die Europaflagge vor dem Regierungssitz gehisst wurde. Dies wurde vom rumänischen Premier Calin Tariceanu als „historischer Moment“ bezeichnet. Präsident Traian Basescu sprach von einem „Augenblick großer Freiheit“. Er führte weiter aus, durch den EU-Beitritt erhalte Rumänien „Frieden und Wohlstand“. Während unter anderem EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn und der Präsident des Europarates Josep Borrell anwesend waren, wurde die Europahymne „Ode an die Freude“ gesungen.

Der deutsche Außenminister Frank-Walter Steinmeier sprach im rumänischen Sibiu (Hermannstadt) in Siebenbürgen von einem für Europa bedeutsamen Ereignis, das „eine immer noch offene Wunde des Kalten Krieges“ schließe und einen Prozess, „der mit der deutschen Wiedervereinigung“ angefangen habe, beende. Olli Rehn meinte, dass mit dem Beitritt „die letzten Reste der Berliner Mauer beseitigt“ würden. Sibiu ist eine europäische Kulturhauptstadt des Jahres 2007.

Der deutsche Außenminister Steinmeier merkte an, das Land habe für den Beitritt einen langen und schwierigen Weg zurückgelegt.

Das Volk wurde von 1974 bis 1989 vom 1965 gewählten brutalen Diktator Nicolae Ceausescu, der in den 1980-ern die Wirtschaft ruinierte, unterdrückt. Dieser wurde 1989 zusammen mit seiner Frau bei einem Volksaufstand zum Tode verurteilt und hingerichtet. Nach der Einführung der Demokratie 1991 wurde Rumänien 1993 Vollmitglied des Europarats und beantragte 1995 die Aufnahme in die EU. Die Beitrittsverhandlungen begannen 2000. Am 26. Oktober 2006 wurde der EU-Beitritt von der EU-Kommission beschlossen.

Mehrere zehntausend Menschen feierten in der rumänischen Hauptstadt die Aufnahme in die Europäische Union mit einem großen Feuerwerk und Open-Air-Konzerten.

Europäische Union (politisch)

Bulgarien

In Bulgarien wurden auf öffentlichen Gebäuden Europaflaggen gehisst. Vor dem Beitritt wurden zusätzlich zu den bereits im Dezember 2002 stillgelegten Blöcken im Kernkraftwerk Koslodoui die beiden Kernreaktoren mit den Nummern 3 und 4 abgestellt, die als unsicher und technisch veraltet gelten. Nach Angaben des Energieversorgers NEC wird Bulgarien den Stromexport beenden, da der in den Reaktoren 5 und 6 erzeugte Strom nur für den Eigenbedarf ausreiche.

Mit dem EU-Beitritt müssen sich Bulgaren in Sfantu Gheorghe von einem alten Brauch verabschieden. Bisher wurden dort traditionell Schweine auf dem Dorfplatz geopfert. Nach EU-Vorschriften darf eine Schlachtung nur nach einer Einschläferung in einem Schlachthof stattfinden. Ein Dorfbewohner findet es „schade, dass die EU uns zwingt, diese Tradition aufzugeben, die von Generation zu Generation übertragen wurde“.

Tausende Menschen feierten in der Hauptstadt Sofia den Beitritt mit einer großen Party, Musik und Lichteffekten.

Vorbereitungen und Reaktionen

Für Bulgarien und Rumänien wurden Übergangsregelungen in Kraft gesetzt, die die Auswirkungen des Beitritts für andere Mitglieder der Europäischen Union abfangen sollen. Mit dem Beitritt der beiden Länder wuchs die EU um 30 Millionen Menschen auf 493 Millionen an.

Die beiden Länder hätten eigentlich bereits mit anderen Staaten am 1. Mai 2004 der Europäischen Union beitreten sollen. Damals scheiterte der Beitritt jedoch an Defiziten in der Kriminalitätsbekämpfung, besonders bei der Korruption und dem organisierten Verbrechen. Die Union reicht nun geografisch vom Atlantik bis zum Schwarzen Meer.

Laut einer am Donnerstag veröffentlichten Umfrage in Deutschland, die von der Tageszeitung „Die Welt“ in Auftrag gegeben und vom Meinungsforschungsinstitut Infratest dimap durchgeführt wurde, lehnten von 1.000 telefonisch Befragten 530 die Erweiterung ab. Hingegen wurde von 39 Prozent die Erweiterung begrüßt. 48 Prozent meinten, dass die Osterweiterung für Deutschland langfristig von Nutzen sein werde. 42 Prozent der Befragten vermuten jedoch, dass die Vergrößerung der EU für Deutschland eher schädlich sei.

Der bayerische Ministerpräsident Edmund Stoiber warnte in einer Befragung zum Türkeibeitritt, dass die Bevölkerung der Europäischen Union bereits der Erweiterung um Bulgarien und Rumänien skeptisch gegenüberstehe und es auch eine psychologische, nicht nur wirtschaftliche und kulturelle, Frage sei, ob Kulturen und Länder zusammenpassten und die EU erweiterungsfähig sei. Es könne, so Stoiber, kein integriertes Europa geben, falls die Werte der Gesellschaft keinen inneren Zusammenhang hätten.

Euro-Einführung in Slowenien

Symbol des Euro

Slowenien hat unterdessen den Euro eingeführt. Die alte Währung Tolar wird bereits in zwei Wochen ihre Gültigkeit verlieren. Ab dem 15. Januar wird somit der Euro das alleinige gesetzliche Zahlungsmittel sein. Dies ist das erste Mal, dass die Umstellung in so kurzer Zeit geschieht. Für den Umtausch wurden 2,3 Milliarden Euro als Bargeld vorbereitet. Der Gouverneur der slowenischen Zentralbank, Mitja Gaspari, tauschte kurz nach Mitternacht die ersten Tolar in Euro um. Slowenien ist der 13. Mitgliedstaat der Europäischen Union, der den Euro einführt.

Insgesamt sind nun laut der Europäischen Zentralbank mehr als 610 Milliarden Euro als gesetzliches Zahlungsmittel im Umlauf. Die Österreichische Nationalbank gab sogar 630 Millarden Euro an. Zwischen zehn und 20 Prozent davon befinden sich außerhalb der Eurozone. In dieser ist der Euro für 312 Millionen Menschen gesetzliches Zahlungsmittel. Laut der Europäischen Zentralbank handelt es sich bei dem Geld um beinahe 11 Milliarden Banknoten im Gesamtwert von 595 Milliarden Euro sowie über 68 Milliarden Münzen im Wert von 18 Millarden Euro.

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December 31, 2006

Bald auch Euro in Slowenien

Bald auch Euro in Slowenien – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Bald auch Euro in Slowenien

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Artikelstatus: Fertig 19:44, 31. Dez. 2006 (CET)
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Brüssel (Belgien), 31.12.2006 – Als erster der zehn neuen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union wird Slowenien zum 1. Januar 2007 auf den Euro umsteigen. Der Tolar, der dort nur 15 Jahre gültig war, wird nun mit einem Wechselkurs von einem Euro zu je 239,64 Tolar abgesetzt. Damit ist Slowenien der 13. Staat in der EU, in dem der Euro als offizielle Währung gilt. Ab dem 15. Januar 2007 wird der Tolar als Zahlungsmittel ungültig.

Der Rat der EU-Wirtschafts- und Finanzminister beschloss die Umstellung am 11. Juli 2006, nachdem Litauen bereits mit Verweis auf das Euro-Kriterium der Preisstabilität abgewiesen wurde.

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September 9, 2006

Im Sudan inhaftierter slowenischer Friedensaktivist wieder frei

Im Sudan inhaftierter slowenischer Friedensaktivist wieder frei

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Artikelstatus: Fertig 18:11, 9. Sep. 2006 (CEST)
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Ljubljana (Slowenien), 09.09.2006 – Am 5. September konnte der im Sudan inhaftierte und dort wegen „illegaler Einreise, Spionage und Verbreitung falscher Nachrichten“ verurteilte Slowene Tomo Križnar nach Slowenien zurückkehren.

Tomo Križnar war im Februar 2006 mit Hilfe von Rebellen aus dem benachbarten Tschad in die sudanesische Krisenregion Darfur eingereist, um als Sondergesandter der slowenischen Regierung die dortigen Zustände zu untersuchen. Am 20. Juli wurde er verhaftet und anschließend aufgrund der oben genannten Tatbestände von einem Gericht in Al-Fashir im Bundesstaat Schamal Darfur (Nord-Darfur) zu zwei Jahren Haft und einem Bußgeld von 500.000 Dinar (2.400 US-Dollar) verurteilt. Seine Fotoausrüstung sowie Film- und Fotomaterial wurden beschlagnahmt.

Die Regierung Sloweniens forderte die Freilassung Tomo Križnars. Der slowenische Präsident Janez Drnovšek schrieb einen entsprechenden Brief an seinen sudanesischen Amtskollegen Omar al-Bashir und schickte einen weiteren Sondergesandten in den Sudan.

Am 2. September stimmte al-Bashir schließlich einer Begnadigung und Freilassung zu, und am 5. September konnte Križnar nach Ljubljana, Slowenien, zurückfliegen. Sein Film- und Fotomaterial – welches nach seinen Angaben unter anderem Massengräber dokumentiert – musste er indes im Sudan zurücklassen.

Wegen der selben Vorwürfe wie Tomo Križnar bleibt weiterhin der National Geographic- und Chicago Tribune-Journalist Paul Salopek in Darfur inhaftiert.

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August 18, 2006

Reaktionen auf Urteil gegen einen Friedensaktivisten im Sudan

Reaktionen auf Urteil gegen einen Friedensaktivisten im Sudan

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Artikelstatus: Fertig 17:17, 18. Aug. 2006 (CEST)
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Khartum (Sudan), 18.08.2006 – Nach der Verurteilung von Tomo Križnar, dem Friedensaktivisten, Schriftsteller und Sondergesandten des slowenischen Präsidenten im Sudan, wegen „illegaler Einreise, Spionage und Verbreitung falscher Nachrichten“ am 14. August regt sich Widerstand.

Tomo Križnar war im Februar 2006 mit Hilfe von Rebellen aus dem benachbarten Tschad in die sudanesische Krisenregion Darfur eingereist, um als Sondergesandter der slowenischen Regierung die dortigen Zustände zu untersuchen. Am 20. Juli wurde er verhaftet und anschließend aufgrund der oben genannten Tatbestände von einem Gericht in Al-Fashir im Bundesstaat Schamal Darfur (Nord-Darfur) zu zwei Jahren Haft und einem Bußgeld von 500.000 Dinar (2.400 US-Dollar) verurteilt. Seine Fotoausrüstung sowie Film- und Fotomaterial wurden beschlagnahmt.

Die Regierung Sloweniens fordert die Freilassung Tomo Križnars. Der slowenische Präsident Janez Drnovšek schrieb einen entsprechenden Brief an seinen sudanesischen Amtskollegen Omar al-Bashir. Laut dem slowenischen Außenministerium ist der slowenische Konsul in Ägypten auf dem Weg nach Al-Fashir, um Križnar zu besuchen.

Die slowenische Sektion von amnesty international plant eine Protestkampagne zugunsten Križnars. Die Menschenrechtsorganisation „Aegis Trust“ hat dazu aufgerufen, Visaanträge an sudanesische Botschaften zu richten, um „nach Darfur zu reisen und Tomo Križnar im Gefängnis zu besuchen“.

Križnars sudanesischer Anwalt, Mohammed Madjub, hat gegen das Urteil Berufung eingelegt und sieht gute Chancen, dass es angesichts des internationalen Drucks nicht vollstreckt und sein Mandant stattdessen des Landes verwiesen wird.

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August 16, 2006

Friedensaktivist im Sudan verurteilt

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Friedensaktivist im Sudan verurteilt

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Artikelstatus: Fertig 12:37, 16. Aug. 2006 (CEST)
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Khartum (Sudan), 16.08.2006 – Der Friedensaktivist, Schriftsteller und Sondergesandte des slowenischen Präsidenten, Tomo Križnar, wurde im Sudan wegen „illegaler Einreise, Spionage und Verbreitung falscher Nachrichten“ verurteilt.

Križnar war im Februar 2006 mit Hilfe von Rebellen aus dem benachbarten Tschad in die sudanesische Krisenregion Darfur eingereist, um als Sondergesandter der slowenischen Regierung die dortigen Zustände zu untersuchen.

Am 20. Juli 2006 wurde Tomo Križnar verhaftet und am 14. August 2006 wegen „illegaler Einreise, Spionage und Verbreitung falscher Nachrichten“ von einem Gericht in Al-Fashir im Bundesstaat Shamal Darfur (Nord-Darfur) zu zwei Jahren Haft und einem Bußgeld von 500.000 Dinar (2.400 US-Dollar) verurteilt. Seine Fotoausrüstung sowie Film- und Fotomaterial wurden beschlagnahmt. Nach Verbüßung seiner Haftstrafe soll Križnar des Landes verwiesen werden.Die Regierung Sloweniens fordert die Freilassung Tomo Križnars. Der slowenische Präsident Janez Drnovšek schrieb einen entsprechenden Brief an seinen sudanesischen Amtskollegen Omar al-Bashir.

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