WikiNews de

May 30, 2010

Vulkanausbrüche in Ecuador und Guatemala lösen Panik aus

Vulkanausbrüche in Ecuador und Guatemala lösen Panik aus

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 22:17, 30. Mai 2010 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Eruption des Pacaya im Jahr 1978

Foto: USGS

Quito (Ecuador) / Guatemala-Stadt (Guatemala), 30.05.2010 – Der Ausbruch zweier Vulkane hat in Ecuador und Guatemala für Aufregung gesorgt. In Guatemala brach der 2.552 Meter hohe Pacaya aus, in Ecuador stieß der 5.016 Meter hohe Tungurahua eine Aschewolke aus.

Der Vulkan Pacaya, der etwa 25 Kilometer von der Hauptstadt des Landes Guatemala-Stadt entfernt liegt und zu den aktivsten Vulkanen der Welt gehört, stieß eine 1500 Meter hohe Aschewolke aus und schleuderte Steinbrocken in einen Umkreis von fünf Kilometern. Betroffen waren vor allem die Ortschaften San José Calderas, San Francisco, El Rodeo und El Patrocinio. Dort flüchteten viele Bewohner panikartig. Drei Kinder werden dort vermisst. Der Fernsehreporter Aníbal Archila, der vom Ausbruch des Vulkans berichtete, wurde durch herabstürzende Steinbrocken getötet. Die Dächer mehrerer Häuser und einer Kirche brachen unter der Last der Asche zusammen. Die Ankunft des tropischen Sturmes Agatha, dem ersten Sturm der diesjährigen pazifischen Hurrikansaison, verschärft die Situation.

Weil sich die Asche mit dem tropischen Starkregen vermengt, sind viele Straßen gefährlich glatt, wodurch zahlreiche Verkehrsunfälle verursacht wurden. Der Flughafen in Guatemala-Stadt ist derzeit geschlossen, weil die Start- und Landebahn von Asche bedeckt ist. Auch in der Hauptstadt Guatemalas mussten die Bewohner Asche und kleinere Steine von ihren Dächern fegen, damit diese nicht unter der Last zusammenbrechen. Es kam zu Unterbrechungen bei der Versorgung mit elektrischem Strom und Trinkwasser, was Unruhen in der Bevölkerung auslöste. Staatsoberhaupt Álvaro Colom erklärte für die Departemantados Esquintla im Süden sowie Guatemala und Sacatepéquez im Zentrum des mittelamerikanischen Staates den Notstand.

Die Flughäfen der ecuadorianischen Hauptstadt Quito und der Hafenstadt Guayaquil wurden wegen des Ascheregens geschlossen, den der Ausbruch des Tungurahua verursachte. Asche und Rauch stiegen bis in eine Höhe von 10 Kilometern. Der Vulkan war bis 1999 relativ ruhig gewesen, spuckt jedoch seitdem hin und wieder Asche und Lava. Zwei Ortschaften mit rund 500 betroffenen Familien wurden von den Behörden sicherheitshalber evakuiert, weil auch Lava aus dem Krater austrete, teilte das Amt des Präsidenten mit.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 1, 2008

Ecuador und Venezuela gründen gemeinsame Bank

Ecuador und Venezuela gründen gemeinsame Bank

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 10:59, 1. Sep. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Caracas (Venezuela), 01.09.2008 – Die Regierungen von Ecuador und Venezuela haben bei einem Treffen in Venezuela vereinbart, eine gemeinsame Bank zu gründen. Der Präsident Venezuelas, Hugo Chavez, betonte, dass dies nicht bedeute, man würde das Vorhaben einer Bank des Südens nun aufgeben. Die Schaffung einer Bank des Südens würde aber neun Jahre benötigen, und die Gründung der nun vereinbarten zweistaatlichen Bank sei ein erster Schritt auf dem Wege dorthin. Raphael Correa, der Präsident Ecuadors, betonte, man könne nicht den Langsamsten das Tempo vorgeben lassen. Ein Treffen der Finanzminister beider Länder ist für den 28. Oktober anberaumt.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 8, 2008

Bananenimporte: Ecuador gewinnt Streitschlichtungsverfahren gegen die EU

Veröffentlicht: 22:06, 8. Apr. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Genf (Schweiz), 08.04.2008 – Das Streitschlichtungsgremium der Welthandelsorganisation (WTO) gab gestern Ecuador in einem Streit mit der Europäischen Union Recht. Das WTO-Gremium entschied, dass der bevorzugte Marktzugang, den die EU den AKP-Staaten gewährt, nicht mit den WTO-Regelungen, insbesondere dem GATT von 1994 vereinbar ist.

Ecuador hat als weltgrößter Bananenproduzent kritisiert, dass die EU den AKP-Staaten erlaubt, jährlich bis zu 775.000 Megatonnen Bananen zollfrei in die EU einzuführen. Bei der Auseinandersetzung zwischen lateinamerikanischen Staaten und der EU über das Thema „Bananenimporte“ handelt es sich um den am längsten andauernden Handelskonflikt, der über die WTO ausgetragen wird. Bereits 1996 hatten Ecuador, Guatemala, Honduras, Mexiko und die Vereinigten Staaten eine Beschwerde beim Streitschlichtungsgremium der WTO eingereicht. Die USA haben sich der Beschwerde angeschlossen, weil multinationale Konzerne mit Sitz in den USA, wie beispielsweise Chiquita, Bananen in Ecuador anbauen.

Laut „BBC News“ zieht die EU in Betracht, den Entscheid anzufechten. Sollte der Entscheid Bestand haben, darf Ecuador Handelssanktionen gegen die EU erheben. Der ecuadorianische Vertreter bei der WTO, Cesar Montano Huerta, nannte die Entscheidung einen „großen Sieg“, hofft aber auf eine Einigung im Zuge von weiteren Verhandlungen.

Hintergrund der Auseinandersetzung sind seit den 1950-er Jahren existierende Handelsverträge zwischen der EU und den AKP-Staaten (zum Beispiel das Lomé-Abkommen und das Cotonou-Abkommen), darunter viele mit ehemaligen Kolonien Frankreichs und Großbritanniens, die die AKP-Staaten beim Marktzugang begünstigen. Die EU verhandelt derzeit mit diesen Staaten über sogenannte Economic Partnership Agreements, neue Abkommen, die im Einklang mit dem WTO-Recht stehen sollen.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the GNU Free Documentation License, Version 1.2 or any later version published by the Free Software Foundation; with no Invariant Sections, no Front-Cover Texts, and no Back-Cover Texts. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 6, 2008

Ecuador und Venezuela mobilisieren Truppen an der Grenze zu Kolumbien

Ecuador und Venezuela mobilisieren Truppen an der Grenze zu Kolumbien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:37, 6. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Rafael Correa, der Präsident Ecuadors

Quito (Ecuador) / Caracas (Venezuela), 06.03.2008 – Die Regierungen von Hugo Chávez und Rafael Correa ordneten die Mobilisierung ihrer Truppen an die kolumbianische Grenze an. Die Maßnahme erfolgte als Reaktion auf die Militäraktion der kolumbianischen Armee, die am Samstag den einheimischen Guerillaführer Raúl Reyes innerhalb des Territoriums von Ecuador tötete. Der ecuadorianische Präsident kündigte außerdem an, dass der kolumbianische Botschafter in Quito, Carlos Holguín, des Landes verwiesen werde. Er fügte hinzu, dass Ecuador von einer fremden Regierung angegriffen worden sei. Dies sei eine äußerst ernste Situation und nicht tolerierbar. Weiterhin gebe es Berichte, dass seitens Kolumbiens ein Luftangriff geplant sei, dem ein Überfall der kolumbianischen Truppen folgen solle.

Gleichzeitig hatte sich die kolumbianische Regierung bei Ecuador entschuldigt. Dabei sagte sie, „es sei zwingend notwendig gewesen, in den Ort zu gehen, von wo aus geschossen wurde.“ Correa erwiderte daraufhin: „Es gibt keine Rechtfertigung für eine ausländische Militäraktion in unserem Territorium“, und er fügte hinzu, dass „bei dieser Angelegenheit eine diplomatische Entschuldigung von der Regierung in Bogota nicht ausreichen werde“. Man fordere feste und formale Verpflichtungen gegenüber der internationalen Gemeinschaft, um sicherzustellen, dass es keine Wiederholung dieser nicht hinnehmbaren Aktion geben werde. Er habe auch mit anderen Führern der Region gesprochen.

Chavez, der die Freilassung von Entführten der kolumbianischen Guerilla vermittelt hatte, warnte vor der gegenwärtigen Situation und bot der Regierung von Correa bezüglich aller Entscheidungen in dieser Situation seine Unterstützung an.

Quellen

Spanischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 03.03.2008.

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 5, 2008

Südamerika: Schwere Krise nach Militäraktion gegen FARC-Camp

Südamerika: Schwere Krise nach Militäraktion gegen FARC-Camp

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:42, 5. Mär. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

FARC-Vizechef Raul Reyes

Quito (Ecuador) / Bogotá (Kolumbien), 05.03.2008 – Dem kolumbianischen Militär ist am Samstag ein vernichtender Militärschlag gegen die marxistische Rebellenorganisation FARC gelungen. Die kolumbianische Luftwaffe sowie Infanterieeinheiten attackierten in der Nacht auf Samstag, den 1. März 2008, ein FARC-Camp, das sich etwa 1.800 Meter von der kolumbianischen Grenze auf ecuadorianischem Territorium in der Provinz Carchi in Ecuador befand.

Der Bombenangriff habe die Rebellen in der Nacht überrascht, woraufhin sie sich in Sicherheit bringen wollten. Die nachrückende Infanterie exekutierte den Vizechef der marxistischen Guerillabewegung Fuerzas Armadas Revolucionarias de Colombia – Ejército del Pueblo (FARC), Raúl Reyes, der sich schon lange für eie diplomatische Lösung des Konfliktes zwischen der Guerilla und der kolumbianischen Regierung eingesetzt hat, sowie ein weiterer hochrangiger FARC-Kommandant und weitere 15 FARC-Rebellen auf der Flucht. Den Tod der FARC-Rebellen bestätigte auch der kolumbianische Verteidigungsminister Juan Manuel Santos. Auf einem sichergestellten Computer von Raul Reyes seien Daten gefunden worden, die beweisen würden, dass die FARC von Ecuador unterstützt werde. Der ecuadorianische Präsident Rafael Correa dementierte die Anschuldigungen umgehend. Die Regierung des konservativen Präsidenten Álvaro Uribe Vélez versucht seit einigen Jahren, die marxistische FARC zu besiegen. Dabei wird sie massiv von den Vereinigten Staaten unterstützt, die die kolumbianischen Generäle ausbilden (School of the Americas)und das Militär mit Waffen versorgen. (Bewaffneter Konflikt in Kolumbien)

Die FARC ist die größte kolumbianische Rebellengruppierung. Sie ist in Drogengeschäfte verwickelt und soll insgesamt mehr als 700 Menschen in ihrer Gewalt haben, entweder um Lösegeld zu erpressen oder aus politischen Gründen. Die FARC ließ nach Vermittlung von Chavez am 27. Februar 2008 vier frühere Abgeordnete frei. Bei den Verhandlungen zur Freilassung von Geiseln soll auch Raúl Reyes mitgewirkt haben. Die bekannteste Geisel, die franko-kolumbianische Politikerin Íngrid Betancourt, die während ihres Präsidentschaftswahlkampfes 2002 am 23. Februar 2002 entführt wurde, wurde indes noch nicht freigelassen.

Der kolumbianische Militärschlag in Ecuador hat jedoch schwere diplomatische Verwerfungen mit Ecuador ausgelöst. Die ecuadorianische Regierung in Quito unter Präsident Rafael Vicente Correa Delgado wies den kolumbianischen Botschafter aus und verlegte Truppen an die Grenze zu Kolumbien.

Auch der Linksnationalist Hugo Chávez, der Präsident Venezuelas, protestierte massiv gegen die kolumbianische Militäraktion. Er schloss die venezolanische Botschaft in Bogotá in Kolumbien. Präsident Chávez habe zehn Panzerbataillone in die Grenzregion geschickt. Am Montag konnten aber noch keine Truppenbewegungen beobachtet werden. Außerdem versetzte er seine Luftwaffe in Alarmbereitschaft; diese hat mehrere russische Kampfflugzeuge vom Typ Suchoi Su-30.

Die Bundesregierung zeigte sich angesichts der drohenden Eskalation in der Region besorgt. „Wir haben diese Entwicklung mit großer Sorge betrachtet“, sagte der Sprecher des Auswärtigen Amts, Martin Jäger, am Montag in Berlin. Der Konflikt könne dazu beitragen, die Region zu destabilisieren. Deshalb hoffe die Bundesregierung auf Zurückhaltung aller Beteiligten, um eine weitere Eskalation zu vermeiden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

May 2, 2007

Mögliche Paarungsgenossin für Riesenschildkröte „Lonesome George“ entdeckt

Mögliche Paarungsgenossin für Riesenschildkröte „Lonesome George“ entdeckt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 00:04, 2. Mai 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Satellitenbild des Kolumbusarchipels (Isabela: größte Insel, 2. von links)

Isabela (Ecuador) / Cambridge (Vereinigtes Königreich), 02.05.2007 – Auf dem Kolumbusarchipel (in Deutschland besser als „Galapagosinseln“ bekannt) haben Forscher mit genetischen Untersuchungen nachgewiesen, dass möglicherweise eine Artgenossin von „Lonesome George“ existiert. „Lonesome George“, eine seit vielen Jahren in der Charles Darwin Research Station lebende Galápagos-Riesenschildkröte, galt bisher als einziges Exemplar seiner Unterart. Er gehört zur Rasse „Geochelone nigra abingdoni“, ist etwa einen Meter lang und fast zwei Zentner schwer. Die 1971 gefundene pflanzenfressende Schildkröte ist nach Forschungsergebnissen zwischen 60 und 90 Jahre alt.

Paarungsversuche mit zwei weiblichen Schildkröten der ähnlichen Art „Geochelone nigra becki“ scheiterten, da George keine Paarung vollzog. Forscher spekulieren, dass er möglicherweise weder Sozial- noch Paarungsverhalten gelernt habe.

Lonesome George

Ein weiblicher Hybrid mit zur Hälfte von Georges Unterart bestehendem Genmaterial wurde nun bei einer genetischen Auswertung auf der Insel Isabela lebender weiblicher Schildkröten entdeckt. Da nur wenige Tiere untersucht wurden, besteht die Hoffnung, unter den insgesamt 2.000 weiblichen Riesenschildkröten auf der Insel einen weiteren Hybriden oder gar ein exakt Georges Rasse entsprechendes Exemplar aufzuspüren. Dies berichteten die Forscher in der Fachzeitschrift „Current Biology“, Band 17, Seite R317.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

January 11, 2007

Ecuador und Kolumbien einigen sich im Streit um Herbizideinsatz

Ecuador und Kolumbien einigen sich im Streit um Herbizideinsatz

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 22:57, 11. Jan. 2007 (CET)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Karte von Kolumbien und seinen Nachbarländern

Quito (Ecuador), 11.01.2007 – Ecuador hat im Streit um den Einsatz eines Totalherbizids nach eigenen Angaben eine Einigung mit Kolumbien erzielt. Im Rahmen seines Antidrogenprogramms, dem Plan Colombia, versprüht Kolumbien das Herbizid Glyphosat aus der Luft; auch an der Grenze zum Nachbarland Ecuador. Glyphosat ist ein Produkt, das unter der Bezeichnung Roundup von Monsanto produziert wird. Die Auseinandersetzung hatte zu einem diplomatischen Konflikt zwischen den beiden Ländern geführt, den Ecuador gestern vor die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) gebracht hat. Der Konflikt führte im Dezember zur Abberufung des ecuadorianischen Botschafters aus Bogotá und zur Absage eines Besuchs von Rafael Correa, dem neu gewählten ecuadorianischen Präsidenten bei dessen kolumbianischen Amtskollegen Álvaro Uribe Vélez. Laut Rafael Correa erfolgte die Einigung heute auf einem Treffen mit Álvaro Uribe Vélez am Rande der Amtseinführung des neuen Präsidenten von Nicaragua, Daniel Ortega. Worauf sich die Präsidenten im Detail geeinigt haben, wurde bisher nicht bekannt gegeben. „News.bbc.co.uk“ berichtet, dass Kolumbien sein südwestliches Nachbarland in Zukunft vor dem Einsatz des Herbizids informieren will.

Die kolumbianische Regierung bezeichnet den Einsatz des Herbizids an der gemeinsamen Grenze mit Ecuador als eine unerlässliche Maßnahme gegen den illegalen Cocaanbau. Zudem befänden sich die betroffenen Gebiete unter der Kontrolle von Rauschgifthändlern und linksgerichteten Rebellen, so die kolumbianische Regierung, die Ecuador vorwirft, den Cocaanbau auf ecuadorianischem Territorium auf einer Fläche von 15 Hektar zu dulden. Kolumbien hat für das Programm gegen den Cocaanbau von den USA mehrere Milliarden US-Dollar erhalten. Die ecuadorianische Regierung kritisiert den Einsatz von Glyphosat vor allem in Hinblick auf dadurch verursachte gesundheitliche Risiken, Umweltschäden und die Vernichtung legaler Nutzpflanzen. Ecuador befürchtet zudem eine Flüchtlingsbewegung als Folge des Herbizideinsatzes.Als einen „feindlichen Akt“ hatte der ecuadorianische Außenminister Francisco Carrion das Versprühen des Totalherbizids in der Grenzregion bezeichnet. Statt mit Herbiziden sollten die Cocapflanzen aus der Sicht Ecuadors manuell beseitigt werden. Trotz der Kritik aus Ecuador, die bereits gegen Ende des letzten Jahres geäußert wurde, hat Kolumbien das Herbizid in dieser Woche weiter versprüht. Kolumbien ist der weltgrößte Kokainproduzent.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 16, 2006

Präsidentenwahl in Ecuador: Stichwahl zwischen Álvaro Noboa und Rafael Correa

Präsidentenwahl in Ecuador: Stichwahl zwischen Álvaro Noboa und Rafael Correa

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 19:38, 16. Okt. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Quito (Ecuador), 16.10.2006 – Nach vorläufigen Ergebnissen der ecuadorianischen Präsidentenwahl vom Sonntag hat keiner der Kandidaten im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit erreicht. Am 26. November wird es nun zu einer Stichwahl zwischen dem linksgerichteten Kandidaten Rafael Correa und dem konservativen, wirtschaftsliberalen Álvaro Noboa kommen.

Für Álvaro Noboa, einen der reichsten Männer des Landes, der mit dem Handel von Bananen zum Milliardär wurde, stimmten nach Angaben des Obersten Wahlgerichts nach Auszählung der Hälfte der Stimmen mehr als 27 Prozent der Wähler. 22 Prozent stimmten demnach für den Wirtschaftswissenschaftler und ehemaligen Finanzminister Rafael Correa, der als Verbündeter des venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez gilt. 16 Prozent der Stimmen entfielen auf León Roldós Aguilera, der in internationalen Medien als gemäßigter Sozialist bezeichnet wird.

Rafael Correa ordnete das Ergebnis des ersten Wahlganges als einen historischen Sieg ein, der trotz einer millionenschweren Kampagne seines Konkurrenten gefeiert werden konnte. Aus der Sicht Rafael Correas hat Álvaro Noboa im Wahlkampf den Eindruck erwecken wollen, dass Rafael Correa Ecuador zu einem neuen Kuba machen wolle. Den Vorwurf, er wolle ein kommunistisches System installieren, hatte Rafael Correa abgestritten. Rafael Correa zweifelt die Richtigkeit der vorläufigen Ergebnisse an und erklärte sich in einer ersten Reaktion zum Sieger des ersten Wahlgangs. Álvaro Noboa bezeichnete seinen Konkurrenten laut Nachrichtenagentur „sda“ als „Freund von Terrorismus, von Chavez und Kuba“, der nun von seinen Mitbürgern Prügel bezogen habe. Im Wahlkampf hatte sich Álvaro Noboa für den Abbruch der diplomatischen Beziehungen mit Kuba und Venezuela eingesetzt. Eine gegensätzliche Position vertreten die beiden Politiker hinsichtlich eines Freihandelsabkommens mit den USA. Rafael Correa will nach Angaben der Nachrichtenagentur „dpa“ kein derartiges Abkommen mit den USA abschließen, während das Freihandelsabkommen eine der wesentlichen Forderungen von Álvaro Noboa ist. Laut Beobachtern der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) verlief die Wahl normal. Unregelmäßigkeiten konnten laut Rafael Bielsa, dem Chef der OAS-Beobachtermission, nicht festgestellt werden.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 11, 2006

Ecuador: Nach Manager nun auch Mannschaftsarzt verhaftet

Ecuador: Nach Manager nun auch Mannschaftsarzt verhaftet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 23:20, 11. Apr. 2006 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Ecuador

Quito (Ecuador), 11.04.2006 – Am 22. März wurde der Manager der Fußballnationalmannschaft aus Ecuador, Vincio Luna, wegen Menschenhandels verhaftet. Vom 9. auf den 10. April wurde nun auch noch der Mannschaftsarzt, Patricio Maldonado, verhaftet. Er war gerade auf dem Flughafen in Quito angekommen, als ihn die Polizei zu einem Verhör brachte.

Seine Verhaftung steht in unmittelbarem Zusammenhang mit den Vorwürfen, die Luna gemacht werden. Angezeigt wurden sowohl Luna als auch Maldonado von den zwei Ecuadorianern, die ebenfalls in den Fall verwickelt sind. Die Sportfunktionäre des nationalen Fußballverbandes stehen nach wie vor hinter ihrem Manager. Solange es kein rechtskräftiges Urteil gegen Luna gibt, wird er nicht aus dem Amt entlassen. Allerdings tauchen auf den Namenslisten für die nächsten zwei Spiele der Fußballnationalmannschaft die Namen Lunas und Maldonados nicht auf.

Die Mannschaft aus Ecuador ist ein WM-Gruppengegner Deutschlands. Das erste Spiel, das bei der WM auf Ecuador zukommt, findet am 9. Juni 2006 um 21:00 Uhr in Gelsenkirchen statt. Die Mannschaft spielt gegen Polen. Auf Deutschland trifft Ecuador am 20. Juni um 16:00 Uhr in Berlin.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 15, 2005

Ecuador: Ex-Staatspräsident Lucio Gutiérrez verhaftet

Ecuador: Ex-Staatspräsident Lucio Gutiérrez verhaftet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.
LocationEcuador.png

Quito / Manta (Ecuador), 15.10.2005 – Der frühere ecuadorianische Staatspräsident Lucio Gutiérrez wurde gestern, sechs Monate nach seinem Sturz, verhaftet. Er war soeben aus dem Exil zurückgekehrt.

Gutiérrez war mit einem privaten Flugzeug aus Kolumbien gekommen und am Pazifik in der Hafenstadt Manta gelandet. Noch am Flughafen wurde Gutiérrez verhaftet und sofort per Flugzeug in die Hauptstadt Quito gebracht.

Der Vorwurf der Behörden lautet auf Meuterei. In einem Interview hatte Gutiérrez die Rechtmäßigkeit seines Amtsnachfolgers Alfredo Palacio in Frage gestellt.

Quellen

  • Frankfurter Rundschau Online: „Ecuadors Ex-Präsident nach Rückkehr aus Exil verhaftet“ (15.10.2005) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »