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July 29, 2006

Bangkok: Erfolgreiche Testlandung auf dem neuen Flughafen Suvarnabhumi

Bangkok: Erfolgreiche Testlandung auf dem neuen Flughafen Suvarnabhumi

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Artikelstatus: Fertig 18:47, 29. Jul. 2006 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 29.07.2006 – Am Samstagmorgen (Ortszeit) landete das erste Flugzeug im Rahmen eines kommerziellen Testfluges auf dem neuen Bangkoker Flughafen Suvarnabhumi, dessen offizielle Eröffnung in zwei Monaten geplant ist und der dann den bisherigen Flughafen Don Muang (IATA-Code:BKK) ablösen soll.

Für den heutigen Tag sind insgesamt 20 Flüge geplant, die von den thailändischen Fluggesellschaften Thai Airways International, Bangkok Airways, Thai AirAsia, One-Two-Go Airlines, Nok Air und PBair durchgeführt werden. Das erste Flugzeug, eine Boeing vom Typ 747-400 der Thai Airways mit dem noch amtierenden Premierminister Thaksin Shinawatra und weiteren Kabinettsmitgliedern an Bord, landete sicher um 8:09 Uhr Ortszeit. Die Liste der Abflughäfen der für heute geplanten Flüge liest sich wie eine Aufstellung aller Flughäfen Thailands: Chiang Mai, Lampang, Udon Thani, Nakhon Phanom, Trat, Samui, Hat Yai, Phuket und Narathiwat. Bereits seit dem 3. Juli werden alle Einrichtungen des Flughafens getestet, angefangen von der Klimaanlage des achtstöckigen Gebäudekomplexes, der eine Gesamtfläche von 563.000 Quadratmetern umfasst, über die Passagierabfertigung bis hin zu den Bombendetektoren.

Am Vorabend hatte die International Civil Aviation Organization (ICAO) noch 93 Sicherheitsmängel festgestellt, darunter auch Sicherheitsmängel am Ende der Landebahnen. Der noch amtierende thailändische Transportminister Pongsak Raktapongpaisal sagte, diese Mängelliste beruhe auf einer inzwischen überholten Datenbasis, auf die sich der Bericht der ICAO stütze. Die kritisierten Sicherheitsstandards bezüglich der Landebahn sind jedoch noch nicht erfüllt. Die ICAO hatte 2004 neue Standards erlassen, die eine Länge von 90 Metern für die Sicherheitszone am Ende der Landebahnen verlangen. Nach Aussage des Generaldirektors der Luftfahrtabteilung im Transportministerium, Chaisak Angkasuwan, sei hinter den Landebahnen noch genügend freie Fläche verfügbar, um die Kriterien der ICAO zu erfüllen. Zurzeit besitzt der Flughafen nur eine zeitweilige Betriebserlaubnis, die den heutigen Test ermöglicht. Für die Aufnahme des regulären Flugbetriebs am 28. September muss jedoch eine dauerhafte Betriebsgenehmigung erteilt werden. Ursprünglich war die Inbetriebnahme zum 60. Krönungsjubiläum des thailändischen Königs am 12. Juni 2006 geplant gewesen.

Der neue Flughafen gilt als ausgesprochenes Prestigeprojekt, dessen Gesamtkosten auf vier Milliarden US-Dollar geschätzt werden. Allein fünf Gates sind für die Abfertigung des neuen Großraumflugzeugs von Airbus, des Airbus A-380, ausgelegt. Die Kapazität des Flughafens ist auf jährlich 45 Millionen Passagiere und drei Millionen Tonnen Luftfracht ausgerichtet. In der Endausbaustufe sind vier Start- und Landebahnen geplant. Der Flughafen soll in Design und Technik modernsten Ansprüchen genügen und als Aushängeschild des Königreiches nach außen dienen. Außerdem wird der Flughafen nach seiner Inbetriebnahme der größte Flughafen im südostasiatischen Raum sein. Ein deutsch-amerikanischer Architekt, Helmut Jahn, zeichnet für die Konstruktion des Stahldachtragwerkes des Abfertigungsgebäudes verantwortlich.

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March 18, 2006

Flugsicherheitsbericht der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation liegt vor

Flugsicherheitsbericht der Internationalen Zivilluftfahrtorganisation liegt vor

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Artikelstatus: Fertig 13:39, 18. Mrz. 2006 (CET)
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Montreal (Kanada), 18.03.2006 – Etwa drei Wochen nach der Bekanntgabe des neuesten Sicherheitsrankings durch das deutsche Flugunfall-Untersuchungsbüro „Jet Airliners Crashes Evaluation Centres“ (J.A.C.D.E.C.) hat am 16. März auch die Internationale Zivilluftfahrtorganisation (ICAO) in Montreal die neuesten Zahlen aus der Zivilluftfahrt veröffentlicht. Die 1944 von den Vereinten Nationen gegründet Sonderorganisation ist weltweit für die Planung und Sicherheit des zivilen Luftverkehrs zuständig.

Die ICAO bestätigt in ihrem Bericht die Ergebnisse der JACDEC, wonach die Zahlen der Toten im zivilen Luftverkehr stark angestiegen sind. Die JACDEC berichtete im Februar von einer Verdoppelung der Todesfälle. Die konkreten Zahlen der beiden Organisationen weichen grob voneinander ab. Das liegt daran, dass die JACDEC in ihrer Unfallbilanz die Unfälle der 50 größten Fluggesellschaften ausweist, die ICAO hingegen untersucht Unfälle mit großen Verkehrsflugzeugen.

Nach Angaben der ICAO lag die Zahl der weltweit transportierten Zivilpassagiere bei über zwei Milliarden Menschen. Während die JACDEC für das vergangene Jahr 1.054 Tote ausweist, sind es in der Statistik der ICAO 713 Tote. Berücksichtigt hatte die ICAO 18 schwere Unfälle mit Großflugzeugen. Beide Organisationen führen den starken Anstieg auf die geringe Unfallrate des Jahres 2004 zurück. Die ICAO spricht sogar von „extrem wenigen Unfällen“ in 2004. Im Vergleich zu den von der ICAO genannten 18 Unfällen waren es 2004 nur 9 Unfälle mit großen Zivilflugzeugen. Im Durchschnitt lagen die Zahlen der Toten innerhalb der letzten 10 Jahre bei rund 1.100 Opfern jährlich.

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