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April 19, 2013

Boston-Marathon-Anschlag: Tatverdächtiger erschossen

Boston-Marathon-Anschlag: Tatverdächtiger erschossen

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Veröffentlicht: 19:45, 19. Apr. 2013 (CEST)
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Boston (Vereinigte Staaten), 19.04.2013 – Einer der beiden Tatverdächtigen, nach denen die Behörden im Zusammenhang mit dem Anschlag auf den Boston-Marathon fahnden, wurde bei einer Schießerei mit der Polizei getötet. Nach Angaben von Krankenhausärzten wurde der Mann, über dessen Identität die Behörden zuerst keine Angaben gemacht haben, von vielen Kugeln getroffen. Der zweite Mann ist flüchtig und werde von der Polizei verfolgt. Die Sicherheitskräfte forderten die Bewohner von Watertown, einem Vorort von Boston, auf, aus Sicherheitsgründen in ihren Häusern zu bleiben, das Gebiet wurde hermetisch abgeschlossen. Spezial-Kommandos der Polizei durchkämmten Haus für Haus auf der Suche nach dem Mann; dieser habe auch Handgranaten auf seine Verfolger geworfen, die möglicherweise noch nicht explodiert seien und so eine Gefahr darstellen.

Öffentliche Einrichtungen und Schulen im Raum Boston blieben geschlossen, der öffentliche Nahverkehr wurde angehalten, die Amtrak-Züge zwischen Providence und Boston verkehrten nicht.

Die Associated Press meldete inzwischen, dass die beiden Verdächtigen Brüder aus Tschetschenien seien. Der 19-jährige Dschochar A. Zarnajew und der sieben Jahre ältere Tamerlan Zarnajew waren von Tschetschenien über Kirgistan und Dagestan vor einigen Jahren in die Vereinigten Staaten gekommen. In einem sozialen Netzwerk habe sich Tamerlan Zarnajew geäußert, er habe „nicht einen einzigen amerikanischen Freund“. Er studierte am Bunkerhill Community College. Sein jüngerer Bruder, es handelt sich um den Flüchtigen – soll mit einer tschetschenischen seperatistischen Gruppierung assoziiert sein.

In der Nacht war es auf dem Campus des Massachusetts Institute of Technology (MIT) zu einer Schießerei gekommen, in deren Verlauf ein Campuspolizist niedergeschossen wurde. Im Krankenhaus wurde der Tod des Beamten festgestellt. Über einen Zusammenhang mit der Fahdnung nach den Marathon-Attentäter haben die Ermittler bislang keine Auskünfte gegeben. Kurz vor den tödlichen Schüssen am MIT sollen die beiden Tatverdächtigen des Bombenanschlages, deren Bilder von den Fahndern veröffentlicht worden waren, einen Discountladen überfallen haben.

Bei der Explosion zweier Bomben wurden am Montag drei Personen getötet und rund 180 weitere zum Teil schwer verletzt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte (17.04.2013)
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlag auf den Boston-Marathon 2013“.

Quellen[Bearbeiten]

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April 17, 2013

Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte

Explosionen beim Boston-Marathon: Drei Tote, über hundert Verletzte

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Veröffentlicht: 02:27, 17. Apr. 2013 (CEST)
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Spurensicherung nach der Explosion

Boston (Vereinigte Staaten), 17.04.2013 – In der Nähe des Copley Square im Zentrum der Stadt kam es am 15. April 2013 gegen 14:45 Uhr Ortszeit, rund zwei Stunden nachdem die ersten Läufer des Boston-Marathons das Ziel erreicht hatten, zu zwei Bombenexplosionen. In Folge dessen wurden drei Menschen getötet.

Mehr als 170 Personen wurden verletzt. 89 Menschen konnten das Krankenhaus laut CNN am Dienstagnachmittag wieder verlassen. Augenzeugen berichteten, dass einigen Personen Körperteile abgerissen wurden und viele schwer verletzt wurden. Weitere Sprengsätze wurden entschärft oder kontrolliert zur Explosion gebracht.

Über den Hintergrund der Tat ist bisher nichts bekannt. US-Präsident Barack Obama sagte am Dienstag, einen Tag nach den Explosionen, es habe sich um einen „terroristischen Akt“ gehandelt. Die Behörden wüssten aber nicht, ob eine Gruppe oder ein Einzeltäter dahinter stecke. Auch die Motive seien noch unklar. Nach jüngsten Meldungen waren die Sprengsätze aus Schnellkochtöpfen zusammengesetzt, die mit Metallkugeln und Nägeln gefüllt waren.

Die amerikanische Bundesluftfahrtbehörde FAA hatte den Luftraum unmittelbar nach den Explosionen über Boston vorübergehend geschlossen. Außerdem war der U-Bahnverkehr vorsorglich angehalten worden. Auch an anderen Orten in den USA wurden die Sicherheitsvorkehrungen verstärkt, unter anderem in New York City und in Washington, wo das Umfeld des Weißen Hauses teilweise geräumt wurde.

Bilder vom Ort des Anschlags.
Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Anschlag auf den Boston-Marathon 2013“.

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January 20, 2010

Boston: Demokraten verlieren Mehrheit im US-Senat

Boston: Demokraten verlieren Mehrheit im US-Senat

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Veröffentlicht: 23:13, 20. Jan. 2010 (CET)
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Der Republikaner Scott P. Brown

Boston (Vereinigte Staaten), 20.01.2010 – Die Demokratische Partei, die parlamentarische Machtbasis des US-Präsidenten Barack Obama, verlor am Dienstag die wichtige Nachwahl für den Senatssitz in Massachusetts, die durch den Tod des demokratischen Senators Edward Kennedy im August 2009 notwendig geworden war. Damit steht das zentrale innenpolitische Reformhaben der Obama-Administration, die Gesundheitsreform, erneut zur Disposition. Die Demokraten besitzen nun nicht mehr die wichtige 60-Stimmen-Mehrheit um eigene Gesetzesvorhaben durchzusetzen. Die Republikaner können nun mit einer sogenannten Sperrminorität von 41 Sitzen jede von den Demokraten eingebrachte Gesetzesinitiative blockieren.

Das Senatsmandat für Massachusetts gewann ein politischer „Noname“, der Republikaner Scott Brown, der zuvor im Senat des Bundesstaates Massachusetts saß. Brown hatte während des Wahlkampfes erklärt, er werde sein Mandat nutzen, um gegen die angestrebte Gesundheitsreform zu stimmen. In der Today Show des US-Fernsehsenders NBC hatte Scott seine politischen Prioritäten so beschrieben: Er werde die Themen Steuern, Regierungsausgaben, Terrorismus und Gesundheit zu seinen Prioritäten machen. Außerdem hat sich Brown für die Beibehaltung der Methode des Waterboarding bei Gefangenenverhören ausgesprochen. Edward Kennedy hatte das wichtige Senatsamt seit mehreren Jahrzehnten ausgeübt. Kennedy hatte die Gesundheitsreform zu seinem zentralen persönlichen Anliegen gemacht.

Brown erreichte nach Auszählung fast aller Stimmen 52 Prozent, während die demokratische Kandidatin Martha Coakley nur 47 Prozent der Stimmen erhielt.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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May 22, 2008

Hirntumor bei US-Senator Ted Kennedy diagnostiziert

Hirntumor bei US-Senator Ted Kennedy diagnostiziert

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Veröffentlicht: 14:46, 22. Mai 2008 (CEST)
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Edward (Ted) Kennedy

Massachusetts General Hospital

Boston (Vereinigte Staaten), 22.05.2008 – Wie das Massachusetts General Hospital in Boston am Dienstag mitteilte, leidet der demokratische US-Senator Edward Kennedy an einem bösartigen Hirntumor in der linken Gehirnhälfte. Der 76-jährige Bruder des ehemaligen US-Präsidenten John F. Kennedy war am Samstag nach einem Krampfanfall ins Krankenhaus gebracht worden. Der Senator hat am Mittwoch kurz nach zehn Uhr Ortszeit das Krankenhaus wieder verlassen.

In solchen Fällen besteht die Standardbehandlung in einer Strahlen- und Chemotherapie. Die Ärzte arbeiten jedoch noch daran, die optimale Therapie für den Senator auszuarbeiten. Kennedy geht es inzwischen wieder gut, er sei guter Laune und voller Tatendrang, berichteten die Ärzte. Bis Mittwochmorgen musste der prominente Patient zu weiteren Untersuchungen im Krankenhaus bleiben.

Edward „Ted“ Kennedy gehört zu den dienstältesten Senatoren der Vereinigten Staaten und gilt als einer der schärfsten Kritiker von US-Präsident George W. Bush. Er ist seit 1962 Mitglied des Senats der Vereinigten Staaten.

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January 3, 2008

Bankräuber übersah uniformierten Polizisten

Veröffentlicht: 18:25, 3. Jan. 2008 (CET)
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Boston (Vereinigte Staaten), 03.01.2008 – Besonderes Pech hatte ein 39 Jahre alter unbewaffneter Bankräuber in Boston. Ausgerechnet ein Polizist in Uniform hatte sich hinter ihm in die Warteschlange gestellt, als er dem Kassierer einen Zettel zeigte, auf dem er Geld in großen Scheinen forderte. Der Polizeibeamte zog seine Pistole und nahm den 39-Jährigen fest.

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August 17, 2007

Früheres SS-Mitglied Vladas Zajanckauskas muss die Vereinigten Staaten verlassen

Früheres SS-Mitglied Vladas Zajanckauskas muss die Vereinigten Staaten verlassen

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Boston (Vereinigte Staaten), 17.08.2007 – Der 91-jährige Vladas Zajanckauskas wurde in Litauen geboren, wanderte jedoch 1950 mit seiner Ehefrau in die Vereinigten Staaten aus. Bei seiner Ankunft dort machte er falsche Angaben bezüglich seiner Vergangenheit. So erzählte er unter anderem, bis 1944 in Litauen auf einem Bauernhof gearbeitet zu haben, um dann später nach Österreich zu fliehen. In Wirklichkeit war er ab 1943 Mitglied der SS und war unter anderem beteiligt an der Auflösung des Warschauer Ghettos und der Deportation der dort ansässigen Juden. 1956 wurde Zajanckauskas US-Staatsbürger.

Am Donnerstag entschied Richter Wayne R. Iskra, dass Zajanckauskas wieder nach Litauen zurückkehren muss, weil er bei der Einbürgerung über seine Rolle während des Zweiten Weltkrieges gelogen beziehungsweise falsche Angaben zu seiner Person gemacht hat.

Während der Gerichtsverhandlung legte Zajanckauskas ein Geständnis ab und bekannte sich dazu, im Jahr 1943 Juden an ihrer Flucht aus dem Warschauer Ghetto gehindert zu haben. Außerdem gestand er ein, er habe Juden bis an die Züge gebracht und auch an Hausdurchsuchungen teilgenommen.

Quellen

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June 27, 2007

Siebenjähriger erschoss achtjährigen Cousin

Siebenjähriger erschoss achtjährigen Cousin

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Veröffentlicht: 22:17, 27. Jun. 2007 (CEST)
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Boston (Vereinigte Staaten), 27.06.2007 – In den Vereinigten Staaten hat ein Siebenjähriger offenbar versehentlich seinen acht Jahre alten Vetter erschossen. Die Familie hatte zuerst versucht, dies zu vertuschen. Sie erklärte zunächst, drei Unbekannte seien in das Haus in Boston eingedrungen. Später musste die Familie jedoch den tatsächlichen Hergang einräumen.

Als die Kinder mit einer herumliegenden Waffe spielten, habe sich versehentlich ein Schuss gelöst, der den Jungen traf und tötete. Die Polizei gab an, man könne lediglich demjenigen Vorwürfe machen, der die Waffe in die Wohnung gebracht habe. In der Familie besitzt niemand eine Erlaubnis zum Waffenbesitz. Dennoch ist noch unklar, ob das Kind angeklagt wird.

Quellen

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April 4, 2007

Forscher verändern Blutgruppe von Blutkonserven

Forscher verändern Blutgruppe von Blutkonserven

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Artikelstatus: Fertig 16:25, 4. Apr. 2007 (CEST)
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Boston (Vereinigte Staaten), 04.04.2007 – Laut einem Bericht von Nature Biotechnology, der vorab im Internet veröffentlicht wurde, hat das Team um Qiyong Liu vom Biotechnologie-Unternehmen ZymeQuest einen Weg gefunden, die Blutgruppe von Blutkonserven in die universell verträgliche Gruppe 0 umzuwandeln. Die Antigene, die normalerweisen zu einer Inkompatibilität der verschiedenen Blutgruppen führen, werden dabei ausgeschaltet. Blut der Blutgruppe 0 hat von Natur aus keine Antigene. Klinische Tests mit Enzymen, die B in 0 verwandelten, seien bereits unter der Führung von Hendrik Clausens Team von der Harvard University angelaufen.

Bacteroides fragilis

Blutkonserven der Gruppe 0 sind in vielen Kliniken sehr gefragt, weil sie universell einsetzbar sind. Deshalb entsteht schnell eine Unterversorgung mit Blutkonserven dieser Blutgruppe. Die in den Bakterien „Elizabethkingia meningosepticum“ und „Bacteroides fragilis“ vorkommenden Enzyme sollen nun helfen, das Problem zu lösen. Normalerweise verklumpt Blut, das von Antikörpern als fremdartig erkannt wird, was dazu führt, dass etwa Blut der Blutgruppe 0 universell eingesetzt werden kann, aber Patienten mit Blutgruppe 0 nur gleichartiges Blut erhalten können. Wenn ihnen Blut der Gruppe A, B oder AB gegeben würde, würden die vorhandenen Antikörper die dortigen Antigene als fremd einordnen, und es käme zur Verklumpung. Durch die in den Bakterien gefundenen Proteine können – bisher jedoch nur bei Blutgruppe B – die Zuckerketten der Antigene aufgespalten und diese somit vernichtet werden. Das neue Verfahren würde es ermöglichen, in Zukunft leichter größere Mengen mit Blutkonserven der Blutgruppe 0 bereitzustellen.

„Nature Biotechnology“ gibt an, dass Forscher bereits vor mehr als einem Vierteljahrhundert die Idee zu einem solchen Plan gehabt hätten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Medizinforschung

Quellen

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November 18, 2006

Nobelpreisträger Dr. Milton Friedman gestorben

Nobelpreisträger Dr. Milton Friedman gestorben

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Artikelstatus: Fertig 23:16, 18. Nov. 2006 (CET)
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Boston (Vereinigte Staaten), 18.11.2006 – Am Donnerstag, den 16. November 2006 verstarb der Nobelpreisträger und US-Ökonom Dr. Milton Friedman in einem Krankenhaus in San Francisco im Alter von 94 Jahren. Die Todesursache wurde mit Herzversagen angegeben. Friedman war ein richtungweisender Ökonom des vergangenen Jahrhunderts. Die von ihm angestoßenen und vertretenen Theorien zur Wirtschaftsentwicklung dienten als Rechtfertigung größerer staatlicher Zurückhaltung in Wirtschaftsfragen. Der Staat könne, so Friedman, viele Prozesse nicht wirklich nachhaltig beeinflussen, die Lenkung der wirtschaftlichen Entwicklung solle dem Markt überlassen bleiben. Die Wirtschaftspolitik Ronald Reagans oder Margaret Thatchers fanden in den Theorien Friedmans ausgesprochen oder unausgesprochen ihre Rechtfertigung.

Von 1946 bis 1983 lehrte Friedman an der Universität von Chicago. Mit seinem Namen bleibt die so genannte Chicagoer Schule des „Monetarismus“ aufs engste verbunden. Die Theorien der Chicagoer Schule bildeten eine Gegenbewegung zu den Theorien des US-amerikanischen Ökonomen John Maynard Keynes, der die wirtschaftswissenschaftliche Theoriebildung am Anfang des 20. Jahrhunderts noch dominiert hatte.

Themenverwandte Artikel

  • US-Ökonomen fordern Cannabisdebatte (05.07.2005)
  • Portal:Verstorbene Persönlichkeiten

Quellen

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November 3, 2006

US-Pathologen finden Ursache für plötzlichen Kindstod

US-Pathologen finden Ursache für plötzlichen Kindstod

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Artikelstatus: Fertig 21:34, 3. Nov. 2006 (CET)
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Boston (Vereinigte Staaten), 03.11.2006 – In der neuesten Ausgabe des US-amerikanischen Ärzeblattes „Journal of the American Medical Association“ wird eine Studie vorgestellt, die eine Ursache für den plötzlichen Kindstod gefunden hat. In den Industrieländern ist dieser bei Säuglingen zwischen drei Wochen und fünf Monaten die häufigste Todesursache. 67 von 100.000 Säuglingen sterben daran.

Ein Team unter Leitung der Pathologin Hannah Kinney von der Kinderklinik Boston verglich das Hirngewebe von Säuglingen, die am plötzlichen Kindstod gestorben waren, mit dem von Säuglingen, die durch andere Umstände ums Leben kamen. Dabei wurde festgestellt, dass im Hirnstamm der betroffenen Kinder weniger Rezeptoren für den Neurotransmitter Serotonin vorhanden sind, das an der Regulierung des Kohlendioxidgehalts im Blut und der Atmung beteiligt ist. Zur Kompensation wird zwar auch mehr Serotonin gebildet, dies reicht jedoch in Stresssituationen nicht immer aus.

Das passt zu der bekannten Beobachtung, dass Kinder, die auf dem Bauch schlafen, häufiger vom plötzlichen Kindstod betroffen sind als diejenigen, die auf dem Rücken schlafen. Anders als gesunde Kinder wachen sie bei Sauerstoffmangel nicht auf, um sich umzudrehen, sondern schlafen weiter und ersticken.

Nun werden Diagnoseverfahren und eine mögliche Behandlung gesucht.

Themenverwandte Artikel

Portal:Wissenschaft

Quellen

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