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December 28, 2011

Virginia: Erste Republikaner scheitern

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Virginia: Erste Republikaner scheitern

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Veröffentlicht: 11:33, 28. Dez. 2011 (CET)
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Richmond (Vereinigte Staaten), 28.12.2011 – Fünf Kandidaten der Republikanischen Partei für die US-Präsidentschaftswahl konnten bis zum vergangenen Donnerstag 17:00 Uhr Ortszeit nicht genügend Unterschriften einreichen, um sich für die Vorwahl zu qualifizieren. Die Kandidaten Michelle Bachmann, Newt Gingrich, Jon Huntsman, Rick Perry und Rick Santorum dürfen in Virginia nicht antreten.

In dem Bundesstaat gilt bei den Vorwahlen nicht das „Winner takes it all Prinzip“, daher werden sich die Wahlmännerstimmen nun auf die verbliebenen Kandidaten Ron Paul, Buddy Roemer und Mitt Romney verteilen.

Die Demokraten in Virginia versicherten, Barack Obama habe genügend Unterstützerunterschriften gesammelt.

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October 20, 2010

Nevada: Werbespots fordern Latinos auf, nicht zur Wahl zu gehen

Nevada: Werbespots fordern Latinos auf, nicht zur Wahl zu gehen

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Veröffentlicht: 23:56, 20. Okt. 2010 (CEST)
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Nevada

Las Vegas (USA), 20.10.2010 – Im südwestlichen US-Bundesstaat Nevada wurde kurz vor den Zwischenwahlen am 2. November 2010 auf den regionalen spanischsprachigen Fernsehsendern ein Wahlwerbespot ausgestrahlt, dem es nach Ansicht vieler Beobachter an jeglicher „political correctness“ fehlt: Die Latino-Minderheit wird darin dazu aufgefordert, sich von den Wahlen fernzuhalten. Nach massiven Protesten verzichten die Sender inzwischen auf die (wie kommerzielle Werbung bezahlten) Ausstrahlungen.

Hintergrund ist die Tatsache, dass die spanischsprachigen Amerikaner, hauptsächlich Nachfahren von Immigranten aus Mexiko, in der Regel die Demokratische Partei wählen, da diese eine deutlich immigrationsfreundlichere Programmatik vertritt als die Republikaner.

In den USA herrscht derzeit eine erbitterte Debatte über Verschärfungen der Einwanderungspolitik. In Arizona wurde ein Gesetz verabschiedet, das Polizisten verpflichtet, immer dann, wenn sie mit Bürgern in Kontakt geraten (zum Beispiel bei Verkehrskontrollen), deren Aufenthaltsstatus zu überprüfen, wenn es ihnen „angezeigt erscheint“; Kritiker bezeichnen dies als „racial profiling“, also eine Andersbehandlung aufgrund des äußeren Erscheinungsbildes. Auch der einbürgerungsrechtliche Grundsatz des „ius soli“, nach dem jeder Mensch automatisch Staatsbürger der USA ist, wenn er auf US-Territorium geboren wurde, wird zunehmend von Konservativen infrage gestellt, obwohl er Verfassungsrang hat und mithin kaum geändert werden kann (Voraussetzung: Zweidrittelmehrheiten in beiden Kammern des Bundesparlaments und Zustimmung durch drei Viertel der Bundesstaaten).

Diese Debatte hat eine Verfestigung der Bindung der Latinos an die Demokraten zur Folge. Die Republikaner haben also ein Interesse an einer möglichst geringen Wahlbeteiligung dieser Bevölkerungsgruppe. In dem offiziell nicht von der Republikanischen Partei, sondern von Privatpersonen initiierten Wahlspot wird argumentiert, die Latinos würden deshalb am ehesten nach ihren Interessen handeln, wenn sie sich nicht an der Wahl beteiligen, weil sie damit einer grundsätzlichen Unzufriedenheit mit „Washington“ am besten Ausdruck verleihen könnten: Sie würden den Demokraten damit signalisieren, dass sie kein umsonst zu habendes Stimmvieh darstellen.

Am 2. November 2010 wird das Repräsentantenhaus komplett neu gewählt und der Senat zu einem Drittel. Die Republikaner hoffen, die derzeitige Mehrheit der Demokraten in beiden Kammern aufbrechen zu können.

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October 19, 2010

USA: Obama für Einmalzahlung von 250 Dollar für jeden Rentner

USA: Obama für Einmalzahlung von 250 Dollar für jeden Rentner

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Veröffentlicht: 18:07, 19. Okt. 2010 (CEST)
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Gibt sich entschlossen, den Rentnern zu einer Zulage zu verhelfen: Präsident Barack Obama

Washington D.C. (USA), 19.10.2010 – US-Präsident Barack Obama hat vierzehn Tage vor dem alle zwei Jahre stattfindenden „Super Tuesday“ angekündigt, für die Verabschiedung einer einmaligen Überweisung von 250 US-Dollar an jeden der mehr als 50 Millionen bei der social security versicherten Rentner zu kämpfen.

Obwohl seine Demokraten derzeit in beiden Kammern, also dem Repräsentantenhaus und dem Senat, über absolute Mehrheiten verfügen, ist die Zustimmung zu dieser von den oppositionellen Republikanischen Partei als „Wahlgeschenk“ verspotteten Auszahlung keineswegs sicher, weil auch einige Abgeordnete der Mehrheit gegen solch ein Vorhaben sind, was im keinen Fraktionszwang kennenden politischen System der USA die Gefahr einer Niederlage in sich birgt. Für die anstehenden Zwischenwahlen rechnen viele Beobachter mit einer realistischen Chance, dass die Demokraten in einem oder sogar in beiden Häusern ihre Mehrheit verlieren könnten. Das Gesetzesvorhaben müsste deshalb in den November-Sitzungen, die zwar nach der Wahl stattfinden, aber noch von den bisherigen Abgeordneten durchgeführt werden, „durchgepeitscht“ werden.

Am „Super Tuesday“ werden das Repräsentantenhaus komplett neu gewählt sowie der Senat zu einem Drittel. Alle vier Jahre, nicht aber 2010, wird zusätzlich und als eigentlicher Höhepunkt der Präsident neu gewählt. Gesetze bedürfen einer Mehrheit in beiden Kammern, wobei im Senat sogar eine Sperrminorität von 41 Prozent der Senatoren ausreicht, um einen Gesetzgebungsprozess unendlich in die Länge zu ziehen, das heißt die Abstimmung immer weiter hinauszuzögern („Filibuster“).

Anders als der Name „social security“ vermuten lässt, handelt es sich dabei um eine universalistische staatliche Rentenversicherung, bei der ausnahmslos jeder Einwohner des Landes ein Konto hat; ein, wenn auch nur rudimentäres Pendant zur Sozialhilfe ist hingegen unter dem Namen „welfare“ bekannt und hat nichts mit der „social security“ zu tun.

Republikanische wie demokratische Gegner des Vorhabens wagen es nicht, die Notwendigkeit einer Rentenzulage grundsätzlich zu bezweifeln; die derzeitigen Rentner sind eine wichtige Wählergruppe mit einer starken Lobby. Sie lehnen vielmehr eine Finanzierung auf Kosten von Steuererhöhungen oder durch die Aufnahme neuer Staatsschulden ab, wobei letzteres aufgrund der derzeitigen Politik der „Fed“ (Federal Reserve), Bundesschuldverschreibungen direkt zu kaufen, nichts anderes darstellen würde als das Drucken von Geld.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in den Vereinigten Staaten

Quellen

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January 20, 2010

Boston: Demokraten verlieren Mehrheit im US-Senat

Boston: Demokraten verlieren Mehrheit im US-Senat

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Veröffentlicht: 23:13, 20. Jan. 2010 (CET)
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Der Republikaner Scott P. Brown

Boston (Vereinigte Staaten), 20.01.2010 – Die Demokratische Partei, die parlamentarische Machtbasis des US-Präsidenten Barack Obama, verlor am Dienstag die wichtige Nachwahl für den Senatssitz in Massachusetts, die durch den Tod des demokratischen Senators Edward Kennedy im August 2009 notwendig geworden war. Damit steht das zentrale innenpolitische Reformhaben der Obama-Administration, die Gesundheitsreform, erneut zur Disposition. Die Demokraten besitzen nun nicht mehr die wichtige 60-Stimmen-Mehrheit um eigene Gesetzesvorhaben durchzusetzen. Die Republikaner können nun mit einer sogenannten Sperrminorität von 41 Sitzen jede von den Demokraten eingebrachte Gesetzesinitiative blockieren.

Das Senatsmandat für Massachusetts gewann ein politischer „Noname“, der Republikaner Scott Brown, der zuvor im Senat des Bundesstaates Massachusetts saß. Brown hatte während des Wahlkampfes erklärt, er werde sein Mandat nutzen, um gegen die angestrebte Gesundheitsreform zu stimmen. In der Today Show des US-Fernsehsenders NBC hatte Scott seine politischen Prioritäten so beschrieben: Er werde die Themen Steuern, Regierungsausgaben, Terrorismus und Gesundheit zu seinen Prioritäten machen. Außerdem hat sich Brown für die Beibehaltung der Methode des Waterboarding bei Gefangenenverhören ausgesprochen. Edward Kennedy hatte das wichtige Senatsamt seit mehreren Jahrzehnten ausgeübt. Kennedy hatte die Gesundheitsreform zu seinem zentralen persönlichen Anliegen gemacht.

Brown erreichte nach Auszählung fast aller Stimmen 52 Prozent, während die demokratische Kandidatin Martha Coakley nur 47 Prozent der Stimmen erhielt.

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September 28, 2009

Paul Kirk als Nachfolger für Senator Kennedy vereidigt

Paul Kirk als Nachfolger für Senator Kennedy vereidigt

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Veröffentlicht: 10:47, 28. Sep. 2009 (CEST)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 28.09.2009 – Vizepräsident Joe Biden hat am Freitag, dem 25. September, den 71 Jahre alten ehemaligen Parteivorsitzenden der Demokratischen Partei im US-Bundesstaat Massachusetts Paul Kirk als Nachfolger des verstorbenen langjährigen US-Senators Edward Kennedy vereidigt. Mit der Ernennung verfügen die Demokraten wieder über 60 Mandate im Senat und können so einen Filibuster der Republikaner abwehren. Dies ist für die Verabschiedung der US-amerikanischen Gesundheitsreform von Bedeutung. Diese wurde von Präsident Barack Obama zu einem Hauptziel seiner Präsidentschaft erklärt und war zeit seines Lebens ein Anliegen des verstorbenen Senators.

Die Ernennung Kirks ist umstritten. Sowohl die Demokraten als auch die Republikaner kritisierten, dass Kirk bereits der sechste neue Senator sei, der in diesem Jahr vereidigt wurde, ohne dass dem eine Wahl vorausgegangen sei. Kirk tritt eine viermonatige Amtszeit an, die nach der Wahl eines regulären Senators in einer Nachwahl am 19. Januar 2010 endet. Der Demokratische Senator Russ Feingold aus Wisconsin trat dafür ein, eine Verfassungsänderung herbeizuführen, sodass frei werdende Sitze im Senat durch Nachwahlen und nicht mehr durch Ernennung durch den Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates nachbesetzt werden.

Der Versuch der Republikanischen Partei, die Vereidigung des neuen Senators auf juristischem Weg zu verhindern, scheiterte zuvor. Erst am Mittwoch, dem 23. September, hatte die Volksvertretung des Bundesstaates Massachusetts eine Gesetzesänderung verabschiedet, die es Gouverneur Patrick ermöglichte, einen Nachfolger für Kennedy vor Ablauf der bis dahin geltenden 90-Tage-Frist zu ernennen. Die Republikaner halten in dem aus 200 Abgeordneten bestehenden Parlament des Bundesstaates nur 16 Sitze.

Vor der Vereidigung hatte Kirk gemeinsam mit seiner Frau Gail auf dem Nationalfriedhof Arlington jeweils eine weiße Rose und eine rote Nelke an den Gräbern von Edward Kennedy, Robert Kennedy und John F. Kennedy niedergelegt. Mit der Familie Kennedys verbindet Kirk eine langjährige Bekanntschaft. Von 1969 an war Kirk für acht Jahre persönlicher Assistent Edward Kennedys. Das Ehepaar Kirk lebt unweit der Kennedys am Cape Cod. Kirk studierte an der Harvard-Universität Rechtswissenschaften und machte 1964 seinen Abschluss.

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February 28, 2009

US-Präsident Obama kündigt Abzug der US-Truppen aus dem Irak bis 2010 an

US-Präsident Obama kündigt Abzug der US-Truppen aus dem Irak bis 2010 an

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Veröffentlicht: 16:40, 28. Feb. 2009 (CET)
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US-Präsident Barack Obama

Raleigh (Vereinigte Staaten), 28.02.2009 – US-Präsident Barack Obama kündigte am vergangenen Freitag bei einer Rede im Stützpunkt der Marineinfanterie Camp Lejeune in North Carolina den Abzug des Großteils der US-Streitkräfte aus dem Irak zum August 2010 an. Über diesen Zeitpunkt hinaus soll ein Truppenkontingent zwischen 35.000 und 50.000 US-Soldaten zur Ausbildung irakischer Militäreinheiten noch bis 2011 im Irak verbleiben. Zurzeit sind noch etwa 140.000 Soldaten der US-Streitkräfte im Irak.

Obama sagte, der Abzug finde trotz weiterhin instabiler Sicherheitslage im Irak statt. Die USA müssten jedoch Prioritäten setzen: „Wir können nicht auf den Straßen im Irak Patrouille laufen, bis sie vollständig sicher sind.“ Als einen wesentlichen Grund für den Truppenabzug nannte Obama die großen Kosten des Irakkrieges: „Wir können nicht unbegrenzt an einer Verpflichtung festhalten, die unser Militär belastet und das amerikanische Volk fast eine Billion Dollar kosten wird.“ Die USA würden sich künftig stärker um die Situation in Pakistan und Afghanistan kümmern. Von prominenten Mitgliedern seiner eigenen Partei, der Demokratischen Partei, wurde die Absicht Obamas kritisiert, eine so große Anzahl von US-Soldaten weiterhin im Irak zu belassen. Die Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, bezeichnete die Zahl 50.000 als zu hoch. Unterstützung kam hingegen vom republikanischen Kandidaten bei den Präsidentschaftswahlen, Senator John McCain. Der Senator bezeichnete die Pläne Obamas als „gut durchdacht“. Ursprünglich hatte Obama einen rascheren Rückzug der US-Truppen aus dem Irak ins Auge gefasst.

Nach Angaben von globalsecurity.org wurden bisher während des Irakeinsatzes insgesamt 4.173 US-Militärangehörige getötet (Stand: Ende Februar 2009). Die Zahl der verletzten US-Soldaten beträgt demnach 30.182. Hinzu kommen 200 getötete britische Soldaten und weitere 150 getötete Soldaten anderer verbündeter Streitkräfte. Seit dem Einmarsch der US-Streitkräfte und ihrer Verbündeten im Jahr 2003 wurden Schätzungen zufolge mehr als 150.000 Zivilisten getötet. Außerdem starben rund 9.000 irakische Soldaten und Polizisten in dieser Zeit. Auch 136 Journalisten starben im Irak eines gewaltsamen Todes. Die Vereinigten Staaten kostete der Krieg im Irak nach Schätzungen des US-Kongresses bisher 660 Milliarden US-Dollar.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „den Irakkrieg“.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in den Vereinigten Staaten
  • Portal:Streitkräfte der Vereinigten Staaten

Quellen

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November 10, 2008

USA: Spekulationen um Obamas Regierungsmannschaft sind in vollem Gange

USA: Spekulationen um Obamas Regierungsmannschaft sind in vollem Gange

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Veröffentlicht: 08:43, 10. Nov. 2008 (CET)
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Wikinewslog US-Wahl 2008

Washington D.C. / Chicago (Vereinigte Staaten), 10.11.2008 – Der Sieger der US-Präsidentschaftswahl, Barack Obama, zögert nur wenige Tage nach der Wahl nicht mit Personalentscheidungen. Er ernannte Rahm Emanuel zu seinem Stabschef. Spekuliert wird hingegen über die weiteren Positionen in seinem Kabinett. Dabei greift Obama offenbar auch auf Personen aus der Clinton-Ära zurück.

Designierter Stabschef im Weißen Haus: Rahm Emanuel.

Reportern gegenüber erklärte der aus Illinois stammende achtundvierzigjährige Emanuel, der der viertwichtigste Demokrat im Repräsentantenhaus ist, dass er die Entscheidung, das Amt anzunehmen genau überlegte. Die Ernennung Emanuels traf bei den Republikanern auf gemischte Reaktionen. Er gilt vor allem als zu kämpferisch für den Job, meinen manche Republikaner. Emanuel wurde 2003 in den Kongress gewählt ist aus Chicago und hat drei Kinder. In der Regierung Clinton war er Berater des Präsidenten. In der Phase der Vorwahlen bezog er keine Stellung zugunsten Obama oder Hillary Clinton

Als möglicher Außenminister wurde Senator John Kerry genannt, der bei der Wahl 2004 dem derzeitigen Amtsinhaber George W. Bush unterlegen war. Die Sprecherin von Kerry, der von den Wählern Massachusetts als Senator für weitere sechs Jahre bestätigt wurde, dementierte dies deutlich. Weitere Namen, die für die Position genannt wurden, sind der Gouverneur New Mexicos Bill Richardson, unter Clinton Botschafter bei den Vereinten Nationen sowie der republikanische Senator Richard Lugar aus Indiana. Ein möglicher Kandidat ist auch der ehemalige UN-Botschafter Richard Holbrooke.

Für das Amt des Verteidigungsministeriums werden die Namen verschiedener Personen genannt, am wahrscheinlichsten wird hier die Möglichkeit gehandelt, dass der derzeitige republikanische Amtsinhaber Robert Gates vorläufig im Amt bleibt. Der ehemalige Außenminister Colin Powell, der in CNN erklärte, er wolle nicht aus dem Ruhestund zurückkehren, ist als möglicher Bildungsminister ins Gespräch geraten, könnte aber auch das Verteidigungsministerium übernehmen.

Aussichtsreiche Kandidaten für das Finanzministerium sind Presseberichten zufolge der Präsident der New York Federal Reserve Timothy Geithner, der frühere Finanzminister Lawrence Summers und Paul Volcker, der zu Zeiten der ehemaligen Präsidenten Jimmy Carter (Demokraten) und Ronald Reagan (Republikaner) Notenbankchef war. Der frühere Finanzminister Robert Rubin hat es Obama gegenüber abgelehnt, in die Regierung zurückzukehren.

Zwei Mitglieder der Kennedy-Familie sind ebenfalls für Ämter in der neuen Regierung genannt worden: Caroline Kennedy als UN-Botschafterin und Robert Kennedy als Direktor der Environmental Protection Agency (EPA).

Knapp elf Wochen liegen zwischen dem Wahltag und der Amtsübernahme im Weißen Haus. Obama wurde mit seiner Frau für den Montag, 10. November von Präsident Bush zu einer Besichtigungstour im Weißen Haus eingeladen. Noch-Präsident Bush hat Obama eine reibungslose Amtsübergabe angekündigt. Er werde Obama „vollständig über alle wichtigen Entscheidungen zu informieren“. Obama wurde am vergangenen Donnerstag, dem 6. November, erstmals durch den Nationalen Geheimdienstdirektor McConnell gebrieft. Obama erhält täglich das „Presidential Daily Briefing“ im selben Wortlaut wie es auch Präsident Bush erhält. Das streng geheime Dokument enthält geheimdienstliche Informationen über die Lage in den Krisenherden der Welt.

In Washington wird darauf hingewiesen, dass der Amtswechsel von Bush zu Obama der „erste Regierungswechsel zu Kriegszeiten“ sei, weswegen Obamas führende Mitarbeiter auch die Reaktion auf simulierte Terrorakte und Naturkatastrophen üben sollen. Obamas Übergangsteam wird von Clintons Stabschef John Podesta und Obamas Vertrauten Valerie Jarrett und Pete Rouse geleitet.

Noch ist kein Nachfolger für den derzeitigen „First Dog“ Barney in Sicht.

Das Übergangsteam, in dem eine Reihe von Beratern schon in der Regierung Präsident Clintons tätig waren, verdeutlicht das Dilemma, in dem Obama steckt: Er hat eine neue, frische Politik versprochen, muss aber auf erfahrene Demokraten zurückgreifen. So sind aus der Clinton-Zeit in dem Beraterteam etwa die ehemalige Leiterin der EPA Carol Browner, der ehemalige Minister für Verkehr und Energie Federico Pena. Die frühere Staatssekretärin im Außenministerium Susan Rice ist ebenfalls Mitglied des Teams. Es wurde spekuliert, das sie Obamas Sicherheitsberaterin oder neue UN-Botschafterin werden könnte.

Eines der drängendsten Probleme, denen sich Obama gegenüber sieht, stellt die internationale Subprimekrise dar. Im Oktober ist die Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten gegenüber dem Vormonat um 0,4 Prozentpunkte gestiegen. An der Konferenz der G-20 am 15. November in Washington will Obama offenbar teilnehmen. Frankreichs Außenminister Kouchner trifft in den nächsten Tagen mit Obama zusammen. Es heißt auch, dass Obama den Posten des Finanzministers bis Mitte November besetzt haben. Dasselbe gilt auch für das Ministerium der Homeland Security. Der Rest des Kabinetts soll nach Aussagen eines Obama-Helfers in der zweiten Dezemberhälfte feststehen.

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November 3, 2008

Kurz vor den US-Wahlen: Obama behält seinen merklichen Vorsprung in den meisten Umfragen

Kurz vor den US-Wahlen: Obama behält seinen merklichen Vorsprung in den meisten Umfragen

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Veröffentlicht: 18:46, 3. Nov. 2008 (CET)
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Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 03.11.2008 – Gestern, zwei Tage vor den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten, räumten die meisten Umfragen dem demokratischem Kandidaten Barack Obama einen relativ hohen Vorsprung vor seinem Rivalen John McCain von den Republikanern ein.

Obama (Archiv)

Eine Umfrage von Reuters, Zogby und C-SPAN etwa sieht Obama bei 50 Prozent der Stimmen und damit sechs Prozentpunkte vor McCain, der auf 44 Prozent kommt. Auch zahlreiche ähnliche, in den letzten Tagen veröffentlichte Umfragen, die durch RealClearPolitics.com ausgewertet wurden, sehen Obama mit fünf bis 13 Prozentpunkten vorne. Besonders schmerzhaft für McCain und seine Kampagne könnte dabei sein, dass sich der Vorsprung Obamas auch auf die meisten der sogenannten „Swing States“ bezieht. Die Swing States sind jene US-Bundesstaaten, die nicht traditionell auf eine der beiden Parteien „abonniert“ sind und die daher von wahlentscheidener Bedeutung sein können. So liegt Obama derzeit in fünf dieser Staaten (unter anderem Virginia und North Carolina) vorne, während McCain nur in zwei von ihnen führt (West Virginia und Indiana). Allerdings liegen die Kandidaten in den genannten Staaten in der öffentlichen Meinung noch relativ eng beieinander.

McCain (Archiv)

Aus diesem Grund dürfte auch bei beiden Kandidaten eine Konzentration des Wahlkampfes auf diese umkämpften Staaten zu beobachten sein. Auf einer solchen Wahlveranstaltung warnte Obama auch davor, aufgrund der überzeugenden Umfrageergebnisse nachzulassen, denn dafür stehe „zuviel auf dem Spiel“. Zu McCains Rolle als Außenseiter hatte auch ein 30-minütiger Werbespot beigetragen, den Obama vor wenigen Tagen zur Hauptsendezeit bei wichtigen US-Sendern platzierte, was Kosten von mehr als 3 Millionen US-Dollar verursachte. Da Obama jedoch in der Gunst der Spender wesentlich höher steht als John McCain und insgesamt mehr als 780 Millionen US-Dollar Spenden sammeln konnte (mehr als doppelt so viel wie McCain), dürfte dies jedoch kein finanzielles Hindernis für Obamas Kampagne gewesen sein.

Auf diese anscheinend überlegende Position Obamas reagierte McCain selbstironisch in der Comedy-Sendung „Saturday Night Live“, in der er auftrat. Er sagte dort, er sei „ein wahrer Maverick, ein Republikaner ohne Geld.

Für Aufsehen sorgte ebenfalls, dass sich der derzeit noch amtierende US-Vizepräsident Dick Cheney öffentlich für seinen Parteifreund McCain aussprach. Ein solches „endorsement“ soll dem empfohlenen Kandidaten eigentlich nützen, läuft aber Beobachtern zu Folge McCains Absicht zuwider, sich möglichst von der Regierung Bush/Cheney zu distanzieren. In der Konsequenz veröffentlichte Obamas Kampagne nur kurze Zeit darauf einen Werbespot, der genau auf diese Wahlempfehlung eingeht und sie gegen McCain auslegt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

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August 28, 2008

Barack Obama offiziell bestätigt

Veröffentlicht: 10:15, 28. Aug. 2008 (CEST)
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Denver (Colorado) (Vereinigte Staaten), 28.08.2008 – Auf dem Nominierungsparteitag der US-Demokraten in Denver (Colorado) fand die Abstimmung über den Präsidentschaftskandidaten der Partei statt.

Nach dem alle Bundesstaaten alphabetisch die Anzahl der Delegiertenstimmen bekannt gegeben hatten und New York nun an der Reihung war, betrat Hilary Clinton, über die auch noch Delegierten ihre Stimmen abgeben konnten, das Podium und ersuchte die US-Demokarten einstimmig, für Barack Obama zu stimmen. Sie verzichtete auf weitere Delegiertenstimmen. Da keine sichtbaren Einwende von Seiten der Mitglieder des Parteitags kamen, wurde um etwa 0:50 Uhr MESZ Barack Obama als offizieller Präsidentschaftskandidat der US-Demokarten bestätigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik
  • Portal:Präsidentschaftswahl in den Vereinigten Staaten

Quellen

  • tagesschau.sf.tv: „Obama ist Präsidentschaftskandidat“ (28. August 2008)
  • spiegel.de: „Clinton verzichtet auf Delegiertenstimmen“ (28. August 2008)
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August 24, 2008

US-Wahlen: Spitzenduo der Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl steht fest

US-Wahlen: Spitzenduo der Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl steht fest

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Veröffentlicht: 23:59, 24. Aug. 2008 (CEST)
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Obama und Biden sind das Spitzenduo der Demokraten für die US-Präsidentschaftswahl.

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 24.08.2008 – Joseph Biden, der nach den demokratischen Vorwahlen in Iowa nur ein knappes Prozent der Stimmen erlangte und seine Präsidentschaftskandidatur zurückzog, ist nun Vizepräsidenten-Kandidat von Barack Obama. Der Senator von Delaware ist einer der Dienstältesten seines Amtes, war bereits Vorsitzender des Justizausschusses im Senat und verfügt über Erfahrung in Verteidigungsfragen. Kritiker werfen Obama vor, er hätte die Entscheidung nur getroffen, um seine außenpolitische Unerfahrenheit wett zu machen. Biden setzte sich unter anderem gegen Tim Kaine, Evan Bayh, Kathleen Sebelius, Bill Richardson und Hillary Clinton durch. Obama stellte sein „Running Mate“ am Samstag, den 23. August, bei einer Wahlkundgebung in Springfield, Illinois, vor.

John McCain hatte seinen Kandidaten für das Amt des Vizepräsidenten zu diesem Zeitpunkt noch nicht bekanntgegeben, fiel jedoch dadurch auf, dass er die Frage, wie viele Häuser er besitze, nicht beantworten konnte. Obamas Wahlkampfteam veröffentlichte die Antwort, „Tut mir leid, da muss ich mich bei meinen Mitarbeitern erkundigen“, prompt im Internet. Das bedeute vor allem ein Tiefschlag für McCain, da elitäre Kandidaten nur selten von den Amerikanern gewählt werden, diese bevorzugen eine Identifikationsfigur aus dem Mittelstand.

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