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December 27, 2009

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Teheran

Bürgerkriegsähnliche Zustände in Teheran

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Veröffentlicht: 17:37, 27. Dez. 2009 (CET)
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Teheran (Iran), 27.12.2009 – Die iranische Polizei ging am Sonntag gewaltsam gegen Demonstranten in Teheran vor, die gegen die Regierung demonstrierten. Augenzeugen berichteten von mindestens drei getöteten Demonstranten. Das wurde von der Polizei jedoch bestritten. Offenbar nutzten die Demonstranten die Feierlichkeiten aus Anlass des schiitischen Aschura-Festes zu Kundgebungen. Dabei sollen sie regierungskritische Sprechchöre skandiert haben. Vereinzelt weigerten sich nach Angaben der politischen Opposition im Iran einige Polizisten, gegen die Demonstranten Waffengewalt einzusetzen.

Die Informationen über die Aktivitäten der Opposition im Iran kommen zumeist von regierungskritischen Websites. Über die Demonstrationen am Wochenende berichtete die regierungskritische Website Rah-e-Sabs. Ausländischen Journalisten ist die Berichterstattung über Kundgebungen und Demonstrationen der Opposition aus der Hauptstadt untersagt. Daher ist eine Überprüfung dieser Informationen von regimekritischen Websites nicht möglich.

Themenverwandte Artikel

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Quellen

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May 5, 2009

Deutschland: Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit bei 1.-Mai-Kundgebungen

Deutschland: Forderungen nach mehr sozialer Gerechtigkeit bei 1.-Mai-Kundgebungen

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Veröffentlicht: 20:47, 5. Mai 2009 (CEST)
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Deutschland, 05.05.2009 – Etwa eine halbe Million Menschen folgte am diesjährigen 1. Mai dem Aufruf der Gewerkschaften zur Teilnahme an bundesweit 400 Maikundgebungen. Das Motto der Veranstaltungen lautete „Arbeit für alle bei fairem Lohn!“. DGB-Präsident Michael Sommer forderte bei der Kundgebung in Bremen Konsumgutscheine und Konjunkturprogramme von der Bundesregierung. Auch sollten die Hartz-IV-Sätze erhöht werden. Er warnte vor „sozialen Unruhen als Folge der schwersten Wirtschaftskrise seit 80 Jahren“. IG-Metall-Chef Berthold Huber verlangte in Saarbrücken einen staatlichen Rettungsschirm für Betriebe, wovon auch die Arbeitnehmer als wichtigste Leistungsträger profitieren sollten. Es gehe darum, jeden einzelnen Arbeitsplatz zu erhalten. ver.di-Chef Frank Bsirske konkretisierte in Mannheim die Forderung nach einem Konjunkturpaket mit einer Wertangabe von 100 Milliarden Euro als „Konjunkturpaket III“. IG-Bau-Chef Klaus Wiesehügel forderte in Norderney einen Spitzensteuersatz von mindestens 50 Prozent. Er forderte Regeln für Unternehmen, durch die das Management wieder dem Gesamtunternehmen verpflichtet sein müsse. Die Arbeitnehmer seien nicht für die Krise verantwortlich und dürften nicht zur Bezahlung ihrer Folgen herangezogen werden, so Wiesehügel weiter.

Auch Politiker meldeten sich zum 1. Mai zu Wort: Laut Frank-Walter Steinmeier (SPD) erfordert die Finanz- und Wirtschaftskrise eine „engere Zusammenarbeit zwischen Sozialdemokraten und Gewerkschaften“. Er bekräftigte Forderungen seiner Partei nach einem Mindestlohn für alle Branchen und eine Anhebung des Spitzensteuersatzes auf 47 Prozent. Bundespräsident Horst Köhler forderte eine Reform der Weltwirtschaft, worin er in der Krise die Chance sehe. CSU-Chef Horst Seehofer beharrte auf einer Forderung nach sozialem Ausgleich und äußerte den Ansatz „sozial sei, was Arbeit schaffe“. Grünen-Chefin Claudia Roth forderte mehr Gerechtigkeit in der Arbeitswelt, Ausbeutung bei den Mindestlöhnen und der finanziellen Diskriminierung von Frauen erteilte sie eine Absage. In Remscheid unterstrich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) als Gastredner auf der DGB-Kundgebung nach zweijähriger „Abstinenz“ die Forderungen des DGB als richtig und zutreffend. Er habe „kein Verständnis für Banker, die sich die Taschen vollmachen“, skandierte er.

Überschattet wurde die DGB-Kundgebung in Dortmund von Ausschreitungen Rechtsradikaler. Sie gingen mit Holzstangen und Steinen gegen die Teilnehmer vor. 280 Personen wurden dort vorläufig festgenommen, fünf Polizisten verletzt. Sprecher der Polizei sprachen von einer neuen Qualität der Gewalt. Gegen einen Teil der Beteiligten besteht der dringende Tatverdacht des Landfriedensbruchs. Linke Gruppen und die Antifa hatten in Dortmund zu einer Gegendemonstration am Freitagabend aufgerufen. Durch massives Polizeiaufgebot konnte ein Aufeinandertreffen der Gruppen verhindert werden. Auch in Rotenburg an der Wümme in Niedersachsen störten 100 Mitglieder des rechten Spektrums eine DGB-Veranstaltung.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Arbeit und Soziales in Deutschland

Quellen

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April 23, 2007

Barcelona feiert Sant Jordi

Artikelstatus: Fertig 18:40, 23. Apr. 2007 (CEST)
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Einer der vielen Rosenstände in Barcelona

Einer der vielen Rosenstände in Barcelona

Barcelona (Spanien), 23.04.2007 – Wie jedes Jahr werden auch heute wieder tausende Rosen und Bücher zu Ehren des Heiligen Georg in ganz Katalonien verschenkt. Wie auch schon in den vergangenen Jahren, werden am Abend tausende Menschen in den Straßen trinken und ausgelassen feiern.

Es ist nicht genau bekannt, warum und seit wann die Einwohner Kataloniens Rosen am Tag ihres Schutzpatrons verschenken. Dokumenten zufolge reichen die Wurzeln bis in das 15. Jahrhundert zurück. Eine Legende besagt, dass Georg eine Königstochter aus den Klauen eines Drachen befreite und diesen tötete. Aus dessen Blut sei dann eine Rose entsprungen. Außerdem ist seit dem Jahr 1926 der 23. April in Spanien „Tag des Buches“.

Als kleiner negativer Aspekt ist die Vermüllung des Stadtstrandes zu nennen.

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December 16, 2006

Kamel auf türkischem Flughafen geopfert

Kamel auf türkischem Flughafen geopfert

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Artikelstatus: Fertig 15:47, 16. Dez. 2006 (CET)
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Ein Kamel

Ein Flugzeug der Turkish-Airlines-Flotte

Istanbul (Türkei), 16.12.2006 – Was macht man, wenn man gerade ein Problem los geworden ist, das einem lange Ärger bereitet hat? Offenbar entschied sich Şükrü Can, der Leiter der Flugzeugwartung der Turkish Airlines, dazu, ein Kamel direkt auf dem Gelände des Ataturk Airport in Istanbul zu schlachten. Er hatte erfahren, dass eine Flugzeugmarke britischer Herstellung, die ständig Probleme bereitet hatte, nicht mehr gewartet werden musste.

Der Flughafenmanager Vedat Muftuoglu sagte: „Niemand sollte so etwas tun, nur weil eine Fluggesellschaft endlich ein Flugzeug losgeworden ist.“

Der türkische Verkehrsminister, Binali Yildirim, charakterisierte das Opfer als ein „Beispiel taktlosen Verhaltens“.

Als die Betriebsleitung des Flughafens von dem Vorfall erfuhr, wurde Can aufgrund des Opfers entlassen.

Die Schlachtung von Tieren kommt in der Türkei nicht selten vor. Schafe und andere Tiere werden häufig geschlachtet, besonders während des islamischen Opferfestes. Ein Kamel zu schlachten, ist jedoch in der Türkei ungewöhnlich und kein üblicher Brauch.

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 16.12.2006

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May 16, 2005

Ein verrückter Pfingstmontag in Frankreich: Werk- und Feiertag zugleich

Filed under: Feiertag,Paris,Pflegeversicherung,Streik — admin @ 5:00 am

Ein verrückter Pfingstmontag in Frankreich: Werk- und Feiertag zugleich

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Paris (Frankreich), 16.05.2005 – Während in Deutschland mit Ausnahme Sachsens der Buß- und Bettag gestrichen wurde, um die Finanzierung der Pflegeversicherung für die Arbeitgeberseite kostenneutral zu gestalten, gibt es in Frankreich verbreitet Widerstand gegen die Abschaffung eines Feiertags.

Die Regierung hatte den Tarifpartnern aufgegeben, den zusätzlichen “Solidaritätstag” selbst zu bestimmen, es solle nur kein Sonntag und nicht der 1. Mai sein. Und es müsse der Pfingstmontag sein, wenn keine Einigung zustande käme. Der gesamte Arbeitslohn dieses Tages und eine jährliche Sonderabgabe der Arbeitgeber in Höhe von 0,3%, entsprechend dem an diesem Tag erwirtschafteten Zuwachs an Mehrwert, sollen zusammen zwei Milliarden € erbringen und verwendet werden für Leistungen der neu errichteten “Nationalen Solidaritätskasse für Autonomie” (Caisse nationale de solidarité pour l’autonomie, CNSA) an Senioren und Behinderte, um die bisherigen Leistungen der “Beihilfe für Pflegebedürftige” (Allocation personnalisée d’autonomie, APA) zu ergänzen. Die Idee der Abschaffung des Feiertags zugunsten der CNSA kam auf, nachdem im Rahmen einer langanhaltenden, intensiven Hitzewelle im Sommer 2003 (frz. „la canicule“) viele gesundheitlich angeschlagene Alten- und Pflegeheimbewohner gesundheitliche Schäden erlitten bzw. sogar gestorben sind.

Protest hatte sich zuerst geregt unter Katholiken, die zu Pfingsten nach Chartres pilgern, und unter Besuchern der Stierkämpfe in Nîmes. Dann schlossen die 168.000 Eisenbahner eine Vereinbarung mit der SNCF, die in den Augen der französischen Öffentlichkeit den Solidaritätstag der Lächerlichkeit preisgibt: Bei der SNCF wird kein Feiertag entfallen, die sieben Arbeitsstunden, die das neue Gesetz zusätzlich verlangt, werden auf das Jahr verteilt, so dass die normale tägliche Arbeitszeit eine Minute und 52 Sekunden länger wird. Zahlreiche private und öffentliche Arbeitgeber erklärten danach und angesichts der großen Vorbehalte in der Bevölkerung sowie angedrohter Streiks am Pfingstmontag, sie würden die Zahlung der Solidaritätsbeiträge übernehmen und auf die Mehrarbeit verzichten.

Auch weil ziemlich unklar ist, welche Behörde oder welches Geschäft heute geöffnet haben wird, wird das öffentliche Leben sich vermutlich eher wie an einem Feiertag abspielen. Zwar haben die Schulen geöffnet, es wird aber damit gerechnet, dass Schulbusse und -kantinen zu einem großen Teil bestreikt werden und viele Lehrer nicht zum Unterricht erscheinen, alle für diesen Tag angesetzten Prüfungen wurden daher verschoben. Auch sonst wird ein etwas verrückter Tag erwartet, an dem sich Taxifahrgäste mit dem Fahrer streiten, ob das Entgelt für einen Werktag oder das um 50 Prozent höhere für eine Fahrt am Feiertag zu zahlen ist.

Quellen

Quellen Symbole-fr.png

Themenverwandte Artikel

  • fr.wikinews.org 4. Mai 2005: Quatre syndicats enseignants français appellent à la grève pour le lundi de Pentecôte
  • fr.wikinews.org 3. Mai 2005: Le Conseil d’État rejette la demande d’annulation du lundi de Pentecôte comme jour travaillé
  • Allocation personnalisée d’autonomie (APA)

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