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May 6, 2009

Mittelstarkes Erdbeben in Süddeutschland

Mittelstarkes Erdbeben in Süddeutschland

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Veröffentlicht: 10:51, 6. Mai 2009 (CEST)
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Steinen (Deutschland), 06.05.2009 – In der Nähe von Steinen im Landkreis Lörrach hat sich am Dienstag, den 5. Mai, um 03:39 Uhr Ortszeit ein Erdbeben der Stärke 4,2 bis 4,5 auf der Richterskala ereignet.

Das Epizentrum wurde in Deutschland nordwestlich von Basel bei 7.77°E 47.72°N etwa zehn bis zwölf Kilometer unter der Erdoberfläche lokalisiert. Der Erdstoß war nach Angaben des Landesamts für Geologie in Freiburg in einem Umkreis von etwa 100 Kilometern zu spüren.

Ein stärkerer Schaden ist bislang gemeldet worden: In einer Fachklinik für suchtgefährdete Jugendliche in Steinen wurden Risse an der Außenfassade festgestellt. Die Klinik ist in einem Klostergebäude des ehemaligen Klosters Weitenau aus dem 11. Jahrhundert untergebracht. Die Höhe des entstandenen Schadens schätzte der Verwaltungsleiter der Fachklinik „Haus Weitenau“, Bruno Riesterer, ohne bislang mit Sachverständigen gesprochen zu haben, auf etwa 200.000 Euro. Weitere gravierende Schäden sind bislang unbekannt. Fünf Minuten lang fiel in den eidgenössischen Gemeinden Pratteln und Muttenz bei fast 1.000 Kunden der Strom aus. Die Polizei wurde außerdem darüber informiert, dass aufgrund des Erdbebens Geschirr aus den Schränken sowie Bilder von den Wänden gefallen seien.

Das letzte größere Erdbeben in Baden-Württemberg (mit einer Stärke von 5,43) gab es im Dezember 2004. Damals lag das Epizentrum unter der Kleinstadt Waldkirch.

Quellen

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January 16, 2007

Basel: Erdwärme-Projekt löst erneut Erdbeben aus

Basel: Erdwärme-Projekt löst erneut Erdbeben aus

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Artikelstatus: Fertig 19:09, 16. Jan. 2007 (CET)
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Basel (Schweiz), 16.01.2007 – Im Raum Basel bebte in der vergangenen Nacht um 1:09 Uhr erneut die Erde. Das Beben hatte nach Angaben des Regierungspräsidiums Freiburg eine Stärke von 3,3 auf der Richterskala, der Schweizerische Erdbebendienst gab die Stärke mit 3,2 an. Das Epizentrum lag wie bei den früheren Beben beim Bohrloch des Basler Geothermieprojektes im Basler Stadtteil Kleinhüningen. Die Erschütterungen waren im Umkreis von 15 Kilometern zu spüren. Informationen über aufgetretene Schäden liegen nicht vor.

Durch die Untersuchungen zur kommerziellen Nutzung von Erdwärme waren in den vergangenen vier Wochen bereits drei weitere Beben mit Magnituden zwischen 2,5 und 3,4 ausgelöst worden.

Außerdem traten seit Beginn der Bohrungen zahlreiche kleinere Beben mit Stärken bis zu 1,7 auf der Richterskala auf. Diese waren von den Wissenschaftlern auch erwartet worden, mit dem Auftreten von 10- bis 100mal stärkeren Beben hatte aber niemand gerechnet. (Da die Richterskala eine logarithmische Skala ist, ist ein Beben mit der Magnitude 2,7 rund 30-mal so stark wie ein Beben mit dem Wert 1,7, und ein Beben mit der Magnitude 3,7 wäre 1000-mal so stark.) Nach dem Beben vom 8. Dezember waren die Untersuchungen, bei denen in ungefähr 5 Kilometer Tiefe Wasser mit hohem Druck ins Gestein gepresst worden war, sofort eingestellt worden.

Voraussichtlich Ende Januar will die Basler Regierung darüber entscheiden, wie es mit den Arbeiten weitergehen soll.

Themenverwandte Artikel

  • Leichtes Erdbeben im Raum Weil am Rhein/Landkreis Lörrach (19.12.2006)

Quellen

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August 10, 2005

Forschung in den Tiefen des Gletschers

Forschung in den Tiefen des Gletschers – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Forschung in den Tiefen des Gletschers

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Berlin (Deutschland), 10.08.2005 – In der Antarktis entsteht zurzeit das größte Teleskop der Welt, es soll Neutrinos tief im Eis aufspüren. Diese könnten uns kosmische Neuigkeiten bringen.

Dieses Teleskop ist für einen Menschen auf der Erdoberfläche unsichtbar, denn es ist tief in der Eiswüste des geografischen Südpols verborgen. Zwischen 1.500 bis 2.500 Metern Tiefe erstreckt sich eine Kette von Detektoren. Das Projekt heißt „IceCube“. Der Eisblock dazu hat eine Kantenlänge von einem Kilometer und wiegt ca. eine Milliarde Tonnen. Sensoren, die Lichtflackern aus Neutrino-Kollisionen auffangen, sind in die Eisinsel eingefroren. Mikrofone nehmen Knistern auf.

Das Projekt wird unter anderem geleitet von dem Teilchenforschungsinstitut Deutsches Elektronen-Synchrotron (Desy) in Zeuthen nahe Berlin. Die Detektoren sind medizinballgroße Glaskugeln, gespickt mit Elektronik. 5.000 dieser Messelemente werden bis zum Jahr 2010 in Betrieb gehen. 1.300 kommen vom Desy, die restlichen 3.700 kommen aus den Vereinigten Staaten und Schweden.

Neutrinos sind winzige Teilchen, die beim Kernfusionsprozess im Innern von Sonnen entstehen. Auch bei Kollisionen von Galaxien erblicken sie das Tageslicht. Bislang waren die Informationen nur im Sternenschutt, jetzt soll die Neutrino-Astronomie die Infos herauskitzeln. Die Neutrinos haben weder feste Masse noch elektrische Ladung, so können sie ganz einfach durch Planeten und Galaxien fliegen, deshalb auch der Name „Geisterteilchen“.

Es ist höchst selten, dass Neutrinos mit einem Atomkern kollidieren. Falls dies im klaren Eis passiert, blitzt ein bläulicher Lichtschweif auf, die so genannte „Tscherenkow-Strahlung“. Dieses Flackern machen die Sensoren der Glaskugeln sichtbar.

Am 15. August werden die Kugeln in die Antarktis verschifft. Über 150 Wissenschaftler aus acht Ländern arbeiten mit, 272 Millionen Dollar kostet das Projekt. Der größte Teil davon kommt aus den USA. Im Februar wurde der erste Sensorenstrang in 2,4 Kilometer Tiefe gebohrt. Im Januar 2006, es herrscht dann Sommer am Südpol, kommen die nächsten vier Stränge dran, bis 2010 sind es etwa 70.

Das Projekt ist die Hilfe zur Erstellung einer Neutrino-Karte des Himmels. Weitere Neutrinodetektoren liegen in Japan, den USA und Europa. 1987 wurde eine Supernova durch Geisterteilchen belegt, damals fingen die Forscher 19 Neutrinos.

Quellen

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