WikiNews de

June 24, 2016

Großbritannien stimmt für den Brexit

Großbritannien stimmt für den Brexit – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Großbritannien stimmt für den Brexit

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:04, 25. Jun. 2016 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Abstimmungsergebnisse in den Wahlkreisen Großbritanniens

Wahlzettel beim EU-Referendum

London (Großbritannien), 24.06.2016 – Der Verbleib Großbritanniens in der Europäischen Union (EU) wurde von den britischen Bürgen in einem Referendum am 23. Juni 2016 knapp abgelehnt. Für einen Austritt Großbritanniens aus der EU stimmten 51,9% der Bürger (entspricht rund 17,41 Mio. Stimmen), dagegen sprachen sich 48,1% aus (entspricht 16,14 Mio. Stimmen).

Die Wahlbeteiligung lag bei 72,2%.

Im Vergleich der Regionen zeigt sich, dass nur England (ohne London) und Wales mehrheitlich für den Austritt gestimmt haben, nämlich jeweils 53% zu 47%. In den weiteren Landesteilen haben die EU-Befürworter gewonnen:

  • London: 60% für EU, 40% für Austritt
  • Schottland: 62% für EU, 38% für Austritt
  • Nordirland: 56% für EU, 44% für Austritt
  • Gibraltar: 96% für EU, 4% für Austritt

Am Morgen nach dem Referendum kündigte der britische Premierminister David Cameron seinen Rücktritt im Oktober 2016 an. Er hatte sich für den Verbleib Großbritanniens in der EU ausgesprochen.

Die schottische Regionalregierung begann mit den Vorbereitungen für ein zweites Referendum über die Unabhängigkeit Schottlands. In Schottland stimmte die Mehrheit für einen Verbleib Großbritanniens in der EU.

Aufgrund des sehr deutlichen Ausgangs in Gibraltar, bei einer gleichzeitig deutlich überdurchschnittlichen Wahlbeteiligung von 83%, hat der spanische Außenminister José Manuel García-Margallo einen Verbleib der Enklave in der EU gefordert und möchte langfristig eine Vereinigung mit dem Königreich Spanien erreichen.

Für die Verhandlungen über den Ausstritt Großbritanniens aus der EU ist der belgische Diplomat und Leiter des Ressorts für Verkehr, Telekommunikation und Energie im Europäischen Rat Didier Seuuws zuständig. Er wurde zum Leiter der “Brexit Task Force” ernannt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Politik in Europa

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 10, 2015

Großbritannien plant Sperrung von Internetdiensten

Großbritannien plant Sperrung von Internetdiensten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 00:57, 14. Juli 2015 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

London (Vereinigtes Königreich), 10.07.2015 – Premierminister Cameron will mit einem neuen Gesetz gegen bestimmte Internetdienste vorgehen. Er begründete das damit, dass in seinem Land den Menschen nicht erlaubt werden solle, bestimmte Kommunikationstechniken zu benutzen, welche die Regierung nicht entziffern kann. Damit vertritt er offen die Ideologie eines Überwachungsstaates und nimmt den Bürgern das Recht auf eine geschützte private Kommunikation. Im Visier sind besonders WhatsApp, iMessage and Snapchat. Im äußersten Fall könnten alle drei Dienste in Großbritannien gesperrt werden. wenn das Gesetz wie geplant zum Herbst diesen Jahres in Kraft tritt, Hintergrund sind verstärkte Maßnahmen im Kampf gegen den Terrorismus. In Tunesien hatte ein Extremist 38 Menschen, darunter 30 Briten, erschossen, von denen er teilweise vorher verlangt hatte, sogenannte Selfies zu machen, um diese ins Internet zu stellen.

Seit längerem bieten Internetprovider verschiedene Möglichkeiten der Verschlüsselung von Nachrichten an, um das unbefugte Lesen vertraulicher Mitteilungen zu verhindern. Als besonders sicher gilt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Seit Ende 2014 war geplant, den Nutzern von WhatsApp diese Möglichkeit anzubieten. WhatsApp ist auf vielen Smartphones und iPhones bereits mit der Auslieferung installiert und hat sich zu einem der beliebtesten Kommunikationsprogramme entwickelt, da nicht nur Texte und Bilder, sondern auch Sprachnachrichten kostenlos verschickt werden können. Nach Angaben des kalifornische Unternehmens Whatsapp Inc. wurde diese Art der Kommunikatione im April 2015 von rund 800 Millionen Menschen weltweit genutzt. In Deutschland gab es im Januar 2014 rund 30 Millionen Nutzer. Die Verschlüsselungstechnik von WhatsApp wurde von Heise Online untersucht und aufgeklärt, sie gilt jedoch noch nicht als zuverlässig.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Nach der Meinungsdiktatur in Kanada ist jetzt Spanien dran (09.07.2015)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 2, 2015

PEGIDA demonstriert auch in Großbritannien

PEGIDA demonstriert auch in Großbritannien

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 09:12, 5. März 2015 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Newcastle (Vereinigtes Königreich), 02.03.2015 – In England gibt es Nachahmungen der in Deutschland entstandenen Demonstrationen von PEGIDA. Diese haben jedoch nicht den erwarteten Zulauf, den sich die Veranstalter erhofften. Am vergangenen Samstag, dem 28. Februar, marschierten etwa 300 Demonstranten in Newcastle unter dem Namen „Pegida United Kingdom“. Auch kam es zu einer Gegendemonstration von rund 2.000 Menschen, die von der Polizei entsprechend abgeschirmt wurden, um gewalttätige Zusammenstöße zwischen den unterschiedlichen politischen Gruppen zu verhindern.

Neben dem Union Jack und England-Fahnen waren die israelische Flagge und eine Regenbogenfahne bei den Pegida-Demonstranten zu sehen. Kathleen Dietze sollte als Vertreterin der deutschen Pegida-Bewegung eine Rede halten, konnte sich – auch aufgrund unzureichender Sprachkenntnisse – gegen den Lärm der ungeduldigen Zuhörer jedoch nicht durchsetzen. Pegida-UK-Sprecher Matthew Pope rief die Menge dazu auf, das Lied „Land of Hope and Glory“ zu singen. Einige Teilnehmer waren alkoholisiert. Als die Stimmung sehr aufgeheizt war und zu kippen drohte, trat Veteran Robert Gray ans Mikrofon, um die teilweise brüllende Masse zur Ruhe zu bringen. Die Pegida-Ordner schienen in dieser Situation überfordert, so dass die Polizei einschreiten musste.

Themenverwandte Artikel

Wikinews-logo.svg   SPD zerstritten im Umgang mit PEGIDA (28.01.2015)

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 19, 2014

Fotostrecke: Schottlands Weg zum „No“

Fotostrecke: Schottlands Weg zum „No“

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:42, 19. Sep. 2014 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Edinburgh (Vereinigtes Königreich), 19.09.2014 – In einer zwei Jahre lang vorbereiteten Volksabstimmung entschied sich Schottland am 18. September gegen die staatliche Unabhängigkeit und für den Verbleib beim Vereinigtes Königreich. Die „No“-Wähler machten 55,3 Prozent der abgegebenen Stimmen aus.

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 3, 2014

China beschuldigt Großbritannien der Einmischung in innere Angelegenheiten

China beschuldigt Großbritannien der Einmischung in innere Angelegenheiten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 03.09.2014, 05:36 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

London (Vereinigtes Königreich), 03.09.2014 – In den Tagen vor der Entscheidung über die Wahlrechtsreform in Hongkong schien es nur eine leere Phrase der chinesischen Presse zu sein, die andere Länder davor warnte, sich in innerchinesische Angelegenheiten einzumischen, bzw. die Gruppen in Hongkong der Zusammenarbeit mit ausländischen Mächten beschuldigte. Doch wie die BBC jetzt erfahren hat, gibt es einen konkreten Hintergrund.

Chinas Warnungen und Beschuldigungen zielen demnach auf Großbritannien. Der Auswärtige Ausschuss des britischen Unterhauses hat eine Untersuchung der Entwicklungen in Hongkong auf seiner Tagesordnung. Am 22. Juli wurde beschlossen, dass eine entsprechende Sitzung am 14. Oktober stattfinden soll. Es sollen die Umsetzung der Vereinbarungen des Vereinigten Königreichs mit China über Hongkong und die Umsetzung der Verfassung der chinesischen Sonderverwaltungszone – das sogenannte Hong Kong Basic Law – routinemäßig behandelt werden. Der britische Außenminister berichtet dem Parlament alle sechs Monate über die Entwicklungen in Hongkong, da man sich als ehemalige Kolonialmacht und Vertragspartner Chinas dazu verpflichtet sieht. Auch die Themen Handel und Kulturaustausch auf der Tagesordnung des Ausschusses sind eigentlich nicht von Brisanz. Doch der Ausschuss hat sich diesmal ebenfalls die spezielle Aufgabe gestellt, die Entwicklung des Wahlrechts in Hongkong genauer zu untersuchen, um festzustellen, ob und wie sich eine Entwicklung zur Demokratie in der ehemaligen Kolonie vollzieht.

Liu Xiaoming

Der Auswärtige Ausschuss des chinesischen Parlaments hat einen sehr energisch formulierten Brief an den britischen Ausschuss geschickt, in dem dieses Vorhaben als „höchst unangemessen“ bezeichnet wird, da es eine Einmischung in innerchinesische Angelegenheiten sei. Die chinesischen Parlamentarier warnen vor negativen Auswirkungen auf die britisch-chinesischen Beziehungen, sollte der Ausschuss an seinem Vorhaben festhalten, und schreiben, dass dies der Entwicklung Hongkongs schaden könne. Liu Xiaoming, der chinesische Botschafter in London, hat sich ebenfalls an die Parlamentarier gewandt und versucht, die Untersuchung des Themas zu verhindern.

Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Richard Ottaway, erklärte gegenüber der BBC, dass er von den Anschuldigungen in keiner Weise irritiert sei. Der Ausschüsse beider Länder täten nur ihre Arbeit. Es könnte ja durchaus sein, dass die Untersuchung ergebe, dass China alle seine Verpflichtungen und alle Regeln, die im Übergabevertrag Hongkongs festgelegt wurden, erfülle. Ohne der Arbeit des Ausschusses dabei vorgreifen zu wollen, sagte er allerdings auch, dass es auf den ersten Blick so aussehe, als ob China mit seinem Vorhaben, nur eine beschränkte Auswahl an Kandidaten zur Wahl des nächsten Chief Executives von Hongkong zuzulassen, die Übereinkünfte gebrochen habe.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Entscheidung zu neuem Wahlrecht verschärft Konflikt in Hongkong (02.09.2014)
Wikinews-logo.svg   Britische Abgeordnete beschließen, Debatte zu Kashmir abzuhalten (06.08.2014)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 30, 2014

Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt

Großbritannien sieht sich erhöhter Terrorgefahr ausgesetzt

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 30.08.2014, 15:36 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Theresa May (2010)

London (Vereinigtes Königreich), 30.08.2014 – Nach dem zuletzt ein Mann, der aus London stammend für die Terrorgruppe Islamischer Staat kämpft, als wahrscheinlicher Mörder von James Foley ermittelt wurde und im Zusammenhang mit dieser Hinichtung Warnungen gegen westliche Länder ausgesprochen wurden, hat die britische Innenministerin Theresa May am Freitag erklärt, dass die Terrorwarnstufe in Großbritannien heraufgesetzt würde. Die Warnstufe wurde von „erheblich“ um eine Stufe auf „ernst“ – die zweithöchste der fünf Stufen umfassenden Skala – heraufgesetzt. Die Entscheidung wurde vom Joint Terrorism Analysis Centre, in dem verschiedene Geheimdienste und Sicherheitsbehörden zusammenarbeiten, vorbereitet und anschließend von der Regierung beschlossen.

Es sollen sich nach Angaben von Scotland Yard rund 200 Männer in London befinden, die zwischenzeitlich am Bürgerkrieg in Syrien teilgenommen haben. Von diesen zurückgekehrten und weiteren zurückkehrenden Kämpfern sieht May die größte Gefahr ausgehen. Sie betonte, dass es keine Anhaltspunkte für einen unmittelbar bevorstehenden Anschlag gebe, dass die Erhöhung der Warnstufe lediglich bedeute, dass ein Anschlag sehr wahrscheinlich sei. Sie rief die Öffentlichkeit zu erhöhter Wachsamkeit auf. Islamische Bevölkerungsgruppen und Familien sollten Personen, die möglicherweise für extremistische Propaganda empfänglich seien, den Behörden melden.

Von Premierminister David Cameron wurden neue Regeln angekündigt, nach denen als mögliche islamistische Kämpfer eingestufte Personen an der Ausreise aus Großbritannien gehindert werden können. Zwar gibt es bereits Möglichkeiten, den Reisepass einer Person für ungültig zu erklären, aber Cameron stellte besorgt fest, dass dies nur 23-mal im letzten Jahr geschehen sei. Er warnte vor der Errichtung eines Terrorstaates in der Nähe des Mittelmeers und kündigte eine verstärkte Zusammenarbeit im Bereich der Geheimdienste im Land selbst wie auch in ihrer Zusammenarbeit mit den USA an, um dies zu verhindern. Er erklärte, dass weder eine andere westliche Außenpolitik noch mehr Hilfe für die betroffenen Regionen allein das Problem würden lösen können.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Hinrichtung von James Foley: Terrorist möglicherweise identifiziert (26.08.2014)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 6, 2014

Cameron nach Ministerrücktritt wegen Gazakonflikt unter Druck

Cameron nach Ministerrücktritt wegen Gazakonflikt unter Druck

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 07.08. 2014, 11:25 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Sayeeda Warsi

London (Vereinigtes Königreich), 06.08.2014 – Der britische Premierminister David Cameron gerät zunehmend unter Druck von Koalitionspartner und eigenen Parteimitgliedern, nachdem am Dienstag Sayeeda Warsi von ihrem Ministerposten zurückgetreten ist. Warsi ist überraschend und – sehr zum Ärger von Cameron – ohne Rücksprache mit ihm aus dem Kabinett ausgeschieden, weil sie die Haltung der britischen Regierung im Gazakonflikt nicht länger unterstützen könne, wie sie in ihrem Rücktrittsschreiben erklärte.

Warsi hatte sich am Sonntag noch mit dem Außenminister Philipp Hammond über die Situation im Gazastreifen unterhalten und ihr Unbehagen über die Haltung der britischen Regierung, die Israel offiziell unterstützt, deutlich gemacht. Sie hatte zu jenem Zeitpunkt ihren Rücktritt aber wegen der Feierlichkeiten zur Erinnerung an den Beginn des Ersten Weltkrieges zurückgehalten. Ein weiterer Angehöriger des Kabinetts soll laut Warsi ebenfalls bereits an Rücktritt denken.

In ersten Äußerungen nach ihrem Rücktritt forderte Warsi, dass die britische Regierung ein Waffenembargo gegen Israel verhängen solle, eine Forderung, die auch von Nick Clegg, dem Parteivorsitzenden der Liberaldemokraten und Camerons Koalitionspartner, aufgegriffen wurde. Die Exportlizenz für Waffen nach Israel war erst in der letzten Woche vom Kabinett erneuert worden, was auch für Streit innerhalb der Koalition sorgen könnte.

Eine Reihe prominenter konservativer Politiker hat sich ebenfalls für die Position Warsis eingesetzt; unter ihnen ist besonders Boris Johnson von Bedeutung. Der Bürgermeister von London gilt als ernsthafter Konkurrent von David Cameron bei einer möglichen Wahl zum Amt des Vorsitzenden der Konservativen Partei. Johnson bezog eindeutiger als Cameron Stellung zu der Situation und forderte eine Zwei-Staaten-Lösung für den Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern. Er verurteilte die augenblickliche Auseinandersetzung im Gazastreifen als nicht hilfreich für die Lösung des Problems.

Ed Miliband, der Vorsitzende der oppositionellen Labour Party, hat die Haltung Warsis als prinzipientreu und integer charakterisiert und von David Cameron eine Erklärung gefordert, dass die Handlungen Israels im Gazastreifen „unberechtigt und nicht zu vertreten sind“. Miliband hält sich im Augenblick aber mit einer Forderung nach einer Einberufung des Unterhauses für eine Debatte zum Gazakonflikt während der Sommerpause zurück, obwohl bereits einige Abgeordnete dies gefordert haben. Eine Parlamentsdebatte in der Sitzungspause bedarf allerdings der Unterstützung durch die Regierung, und es gibt keine Anzeichen dafür, dass David Cameron im Augenblick seine Haltung zum Gazakonflikt in irgendeiner Form zu ändern beabsichtigt.

Nicht nur innerhalb der Regierung und seiner Partei schadet Warsis Rücktritt Cameron, denn sie wurde von ihm als erste Muslima auf einen Kabinettsposten berufen, was von vielen als Versuch gesehen wurde, den Tories die Unterstützung der britischen Muslime zu sichern. Nur 12 Prozent der rund 1,6 Millionen britischen Muslime wählten die Konservativen bei der letzten Parlamentswahl, und diese Zahl wird jetzt bei der für das Frühjahr 2015 anstehenden Wahl noch schwerer zu erreichen sein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Gazastreifen: Israel beginnt mit Bodenoffensive (19.07.2014)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 5, 2014

Britische Abgeordnete beschließen, Debatte zu Kashmir abzuhalten

Britische Abgeordnete beschließen, Debatte zu Kashmir abzuhalten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06.08.2014, 16:27 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Karte von Kaschmir

David Ward

Narendra Modi

London (Vereinigtes Königreich), 05.08.2014 – Trotz der sommerlichen Sitzungspause im britischen Unterhaus ist es dem liberaldemokratischen Abgeordneten David Ward gelungen, aus dem Kreis der Parlamentsabgeordneten 40 notwendige Unterstützerstimmen für einen erfolgreichen Antrag auf eine Parlamentsdebatte zur Lage in Kaschmir zu bekommen. Die Debatte, die zu einem noch festzulegenden Zeitpunkt nach dem Ende der Sommerpause am 1. September stattfinden wird, soll die Situation nach der Wahl von Narendra Modi zum indischen Ministerpräsidenten zum Thema haben. Modi gehört der im wesentlichen die Interessen der Hindus vertretenden BJP an, während in dem zwischen Indien und Pakistan umstrittenen Gebiet überwiegend Muslime leben.

Ward sieht nach dem Ausgang der Wahl in Indien im Frühjahr nun die Stabilität in der Region wie auch weltweit bedroht, weil beide Länder Atommächte sind und die neue indische Regierung eine aggressive Haltung in dem seit Jahrzehnten mal schwelenden, mal stärker aufflackernden Konflikt einnehme. Mit der Debatte soll einerseits die Menschenrechtssituation in dem Gebiet besprochen werden, andererseits soll das Recht auf Selbstbestimmung Kaschmirs über seine staatliche Zugehörigkeit behandelt werden. Ward weist in seinem Debattenantrag auf die große Zahl von Menschen hin, die jedes Jahr in Kashmir bei Auseinandersetzungen vor allem zwischen indischen Sicherheitskräften und einheimischen Demonstranten sterben. Dann beunruhigt ihn aber auch, dass die neue indische Regierung das Recht auf Selbstbestimmung der Region über ihre Staatszugehörigkeit bereits kurz nach ihrer Wahl in Frage gestellt hat, obwohl dies bisher von Artikel 370 der indischen Verfassung garantiert wird.

Die Haltung der britischen Regierung in der Kaschmirfrage war bisher immer die, dass dies eine Angelegenheit sei, die allein von Indien und Pakistan gelöst werden könne. Der Vorstoß Wards, der auch die Unterstützung von Parlamentariern der Labour Party und der Konservativen fand, wird daher wahrscheinlich nicht auf Zustimmung von Seiten der Regierung stoßen. Aus Indien wurde bisher nur von der Reaktion des Vorsitzenden der Jammu and Kashmir National Panthers Party, Bhim Singh, berichtet, der erklärte, dass das britische Parlament in dieser Frage nicht zuständig sei. Gleichzeitig griff er aber auch die ehemalige Kolonialmacht an, die er auch mit Verweis auf den Palästinakonflikt beschuldigte, sich nicht um Situation in ihren ehemaligen Kolonien zu kümmern, nachdem man dort für Unruheherde gesorgt habe.

Ward ist Abgeordneter des Wahlkreises Bradford-East, und nach seinem Angaben leben in Bradford rund 100.000 Menschen, die aus Kaschmir stammen. Sein Antrag auf eine parlamentarische Debatte fand gleichzeitig die Unterstützung durch 50.000 Unterschriften von Bürgern.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Indisch-Pakistanisches Gipfeltreffen in New York (02.Oktober 2013)
  • Kashmir: Indischer Armeechef sagt “Kein neuer Kargil-Krieg” (10.Oktober 2013)

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 13, 2013

Schwere Unruhen in Belfast wegen IRA-Marsches

Schwere Unruhen in Belfast wegen IRA-Marsches

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:22, 13. Aug. 2013 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Symbol der IRA in Belfast

Belfast (Vereinigtes Königreich), 13.08.2013 – Ein republikanischer, IRA-sympathisierender Marsch mit über 6.000 Teilnehmern wurde am vergangenen Freitag (9. August) im Norden Belfasts durchgeführt. Es kam zu schweren Angriffen gegen Polizei und marschierende Katholiken, Nationalisten und IRA-Freiwillige durch protestantische und loyalistische Gegendemonstranten. 56 Polizisten sowie zwei Zivilisten wurden schwer verwundet. Während und nach der Demonstration schlugen republikanische Teilnehmer zurück, und es kam zu heftigen Straßenschlachten.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 5, 2011

Iran: US-Drohne abgeschossen

Iran: US-Drohne abgeschossen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Iran: US-Drohne abgeschossen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 06:16, 5. Dez. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Drohne RQ-1 Predator (Archivaufnahme)

Teheran (Iran), 05.12.2011 – In Zeiten des eskalierenden Konflikts um das Atomprogramm des Irans melden Medien des Landes den Abschuss einer US-Spionagedrohne.

Von Afghanistan aus sei der feindliche Flugkörper in den iranischen Luftraum eingedrungen, berichten iranische Medien am gestrigen Sonntag. Es soll sich um eine Drohne des Typs RQ-170 gehandelt haben. Bis jetzt wurden keine Bilder des abgeschossenen unbemannten Fluggerätes veröffentlicht. Die Vereinigten Staaten haben sich zu dem Vorfall noch nicht geäußert. Die ISAF gibt an, dass gestern eine ihrer Drohnen über dem westlichen Afghanistan außer Kontrolle geraten sei.

Hergestellt werden die Drohnen des Typs RQ-170 von der Rüstungsfirma Lockheed Martin. Nach Angaben der taz behauptete der iranische General Amir Ali Hadschisadeh im Juni 2011, die Revolutionsgarden hätten eine früher abgeschossene US-Drohne nachgebaut. Darüber hinaus hatte der Iran im Januar 2011 den Abschuss von zwei US-Drohnen im Persischen Golf bekannt gegeben.

Im November hatten hunderte von Demonstranten die britische Botschaft in Teheran verwüstet. Die Regierung des Irans hatte sich bei den Briten dafür entschuldigt. Die britische Regierung verurteilte den Vorfall. Die iranischen Diplomaten wurden in Großbritannien zu unerwünschten Personen erklärt und mussten das Land verlassen. Mehrere europäische Staaten zogen ihre Diplomaten aus dem Iran ab.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Iranisches Atomprogramm

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »