WikiNews de

March 5, 2011

Polizeiaktion: Vier mutmaßliche Menschenhändler festgenommen

Polizeiaktion: Vier mutmaßliche Menschenhändler festgenommen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:03, 5. Mär. 2011 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.
Bordell in Muenchen.jpg

Augsburg (Deutschland), 05.03.2011 – Seit Anfang des Jahres ermittelt die Augsburger Kriminalpolizei gegen einen 53-jährigen Deutschen rumänischer Herkunft mit Wohnsitz im Raum Landsberg, eine 42-jährige Deutsche aus Mannheim, einen 39-jährigen Deutschen mit rumänischen Wurzeln und eine 27-jährige rumänische Staatsangehörige in Memmingen. Der Vorwurf lautet auf Menschenhandel zum Zwecke der sexuellen Ausbeutung (Paragraph 232 des deutschen Strafgesetzbuchs) und Zuhälterei (Paragraph 181a Strafgesetzbuch). Sie sollen zehn junge Frauen aus Rumänien verschleppt haben, um sie in Deutschland unter Zwang als Prostituierte arbeiten zu lassen. Dazu betrieben sie in Bayern, Baden-Württemberg und Thüringen Bordelle, die als Wellness- und Massagestudios getarnt waren.

Neben den Wohnungen der Tatverdächtigen wurden in Memmingen, Gotha, Erfurt und Weimar Örtlichkeiten durchsucht, bei denen die Polizei davon ausging, dass die jungen rumänischen Frauen dort der Prostitution nachgehen. Zehn Frauen zwischen 18 und 22 Jahren konnten angetroffen werden. Die Frauen wurden nach ersten Ermittlungen der Hilfsorganisation Solidarity with Women in Distress (SOLWODI), die sich um Opfer von Menschenhandel kümmert, übergeben.

Bei der am Mittwoch durchgeführten Durchsuchungs- und Festnahmeaktion wurde ein fünfstelliger Bargeldbetrag und Unterlagen sichergestellt. 70 Kriminalbeamte waren eingesetzt.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren
  • Portal:Polizeieinsätze

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

December 1, 2010

Kabinettsumbildung in Thüringen

Kabinettsumbildung in Thüringen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Kabinettsumbildung in Thüringen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:45, 1. Dez. 2010 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU)

Erfurt (Deutschland), 01.12.2010 – Den Wechsel des thüringischen Innenministers Peter Huber (CDU) zum Bundesverfassungsgericht nutzte Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht (CDU) am Mittwoch zu einer umfassenden Kabinettsumbildung.

Nachfolger von Huber wird dessen bisheriger Staatssekretär Jörg Geibert (CDU). Auf eigenen Wunsch scheidet der parteilose Chef der Staatskanzlei, Jürgen Schöning, aus; nach Angaben der Ministerpräsidentin sei sein Engagement von vornherein als temporär vereinbart gewesen. Nachfolgerin wird die bisherige Finanzministerin Walsmann (CDU). Ihr Nachfolger ist ihr bisheriger Staatssekretär Wolfgang Voß.

Die Ernennung und Vereidigung der neuen Amtsträger ist für den 8. Dezember vorgesehen.

In Thüringen ist seit den Landtagswahlen 2009 eine CDU-SPD-Koalition im Amt. Die vier SPD-Minister sind von der Kabinettsumbildung ebenso unbetroffen wie die CDU-geführten Ministerien für Landwirtschaft sowie für Bau und Landesentwicklung.[1]

Anmerkungen

  1. vgl. Wikipedia

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in Thüringen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 31, 2009

Christine Lieberknecht im dritten Wahlgang erfolgreich

Christine Lieberknecht im dritten Wahlgang erfolgreich

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:23, 31. Okt. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Erfurt (Deutschland), 31.10.2009 – Erst im dritten Wahlgang wurde Christine Lieberknecht gestern zur Nachfolgerin von Dieter Althaus im Ministerpräsidentenamt von Thüringen bestätigt. In den ersten beiden Wahlgängen erhielt Lieberknecht nicht die notwendige Mehrheit. Die Opposition im Erfurter Landtag sprach von einem „klassischen Fehlstart“. Mindestens vier Abgeordnete aus den Reihen der Regierungskoalition haben demnach Lieberknecht in den ersten beiden Wahlgängen die Stimme verweigert. SPD-Fraktionschef Christoph Matschie wies Spekulationen zurück, die Abweichler wären in den Reihen der SPD zu suchen. Auf einem Sonderparteitag der SPD hatten sich viele Mitglieder für ein rot-rot-grünes ausgesprochen. Nach Meinung Matschies stehe „die SPD als Ganzes hinter dem Koalitionsvertrag“.

Beobachter halten es aber auch für möglich, dass Lieberknecht aus dem Umfeld von Amtsvorgänger Althaus abgestraft wurde. Lieberknecht wurde nach der Wahlniederlage der CDU von der bisherigen Finanzministerin Birgit Diezel überraschend als Nachfolgerin für Althaus vorgeschlagen, der nach einem Skiunfall auch politisch angeschlagen war.

Der künftige Fraktionschef der Linken, Bodo Ramelow, vermutet die Abweichler in beiden Regierungsparteien gleichermaßen. „Regierungsfähigkeit sieht anders aus“, meinte Ramelow. Dieser war im dritten Wahlgang als Gegenkandidat zu Lieberknecht angetreten. Im dritten Wahlgang erhielt die neue Ministerpräsidentin dann 55 Stimmen, sieben mehr, als CDU und SPD im Thüringer Landtag gemeinsam stellen.

Die 51-Jährige Theologin war in der vergangenen Legislaturperiode Landtagspräsidentin und ist die erste Ministerpräsidentin eines Bundeslandes, die der CDU angehört.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 5, 2009

Drohbrief gegen den thüringischen SPD-Vorsitzenden Matschie

Drohbrief gegen den thüringischen SPD-Vorsitzenden Matschie

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:41, 5. Okt. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Christoph Matschie (SPD-Landesvorsitzender in Thüringen)

Erfurt (Deutschland), 05.10.2009 – Wie mehrere Medien unter Berufung auf die Südthüringer Zeitung (stz) berichten, erhielt der thüringische SPD-Vorsitzende Christoph Matschie einen anonymen Drohbrief, dem eine scharfe Patrone beigelegt war. Nach Informationen der stz bezog sich der Brief inhaltlich ausdrücklich auf die Entscheidung der Landes-SPD, Koalitionsverhandlungen mit der CDU und nicht mit Linken und Grünen zu führen. Die Polizei ordnete daraufhin Personenschutz für den SPD-Politiker an. Der Brief soll laut stz „im Umfeld des Landtages in Erfurt gefunden“ worden sein.

Die Entscheidung des SPD-Landesvorstandes in der vorigen Woche, bei der mit 18 zu 6 Stimmen die Aufnahme von Koalitionsverhandlungen mit der CDU beschlossen worden war, hat in der SPD-Basis Thüringens für erhebliche Unruhe gesorgt. Nach Informationen des „Spiegel“ plant eine Initiativgruppe um den Erfurter Oberbürgermeister Andreas Bausewein, der ein rot-rotes Bündnis unterstützt, am kommenden Wochenende eine sogenannte Basiskonferenz durchzuführen. Auch der Thüringer Juso-Vorsitzende Peter Metz, neu gewähltes Mitglied des Landtages und eines der sechs Vorstandsmitglieder, die sich für Gespräche mit der Linkspartei und den Grünen ausgesprochen hatten, kritisierte die Entscheidung offen. Gegenüber Spiegel Online sagte er, das sei die falsche Entscheidung. Enttäuscht äußerte sich auch der Thüringer DGB. Der Thüringer DGB-Vorsitzende Steffen Lemme, der für die SPD im neuen Bundestag sitzt, sagte: „Mit einer inhaltlich nicht neu aufgestellten Großen Koalition in Thüringen läuft das Land Gefahr, sich geradewegs in eine strategische Abseitsfalle zu begeben.“

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in Thüringen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 5, 2009

Thüringischer Ministerpräsident Althaus zurückgetreten

Filed under: Erfurt,Themenportal Politik,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Thüringischer Ministerpräsident Althaus zurückgetreten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:07, 5. Sep. 2009 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Dieter Althaus

Erfurt (Deutschland), 05.09.2009 – Vier Tage nach der Wahl in Thüringen ist Ministerpräsident Dieter Althaus (CDU) zurückgetreten. Er zieht damit die Konsequenzen aus dem massiven Stimmverlust seiner Partei bei den Landtagswahlen in Thüringen. Die CDU war um fast zwölf Prozentpunkte auf 31,2 Prozent abgestürzt. Damit hatte sie ihre bisherige absolute Mehrheit im Landtag verloren. Zunächst hatte Althaus angekündigt, für die CDU Koalitionsverhandlungen mit der SPD zu führen. Aus der Partei waren allerdings Rücktrittsforderungen laut geworden.

Noch am Abend des Rücktritts wurde ein Nachfolger bestimmt. Als aussichtsreichste Kandidaten galten dabei die 51-jährige Finanzministerin Birgit Diezel und Sozialministerin Christine Lieberknecht, die ebenfalls 51 Jahre alt ist. Lieberknecht ist Theologin aus Weimar und war der Partei bereits zu DDR-Zeiten, im Jahre 1981, beigetreten, sprach sich allerdings im Herbst 1989 zur Loslösung von der SED und für innerparteiliche Reformen aus. Sie gehört seit 1991 dem Thüringer Landtagan und war bereits Kultusministerin und Ministerin für Bundes- und Europa-Angelegenheiten sowie Landtagspräsidentin und Fraktionsvorsitzende. Diezel ist gelernte Wirtschaftskauffrau und studierte Volkswirtschaft. Sie wurde 2002 von Althaus’ Vorgänger Bernhard Vogel ins Kabinett geholt. Die Entscheidung viel zu Gunsten von Birgit Diezel.

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

March 8, 2009

Reaktionen auf die Eilverhandlung von Dieter Althaus sorgen für politische Turbulenzen

Reaktionen auf die Eilverhandlung von Dieter Althaus sorgen für politische Turbulenzen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 14:36, 8. Mär. 2009 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Dieter Althaus (CDU)

Erfurt (Deutschland), 08.03.2009 – Nach dem inzwischen rechtskräftigen Urteil gegen Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus, dessen Behandlungsdauer weiter offen bleibt, ist der Weg zur Fortsetzung seiner Ämter frei. Über die Auswirkungen seiner Verurteilung gibt es unterschiedliche Angaben. Diese rechtliche Frage wird durch das Magazin Focus so beurteilt: Althaus erhalte zwar einen Eintrag in das Bundeszentralregister und sei damit in Deutschland und Österreich vorbestraft, jedoch verbliebe es unter der Mindestgrenze, ab der ein Eintrag im Führungszeugnis vorgesehen sei. Althaus befindet sich in einer Reha-Maßnahme in den Kliniken Schmieder in Allensbach. Eine Pressekonferenz über den Heilungsverlauf und seine Perspektiven ist für den 17. März angesetzt.

Richard Soyer, der Sprecher der österreichischen Strafverteidiger, meinte, die Tatsache eines schnellen Verfahrens und einer Verurteilung in Abwesenheit sei „dem Ansehen der Justiz in Österreich eher abträglich“. Die rechtsgerichtete, von Jörg Haider gegründete Partei Bündnis Zukunft Österreich zog Konsequenzen und will das Gericht wegen des Eilverfahrens anzeigen. Gerald Grosz forderte ein Disziplinarverfahren gegen die Staatsanwaltschaft Leoben und die steirische Justiz.

Die Reaktionen im Bundesland Thüringen schwanken zwischen Erleichterung bei der CDU und scharfer Kritik durch die Juristen, wenngleich diese die Rechtsprechung Österreichs keineswegs anzweifeln. Auch Bodo Ramelow (Die Linke) zeigte sich überrascht, dass es in der „österreichischen Justiz Turboverfahren“ gebe. Politisch gilt Thüringens Ministerpräsident als nicht vorbelastet, da das Urteil unter dem Mindestrahmen bleibt, ab welchem ein Eintrag ins |Führungszeugnis aufgenommen wird. Die SPD kündigte einen harten Wahlkampf an, sollte Althaus antreten.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 16, 2008

Grüne ziehen mit Künast und Trittin als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf 2009

Grüne ziehen mit Künast und Trittin als Spitzenkandidaten in den Bundestagswahlkampf 2009

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 20:02, 16. Nov. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Erfurt (Deutschland), 16.11.2008 – Die Delegierten der Partei Bündnis 90/Die Grünen wählten heute auf ihrer Bundesdelegiertenkonferenz in Erfurt Renate Künast und Jürgen Trittin zu ihren Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl im Jahr 2009. Mit 92 Prozent der Delegiertenstimmen erzielte das neue Spitzenteam eine hohe Zustimmungsquote. Die Wahl der Spitzenkandidaten auf einer Bundesdelegiertenkonferenz ist ein Novum in der Parteigeschichte. Bei früheren Wahlkämpfen waren die Spitzenkandidaten von der Parteiführung festgelegt worden.

In ihren Reden hatten beide Kandidaten zuvor den Versuch unternommen, die Delegierten auf einen kämpferischen Bundestagswahlkampf einzuschwören. Künast, im Kabinett Schröder Ministerin für Verbraucherschutz und Landwirtschaft, rief den Delegierten zu: „Grün ist stark, Grün gewinnt 2009“ und der ehemalige Umweltminister Jürgen Trittin forderte dazu auf, die Bundestagswahl zu einer Volksabstimmung über die Atomenergie zu machen. Beide Redner vermieden in Bezug auf die Bundestagswahl eine Festlegung auf einen bestimmten Koalitionspartner. Der gescheiterte Versuch der SPD in Hessen Roland Koch abzuwählen, habe gezeigt: „Diese SPD weiß gar nicht, was sie selber will“. Wer eine grüne Politik wolle, müsse grün wählen und nicht SPD, sagte Künast.

Bereits am Samstag hatte die Bundesdelegiertenkonferenz mit Claudia Roth und Cem Özdemir bereits eine neue Parteiführung gewählt. Beide wurden mit großer Mehrheit gewählt. In den Parteirat der Grünen, einem Beratungs- und Koordinierungsgremium des Bundesvorstands, wurden vier Mitglieder neu hinein gewählt: Anja Hajduk, Umweltsenatorin in Hamburg; Volker Ratzmann, Fraktionsvorsitzender der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus; Arvid Bell aus Nordrhein-Westfalen und der Bundestagsabgeordnete Gerhard Schick. Neu im Parteirat ist auch Cem Özdemir, der dem Gremium ebenso wie Claudia Roth qua Amt angehört. Die übrigen Parteiratsmitglieder wurden in ihren Ämtern bestätigt – mit zwei Ausnahmen: Der Bundestagsfraktionsvorsitzende Fritz Kuhn verpasste mit einem Stimmenergebnis von 52,05 Prozent ebenso wie Karl-Wilhelm Koch vom Kreisverband Vulkaneifel seine Wiederwahl in dieses Gremium.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

November 15, 2008

Grüne wählen neue Führungsspitze

Grüne wählen neue Führungsspitze – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Grüne wählen neue Führungsspitze

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:35, 15. Nov. 2008 (CET)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Erfurt (Deutschland), 15.11.2008 – Die Delegierten des Bundesparteitags der Partei „Bündnis 90/Die Grünen“ in Deutschland wählten den bisherigen Europaparlamentarier Cem Özdemir zum neuen Bundesvorsitzenden neben Claudia Roth, die in ihrem Amt bestätigt wurde. Özdemir löst Reinhard Bütikofer ab, der nicht wieder kandidierte. 79,2 Prozent der Delegierten gaben dem 42-jährigen Cem Özdemir ihre Stimme, der in der bundesdeutschen Parteiengeschichte der erste Politiker mit Migrationshintergrund ist, der an die Spitze einer politischen Partei gewählt wurde. Claudia Roth wurde mit 82,7 Prozent der Delegiertenstimmen in ihrem Amt bestätigt.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Bündnis 90/Die Grünen

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

July 12, 2008

Landtagsfraktion der Thüringer CDU diskutiert über die Linke

Landtagsfraktion der Thüringer CDU diskutiert über die Linke

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:01, 12. Jul. 2008 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Erfurt (Deutschland), 12.07.2008 – Über den hohen Zulauf der Partei „Die Linke“ diskutierte die Landtagsfraktion der CDU am Donnerstag auf ihrer in Erfurt stattfindenden Fachtagung „Sozialistische Politik – gestern und heute“. Als Referent trat unter anderem Friedbert Pflüger auf, der in Berlin als Vorsitzender der dortigen CDU-Fraktion Oppositionsführer gegen den rot-roten Senat unter Klaus Wowereit ist. Sein Vortrag trug den Titel „Die LINKE in Verantwortung – Das Beispiel Berlin“.

Pflüger monierte unter anderem, dass die Linke in Berlin im März 2006 zu verantworten gehabt habe, dass bei einer Veranstaltung in der Gedenkstätte Berlin-Hohenschönhausen 200 Mitarbeiter der Stasi teilnehmen durften. Vom damaligen Innensenator Thomas Flierl (Linke) seien sie als „Zeitzeugen“ vorgestellt worden. Durch die Wahlerfolge der Partei in den letzten Jahren sei außerdem in der Bevölkerung der Eindruck entstanden, dass die DDR – genau wie die BRD – ein Staat gewesen sei, der sowohl Stärken als auch Schwächen gehabt habe. Darüber hinaus verwies er auf die miserable Bilanz des rot-roten Senats in der Wirtschafts- und Sozialpolitik. Überhaupt sei die Linke eine Partei, „die sich selbstständig ohne Zwang in die Tradition der SED stellt“.

Außerdem beklagte er, dass die Partei durch ihren „Antifaschismus“ einen gesellschaftlichen Konsens erreicht habe, der den gegen Anti-Totalitarismus ersetzt habe, was einer Relativierung sozialistischer und kommunistischer Menschenrechtsverletzungen gleichkomme.

Thema war außerdem auch Lafontaines Rolle innerhalb der Partei. Laut Pflüger versucht er, auch im rechtsextremem Milieu Wähler zu erreichen. Der deutsch-französische Publizist Patrick Moreau, der ebensfalls an der Tagung teilnahm, stellte fest, dass durch Lafontaine viele politikverdrossene Wähler die Linke als Protestpartei entdeckt hätten. Jedoch liege dies nicht an der übermäßigen Talkshow-Präsenz ihrer Gallionsfigur.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Politik in Deutschland

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 12, 2007

Erfurt: Archäologen entdecken mittelalterliche Mikwe

Erfurt: Archäologen entdecken mittelalterliche Mikwe

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Artikelstatus: Fertig 15:18, 12. Apr. 2007 (CEST)
Bitte keine weiteren inhaltlichen Veränderungen vornehmen, sondern einen Folgeartikel schreiben.

Gera-Ufer bei der Krämerbrücke

Erfurt (Deutschland), 12.04.2007 – Bei Bauarbeiten in der Nähe der Erfurter Krämerbrücke am Ufer der Gera haben Archäologen eine sensationelle Entdeckung gemacht. Sie fanden die außerordentlich gut erhaltenen Überreste eines mittelalterlichen jüdischen Bades, einer so genannten Mikwe. Alte Dokumente belegen, dass es in Erfurt spätestens ab 1250 eine Mikwe gab. Dieses Bad diente rituellen Reinigungen. So mussten sich unter anderem die Frauen dort nach ihrer Menstruation oder nach einer Geburt reinigen, bevor sie wieder in die Synagoge gehen durften.

Modell der Mikwe in Speyer

In Deutschland gibt es nur an wenigen anderen Orten Überreste traditioneller jüdischer Bäder, die früher neben Synagoge und Friedhof in jeder jüdischen Gemeinde vorhanden sein mussten. Bekannt sind lediglich die mittelalterlichen Badehäuser in Köln, Speyer, Worms und im thüringischen Sondershausen.

Bei der in Erfurt gefundenen Mikwe handelt es sich um einen zweitstöckigen Kellerbau aus sorgsam behauenen Natursteinen mit einem Tonnengewölbe. Er gehörte zu einem Haus am Ufer des Flusses Gera, dessen Wasser das Bad speiste. Wie groß der Raum war, wo der Eingang lag und ob die Mikwe auch nach dem Pogrom von 1349 durch die später neu angesiedelten Juden weiter genutzt wurde, ist bisher nicht bekannt. „Wir sind am Anfang“, sagt Archäologin Karin Sczech. Der vermutete Zugang könnte unter der Mauerkante liegen, die erst noch abgetragen werden soll.

In Erfurt gab es im Mittelalter eine der größten jüdischen Gemeinden in Deutschland. Einzigartig in Deutschland ist die aus der Zeit um 1100 bis zum Dach erhaltene Synagoge, die zur Zeit renoviert wird. Synagoge, Mikwe und Friedhof – etliche Bruchstücke und Grabsteine seien davon erhalten – machten nun die wesentlichen Bestandteile jüdischen Lebens im Mittelalter komplett, freut sich Sven Ostritz, Leiter des Landesamtes für Denkmalpflege und Archäologie: „Mit der ältesten bis zum Dach erhaltenen Synagoge und der Mikwe kann nun ein einmaliges Ensemble jüdischer Baukultur belegt werden, das zudem von herausragender Qualität ist.“

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »