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January 4, 2016

Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs vorgeladen

Bill Cosby wegen sexuellen Missbrauchs vorgeladen

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Veröffentlicht: 12:01, 4. Jan. 2016 (CET)
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Bill Cosby

New York City (Vereinigte Staaten), 04.01.2016 – Dem 78-jährigen Komiker Bill Cosby wird sexueller Missbrauch in zahlreichen Fällen vorgeworfen. Rund 50 Frauen beschuldigen ihn. Er selbst verklagte bereits sieben Frauen wegen Verleumdung. Gegen eine Kaution in Höhe von umgerechnet 92.000 Euro musste er vorerst nicht inhaftiert werden.

Die meisten Frauen erhoben ihre Vorwürfe in den Jahren 2014 und 2015, 35 taten dies sogar in einer Veröffentlichung des New York Magazine. Betroffen sind Models, Kellnerinnen und Frauen aus dem Showgeschäft. Die erste Strafanzeige erfolgte am 2. März 2000. Die Taten sollen bereits 1969 begonnen haben. Das jüngste Opfer war 15 Jahre alt. Einige nennen ihn „sexuell aggressiv“. Er soll die Frauen in vielen Fällen mit einem Cocktail gefügig gemacht haben, oft waren sie vorübergehend bewusstlos. Laut Aussage des Staatsanwalts soll Cosby 2004 in einem Fall die Frau mit Medikamenten und Alkohol willenlos gemacht und anschließend sexuell missbraucht haben.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   2014 wurden in den USA 800 Lehrer wegen sexuellen Missbrauchs angeklagt (26.04.2015)

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September 21, 2014

Alibaba-Aktie gewinnt 38 Prozent am ersten Handelstag

Alibaba-Aktie gewinnt 38 Prozent am ersten Handelstag

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Veröffentlicht: 21.09.2014, 07:19 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 21.09.2014 – Der erste Handelstag der Aktien der Alibaba Group an der New Yorker Börse verlief erwartungsgemäß mit großen Gewinnen für das Wertpapier und unter großer Beachtung von Laien und Fachleuten. Vor der New Yorker Börse, die ganz in Orange – der Farbe von Alibaba – erschien, hatten sich rund 100 Zuschauer, meist Chinesen, versammelt, um Unternehmensgründer Jack Ma zu begrüßen und ein Foto mit ihm zu erheischen. Ma stellte sich aber nicht nur dem vor der Börse versammelten Publikum, sondern gab auch der Presse zahlreiche Interviews – alles mehr im Stil eines Filmstars als eines millardenschweren Unternehmers. Der Handelsstart war für 10:30 Uhr (Ortszeit) angesetzt worden, doch er verzögerte sich außergewöhnlicherweise etwas, da über 1.700 Institutionen Kaufaufträge für die Aktien eingereicht hatten, die von den Offiziellen erst gesichtet werden mussten. Innerhalb der ersten Minuten nach Handelsbeginn wurden dann sofort 100 Millionen Aktien gehandelt.

Mit Beginn ihres Handels erreichte die bis dahin 68 US-Dollar teure Aktie schnell Preise zwischen 92 und 93 US-Dollar – mit einem zwischenzeitlichen Höchststand von 99,89 US-Dollar. Der Preis pendelte sich dann wieder auf etwas niedrigeren Werten ein, und am Schluss der Börse wurde die Aktie mit 93,89 US-Dollar bewertet und hatte damit 38 Prozent zugelegt. Insgesamt war der Handelstag an der New Yorker Börse sehr lebhaft, es wurden weit mehr Aktien umgesetzt als normalerweise an vergleichbaren Tagen. Der Dow Jones Index schloss den zweiten Tag in Folge mit einem Rekord bei 17.279,74 Punkten, andere Indizes verzeichneten jedoch leichte Verluste. Während die Alibaba Aktie kräftig gewinnen konnte, war Yahoo, ein Anteilseigner und nun Verkäufer großer Mengen von Alibabaaktien, ein Verlierer des Tages, obwohl seine Aktien zahlreich gehandelt wurden.

Fachleute sind skeptisch, ob sich diese Alibaba-Euphorie halten wird. Einerseits erinnern sich noch viele an den Start der Facebookaktie, die sehr schnell auf den Wert ihres Börsengangs und sogar darunter absank, nachdem auch sie einen fulminanten Handelsstart hingelegt hatte. Dann sagen selbst Fachleute, dass sie Probleme hätten, die Gewinnerwartungen des Unternehmens – entscheidend für den Wert von Aktien – zuverlässig einzuschätzen, da die Unternehmensstruktur sehr kompliziert und die Bilanz dementsprechend schwer zu verstehen sei. Es waren im Rahmen des Börsengangs auch Bedenken zur Entscheidungsstruktur im Unternehmen geäußert worden, die weniger den Aktionären als Ma und seinen getreuen Managern den entscheidenden Einfluss auf das Unternehmen sichert. Das Credo von Ma, dass die Aktionäre erst an dritter Stelle seiner Wertschätzung stehen, während die Kunden auf Platz eins und die Unternehmensmitarbeiter auf Platz zwei lägen, scheinen nicht unbedingt Werbung für die Aktie zu sein. Aber Ma hat aber auch gesagt, dass die Aktionäre sehr wohl seine Aufmerksamkeit haben und er sich Gedanken darum macht, wie er sie in den nächsten fünf bis zehn Jahren zufriedenstellen kann.

Das Geld, das durch den Börsengang eingenommen wurde, könnte nun einen aggressiven Expansionskurs des Unternehmens nicht nur in China – wo es mit 80 Prozent Marktanteil ohnehin schon Onlinehandelsmarktführer ist -, sondern vor allem in den USA und Europa ermöglichen. Starke Zuwächse in Umsatz und Gewinn sind damit sehr wahrscheinlich, heißt es dazu. Das wäre dann das, was sich Aktionäre wünschen.

Alibaba-Präsentation (2012)

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Wikinews-logo.svg   Alibaba Aktien für 68 US-Dollar ausgegeben (19.09.2014)

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September 19, 2014

Alibaba Aktien für 68 US-Dollar ausgegeben

Alibaba Aktien für 68 US-Dollar ausgegeben

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Veröffentlicht: 19.09.2014,16:29 (CEST)
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Alibaba Firmenzentrale in Hangzhou

New York (Vereinigte Staaten), 19.09.2014 – Die Aktien der chinesischen Internethandelsplatform Alibaba Group werden zu einem Kurs von 68 US-Dollar ausgegeben; das wurde zum Ende des Börsengangs am Donnerstag bekannt gegeben. Der Handel mit den Aktien an der New Yorker Börse soll heute aufgenommen werden. Die Investmentbanken hinter dem Börsengang rechnen mit einem Kurssprung für die Aktie zu Handelsbeginn von 10 bis 15 Prozent.

Der Börsengang hat eine Summe von 21,8 Millarden US-Dollar für die bisherigen Aktieninhaber erbracht. Dem Gründer des Unternehmens, Jack Ma, sollen davon 14 Milliarden gehören, während weitere leitende Angestellte zu Millionären wurden. Eine Gruppe von 27 Managern um Ma, die man die „Alibaba Partner“ nennt, werden auch nach dem Börsengang die Mehrheit der Mitglieder des Direktoren-Boards bestimmen können, obwohl die japanische Softbank, die keine Anteile verkaufte, jetzt mit 32 Prozent der größte Anteilsinhaber ist. Damit wird die Machtstruktur im Unternehmen nicht verändert. Um sie beibehalten zu können, wählte Alibaba die New Yorker Börse. An der Hongkonger Börse lassen die Bestimmungen eine solche Konstellation nicht zu. Die Beibehaltung der Führungsstruktur soll nach Unternehmensangaben den „innovativen Geist“ von Alibaba sichern. Auf Minderheitsaktionäre könnte dies aber abschreckend wirken.

Wie bekannt wurde, war die Aktie beim Börsengang weit überzeichnet. 35 bis 40 institutionelle Anleger wollten jeweils Aktienpakete im Wert von über einer Milliarde US-Dollar erwerben, hatten aber entsprechend Schwierigkeiten, ihre Aufträge vollständig erfüllt zu bekommen. Die als Unterzeichner hinter der Aktienausgabe stehenden Investmentbanken haben nun noch 30 Tage Zeit weitere Aktien auf den Markt zu bringen. Sollte dies geschehen, dann könnte das Ergebnis des Börsengangs, der im Augenblick hinter denen der beiden chinesischen Banken ABC und ICBC der drittgrößte der Geschichte ist, sogar noch auf bis zu 25 Milliarden anwachsen, was ihn dann an die Spitze setzen würde.

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Wikinews-logo.svg   Alibaba erhöht den Preis für sein Aktienangebot (19.09.2014)

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September 16, 2014

Alibaba erhöht den Preis für sein Aktienangebot

Alibaba erhöht den Preis für sein Aktienangebot

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Veröffentlicht: 20:42, 16. Sep. 2014 (CEST)
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Alibaba (2012)

New York (Vereinigte Staaten), 16.09.2014 – Das Aktienangebot der chinesischen Internethandelsplattform Alibaba scheint die Erwartungen, an diesen als wichtigsten Börsengang des Jahres bezeichneten Verkauf zu übertreffen. Kurz vor Ende des Zeichnungszeitraums für die neuen Aktien von Alibaba wurde bekanntgeben, dass entgegen dem ursprünglich geplanten Ausgabekurs zwischen 60 und 66 US-Dollar der Preis nun zwischen 66 und 68 US-Dollar pro Aktie festgesetzt werden soll. Nach einigen Meldungen könnte der Aktienpreis sogar noch weiter angehoben werden und möglicherweise 70 Dollar übersteigen, doch wäre hierfür eine erneute Genehmigung durch die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde notwendig. Der bereits einnmal erhöhte Preisrahmen aber auch der Umstand, dass das Aktienangebot bereits am 17. September – und nicht wie ursprünglich geplant einen Tag später – beendet werden sollen, deuten auf eine rege Nachfrage nach den Wertpapieren hin.

Es bleibt Alibaba trotz der neuen Preisankündigung noch immer freigestellt, den genauen Ausgabekurs festzulegen, doch wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hieß es dazu von Unternehmensseite, man plane einen „anlegerfreundlichen“ Aktienpreis. Bereits das untere Ende des neuen Preisrahmens würde mit Einnahme von rund 21 Milliarden US-Dollar eine Rekordeinnahme darstellen. Falls die beteilgten Investmentbanken ihre Zeichnungsrechte ausüben, sind sogar 25 Millarden US-Dollar Einnahme möglich. Im Vergleich dazu erreichte Facebook bei dem bisher größten Börsengang eines Internetunternehmens 16 Milliarden US-Dollar an Einnahmen. Die offizielle Preisfestlegung soll weiterhin wie geplant am 18. September erfolgen. Der Handel an der New Yorker Börse könnte dann am 19. September beginnen.

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Wikinews-logo.svg   Alibaba Group kurz vor Rekordbörsengang (08.09.2014)

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September 8, 2014

Alibaba Group kurz vor Rekordbörsengang

Alibaba Group kurz vor Rekordbörsengang

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Veröffentlicht: 22:25, 8. Sep. 2014 (CEST)
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Jack Ma (2008) – Gründer der Alibaba Group

New York (Vereinigte Staaten), 08.09.2014 – Der chinesische Internethandelsgigant Alibaba startet heute seinen mit Spannung erwarteten Börsengang. Dabei sollen im Rahmen von „Roadshows“ zuerst Aktien zu einem Preis von geschätzten 60 bis 66 US-Dollar an internationale Investoren veräußert werden. Ab dem 19. September sollen die Aktien dann an der New Yorker Wallstreet gehandelt werden.

Bei diesem Börsengang werden zunächst 320 Millionen Aktien ausgegeben, davon 123 Millionen von Alibaba selbst. Weitere Anteilseigner sind Yahoo und der japanische Technologiekonzern Softbank sowie der Gründer Jack Ma und der Vice-Chairman von Alibaba, Joe Tsai. Entsprechend einer Gesamtzahl von ca. 2,4 Milliarden Aktien laut Börsenprospekt setzt der Börsengang den Wert des Unternehmens je nach endgültigem Kurs auf bis zu 162 Milliarden US-Dollar. Analysten hatten im Vorfeld sogar einen Wert von 200 Milliarden nicht ausgeschlossen. Im Vergleich dazu wird Google heute mit 400 Milliarden US-Dollar und Facebook mit 200 Milliarden US-Dollar bewertet. Aber nicht allein der Wert des Unternehmens ist es, der für Aufsehen sorgt, sondern die Einnahmeerwartung des Börsengangs für das Unternehmen und die Anteilseigner, die mit bis zu 21 Milliarden US-Dollar Facebooks Börsengang – den mit 16 Milliarden US-Dollar bisher größten eines Internetunternehmens – übertreffen würde. Das Unternehmen würde, wenn es die Erwartungen erfüllt, auch nur knapp unter dem größten Börsengang aller Zeiten bleiben, den 2010 mit gut 22 Millarden US-Dollar die staatliche chinesische Agricultural Bank of China absolvierte.

Im Geschäftsjahr 2013 hat Alibaba 7,95 Milliarden US-Dollar Umsatz gemacht. Im Vergleich dazu hat Amazon im gleichen Zeitraum 74,45 Milliarden US-Dollar umgesetzt. Aber Alibaba hat damit 3,56 Milliarden US-Dollar Gewinn gemacht, während Amazon es nur auf 0,27 Milliarden schaffte. Das liegt daran, dass Alibaba anders als Amazon immer nur als Vermittler auftritt und grundsätzlich nicht als Verkäufer. Das Volumen der vermittelten Interneteinkäufe wird für 2014 auf knapp 300 Milliarden Euro taxiert. Die Wachstumszahlen von Alibaba liegen dabei im Bereich von 40 Prozent im Jahresdurchschnitt, und es beherrscht rund 80 Prozent des chinesischen Internethandels. Aber ob sich dies in Zukunft so weiter entwickeln wird, darüber gibt es Bedenken. Konkurrenz erwächst dem Unternehmen etwa von Amazon, das mit einem eigenen Ableger in China vertreten ist. Beachtenswert ist auch, dass Wanda, ein chinesisches Handelsunternehmen, das bisher vor allem mit Einkaufszentren und Warenhäusern in Erscheinung getreten ist, sich mit Alibabas Konkurrenten Baidu und Tencent zusammengeschlossen hat, um die Internethandelplattform e-Wanda zu gründen, die ein ähnliches Angebotsprofil wie Alibaba hat.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Chinesische Internetfirmen wollen an die Börse (18.03.2014)
Wikinews-logo.svg   Facebook goes Wall Street (01.05.2012)

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September 4, 2014

Fotostrecke: Die US Open in ihrer 134. Auflage

Fotostrecke: Die US Open in ihrer 134. Auflage

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Veröffentlicht: 07:39, 4. Sep. 2014 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 04.09.2014 – Die US Open 2014 wurden am 25. August im USTA Billie Jean King National Tennis Center eröffnet. Das letzte Grand-Slam-Tennisturnier des Jahres endet am 8. September. Im Dameneinzel verteidigt Serena Williams ihren Titel, während Rafael Nadal, der Titelverteidiger im Herreneinzel, verletzungsbedingt nicht teilnehmen kann. Die traditionsreiche Veranstaltung begeht ihre 134. Auflage mit Preisgeldern in der Höhe von 38,3 Millionen Dollar, so viel wie nie zuvor.

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March 18, 2014

Chinesische Internetfirmen wollen an die Börse

Chinesische Internetfirmen wollen an die Börse

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Veröffentlicht: 18.03.2014, 01:25 (CET)
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New York (Vereinigte Staaten), 18.03.2014 – Das chinesische Internetunternehmen Sina hat an der Börse in New York den Börsengang (engl. Initial Public Offering, kurz IPO) seiner Mikrobloggingtochterfirma Weibo beantragt. Das soziale Netzwerk Facebook und der Nachrichtendienst Twitter, die bereits beide an der Börse sind, sind in China durch die staatliche Zensur praktisch unzugänglich, was den einheimischen Konkurrenten große Vorteile verschafft. Chinas Internetgemeinde wird auf etwa 500 Millionen Nutzer geschätzt, und Sina Weibo nimmt für sich in Anspruch, dass die Hälfte davon dort registriert sei. Weibo ist zwar die chinesische Bezeichnung für Mikroblog, von denen es noch andere in China gibt, sie ist aber zum Synonym für Sina Weibo geworden, und es zieht in der Tat in China große Zahlen von Nutzern an. Die Schauspielerin Yao Chen hat rund 58 Millionen „Fans“ auf Weibo und Lee Kai-fu, der frühere Präsident von Google-China, hat 51 Millionen Anhänger. Im Vergleich dazu hatten im Februar 2014 die weltweit beliebtesten Persönlichkeiten auf Twitter, Katy Perry und Justin Bieber, knapp 50 Millionen „Fans“. Der US-Präsident Barack Obama kommt auf knapp über 41 Millonen und erreicht damit nur etwas mehr als der Popstar Lady Gaga.

Es sind aber nicht unbedingt die Personen mit den meisten Anhängern, die für Aufruhr mit ihren Beiträgen bei Weibo sorgen. So hat der Unternehmer Pan Shiyi nur etwa 1,6 Millonen Anhänger, aber seine Veröffentlichung der Feinstaubbelastung, die die amerikanische Botschaft in Peking feststellte, führte dazu, dass diese Zahlen nun in allen größeren Städten Chinas von chinesischer Seite veröffentlicht werden. Den ansonsten allmächtigen und alles kontrollierenden chinesischen Behörden sind derartige Vorgänge ein Dorn im Auge, und sie haben den Internetdienst 2013 wiederholt unter starken Druck gesetzt. So gilt nun ein Gesetz, nach dem es strafbar ist, „bösartige Gerüchte“ im Internet zu verbreiten. Dabei bestimmt der Staat dann jeweils, ob eine Nachricht verurteilenswert ist, und wenn sie mehr als 5.000-mal verbreitet wurde, hat sich der Urheber nach dem Gesetz strafbar gemacht. Dieses Gesetz hat den Nachrichtenfluss bereits deutlich eingeschränkt. Aber auch nur, die eigene Meinung zu verbreiten, kann einem Probleme bereiten. Euphemistisch spricht man in China von einer „Einladung zum Tee“, wenn man von den Behörden vorgeladen wird, weil sie einen verwarnen sollen. Die Popsängerin Annie Yi beispielsweise war 2013 davon betroffen, weil sie die regierungskritische Zeitung Southern Weekly mit ihren Weibobeiträgen unterstützte und sich dann noch für die Familie eines von staatlichen Sicherheitskräften getöteten Markthändlers, dessen Tod großes Aufsehen in China erregte, auf Weibo einsetzte. Der Unternehmer Charles Xue, der sowohl amerikanischer als auch chinesischer Staatsbürger ist, wurde, so sagen seine Anhänger, in eine Falle gelockt, so dass man ihm den in China verbotenen Umgang mit Prostituierten vorwerfen konnte und ihn darauf hin zu einer öffentlichen Selbstbeschuldigung für die Verbreitung „unverantwortlicher Informationen im Internet“ zwang. Xue hat eine Fangemeinde von rund 12 Millionen Menschen auf Weibo.

Derartige Maßnahmen sind mit dafür verantwortlich, dass die Nutzerzahl von Weibo im letzten Jahr um etwa 28 Millionen sank. Die Chat-App WeChat, das chinesische Gegenstück zu WhatsApp, konnte dabei scheinbar von diesem Rückgang bei Weibo profitieren, ihre Nutzerzahlen sind 2013 gewachsen. Bei WeChat konnte man bis Donnerstag, den 13. März 2014, noch eine ganze Reihe so genannter öffentlicher Nachrichtenkanäle verfolgen, deren Inhalt als liberal zu bezeichen war, doch seit dem sind sie ohne Vorwarnung dort gelöscht worden. Ob es reine Unternehmenspolitik, vorauseilender oder wirklicher Gehorsam gegenüber den Behörden war, bleibt dabei offen. Internetnutzer äußerten in jedem Falle ihr Missfallen über den Vorgang. Es wird darum im Zusammenhang mit dem Börsengang nun auch die Frage gestellt, ob und wie Weibo seine Nutzerzahl und damit den Profit aus Werbung auf Dauer wird halten bzw. ausbauen können. Weibo hat für 2013 einen Zuwachs der Werbeeinnahmen um 163 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf nun 56 Millionen US-Dollar vermeldet.

Hauptverwaltung der Alibaba Group in Hangzhou

Ein wichtiges Wachstumsfeld im chinesischen Internet ist der Onlinehandel, und das Unternehmen Alibaba hat im letzten Jahr 18 Prozent von Sina-Weibo übernommen, was dessen Nutzern den Einkauf auf den betreffenden Handelsplattformen enorm erleichtert. Die chinesische Zentralbank hat nun, wie sie sagt, „vorläufig“ die Pläne von Alibaba, gemeinsam mit dem Internetunternehmen Tencent den Internethandel mit so genannten „virtuellen Kreditkarten“ einfacher zu gestalten, gestoppt, was die chinesische Börse am Freitag, dem 14. März, mit einem allgemeinen Kursrückgang beantwortete. Ungeachtet dessen wurde am Sonntag, den 16. März bekannt, das die Alibaba Group alle für ihren Börsengang in New York nötigen Formalitäten geregelt hätte, nachdem man vorher auch mit den Börsen in Hong Kong und London in Verhandlungen stand. Ein Datum für den Börsengang, der von Morgan Stanley und Credit Suisse vorbereitet werden soll ist noch nicht bekannt, ebenso wie es nur Spekulationen über den Börsenwert gibt. Die Summe von 15 Millionen US-Dollar, die in diesem Zusammenhang genannt wird, ist dabei nur unwesentlich kleiner als die 16 Millionen, die für Facebook erzielt wurden. Aber anders als Facebook ist die Alibaba Group bereits in der Gewinnzone mit einem Mix aus Angeboten, der sowohl Plattformen, die an Amazon, wie auch Ebay erinnern, umfasst. Hinzu kommt der Bezahldienst Alipay und seit neuestem eine Taxibuchungsapp für das Smartphone mit Namen „Kuaidi Dache“.

Besonders das Taxibuchungssystem hat in letzter Zeit für Aufsehen in China gesorgt, denn die chinesische Internetfirma Tencent bietet eine ähnliche App an und beide kämpfen im Augenblick mit großen Rabatten, die sie Nutzern für jede über das jeweilige System gebuchte Fahrt bieten und Prämien für die Fahrer in großen Städten wie Shanghai oder Peking um den Markt. Das Taxibuchungssystem ist aber nicht nur wegen der Rabatte umstritten, die sich nicht auf Dauer werden etablieren können, sondern auch weil man in China traditionell keine Taxistände findet und Taxis so zahlreich auf allen Straßen verkehren, dass man sie einfach heranwinkt, wenn man eines benötigt. Taxifahrer neigen nun aber dazu, den Fahrgästen mit der Taxiapp den Vorzug zu geben, da diese für sie lukrativer sind, was Menschen ohne diese App benachteiligt. Die Städte versuchen nun wieder einen gleichberechtigten Zugang zu Taxis zu ermöglichen, indem sie Strafen für das Ignorieren von potentiellen Fahrgästen am Straßenrand, das zeitweilige Verbot der Nutzung der Taxiapps zu Hauptverkehrszeiten oder auch Taxistände einrichten. Ob die Taxiapp damit wirklich eine Revolution im öffentlichen Personenverkehr für China bedeutet oder nur ein für die Unternehmen kostspieliges und für die Nutzer kurzlebiges Experiment ist, ist zur Zeit noch völlig offen.

Über den Börsenwert von Sina-Weibo und die Zahl der auszugebenden Aktien gab es ebenfalls große Spekulationen. Demnach sollte das Unternehmen mit 8 Milliarden US-Dollar bewertet werden, was es deutlich über seiner Konzernmutter Sina platzieren würde, die mit 5 Milliarden US-Dollar bewertet wird. Es wurde jetzt bekannt gegeben, dass man unter der Leitung der Investmentbank Goldman Sachs und der Großbank Credit Suisse 500 Millionen US-Dollar mit dem Börsengang erzielen wolle. Diese Zahl diene alleine dazu, die Gebühren für den Börsengang zu berechnen, wurde dabei betont. Die Unsicherheit der künftigen Geschäftsentwicklung und die damit verbundene Schwankung im Wert des Unternehmens wurde dabei von Sina bei der Ankündigung des Börsenganges deutlich betont.

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October 2, 2013

Indisch-Pakistanisches Gipfeltreffen in New York

Indisch-Pakistanisches Gipfeltreffen in New York

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Veröffentlicht: 08:20, 2. Oktober 2013 (CEST)
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New York (Vereinigte Staaten), 02.10.2013 – Am Rande der 68.Generalversammlung der Vereinten Nationen in New York fand am Sonntag (29. September) ein Treffen des indischen Ministerpräsidenten Manmohan Singh mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Nawaz Sharif statt.

Die beiden benachbarten Atommächte haben in ihrer Geschichte bisher insgesamt viermal Krieg gegeneinander geführt. Davon ging es dreimal um die Region Kaschmir. Beide Länder erheben Anspruch auf die gesamte Region Kashmir, von der sie jeweils Teile kontrollieren. Es gibt keine offiziell anerkannte Grenze zwischen beiden Ländern in dieser Region, sondern nur eine als Line of Control (LoC) bezeichnete Linie, die aus der Waffenstillstandslinie des Krieges von 1971 hervorgegangen ist. Über die LoC hinweg kommt es immer wieder zu vereinzelten Schusswechseln zwischen beiden Ländern, bei denen im Jahr 2013 bereits mehrere indische Soldaten getötet wurden. Aktuell bereitet Indien aber die verstärkte Infiltration von bewaffneten Kämpfern aus Pakistan über die LoC sehr viel mehr Sorge, denn diese haben innerhalb der Region Kashmir 2013 wiederholt Truppen der indischen Armee oder Polizeiposten angegriffen und getötet. Der letzte Vorfall dieser Art ereignete sich dabei allerdings in der Region Jammu, dem südlichen Teil des indischen Bundestaates Jammu und Kashmir am 26. September 2013. Der Zeitpunkt ließ dabei für die indische Presse zumindest keinen Zweifel daran, dass man hier auch auf das Treffen zwischen Singh und Sharif zielte, da Singh unmittelbar danach nach New York reisen sollte und das dortige Treffen mit Sharif bereits angekündigt war. Singh selbst verurteilte den Angriff als barbarisch und reine Provokation, die den Weg beider Länder zu einer friedlichen Lösung ihrer Probleme behindern wollte. In Pakistan wurde der Vorfall als Terrorismus verurteilt.

Aber nicht nur auf politischer Ebene wurden bereits vor dem Gespräch beider Regierungschefs Spannungen von indischer Seite deutlich, in den pakistanischen Medien erregte die Meldung eines Journalisten in der dieser sagte, Sharif habe ihm gegenüber gesagt, Singh habe sich bei US-Präsident Barack Obama über ihn wie ein „dehati aurat“ (englisch als „village woman“ übersetzt und hier deutsch am besten als „Waschweib“ zu verstehen) beklagt, Aufsehen. Was von anderen Journalisten aber umgehend als bewußte Fehlinformation zurückgewiesen wurde und auch von Sharif inzwischen zurückgewiesen wird.

In seiner Rede vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen sprach Singh eine ganze Reihe von Themen von Klimaschutz und Atomwaffen bis hin zur Entwicklungshilfe für Afrika an, das Hauptaugenmerk seiner Rede wurde danach von Medien aber auf den Abschnitt gelegt, in dem er einen Bogen vom internationalen Terrorismus zu den Problemen zwischen Indien und Kaschmir schlug. Singh sprach dabei sehr deutlich davon, dass er Pakistan als Unterstützer des Terrorismus in Indien sähe. Sein Aussenminister Salman Khurshid wurde dabei noch etwas deutlicher und beschuldigte ausdrücklich den pakistanischen Geheimdienst ISI und Armee den Terrorismus zu unterstützen und spielte dabei nicht nur auf Kashmir sondern auch die Angriffe in Mumbai an, die 2008 das Verhältnis beider Länder auf einen Tiefpunkt gebracht hatten.

Singh bezog sich in seiner Rede dabei auf die Rede Sharifs, die dieser an gleicher Stelle am Vortag gehalten hatte. Singh stellte dabei die Rolle der Vereinten Nationen und die Rolle Pakistans in der Arbeit in den Mittelpunkt seiner Rede. Er rief die Vereinten Nationen dabei dazu auf sich weiter um den Kashmir Konflikt zu kümmern und spielte dabei auf die United Nations Military Observer Group in India and Pakistan an, die seit 1951 die Vorgänge in der Region vor Ort beobachtet. Er lud Premierminister Singh dabei ausdrücklich zu Gesprächen über die Probleme zwischen beiden Ländern ein und deutete auch an, dass Singh dies positiv aufgenommen habe.

Die beiden Regierungschefs trafen sich zu einem einstündigen Gespräch, das vom indischen Nachrichtensender CNN-IBN als „zero outcome meet“ also ein Treffen ohne Ergebnis bezeichnet wurde. Beobachtern fiel dabei die formelle Höfflichkeit beider Gesprächspartner auf, die jeden Augenkontakt vermieden. Ganz ohne Ergebnis blieb das Treffen aber nicht. Premierminister Singh regte an, die direkten Auseinandersetzungen an der LoC in Zukunft durch eine Gesprächsgruppe klären zu entlassen und baute damit auf das Shimla-Abkommen, das 1971 den Weg zu einem weitgehend friedlichen Miteinander beider Länder geebnet hatte.

Die Reaktionen auf dieses Gespräch in Indien waren, geteilt. Während einige gemäßigte Stimmen in Kashmir die Gespräche über die Vorgänge an der LoC als wichtig ansahen, da sie immer wieder den Fortgang der Verständigung zwiwschen beiden Ländern belasteten, lehnten die eher radikalen politischen Vertreter in Kashmir alle bilateralen Gespräche als untauglich ab, das Problem zu lösen und beriefen sich dabei auf die bisherige Geschichte. Narendra Modi von der größten Oppostitionspartei im indischen Parlament Bharatiya Janata Party (BJP) lehnte dabei bereits am Sonntag (29.09) die Haltung von Premierminister Singh gegenüber Pakistan auf einer Versammlung von Parteianhängern entschieden ab. Die BJP ist eine von Hindus domnierte Partei und bei diesen stößt jedes Gespräch, dass die Situation Kashmirs betrifft sofort auf heftige Reaktionen, wie etwa auch bei Mohan Rao Bhagwat der Führer der radikal hinduistischen Rashtriya Swayamsevak Sangh (RSS).

In Indien wird 2014 ein neues Parlament gewählt, dass Premierminister Singh, der 81 Jahre alt ist, bei dieser Wahl erneut antreten wird, gilt als unwahrscheinlich. Von der BJP sagt man dass sie ihre bisher klarsten Aussagen zum Wahlprogramm in der Versammlung vom Sonntag gegeben hätte. Welche Bedeutung das Treffen der beiden Staatsmänner angesichts dieser Situation hat, bleibt abzuwarten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Indien
  • Portal:Pakistan

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April 9, 2013

UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“

UN-Hochkommissarin für Menschenrechte: „Schließt Guantanamo Bay!“

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Veröffentlicht: 18:50, 9. Apr. 2013 (CEST))
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„Navi“ Pillay (2010)

New York (Vereinigte Staaten), 09.04.2013 – Die UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, rief die Vereinigten Staaten am Freitag auf, das Gefangenenlager Guantanamo Bay in Kuba zu schließen. Das unbegrenzte Festhalten der Insassen ohne Gerichtsverhandlung verstoße gegen Internationales Recht.

„Wir müssen uns darüber im Klaren sein, dass die USA nicht nur ihre eigenen Rechte verletzen, sondern auch internationale Gesetze und Standards“, erklärte Pillay. Pillay sagte, die Insassen des Lagers sollten sich vor einem zivilen Gericht verantworten, denn die Verhandlung vor einem Militärtribunal verstoße gegen internationale Standards für faire Prozesse. Nur neun der derzeit Inhaftierten werde oder wurde überhaupt der Prozess gemacht.

Gefangene bei ihrer Ankunft im Lager (Januar 2002)

Das Camp „Guantanamo Bay“ wurde im Januar 2002 von dem damaligen US-Präsidenten George W. Bush eröffnet. Momentan sind 166 Häftlinge dort untergebracht. Seit letztem Monat befinden sich 31 Häftlinge im Hungerstreik. Wie ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums mitteilte, werden elf Personen zwangsernährt. Pillay sagte über die im Hungerstreik befindlichen Insassen: „Angesichts der Unsicherheit und Ängste, die mit der anhaltenden und unbegrenzt scheinenden Haft in Guantanamo einhergehen, ist es kaum überraschend, dass die Frustrationen der Menschen überkochen und sie zu solch verzweifelten Maßnahmen greifen.”

Präsident Barack Obama hatte die Schließung des Lagers versprochen, doch er scheiterte bislang. Die Vereinigten Staaten gaben bereits grünes Licht für den Transfer der Hälfte der verbliebenen Insassen in ihre Heimatländer beziehungsweise in Drittstaaten. Pillay drängt auf die Ausführung der Transfers: „Zunächst müssen diejenigen, die zur Freilassung freigegeben wurden freigelassen werden.“

Als Reaktion auf das Statement der Hochkommissarin verteidigte Lieutnant Colonel Todd Berasseale, ein Sprecher des amerikanischen Verteidigungsministeriums, das Camp. Gegenüber Reuters sagte er: „Wir werden die Häftlinge weiter nach dem international anerkannten Kriegsrecht behandeln. Alle, die sich dort in unserer Obhut befinden, werden menschlich behandelt. Behauptungen, in denen etwas anderes geschildert wird, werden sich bei näherem Hinsehen als unwahr erweisen.“

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist eine Übersetzung eines fremdsprachigen Artikels vom 07.04.2013, 19:08 Uhr (Version)

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February 4, 2013

Grand Central in New York wird 100

Grand Central in New York wird 100 – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Grand Central in New York wird 100

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Veröffentlicht: 20:08, 4. Feb. 2013 (CET)
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Haupthalle des Grand Central Terminals.

Grand Central Terminal bei Nacht.

New York (Vereinigte Staaten), 04.02.2013 – Mit einem Festakt wurde am 1. Februar 2013 der 100. Geburtstag des New Yorker Hauptbahnhofs, des Grand Central Terminals, begangen. Der Bahnhof, der am 2. Februar 1913 eingeweiht wurde, blickt dabei auf eine wechselvolle Geschichte mit Höhen und Tiefen zurück. „Es ist nicht einfach, einhundert Jahre in einer Stadt des ständigen Wandels zu überdauern,“ unterstrich New Yorks Bürgermeister Michael Bloomberg in seiner Rede während der Feierlichkeiten.

Mit dem richtigen Gefühl für ein geschäftsträchtiges Objekt ließ die Vanderbilt-Familie das jetzige Bahnhofsgebäude zwischen 1903 und 1913 errichten. Der Tiefpunkt des Grand Central wurde 1970 erreicht, als man den Bahnhof für den Bau eines Wolkenkratzers abreißen wollte. Dank des Engagements von Jacqueline Kennedy Onassis, der Witwe des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy, und der von ihr initiierten Bürgerbewegung konnte der Bahnhof erhalten werden.

Heutzutage nutzen eine Dreiviertelmillion Menschen täglich den Bahnhof. Auch wenn hier keine Fernzüge mehr halten, so ist der Grand Central immer noch Haltepunkt der Vorortzüge und U-Bahnen. Und er ist bei Touristen beliebt: die Haupthalle mit ihrem Auskunftsschalter, der darüber angebrachten legendären Uhr und das Kuppelgemälde, das mehrere Sternbilder darstellt, ist ein Höhepunkt der New-York-Reisenden.

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