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May 19, 2014

WHO rechnet mit 75 Prozent mehr Krebstoten innerhalb von zehn Jahren

WHO rechnet mit 75 Prozent mehr Krebstoten innerhalb von zehn Jahren

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Veröffentlicht: 19:05.2014, 00:50 (CEST)
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Die Weltgesundheitsorganisation ist eine Sonderorganisation der Vereinten Nationen

Das Rauchen ist eine der Hauptursachen für Krebserkrankungen

1984 – vor 30 Jahren wies eine Briefmarke der Deutschen Bundespost auf die Gefahren des Rauchens hin

Genf (Schweiz), 19.05.2014 – Chris Wild, Direktor des Internationalen Zentrums für Krebsforschung Weltgesundheitsorganisation (WHO), erklärte gegenüber dem britischen Fernsehsender BBC die Ergebnisse des neuen UN-Krebsreports. 2012 gab es weltweit schätzungsweise 8,2 Millionen Krebstote. Diese Zahl wird in den nächsten beiden Jahrzehnten voraussichtlich auf fast 25 Millionen ansteigen. Das entspricht einer Steigerung um 75 Prozent innerhalb von zehn Jahren.

Das Ziel der WHO besteht darin, allen Völkern zur Erreichung des bestmöglichen Gesundheitszustandes zu verhelfen. Die größten Erfolge hat die WHO bei der Bekämpfung von Infektionskrankheiten erzielt. Der bisher einzige unter Federführung der WHO erarbeitete völkerrechtliche Vertrag ist das WHO-Rahmenübereinkommen zur Eindämmung des Tabakgebrauchs. Das Rahmenübereinkommen ist entstanden aus der Erkenntnis, dass die weltweite Ausbreitung des Tabakkonsums schwerwiegende Folgen für die öffentliche Gesundheit hat. Zu diesen Folgen gehören auch Krebserkrankungen wie etwa Lungenkrebs. 1987 wurde der Weltnichtrauchertag von der WHO ins Leben gerufen, und in den Folgejahren wurden wiederholt Kampagnen gestartet.

Weltweit sind 25 Prozent aller bösartigen Tumore Bronchialkarzinome, wobei Männer am häufigsten betroffen sind. Hauptursache ist der Tabakrauch. Demgegenüber habe die Atomkatastrophe in Japan das Krebsrisiko für die dortige Bevölkerung nicht erhöht. Der erste UN-Krebsreport erschien 2003, der zweite 2008. Die drei Länder mit den weltweit höchsten Krebsraten sind Dänemark, Frankreich und Australien. Deutschland steht an 18. Stelle der Weltliste.

Der Weltnichtrauchertag am 31. Mai steht in diesem Jahr in Deutschland unter dem Motto Gesundheit auf der Kippe. International appelliert die WHO an ihre Mitgliedsstaaten, die Tabaksteuer zu erhöhen. Weltweit sterben jährlich 6 Millionen Menschen durch den Konsum von Tabak, worunter 600.000 Nichtraucher sind, die den Qualm unfreiwillig einatmen.

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January 23, 2013

ILO rechnet weltweit mit starkem Anstieg der Arbeitslosigkeit

Filed under: Arbeitslosigkeit,Genf,Soziale Sicherung,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

ILO rechnet weltweit mit starkem Anstieg der Arbeitslosigkeit

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Veröffentlicht: 13:57, 23. Jan. 2013 (CET)
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Genf (Schweiz), 23.01.2013 – Dem jährlich veröffentlichten Beschäftigungsbericht der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) zufolge steigt die Arbeitslosigkeit weltweit weiter an. Der ILO-Beschäftigungsbericht erscheint jedes Jahr vor der Wirtschaftswoche in Davos.

197 Millionen Personen seien 2012 arbeitslos gewesen und insgesamt 38 Millionen hätten die Suche nach einem Arbeitsplatz bereits aufgegeben. Bisher hatte die ILO die Zahl der Menschen, die eine Jobsuche schon aufgegeben haben, erheblich geringer eingeschätzt. ILO-Chef Guy Ryder sagte am Montag, die Unsicherheit über die konjunkturelle Entwicklung und die unzureichenden Gegenmaßnahmen der Politik seien Auslöser für den erwarteten Anstieg der Arbeitslosigkeit. Außerdem würde die Euro-Krise und die ungewisse wirtschaftliche Lage in den USA den Zustand des Arbeitsmarktes verschlechtern. Das Wachstum der Weltwirtschaft sei nicht stark genug gewesen, um den Anstieg zu verhindern. 2013 werden 202 Millionen Arbeitslose erwartet. Das wären 5,1 Millionen Millionen mehr als im vorigen Jahr. In den Jahren nach 2013 ist allerdings auch keine Besserung in Sicht. 2014 kämen wahrscheinlich noch drei Millionen weitere hinzu. Für 2017 werde die Überschreitung der 210 Millionen-Marke erwartet.

Vor allem in den Ländern Europas und Nordamerikas sowie in den weiteren Industriestaaten ist die Arbeitslosigkeit am stärksten angestiegen. Im Nahen Osten kam es ebenfalls zu einem Anstieg, was vermutlich im Zusammenhang mit den politischen Veränderungen dort stehen dürfte. In den Staaten Lateinamerikas, des südlichen Afrikas und den meisten Ländern Asiens war der Anstieg dagegen nur moderat, teilweise fiel die Arbeitslosenquote sogar.

Der ILO zufolge sind junge Menschen besonders oft von Arbeitslosigkeit betroffen. Die Euro-Krise habe die Jugendarbeitslosigkeit in den davon betroffenen Ländern gefährlich weit in die Höhe getrieben. Sie stieg um 50 Prozent in Griechenland und Spanien, sowie mehr als 22 Prozent im Durchschnitt der Euroländer.

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January 18, 2013

Wintereinbruch an der Levante erschwert Hilfe für Syrien-Flüchtlinge

Wintereinbruch an der Levante erschwert Hilfe für Syrien-Flüchtlinge

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Veröffentlicht: 19:00, 18. Jan. 2013 (CET)
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Weiße Pracht in Jerusalem…

Beirut (Libanon) / Jerusalem (Israel) / Genf (Schweiz), 18.01.2013 – Der Wintereinbruch der vergangenen Woche erschwert die Hilfe für syrische Flüchtlinge. Stürmisches Wetter war über die Küste der Levante gezogen. Starker Schneefall hatte in Israel die Sperrung der Autobahnverbindung zwischen Jerusalem und Tel Aviv verursacht. Nicht befahrbar waren weitere Straßen im Norden Israels und im Westjordanland. In den Tagen zuvor hatte bereits ergiebiger Regen und starker Wind zu Schäden und Behinderungen geführt, weil Straßen, Häuser und Felder überflutet wurden. Betroffen von dem schlechten Wetter waren außer Israel der Gazastreifen, das Westjordanland, die Golanhöhen, Jordanien und der Libanon. In Israel und im Libanon starben mindestens drei Personen durch die Auswirkungen des schlechten Wetters, und mindestens fünf weitere kamen im Westjordanland um.

Das Wetter brachte am 9. und 10. Januar zwischen zehn und zwanzig Zentimetern Schnee in Jerusalem, Ost-Jerusalem, Ramallah und Bethlehem. In Hebron fielen dreißig Zentimeter Schnee, und am Berg Hermon im Norden Israels wurden bis zu neunzig Zentimeter Schnee registriert. Der Sturm hatte seine Energie aus der warmen, feuchten Luft des Mittelmeeres geschöpft, die ostwärts in Richtung der Levante gezogen war. Das Tiefdruckgebiet hatte sich verstärkt, als es mit dem südwestlichen Rand einer großen Kaltluftmasse zusammenstieß, die sich von Osteuropa und der Türkei bis nach China erstreckte. Diese war für die Kälte in China verantwortlich. Nachdem das Zentrum des Systems die Küste überquert hatte, sorgte es dafür, dass Kaltluft vom Norden in den östlichen Mittelmeerraum gelangte und der Regen in Schnee überging. Der Wintereinbruch war der schlimmste der vergangenen zwei Jahrzehnte, meldete die Nachrichtenagentur Reuters.

Im Südosten des Libanons wurde bei Hasbaya eine Straße durch einen Erdrutsch unterbrochen. Die Region verzeichnet in diesem Winter überdurchschnittliche Niederschläge, was zu einer Verbesserung der Trinkwasserversorgung in Israel und den besetzten Gebieten beitragen dürfte. Der See Genezareth erreicht derzeit, auch durch höheren Anteil der Trinkwassergewinnung in Entsalzungsanlagen, den höchsten Wasserstand seit Jahren.

Das jordanische Flüchtlingslager Za’atri wurde teilweise überflutet. Hier kommen durchschnittlich über 1.100 Flüchtlinge am Tag an. Viele der Flüchtlinge leben in nur notdürftig beheizten Unterkünften. Die jordanische Regierung geht davon aus, dass seit Ausbruch des Bürgerkrieges in Syrien rund 280.000 Syrer nach Jordanien geflohen sind; davon wurden bislang 176.569 vom UNHCR registriert.

Auch im Libanon werden knapp 200.000 syrische Flüchtlinge vom UNHCR betreut. In der Bekaa-Ebene hat Hochwasser die Flüchtlingslager al-Marj und al-Faour in Mitleidenschaft gezogen. Auch in der Türkei und im Irak wirken sich Schnee und Kälte auf die Situation der Flüchtlinge aus. Insgesamt betreuen UNHRC, Caritas und Roter Halbmond derzeit über 600.000 syrische Flüchtlinge.

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June 8, 2012

WHO meldet: Tripper möglicherweise bald nicht mehr heilbar

Filed under: Genf,Gesundheit allg.,Gonorrhoe,Veröffentlicht,WHO — admin @ 5:00 am

WHO meldet: Tripper möglicherweise bald nicht mehr heilbar

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Veröffentlicht: 18:45, 8. Jun. 2012 (CEST)
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Gonorrhoeinfektion am Auge

Genf (Schweiz), 08.06.2012 – Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) warnt vor der bisher als vergleichsweise harmlos angesehenen Infektion mit Gonokokken. Durch die Bakterien wird die Geschlechtskrankheit Gonorrhoe, umgangssprachlich als Tripper bezeichnet, ausgelöst. Durch die steigende Resistenz gegen Antibiotika könnte schon in absehbarer Zeit eine Heilung der Krankheit nicht mehr möglich sein.

Dr. Manjula Lusti-Narasimhan von der Abteilung für Reproduktive Gesundheit und Forschung bei der WHO: „Tripper wird zu einem großen Problem der öffentlichen Gesundheit, wegen der hohen Inzidenz von Infektionen begleitet von schwindenden Behandlungsmöglichkeiten. Ohne die Erforschung neuer Antibiotika, könnte bald keine wirksame Behandlung für die Patienten mehr zur Verfügung stehen“. In mehreren Ländern, wie Australien, Frankreich, Japan, Norwegen und Schweden, wurden Resistenzen gegen zur Heilung verabreichte Breitbandantibiotika festgestellt. In Sachsen, dem einzigen Bundesland in dem die Tripperinfektionen nach dem Jahr 2001 noch erfasst wurden, haben sich die Erkrankungen in den Jahren 2003 bis 2010 verdoppelt. Ob ein Zusammenhang mit den festgestellten Resistenzen besteht ist nicht bekannt. Die WHO fordert mit einem globalen Aktionsplan gegen die Ausbreitung von Gonorrhoe vorzugehen.

Tripper ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Erkrankungen. Durch die Benutzung von Kondomen ist ein Schutz vor einer Infektion gegeben. Die Gonokokken heften sich an Schleimhautzellen des Gebärmutterhalses und der Harnröhre fest und schädigen die Zellen durch Entzündung mit eitrigem Ausfluss. Eine Übertragung von den Schleimhäuten der Geschlechtsorgane auf die Augen kann beispielsweise durch die Finger beim Reiben der Augen erfolgen. Komplikationen wie Entzündungen der Hirnhäute (Meningitis) und des Herzens (Endokarditis) sind selten geworden, werden sich bei einer fortschreitenden Resistenz der Bakterien aber vermutlich wieder ausbreiten.

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  • Portal:Gesundheit

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March 5, 2012

UNICEF: Immer mehr Kinder leben in Slums

UNICEF: Immer mehr Kinder leben in Slums

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Veröffentlicht: 11:07, 5. Mär. 2012 (CET)
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Slum in Mumbai

Köln (Deutschland) / Genf (Schweiz), 05.03.2012 – UNICEF hat einen neuen Report „Zur Situation der Kinder in der Welt 2012“ vorgestellt. Laut dem Report lebt jedes dritte Stadtkind heute in einem Elendsviertel und hat keinen ausreichenden Zugang zu Nahrung, Trinkwasser, Bildung und medizinischer Versorgung; etwa eine Milliarde Kinder und Jugendliche, und damit die Hälfte aller Kinder und Jugendlichen, lebt in Städten. Auch die anhaltende Urbanisierung lässt die Städte der Welt jedes Jahr wachsen. Die Bedürfnisse und Rechte der Kinder und Jugendlichen werden nach Aussage von UNICEF häufig übersehen und spielen bei der Stadtentwicklung keine entscheidende Rolle. Um Kindern eine Stimme bei der Planung zu geben, hat UNICEF zu der Child-Friendly Cities Initiative beigetragen.

Der Report beschreibt die Folgen von Armut mit Mangelernährung, mangelnder Hygiene, Bildungsbenachteiligung und Schutzlosigkeit; soziale Ungleichheit führe auch zu Kriminalität und Gewalt. Die Kindersterblichkeit in armen Slums sei höher als in manchen ländlichen Gebieten. Oft würden zwischen 50 und 80 Prozent des Einkommens für die Ernährung der Familie vebraucht, und der Zugang zu der in den Städten vorhandenen Gesundheitsversorgung sei nicht möglich, wodurch Krankenheiten wie Masern, Tuberkulose und andere durch Impfungen zu vermeidende Krankheiten wieder zur Gefahr würden.

Am 28. Februar 2012 wurde von 18 Staaten ein Zusatzprotokoll zur UN-Kinderrechtskonvention unterzeichnet, dass Kindern ein Beschwerderecht bei den Vereinten Nationen einräumt, wenn ihre Menschenrechte verletzt wurden und der Rechtsweg im eigenen Lande ausgeschöpft ist.

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June 18, 2011

Internationale Arbeitsorganisation verabschiedet erstmals Arbeitsnorm für Hausangestellte

Internationale Arbeitsorganisation verabschiedet erstmals Arbeitsnorm für Hausangestellte

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Veröffentlicht: 20:22, 18. Jun. 2011 (CEST)
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Genf (Schweiz), 18.06.2011 – Die sozialen Rechte von schätzungsweise 50 bis 100 Millionen Hausangestellten weltweit werden durch ein neues Abkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), einer Sonderorganisation der Vereinten Nationen, besser geschützt. Die Internationale Arbeitskonferenz, das oberste beschlussfassende Organ der ILO, verabschiedete auf ihrer 100. Tagung in Genf am 16. Juni eine neue Arbeitsnorm, die Hausangestellten grundsätzlich die gleichen Rechte einräumt wie Arbeitern und Angestellten in regulären Arbeitsverhältnissen. Dazu gehören Regelungen der Arbeitszeiten, darunter ein verbindlicher arbeitsfreier Tag pro Woche, Regelungen der Arbeitsbedingungen und die Garantie gewerkschaftlicher Organisationsfreiheit. Diese Rechte wurden bisher Hausangestellten systematisch vorenthalten. Die Vorbereitungen zum Erlass des Abkommens hatten drei Jahre gedauert.

Human Rights Watch weist darauf hin, dass dieser Berufsgruppe grundlegende Menschenrechte bisher vorenthalten wurden, wodurch sie häufig besonders schweren Formen der Ausbeutung bis hin zu sexuellem Missbrauch, Menschenhandel und Zwangsarbeit ausgesetzt waren. Rund 83 Prozent der Hausangestellten sind Mädchen und Frauen, darunter viele Migrantinnen, die in vielfacher Weise diskriminiert werden. Die Organisation weist darauf hin, dass die neue Regelung vor allem von den Vereinigten Staaten, Australien, Brasilien und Südafrika unterstützt worden sei, während die Europäische Union vielfach Bedenken dagegen geäußert habe und sich für weniger weitreichende Rechte der Betroffenen ausgesprochen habe.

Die neue Norm tritt ein Jahr nach der Ratifizierung durch mindestens zwei der 183 ILO-Mitgliedsstaaten in Kraft. Die Regierungen werden dadurch verpflichtet, die Hausangestellten durch ihre nationale Gesetzgebung zu schützen.

Die Aufgabe der ILO besteht darin, internationale Arbeitsstandards zu erarbeiten und in Form von völkerrechtlichen Abkommen zu beschließen. Die ILO ist die einzige Organisation der Vereinten Nationen, in der neben den Mitgliedsstaaten auch die Gewerkschaften und die Arbeitgeberverbände Sitz und Stimme haben.

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „International labor standards“.

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April 8, 2011

WHO: Die Welt steuert auf ein post-antibiotisches Zeitalter zu

WHO: Die Welt steuert auf ein post-antibiotisches Zeitalter zu

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Veröffentlicht: 18:32, 8. Apr. 2011 (CEST)
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Genf (Schweiz), 08.04.2011 – Am gestrigen Weltgesundheitstag sprach Margaret Chan, die WHO-Generaldirektorin, eine deutliche Warnung aus. Wegen des sorg- und verantwortungslosen Umgangs mit Antibiotika drohen immer mehr dieser Mittel ihre Wirkung zu verlieren. Mehr und mehr Keime und Bakterien entwickeln Resistenzen und sprechen nicht mehr auf eine Behandlung an. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) befürchtet, dass schon bald einfache Infektionen nicht mehr geheilt werden können und bei den Erkrankten zum Tod führen.

Die WHO-Europazentrale in Kopenhagen gab bekannt, dass in den EU-Ländern im Jahr 2010 etwa 25.000 Menschen durch Infektionen starben. Die Infektionen finden dabei häufig in Krankenhäusern statt. Werden Behandlungen nicht fachgerecht durchgeführt, so überleben die hartnäckigsten Bakterien und vermehren sich. So entstehen Bakterienstämme, die gegen ein oder mehrere Antibiotikapräparate Resistenzen entwickelt haben. Bei den Klinikinfektionen besonders gefürchtet ist der Keim „Methicillin-resistentes Staphylococcus aureus (MRSA)“.

Die 2010 gemeldeten 440.000 neuen Tuberkuloseerkrankungen (TBC) stellen ein besonderes Problem dar. Hier dauert eine fachgerechte Behandlung sechs Monate. Besonders in Entwicklungsländern werden solche Behandlungen immer wieder unterbrochen, beispielsweise weil das Antibiotikum nicht vorrätig ist: genau das Szenario, bei dem es zu Resistenzbildungen kommt. Diese besonders gefährlichen Bakterienstämme verbreiten sich schnell weltweit. Ähnliche Probleme gibt es bei dem AIDS-Erreger HIV und bei der Malaria.

Besorgniserregend sei insbesondere, dass Antibiotika in 14 von 21 osteuropäischen Ländern ohne ärztliches Rezept frei verkäuflich sind. Dies kommen beispielsweise in Tiermastbetrieben zum Einsatz, wo es vorbeugend verabreicht wird.

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December 23, 2010

Elfenbeinküste: Fast 200 Tote nach Unruhen

Elfenbeinküste: Fast 200 Tote nach Unruhen

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Veröffentlicht: 18:09, 23. Dez. 2010 (CET)
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Lage der Elfenbeinküste an der westafrikanischen Küste

Abidjan (Elfenbeinküste) / Genf (Schweiz), 23.12.2010 – Nach Angaben der US-Botschafterin in Genf, Betty E. King, wurden im Verlauf der vergangenen Woche mindestens 173 Menschen bei Zusammenstößen zwischen den verfeindeten politischen Lagern des Landes getötet und 500 Personen inhaftiert. Die Botschafterin nahm an einer Sitzung der UN-Menschenrechtskommission teil, die zurzeit wegen der Krise in dem westafrikanischen Land in Genf tagt.

Die UNO bestätigte auch Berichte, wonach liberianische Söldner in dem Land auf der Seite des Ex-Präsidenten Laurent Gbagbo an den Auseinandersetzungen beteiligt seien. Die ivorische Armee steht zurzeit offenbar noch hinter Gbagbo.

Die UNO sowie mehrere westliche Regierungen hatten den Oppositionskandidaten Alassane Ouattara als Sieger der Präsidentschaftswahlen vom 31. Oktober 2010 anerkannt. Gbagbo betrachtet sich jedoch seinerseits als Wahlsieger. Zurzeit gibt es zwei Regierungen in dem Land: die des Ex-Präsidenten Gbagbo und die seines Herausforderers Ouattara. Mehrere Länder hatten Gbagbo zum Rücktritt aufgefordert. Dieser hält sich jedoch nach wie vor für den rechtmäßigen Präsidenten und denkt nicht daran zurückzutreten. Er stützt sich auf den Verfassungsrat, der das von der offiziellen Wahlkommission bekannt gegebene Wahlergebnis für ungültig erklärte.

Das Auswärtige Amt der Bundesrepublik Deutschland hat eine Reisewarnung für das Land ausgesprochen. Es stützt sich dabei auf die Einschätzung, dass mit einer weiteren „Verschlechterung der Sicherheitslage“ sowie „neuen Ausschreitungen und Gewaltausbrüchen“ gerechnet werden müsse. Deutschen Staatsangehörigen wird die Ausreise empfohlen.

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November 5, 2010

Hochwasser in West- und Zentralafrika fordert viele Opfer

Hochwasser in West- und Zentralafrika fordert viele Opfer

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Veröffentlicht: 14:09, 5. Nov. 2010 (CET)
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Genf (Schweiz) / Cotonou (Benin) / N’Djamena (Tschad), 05.11.2010 – Wie die Vereinten Nationen und mehrere Hilfsorganisationen mitteilten, haben durch Hochwasser in einigen Staaten West- und Zentralafrikas mindestens 397 Menschen ihr Leben verloren. Zu den am stärksten betroffenen Staaten gehört Benin, Burkina Faso, Kamerun, Niger, Nigeria und Tschad. Rund 1,8 Millionen Menschen sind von den Fluten betroffen.

In Zentralafrika sind 230.000 Menschen vom Hochwasser betroffen, 90 Personen verloren ihr Leben. Schlimmer ist die Lage in den Staaten Westafrikas. Dort sind 1.600.000 Bewohner direkt vom Hochwasser betroffen und 307 Menschen sind gestorben, teilte Elisabeth Byrs, eine Sprecherin des UN-Nothilfekoordinators (OCHA) der Presse in Genf mit. In Benin seien rund 700.000 Einwohner in 55 der insgesamt 77 Gemeinden des Landes vom Hochwasser betroffen. Hier starben bis Mitte Oktober mindestens 43 Menschen, mehr als 90.000 weitere wurden obdachlos. In Nigeria wurden im gleichen Zeitraum mindestens 118 Personen getötet, über 300.000 Bewohner sind obdachlos. Niger und Tschad melden 227.000 bzw. fast 145.000 Obdachlose, in Burkina Faso sind es mehr als 105.000.

Ein erhebliches Risiko geht für die betroffene Bevölkerung von Seuchen aus; im Tschad und im Norden Kameruns sowie in Niger und Nigeria ist gebietsweise Cholera ausgebrochen. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) wurden seit Juni über 52.000 Fälle der Krankheit registriert.

Im Tschad sind 19 des 22 Regionen von den Fluten betroffen, in sechs dieser Regionen ist die Cholera ausgebrochen, stellte das Büro des UN-Nothilfekoordinators (OCHA) fest. Zum 7. Oktober hatte OCHA die Zahl der infizierten Personen mit 3338 angegeben, gegenüber 735 Fällen einen Monat zuvor. Doch die Quote der tödlich verlaufenden Infektionen sei rückläufig. Sie betrug Anfang Oktober 3,8 %, gegenüber 6 % im September, teilte OCHA mit. Die Epidemie war im Tschad im August ausgebrochen, nachdem sie bereits in den angrenzenden Gebieten Kameruns und Nigeria wütete.

Mitten in dieser Epidemie sorgen steigende Wasserstände des Flusses Schari für weitere Besorgnis. Das Hochwasser ist in Brunnen und Toiletten eingedrungen und erhöht somit die Infektionsgefahr, sodass tausende von Bewohnern niedrig gelegener Stadtteile der Landeshauptstadt N’Djamena fliehen mussten. Für viele Menschen gibt es kein sauberes Trinkwasser. Der Fluss war Ende September über die Ufer getreten und ist immer noch am Steigen. Rund 1500 Familien wurden im Stadtbezirk Walia obdachlos. Viele der Betroffen kamen bei Verwandten in anderen Stadtteilen unter.

Mitarbeiter von Hilfsorganisationen sagten, dass der Aufenthalt dieser Menschen wenig kontrollierbar sei und es dadurch erschwert werde, den Ausbruch der Epidemie unter Kontrolle zu bekommen. Mahamat Bafoundou, ein Mitarbeiter des Roten Kreuzes, sagte der UN-eigenen Presseagentur IRIN, dass viele Familien derzeit im Freien lebten. Doch auch in anderen Stadtteilen sorgt der hohe Wasserstand zunehmend für Gefahr. Um ein Überfluten dieser Stadtteile zu verhindern, mussten Abwasserkanäle versperrt werden, aber diese Maßnahme erhöht die Seuchengefahr weiter.

Die Hilfsorganisation CARE hat das Hochwasser in Benin als die schlimmste Naturkatastrophe in dem Land seit 1963 bezeichnet. Dort waren nach UN-Angaben 76.000 Quadratkilometer des Landes überschwemmt. Rotimy Djossaya, der Direktor von CARE Benin erklärte, „Alle Älteren stimmen darin überein, dass sie nie eine solche Flut erlebt haben“. Von dem Hochwasser weggespült worden seien auch Siedlungen, die eigentlich als hochwassersicher galten, wie beispielsweise das Dorf Kopto in der Gemeinde Zangnanado in der Mitte des Landes. Viele Ortschaften stehen unter Wasser und die Bevölkerung hat in Einrichtungen der Gesundheitsvorsorge Zuflucht gesucht, was die medizinische Versorgung erschwert.

Zwar geht das Hochwasser in Benin inzwischen zurück, doch droht nun die Ausbreitung von Malaria, da vielerorts noch Wasser steht. Auch Cholera ist in Benin ein Thema. Bereits vor Einsetzen des Hochwassers wurden zahlreiche Erkrankungen gemeldet. CARE gab die Zahl der Cholerafälle in Benin am 26. Oktober mit 846 an, davon entfielen über 500 auf Cotonou. Sieben Menschen sind an der Infektionskrankheit, die vor allem durch verschmutztes Trinkwasser ausgelöst wird, gestorben. Erschwert wird die Lage auch dadurch, dass viele der Gesundheitszentren überflutet oder wegen Hochwasser unerreichbar sind.

Durch eine überdurchschnittliche Regenzeit führen der Niger und zahlreiche andere Flüsse Hochwasser.

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May 28, 2010

Fußball-Europameisterschaft 2016 findet in Frankreich statt

Fußball-Europameisterschaft 2016 findet in Frankreich statt

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Veröffentlicht: 21:57, 28. Mai 2010 (CEST)
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Genf (Schweiz) / Paris (Frankreich), 28.05.2010 – Frankreich wird die Fußball-Europameisterschaft 2016 ausrichten. Das gab die UEFA bekannt. Frankreich setzte sich gegen Mitbewerber Italien und Türkei durch. Frankreichs Regierung will 1,7 Milliarden Euro in den Bau und Ausbau der zwölf Spielstätten und der Infrastruktur investieren. Gespielt wird in Bordeaux, Lens, Lille, Lyon, Marseille, Nizza, Paris, St-Denis, St-Etienne, Straßburg, Toulouse und Nancy. Die Stadien in Bordeaux, Lille, Lyon und Nizza sollen neugebaut werden.

An der Europameisterschaft 2016 werden erstmals 24 Mannschaften teilnehmen. Frankreich hat die Europameisterschaft bereits 1984 ausgerichtet. Außerdem war das Land zweimal Gastgeber der Fußball-Weltmeisterschafts-Endrunde: 1938 und 1998. In den Jahrgängen 1984 und 1998 konnte die französische Équipe das Turnier gewinnen.

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