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November 8, 2009

Rammstein-Album „Liebe ist für alle da“ auf den Index gesetzt

Rammstein-Album „Liebe ist für alle da“ auf den Index gesetzt

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Veröffentlicht: 09:47, 9. Nov. 2009 (CET)
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Bonn (Deutschland), 08.11.2009 – Auf Antrag des Bundesfamilienministeriums unter Ursula von der Leyen (CDU) hat die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien das neueste Album der deutschen Rockband Rammstein, „Liebe ist für alle da“, auf die Liste der jugendgefährdenden Medien setzen lassen. Der offizielle Beschluss soll Presseinformationen zufolge in Kürze veröffentlicht werden. Das Album darf danach nicht mehr öffentlich angeboten oder beworben und nur mehr auf Nachfrage an Volljährige verkauft werden.

Wie die Band mitteilt, geht es insbesondere um den Song „Ich tu dir weh“, in dem nach Ansicht der Bundesprüfstelle in jugendgefährdender Weise sadomasochistische Praktiken beschrieben würden. Weiterer Stein des Anstoßes ist Bildmaterial auf der CD-Hülle, das Darstellungen derartiger Praktiken enthalte. Auch der Titel „Pussy“ wurde von der Behörde kritisiert. Er solle zum ungeschützten Geschlechtsverkehr auffordern.

Mitglieder der Gruppe Rammstein sowie Anwälte der Plattenfirma haben den vorliegenden Informationen zufolge an der Sitzung der Bundesprüfstelle, die am Freitag, den 6. November 2009, stattfand, teilgenommen.

Musikalisch ist die aus dem Osten Deutschlands stammende Band der Stilrichtung Neue Deutsche Härte (NDH) zugeordnet worden. Ein Video, das als Promotion für den Album-Titel „Pussy“ veröffentlicht wurde, enthält pornografische Szenen und ist daher weder im Videoportal YouTube noch bei MTV zu sehen. Die Geschichte dieser Band wird seit Jahren von Provokationen dieser Art bestimmt.

Die Bandmitglieder

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  • Portal:Kultur

Quellen

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June 8, 2008

Jugenschutz.net: Rechtsextreme Propaganda im Internet nahm 2007 zu

Jugenschutz.net: Rechtsextreme Propaganda im Internet nahm 2007 zu

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Veröffentlicht: 10:07, 8. Jun. 2008 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 08.06.2008 – Die rechtsextreme Propaganda im Internet nahm im vergangenen Jahr trotz zahlreicher Bemühungen und Gegenmaßnahmen zu. Dies geht aus dem Bericht zu „Rechtsextremismus im Internet“ hervor, der am Freitag veröffentlicht wurde. Besonders Web-2.0-Angebote wie YouTube und die StudiVZ-Tochter „SchülerVZ“ seien betroffen.

Die Gesamtzahl der Webseiten mit rechtsextremer Ausrichtung belaufe sich auf 1.635, erklärte der Projektleiter der länderübergreifenden Organisation jugendschutz.net, Stefan Glaser, bei der Vorstellung des Berichts am Freitag. Bei jugendschutz.net handelt es sich um eine gemeinsame Einrichtung der obersten Landesjugendbehörden. Ihr Auftrag ist die Unterstützung der Landesjugendbehörden und der Kommission für Jugendmedienschutz (KJM).

Die Seiten dieser rechtsextremistischen Organisationen seien dabei nicht auf den ersten Blick als solche zu erkennen. So würden kaum noch Nazi-Symbole verwendet, und das Erscheinungsbild sei an die Sehgewohnheiten jugendlicher Internetnutzer angepasst.

Wie jugendschutz.net mitteilt, habe man durch direkte Kontaktaufnahme zu den Providern die Einstellung eine Schließung von 80 Prozent der unzulässigen Webangebote der rechten Szene erreichen können. Auch mit dem Videoportalbetreiber YouTube gebe es eine effektive Zusammenarbeit mit dem Ergebnis, dass inzwischen 93 Prozent der Videos mit rechtsextremistischem Inhalt gelöscht würden.

Als erschwerend ist jedoch die Tatsache anzusehen, worauf jugendschutz.net hinweist, dass ein großer Teil der rechtsextremistischen Webangebote sich knapp „unterhalb der Strafbarkeitsgrenze“ bewegt. Deshalb seien inzwischen 85 Prozent der Neonazi-Angebote im Web unter konstanten Adressen zu finden, während früher ein häufiger Wechsel der Internetadressen beobachtet worden war.

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April 1, 2007

Beckstein fordert im Kampf gegen das Komasaufen hohe Strafen für Wirte und Eltern

Beckstein fordert im Kampf gegen das Komasaufen hohe Strafen für Wirte und Eltern

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Artikelstatus: Fertig 21:31, 1. Apr. 2007 (CEST)
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Günther Beckstein (CSU)

München (Deutschland), 01.04.2007 – Bayerns Innenminister Günther Beckstein (CSU) will im Kampf gegen das so genannte „Komasaufen“ zahlreicher Jugendlicher mit aller Gesetzeshärte vorgehen. So solle jeder Wirt, der betrunkenen Jugendlichen noch Alkohol ausgibt, hart bestraft werden und bei Wiederholungsfällen die Konzession entzogen bekommen. Zugleich kündigte Beckstein eine massive Verstärkung polizeilicher Jugendschutzkontrollen in Kneipen an.

Erst vergangene Woche starb ein 16-Jähriger an den Folgen einer schweren Alkoholvergiftung. Nach einem Alkoholkonsum von 50 Gläsern Tequila war er mit 4,8 Promille zusammengebrochen und lag seitdem im Koma. Momentan ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der fahrlässigen Tötung gegen den Barbesitzer und zahlreiche Barbesucher, die den Jungen vom Alkoholgenuss nicht abhielten. Am selben Tag wurde auch in Kaiserslautern ein Fall bekannt, bei dem ein Jugendlicher mit 3,9 Promille in ein Klinikum eingeliefert wurde.

Themenverwandte Artikel

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February 18, 2007

Bayerischer Gesetzesentwurf gegen „Killerspiele“ beim Bundesrat vorgelegt

Artikelstatus: Fertig 17:34, 18. Feb 2007 (CET)
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Berlin (Deutschland), 18.02.2007 – Während das Bundesland Niedersachsen auf der vorgestrigen Sitzung des Bundesrates den Vorstoß Bayerns für gesetzliche Maßnahmen gegen die Verbreitung so genannter „Killerspiele“ unterstützte, gab es von den Vertretungen der übrigen Bundesländer eher zurückhaltende Reaktionen auf den bayerischen Vorstoß. Der Gesetzentwurf wurde zunächst in die Fachausschüsse überwiesen, bevor das Thema im Bundesrat erneut vorgelegt werden soll.

Gegenwind kam unter anderem von einem anderen CDU-regierten Bundesland, Nordrhein-Westfalen. Der nordrhein-westfälische Innenminister Armin Laschet (CDU) bezweifelte unter Hinweis auf die wissenschaftliche Diskussion den Zusammenhang zwischen Amokläufen wie dem im nordrhein-westfälischen Emsdetten und Erfurt und dem Konsum so genannter „Killerspiele“. Nach Ansicht des Innenexperten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Hans-Peter Uhl, müsse zunächst geprüft werden, warum der bestehende rechtliche Rahmen nicht stärker für eine strafrechtliche Verfolgung der Verbreitung von Killerspielen genutzt würde. Jürgen Kucharczyk von der SPD-Bundestagsfraktion wies darauf hin, dass Computerspiele unter bestimmten Voraussetzungen schon jetzt unter ein „Herstellungs- und Verbreitungsverbot“ fielen. Einig waren sich die Redner darin, dass die Stellung der USK im Zusammenhang der Verbreitung gewaltverherrlichender Computerspiele gestärkt werden müsse. Die Kritik der Grünen war prinzipiellerer Art. Ihre medienpolitische Sprecherin, Grietje Bettin, warf der bayerischen Gesetzesinitiative „Verbalradikalismus“ vor, der lediglich politische Aktivität vortäuschen solle. Ähnlich kritisch äußerten sich auch die Liberalen. Die jugendpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Miriam Gruß, bezeichnete den bayerischen Vorstoß als „nicht durchdacht und wenig hilfreich“.

Ab dem 1. April 2008 sollten nach dem Willen des bayerischen Innenministers Günther Beckstein (CSU) so genannte „Killerspiele“ verboten werden. Angedroht werden in dem Gesetzentwurf bis zu einem Jahr Gefängnis. Die Passage dazu lautet: „Spielprogramme, die grausame oder sonst unmenschliche Gewalttätigkeiten gegen Menschen oder menschenähnliche Wesen darstellen und dem Spieler die Beteiligung an dargestellten Gewalttätigkeiten solcher Art ermöglichen, (1) verbreitet, (2) öffentlich zugänglich macht, (3) einer Person unter achtzehn Jahren anbietet, überlässt oder zugänglich macht oder (4) herstellt, bezieht, liefert, vorrätig hält, anbietet, ankündigt, anpreist, einzuführen oder auszuführen unternimmt, um sie im Sinne der Nummern 1 bis 3 zu verwenden oder einem anderen eine solche Verwendung zu ermöglichen.“

Das in Absatz vier des Paragraphen 131 im Strafgesetzbuch festgeschriebene so genannte „Erzieherprivileg“ soll ersatzlos gestrichen werden. Bisher schützte diese Ausnahmeregelung Erziehungsberechtigte, die Minderjährigen Gewaltdarstellungen zugänglich machten, vor Strafverfolgung. Das neue Gesetz soll als Paragraph 131a ins Strafgesetzbuch aufgenommen werden.

Das bayerische Innenministerium begründete den Gesetzentwurf mit Hinweisen auf angeblich vorliegende wissenschaftliche Erkenntnisse. Diese belegten, „dass insbesondere so genannte Killerspiele, die menschenverachtende Gewalttätigkeiten zum Gegenstand haben, eine gewaltabstumpfende Wirkung haben können.“ Das ist zwar umstritten, wie auch die Paragraphenschreiber zugeben müssen, doch „zahlreiche wissenschaftliche Erkenntnisse legen aber eine nachteilige Wirkung auf Jugendliche nahe.“ Zudem soll bis zu 5.000 Euro Bußgeld fällig werden. So heißt es beim britischen „The Inquirer“: „Neue Gesetze werden zur Folge haben, dass computergenerierte Figuren Rechte haben und nicht länger erschossen, mit Kettensägen zerteilt oder mit dem Hammer erschlagen werden dürfen.“

Pläne, Gewaltdarstellungen nicht nur bei Computerspielen, sondern auch im Fernsehen und anderen Medien zu verbieten, liegen noch nicht vor. Doch ein solches Verbot wäre der erste Schritt. Geht es nach der Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen sollen „Gewalt beherrschte“ Computerspiele, Filme mit Mord- und Kriegsszenen für Jugendliche nun verboten werden. Zudem sollen die Jugendschutz-Hinweise verdeutlicht werden.

Für Diskussionsstoff dürfte auch die in dem bayerischen Gesetzentwurf geplante Regelung sorgen, künftig auch den Verleih aller indizierten Filme und Computerspiele zu verbieten. Da laut dem Jugendschutzgesetz Filme mit pornografischem Inhalt prinzipiell indiziert sind, wie „Spiegel Online“ am 13. Februar berichtete, käme eine solche Regelung die Videotheken in Deutschland teuer zu stehen. Laut „Spiegel“ ist Deutschland nach den USA der zweitgrößte Pornomarkt der Welt.

Themenverwandte Artikel

  • Kommt in Deutschland Gesetz zum Verbot von „Killerspielen“? (09.12.2006)

Quellen

  • heise online: „Bayern bringt Gesetzentwurf gegen ‚Killerspiele‘ in den Bundesrat ein“ (08.02.2007)
  • The Inquirer Deutschland Online: „‚Killerspiele‘ sollen ab dem 1. April 2008 verboten sein“ (09.02.2007)
  • The Inquirer Deutschland Online: „Der Rest der Welt wundert sich über deutsche ‚Killerspiele‘-Debatte“ (13.12.2006)
  • dpa via web.de: „Jugendschutz bei PC-Gewaltspielen wird verschärft“ (13.02.2007)
  • heise.de: „Bundesratsvorstoß zu ‚Killerspiele-Verbot‘ erntet viele schlechte Noten“ (16.02.2007, 15:57 Uhr)
  • Spiegel Online: „Gesetz mit Nebenwirkung: Das Ende des Pornofilm-Verleihs“ (13.02.2007)
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May 7, 2006

Jugendschutz: 100.000 Zigarettenautomaten werden entfernt

Jugendschutz: 100.000 Zigarettenautomaten werden entfernt

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Artikelstatus: Fertig 23:35, 7. Mai 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 07.05.2006 – Die Tabakindustrie wird dieses Jahr beginnen, 100.000 für Kinder und Jugendliche zugängliche Zigarettenautomaten abzuhängen. Für zirka 500 Millionen Euro sollen die verbleibenden Automaten auf ein Chipkartensystem umgerüstet werden, mit dem ein Altersnachweis möglich sein soll. Bisher waren Zigarettenautomaten für jeden zugänglich, die Tabakindustrie hat in der Vergangenheit keine Schutzmaßnahmen zugunsten von Kindern und Jugendlichen bereit gestellt, die den freien Zugriff auf Tabakwaren wie zum Beispiel Zigaretten über Automaten verhindert hätten.

Das deutsche Jugendschutzgesetz (JuSchG) schreibt in § 10 vor: „In Gaststätten, Verkaufsstellen oder sonst in der Öffentlichkeit dürfen Tabakwaren an Kinder oder Jugendliche unter 16 Jahren weder abgegeben noch darf ihnen das Rauchen gestattet werden.“ Gegenüber der alten Fassung des Gesetzes wurde hier eine wesentlich schärfere Regelung beschlossen. Vorher gab es für den Verkauf von Tabakwaren an Jugendliche keine Beschränkungen. Jugendliche unter 16 Jahren sollten Tabakwaren nicht mehr an Automaten kaufen dürfen. Dafür mussten bestimmte Bedingungen erfüllt werden: Entweder stehen die Automaten „an einem für Kinder und Jugendliche unzugänglichen Ort“ oder eine „ständige Aufsicht“ überwacht den Zugang zu den Automaten. Dritte Möglichkeit: durch eine „technische Vorrichtung“ wird sichergestellt, dass „noch nicht 16-Jährige keine Tabakwaren entnehmen.“ Da die Neuregelung einen hohen Investionsaufwand für Umrüstungen erforderlich machte, wurde das Verbot des Automatenverkaufs von Tabakwaren erst ab 1. Januar 2007 (Vorschrift über das In-Kraft-Treten in § 30 Abs. 2 JuSchG) gesetzlich verbindlich.

Die technische Vorrichtung wird beispielsweise über Geldkarten gewährleistet. Der Chip ermöglicht eine Altersverifikation. Eine solche Lösung kommt insbesondere an frei aufgestellten Automaten in Betracht. In Deutschland gibt es bereits 280.000 Zigarettenautomaten, die die Bezahlung per Chipkarte ermöglichen.

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Quellen

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July 19, 2005

Einstiegsalter für eine Alkohol-Karriere bei 15,5 Jahren

Einstiegsalter für eine Alkohol-Karriere bei 15,5 Jahren

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Berlin (Deutschland), 19.07.2005 – Das Durchschnittsalter für den ersten Alkoholrausch liegt in Deutschland bei 15,5 Jahren. Damit steigt die Gefahr des Einstiegs in eine Alkohol-Karriere. Entsprechendes gilt für den Tabakkonsum.

Immer mehr Mädchen und junge Frauen greifen früher zur Zigarette, obwohl insgesamt ein Rückgang der Raucherquote bei den 12- bis 17-Jährigen von 28 Prozent (2001) auf 20 Prozent (2005) festzustellen sei. Dies geht aus einem Fachgespräch über den Missbrauch von Suchtmitteln durch Kinder mit dem Leiter der Deutschen Hauptstelle für Suchtgefahren e.V., Prof. Dr. Jobst Böning, in der Kinderkommission des Deutschen Bundestages hervor.

Vor allem seien es zwei Gründe, warum Jugendliche besonders unter den Folgen einer Sucht zu leiden haben: Zum einen sei der jugendliche Organismus noch nicht ausgewachsen und daher anfälliger als der eines Erwachsenen, zum anderen seien Jugendliche seelisch labiler, weil sich in ihrem Leben so vieles ändere und ständig neue Orientierungen gefordert seien.

Die Kinderkommission hat daher einige Forderungen zur Drogenprävention formuliert:

  1. Konsequente Einhaltung der Jugendschutzgesetze.
  2. Weitere Auflagen für die Werbung für Suchtmittel aller Art.
  3. Verzicht auf Aufstellung von Zigarettenautomaten in Schulnähe als Selbstverpflichtung der Tabakindustrie.
  4. Fortführung und Ausbau der Präventionsmaßnahmen an Schulen und in Ausbildungsstätten (z.B. Bekenntnis zur rauchfreien Schule).

Besonderen Risiken seien Kinder und Jugendliche aus suchtkranken Familien ausgesetzt. Hier wird das Risiko selbst suchtkrank zu werden vier- bis achtfach höher eingeschätzt. In Deutschland leben zurzeit 2,65 Millionen Kinder in solchen Familien. Diesen Jugendlichen und Kindern müsse besonders geholfen werden.

In diesem Zusammenhang fordert die Kinderkommission des Bundestages mehr Aufklärung und Therapiemöglichkeiten auch für Familien und eine entsprechende Sensibilisierung der Öffentlichkeit. Die Zusammenarbeit von Schule und Jugendhilfe müsse verbessert werden.

Der frühe Tabakkonsum rührt unter anderem daher, dass der Tabak durch Zusatzstoffe angenehmer gemacht wird. Krebsforscher Heinz Walter Thielmann aus Heidelberg macht deutlich: „Ohne Dutzende Zusatzstoffe wie Gewürze, Fruchtextrakte, Zucker, Öle, Fette und Harze würden Zigaretten wie ‘Räubertabak’ schmecken – bitter, beißend.“

Die genauen Inhaltsstoffe der in Deutschland verkäuflichen Tabakprodukte können beim Bundesministerium für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) eingesehen werden.

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March 5, 2005

Internetinitiative für den Jugendschutz

Internetinitiative für den Jugendschutz

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Berlin (Deutschland), 05.03.2005 – Im Rahmen der Freiwilligen Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter (FSM) haben deutsche Suchmaschinenanbieter damit begonnen, sich verstärkt dem Jugendschutz zu widmen.

So werden die Suchmaschinen künftig jugendgefährdende Seiten aus ihren Trefferlisten streichen. Ziel ist es in den deutschen Varianten beim Aufruf der Worte „Sex“ oder „Porn“ leere Internetseiten aufzuzeigen. Auch kriegsverherrlichende Seiten werden ausgeschlossen. Desweiteren sollen für „Adult- oder Erwachsenensuchbegriffe“ keine Verträge mit Website-Inhabern mehr geschlossen werden. Auf Einnahmen aus diesem Geschäftsbereich wird in Zukunft verzichtet.

Für die Umsetzung dieses Vorhabens wurde dieses freiwillige Selbstkontrollorgan FSM neu gegründet. Alle Mitglieder dieser Vereinigung verpflichten sich, die zirka 1.000 Internetseiten nicht anzuzeigen, welche auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) stehen. Gründer der FSM sind unter anderem die Suchmaschinenanbieter Yahoo! Deutschland, T-Online sowie Google-Deutschland.

Bereits am 11.11.2004 wurde die neue MSN-Suche mit der Jugendschutzvariante gestartet: „MSN Search“. Sie erfüllt bereits die Richtlinien des neuen Jugendschutzmedienstaatsvertrages.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Kinder- und Jugendfragen (Europa)

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