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October 27, 2005

Die Korrektur der Rechtschreibreform doch tiefergehend als ursprünglich gedacht

Die Korrektur der Rechtschreibreform doch tiefergehend als ursprünglich gedacht

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Artikelstatus: Fertig 19:07, 28. Okt. 2005 (CEST)
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Mannheim (Deutschland), 27.10.2005 – Die Korrektur der Rechtschreibreform wird wahrscheinlich doch tiefgehender ausfallen als ursprünglich gedacht. Nach einem Bericht des Tagesspiegels werden mehr Vorschriften rückgängig gemacht als geplant.

Morgen tagt dazu der Rat für deutsche Rechtschreibung zum ersten Mal nach der Teileinführung der neuen Regeln in Mannheim. Am 1. August 2005 wurden Teile der Reform verbindlich eingeführt.

Der Rat für deutsche Rechtschreibung wird sich bei seinem morgigen Treffen mit der Groß- und Kleinschreibung befassen, sagte der Ratsvorsitzende Hans Zehetmair. Dieser Tagesordnungspunkt war eigentlich nicht vorgesehen. Es sollten nur Empfehlungen zur Getrenntschreibung, zur Zeichensetzung und zur Silbentrennung erfolgen. Ein Mitglied der Kommission, der als Gegner der Rechtschreibreform bekannte Theodor Ickler, will jedoch eine weitergehende Rücknahme der Reform durchsetzen. So will er bei den als unstrittig geltenden Reformteilen, der Laut-Buchstaben-Zuordnung (Beispiel: Stengel/Stängel) und den inzwischen weitgehend akzeptierten Schreibungen der s-Laute (ss beziehungsweise ß) wieder zurück zu den alten Regeln. Zu diesen Themen will er neue Arbeitsgruppen beantragen.

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  • Portal:Deutsche Sprache

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July 24, 2005

Verzögerung der Rechtschreibungreform: Zehetmair sattelt noch mal drauf

Verzögerung der Rechtschreibungreform: Zehetmair sattelt noch mal drauf

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Artikelstatus: Fertig 24. Jul. 2005 (CEST)
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Hamburg (Deutschland), 24.07.2005 – Der ehemalige bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU) hat angekündigt, der Rat für deutsche Rechtschreibung werde sich auch wieder mit der Groß- und Kleinschreibung beschäftigen und „evidente Ungereimtheiten“ in diesem Bereich beseitigen.

Nachdem die Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen am 15. Juli die von der Kultusministerkonferenz gemeinsam beschlossene Einführung der neuen Rechtschreibregeln zum neuen Schuljahr aufgekündigt haben und weitere Regelungsvorschläge des Rates zu den strittigen Bereichen Getrennt- und Zusammenschreibung, Worttrennung und Interpunktion abwarten wollen, wird der Bereich der Groß- und Kleinschreibung, der nach der bisherigen Diskussion als unstrittig galt, wieder zur Disposition gestellt.

Zehetmair sagte gegenüber der Bild-Zeitung, „spätestens mit Beginn des Schuljahres 2006 (werde) ein verbindliches Regelwerk“ vorliegen. Die Entscheidung Bayerns und Nordrhein-Westfalens lobte Zehetmair ausdrücklich als „konsequent und nachvollziehbar“.

Hans Zehetmair ist seit dem 17. Dezember 2004 Vorsitzender des von der Kultusministerkonferenz eingesetzten Rates für deutsche Rechtschreibung. Zehetmair ist erklärter Gegner der Rechtschreibreform.

Themenverwandte Artikel

Hintergrundinformationen

  • Wikipedia: Rechtschreibreform – Stand der Umsetzung

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July 19, 2005

Union über Einführung der neuen Rechtschreibung gespalten

Union über Einführung der neuen Rechtschreibung gespalten

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Artikelstatus: Fertig 19. Jul. 2005 (CEST)
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Rechtschreibung.jpg

Hannover (Deutschland), 19.07.2005 – Die unionsregierten Bundesländer Bayern und Nordrhein-Westfalen sind mit ihrem Vorstoß vom Freitag alleine geblieben, den Beschluss der Kultusministerkonferenz zur Einführung der neuen Rechtschreibung mit Beginn des neuen Schuljahres einzuführen. Damit gelten in Deutschland mit Beginn des neuen Schuljahres unterschiedliche Regeln.

Entgegen den Erwartungen beschloss die niedersächsische Landesregierung heute einstimmig, bei dem vereinbarten Termin zur Einführung der unstrittigen Teile der Rechtschreibung zu bleiben. Auch die Landesregierung von Baden-Württemberg sah keinen Grund von dem vereinbarten Zeitplan abzurücken. Die Appelle des Vorsitzenden des Rates für deutsche Rechtschreibung, Hans Zehetmair (CSU), er halte es für richtig, wenn jetzt alle Länder von dem gefassten Plan wieder abrückten, verhallten offensichtlich ungehört.

Klaus Wowereit (SPD), der regierende Bürgermeister Berlins, hatte sich brieflich an seine Amtskollegen in den anderen Bundesländern gewandt, von dem Beschluss der Kultusministerkonferenz nicht abzurücken. Wenig Verständnis für das Ausscheren Bayerns und Nordrhein-Westfalens zeigte auch die gegenwärtige Vorsitzende der KMK, die brandenburgische Kultusministerin Johanna Wanka (CDU). Bundesbildungsministerin Edelgard Bulmahn (SPD) nannte das Gerangel um die Reform „ein Stück aus dem Tollhaus“.

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July 16, 2005

Bayern und Nordrhein-Westfalen setzen Rechtschreibreform aus

Bayern und Nordrhein-Westfalen setzen Rechtschreibreform aus

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München / Düsseldorf (Deutschland), 16.07.2005 – Der bayerische Kultusminister Siegfried Schneider erklärte am Freitag, Bayern werde den Beschluss der Kultusministerkonferenz (KMK) zur Rechtschreibreform nicht umsetzen und stattdessen die Übergangsfrist, in der alte und neue Schreibweisen gelten sollen, bis zu einer Empfehlung des Rates für deutsche Rechtschreibung verlängern.

Er rechne damit, dass eine solche Empfehlung in Jahresfrist vorliegen werde. Nach Informationen des Spiegel schloss sich der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Rüttgers diesem Vorgehen sofort an.

Auf der letzten Ministerpräsidentenkonferenz am 23. Juni 2005 war der letzte Versuch der unionsregierten Länder gescheitert, die Inkraftsetzung der Neuregelung um ein Jahr zu verschieben. Einstimmige Beschlusslage der Ministerpräsidentenkonferenz ist nach wie vor, die Rechtschreibreform mit dem Schuljahresbeginn verbindlich zu machen. Lediglich die Bereiche Getrennt- und Zusammenschreibung, Worttrennung und Zeichensetzung sollten davon ausgenommen werden. Für diese Bereiche soll der Rat für deutsche Rechtschreibung eine Neuregelung erarbeiten, weil die Reform besonders in diesen Bereichen als strittig galt. Leiter des Rates ist der frühere bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU).

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June 2, 2005

Rechtschreibreform kommt verbindlich zum 1. August

Rechtschreibreform kommt verbindlich zum 1. August

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Artikelstatus: Fertig 2. Jun. 2005 (CEST)
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Quedlinburg (Deutschland), 02.06.2005 – Wie geplant startet nach einem einstimmigen Beschluss der deutschen Länder-Kultusministerkonferenz die neue Rechtschreibung verbindlich zum 1. August 2005. Ein Aussetzen der Reform, wie von Reformgegnern gefordert wurde, ist derzeit nicht in Sicht.

Eingeführt werden nach Angaben des Rates für die deutsche Rechtschreibung zu diesem Termin für Schulen und Behörden nur die unstrittigen Teile der Rechtschreibreform. Die Übergangsfristen für die strittigen Bereiche werden verlängert. Streitfälle sollten von den Lehrern mit «Toleranz» behandelt werden und den Schülern nicht als Fehler angekreidet werden. Für diese Fälle würden in nächster Zeit Änderungsvorschläge des Rates für die deutsche Rechtschreibung erwartet .

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz, Johanna Wanka, erwartet bis zum 1. August Klarheit für Schüler und Lehrer in der Frage, was strittig und was nicht strittig ist. Wanka würdigte die Arbeit des Rates für deutsche Rechtschreibung ausdrücklich in ihrer heutigen Erklärung.

Strittige Punkte sind nach wie vor die Getrennt- und Zusammenschreibung, die Silbentrennung und die Zeichensetzung. Um diese Punkte zu klären, wird der von den Kultusministern eingesetzte Expertenrat am Freitag in Mannheim Änderungsvorschläge bekannt geben. Geklärt sind die neuen Regeln für die Groß- und Kleinschreibung und die Laut-Buchstaben-Zuordnung. Teilnehmer des Expertenrates sind auch Reformgegner.

Die Kultusminister haben den Rat speziell zur Wiederherstellung des «Rechtschreibfriedens» ins Leben gerufen. Leiter des Rates ist der frühere bayerische Kultusminister Hans Zehetmair (CSU).

Falls sich der Rat bis Freitag auf Empfehlungen zur Getrennt- und Zusammenschreibung einigen kann, wird eine Anhörung vor der Kultusministerkonferenz angesetzt. Teilnehmen werden Lehrer und Elternverbände, die zu den Vorschlägen Stellung nehmen können. In deutschen Schulen wird der Unterricht bereits seit dem Jahr 2000 nach dem neuen Regelwerk abgehalten.

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