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November 17, 2007

IPCC: Der Klimawandel hat bereits begonnen

IPCC: Der Klimawandel hat bereits begonnen

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Veröffentlicht: 20:02, 17. Nov. 2007 (CET)
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Valencia (Spanien), 17.11.2007 – Der Klimawandel hat begonnen und ist mit unabsehbaren Konsequenzen für die ganze Menschheit verbunden. So lässt sich kurz gesagt die Botschaft des vierten und letzten Teils des Weltklimaberichts zusammenfassen, der heute vom IPCC in València vorgelegt wurde. Der Bericht bestätigt noch einmal ausdrücklich, dass die Klimaerwärmung von menschlichen Aktivitäten verursacht wird.

Experten aus über 130 Ländern, die an der Weltklimakonferenz im spanischen València beteiligt waren, verabschiedeten den rund 3000 Seiten starken Report. Der vierte Teil stellt eine Zusammenfassung dieses Mammutwerkes auf etwa 70 Seiten dar, von dem wiederum noch eine Kurzversion angefertigt wurde.

Das Dokument stellt anhand einer großen Datenmenge dar, wie sich das Klima auf der Erde langsam ändert und welche Ursachen für den globalen Klimawandel auszumachen sind. Weiterhin werden die Folgen für die verschiedenen Ökosysteme auf der Erde analysiert. Den politisch Handelnden werden außerdem verschiedene Szenarien als Handreichungen für die politischen Entscheidungsprozesse im Zusammenhang mit dem Klimawandel zur Verfügung gestellt. Der Bericht bildet die Grundlage für die Verhandlungen, die vom 3. bis 14. Dezember auf der indonesischen Insel Bali geführt werden sollen. Dort soll eine Vereinbarung zwischen den Staaten erzielt werden, die ab dem Jahr 2013 das „Kyoto-Protokoll“ ablösen soll, das von den Vereinigten Staaten ebenso wie China – also zwei der Hauptverursacher von klimaschädlichen Emissionen – nie unterzeichnet worden war. Das Kyoto-Protokoll sah Selbstverpflichtungen der Industrienationen vor, die Emission von Treibhausgasen wie Kohlenstoffdioxid (CO2) bis zum Zeitraum 2008-2012 auf den Stand von 1990 zurück zu führen, was einer Senkung um real fünf Prozent entspricht.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon erhielt die Kurzfassung des Dokuments in Valencia als Erster überreicht. Er äußerte sich nach einem ersten Blick in die Unterlagen mit den Worten: „Die Nachricht kann nicht einfacher sein.“ Und: „Die Gefahren sind real und können einfach bekämpft werden.“

Auch die US-Delegationsleiterin beim Klimagipfel, Sharon Hayes, äußerte sich zufrieden über den Bericht: „Wir haben eine sehr ausgewogene Position erreicht.“ Ziel der US-Delegation bei den Verhandlungen sei es gewesen, „sicherzustellen, dass die Inhalte des Abschlussberichts mit dem gegenwärtigen Stand der Wissenschaft übereinstimmen“. Von Seiten der deutschen Verhandlungsdelegation war den USA vorgeworfen worden, das Dokument verwässert zu haben und zwar genau dort, wo es um konkrete Maßnahmen gehe.

Umweltorganisationen wie der World Wide Fund For Nature (WWF) und Greenpeace bewerteten den Bericht positiv. Ein WWF-Sprecher schätzte ein: „Sie haben einen wirklich bedeutenden Bericht erstellt.“ Stephen Singer, ein Klimaexperte vom WWF erklärte, der Bericht sei „ein grundlegendes Dokument, das den Weg ebnen wird zu tiefen Einschnitten bei den Emissionen der Entwicklungsländer“.

In Berlin nahm die Fraktionsvorsitzende der Grünen im Deutschen Bundestag, Renate Künast, den Bericht zum Anlass, um zum Handeln aufzurufen. Künast sagte, es müsse nun Schluss sein mit „gegenseitigen Schuldzuweisungen, Hinhalten und Blockaden“. Es drohe „eine dramatische Erderwärmung von bis zu sechs Grad, die nur durch sofortiges Umsteuern abgewendet werden kann“.

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October 24, 2007

Friedensnobelpreisträger Al Gore hielt in Berlin eine Rede zum Klimaschutz

Friedensnobelpreisträger Al Gore hielt in Berlin eine Rede zum Klimaschutz

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Veröffentlicht: 21:28, 24. Okt. 2007 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 24.10.2007 – Der Friedensnobelpreisträger Al Gore hat am Dienstag eine Rede zur globalen Klimaproblematik in Berlin gehalten. Er war zu Gast beim „2. Deutschen Klimakongress der EnBW Energie Baden-Württemberg AG“. Dabei bezeichnete er die Klimakrise als die bei weitem gefährlichste Krise der Zivilisation. Nach der Begrüßungsrede zeigte er seine Oscar-gekrönte Klima-Dokumentation „Eine unbequeme Wahrheit“.

Der Kongress selber dauerte einen Tag. Gegenstand waren unter anderem der IPCC-Bericht 2007 und ein Vortrag von Prof. Jiahua Pan, dem Direktor des Forschungszentrums für nachhaltige Entwicklung der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften. Er erläuterte die Klimapolitik aus Sicht Chinas.

Am Rande des Kongresses traf sich Al Gore auch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Beide riefen gemeinsam zum Kampf gegen den Klimawandel auf.

Bezüglich der Berichterstattung über das Treffen, hatte es im Vorfeld Streit gegeben. Eine Agentur von Al Gore hatte die Vorgabe gemacht, dass nur über einen fünfminütigen Vortrag Gores frei berichtet werden durfte. Dagegen protestierte auch der Deutsche Journalisten-Verband (DJV), der darin einen Eingriff in die Pressefreiheit sah.

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October 12, 2007

Friedensnobelpreis für Al Gore und den UN-Klimarat

Friedensnobelpreis für Al Gore und den UN-Klimarat

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Veröffentlicht: 23:02, 12. Okt. 2007 (CEST)
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Al Gore

Oslo (Norwegen), 12.10.2007 – Der ehemalige Vize-Präsident der Vereinigten Staaten Al Gore und der UN-Klimarat (IPCC) erhalten für ihren Einsatz im Kampf gegen den globalen Klimawandel den mit 1,1 Millionen Euro dotierten Friedensnobelpreis des Jahres 2007 zu gleichen Teilen. Der Vorsitzende des Nobelpreiskomitees, Ole Danbolt Mjøs, begründete die Entscheidung für Al Gore mit den herausragenden persönlichen Verdiensten Gores für die Aufklärung der Menschen über die Folgen des Klimawandels: „Gore hat wie kein anderer Mensch als Einzelner zur Schaffung eines breiten Bewusstseins für die Maßnahmen beigetragen, die nun nötig sind.“ Gore war für seinen Dokumentarfilm „Eine unbequeme Wahrheit“ dieses Jahr bereits mit einem Oscar ausgezeichnet worden. CNN berichtete, Gore werde sein Preisgeld für die von ihm gegründete Organisation „Alliance for Climate Protection“ spenden, die sich dem Kampf für eine andere Politik als Reaktion auf den Klimawandel verschrieben hat.

Gore selbst freute sich besonders über die Tatsache der geteilten Preisverleihung an ihn und den UN-Klimarat, den er als ein Gremium bezeichnete, dessen Mitglieder sich seit Jahren unermüdlich dafür eingesetzt hätten, dass die Menschheit den Klimawandel besser verstehe.

Der aus Indien stammende Vorsitzende des IPCC zeigte sich „völlig überwältigt“ von der Preisverleihung. Der UN-Klimarat sammelt seit 1988 weltweite Daten zum Klimawandel. An dieser Arbeit sind weltweit 10.000 Wissenschaftler beteiligt.

Ein Sprecher des Weißen Hauses in Washington D.C. begrüßte die Preisverleihung an Al Gore. Auf eine entsprechende Nachfrage erklärte der Sprecher, die Preisverleihung werde zu keiner Änderung der Klimapolitik der Vereinigten Staaten führen. Bei den Präsidentschaftswahlen im Jahr 2000 war Gore gegen den amtierenden Präsidenten George W. Bush angetreten. Dessen Klimapolitik hatte er scharf angegriffen. Von 1993 bis 2001 war Gore Vizepräsident während der Präsidentschaft Bill Clintons.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon würdigte den hohen persönlichen Einsatz Gores für den Schutz des Weltklimas. Sein Engagement zeige, dass jeder Einzelne bei der Bewältigung der globalen Probleme eine wichtige Rolle spielen könne.

Gratulationen kamen auch von deutschen Politikern wie Umweltminister Sigmar Gabriel (SPD) und den Grünen-Politikern Renate Künast und Fritz Kuhn.

Kritik an der Verleihung des Nobelpreises an Al Gore kam aus Tschechien. Václav Klaus sagte, der Zusammenhang zwischen den Aktivitäten Gores und dem Weltfrieden sei nicht deutlich. Der tschechische Präsident hatte die Thesen Gores mehrfach öffentlich zurück gewiesen.

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February 2, 2007

Vierter UN-Klimabericht kündigt dramatische Klimaänderungen an

Vierter UN-Klimabericht kündigt dramatische Klimaänderungen an

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Artikelstatus: Fertig 20:33, 2. Feb. 2007 (CET)
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Die Entwicklung der globalen Durchschnittstemperatur zwischen 1880 und 2005

Paris (Frankreich), 02.02.2007 – Wissenschaftler stellten im Auftrag der Vereinten Nationen die neuesten Daten zum Wandel des Erdklimas in diesem Jahrhundert zusammen. Der Vierte Weltklimabericht kommt zu dem Schluss, dass der Großteil des seit Mitte des 20. Jahrhunderts gemessenen Anstiegs der weltweiten Durchschnittstemperaturen „sehr wahrscheinlich“ auf den verstärkten Ausstoß von durch Menschen verursachte Treibhausgase zurückzuführen sei. Die CO2-Konzentration sei gegenwärtig so hoch wie seit wenigstens 650.000 Jahren nicht mehr. 78 Prozent der Erhöhung entfielen dem an der Erstellung des Berichts beteiligten Alfred-Wegener-Institut zufolge auf die Nutzung fossiler Brennstoffe, der Rest auf veränderte Landnutzung, wozu auch Rodungen gezählt werden. Der Klimawandel ist außerdem nicht länger ein Problem, das uns erst in der fernen Zukunft beschäftigen wird: Unter den letzten zwölf Jahren waren die elf heißesten Jahre seit dem Beginn der Wetteraufzeichnungen. „Wahrscheinlich“ waren die letzten Jahre auch die wärmsten seit mindestens 1.300 Jahren.

Die Klimaforscher des UN-Klimarates (IPCC), die ihren Bericht am Freitag in Paris vorlegten, rechnen im Verlauf dieses Jahrhunderts als Folge des weltweiten CO2-Ausstoßes mit einer durchschnittlichen Erderwärmung zwischen 1,8 und 4,0 Grad Celsius bis zum Ende des Jahrhunderts. Und dies sind nur die mittleren Werte. Die Bandbreite der Wahrscheinlichkeiten reicht von einem Anstieg um 1,1 bis hin zu 6,4 Grad Celsius. Die rund 2.500 Forscher rechneten dabei in etwa 400 Computersimulationen mit verschiedensten Szenarien, denen jeweils unterschiedliche Annahmen über die Entwicklung der Weltbevölkerung, des Wirtschaftswachstums und der Entschlossenheit in Sachen Klimaschutz zugrunde gelegt wurden.

Besonders tief liegende Koralleninseln sind vom steigenden Meeresspiegel bedroht

Die Auswirkungen der Zunahme von Treibhausgasen werden im globalen System der Erdatmosphäre in verschiedener Hinsicht spürbar werden: Extreme Wetterereignisse wie Wirbelstürme, Dürren, Starkregen, Hitzewellen und Überschwemmungen werden zunehmen. Das Meereis der Arktis wird weiter zurückgehen und könnte den Nordpol in den Sommermonaten vollkommen eisfrei werden lassen. Die Gletscher der Welt werden weiter zurückgehen, was lokal zu gravierenden Problemen mit der Trinkwasserversorgung führen kann. Der Meeresspiegel wird dem Bericht zufolge um 19 bis 58 Zentimeter bis zum Ende des Jahrhunderts ansteigen. Die langfristigen Auswirkungen des Klimawandels werden nach Ansicht von Wissenschaftlern noch weiter gehen. „Langfristig“ meint hier eine Zeitspanne von bis zu tausend Jahren. Das Grönlandeis wird dann möglicherweise ganz verschwinden und der Meeresspiegel damit um bis zu sieben Meter steigen.

Die Zeiten einer skeptischen Betrachtung des von Wissenschaftlern seit Jahren prognostizierten Klimawandels scheinen vorbei zu sein. Von politischer Seite werden die Warnungen der Wissenschaft über einen bevorstehenden Klimawandel nicht länger in den Wind geschlagen. Vertreter der Europäischen Union sowie der deutschen Bundesregierung kündigen erfolgversprechende Maßnahmen an. So will die deutsche Forschungsministerin Annette Schavan die Entwicklung und Verbreitung klimaschonender Technologien vorantreiben. Dafür sollen in den kommenden drei Jahren 255 Millionen Euro bereit gestellt werden. Ob diese Maßnahmen ausreichend sein werden, ist allerdings zu bezweifeln. Schließlich hatte erst im Herbst vergangenen Jahres der so genannte Stern-Report vorgerechnet, dass ein effektiver Klimaschutz etwa ein Prozent der weltweiten Wirtschaftsleistung verlange. Das sei für sich gesehen zwar viel, doch verglichen mit den möglichen Schäden durch Nichtstun immer noch wenig. Das, so der ehemalige Weltbank-Ökonom Nicholas Stern, könnte uns nämlich zwischen fünf und 20 Prozent des Welt-BIP kosten.

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January 30, 2007

Alles Ausschalten! – Weltweite Aktion gegen den Klimawandel

Alles Ausschalten! – Weltweite Aktion gegen den Klimawandel

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Artikelstatus: Fertig 10:31, 30. Jan. 2007 (CET)
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New York (Vereinigte Staaten) / Genf (Schweiz), 30.01.2007 – Unter dem Motto „Alles Ausschalten!“ findet am 1. Februar 2007 von 19:55 bis 20:00 Uhr eine weltweite Aktion gegen den Klimawandel statt.

Zahlreiche Umwelt- und Naturschutzorganisationen haben die Weltbevölkerung aufgerufen, am 1. Februar für fünf Minuten den Strom auszuschalten. Im Rahmen der fünf „Schweigeminuten“ sollen das Licht und alle sonstigen elektrischen Geräte ausgeschaltet werden, um die Mitmenschen, Medien und Politiker auf die tägliche Energieverschwendung aufmerksam zu machen. Die Aktion soll dazu anregen, das Problem der drohenden Klimakatastrophe auf internationaler Ebene verstärkt zu diskutieren.

Der Termin wurde gewählt, da an diesem Tag ursprünglich der von den Vereinten Nationen in Auftrag gegebene vierte IPCC-Klimabericht veröffentlicht werden sollte. 2.500 Wissenschaftler aus mehr als 130 Ländern präsentieren darin ihre neuesten Erkenntnisse über die Ursachen und Folgen des Klimawandels. Der Report wird nun jedoch einen Tag später, am 2. Februar, vorgestellt. Dem Vernehmen nach enthält er dramatische Prognosen für die weltweite Klimaentwicklung und deren Folgen.

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October 29, 2005

Neue Erkenntnisse über den Einfluss von Kondensstreifen auf den Klimawandel

Neue Erkenntnisse über den Einfluss von Kondensstreifen auf den Klimawandel

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Artikelstatus: Fertig 16:38, 30. Okt. 2005 (CET)
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Oberpfaffenhofen (Deutschland), 29.10.2005 – Forscher des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben in einer neuen Studie, die in einem Sonderband der „Meteorologischen Zeitschrift“ veröffentlicht wurde, den Einfluss von Kondensstreifen auf den Klimawandel untersucht.

Die Kondensstreifen selbst üben demnach einen „deutlich geringeren“ Einfluss auf das Klima aus als ursprünglich angenommen. Allerdings tragen die Streifen auch zur Bildung von Zirruswolken bei, deren Beitrag zur globalen Erwärmung den neuen Erkenntnissen zufolge doppelt so groß wie bisher vermutet sein könnte.

Wolken reflektieren zwar die von der Sonne eingestrahlte Energie und sorgen so für ein kühleres Klima, gleichzeitig reflektieren sie aber auch die von der Erde abgestrahlte Energie und sorgen so für ein wärmeres Klima. Bei den Zirruswolken ist der zweite Effekt größer, so dass sie deshalb insgesamt zur Klimaerwärmung beitragen.

Anhand der neuen Studie unter Führung des DLR geht das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) davon aus, dass die Klimawirkung der Kondensstreifen nur ein Drittel des zuvor angenommenen Wertes umfasst. Im Hinblick auf die anderen schädlichen Wirkungen des Luftverkehrs auf das Klima hat das DLR die bisherigen Daten des IPCC aber bestätigt.

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  • Portal:Klimaerwärmung

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