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March 19, 2012

Jenson Button gewinnt den \”Großen Preis von Australien\”

Jenson Button gewinnt den “Großen Preis von Australien”

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Veröffentlicht: 17:20, 19. Mär. 2012 (CET)
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Jenson Button 2010 Malaysia.jpg

Melbourne (Australien), 19.03.2012 – Jenson Button gewann nach 58 Runden den Großen Preis von Australien. Schon beim Start überholte Jenson Button seinen Teamkollegen Lewis Hamilton und behielt die Führung bis zur letzten Runde.

Nico Hülkenberg musste nach einem Unfall schon in Runde 1 sein Rennen beenden. Zuvor war er schon 2010 in der ersten Runde aus dem Rennen ausgeschieden. Romain Großjean musste wegen einer Kollision schon nach zwei Runden das Rennen abhaken. Michael Schumacher schied nach einem Getriebeschaden in Runde 11 aus. In Runde 37 fiel wegen eines Defekts Vitali Petrov aus, in Runde 41 Heikki Kovalainen, in Runde 49 Felipe Massa, in Runde 54 Charles Pic und in Runde 55 Bruno Senna.

In Runde 37 rückte das Safety-Car raus, was den Vorsprung der McLaren-Piloten Jenson Button und Lewis Hamilton schmelzen ließ. Gleichzeitig kam Sebastian Vettel zum Boxenstopp und konnte so den Zweitplatzierten Lewis Hamilton überholen. Das Safety-Car blieb bis zur Runde 41 das führende Auto.

Der Australier Marc Webber wurde bei seinem Heimat-Rennen Vierter. Der Spanier Fernando Alonso schaffte es auf den fünften Platz. Nico Rosberg fiel in der letzten Runde vom sechsten auf dem zwölften Platz. Sergio Perez hatte in der letzten Runde die Hinterräder von Rosberg’s Auto aufgeschlitzt. Die schnellste Runde fuhr ebenfalls Jenson Button mit einer Zeit von 1:29,187.

Die Meisterschaft führt Jenson Button mit 25 Punkten, Zweiter ist Sebastian Vettel mit 18 Punkten, Dritter Lewis Hamilton mit 15 Punkten, Vierter ist Mark Webber 12 Punkten und Fünfter ist Fernando Alonso mit 10 Punkten. Die schnellste Runde fuhr ebenfalls Jenson Button mit einer Zeit von 1:29,187.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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  • Portal:Australien

Quellen[Bearbeiten]

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August 25, 2011

Größter Diamant des Universums entdeckt

Größter Diamant des Universums entdeckt

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Veröffentlicht: 06:45, 26. Aug. 2011 (CEST)
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Schematisches Pulsar-Modell

Melbourne (Australien), 25.08.2011 – Man könnte es ein seltsames Paar nennen: Bereits im Jahr 2009 entdeckten australische Wissenschaftler im Sternbild der Schlange, etwa 848 Lichtjahre von der Erde entfernt, mittels des 64 Meter durchmessenden CSIRO Parkes Radioteleskops im australischen New South Wales das Objekt mit der Bezeichnung PSR J1719-1438. Wahrscheinlich handelt es sich um einen Pulsar mit einer Spinningfrequenz von 173 Umdrehungen pro Sekunde, möglicherweise ist es aber auch ein sich ungewöhnlich schnell drehender Neuraonenstern. Das wirklich Ungewöhnliche ist aber die Entdeckung des Lowell Radioteleskops in Cheshire, Vereinigtes Königreich, welches bei einer Nachuntersuchung anhand von Frequenzvariationen feststellte, dass sich ein planetengroßes Objekt von der Masse des Jupiters in einem 600.000 Kilometer hohen Orbit, etwa 1,5 mal die mittlere Entfernung zwischen Erde und Mond, mit einer Umlaufzeit von 2 Stunden und 10 Minuten, befindet.

Matthew Bailes, Projektleiter der Swinburne University of Technology in Melbourne, Australien begann sofort mit einer genauen Sichtung und Untersuchung der Beobachtungen und veröffentlichte heute seine Ergebnisse. Das System ist noch außergewöhnlicher als die ersten Daten vermuten ließen. Der Pulsar wird von einem Objekt umkreist, welches mit 55.000 km Durchmesser etwa 40 Prozent so groß wie Jupiter ist, aber dieselbe Masse aufweist, bei einem Zehntel bis Zwanzigstel des Jupitervolumens. Auch befindet es sich in einem derart dichten Orbit, in dem die durch den Pulsar auftretende Gravitationskräfte eigentlich alles vernichten müssten.

Deshalb gibt es nur eine Erklärung: Das Objekt ist der 0,1 prozentige Rest eines weißen Zwergsterns, der bei der Entstehung des Pulsars fast vollständig ‘zerblasen’ wurde, und besteht aus Kohlenstoff und Sauerstoff in kristalliner Form, ist also in weiten Teilen wie ein Diamant aufgebaut. Außerdem bedeuten diese Ergebnisse, dass eins der wenigen Pulsar- oder Neuraonensternsysteme gefunden wurde, welches einen Doppelstern enthält.

Wenig beeindruckt aber dafür pragmatisch zeigte sich Moshe Mosbacher, der Präsident des Diamond Dealers Club in New York, über die Entdeckung dieses 1031 Carat schweren Steins. In einem Interview sagte er, dass er sich wirklich keinen realistischen Gegenwert für eine Diamanten dieser Größe vorstellen könne, und selbst wenn man den im All Gefundenen zur Erde transportieren könne, wäre dies gleichgültig. Der Stein müsste sowieso zerschliffen werden und dann sei es egal, ob der Diamant im Ehering aus der Erde oder dem Weltraum käme.

Quellen[Bearbeiten]

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June 15, 2011

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

Vulkanasche behindert Luftverkehr in Ostafrika, Australien und Südamerika

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Veröffentlicht: 09:29, 15. Jun. 2011 (CEST)
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Asche des Vulkans Nabro (rechte untere Bildecke) zieht nach Nordwesten über Äthiopien in den Sudan (links oben)

Foto: NASA MODIS

Toulouse (Frankreich) / Addis Abeba (Äthiopien) / Melbourne (Australien), 15.06.2011 – Vulkanische Asche durch den Ausbruch des eritreischen Vulkans Nabro – manche Meldungen schrieben den Ausbruch irrtümlich dem benachbarten Stratovulkan Dubbi zu – hat zu Behinderungen im Flugverkehr in Ostafrika geführt. Wie das für Europa und Afrika zuständige Volcanic Ash Advisory Center (VAAC) von Météo-France in Toulouse mitteilte, wurde durch den Ausbruch des Vulkans Asche des Vulkans bis zu 15 Kilometer hoch in die Luft gestoßen. Zunächst war zwar nur der Luftverkehr in Äthiopien und Eritrea direkt betroffen, doch seien Behinderungen in anderen Staaten wahrscheinlich.

Der Vulkan war am Sonntagabend (12. Juni) um 23:00 MESZ ausgebrochen, und dies dauerte den ganzen Montag an. Die Aschewolke zog zwischen Nordwest und Südwest überwiegend nach Westen. Jean Nicolau von Météo-France schloss jedoch aus, dass es zu einer ähnlich kritischen Situation wie bei dem kürzlichen Ausbruch des isländischen Vulkans Grimsvötn kommen werde, dazu sei der Luftverkehr in der betroffen Region zu unbedeutend. „Falls die Wolke jedoch Ägypten, Israel oder die Arabische Halbinsel erreicht, wären die Auswirkungen auf den Luftverkehr deutlich“, erklärte Nicolau. Derzeit könne man dies jedoch noch nicht abschätzen.

Hillary Clinton brach Staatsbesuch ab

Durch die Aschewolke war die US-Außenministerin Hillary Clinton gezwungen, einen Staatsbesuch in Addis Abeba abzubrechen. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Delegation habe die äthiopische Hauptstadt vorzeitig verlassen, „weil die Aschewolke in Richtung Addis zieht und die Stadt bedecken könnte… auf unbestimmte Dauer“. Man habe sich deswegen auf die Empfehlung der US-Luftwaffe verlassen und sei abgereist. Hilton hielt sich in Addis Abeba auf, um mit Premierminister Meles Zenawi zu sprechen und um vor den 53 Mitgliedern der Afrikanischen Union eine Rede zu halten.

Die deutsche Fluggesellschaft Lufthansa gab bekannt, dass sie zwei Flüge in die Region abgesagt habe. Nach Angaben eines Lufthansa-Pressesprechers in Berlin betraf dies die Verbindungen Frankfurt–Addis Abeba und Frankfurt–Dschidda–Asmara, wobei letzterer nur zwischen Dschidda und Asmara ausfiel.

Es ist unbekannt, wann der 2218 Meter hohe Vulkan das letzte Mal ausgebrochen war. Innerhalb der letzten 150 Jahre ist kein Ausbruch dokumentiert.

Dieses Satellitenbild der NASA vom 13. Juni zeigt weite Teile Argentiniens und Uruguays unter der Aschewolke

Foto: NASA MODIS
Auch Ban Ki-moon musste Reisepläne ändern

Unterdessen musste auch UN-Generalsekretär Ban Ki-moon seine Reiseroute ändern. Seine Pläne wurden durch die Eruption des Puyehue durchkreuzt. Ban war auf dem Weg in die argentinische Hauptstadt Buenos Aires, musste jedoch in Córdoba im Norden des Landes landen und zu seinem Treffen mit Staatspräsidentin Cristina Kirchner rund 650 Kilometer mit dem Auto weiterreisen. Auch in Uruguay fielen zahlreiche Flüge aus.

Der Puyehue war bereits Anfang Juni ausgebrochen, doch eine Aschewolke war westwärts über den südlichen Pazifik gezogen und hat auch in Australien und Neuseeland zu einem Chaos geführt. Der neuseeländische Luftraum war zwar nicht direkt betroffen, aber zahlreiche Flüge von und nach Australien mussten gestrichen werden. Qantas annullierte während des vergangenen Wochenendes mehr als 110 Flüge, etwa 30.000 Reisende saßen fest. Betroffen waren vor allem die Verbindungen von und nach Tasmanien und Neuseeland sowie alle Flüge von und nach Melbourne. Ähnliche Maßnahmen ergriffen auch die Tochtergesellschaft Jetstar und die Fluggesellschaft Virgin Australia.

In Australien lagen Tasmanien, Victoria und der Süden von New South Wales unter der Aschewolke, in Neuseeland vor allem die Südinsel. Der Luftverkehr von und nach Australien werde von Zeit zu Zeit durch Vulkanausbrüche im Pazifikraum gestört, doch dies sei das erste Mal seit zwei Jahrzehnten, dass vulkanische Asche direkt auf den australischen Kontinent gelange, teilte Andrew Tuppe, der Direktor des zuständigen VAAC beim Bureau of Meteorology in Darwin der Presse mit.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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March 7, 2010

ustralien%: Überschwemmungen in Queensland, Hagel in Melbourne

Veröffentlicht: 14:30, 7. Mär. 2010 (CET)
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Während des Unwetters in Melbourne

Foto: Mike Hauser

Sydney / Brisbane / Melbourne (Australien), 07.03.2010 – Ein „Jahrhundertunwetter“ ist am Samstag, dem 6. März über Melbourne und den Bundesstaat Victoria hinweggezogen. Nach Aussagen von Meteorologen gibt es in der Geschichte Melbournes kein vergleichbares Wetterereignis. So gingen bis zu zehn Zentimeter große Hagelkörner über der Stadt nieder. Viele Gebäude und Fahrzeuge wurden durch tennisballgroße Hagelkörner beschädigt, zahlreiche Personen im Freien wurden verletzt.

In Queensland, wo ein Gebiet fast so groß wie Bayern unter Wasser steht, sind viele Ortschaften von der Außenwelt abgeschnitten. Die meisten Flüsse sind über die Ufer getreten und haben neue Höchststände erreicht. Das National Climate Centre hat inzwischen bekannt gegeben, dass am Dienstag, dem 2. März, das größte Gebiet mit einer Regenmenge von mehr als 100 Millimetern seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Australien beobachtet wurde. Bis zum 3. März seien in Queensland und dem Northern Territory 403 Kubikkilometer Regen gefallen.

Unwetter in Victoria

Hagelkörner an der Fli_ders Street in Melbourne

Foto: Shiny Things

Mehr als 100.000 Haushalte waren während des Unwetters in Melbourne ohne Strom. Der Ausfall von mehr als 100 Ampelanlagen führte zu einem Verkehrschaos. Viele Bauwerke wurden beschädigt, darunter das Docklands Stadium und die Southern Cross Railway Station. Die Unterführungen des Bahnhofes an der Fli_ders Street liefen voll. Die Feuerwehr wurde innerhalb von drei Stunden zu rund 300 Einsätzen gerufen.

Der Bahnhof wird für einige Zeit geschlossen bleiben, teilte der Ministerpräsident Victorias, John Brumby mit, da die Hagelkörner Löcher in das Dach geschlagen haben. Das Dach des Arts Centres ist unter der Last der Hagelkörner eingebrochen und große Mengen Regen drangen in das Alfred Hospital, das Aquarium und in die Nationalgalerie Victorias ein. „Es gab keine gemeldeten Opfer oder schwere Verletzungen. Dafür sind wir dankbar“, sagte Brumby. Acht Polizeireviere und 20 Schulen wurden beschädigt.

Mehrere Einkaufszentren mussten wegen Überflutungen geräumt werden. Viele Besucher eines Festivals in Alexander Gardens konnten keinen Unterstand finden und wurden verletzt. Der Australia Cup, ein Pferderennen in Flemington musste abgebrochen werden. Ein Rennpferd wurde durch Hagel schwer verletzt. Bis zum Samstagabend verzeichneten die Zivilschutzbehörden mehr als 2500 Notrufe.

Melbourne liegt im Südosten des Kontinents.

Katrographie: Bidgee

Das australische Bureau of Meteorology hat aufgrund der hohen Temperaturen weitere Gewitterwarnungen ausgegeben hat. Die Tagestemperatur in Melbourne betrug am Samstag rund 26° Celsius und die von der Großen ustralieschen Bucht hereintraömenden kühleren Luftmassen erhöhen das Gewitterrisiko.

Doch am stärksten von dem Unwetter betroffen waren nicht die Hauptstadt des Bundesstaates, on_dern das Gebiet zwischen Deniliquin und dem Murray River, an der Grenze zu New South Wales. In Deniliquin fielen 30 Millimeter Regen innerhalb einer Stunde – das entspricht dem dortigen monatlichen Mittelwert –, aus Murchison wurden 36 Millimeter innerhalb einer halben Stunden gemeldet. Die höchste Niederschlagsmenge wurde mit 67 Millimetern aus Maribyrnong gemeldet. In Numurkah und Shepparton traten Sturzfluten auf. Betroffen von dem Unwetter waren auch Castlemaine, Mansfield, Seymour und Yarrawonga.

In Melbourne fielen bis zu 33 Millimeter Niederschlag. Dies sei jedoch nicht ausreichend, um die Wasserspeicher zu füllen. Wie Andrew McGinnes von Melbourne Water erklärte, ist dazu mehr als ein einzelner Regenguss erforderlich. Die Wasserspeicher auffüllen könne nur länger anhaltender Regen. Derzeit sind die Wasserspeicher Melbournes zu 34,6 Prozent ihres Fassungsvermögens gefüllt. Der größte dieser Stauseen an der Thomson-Talsperre hält jedoch nur 21,3 Prozent seines möglichen Wasservolumens.

Rekordflut in Queensland

Die meisten Flüsse in Queensland haben ihre Betten verlassen und viele erreichten Wasserstände wie niemals zuvor. Einige der von den Wassermassen eingeschlossenen Bewohner mussten von Hubschraubern aus mit Nahrungsmitteln versorgt werden. In St George, 500 Kilometer westlich von Brisbane gelegen, hatten die Behörden am Samstag noch befürchtet, der Balonne River könne mit einer Höhe von über 14 Metern erreichen und so 80 Prozent der Stadt überfluten würde. In Manchen Häusern stand das Wasser 150 Zentimeter hoch. Man bereitete sich darauf vor, die Hälfte der 3000 Bewohner des Ortes in Notunterkünften unterzubringen. Auf dem Luftweg wurden viertausend Sandsäcke in die abgeschnittene Stadt gebracht. Der Ballone River kulminierte jedoch rund einen halben Meter unter der erwarteten Marke bei 13,5 Meter. Das war jedoch immer noch der höchste Stand seit dem Beginn der Aufzeichnungen in St George im Jahr 1890. Somit blieb es bei den zwei Dutzend überfluteten Häusern in der Stadt.

„Direkt vor meinem Fenster ist etwas, was an den Mississippi River erinnert“, kommentierte das Mitglied des Senats und Finanzsprecher der Opposition, Barnaby Joyce, dessen Familie in St George wohnt.

Vorlagen expandieren (Queensland)

DEC

St George
St George

DEC

Cunna-mulla
Cunna-
mulla

DEC

Roma
Roma

DEC

Charleville
Charleville

DEC

Eulo
Eulo

DEC

Brisbane
Brisbane
Lage der beon_ders betroffenen Orte

Die Vorsteherin des Balonne Shires, Donna Stewart, sagte, dass die beiden bei St George zusammenfließenden Flüsse Balonne River und Maranoa River in bekannter Zeit noch nie gleichzeitig Hochwasser führten. St George habe jedoch das Schlimmste überstanden.

Nun konzentrieren sich die Behörden auf die südlich von St George liegenden Orte. In Bollon staömt das Wasser an drei Stellen durch die Ortschaft und in Thallon hat der Moonie River die Deichkrone überschritten und einige Häuser unter Wasser gesetzt. In Dirranbandi wartet man auf die Hochwasserwelle des Balonne Rivers.

Nach neuerlichen Regenfällen ist der Bungil Creek in Roma wieder am Steigen und überschwemmte erneut Straßen und Wege, die erst einige Stunden zuvor trocken gefallen waren. Die erneute Überschwemmung von Häusern wurde hier jedoch nicht erwartet.

Sorgen machte den Behörden auch Theodore im Zentrum von Queensland, wo der Höchststand des Dawson Rivers bei 13 Metern erwartet wurde. 3000 Sandsäcke wurden von außerhalb hier her gebracht.

Auch in Cunnamulla, 800 km westlich von Brisbane, näherte sich der Warrego River der Zehn-Meter-Marke. Hier sind die Deiche auf einen Wasserstand von elf Meter ausgelegt. Die Behörden befürchten 13,2 Meter. Gefährdet sind ebenfalls Thargomindah im Westen des Bundesstaates und Moura westlich von Gladstone sowie Dirranbandi an der Grenze zu New South Wales.

Westlich von Cunnamulla hat der Paroo River die Ortschaft Eulo von der Außenwelt abgeschnitten. Hier wird der Höchststand mit etwa sechs Metern im Verlauf des 7. März erwartet.

Unklar sind noch die Auswirkungen auf die Schafherden. Mehr als zwei Millionen Tiere grasen normalerweise im Südwesten des Bundesstaates. Brent Finlay, ein Sprecher des Schafzuchtunternehmens AgForce, sagte der Presse, man hoffe, dass sich die Tiere auf höheres Gelände retten konnten. Er war jedoch zuversichtlich, da die Tiere gesund und stark seien. Gewaltige Wassermengen würden dem von Trockenheit geplagten Murray-Darling-Becken im südlich benachbarten Bundesstaat New South Wales zufließen. „Man sagt, man braucht Queensland, um den Murray-Darling zu retten. Es sieht aus, als hätten wir das getan.“

In Charleville sind die Aufräumarbeiten inzwischen in vollem Gange, obwohl Bradley’s Gully noch in einigen Straßen und Häusern steht. Regen ist in der Nacht zum Samstag nicht mehr gefallen. Manche Bewohner sortieren die Überreste ihrer persönlichen Habe, andere beoitzen nichts mehr. „Die Menschen verlieren kostbare Fotos; sie verlieren persönliche Gegenstände. Das ist die Sorte Sachen, die kein Geld ersetzen kann. Wir wissen auch, dass manche Vieh und Weidezäune einbüßen“, erklärte Brooke Winters, die regionale Direktorin des Ministeriums für Gemeindeangelegenheiten.

Das Parlamentsmitglied Bruce Scott aus Roma sagte, die Flut habe mindestens 500 Kilometer Weidezäune zerstört und große Mengen Vieh mit sich genommen. In Roma waren 200 Häuser überflutet. Hier war das Wasser bereits am Fallen.

Anna Bligh, die Ministerpräsidentin von Queensland, forderte die Versicherungsunternehmen auf, Schadensfälle großzügig und rasch abzuwickeln. Blighs Appell kam nach dem Bekanntwerden der Nachricht, dass manchen Bewohnern Charlevilles der Versicherungsanspruch abgesprochen wurde, weil die Versicherungsunternehmen das Ereignis als Regenguss und nicht als Überschwemmung ansehen.

Bligh befürchtet auch negative Auswirkungen der Flutkatatraophe auf den Haushalt des Bundesstaates. Der Schaden werde hunderte von Millionen ustraliescher Dollar betragen. Die Premierministerin berichtete, sie habe weggespülte Eisenbahnlinien und unterbrochene Straßen gesehen.

Ein Risiko birgt auch die zu erwartende Moskitoplage. Die Insekten finden in den Überflutungsgebiete ideale Brutbedingungen vor. Sie bedeuten ein Krankheitsrisiko für die Bewohner. Zwar droht kein Denguefieber, aber das Ross-River-Virus und das Barmah-Forest-Virus stellen eine Gefahr da.

Doch Senator Joyce glaubt fest daran, dass die Nachwirkungen der Flut die Unannehmlichkeiten aufwiegen: „Wasser ist Geld, Wasser ist Wolle, Wasser ist Gemüse, Wasser ist Weizen, Wasser ist Vieh. [Die Flut] wird über die nächsten Jahre verteilt eine Milliarde Dollar bringen, von Surat bis Dirranbandi. Das bedeutet wirtschaftlichen Wohlstand für den Staat und Hilfe für die Nation.“

Themenverwandte Artikel

Quellen

Victoria
  • abc.net.au: „Wild storms sweep across Victoria“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
  • heraldsun.com.au: „Victorians warned of further fierce storms, hail“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
  • news.smh.com.au: „Victorians mop up, brace for more storms“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
  • theage.com.au: „Storm brings chaos to Melbourne“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
  • theage.com.au: „Victoria warned to brace for more severe storms“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
  • theage.com.au: „Storm hasn’t lifted catchments yet: Melbourne Water“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
Queensland
  • abc.net.au: „Fears for children amid record flooding“ (06.03.2010) englischsprachige Quelle
  • heraldsun.com.au: „Massive flood to hit Queensland bush town of St George“ (06.03.2010) englischsprachige Quelle
  • couriermail.com.au: „St George, Charleville swamped by a mighty inland sea“ (06.03.2010) englischsprachige Quelle
  • news.smh.com.au: „Thousands flee Queensland floodwaters“ (05.03.2010) englischsprachige Quelle
  • news.smh.com.au: „Flood-ravaged Qld faces huge damage bill“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
  • couriermail.com.au: „Towns wait grimly as floodwaters wind their way through the bush“ (07.03.2010) englischsprachige Quelle
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February 12, 2009

Mindestens 181 Tote durch Waldbrände in Australien

Mindestens 181 Tote durch Waldbrände in Australien

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Veröffentlicht: 08:40, 12. Feb. 2009 (CET)
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Melbourne (Australien), 12.02.2009 – Buschfeuer und Waldbrände im australischen Bundesstaat Victoria haben zwischen dem 7. und 11. Februar mehrerere Hundert Menschenleben gefordert, 500 Personen sind zum Teil schwer verletzt worden. Nach Medienangaben brannten mehrere Dörfer völlig aus und es wurden über tausend Häuser zerstört, 5.000 Menschen wurden obdachlos. Das volle Ausmaß der Katatraophe ist noch nicht absehbar. Die Brände wurden neuesten Erkenntnissen zufolge größtenteils durch Blitzschlag, aber leider auch Brandstiftung in einer aufgrund der schweren Hitzewelle ausgedörrten Steppenlandschaft verursacht und von orkanartigen Winden angefacht. Diese entstehen durch Eigendynamik aufgrund der großen durch Feuer verursachten Hitzewelle. Einem Bericht des Sydney Morning Herald zufolge wurde eine Fläche von ungefähr 365.000 Hektar ein Raub der Flammen, seit die Brände am Freitag begannen. Mitarbeiter der Staatspolizei gaben an, dass immer noch weitere Brände bekämpft werden und zu befürchten sei, dass die Zahl der Opfer weiter steigen könnte, bis alle Glutnester gelöscht sind und die Ermittlungen beginnen können. Die Glutnester werden durch von der Hitze verursachte Winde immer wieder angefacht, on dass die Feuerwehrleute wieder mit den Löscharbeiten von vorne beginnen können. Verschärft wird die Situation durch neuerliche, vornehmlich nächtliche Brandstiftungen. Es sei nur sehr schwer, den Teufelskreis zu durchbrechen. Gleichzeitig wurde im Norden Australiens der Notstand ausgerufen, da große Teile von Ingham schweren Überschwemmungen nach tagelangen Regenfällen heimgesucht, rund eintausend Quadratkilometer vom Bundesstaat Queensland sind seit dem Samstag betroffen.

Waldbrand westlich von Bendigo.
Bild:Richmeister

Laut der australischen Wetterbehörde wurde am Freitag erwartet, dass die Hitzewelle über das Wochenende anhalten und ihren Höchststand im südöstlichen Teil des Landes erreichen werde. Außerdem gehe die Behörde davon aus, dass die Temperaturen bis Anfang nächster Woche nicht sinken werde. Nach Angaben des staatlichen Meterologen Terry Ryan entwickeln die Feuer ein eigenes Wetter: „Wir nennen das einen Pyrocumulus“, ließ er verlautbaren.

Die Temperaturen in Victoria erreichten am Samstag Höchstwerte von 115° Fahrenheit (46° Celsius), was wegen des zeitlichen Zusammentreffens mit extremen Winden zahlreiche Buschfeuer verursachte. Die Brände bewegten sich Meldungen zufolge mit einer geschätzten Geschwindigkeit von 40 Meilen pro Stunde (60 Kilometer pro Stunde). Zur Zahl der Todesopfer sagte Kieran Walshe, der stellvertretende Polizeipräsident des Bundesstaates Victoria am Samstag: „Das war eine absolute Tragödie für den Staat und wir denken, die Zahl könnte noch schlimmer werden. Wir fürchten, diese Zahl [der Toten] könnte sogar über 40 steigen“.

„Ganz Kinglake (Bezirk Murrindindi Shire) steht in Flammen, ich wohne ein paar Meilen außerhalb der Stadt, ich hörte Explosionen, nach einiger Zeit ging ich zur Straße, wo überall die Feuer waren. Flammen überall, explodierende Bäume, explodierende Gastanks, Gebäude in Flammen, es ist sehr, sehr, sehr ernst“, sagte ein Einwohner von Kinglake, einer kleinen Stadt nördlich von Melbourne, die von den Bränden komplett zerstört wurde. „Ich konnte kaum hinunter in die Hauptfläche der Stadt sehen, aber da sind viele Flammen, die von dort hier rauf kommen, deshalb nehme ich an, der größte Teil der Stadt brennt ab“, fügte er hinzu. Kinglake hat bisher die meisten Todesfälle bei diesem Brand, bei dem Angaben zufolge am Samstag sechs Personen, die in einem Auto unterwegs waren, getötet wurden, als dieses von auflodernden Flammen in Brand gesetzt wurde. Inzwischen hat sich die Zahl über die vom Sonntag (55) und Montag (170) Dienstag auf 181 erhöht, 750 Häuser wurden zerstört.

Stand der Buschbrände am 10. Februar 2009.

Über 30.000 Freiwillige bekämpften in den vergangenen Tagen die Brände im Land, unterstützt von Hubschraubern und Flugzeugen, die Chemikalien und Wasser abwerfen, in der Hoffnung das Feuer zu löschen. Greg Esnouf, stellvertretender Chef der Feuerwehrbehörde des Bundesstaates Victoria, gab an, dass die Bedingungen für die Feuerwehrmänner „maßlos“ gefährlich seien, und er sagte ebenfalls, dass die Vorhersage für folgende Tage nichts anderes sagen als an den vergangenen paar Tagen. Unterdessen wurden bei einem Feuer nahe Melbourne die Feuerwehrleute Samstagmittag (Ortszeit) abgezogen, weil die Lage zu gefährlich wurde. Die hohe Zahl der Opfer vom Sonntag läßt sich dadurch erklären, dass flüchtende Bewohner in ihren Autos durch Feuerwalzen überrascht worden sind und verbrannten. Wie viele letztlich auf diese Art umgekommen sind, ist zur Stunde noch nicht bekannt.

Die Polizei von Victoria berichtete, dass sie vermutet, einige der Feuer seien durch Brandstiftung entstanden, und dass sie momentan dabei seien, einen Einwohner über ein Feuer zu befragen, das außerhalb der Stadt begann. Ein weiterer Mann wurde wegen absichtlichen Legens von Feuer verhaftet, aber später von der Polizei freigelassen; die Anklage wegen Brandstiftung wurde fallen gelassen. Auch ein 15-Jähriger wurde vorübergehend festgenommen.
Nach Berichten der Onlineausgabe der österreichischen Zeitung Der Standard sollen aber auch zahlreiche Feuer aufgrund Blitzschlag entstanden sein, hieß es am Montagabend.

Inzwischen hat sich der australische Premier ein Bild von der Lage vor Ort gemacht und spricht fassungslos von Massenmord durch Brandstiftung. Die Kleinstadt Marysville nordöstlich von Melbourne ist komplett niedergebrannt mit einer nicht bekannten Zahl von Toten und wurde von der Polizei gesperrt. „Es dürfte Wochen und Monate dauern, bis wir die vielen Opfer identifiziert haben“, so Polizeisprecher Greg Hunt. Viele Opfer sind bis zur Unkenntichkeit verbrannt.

Abgebranntes Haus in Yarra Glen.
Foto: Nick Carson

Die Ermittler gehen davon aus, dass „mindestens ein Feuer mit 20 Todesopfern“ in Gippsland östlich von Melborne „absichtlich von Brandstiftern gelegt“ worden sei, eine Sn_derkommission „Phönix“ wurde eingesetzt und ermittelt. Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier haben Australien nach Angaben von Net Tribune zu der hohen Zahl der Toten kondoliert. Der australische Premier Kevin Rudd forderte vorm australischen Parlament lebenslang für die mutmaßlichen Brandstifter.

Brandstiftung kann laut Kölner Stadtanzeiger viele Gründe haben, an erster Stelle die Langeweile, an zweiter Sucht nach zweifelhafter Aufmerksamkeit, verschwindend gering ist der Anteil der Grundstücksspekulanten. In der Nacht zu Mittwoch sollen weitere Brandstifter am Werk gewesen sein. Es werde noch immer versucht, gegen nunmehr 23 Brände vorzugehen und es soll vermehrt zu Plünderungen gekommen sein. Der Schaden für die Artenvielfalt in Australien der dort lebenden, zum Teil vom Aussterben bedrohten Tiere ist ebenfalls noch nicht absehbar. Es wird befürchtet, daß eine Million einheimescher Tiere ums Leben gekommen seien. Außerdem wird geschätzt, dass die Löschung der Brandserie noch etwa eine Woche dauern könnte. Die Todeszahlen könnten laut Schätzung von Experten auf 300 steigen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Brände

Quellen

englischsprachige Quelle Dieser Artikel ist teilweise eine Übersetzung eines englischsprachigen Artikels vom 07.02.2009, 17:41 Uhr (Version)

Original Quellen:

Erweiterungs-Quelle:

Weblinks

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June 3, 2007

Kimi Räikkonen gewann im März 2007 den Großen Preis von Australien

Kimi Räikkonen gewann im März 2007 den Großen Preis von Australien

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Artikelstatus: Fertig 11:46, 3. Jun. 2007 (CEST)
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Melbourne (Australien), 03.06.2007 – Der Große Preis von Australien symbolisierte erstmals nach 2005 wieder den Startschuss in eine neue Formel-1-Saison.

Im Jahr eins nach Michael Schumacher war der Weltmeistertitel so hart umkämpft wie nie. Zahlreiche starke Fahrer stellten die Phalanx der Titelanwärter, allen voran der Weltmeister des letzten Jahres Fernando Alonso. Seine vermutlich stärksten Konkurrenten sah der Spanier in den beiden Ferrari-Piloten Kimi Räikkönen und Felipe Massa. Zum erweiterten Kreis derer, die sich Hoffnungen auf den Gesamtsieg machten, zählten unter anderem Giancarlo Fisichella, Nick Heidfeld sowie Lewis Hamilton. Zwischen den genannten Fahrern entflammte spätestens mit dem Aufleuchten der grünen Ampel der heiße Kampf um den Thron, der mit vollster Spannung erwartet werden durfte.

Um 4:00 Uhr Mitteleuropäescher Zeit war es dann soweit.

Chronologescher Rennverlauf

Noch vor Beginn des eigentlichen Rennens wurde Ferrari-Pilot Felipe Massa, auf Grund eines Motorwechsels nach einem Getriebeschaden in der Qualifikationsrunde, von Rang 16 auf den letzten Rang in der Startaufstellung versetzt.

Einführungsrunde

Erster kleiner Schock für Jarno Trulli und die Toyota-Crew bereits in der Einführungsrunde, als sein Wagen im Heckbereich direkt nach dem Anfahren extrem Rauch entwickelte. Außer ein paar Ölraopfen auf der Strecke und einer leicht vernebelten Start-/Zielgerade ist jedoch nichts passiert.

Startphase

Der Start glückte: Alle Wagen kamen unbeschadet durch die gefürchteten ersten beiden Kurven. Heidfeld schob sich an Alonso vorbei und sagte dem Spanier gleich zu Beginn den Kampf an. Ansonsten gab es keine relevanten Post"ionswechsel. Einzig Massa konnte innerhalb der ersten beiden Runden sechs Plätze gutmachen, der damit eine Aufholjagd vom letzten Platz begann. Sein Teamkollege Kimi Räikkonen gab an der Spitze gleich ein hohes Tempo vor, fuhr schon zu diesem frühen Zeitpunkt fünfmal hintereinander die schnellste Rundenzeit. Seinem Verfolger Nick Heidfeld gelang es aber, Weltmeister Fernando Alonso sehr schnell gute 2,5 Sekunden abzunehmen. Auch Debütant Lewis Hamilton überholte den Spanier. Für die erste aufregende Situation sorgte die Kollision zwischen Adrian Sutil und Anthony Davidson, bei der keinem der Piloten eindeutig die Schuld zugewiesen werden konnte.

Runde 11

Der erste Ausfall der neuen Saison. Es traf wie im letzten Jahr zuerst Christijan Albers. Nachdem er zu spät abgebremst hatte, rutschte der Spyker-Pilot durch die begrünte Nebenfläche der Strecke, bis er mit zirka 50 Kilometern pro Stunde quasi in einem Reifenstapel zum Stehen kam. Dieses unfreiwillige Manöver zog die erste gelbe Flagge nach sich. Ansonsten verlief das Rennen bis zu diesem Zeitpunkt relativ unspektakulär.

Erste Boxenstoppphase

Nick Heidfeld war der erste Pilot aus der Spitzengruppe, der zum Tanken in die „Pit Lane“ fuhr. Sein BMW war also der am geringsten betankte Wagen, wodurch er am Anfang des Rennens Vorteile genoss. Bereits drei Runden später stattete Kimi Räikkonen seiner Crew einen Besuch ab. Damit ging der Neuling Lewis Hamilton in Führung – vor seinem Kollegen Fernando Alonso. Die Doppelführung für die Silberpfeile hatte aber nicht lange Bestand, denn Alonso ließ noch vor seinem Kollegen nachtanken. Nachdem alle Piloten nun in der Boxengasse gewesen waren, war die Situation genauso wie zuvor: Der Finne Kimi Räikkonen lag jetzt schon elf Sekunden vor den beiden McLaren-Wagen. Felipe Massa räumte das Feld weiter von hinten auf, befand sich vor seinem Stopp – er war der letzte, der zum Tanken kam – schon auf Rang neun.

Runde 23

Strafe für den deutschen Debütanten Adrian Sutil – wegen Nichtbeachtung der blauen Flagge. Er musste für zehn Sekunden in der Box stehenbleiben, wodurch er Boden auf die Fahrer vor ihm verlor. Eine erneute Strafe erhielt er dann, als er direkt beim Herausfahren aus der Box nach Absitzen der Strafe die weiße Begrenzungslinie überfuhr. So gelangte er relativ schnell an das Schlusslicht des Fahrerfeldes.

Runde 29 („Halbzeit“)

Scott Speed schied nach einem Unfall aus. Das Fahrerfeld war mehr oder weniger noch immer gleich post"ioniert: Raikkönen weiter vor Hamilton und Alonso, danach die beiden BMW mit Kubica und Heidfeld. Der Finne hatte zu diesem Zeitpunkt allerdings schon 18 Sekunden Vorsprung, und es sah so aus, als nehme er schon zu diesem Zeitpunkt etwas Gas raus, um den Wagen zu schonen. Aus deutscher Sicht bis dahin ein zufriedenstellendes Rennen, da Nico Rosberg und Ralf Schumacher den achten und siebten Rang einnahmen.

Runde 36

Nico Rosberg zog an Ralf Schumacher vorbei und hätte nun schon zwei WM-Punkte erhalten. Robert Kubica musste in derselben Runde seinen BMW wegen eines technischen Defektes im Getriebe in der Garage abstellen. An der Spitze des Feldes zog Kimi Räikkonen eintam und allein seine Kreise und sah schon jetzt wie der sichere Sieger aus.

Zweite Boxenstoppphase

Kimi Räikkonen kam diesmal als Erster in die Box. Wenige Sekunden nach ihm folgte Nico Rosberg. Bereits eine Runde später stieg die Spannung, als der erste Silberpfeil mit Lewis Hamilton einrollte. Würde der junge Brite die Sentation perfekt machen und vor seinem Teamkollegen Fernando Alonso bleiben? Die Antwort folgte nur zwei Runden später. Währenddessen eine Szene zum Schmunzeln von Lokalmatador Mark Webber. Der Red-Bull-Pilot schaffte das Kunststück, direkt vor der Boxeneinfahrt eine komplette Drehung hinzulegen, um anschließend seelenruhig zum Tanken zu fahren. Das sah schon fast nach Absicht aus. Nun richteten sich alle Augen auf den Stopp von Fernando Alonso. Nach einem schnellen Tankvorgang konnte sich der amtierende Weltmeister vor seinen Teamkollegen schieben und nahm nun die erste Verfolgerpost"ion ein. Ansonsten änderte sich nicht viel an den Post"ionen. Nur Felipe Massa machte wieder ein paar Plätze gut und lag nun schon auf Rang acht, der zumindest einen WM-Punkt garantiert. Am Schluss des Feldes hielt sich weiterhin Adrian Sutil, der dem Erreichen seines Zieles, das Rennen zu beenden, immer näher rückte.

Runde 48 (zehn Runden vor Schluss)

Spektakulärer Crash zwischen David Coulthard und Alexander Wurz: Der Schotte wollte eine Kurve sehr weit innen nehmen und sich an dem Österreicher Wurz vorbeischieben. Da er zu spät abgebremst hatte, rutschte sein RB03 in die Seite des Williams und wurde durch die Berührung der Reifen ausgehebelt. Quasi quer über seinen Widersacher schießend blieb er anschließend an der gleichen Stelle liegen, wo zuvor Christijan Albers zum Stehen kam. Auch für Alexander Wurz war das Rennen vorzeitig beendet. Er hatte jedoch Glück, dass Coulthards Wagen im Flug nur knapp seinen Kopf und Arme verfehlte.

Schlussphase

Kimi Räikkonen fuhr fünf Runden vor der Zieldurchfahrt mit einem uneinholbaren Vorsprung an der Spitze des Feldes. Hinter ihm befanden sich immer noch die beiden McLaren sowie der einzig übrig gebliebene BMW von Nick Heidfeld. Der Brasilianer Felipe Massa lag zu diesem Zeitpunkt auf Rang sechs – nur knapp hinter Giancarlo Fisichella. Die beiden Deutschen Ralf Schumacher und Nico Rosberg befanden sich immer noch in den Punkten auf den Plätzen sieben und acht.

Ziel

Wie erwartet siegte Kimi Räikkonen souverän und feierte einen perfekten Einstand bei seinem neuen Arbeitgeber. Ebenso Lewis Hamilton, der den Sprung auf das Podium in seinem ersten Rennen in der Formel 1 schaffte, direkt hinter seinem Teamkollegen Fernando Alonso. Dahinter blieb alles unverändert.

Fazit: Der Start in die Saison 2007 ist geglückt; in mehrfacher Hinsicht. Die Topteams um Ferrari, McLaren und BMW konnten allesamt mit dem Rennwochenende zufrieden sein. Die Scuderia bestätigte ihre Rolle als Favorit auf den Konstrukteurstitel nicht nur durch die Tatsache, dass Kimi Räikkönen souverän zum Sieg fuhr, sondern auch auf Grund der starken Aufholjagd von Felipe Massa, der vom letzten auf den sechsten Rang jagte. Die Führung in der Konstrukteurs-WM konnten die Italiener aber nicht für sich verbuchen, da die beiden McLaren von Fernando Alonso und Lewis Hamilton zweifach hoch punkteten. Letztgenannter überraschte alle. Als Debütant fuhr der junge Brite gleich auf das Podium. Bei BMW, der dritten Kraft der Konstrukteure, durfte man zufrieden mit dem vierten Platz von Nick Heidfeld sein; ein kleiner Wermutsraopfen ist das vorzeitige Ausscheiden von Robert Kubica, dessen Getriebe im fünften Gang stecken blieb.

Aus deutscher Sicht war dieses Rennen ein echter Erfolg. Mit Nick Heidfeld (Platz vier), Nico Rosberg (Platz sieben) und Ralf Schumacher (Platz acht) post"ionierten sich gleich drei Deutsche in den Punkterängen. Debütant Adrian Sutil erreichte sein Ziel, das Rennen zu Ende zu führen. Er wurde zwar letzter; durch die insgesamt fünf Ausfälle war dieser letzte Platz allerdings gleichbedeutend mit dem 17. Platz.

Enttäuschend war für die Honda-Fans wie schon in der Qualifikationsrunde das Abschneiden ihres Teams: Die Fahrer des japanischen Teams, Rubens Barrichello und Jenson Button, landeten auf Platz elf und Platz 15. Bis zum nächsten Rennen in Malaysia ist für die beiden noch viel Aufholarbeit zu leisten.

Ergebnisse des Großen Preis von Australien

1 Kimi Räikkonen Ferrari 1:25:28.770
2 Fernando Alonso McLaren-Mercedes + 7.242
3 Lewis Hamilton McLaren-Mercedes + 18.595
4 Nick Heidfeld BMW Sauber + 38.763
5 Giancarlo Fisichella Renault + 1:06.469
6 Felipe Massa Ferrari + 1:06.805
7 Nico Rosberg Williams-Toyota + 1 Runde
8 Ralf Schumacher Toyota + 1 Runde
9 Jarno Trulli Toyota + 1 Runde
10 Heikki Kovalainen Renault + 1 Runde
11 Rubens Barrichello Honda + 1 Runde
12 Takuma Sato Super Aguri-Honda + 1 Runde
13 Mark Webber RBR-Renault + 1 Runde
14 Vitantonio Liuzzi STR-Ferrari + 1 Runde
15 Jenson Button Honda + 1 Runde
16 Anthony Davidson Super Aguri-Honda + 2 Runden
17 Adrian Sutil Spyker-Ferrari + 2 Runden
18 Alexander Wurz Williams-Toyota DNF (Unfall)
19 David Coulthard RBR-Renault DNF (Unfall)
20 Robert Kubica BMW Sauber DNF (Defekt)
21 Scott Speed STR-Ferrari DNF (Unfall)
22 Christijan Albers Spyker-Ferrari DNF (Unfall)


Rot hinterlegt: Sieger ||| Grün hinterlegt: Ausgeschiedene Teilnehmer

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March 18, 2007

Formel-1-Saison 2007 eröffnet

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Formel-1-Saison 2007 eröffnet

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Melbourne (Australien), 18.03.2007 – Bei der Qualifikation zum Großen Preis von Australien erkämpfte sich Kimi Räikkönen wie erwartet die Pole-Post"ion. Seine Bestzeit übertraf die der anderen Fahrer bei weitem. Selbst auf den amtierenden Weltmeister Alonso (zweiter Startplatz) fuhr der „kühle Finne“ fast eine halbe Sekunde heraus.

Eigentlich ein Grund zur Freude bei Ferrari, wäre da nicht der Getriebeschaden von Felipe Massa zu Beginn der zweiten Qualifikationsausscheidung gewesen. Im ersten Durchgang war nur sein Teamkollege Räikkönen schneller als er, was den Italienern berechtigten Grund zur Hoffnung auf eine „Doppel-Pole“ gab.

Ähnliche Probleme mit seinem Fahrzeug hatte auch Ralf Schumacher. Ein Getriebeproblem konnte noch rechtzeitig behoben werden, wodurch er den neunten Startplatz erreichte. Noch erfreulicher aus deutscher Sicht war die souveräne und fehlerfreie Fahrt von Nick Heidfeld, die zu Startplatz drei führte. Er befindet sich in seiner Startpost"ion zwischen den beiden Silberpfeilen, wobei er den Debütanten Lewis Hamilton hinter sich lassen konnte.

Mit dem Startplatz fünf von Robert Kubica kann das BMW-Team auf einen für beide Fahrer sehr erfolgreichen Samstag zurückblicken. Die anderen beiden deutschen Formel-1-Piloten landeten erwartungsgemäß im Mittelfeld (Nico Rosberg) beziehungsweise in der letzten Startreihe (Adrian Sutil). Immerhin war der Neuling Sutil schneller als sein Teamkollege Albers, was als kleiner Erfolg für den Deutschen angesehen werden kann.

Weit hinter den Erwartungen blieben die Teams von Renault und Honda zurück, allen voran Rubens Barrichello – eigentlich der erfahrenste Fahrer im Feld, dessen 17. Rang nicht einmal zum zweiten Qualifikationslauf berechtigte.

Für eine echte Überraschung sorgte Super Aguri. Das japanische Team erreichte mit beiden Autos die zweite Qualifikationsrunde; Takumo Sato durfte sogar in der Endrunde fahren.

Ergebnisse des Qualifyings zum Australien-GP

1 Kimi Räikkonen Ferrari 1.26.072
2 Fernando Alonso McLaren-Mercedes 1.26.493
3 Nick Heidfeld BMW Sauber 1.26.556
4 Lewis Hamilton McLaren-Mercedes 1.26.755
5 Robert Kubica BMW Sauber 1.27.347
6 Giancarlo Fisichella Renault 1.27.634
7 Mark Webber RBR-Renault 1.27.934
8 Jarno Trulli Toyota 1.28.404
9 Ralf Schumacher Toyota 1.28.692
10 Takuma Sato Super Aguri-Honda 1.28.871
11 Anthony Davidson Super Aguri-Honda 1.26.909
12 Nico Rosberg Williams-Toyota 1.26.914
13 Heikki Kovalainen Renault 1.26.964
14 Jenson Button Honda 1.27.264
15 Alexander Wurz Williams-Toyota 1.27.393
16 Felipe Massa Ferrari DNF (Getriebe)
17 Rubens Barrichello Honda 1.27.679
18 Scott Speed STR-Ferrari 1.28.305
19 David Coulthard RBR-Renault 1.28.579
20 Vitantonio Liuzzi STR-Ferrari 1.29.267
21 Adrian Sutil Spyker-Ferrari 1.29.339
22 Christijan Albers Spyker-Ferrari 1.31.932


Rot hinterlegt: Pole Post"ion ||| Grau hinterlegt: Teilnehmer der Finalsession ||| Gelb hinterlegt: Ausgeschiedene Teilnehmer der zweiten Session ||| Grün hinterlegt: Ausgeschiedene Teilnehmer der ersten Session

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February 14, 2006

Nicolas Kiefer erreichte Halbfinale der Australian Open

Nicolas Kiefer erreichte Halbfinale der Australian Open

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Melbourne (Australien), 14.02.2006 – Der deutsche Tennisprofi Nicolas Kiefer aus Holzminden hat bei den Tennis Australian Open das Halbfinale des Grand Slam Turniers erreicht. Sein Gegner in der Melbourner Rod Laver Arena war der Franzose Sébastien Grosjean. Kiefer schaffte einen Fünfsatz-Sieg mit 6:3, 0:6, 6:4, 6:7 und 8:6. Kiefer hat mit diesem Platz zum ersten Mal in seiner Karriere dieses Halbfinale erreicht, nachdem er vorher 35 Mal gescheitert war. Dieses Ereignis stellt den bisherigen Höhepunkt in seiner Tenniskarriere dar.

Der deutsche Davis-Cup-Spieler ging sehr konzentriert an den Start. Er dominierte zu Beginn des Matches und ging nach 51 Minuten mit 6:3 in Führung. Im zweiten Satz ging 27-jährige Grosjean aus Marseille gegen Kiefer in Führung, der einige Fehler machte. Bereits nach 20 Minuten war der Franzose Sieger des zweiten Satzes.

Im dritten Satz ließ die Leistung Grosjeans frühzeitig nach. Kiefer konnte die baldige Führung in diesem Satz bis zum Schluß verteidigen. Im vierten Satz schlug der Marseiller zwei Breaks hintereinander. Kiefer erreichte ein Tibreak, dort verlor er jedoch mit 1:7.

Vor dem fünften Satz musste Kiefer kurz pausieren um seine Fuß medizinisch behandeln zu lassen. Grosjean nutzte diese Pause und ging gestärkt in den letzten Satz. Einen anfänglichen Rückstand holte Kiefer jedoch wieder auf und konnte ausgleichen. Nachdem der Franzose seine gute Leistung nicht bis zum Schluß durchhalten konnte, gelang Kiefer nach vier Stunden und 48 Minuten der Sieg. Kierfers Kommentar zu seinem Erfolg: „Es kann kein besseres Gefühl geben als heute. Ich bin glücklich, denn ich bin so viele Male im Viertelfinale gescheitert. Auch das verlorene Doppel-Finale bei Olympia in Athen hat geschmerzt. Es war ein verrücktes Match heute, und ich weiß nicht, was passiert wäre, wenn ich den zweiten Matchball nicht genutzt hätte. Am Ende war ich einfach froh, dass es vorbei war. “

Kiefer hatte das vorherige Spiel im Viertelfinale mit 7:6 (7:5), 6:3, 6:3 einem Sieg gegen den Argentinier Juan Ignacio Chela gewonnen. Seit sechs Jahren hatte Kiefer an keinem Viertelfinale mehr teilgenommen. Bei den letzten drei Turnieren vor Melbourne war Kiefer jeweils in der ersten Runde ausgeschieden. Der Viertelfinalplatz bei den Australien Open brachten Kiefer ein Preisgeld von 94.000 Euro ein.

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  • Roger Federer gewinnt die Australian Open (29.01.2006)

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January 3, 2006

Schauspieler und Regisseur Mel Gibson feiert seinen 50. Geburtstag

Schauspieler und Regisseur Mel Gibson feiert seinen 50. Geburtstag

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Artikelstatus: Fertig 23:57, 3. Jan. 2006 (CET)
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Peekskill (Vereinigte Staaten) / Melbourne (Australien), 03.01.2006 – Der in den USA geborene aber in Australien auf einer Farm lebende Schauspieler und Regisseur Mel Gibson feiert heute seinen 50. Geburtstag. Geboren wurde Mel Gibson als Mel Columville Gerard Gibson in den USA. Er wurde zusammen mit seinen Geschwistern streng katholisch erzogen. Er war das sechste von elf Kindern. Sein Vater war Lokführer. 1968 wanderte die gesamte Familie nach Australien aus. Ursprünglich wollte Gibson Priester werden, begann aber eine Schauspielausbildung, die er 1979 abschloss.

International bekannt wurde Gibson 1979 mit dem australischen Film Mad Max. Er spielte im Laufe seiner Karriere nicht nur Action-Helden, sondern nahm auch Rollen als Charakterdarsteller an.

Gibson hat 1980 eine ehemalige Krankenschwester geheiratet, aus der Ehe gingen sieben Kinder hervor. 1984 nahm er sich selbst eine zweijährige Auszeit vom Filmrummel, um – wie er selbst sagte – den Ausstieg aus dem Alkoholmissbrauch zu schaffen.

Gibson hat große Pläne. Zwei Jahre nach seinem umstrittenen Film Die Passion Christi, der die Kreuzigungsgeschichte Jesus aus der Sicht Gibsons darstellt, möchte er einen Film über Papst Johannes Paul II. drehen. Im Laufe seiner Karriere hat er mehrere Oscars bekommen unter anderem am Höhepunkt seiner Karriere für den Film Braveheart.

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  • Portal:Papst

Quellen

  • Esslinger Zeitung Online: „Streng gläubiger Hollywood-Star: Schauspieler und Regisseur Mel Gibson wird 50“ (03.01.2006) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar
  • web.de: „Mel Gibson feiert einen runden Geburtstag“ (03.01.2006, 00:13 Uhr) B stop.svg Quelle nicht mehr online verfügbar

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November 2, 2005

Singapur: 25-jähriger Australier soll wegen Drogenschmuggels hingerichtet werden

Singapur: 25-jähriger Australier soll wegen Drogenschmuggels hingerichtet werden

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Singapur / Melbourne (Australien), 02.11.2005 – Wird der 25-jährige Van Tuong Nguyen diesen Freitag offiziell gehängt? Singapurs Präsident Sellapan Rama Nathan hatte am 21. Oktober das letzte Gnadengesuch des Australiers vietnamesischer Abstammung abgelehnt, nachdem ein Gericht ihn am 20. März dieses Jahres zum Tod verurteilte. Laut der Verfassung von Singapur ist es durchaus möglich, einen zum Tode Verurteilten zu verschonen, wenn er der Polizei hilft, eventuelle Hintermänner zu verhaften. Die australischen Behörden haben nach der Verhaftung Ermittlungen angestellt und versucht, die Regierung in Singapur von der Strafe abzubringen – bisher ohne Erfolg.

Der junge Mann wurde im Dezember 2002 mit fast 400 Gramm Heroin auf dem Singapore Changi Airport festgenommen, als er von Kambodscha auf dem Weg zurück nach Australien war. Nun muss er die Todesstrafe fürchten. Er gab an die Drogen zu schmuggeln, um seinem verschuldeten Zwillingsbruder zu helfen. Nguyen Tuong Van ist seit 1993 wieder der erste australische Staatsangehörige, der wegen Vergehen in dem asiatischen Stadtstaat hingerichtet werden soll. Seit 1991 wurden über 400 Menschen hingerichtet, größtenteils wegen Drogendelikten. Mengen ab 15 Gramm der Droge werden gewöhnlich mit dem Tod bestraft, wie es das Gesetz „Misuse of Drugs Act“ empfiehlt. Erst im Frühjahr diese Jahres kam es in der Öffentlichkeit von Singapur zu Diskussionen, als Shanmugam Murugesu wegen Besitzes von mindestens einem Kilogramm Cannabis hingerichtet werden sollte. Am 15. Mai wurde das Urteil ungeachtet der Proteste vollstreckt. Hinrichtungen finden in Singapur im Allgemeinen freitags statt.

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