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February 4, 2008

Erdbeben in Ruanda: Tote und viele Verletzte

Erdbeben in Ruanda: Tote und viele Verletzte

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Veröffentlicht: 12:58, 4. Feb. 2008 (CET)
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Erdbebenregion bei den Großen Afrikanischen Seen

Kigali (Ruanda), 04.02.2008 – Bei zwei Erdstößen in der Region um den Kiwusee wurden mindestens 40 Personen getötet. Das erste Erdbeben hatte sein Epizentrum im Osten der Demokratischen Republik Kongo, etwa 20 km von der Stadt Bukavu entfernt. Es ereignete sich am 3. Februar um 08:34 Uhr MEZ und hatte eine Magnitude von 6.0 auf der Richterskala. Ein zweiter Erdstoß dreieinhalb Stunden später erreichte eine Magnitude von 5.0. Das Epizentrum dieses zweiten Bebens lag im Südwesten Ruandas. Später traten noch einige Nachbeben auf.

Im ruandischen Rusizi stürzte eine Kirche ein, in der Gläubige an einem Gottesdienst teilnahmen. Radio Ruanda meldete, im Westen des ostafrikanischen Landes seien 34 Menschen ums Leben gekommen, mehr als 250 hätten in Krankenhäusern behandelt werden müssen, zumeist wegen Knochenbrüchen.

Jacqueline Chenard, eine Mitarbeiterin der UN-Friedensmission vor Ort, sagte, dass viele Häuser völlig zerstört seien. Nach Meinung der stellvertretenden Polizeichefin Ruandas, Mary Gahonzire, seien noch viele Personen verschüttet, so dass die Opferzahl noch steigen könne.

Der Rundfunk der Demokratischen Republik Kongo berichtete von sechs Toten in der Provinz Süd-Kivu. Im benachbarten Burundi verursachte das Erdbeben einen Stromausfall.

Die Erdbebenregion liegt im Bereich des ostafrikanischen Grabenbruchs. Bereits in der Vergangenheit hatten sich in der Region schwere Erdbeben ereignet. 1966 hatte ein Erdbeben im Westen Ugandas 157 Afrikaner getötet und mehr als 1300 verletzt. Das letzte schwere Beben ereignete sich im Dezember 2005.

Quellen

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February 26, 2006

Belgische Regierung gab Pressemitteilung im Fall Ruanda heraus

Artikelstatus: Fertig 21:27, 26. Feb. 2006 (CET)
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Brüssel (Belgien) / Kigali (Ruanda), 26.02.2006 – Eine Linienmaschine der belgischen Fluggesellschaft SN Brussels Airlines wurde von Dienstag bis Freitag 72 Stunden lang auf dem ruandischen Flughafen Kigali festgehalten. Am Samstagmorgen war diese Maschine auf dem belgischen Flughafen Zaventem gelandet.

Während sich am Dienstag noch 140 Passagiere an Bord der Maschine befanden, kamen in Zaventem nur noch 63 von ihnen an. Über den Verbleib der übrigen Passagiere ist nichts bekannt. Desweiteren landeten 11 Besatzungsmitglieder in Zaventem.

Als Begründung für die Startverzögerung wurde von den Behörden des afrikanischen Landes eine fehlende Flugtauglichkeitsbescheinigung für die Maschine angegeben.

Nach der Rückkehr der Passagiere gab nun die belgische Regierung eine Pressemitteilung zu dem Fall heraus. Die Politiker äußerten sich zum Verhalten der ruandischen Behörden mit den Worten, es sei „reine Schikane“ gewesen. Einen weiteren gleichartigen Fall werden die Verantwortlichen in Belgien nicht mehr akzeptieren.

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February 25, 2006

Belgische Fluggesellschaft wird ab sofort nicht mehr in Ruanda zwischenlanden

Belgische Fluggesellschaft wird ab sofort nicht mehr in Ruanda zwischenlanden

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Artikelstatus: Fertig 17:49, 25. Feb. 2006 (CET)
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Kigali (Ruanda), 25.02.2006 – Die Linienmaschine der belgischen Fluggesellschaft SN Brussels Airlines, die mit 140 Passagieren an Bord seit Dienstag auf dem Flughafen Kigali in Ruanda festgehalten wurde, ist heute Morgen in Brüssel eingetroffen. Der unfreiwillige Aufenthalt in Kigali dauerte 72 Stunden.

Ruanda war nicht das ursprüngliche Ziel des Fluges der Linienmaschine, sondern sie befand sich auf dem Flug von Brüssel nach Nairobi. In Kigali sollte lediglich ein kurzer technischer Zwischenstopp erfolgen. Jetzt hat die SN Brussels Airlines Konsequenzen aus dem Vorfall gezogen. Ab sofort wird es keine Zwischenlandungen in Ruanda mehr geben. Die Fluggesellschaft lässt offen, ob sie jemals Ruanda wieder ansteuern wird. Auf jeden Fall wird sie die Entwicklung der Situation in dem afrikanischen Land verfolgen.

Auch politisch hat der unfreiwillige Zwangsaufenthalt der 140 Personen Konsequenzen. Zwar konnte das Flugzeug mit Verzögerung starten, nachdem der belgische Premierminister Guy Verhofstadt mit dem ruandischen Staatspräsidenten Paul Kagame telefoniert hatte, dennoch gab es heftige Kritik der Regierung in Brüssel. Verhofstadt hat gegenüber Ruanda gedroht, die Beziehungen zu dem Land neu zu überdenken, falls sich solch ein Vorfall wiederholen sollte.

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Quellen

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Belgisches Linien-Flugzeug steckt seit drei Tagen in Ruanda fest

Belgisches Linien-Flugzeug steckt seit drei Tagen in Ruanda fest

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Artikelstatus: Fertig 15:12, 25. Feb. 2006 (CET)
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Kigali (Ruanda), 25.02.2006 – Eine Linienmaschine der belgischen Fluggesellschaft SN Brussels Airlines mit 140 Passagieren an Bord steckt in Ruanda fest.

Die Maschine sollte am Dienstag vom ruandischen Flughafen in Kigali in Richtung Belgien starten. Das Flugzeug erhielt jedoch keine Starterlaubnis. Veranlasst wurde die Blockade durch die Behörden in Ruanda. Auf die SN Brussels Airlines kommen durch den unfreiwilligen Aufenthalt der Maschine in Kigali hohe Kosten zu.

In den Fall hat sich mittlerweile der belgische Premierminister Guy Verhofstadt eingeschaltet. Als Begründung gaben die Ruander an, für den Flug lägen notwendige technische Unterlagen nicht vor. Verhofstadt hatte daher am Mittwoch mit dem Staatspräsidenten Paul Kagame in Ruanda telefoniert, um den Vorgang zu klären.

Nachdem unmittelbar nach dem Gespräch keine Details an die Öffentlichkeit kamen, scheint sich danach dennoch etwas getan zu haben. Jetzt liegen den ruandischen Behörden plötzlich doch passende Dokumente für das Flugzeug vor. Darin wird der technisch einwandfreie Zustand der belgischen Maschine beschrieben. Verhofstadt hatte Kagame gebeten, so schnell wie möglich die Starterlaubnis zu geben. Daraufhin sagte Kagame zu Verhofstadt, es gebe keine weiteren Probleme. Aber bis gestern wurden keine neuen Informationen über einen tatsächlichen Startzeitpunkt für die Maschine bekannt.

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June 14, 2005

Burundi: Flüchtlinge aus Ruanda wurden offenbar abgeschoben

Burundi: Flüchtlinge aus Ruanda wurden offenbar abgeschoben

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Bujumbura (Burundi), 14.06.2005 – Mehrere Tausend ruandische Flüchtlinge kehrten am Montag aus Burundi in ihr Heimatland zurück. Internationale Organisationen befürchten, dass die Flüchtlinge zur Rückkehr gezwungen wurden.

Die Regierungen von Ruanda und Burundi hatten entschieden, die Flüchtlinge aus dem jeweils anderen Land als „illegale Einwanderer“ zu betrachten. Beide Regierungen erklärten nach einem Treffen auf Ministerebene, dass die Flüchtlinge ihre jeweiligen Heimatländer „ohne guten Grund“ verlassen hätten. Das UN-Flüchtlingskommissariat (UNHCR) warnte am Montag vor den Folgen des Beschlusses und zeigte sich alarmiert.

Sollten die Flüchtlinge ohne Verfahren und Klärung ihres Status abgeschoben worden sein, wäre dies ein Verstoß gegen internationales Recht, speziell gegen die Genfer Flüchtlingskonvention, gewesen. Kolawole Olaniyan, Direktor des Afrika-Programms von amnesty international, sagte, dass der Gebrauch von verbaler oder physischer Bedrohung, um Menschen zur Rückkehr in ihr Heimatland zu bewegen, wo ihnen Verfolgung droht, ein klarer Widerspruch zu internationalem Recht sei. Hilfsorganisationen wurde der Zugang zum Flüchtlingslager Songore in der Provinz Ngozi (im Norden Burundis) nicht gestattet. Daher können das Flüchtlingskommissariat und Nichtregierungsorganisationen nicht klar feststellen, ob die Flüchtlinge freiwillig in ihre Heimat zurückgekehrt sind oder mit Gewalt abgeschoben wurden. Das Flüchtlingslager Songore, in dem sich bis Montag 6.000 Menschen aufhielten, wurde nun geschlossen.

UNHCR-Beobachter beobachteten die Situation außerhalb des Lagers. Deren Berichten zufolge haben die Flüchtlinge das Land auf LKWs verlassen. Einige Menschen seien von den Lastwagen abgesprungen und hätten sich dabei Brüche zugezogen.

Die meisten Flüchtlinge aus Ruanda waren seit März diesen Jahres wegen den „gacaca Tribunalen“ ins Nachbarland Burundi geflohen. Sie befürchten eine ungerechte Behandlung durch die örtlichen Gerichte. Die Tribunale sammeln Informationen über den Völkermord von 1994, um Verbrechen aufzuarbeiten. 1994 wurden 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu getötet.

Hintergund

  • Text der Genfer Flüchtlingskonvention vom 28. Juli 1951

Quellen

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