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January 19, 2011

Haiti: „Baby Doc“ wieder auf freiem Fuß

Haiti: „Baby Doc“ wieder auf freiem Fuß

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Veröffentlicht: 15:55, 19. Jan. 2011 (CET)
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Port-au-Prince (Haiti), 19.01.2011 – Der ehemalige haitianische Diktator Jean-Claude Duvalier ist wieder auf freiem Fuß. Nach einer Vernehmung durch den zuständigen Richter durfte er das Gerichtsgebäude wieder verlassen. Mehrere Unterstützer Duvaliers störten den Gefangenentransport zum Gerichtsgebäude, indem sie mit umgestoßenen Mülleimern versuchten die Straße zu blockieren. Vor dem Gerichtsgebäude hatten sich zum Zeitpunkt der Vernehmung mehrere hundert seiner Anhänger versammelt. Sie verbrannten Autoreifen und forderten unter anderem die Festnahme des derzeitigen Präsidenten René Préval.

Der 59-Jährige war gestern in dem Luxushotel „Karibe“, in dem er sich aufhielt, festgenommen worden, da haitianische Behörden gegen ihn ein Ermittlungsverfahren eingeleitet haben. Ihm wird Korruption und Veruntreuung vorgeworfen. Duvalier war erst am Samstag nach Haiti zurückgekehrt, nachdem er 25 Jahre im Exil verbracht hatte.

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January 18, 2011

Haiti: „Baby Doc“ verhört und zur Staatsanwaltschaft gebracht

Haiti: „Baby Doc“ verhört und zur Staatsanwaltschaft gebracht

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Veröffentlicht: 23:25, 18. Jan. 2011 (CET)
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Port-au-Prince (Haiti), 18.01.2011 – Nur zwei Tage nach der von seinen Anhängern gefeierten Rückkehr des ehemaligen Diktators Jean-Claude Duvalier, bekannt unter dem Spitznamen „Baby Doc“, wurde dieser heute von der Polizei im Hotel Karibe verhört und kurz nach Mittag in Polizeibegleitung abgeführt. Ob es sich um eine reguläre Verhaftung handelt, war zunächst unklar.

Wie Behördenvertreter bestätigten, wurde Duvalier eine Stunde vom Generalstaatsanwalt des Landes, Aristidas Auguste und einem Richter befragt. Gegenüber der Presseagentur AFP sagte der Präsident der Anwaltskammer von Port-au-Prince, Gervais Charles, der Ex-Diktator des Inselstaates sei zur Staatsanwaltschaft gebracht worden, „um ihn über die Akte gegen ihn zu unterrichten“. Ein Justizsprecher erklärte, Duvalier werde verhört und müsse sich zur Disposition der haitianischen Justiz halten. Ein anderer Justizsprecher hatte zuvor gesagt: „Er wird festgenommen werden.“

Der 59-jährige Duvalier war am Sonntag nach 25 Jahren im französischen Exil überraschend nach Haiti zurückgekehrt. Menschenrechtsorganisationen hatten nach seiner Ankunft in Haiti gefordert, Duvalier solle wegen der Ermordung und Folterung Tausender Gegner zur Rechenschaft gezogen werden. Als weiterer Vorwurf steht die Unterschlagung von Staatsgeldern im Raum. Duvalier hatte zwischen 1971 und 1986 in Haiti ein diktatorisches Regime geführt. Ein Volksaufstand zwang ihn zur Flucht. Dabei soll er einen dreistelligen Millionenbetrag (laut AFP mehr als 100 Millionen US-Dollar) mit außer Landes genommen haben.

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January 17, 2011

Ex-Diktator „Baby Doc“ kehrt nach Haiti zurück

Ex-Diktator „Baby Doc“ kehrt nach Haiti zurück

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Veröffentlicht: 23:40, 17. Jan. 2011 (CET)
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Port-au-Prince (Haiti), 17.01.2011 – Haitis ehemaliger Diktator Jean-Claude Duvalier, genannt „Baby Doc“, ist am 16. Januar unerwartet nach 25 Jahren Exil nach Haiti zurückgekehrt. Während er von mehreren Dutzend Anhängern begeistert empfangen wurde, forderten Menschenrechtsgruppen, dass er wegen Menschenrechtsverletzungen vor Gericht gestellt werde.

Jean-Claude Duvalier trat in Haiti 1971 die Nachfolge seines Vaters François Duvalier, genannt „Papa Doc“, an, dessen Herrschaft schätzungsweise 30.000 Menschen zum Opfer fielen. „Baby Doc“ wurde für seinen luxuriösen Lebensstil bekannt, während die Mehrheit der Bevölkerung in Armut lebte. 1986 musste er in Folge von Hungeraufständen der Bevölkerung nach Frankreich fliehen.

Die Rückkehr von Duvalier ist überraschend, da der damalige Präsident René Préval noch 2007 erklärt hatte, Duvalier werde vor Gericht gestellt, wenn er nach Haiti zurückkehre. Es wird angenommen, dass ihn Finanzprobleme im französischen Exil und die gegenwärtige verworrene politische Lage in Haiti zur Rückkehr motivierten. Bei seiner Ankunft in Port-au-Prince erklärte Duvalier, er sei hier, um seinem Land zu helfen.

Die Menschenrechtsgruppe Amnesty International forderte die Regierung von Haiti auf, Duvalier wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit anzuklagen. Während seiner Herrschaft sei es zu systematischer Folter gekommen und Hunderte von Menschen seien ermordet worden.

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December 8, 2010

Haiti: Stichwahl erforderlich – Unruhen nach Bekanntmachung des Wahlergebnisses

Haiti: Stichwahl erforderlich – Unruhen nach Bekanntmachung des Wahlergebnisses

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Veröffentlicht: 17:42, 8. Dez. 2010 (CET)
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Port-au-Prince (Haiti), 08.12.2010 – Zu schweren Ausschreitungen kam es am Dienstagabend in dem karibischen Inselstaat Haiti, nachdem der Wahlrat des Landes das Ergebnis der Präsidentschaftswahl vom 28. November bekannt gegeben hatte. Danach kam die Rechtsprofessorin Mirlande Manigat, Gattin des ehemaligen Präsidenten Leslie Manigat, auf 31 Prozent der Stimmen. Jude Célestin, der Kandidat der Regierungspartei, erhielt etwas mehr als 22 Prozent der Stimmen. Dritter Kandidat war der populäre Sänger Michel Martelly mit knapp 22 Prozent. Dem Wahlrat zufolge hatte Martelly nur knapp 7000 Stimmen weniger als Célestin. Zwischen Manigat und Célestin soll eine Stichwahl entscheiden, da keiner von beiden eine absolute Mehrheit der Stimmen auf sich vereinigen konnte.

Die Demonstranten waren vor allem erbost über das niedrige offizielle Stimmergebnis für den Drittplatzierten Martelly, der aus dem Rennen um die Präsidentschaft nun ausgeschieden ist. In der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince errichteten die Demonstranten Barrikaden aus Reifen und Steinen. Vereinzelt wurden auch Geschäfte niedergebrannt, außerdem sollen Schüsse gefallen sein. Bereits im Vorfeld der Bekanntgabe des Wahlergebnisses waren Vorwürfe laut geworden, die Wahlen seien manipuliert worden. Der aus dem Amt scheidende Präsident René Préval soll demnach die Wahlergebnisse zugunsten seines politischen Zöglings Célestin gefälscht haben.

Der von der Europäischen Union finanzierte Nationale Wahlbeobachtungsrat (CNO), der 5500 Wahlbeobachter aufgeboten hatte, gab die Einschätzung ab, dass Célestin nach der Zahl der für ihn abgegebenen Stimmen lediglich auf Platz drei gelandet war. Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Wahlergebnisses äußerten auch Vertreter der US-Botschaft in Haiti. In einer Erklärung der Botschaft hieß es: „Das Ergebnis entspricht nicht den Berechnungen der Wahlbeobachter“, und: „Die USA und die internationale Gemeinschaft sind bereit, die Resultate der Wahl genau zu überprüfen und dem haitianischen Volk zu ihrem Recht zu verhelfen.“ Weitere Hinweise deuten ebenfalls daraufhin, dass Versuche unternommen worden waren, die Wahlergebnisse zu manipulieren. So sollen während der Auszählung manipulierte Strichlisten entdeckt worden sein. Nach Angaben der Wahlbehörde kam es in 52 der 1500 Wahllokale zu Unregelmäßigkeiten. Die Organisation Amerikanischer Staaten (OAS), deren Sitz in Washington D.C. ist, erklärte gemeinsam mit der Karibischen Gemeinschaft (Caricom), die Probleme bei der Wahl seien größer gewesen als erwartet. Diese Probleme machten aber das Wahlergebnis nicht ungültig.

Die geplante Stichwahl soll am 16. Januar stattfinden. Die Situation in dem Land ist nach dem verheerenden Erdbeben vom Januar 2010 durch millionenfache Obdachlosigkeit gekennzeichnet. Außerdem grassiert eine Cholera-Epidemie, an der sich nach Angaben von Gesundheitsexperten in den nächsten zwölf Monaten bis zu 400.000 Menschen infizieren könnten.

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Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Wahlen in Haiti 2010“.

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October 22, 2010

Mutmaßlicher Choleraausbruch in Haiti

Mutmaßlicher Choleraausbruch in Haiti – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Mutmaßlicher Choleraausbruch in Haiti

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Veröffentlicht: 22:19, 22. Okt. 2010 (CEST)
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Port-au-Prince (Haiti), 22.10.2010 – 138 Menschen sind laut Meldungen haitianischer Behörden an den Folgen des Cholera-Ausbruchs verstorben, weitere 1500 Menschen gelten als infiziert und werden medizinisch versorgt. Eine endgültige Bestätigung des Erregers steht noch aus.

Der Ursprung des Ausbruches liegt nördlich der Hauptstadt Port-au-Prince in der Region Artibonite. Die lokalen Krankenhäuser stoßen indes an ihre Kapazitätsgrenzen. Seit dem schweren Erdbeben vom 12. Januar leben etwa eine halbe Millionen Haitianer in Behelfsunterkünften. Ein Ausbrechen von Seuchen, durch die Katastrophe begünstigt, konnte bis jetzt dank internationaler Hilfe verhindert werden. Besondere Bedeutung kommen hier der Versorgung mit sauberen Trinkwasser zu; bei dieser Aufgabe unterstützt die Bundesrepublik Deutschland die lokalen haitianischen Behörden.

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February 2, 2010

Haiti: Wachsende Gefahr des Kinderhandels

Haiti: Wachsende Gefahr des Kinderhandels

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Veröffentlicht: 13:48, 2. Feb. 2010 (CET)
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Kinder in Haiti

Waisenkinder in Haiti

Port-au-Prince (Deutschland), 02.02.2010 – Nachdem am Wochenende zehn US-Bürger wegen des Verdachts auf Kindesentführung an der Grenze Haitis zur Dominikanischen Republik festgenommen worden waren, warnen haitianische Behörden vor der wachsenden Gefahr des Kinderhandels. Medien berichteten davon, dass zahlreiche Kinder aus dem Land verschwunden seien.

Zehn Mitglieder der christlichen Hilfsorganisation „New Life Children’s Refuge“ aus Idaho waren am Sonntag an der Grenze zur Dominikanischen Republik mit 33 Kindern im Alter zwischen zweieinhalb Monaten und zwölf Jahren festgenommen worden. Bei den Kindern handelt es sich offenbar nicht um Waisen, sondern vermutlich sind viele ihrer Eltern und andere Angehörige noch am Leben. Die US-Bürger hatten keine Genehmigung für die Mitnahme der Kinder. Wie die haitianischen Behörden mitteilten, bestehe der Verdacht, dass die Kinder illegal an im Ausland lebende Adoptiveltern vermittelt werden sollten.

Wo die US-Bürger vor Gericht gestellt werden sollen, ist noch unklar. Der haitianische Ministerpräsident Max Bellerive erklärte, er könne sich vorstellen, dass sich die US-Bürger vor einem US-Gericht verantworten müssten, da die meisten Gerichtsgebäude in Haiti zerstört seien. Die Kinder wurden inzwischen in einem SOS-Kinderdorf in der Nähe der Hauptstadt Port-au-Prince untergebracht. Der Tiroler Georg Willeit vom SOS-Kinderdorf erklärte zum Zustand der Kinder: „Die Kinder sind hungrig, durstig, verängstigt und traurig zu uns gekommen. Ein Baby war nackt und dehydriert. Es wurde in die nächste Klinik gebracht. Wir geben den Kindern zu essen, zu trinken und betreuen sie psychologisch.“ Willeit warnte vor voreiligen Adoptionen in der gegenwärtigen chaotischen Situation in dem Land. Zunächst müsse versucht werden, die nächsten Verwandten der Kinder zu finden.

Einige Schulen des zerstörten Landes wurden inzwischen wieder eröffnet. Dies betrifft jedoch hauptsächlich Schulen in ländlichen Gebieten. In Port-au-Prince fällt der Unterricht weiterhin aus, weil nach Angaben des Kinderhilfswerks UNICEF drei Viertel aller Schulen in der Hauptstadt durch das Beben zerstört wurden.

Neuesten Schätzungen zufolge waren bei dem Erdbeben vor zwei Wochen 180.000 Menschen ums Leben gekommen, 200 000 wurden verletzt.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Kinder von Haiti“.

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January 25, 2010

Haiti vor schwierigem Neubeginn

Haiti vor schwierigem Neubeginn – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Haiti vor schwierigem Neubeginn

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Veröffentlicht: 22:36, 25. Jan. 2010 (CET)
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Bergung aus den Trümmern einer Schule am 12. Januar

Konvoi der US-Armee durch einen zerstörten Straßenzug in Port-au-Prince am 21. Januar

Suche nach Überlebenden durch Soldaten der UN-Einsatztruppe MINUSTAH (13. Januar)

Port-au-Prince (Haiti), 25.01.2010 – Nachdem die systematische Suche nach Überlebenden der Erdbebenkatastrophe am 12. Januar in Haiti weitgehend beendet ist, konzentrieren sich die Anstrengungen der Weltgemeinschaft darauf, dem fast völlig zerstörten Land beim Wiederaufbau zu helfen. Zwei Themen stehen dabei im Vordergrund: die Verbesserung der Sicherheitslage in dem Land sowie die Koordinierung der finanziellen Hilfe für den Wiederaufbau. Schätzungen der haitianischen Regierung zufolge kamen bei dem Erdbeben rund 150.000 Menschen ums Leben. 235.000 sind nach UN-Angaben aus der haitianischen Hauptstadt ins Umland geflohen. In der Hauptstadt wurden mindestens 800.000 Einwohner obdachlos. Sie kampieren auf den Straßen und Plätzen oder in Zeltlagern in Port-au-Prince.

Zu Beratungen über weitere Schritte beim Wiederaufbau Haitis trafen sich Abgesandte von mehr als 20 Staaten in Montreal (Kanada). Bei dem Treffen soll zugleich eine internationale Geberkonferenz im März vorbereitet werden. Die Hilfsorganisation Oxfam hatte im Vorfeld des Treffens in Montreal an die Teilnehmer appelliert, die Frage eines Schuldenerlasses auf die Tagesordnung zu setzen. Ein Oxfam-Sprecher erklärte: „Zu erwarten, dass Haiti Millionen Dollar zurückzahlt, während das Land kämpft, um eine der schlimmsten Naturkatastrophen der jüngsten Vergangenheit zu überwinden, wäre grausam und unnötig.“ Nach Oxfam-Schätzungen beläuft sich der Schuldenberg des Landes auf umgerechnet 630 Millionen Euro. Unterstützung für die Forderung nach einem Schuldenerlass kam vom kanadischen Außenminister Cannon.

Zur Verbesserung der Sicherheitslage in Haiti soll die UNO-Blauhelmtruppe MINUSTAH um 12.500 Mann verstärkt werden. Außerdem entsendet die Europäische Union 300 Militärpolizisten mit einer paramilitärischen Ausbildung nach Haiti. Daran werden sich sechs EU-Staaten beteiligen (Frankreich, die Niederlande, Italien, Spanien, Portugal und Rumänien). In Deutschland gibt es solche Militärpolizisten nicht.

Das Technische Hilfswerk Deutschlands teilte heute mit, dass eine Frachtmaschine mit Hilfsgütern vom Frankfurter Flughafen nach Santo Domingo in der Haiti benachbarten Dominikanischen Republik abgeflogen ist. An Bord sind zwei Trinkwasseraufbereitungsanlagen und Laborausstattung. Außerdem technische Geräte wie Generatoren, Werkzeuge, Ausstattung für Notunterkünfte sowie Fahrzeuge von insgesamt 13 deutschen Hilfsorganisationen, hinzu kommen Medikamente und Lebensmittel.

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January 23, 2010

Haiti: Suchmannschaften kehren nach Hause zurück

Haiti: Suchmannschaften kehren nach Hause zurück

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Veröffentlicht: 18:22, 23. Jan. 2010 (CET)
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Überlebende auf der Suche nach Lebensmitteln

Port-au-Prince (Haiti), 23.01.2010 – Wie das UN-Büro für die Nothilfekoordination (OCHA) am Samstag mitteilte, wird die Suche nach Überlebenden des Erdbebens vom 12. Januar eingestellt. Internationalen Rettungsteams war es in den vergangenen neun Tagen gelungen insgesamt 132 Menschen aus den Trümmern zu retten. Die Regierung Haitis bezifferte die Zahl der inzwischen gefundenen Toten auf 111.481. 193.000 Menschen wurden verletzt und hunderttausende haben ihr Heim verloren. Noch am Freitag waren kurz vor der Einstellung der Suche noch zwei Menschen gerettet worden: Ein israelisches Rettungsteam konnte eine 84-jährige Frau und einen 22-jährigen aus den Trümmern eingestürzter Häuser in der haitianischen Hauptstadt retten.

Die ersten Helfer kehren nun in ihre Heimatländer zurück. Ein deutsches 31-köpfiges Rettungsteam landete am Samstagmorgen auf dem Frankfurter Flughafen. Die Ärzte und Sanitäter mussten unter den schwierigsten Umständen arbeiten. 700 Verletzte wurden von ihnen behandelt. Dabei waren viele Amputationen notwendig. Nach Einschätzung von Hilfsorganisationen benötigen rund neun Millionen Haitianer weitere Hilfe.

Commons-logo.svg Wikimedia Commons: Weitere Bilder, Videos oder Audiodateien zum Thema „Erdbeben 2010 in Haiti“.

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January 18, 2010

Haiti: Ausnahmezustand soll Gewalt eindämmen

Haiti: Ausnahmezustand soll Gewalt eindämmen

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Veröffentlicht: 22:11, 18. Jan. 2010 (CET)
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Port-au-Prince (Haiti), 18.01.2010 – Sechs Tage nach dem verheerenden Erdbeben in Haiti ist ein Zustand der Rechtlosigkeit in die verwüsteten Straßen der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince eingezogen. Junge Männer durchstreifen die Straßen mit Macheten und nehmen sich, was sie haben wollen, mit Gewalt. Die haitianische Polizei ist mit der Situation überfordert. Die Regierung des Landes hat nun zunächst für die Dauer eines Monats des Ausnahmezustand ausgerufen. Außerhalb der Hauptstadt sollen Flüchtlingslager eingerichtet werden, wo sich die obdachlos gewordenen Bewohner der Stadt aufhalten sollen.

Unterdessen stieg die Opferzahlen des Erdbebens vom vergangenen Dienstag weiter an. Inzwischen wird vermutet, dass möglicherweise 200.000 Menschen durch das Beben getötet wurden. Bisher wurden 70.000 Leichen gefunden.

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January 17, 2010

Haiti: Staatliche Ordnung nach dem Beben zusammengebrochen

Haiti: Staatliche Ordnung nach dem Beben zusammengebrochen

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Veröffentlicht: 22:22, 17. Jan. 2010 (CET)
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Das eingestürzte Gebäude des MINUSTAH-Hauptquartiers in Port-au-Prince

Port-au-Prince (Haiti), 17.01.2010 – Die Hilfe für die Überlebenden der Erdbebenkatastrophe in Haiti am Dienstag vergangener Woche gestaltet sich sehr schwierig, weil nach dem Beben kaum noch staatliche Strukturen vorhanden sind, die für Ordnung und Sicherheit sorgen könnten. Die UN-Friedensmission MINUSTAH, die in Haiti seit 2004 aktiv ist und die Regierung in einer Phase eines politischen Neuanfangs unterstützen sollte, ist selbst durch das Erdbeben schwer getroffen worden. Das Hauptquartier der UN-Friedensmission in der Hauptstadt Port-au-Prince war durch das Beben der Stärke 7,0 zerstört worden. 36 Mitarbeiter der Friedensmission MINUSTAH kamen dabei ums Leben, darunter die gesamte Führungsstruktur der UN-Organisation: Missionschef Hedi Annabi aus Tunesien, sein Stellvertreter Luiz Carlos da Costa und der aus Kanada stammende UN-Polizeichef in Haiti, Doug Coates.

Seit dem Erdbeben wurden bisher 25.000 Tote aus den Trümmern geborgen.

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