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July 1, 2012

Serbien: Mammut-Friedhof in Kohlemine entdeckt

Serbien: Mammut-Friedhof in Kohlemine entdeckt

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Veröffentlicht: 22:35, 1. Jul. 2012 (CEST)
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Mammut

Belgrad (Serbien), 01.07.2012 – In Kostolac, 70 km östlich von Belgrad gelegen, haben Paläontologen die Knochen von Mammuts freigelegt. Zu mindestens sieben Tieren gehörten die Überreste, sagte der Archäologe Miomir Korać am 29. Juni vor der Presse. Die Fundstätte befindet sich in einer Kohlemine, in der schon vor drei Jahren Gebeine eines weiblichen Mammuttieres gefunden wurden. Die weiteren Tiere einer anderen Art Dickhäuter starben den Wissenschaftlern zufolge vor etwa 100.000 Jahren. Korać leitet daraus ab, dass es sich um einen „sehr langen Zeitraum“ von den Elefanten genutzten Sterbeplatz handle.

Die These eines „Friedhofes“ ist umstritten, allgemein gehen Wissenschaftler davon aus, dass die wiederholt aufgestellte Vermutung eines gemeinschaftlichen Elefantenfriedhofes nicht zum Verhalten dieser Tiere gehöre, eher käme es zu einer Häufung von Todesfällen unter Elefanten in Gebieten, in denen von alternden Elefanten bevorzugtes weicheres Futter zur Verfügung stünde.

Nach Angaben von Korać stehen die Ausgrabungen in dem Kohlebergwerk unter Zeitdruck, weil der Eigentümer dadurch finanzielle Ausfälle zu tragen habe.

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February 25, 2012

Serbien wird den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten

Serbien wird den Status eines EU-Beitrittskandidaten erhalten

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Veröffentlicht: 11:27, 25. Feb. 2012 (CET)
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Gebäude der Europäischen Kommission

Belgrad (Serbien) / Brüssel (Belgien), 25.02.2012 – Die EU-Außenminister wollen voraussichtlich Serbien am Freitag den „Beitrittskandidatenstatus“ zusprechen. Vorausgegangen waren Einigungen in Fragen der Beziehung von Serbien zum Kosovo. Die Beratungen der EU-Außen- und Europaminister werden am Montag und Dienstag stattfinden.

Boris Tadić Präsident von Serbien

Am Freitag hatten sich die beiden Staaten in Brüssel angenähert. Serbien sprach dem Kosovo zu für sich selbst sprechen zu dürfen und Abkommen abschließen zu können. Zudem einigte man sich über die einvernehmliche Verwaltung der gemeinsamen Grenzübergänge. Damit wird die Praxis abgelöst, bei der die UN-Mission in Pristina in Verhandlungen für den Kosovo gesprochen und Abkommen unterzeichnet hatte. In internationalen Dokumenten wird jetzt der Name „Kosovo“ genannt. Lediglich auf die Fußnote, nach der mit der Bezeichnung ein völkerrechtlicher Status nicht vorweggenommen wird, verzichteten die Serben nicht.

Die Verhandlungen mit Serbien über einen Beitritt zur Europäischen Union (EU) waren ins Stocken geraten nachdem im Nordkosovo Unruhen ausgebrochen waren, bei denen deutsche und österreichische Soldaten der Friedenstruppe KFOR schwer verletzt worden waren. Serbien stand im Verdacht die Unruhen angezettelt zu haben. (Wikinews berichtete.)

Mehrere Länder haben den Kosovo als Staat noch nicht anerkannt. Darunter auch fünf der 27 EU-Staaten. Es handelt sich um Länder, die selbst ein Problem mit Minderheiten haben und separatistische Bewegungen fürchten. China, Indien, Brasilien und Russland weigern sich bislang ebenfalls dem Kosovo den Status eines souveränen Staates zu verleihen.

Für den Kosovo rückt eine Mitgliedschaft in der EU ebenfalls näher. Die EU-Kommission schlug vor zu prüfen, ob mit dem Kosovo ein anderes Abkommen geschlossen werden kann. Das wäre der Anfang eines Prozesses, der zu einer Mitgliedschaft führen kann. Nach dem Ende des Kosovokrieges Mitte 1999 kam der Kosovo unter Verwaltung der Vereinten Nationen (UN). Am 17. Februar 2008 hatte das Parlament des Kosovo die Unabhängigkeit von Serbien proklamiert.

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) erklärte, die Regierung erkenne an was Serbien seit der Entscheidung im Dezember an Veränderungen geleistet habe, das Ziel vor den Augen und erreichbar. Die Außenminister Frankreichs, Italiens und Österreich erklärten bereits schriftlich, dass sie es begrüßen Serbien den Status eines „Beitrittskandidaten“ zu verleihen. Die Entscheidung Ende nächster Woche muss einstimmig erfolgen.

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May 27, 2011

Serbien: Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Ratko Mladić verhaftet

Serbien: Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Ratko Mladić verhaftet

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Veröffentlicht: 11:36, 27. Mai 2011 (CEST)
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Ratko Mladić (1992)

Belgrad (Serbien), 27.05.2011 – Der mutmaßliche Kriegsverbrecher Ratko Mladić wurde gestern auf serbischem Gebiet festgenommen. Das verkündete gestern Serbiens Staatschef Boris Tadić. Einen genauen Ort nannte Tadić nicht.

Nach mehr als zehn Jahren auf der Flucht muss sich der frühere Kommandeur der bosnischen Serben nun vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal in Den Haag wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Das UN-Sondertribunal für Jugoslawien hatte ihn unter anderem wegen der Belagerung Sarajevos, bei der etwa 10.000 Menschen zu Tode kamen, und wegen des Massakers in der bosnischen Stadt Srebrenica im Jahre 1995 angeklagt.

Quellen

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December 23, 2009

Serbien will in die EU

Serbien will in die EU – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Serbien will in die EU

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Veröffentlicht: 08:59, 23. Dez. 2009 (CET)
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Karte Serbiens

Belgrad (Serbien), 23.12.2009 – Der Präsident Serbiens, Boris Tadić, überreichte dem amtierenden schwedischen Ratsvorsitzenden der Europäischen Union (EU), Fredrik Reinfeldt, gestern das Beitrittsgesuch. Als Termin peilt Serbien das Jahr 2014 an. EU-Erweiterungskommissar Olli Rehn nannte etwas unverbindlicher als Zeitpunkt für die Beitrittsperspektive Serbiens „das kommende Jahrzehnt“. Als Hindernis für den Beitritt Serbiens gelten unterschiedliche Standpunkte in Bezug auf den Status des Kosovo. Auch die Suche nach mutmaßlichen Kriegsverbrechern, die sich – wie EU-Behörden vermuten – immer noch in Serbien verstecken, belasten die Beziehungen zur EU. Seit 1995 werden der ehemalige Militärchef der bosnischen Serben, General Ratko Mladić, sowie der Ex-Führer der kroatischen Serben, Goran Hadžić, wegen Kriegsverbrechen im Bosnienkrieg gesucht. In den vergangenen Jahren hatten insbesondere die Niederlande Serbien mangelnde Zusammenarbeit mit dem Internationalen Strafgerichtshof für das ehemalige Jugoslawien in Den Haag vorgeworfen. Das Nachbarland Kroatien hatte bereits am 21. Februar 2003 den Antrag auf Vollmitgliedschaft gestellt und gilt neben der Türkei als aussichtsreichster Kandidat, um in die EU aufgenommen zu werden.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Serbien

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September 19, 2009

Schwulen-Demonstration in Belgrad aus Sicherheitsgründen abgesagt

Schwulen-Demonstration in Belgrad aus Sicherheitsgründen abgesagt

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Veröffentlicht: 20:14, 19. Sep. 2009 (CEST)
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Belgrad (Serbien), 19.09.2009 – Eine für morgen, den 20. September, geplante Demonstration von Schwulen, Lesben und Transgendern in der Belgrader Innenstatt ist heute aus Sicherheitsgründen abgesagt worden. Schwulenfeindliche Gruppen hatten angekündigt, die Parade gewaltsam anzugreifen, falls sie wie vorgesehen stattfinden würde. Noch am gestrigen Freitag hatte Serbiens Präsident Boris Tadić persönlich versichtert, die Teilnehmer der Demonstration würden geschützt. Auch Organisatoren der Veranstaltung hatten sich mit Blick auf die Sicherheit der Demonstrationsteilnehmer zuversichtlich gezeigt. Lediglich die An- und Abreise könne zu einem Problem werden, sagte Johanna Moser vom „Queer Beograd Kollektiv“ gestern in einem Interview mit der Zeitung „Neues Deutschland“.

Serbiens Präsident Tadić wollte die Veranstaltung schützen

Die Entscheidung, die Demonstration abzusagen, wurde heute nach einem Treffen der Organisatoren mit Premierminister Mirko Cvetković getroffen. Zuvor war dem Demonstrationsbündnis eine Route außerhalb der Belgrader Innenstadt angeboten worden, ein Vorschlag der auf Ablehnung gestoßen ist. In der Vergangenheit hatten religiöse Führer und nationalistische Politiker ein Gesetz gegen die Diskriminierung von Homosexuellen vehement abgelehnt. Im Vorfeld der nun abgesagten Parade haben Anhänger der rechtsnationalistische Organisation „Obraz“ mit der Parole „Wir erwarten euch“, die in Belgrad auf viele Wände gesprüht und plakatiert war, den Homosexuellen massiv gedroht. Nach der Absage zeigten sich die Veranstalter trotzig. Die serbische Republik habe kapituliert, wir nicht, zitiert „BBC News“ aus ihrer jüngsten Stellungnahme. Eine Ultranationalistische Organisation feierte die Absage dagegen als „großen Erfolg für das normale Serbien“.

Die letzte Schwulen-Parade in Belgrad fand 2001 statt. Damals waren Teilnehmer unter dem Applaus von Umstehenden zusammengeschlagen worden. Die Polizei hatte Gummigeschosse eingesetzt. Seit 2005 findet alljährlich das „Queer Belgrad Festival“ statt, aus Sicherheitsgründen in geschlossenen Räumen. Auch auf dieses Festival hat es im letzten Jahr einen Übergriff gegeben. Laut Johanna Moser gibt es dennoch Veränderungen in der serbischen Gesellschaft. Neu sei, dass der Bürgermeister anordne, schwulenfeindliche Graffitis zu entfernen, und der Innenminister gegenüber Medien versichere, dass sich keiner eingeschüchtert fühlen solle.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Serbien

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July 22, 2008

Serbien: Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Radovan Karadžić gefasst

Veröffentlicht: 16:21, 22. Jul. 2008 (CEST)
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Radovan Karadžić

Radovan Karadžić

Belgrad (Serbien), 22.07.2008 – Am gestrigen Montag, dem 21. Juli 2008, wurde der seit fast 13 Jahren gesuchte mutmaßliche Kriegsverbrecher Radovan Karadžić von serbischen Sicherheitskräften gefunden und verhaftet. Wie aus Reihen des serbischen Kriegsverbrechergerichts verlautete, wurde er auf serbischem Boden gefasst.

In der Nacht zu heute wurde der 63-Jährige von einem Untersuchungsrichter am Belgrader Kriegsverbrechergericht bereits zum ersten Mal vernommen.

Karadžić ist vor dem UN-Kriegsverbrechertribunal für Ex-Jugoslawien wegen Völkermords, Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Bosnienkrieg von 1992 bis 1995 angeklagt, insbesondere wegen des Massakers von Srebrenica im Juli 1995, bei dem etwa 8.000 Muslime umgebracht worden sind. Das Massaker wurde sowohl vom Internationalen Gerichtshof als auch vom UN-Kriegsverbrechertribunal als Völkermord eingestuft.

International wurde die Festnahme einhellig begrüßt. Karadžić gehörte mit dem – immer noch gesuchten – früheren Militärchef Ratko Mladić zu den meistgesuchten mutmaßliche Kriegsverbrechern des Balkankonflikts.

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  • afp.google.com: „Mutmaßlicher Kriegsverbrecher Radovan Karadzic gefasst“ (22.07.2008)
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May 12, 2008

Parlamentswahl in Serbien: Überraschender Sieg für Europabefürworter

Parlamentswahl in Serbien: Überraschender Sieg für Europabefürworter

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Veröffentlicht: 02:18, 12. Mai 2008 (CEST)
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Der wahrscheinliche Wahlsieger: Boris Tadić

Belgrad (Serbien), 12.05.2008 – Mit voraussichtlich 39 Prozent der Stimmen trugen nach ersten Hochrechnungen die proeuropäischen Kräfte in Serbien unter Führung des Staatspräsidenten Boris Tadić von der Demokratischen Partei Serbiens (Demokratska Stranka, DS) einen klaren Sieg davon. Politische Beobachter werteten das als eine Sensation, da in Meinungsumfragen und Analysen im Vorfeld der Wahl das Gegenteil vorausgesagt worden war.

Die Serbische Radikale Partei (SRS) musste mit rund 29 Prozent eine Niederlage hinnehmen. Drittstärkste Partei wurde mit 11,6 Prozent der Stimmen die Demokratische Partei Serbiens von Regierungschef Vojislav Koštunica, der ebenfalls dem antieuropäischen Lager zuzurechnen ist. Die Sozialisten (SPS) des ehemaligen serbischen Präsidenten Slobodan Milošević wurden viertstärkste Kraft mit 8,2 Prozent der Stimmen. Die ebenfalls proeuropäisch orientierte Liberaldemokratische Partei (LDP) erhielt etwa fünf Prozent der Stimmen. Daher ist es unklar, ob sie die in Serbien geltende Fünf-Prozent-Hürde für den Einzug ins Parlament überspringen konnte. Von dem Einzug der LDP wird es entscheidend abhängen, ob es den proeuropäischen Kräften gelingt, eine tragfähige Mehrheit für die Bildung einer Regierung zusammenzubringen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Serbien

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February 22, 2008

Belgrad: Ausschreitungen nach Massenprotesten gegen Unabhängigkeit des Kosovo

Belgrad: Ausschreitungen nach Massenprotesten gegen Unabhängigkeit des Kosovo

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Veröffentlicht: 21:57, 22. Feb. 2008 (CET)
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Belgrad (Serbien), 22.02.2008 – Nach den Massenprotesten am Donnerstag, den 21. Februar 2008, gegen eine Unabhängigkeit des Kosovo in der serbischen Hauptstadt Belgrad kam es im Anschluss zu Ausschreitungen, bei denen mehrere Botschaften angegriffen wurden. In der US-amerikanischen Botschaft kam ein Mann zu Tode. Ein Sprecher der US-Botschaft teilte mit, dass es sich dabei wahrscheinlich um einen Demonstranten handele. Insgesamt gab es 150 Verletzte, einige von ihnen waren Polizisten und Sicherheitsbeamte. Auch die Deutsche Botschaft war von den Ausschreitungen betroffen, es entstand jedoch nur Sachschaden.

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February 4, 2008

Europafreundlicher Boris Tadić gewinnt Präsidentschaftswahl in Serbien

Europafreundlicher Boris Tadić gewinnt Präsidentschaftswahl in Serbien

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Veröffentlicht: 19:18, 4. Feb. 2008 (CET)
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Wahlsieger Boris Tadić

Belgrad (Serbien), 04.02.2008 – Bei den Präsidentschaftswahlen in Serbien konnte sich Boris Tadić gegen seinen nationalistischen Herausforderer Tomislav Nikolić durchsetzen.

Die staatliche Wahlkommission gab nach Auszählung von 47 Prozent der abgegebenen Stimmen am 3. Febuar um 22:00 Uhr in Belgrad folgendes Zwischenergebnis bekannt: Danach konnte sich der pro-europäische Boris Tadić von der Demokratska Stranka (DS) mit 51,18 Prozent gegen seinen nationalistischen Herausforderer Tomislav Nikolić von der Srpska Radikalna Stranka (SRS) mit 47,18 Prozent durchsetzen. Die Wahlbeteiligung bei der Stichwahl war mit 67 Prozent sehr hoch.

Tomislav Nikolic räumte seine Niederlage am Abend vor seinen Parteianhängern ein. Der Sieg Nikolic wird auch als Entscheidung für Europa gesehen.

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May 24, 2007

Urteil im Djindjic-Prozess: Bis zu 40 Jahre Haft

Urteil im Djindjic-Prozess: Bis zu 40 Jahre Haft

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Artikelstatus: Fertig 15:10, 24. Mai 2007 (CEST)
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Zoran Djindjic

Belgrad (Serbien), 24.05.2007 – Mehr als vier Jahre nach dem Mord am serbischen Ministerpräsidenten Zoran Djindjic ging am 22. Mai 2007 in Belgrad das Verfahren gegen die zwölf Angeklagten mit Freiheitsstrafen von bis zu 40 Jahren zu Ende.

Der Todesschütze Zvezdan Jovanovic und der Drahtzieher Milorad Ulemek wurden wegen „Verbrechen gegen die Verfassungsordnung“ zu Freiheitsstrafen von jeweils 40 Jahren verurteilt. Neun weitere Angeklagte wurden zu Freiheitsstrafen zwischen 30 und 35 Jahren verurteilt. Ein Angeklagter wurde zu acht Jahren Haft verurteilt. Die beiden Haupttäter und fünf weitere Angeklagte befinden sich in Justizgewahrsam, fünf Angeklagte sind weiterhin flüchtig.

Im Urteil hieß es, dass die Tat dafür sorgen sollte, dass sich kriminelle Gruppen durch Einfluss auf die Machtverteilung persönlich bereichern konnten.

Der Prozess wurde von unbekannten Tätern manipuliert. Im September 2005 musste sich der stellvertretende Staatsanwalt wegen Unregelmäßigkeiten in einem anderen Verfahren selbst vor Gericht verantworten. Darüber hinaus wurden zwei für das Verfahren wichtige Zeugen, darunter der einzige Augenzeuge, ermordet und Morddrohungen gegen Richter ausgesprochen. Der vorherige Richter legte sein Amt nieder, so dass eine neue Richterin die Verhandlung fortsetzen musste.

Anträge der Verteidigung, Ministerpräsident Vojislav Koštunica und die Geheimdienstführung anzuhören, schlugen fehl. Minister drohten damit, das Sondergericht aufzulösen und den Fall neu zu untersuchen.

Ulemek beteiligte sich zuvor unter anderem an Morden und Plünderungen in Bosnien und Herzegowina und diente in der als Leibgarde des mutmaßlichen Völkermörders Slobodan Milošević geltenden Polizeitruppe JSO, die auch als „Rote Barette“ bekannt wurde. Todesschütze Jovanovic arbeitete ebenfalls in der JSO. Das Duo schloss sich später der Zemun-Mafia an. Auch alle weiteren Täter gehörten einer der beiden Organisationen an. Djindjic ging gegen die organisierte Kriminalität vor und wurde so zu deren Feind.

Die Zemun-Mafia hat Einfluss auf staatliche Strukturen. Mitglieder der „Demokratischen Partei Serbiens“ (DSS), der auch Koštunica angehört, bezeichneten die Tat als Abrechnung im Rahmen des organisierten Verbrechens ohne politischen Hintergrund. == Themenverwandte Artikel ==

Portal:Organisierte Kriminalität

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