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July 22, 2014

Opferzahlen von Taifun Rammasun weiter gestiegen

Opferzahlen von Taifun Rammasun weiter gestiegen

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Veröffentlicht: 23.07.2014, 12:35 (CEST)
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Haikou (China), 22.07.2014 – Die Zahl der Todespfer des Taifuns Rammasun in China ist mittlerweile auf 33 gestiegen. Aus Vietnam werden zurzeit elf Todesopfer als Folge von Rammasun gemeldet. Mehrere Personen werden dort noch vermisst. 600.000 Menschen wurden in Hainan inzwischen in Notunterkünften untergebracht, aber noch immer warten 240.000 Menschen auf Hilfe. Die Nahrungsmittelpreise auf Hainan sind inzwischen als Folge des Unwetters stark gestiegen. Behörden und das chinesische Rote Kreuz bemühen sich unterdessen um Unterstützung für die betroffenen Regionen, sowohl durch Nahrungsmittelspenden wie auch technische Hilfe und die Bereitstellung von finanzieller Soforthilfe.

Während Rammasun mittlerweile über dem südlichen China zu einem tropischen Tiefdruckgebiet geworden ist und damit geschwächt, nähert sich der Taifun Matmo Taiwan. Der Sturm steuert direkt auf die Millionenstadt Taipei zu und wird das chinesische Festland voraussichtlich am frühen Donnerstag (Ortszeit) erreichen.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Schwere Schäden durch Taifun Rammasun in China (21.07.2014)

Quellen[Bearbeiten]

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September 25, 2013

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

Dutzende Tote durch Taifun Usagi – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Dutzende Tote durch Taifun Usagi

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Veröffentlicht: 20:52, 26. Sep. 2013 (CEST)
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Usagi streifte Taiwan und die Philippinen und traf dann östlich von Hongkong auf das Festland

Hongkong / Guangzhou (Volksrepublik China) / Manila (Philippinen), 25.09.2013 – Die Zahl der Opfer durch Taifun „Usagi“, der am Sonntag (23.09.) gegen 12:00 Uhr MESZ auf das chinesische Festland getroffen war, ist auf mindestens achtundvierzig gestiegen. „Usagi“ ist der neunzehnte tropische Sturm im westlichen Pazifik und der bisher intensivste Sturm in diesem Jahr weltweit. Der Wirbelsturm hatte sich einige hundert Kilometer östlich der Insel Luzon gebildet und sich rasch in einen Taifun intensiviert. An der Nordspitze Luzons erreichte „Usagi“ in Böen bis zu 250 Kilometer pro Stunde. Der Taifun war dann in einer grob west-nordwestlichen Richtung durch die Luzonstraße gezogen. Sein Durchzug hatte auf den Philippinen und in Taiwan erhebliche Starkregenfälle ausgelöst. Im Großraum Manila, wo mehr als 100 Liter Niederschlag pro Quadratmeter gefallen waren und außerhalb wurden niedrig gelegene Gebiete überflutet. Nach Angaben des UK Met Office fielen auf Taiwan bis zu 700 Liter Regen pro Quadratmeter.

In der chinesischen Provinz Guangdong starben durch die Auswirkungen des Taifuns fünfundzwanzig Menschen, dreizehn davon in der Stadt Shanwei und ihrer Umgebung. Zuvor kamen beim Durchzug des „Kaninchens“, so die deutsche Bedeutung des japanischen Namens des Taifuns, zwei Personen auf Taiwan und über zwanzig auf den Philippinen um. Zwei Personen waren in der Provinz Aurora ertrunken, als ihr Boot durch hohen Wellengang kenterte. Fünfzehn Bewohner der Stadt Subic in der Provinz Zambales wurden durch zwei Erdrutsche verschüttet und waren tot, als man sie ausgrub, teilte der Bürgermeister des Ortes, Jeffrey Khonghun, mit. Bei zwei weiteren Erdrutschen in derselben Provinz kamen weitere fünf Menschen um. Die Erdrutsche wurden durch die Starkregenfälle ausgelöst, die der Sturm mit sich führte.

Der Taifun kurz vor dem Auftreffen auf das chinesische Festland

Die chinesischen Behörden hatten vor dem Eintreffen des Wirbelsturms 226.000 Bewohner küstennaher, durch den Taifun gefährdeter Gebiete evakuieren lassen. In Hongkong wurden Schulen geschlossen und am internationalen Flughafen der Stadt 370 Flüge gestrichen. Auch auf dem chinesischen Festland fielen hunderte von Flügen aus, und der Hochgeschwindigkeitszugverkehr zwischen Guangzhou und Peking wurde vorübergehend eingestellt. Der Taifun traf die Region zu einer Zeit, in der wegen des in China, Korea, Taiwan und Japan gefeierten Mondfestes besonders viele Reisende unterwegs sind. Außerdem wurden der Vormittagshandel an der Wertpapierbörse ausgesetzt und der öffentliche Nahverkehr eingestellt. Die Meteorologen hatten zunächst vorausgesagt, dass der Taifun die 7,1 Millionen Einwohner zählende Metropole direkt treffen würde, doch dieser blieb der Stadt erspart, weil der Landfall weiter östlich bei Shanwei erfolgte, äquivalent zur Stärke eines Kategorie-2-Hurrikans. Hongkong lag somit auf der schwächeren Seite des Sturms. Dennoch wurden 17 Personen wegen Verletzungen behandelt, die durch die Auswirkungen des Sturmes verursacht wurden. Das Hong Kong Observatory meldete Windgeschwindigkeiten um 65 Kilometer pro Stunde und in Böen 80 Kilometer pro Stunde sowie rund 100 Liter Regen pro Quadratmeter.

Infolge des Sturms wurden in der Provinz Guangdong 7100 Häuser zerstört, und der Sachschaden wurde vorläufig auf 500 Millionen US-Dollar geschätzt, teilte Xinhua mit. 170.000 Haushalte verloren zeitweise die Versorgung mit elektrischem Strom, weil starker Wind und Sturzfluten Versorgungsleitungen niederrissen. Vier der sechs Reaktoren des Kernkraftwerks Daya Bay wurden aus Sicherheitsgründen in der Leistung reduziert, bis der Sturm vorübergezogen war. Ein steigender Wasserspiegel ermöglichte es zwei Nilpferden, aus dem Zoo von Shantou auszubüchsen. Die Geflohenen konnten inzwischen wieder eingefangen werden. In der Nachbarprovinz Fujian wurden mehr als 80.000 Bewohner in Sicherheit gebracht. Mehr als 70.000 Fischerboote mussten in beiden Provinzen im Hafen bleiben, und die Fahren zwischen Hngkong und Macao beziehungsweise Taiwan stellten ihren Betrieb ein.

Unterdessen zieht der schwere Tropensturm Pabuk auf Japan zu – die Meteorologen gehen aber davon aus, dass dieser keine Gefahr für Land bedeutet, sondern zuvor nach Nordosten abdreht – und die Wettermodelle sagen die Bildung eines weiteren tropischen Systems im Laufe der Woche im Südchinesischen Meer voraus. Der September ist auf der Nordhalbkugel traditionell der Monat mit den meisten tropischen Wirbelstürmen. Im Atlantik und im östlichen Pazifik ist es derzeit allerdings außergewöhnlich ruhig, nachdem in der vergangenen Woche gleich zwei tropische Wirbelstürme auf Mexiko getroffen waren.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikipedia-logo-v2.svg In Wikipedia gibt es den weiterführenden Artikel „Pazifische Taifunsaison 2013“.

Quellen[Bearbeiten]

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December 27, 2006

Lokale Tsunamiwarnung nach Erdbeben bei Taiwan

Lokale Tsunamiwarnung nach Erdbeben bei Taiwan

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Artikelstatus: Fertig 15:47, 27. Dez. 2006 (CET)
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Basco im Norden der Philippinen

Philippinen

Basco (Philippinen), 27.12.2006 – Nach einem Erdbeben der Stärke 7,2[1] vor der Südküste Taiwans hat das Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) am Dienstag eine lokale Tsunamiwarnung für die Philippinen ausgegeben. Das PTWC sagte zwar, es gebe aufgrund vorliegender Erfahrungen keine pazifikweite Gefahr aufgrund des Bebens, allerdings könnten Erdbeben dieser Stärke örtlich begrenzte Tsunamiwellen in einem Gebiet von 100 Kilometern um das Epizentrum auslösen. Nach Angaben des japanischen Wetterdienstes sollte sich eine ein Meter hohe Flutwelle auf die Philippinen zubewegen. Für die Ortschaft Basco im Norden der Philippinen war eine konkrete Tsunamiwarnung herausgegeben worden. Ein Sprecher des Japanischen Wetterdienstes hob die Tsunamiwarnung jedoch wenige Stunden später wieder auf. Die Gefahr eines Tsunamis für den Norden der Philippinen bestehe nicht mehr.

Das Epizentrum des Bebens lag 23 Kilometer südwestlich der Ortschaft Hengchun im Süden Taiwans und soll in der taiwanesischen Hauptstadt Taipei im Norden der Insel noch spürbar gewesen sein.

Die Angaben über die Stärke des Bebens schwanken je nach Quelle. Während die US-Erdbebenwarte von einer Erdbebenstärke von 7,1[2] sprach, gab der Wetterdienst Taiwans[3] eine Erdbebenstärke von 6,7 an, gefolgt von Nachbeben, die eine Stärke von bis zu 7,0 erreichten.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Naturkatastrophen

Referenzen

  1. PTWC
  2. focus.de
  3. CNN

Quellen

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June 29, 2006

Beliebtheit Taiwans als Ziel thailändischer Arbeitsimmigranten gesunken

Artikelstatus: Fertig 20:59, 29. Jun. 2006 (CEST)
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Bangkok (Thailand), 29.06.2006 – Taiwan war traditionell ein beliebtes Ziel thailändischer Arbeitsimmigranten. Wie in Thailand mitgeteilt wurde, ist die Beliebtheit Taiwans für Arbeitssuchende aus Thailand im letzten Jahr jedoch stark gesunken.

Wie Veera Muttamara, Vorsitzender der Arbeitsvermittlung in Thailand, sagte, sei die Zahl thailändischer Arbeitskräfte in Taiwan im letzten Jahr um ein knappes Drittel von 120.000 auf 90.000 Personen zurückgegangen. Hauptursache für den Rückgang seien die hohen Lebenshaltungskosten in Taiwan.

Die thailändische und taiwanesische Arbeitsagentur haben nun Maßnahmen vereinbart, die die Einkommen der in Taiwan arbeitenden Arbeitskräfte verbessern sollen. Dazu gehören steuerliche Erleichterungen für Arbeiter, die nur kurz in Taiwan einer Arbeit nachgehen, sowie Freistellungen von Ausgaben für Lebensmittel und Reisekosten. Die Nachfrage nach thailändischen Arbeitskräften auf dem taiwanesischen Arbeitsmarkt ist indes ungebrochen, weil sie als zuverlässige Arbeiter bekannt sind.

Themenverwandte Artikel

  • Thailänder in Taiwan größte Gruppe von Arbeitsimmigranten (27.06.2006)
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June 27, 2006

Thailänder in Taiwan größte Gruppe von Arbeitsimmigranten

Thailänder in Taiwan größte Gruppe von Arbeitsimmigranten

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Artikelstatus: Fertig 12:45, 27. Jun. 2006 (CEST)
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Bochum (Deutschland), 27.06.2006 – Eine Studie aus dem Mai 2006, die von der Ruhr-Universität Bochum veröffentlicht wurde, hat nun die regionalen Migrationsmuster Ostasiens untersucht. Sie wurde von Patrick Ziltener erstellt und analysiert die sich seit dem wirtschaftlichen Aufschwung der Region verändernden Strukturen. Unter anderem wurde auch Taiwan betrachtet.

Ein Ergebnis: Die Gruppe der Thailänder stellen in Taiwan die größte Gruppe von Arbeitsimmigranten. Etwa 46 Prozent der seit 1991 ins Land geholten Vertragsarbeiter kommen aus Thailand. Im Jahr 2000 waren es schon 316.000 Menschen, die als Arbeitskräfte ins Land geholt worden waren. Davon arbeiteten 58 Prozent in der Industrie, 12 Prozent in der Bauwirtschaft und 30 Prozent (überwiegend Frauen) in privaten Haushalten.

Themenverwandte Artikel

Quellen

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June 26, 2006

Taiwan: Tausende demonstrierten gegen Präsident Chen Shui-bian

Taiwan: Tausende demonstrierten gegen Präsident Chen Shui-bian

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Artikelstatus: Fertig 20:41, 26. Jun. 2006 (CEST)
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Taipeh (Republik China), 26.06.2006 – In Taipeh haben am vergangenen Wochenende erneut tausende von Chinesen gegen den Präsidenten Chen Shui-bian in der nur von wenigen Staaten anerkannten Republik China demonstriert. Sie setzten sich bereits das dritte Wochenende hintereinander für die Forderung nach dem Rücktritt des Politikers ein. Nach offiziellen Angaben nahmen trotz strömenden Regens 15.000 Personen an dem „Sit-in“ teil, das auf einem Platz im Zentrum von Taipeh stattfand. Daran beteiligten sich hauptsächlich Intellektuelle und Bürgerrechtsaktivisten. Sie unterstützen damit ein Referendum zur Absetzung des Präsidenten, das von Oppositionsparteien im Parlament eingebracht werden soll. Die Demonstranten wollen ihr Sit-in bis Dienstag, dem Tag der Parlamentsdebatte über das Referendum, fortsetzen.

Die Regierungspartei DDP (Demokratische Fortschrittspartei Taiwans), der auch Chen Shui-bian angehört, muss sich mit Vorwürfen wegen illegaler Geschäftspraktiken auseinandersetzen (Insiderhandel), in die auch der Schwiegersohn des Präsidenten, Chao Chien-ming verwickelt sein soll. Auch die Frau des Präsidenten ist wegen millionenschwerer Gegenleistungen für ihre Lobbyarbeit in die Kritik geraten.

Quellen

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March 27, 2005

Massendemonstrationen in Taipeh gegen „Anti-Abspaltungsgesetz“

Massendemonstrationen in Taipeh gegen „Anti-Abspaltungsgesetz“

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Massendemonstrationen in Taipeh gegen „Anti-Abspaltungsgesetz“

Taipeh (Taiwan) / Peking (Volksrepublik China), 27.03.2005 – Der Konflikt um die Unabhängigkeitsbestrebungen Taiwans haben sich durch die Massendemonstration am Samstag in Taipeh verschärft. Peking warf der taiwanesischen Regierung vor, neue Spannungen zu provozieren. Mit ihrer “extremen Unabhängigkeitsbestrebung” habe Taiwans Regierung die Bevölkerung in die Irre geführt und neue Feindschaft gesät, erklärte die Pekinger Führung der staatlichen Nachrichtenagentur „Neues China“ Xinhua zufolge. Die Kräfte der Sezession seien „die größte Bedrohung des Friedens in der Taiwan-Straße“.

Rund eine Million Menschen hatten gestern gegen das am 14. März vom Parlament in Peking verabschiedete Anti-Abspaltungsgesetz protestiert. Das Gesetz droht Taiwan, das von der Volksrepublik China seit jeher als abtrünnige Provinz betrachtet wird, für den Fall weiterer sezessionistischer Bestrebungen mit dem Einsatz „nicht-friedlicher Mittel“. – „Der Unabhängigkeits-Lauf Taiwans ist eine leere Zurschaustellung seiner Stärke“, lautete die Überschrift der Pekinger Morgenpost am Sonntag. Die Zeitungen druckten allerdings keine Bilder der Demonstration; Berichte von CNN und BBC waren Beobachtern zufolge zensiert.

Das nimmt nicht wunder, waren die Demonstranten doch alles andere als zurückhaltend: Grüne Stirnbänder mit der Aufschrift „Demokratie, Frieden, schützt Taiwan“, Stinkefinger-Plakate, Transparente mit der Aufschrift „Fuck China“ und ein großformatiges Banner mit dem Konterfei des chinesischen Premierministers Wen Jiabao auf den Straßen ausgebreitet, das die Teilnehmer des Protestzugs symbolisch mit Füßen treten konnten, waren wohl zu starker Tobak für die Führung in Peking. Auch Taiwans Präsident Chen Shui-bian hatte mit seiner gesamten Familie am „Karneval des Friedens“ in Taipeh beteiligt, hielt jedoch keine Rede. Chen soll damit auch auf Befürchtungen der USA reagiert haben, dass die in Taiwan regierende Demokratische Partei (DPP) die Massendemonstrationen zum Protestmarsch für eine Unabhängigkeit Taiwans umfunktionieren könnte. Bereits am 28. Februar des vergangenen Jahres hatte er zusammen mit einer Menschenkette gegen die mehr als 600 Mittelstreckenraketen demonstriert, die China gegenüber Taiwan installiert haben. Peking lässt dem taiwanischen Verteidigungsministerium zufolge jedes Jahr 75 weitere Raketen aufstellen, was China bislang noch nicht dementiert hat.

Wegen der von Peking forcierten „Ein-China-Politik“ – sie nahm ihren Anfang nach einem Besuch des seinerzeitigen US-Präsidenten Richard Nixon Anfang der 70-er Jahre im damals noch meist als Rotchina bezeichneten Mutterland – erkennen heute nur noch 26 meist kleine Staaten Taiwan diplomatisch an (die Bundesrepublik Deutschland nicht). China versuchte in den vergangenen Jahren vehement, Taiwan international weiter zu isolieren.

Peking: ein Gesetz zum „Schutz der Interessen der taiwanesischen Landsleute“

Jeder, der den Text des Gesetzes sorgfältig gelesen habe, werde erkennen, das dies ein Gesetz sei, um eine friedliche Wiedervereinigung herbeizuführen und die Beziehungen über die Taiwanstraße hinweg zu verbessern. Es sei ein Gesetz zum “Schutz der Interessen der taiwanesischen Landsleute”, so Pekings Sprachrohr Xinhua. Es habe weithin auch „die Anerkennung der internationalen Gemeinschaft gefunden“.

Der EU-Außenbeauftragte Javier Solana kritisierte unterdessen das chinesische Anti-Abspaltungsgesetz. In der Bild am Sonntag erklärte er, dass das Vorgehen Pekings Auswirkungen auf die Pläne der Europäischen Union haben könnte, das Waffenembargo gegen die Volksrepublik aufzuheben.

US-Außenministerin Condoleezza Rice hatte die Konfliktparteien bei ihrem Besuch in Peking unlängst aufgefordert, die Situation nicht „gegenseitig hochzuschaukeln“ und nichts zu unternehmen, was den Status quo weiter verletzen könnte.

Quellen

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