WikiNews de

August 29, 2014

Afghanistan: Kandidaten ziehen Beobachter aus der Wahlüberprüfung zurück

Afghanistan: Kandidaten ziehen Beobachter aus der Wahlüberprüfung zurück

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 08:40, 29. Aug. 2014 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kabul (Afghanistan), 29.08.2014 – In dem mit Fälschungsvorwürfen belasteten afghanischen Wahlkampf haben beide Kandidaten ihre Beobachter aus dem laufenden Wahlüberprüfungsprozess zurückgezogen.

Die Anhänger von Abdullah Abdullah, der in der ersten Wahlrunde deutlich in Führung lag, aber bei der Stichwahl klar unterlag, zogen sich aus dem Revisionprozess zurück, weil nicht genug betrügerische Stimmzettel aussortiert würden, wobei sie gleichzeitig drohten, das Ergebnis nicht anzuerkennen. Die UN-Mission, die von der Wahlkommission beigezogen wurde, bat daraufhin die Vertreter von Ashraf Ghani, sich ebenfalls zurückzuziehen, um eine Art Chancengleichheit herzustellen, was diese akzeptierten und eine besonnene Entscheidung nannten. Der Prozess konnte damit nach einer kurzen Unterbrechung am Mittwoch fortgesetzt werden.

Beobachter sehen Abdullah in der Auseinandersetzung an Boden verlieren. Dieser hatte von Fälschung in „industriellem Ausmaß“ gesprochen. Das mag zutreffend sein – jedoch scheint es auch viele falsche Stimmen zugunsten Abdullahs gegeben zu haben.

Die Überprüfung von acht Millionen abgegebenen Stimmen ist Teil einer US-amerikanischen Initiative, um die Spannungen abzubauen und die Parteien an einen Tisch zu bringen. Die Neuauszählung hat bereits vor einem Monat begonnen und soll noch weitere Wochen in Anspruch nehmen. Die Verzögerungen werden als kritisch für die Sicherheitslage angesehen, während die Taliban ihre Anschläge im Land fortsetzen und Auswirkungen auf die afghanische Wirtschaft befürchtet werden.

Trotz der Schwierigkeiten haben sich beide Kandidaten unabhängig vom Ergebnis der Auszählung bereits auf eine gemeinsame Regierungsbildung verständigt. Beide stimmten auch zu, dass US-Kräfte über 2014 hinaus im Land bleiben.

Die Kontrahenten Ghani und Abdullah (rechts) am 12.Juli


Quellen[Bearbeiten]

Dieser Artikel basiert auf einer Übersetzung aus den englischen WikiNews: en:Candidates walk out of Afghan election audit mit den dort angegebenen sowie weiteren Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 14, 2012

Pakistan: Viele Tote durch Selbstmordanschlag

Pakistan: Viele Tote durch Selbstmordanschlag

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 01:53, 14. Okt. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Pakistans Präsident Asif Ali Zardari (2009)

Islamabad (Pakistan), 14.10.2012 – Bei einem Selbstmordanschlag auf einem Markt im Nordwesten Pakistans, welcher sich am gestrigen Samstag ereignete, starben mindestens 16 Menschen. Wie Behörden mitteilten, waren wahrscheinlich Mitglieder der Pro-Regierungsmiliz, welche sich in dem Ort Darra Adam Khel befanden, das Ziel des Attentats. Die Pro-Regierungsmiliz kämpft seit langem gegen die radikal-islamischen Taliban in Pakistan.

Zur Zeit befinden sich noch einige der 25 Verletzten in einem lebensbedrohlichem Zustand, weshalb die Anzahl der Toten noch weiter steigen kann. Augenzeugen zufolge soll sich der Selbstmordattentäter in einem Auto auf dem Marktplatz in die Luft gesprengt haben. Es wurden auch fünfzehn Geschäfte und acht Autos durch die Explosion zerstört. Der Anschlag wurde von Asif Ali Zardari, Pakistans Präsident, und Raja Pervez Ashraf, Pakistans Ministerpräsident, scharf verurteilt.

Vor fünf Tagen hatten Angehörige der Taliban die 14-jährige Kinderrechtsaktivistin Malala Yousafzai im Swat-Tal überfallen, als sie auf dem Weg von der Schule nach Hause war, und ihr schwere Schussverletzungen an Kopf und Hals zugefügt. Das junge Mädchen befindet sich derzeit immer noch auf der Intensivstation. Für die Taliban waren Yousafzais Bemühungen für die Einführung des Bildungsrechts für Mädchen der Grund für diese Tat. Die pakistanische Armee startete in Waziristan, dem Grenzgebiet zwischen Pakistan und Afghanistan, mehrere Offensiven gegen die Taliban und andere terroristische Gruppierungen. Doch bislang schlugen alle Offensiven fehl.

Aufgrund der wenigen Erfolge begrüßt die pakistanische Regierung die Aufstellung traditioneller Milizen, um die pakistanische Armee im Kampf gegen die Taliban zu unterstützen. Jedoch konnten auch die Miliz-Gruppen bis jetzt kaum Siege erringen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

October 12, 2012

Pakistan: Taliban verüben Mordanschlag auf 14-jähriges Mädchen

Pakistan: Taliban verüben Mordanschlag auf 14-jähriges Mädchen

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:40, 12. Okt. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Taliban schlägt eine Frau (Afghanistan)

Khyber Pakhtunkhwa (Pakistan), 12.10.2012 – Am Dienstag wurde ein Mordanschlag auf die 14-jährige Malala Yousafzai (Bild) im Swat-Tal verübt. Dem Mädchen wurde in den Kopf und in den Nacken geschossen, sie schwebt in Lebensgefahr. Taliban haben sich zu dem Anschlag bekannt. Malala Yousafzai ist eine Ikone des Widerstands gegen die Taliban in Pakistan. Bereits als Elfjährige führte sie für die BBC ein Tagebuch-Blog, in dem sie die Herrschaft der Taliban im pakistanischen Swat-Tal, in dem sie lebte, aus ihrer Sicht beschrieb. Sie setzt sich unter anderem für den Zugang von Mädchen zur Bildung ein. Für ihr Engagement erhielt sie bereits eine Auszeichnung der Regierung.

Die Taliban hatten ein Überfall-Kommando geschickt, dieses schlug zu als das Mädchen nach der Schule in einen Bus einstieg. Durch Schüsse, die sie in den Kopf und Nacken trafen, wurde sie lebensgefährlich verletzt. In einem Militär-Krankenhaus in der Provinzstadt Peschawar wurde eine Kugel aus dem Nacken entfernt. Jetzt kämpft man um das junge Leben von Malala Yousafzai. Innenminister Rehman Malik hat sie im Krankenhaus besucht, er berichtet von ersten Fortschritten bei der Behandlung. General Ashfaq Parvez Kayani von den Streitkräften Pakistans erklärte, das Militär werde sich den Terroristen nicht beugen. Malala sei ein Symbol des Mutes und der Hoffnung, was die Taliban nicht verstanden hätten. Aussenministerin Hina Rabbani Khar äußerte sich zu dem Anschlag: „Malala Yousufzai ist ein Vorbild für ganz Pakistan, und wir sollten vereint stehen, um gegen die Elemente anzugehen, die die 14-Jährige angegriffen haben.“ Nach dem Anschlag kam es zu Protesten auf den Straßen, Wut und Empörung über Mordanschlag kamen zum Ausdruck.

Der in dem Fall dieses Mordanschlags gezeigten Empörung von pakistanischen Politikern steht die allgemeine Verwicklung des pakistanischen Geheimdienstes Inter-Services Intelligence (ISI) mit den Taliban gegenüber. Anfang des Jahres nahm die British Broadcasting Corporation (BBC) in einen geheimen Nato-Bericht Einsicht. Nach dem Bericht sei die Regierung über den Geheimdienst ISI nach wie vor mit den Aufständischen „eng verknüpft“. Grundlage des Berichts sind 27.000 Verhöre von 4.000 Taliban-Kämpfern und Al-Kaida-Mitgliedern. Der französische Geheimdienst war vorher schon auf entsprechende Ergebnisse gekommen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Pakistan

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 28, 2012

Afghanistan: 17 Besucher einer Feier hingerichtet

Afghanistan: 17 Besucher einer Feier hingerichtet

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 19:17, 28. Aug. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kabul (Afghanistan), 28.08.2012 – Afghanischen Behörden zufolge wurden am vergangenen Sonntag 17 Teilnehmer einer Feier, die in der südlichen Provinz Helmand im Bezirk Kajaki stattfand, von den Taliban enthauptet. Der Distrikt-Gouverneur teilte mit, dass während der Feier Musik spielte und Männer und Frauen gemischt tanzten. Es ist wahrscheinlich, dass die Taliban-Kämpfer die Menschen angriffen, als die Feier noch im vollem Gange war. Während des Überfalls sollen auch Schüsse gefallen sein. Wie die Provinzregierung in Helmand mitteilte, wurden alle 17 Opfer enthauptet. Zwei der Getöteten waren Frauen. Es ist jedoch unklar, ob man sie davor noch erschossen hat.

In Afghanistan werden Feiern normalerweise von Männern und Frauen getrennt abgehalten. Es kommt sehr selten vor, dass Männer und Frauen zusammen feiern, und das findet meistens auch nur innerhalb der Familie statt. Gemischte Feiern werden aus Angst vor den Taliban und anderen radikalen Islamisten geheim gehalten.

Dieser Angriff weckt die Erinnerung an die fünfjährige Herrschaft der Taliban von 1996 bis 2001. Während dieser Zeit wurden von den radikalislamischen Taliban das Hören und Spielen von Musik und das Tanzen verboten. Frauen durften nur in Begleitung ihres Ehemannes oder eines anderen männlichen Verwandten das Haus verlassen und das auch nur, wenn sie völlig verschleiert waren. Feiern und andere Veranstaltungen, an denen Männer und Frauen gleichzeitig teilnahmen, waren außerhalb der Familie strengstens untersagt.

In der Provinz Helmand sind die Taliban noch sehr aktiv, denn immer wieder hört man von Hinrichtungen, die an Dorfbewohnern ausgeführt werden. In den meisten Fällen warfen die Taliban den Menschen vor, für die afghanischen und US-geführten NATO-Truppen spioniert zu haben.

Nach offiziellen Angaben wurden bei einem Angriff auf einen afghanischen Militärstützpunkt, welcher sich ebenfalls in der Provinz Helmand zugetragen hat, zehn afghanische Soldaten getötet. Nach dem Angriff sollen fünf afghanische Soldaten mit den Taliban mitgegangen sein. Sie sollen einen inneren Angriff gestartet haben und unterstützten damit die Taliban-Kämpfer. Im Osten Afghanistans wurden zwei US-Soldaten von einem afghanischen Soldaten erschossen. Somit wurden in diesem Jahr schon 42 NATO-Soldaten bei 33 Angriffen durch ihre afghanischen Verbündeten getötet. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2011, denn im gesamten letzten Jahr starben 35 NATO-Soldaten bei Übergriffen durch ihre afghanischen Mitstreiter.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Afghanistan

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

August 17, 2012

Afghanistan: Mehrere Tote bei Absturz eines ISAF-Helikopters

Afghanistan: Mehrere Tote bei Absturz eines ISAF-Helikopters

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 18:43, 17. Aug. 2012 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ein UH-60L „Black Hawk“ der US Army im Irak

Kabul (Afghanistan), 17.08.2012 – Wie die internationale Schutztruppe ISAF mitteilte, starben am gestrigen Donnerstag bei dem Absturz eines ISAF-Helikopters elf Menschen, unter denen sich sieben US-Soldaten, drei afghanische Sicherheitskräfte und ein afghanischer Übersetzer befinden sollen.

Die Ursache des Absturzes ist noch unklar und wird weiterhin untersucht. Hingegen wurde von Seiten der Taliban von einem gezielten Abschuss gesprochen. Nach Angaben des Taliban-Sprechers Kari Jussif Ahmadi soll der Hubschrauber bereits in der Luft in Flammen aufgegangen sein, nachdem er von einer Panzerfaust getroffen wurde, wobei niemand überlebt haben soll. Der Angriff soll sich in der Provinz Kandahar im Bezirk Shah Wali Kot zugetragen haben.

Dschawid Faisal, Sprecher der Provinz Kandahar, bestätigte den Absturz des Helikopters im Bezirk Shah Wali Kot. Er konnte jedoch keinerlei Angaben zur Absturzursache machen. Laut einem ISAF-Sprecher liegen noch keine genaueren Informationen vor. Die einzig genaue Information ist, dass es sich bei dem Helikopter um einen UH-60 Black Hawk handelt. Es wurden schon des öfteren ISAF-Helikopter von den Taliban abgeschossen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 30, 2011

Angriff mit einem Modellflugzeug auf das Pentagon vom FBI verhindert

Angriff mit einem Modellflugzeug auf das Pentagon vom FBI verhindert

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 12:54, 30. Sep. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Washington D.C. (Vereinigte Staaten), 30.09.2011 – In der Nähe von Boston im Bundesstaat Massachusetts wurde ein Mann festgenommen, der verdächtigt wird Anschläge auf das Pentagon und den Kongress geplant zu haben. Kurz vor seiner Festnahme am Mittwoch hatte der 26-jährige Rezwan Ferdaus von einem verdeckten FBI-Agenten ungefähr elf Kilogramm angeblichen Sprengstoffs, sechs AK-47 Kalaschnikow-Sturmgewehre und mehrere Handgranaten gekauft. Den Ermittlern zufolge wollte er Modellflugzeuge mit dem Sprengstoff beladen und sie in die zwei Washingtoner Behörden fliegen lassen, um sie dort zum explodieren zu bringen. Laut dem FBI plante er nach dem Angriff auf fliehende Menschen zu schießen.

Den Angaben zufolge wurde der diplomierte Physiker von Ermittlern überwacht, die sich vor ihm als Gleichgesinnte ausgegeben hatten. Von dem verkauften Sprengstoff sei keine Gefahr ausgegangen. Die “nötigen Komponenten” für die geplante Tat soll sich der Mann zwischen Mai und September bestellt haben, darunter das Modell.

Nachdem Rezwan Ferdaus eine Lieferung neuer Waffen bekam, griffen die Polizisten zu. Wie das US-Justizministerium mitteilte, bestand zu keinem Zeitpunkt Gefahr.

Außerdem wird Ferdaus vorgeworfen versucht zu haben, Material zum Bombenbau für Anschläge auf US-Soldaten im Irak weiterzuleiten. Die zuständige Staatsanwältin Carmen Ortiz sagte, dass er Mobiltelefone zu Zündern für das Terrornetzwerk al-Qaida umbauen wollte. Der Verdächtige solle seit langem schon „gewalttätige Akte“ gegen die USA geplant haben, so Ortiz.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal: Vereinigte Staaten
  • Portal: Terrorismus

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 23, 2011

Selbstmordattentäter tötet afghanischen Ex-Präsidenten

Selbstmordattentäter tötet afghanischen Ex-Präsidenten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 05:00, 23. Sep. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kabul (Afghanistan), 23.09.2011 – In seiner Wohnung getötet wurde der ehemalige afghanische Präsident Burhānuddin Rabbāni. Der Selbstmordattentäter hatte einen unter seinem Turban versteckten Sprengsatz zur Explosion gebracht. Die Explosion tötete Rabbāni und nach Angaben des Fernsehsenders Tolo fünf weitere Personen. Zwei weitere Personen, die sich in der Wohnung aufhielten, wurden verletzt. Unter den Verletzten sei auch ein hochrangiger Berater des derzeitigen Präsidenten Hamid Karzai. Dies wurde aus Polizeikreisen bekannt.

Rabbāni hatte den Selbstmordattentäter und einen weiteren Taliban empfangen, um Friedensverhandlungen zu führen. Dies berichtete die BBC. Die Wohnung Rabbānis liegt im schwer bewachten Diplomatenviertel Kabuls, unweit der Botschaft der Vereinigten Staaten. Erst vor einer Woche hatten Taliban-Kämpfer einen Großangriff auf diese sogenannte „Grüne Zone“ geführt, der erst nach fast zwanzigstündigen Gefechten abgewehrt werden konnte. Bei den Gefechte waren mindestens 14 Zivilisten getötet worden, darunter auch drei Kinder.

Rabbāni, dessen Mudschaheddin während der sowjetischen Besetzung Afghanistans eine nicht geringe Rolle im Kampf gegen die Okkupationsarmee spielten, war von 1992 bis 2001 Staatspräsident seines Landes. Als die Taliban 1996 Kabul eroberten und ihn de facto des Amtes enthoben, ging er nach Tadschikistan und führte von dort aus den Widerstand der Nordallianz gegen das Regime in Kabul. Er kehrte 2001 zurück und übergab sein Amt an seinen Amtsnachfolger Karzai. Im Oktober 2010 wurde Rabbāni von Karzai zum Vorsitzenden des Hohen Friedensrates ernannt, der sich um die Aussöhnung mit den Taliban bemühen sollte. Erfolge hatte der Friedensrat bislang kaum erreicht, auch wenn Friedensrat-Mitglied Sadika Balkhi den Tod Rabbānis als schweren Rückschlag in den Bemühungen um einen Frieden bezeichnete und die Arbeit des Ermordeten als erfolgreich würdigte.

Das Pentagon bezeichnete laut Verteidigungsminister Leon Panetta den Anschlag als „Teil einer Strategie der Taliban, Anschläge auf ranghohe Politiker zu verüben“. Auch US-Generalstabschef Mike Mullen sagte, die Taliban seien aufgrund ihrer Schwächung durch die Erfolge der internationalen Militärkoalition zu „spektakulären Angriffen“ übergegangen. Trotz der Schwächung der Taliban müssten diese Anschläge ernst genommen werden, betonte Mullen. Aus strategischer Sicht seien sie bedeutend.

  • Portal:Afghanistan
  • Portal:Terrorismus

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

September 8, 2011

Pakistan: Mehr als 20 Tote bei Selbstmordattentat

Pakistan: Mehr als 20 Tote bei Selbstmordattentat

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 21:33, 8. Sep. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Islamabad (Pakistan), 08.09.2011 – Am vergangenen Mittwoch griffen zwei Selbstmordattentäter in der pakistanischen Provinzhauptstadt Quetta, die im Grenzgebiet zu Afghanistan liegt, das Haus eines Grenztruppengenerals an. Bei dem Angriff wurden 24 Menschen getötet und mehr als 60 Weitere wurden verletzt. Unter den Verletzten soll sich auch der Brigadegeneral Farrukh Shehzad befinden. Dessen Ehefrau soll eine der Todesopfer des Anschlags sein, zu dem sich die Taliban bekennen.

Angaben zufolge sprengte sich einer der Angreifer in einem Auto vor dem Haus des Generals in die Luft und riss dabei ein Loch in die Schutzmauer des Anwesens. Der Zweite soll durch die Öffnung in das Gebäude gelangt sein. Zuerst habe er dort mehrere Handgranaten geworfen und dann einen Sprengsatz gezündet, den er an seinem Körper befestigt hatte.

Der Angriff sei eine Strafe für all jene, die mit den Ungläubigen paktieren, so der Sprecher der Bewegung Tehrik-i-Taliban Pakistan, Ehsanullah Ehsan. Damit bezieht er sich auf die Zusammenarbeit von pakistanischen Sicherheitskräften und US-Behörden, die zu Beginn der Woche zur Verhaftung des ranghohen Al-Qaida-Mitglieds Junis al-Mauretani führte. Farrukh Shehzad soll an seiner Festnahme beteiligt gewesen sein.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

June 2, 2011

Anschlag in Afghanistan – Erneut ein deutscher Soldat gestorben

Anschlag in Afghanistan – Erneut ein deutscher Soldat gestorben

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 16:19, 2. Jun. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Ein Panzer vom Typ Marder

Kundus (Afghanistan), 02.06.2011 – Bei einem Anschlag der Taliban 36 Kilometer südlich von Kundus ist am Donnerstag ein deutscher Soldat getötet worden. Zu dem Anschlag in der Provinz Baghlan, die im Norden des krisengeschüttelten Landes liegt, bekannten sich die radikal-islamischen Taliban. Bei dem Sprengstoffanschlag wurden außerdem zwei Bundeswehrsoldaten schwer- und drei leichtverletzt. Dies berichten Presseagenturen unter Berufung auf das Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Potsdam.

Der Anschlag ereignete sich um 11:54 Uhr Ortszeit (07:24 CEST) und war gegen einen Schützenpanzer vom Typ Marder gerichtet, der zu einer Patrouille der Ausbildungs- und Schutzbataillone gehörte. Die beiden Bataillone sind vor allem in der afghanischen Provinz Baghlan im Einsatz. Der Sprengsatz war an einem Wegesrand deponiert.

In den letzten zehn Tagen sind bereits drei Bundeswehrsoldaten bei Anschlägen in Afghanistan ums Leben gekommen.

Themenverwandte Artikel

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.

April 27, 2011

Afghanischer Luftwaffenpilot tötet im Streit mindestens sechs ISAF-Soldaten

Afghanischer Luftwaffenpilot tötet im Streit mindestens sechs ISAF-Soldaten

aus Wikinews, einem freien Wiki für Nachrichten
Wechseln zu: Navigation, Suche
Veröffentlicht: 17:36, 27. Apr. 2011 (CEST)
Bitte keine inhaltlichen Veränderungen vornehmen.

Kabul (Afghanistan), 27.04.2011 – Mindestens sechs Soldaten der Internationalen Sicherheitsunterstützungstruppe für Afghanistan (ISAF) starben am heutigen Mittwoch auf dem militärischen Teil des Kabuler Flughafens durch Schüsse eines afghanischen Luftwaffenpiloten. Bei den Toten handelt es sich offenbar um Ausbilder, deren Nationalität jedoch nicht bekannt gegeben wurde. Laut dem arabischen Nachrichtenportal Al Jazeera handelte es sich bei den Opfern um US-Soldaten. Bundeswehr-Soldaten sollen nicht unter den Toten gewesen sein, erklärte ein Bundeswehrsprecher.

Laut Al Jazeera erklärte General Mohammad Zahir Azimi von der afghanischen Luftwaffe, bei dem Täter habe es sich um einen Piloten gehandelt, der seit 20 Jahren in der afghanischen Luftwaffe diene.

Über die Zahl der bei der Schießerei getöteten Soldaten gibt es unterschiedliche Angaben. N-tv berichtet von bis zu zehn Toten. Al-Jazeera nennt die Zahl von acht Toten.

Vor dem tödlichen Schusswechsel war es nach Angaben des afghanischen Verteidigungsministeriums im Hauptquartier der afghanischen Luftwaffe auf dem Flughafen zu einem Streit zwischen dem afghanischen Soldaten und Ausbildern gekommen. Wie der private Fernsehsender Tolo berichtet, soll auch der afghanische Soldat ums Leben gekommen sein. Unter den Toten soll auch ein ziviler Nato-Mitarbeiter sein.

Ein Taliban-Sprecher übernahm im Namen der Taliban die Verantwortung für den Zwischenfall. Nach seinen Angaben handelte es sich bei dem Afghanen um einen Aufständischen namens Asisullah, berichtet die Frankfurter Rundschau.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:ISAF
  • Portal:Afghanistan

Quellen

This text comes from Wikinews. Permission is granted to copy, distribute and/or modify this document under the terms of the Creative Commons Attribution 2.5 licence. For a complete list of contributors for this article, visit the corresponding history entry on Wikinews.
Older Posts »