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July 7, 2016

Bundesregierung plant Änderung des Baugesetzbuches

Bundesregierung plant Änderung des Baugesetzbuches

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Veröffentlicht: 09:22, 8. Juli 2016 (CEST)
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Das Bauministerium in Bonn – hier wird derzeit über Gesetzesänderungen nachgedacht

Bonn (Deutschland), 07.07.2016 – Ein alter Spruch lautet: „Behördens Mühlen mahlen langsam.“ Dieser Spruch gilt insbesondere für Baubehörden. Obwohl seit vielen Jahren das Internet in Deutschland zu einer fast selbstverständlichen Informationsquelle geworden ist, bleiben manche Bekanntmachungen von Behörden dem Bürger auf diesem Wege verschlossen. Ein Grund dafür ist auch das Baugesetzbuch. Nach einem Rechtsgutachten vom Mai 2015 ergeben sich aufgrund europäischer Regelungen diesbezügliche Anforderungen an die Öffentlichkeitsbeteiligung. Ein elektronisches Verfahren ist zwar nach dem Baugesetzbuch § 4a Absatz 4 möglich, aber keine Pflicht für die Behörde. Bisher heißt es im § 10 Absatz 3 ganz allgemein: „Die Erteilung der Genehmigung oder, soweit eine Genehmigung nicht erforderlich ist, der Beschluss des Bebauungsplans durch die Gemeinde ist ortsüblich bekannt zu machen. Der Bebauungsplan ist mit der Begründung und der zusammenfassenden Erklärung nach Absatz 4 zu jedermanns Einsicht bereitzuhalten; über den Inhalt ist auf Verlangen Auskunft zu geben. In der Bekanntmachung ist darauf hinzuweisen, wo der Bebauungsplan eingesehen werden kann. Mit der Bekanntmachung tritt der Bebauungsplan in Kraft. Die Bekanntmachung tritt an die Stelle der sonst für Satzungen vorgeschriebenen Veröffentlichung.“ Behörden können sich also darauf berufen, dass die Art und Weise der Veröffentlichung insoweit nicht festgelegt ist. Nunmehr soll eine Veröffentlichung im Internet durch das Gesetz ausdrücklich vorgeschrieben werden.

Daneben sind zahlreiche weitere Änderungen vorgesehen. Hierbei spielen auch Überlegungen eine Rolle, wie Probleme auf dem Wohnungsmarkt, die durch den Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland in einigen Städten entstanden sind, gelöst werden können. Die Bauindustrie fordert eine Vereinfachung der baurechtlichen Vorschriften, um den Mietwohnungsbau anzukurbeln. Das Deutsche Institut für Urbanistik bietet im Zusammenhang mit der Gesetzesänderungen seit April ein Planspiel an, bei dem sich die Städte und Gemeinden Bamberg, Köln, Leipzig, Sylt, Tübingen und Zingst beteiligen. Hauptanlass für die notwendigen Änderungen ist die Novellierung der europäischen UVP-Richtlinie.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   Portal:Recht

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December 3, 2014

Hannover, Heidelberg und Mannheim sind jetzt „UNESCO Creative Cities“

Hannover, Heidelberg und Mannheim sind jetzt „UNESCO Creative Cities“

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Veröffentlicht: 21:22, 3. Dez. 2014 (CET)
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Bonn (Deutschland), 03.12.2014 – Die Städte Hannover, Heidelberg und Mannheim wurden am Montag von der UNESCO zu sogenannten „Creative Cities“ ernannt.

Nachdem Berlin im Jahr 2005 als erste deutsche Stadt in das UNESCO-Projekt „ Creative Cities“ aufgenommen wurde, wird es nun von den drei Kommunen zum Quartett ergänzt. Heidelberg wurde als „Stadt der Literatur“, Hannover und Mannheim jeweils als „Stadt der Musik“ ausgezeichnet. Neben Kunstschaffenden sollen auch Unternehmen und Touristen in die Creative Cities gelockt werden, die finanzielle Zuschüsse erhalten.

Hannover, Opernhaus

Die Städte des Netzwerks werden jeweils für eines von sieben Themenfeldern ausgezeichnet: Film, Musik, Design, Gastronomie, Medienkunst, Handwerk und Literatur. Die so ausgezeichneten Städte sollen sich als Vorbilder auch untereinander austauschen und ihre Erfahrungen weitergeben, auch in Entwicklungsländer. Weltweit gibt es mittlerweile 69 Creative Cities.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

Wikinews-logo.svg   UNESCO nimmt Limes in Liste des Weltkulturerbes auf (15.07.2005)

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January 19, 2014

FDP-Europaparteitag: Die Liberalen positionieren sich für die Europawahl

FDP-Europaparteitag: Die Liberalen positionieren sich für die Europawahl

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Veröffentlicht: 03:29, 20. Jan. 2014 (CET)
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Die FDP grenzt sich von den Euro-Gegnern ab und fordert mehr Subsidiarität auf europäischer Ebene

Alexander Graf Lambsdorff wird die Liberalen als Spitzenkandidat in den Wahlkampf führen

Bonn (Deutschland), 19.01.2014 – Die FDP stellte sich heute auf ihrem Parteitag in Bonn für die diesjährige Europawahl am 25. Mai auf. Als Spitzenkandidat wird Alexander Graf Lambsdorff für die Liberalen in den Wahlkampf ziehen. Der ehemalige Diplomat und gebürtige Kölner ist bereits seit 2004 Mitglied des Europäischen Parlaments und will die Partei nun aus der Krise führen. In seiner Rede betonte er die Bedeutung der Europäischen Einigung und grenzte sich somit auch deutlich von „nationalalternativer Protestbewegung“ wie der AfD und den „populistischen“ Tönen bei der CSU bezüglich Zuwanderung ab: „Deutschland muss ein weltoffenes Land bleiben“, so Lambsdorff.

Auch programmatisch positioniert sich FDP mit einem klaren pro-europäischen Bekenntnis, wenn aber auch grundlegende Reformen gefordert werden: „Wir wollen die EU erfolgreicher und wirksamer machen, indem wir sie vereinfachen und auf das Wesentliche konzentrieren“, so heißt es im Wahlprogramm. Insbesondere die Subsidiarität solle gestärkt werden; Fragen, die die einzelnen Länder selbst klären können, sollten nicht von Brüsseler Bürokratie gesteuert werden – Europa müsse sich auf die Themen konzentrieren, die man nur zusammen lösen könne, was auch Christian Lindner in einem Interview mit dem „Handelsblatt“ betonte: „Bei den großen strategischen Fragen haben wir allerdings zu wenig Europa: Nicht Glühbirnen, Staubsauger und Olivenöl-Kännchen sollten die Kommission beschäftigen, sondern Energie, Innovation und der Datenschutz!“

Dennoch will der frisch gebackene Parteichef nicht die „Alternative für Deutschland“ zum politischen Hauptgegner heraufstufen; trotz klarer Abgrenzung zu den Euro-Gegnern seien es die Parteien der großen Koalition, „die die Stabilitätspolitik in Deutschland und Europa verraten haben“, und somit der Hauptgegner im Wahlkampf, so Lindner. Er halte „Europa für eine große Chance“, ohne die die einzelnen Staaten im internationalen Wettbewerb insbesondere gegenüber den USA und China nicht mehr bestehen könnten, jedoch müsse es dafür „marktwirtschaftlicher, bürgernäher und demokratischer werden“. Gerade am Beispiel des NSA-Skandals habe sich gezeigt, dass nur, „wenn man das gesamte Gewicht der Europäischen Union in die Waagschale bringt“, genug Druck aufbringen könne, um letztendlich etwas zu erreichen.

Die FDP versucht, nicht auf Populismus und einfache Slogans, sondern auf Inhalte und differenzierte Kritik zu setzen; so beschäftigt sie sich in ihrem Programm sehr detailliert mit der Kritik und möglichen Reformplänen auf europäischer Ebene: Das Europäische Parlament und somit die demokratische Kontrolle der Institutionen soll gestärkt, die Zuständigkeiten der EU-Kommissare neu verteilt werden. Das geplante Freihandelsabkommen mit der USA müsse untrennbar an eine transatlantische Vereinbarung bezüglich Datenschutz und Bürgerrechte gekoppelt werden und der ESM wieder schrittweise zurückgefahren werden, um „zu gewährleisten, dass [er] nicht zur dauerhaften Finanzierung von Staatsschulden einzelner Eurozonen-Mitglieder missbraucht wird“. Außerdem soll die Europäische Kommission weiter verschlankt und entbürokratisiert werden, sowie ein europäisches, menschenwürdiges und gerechteres Asylrecht geschaffen werden.

Nach dem Traumergebnis von 11% bei der Wahl 2009 hofft die Partei dieses Jahr mit realistischer Sicht auf mindestens fünf Prozent – drei würden bei der Europawahl theoretisch ausreichen, um die Hürde zu knacken. Nun liegt es nur noch am Wähler, den neu aufgestellten Liberalen wieder frische Kraft zu geben, oder ihr den gerade erlangten Wind des Wiederaufbaus erneut aus den Segeln zu nehmen.

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March 16, 2013

Komet PANSTARRS in Beobachtungsposition

Filed under: Astronomie allg.,Bonn,Kometenforschung,Veröffentlicht — admin @ 5:00 am

Komet PANSTARRS in Beobachtungsposition – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Komet PANSTARRS in Beobachtungsposition

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Veröffentlicht: 17:07, 16. Mär. 2013 (CET)
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PANSTARRS am Horizont für verschiedene Tage

Bonn (Deutschland), 16.03.2013 – Sterngucker kommen momentan wieder auf ihre Kosten: Der Komet „PANSTARRS“ ist auf der Durchreise durch unser Sonnensystem und präsentiert sich mit seinem Schweif noch einige Tage am Nachthimmel. Der 2011 vom Teleskopverbund Pan-STARRS auf Hawaii endeckte Himmelskörper hat seinen sonnennächsten Punkt schon vor zehn Tagen passiert, befindet sich also wieder auf der Rückreise in die unendlichen Tiefen des Weltraums. Dabei kann er von Deutschland aus noch einige Tage beobachtet werden, wobei heute nach Sonnenuntergang eine optimale Sichtbarkeit gegeben ist, die in den nächsten Tagen bereits deutlich schlechter wird, weil der Mond mit seinem Licht dagegen hält. Erst am 24. März präsentiert sich PANSTARRS erneut mit optimalen Bedingungen, allerdings dann ab 4:30 Uhr bis maximal zum Sonnenaufgang. Wer den Komet heute abend beobachten möchte muss ziemlich genau in westliche Richtung blicken, um ihn nicht allzuhoch über dem Horizont zu finden. Es ist damit zu rechnen dass PANSTARRS bei fortgeschrittener Dunkelheit mit bloßem Auge zu sehen ist – sofern das Wetter mitspielt und sich keine Wolken vor den Kometen schieben. Natürlich ist die Beobachtung auch mit einem Fernglas oder Teleskop möglich, vor Sonnenuntergang ist davon allerdings dringend abzuraten, weil die Gefahr von Augenschäden durch die sich nahe befindliche Sonne sehr groß ist.

Bilderaktion[Bearbeiten]

  • Wikinews ruft seine Leser dazu auf, Bilder von PANSTARRS einzusenden. Diese werden dann ggf. hier veröffentlicht. Voraussetzung ist die ausdrückliche allgemeine Freigabe unter einer freien Lizenz: CC-by

Weblinks[Bearbeiten]

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

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December 27, 2012

Bonn: Schwere Körperverletzung mit islamistischem Hintergrund

Bonn: Schwere Körperverletzung mit islamistischem Hintergrund

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Veröffentlicht: 15:55, 27. Dez. 2012 (CET)
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Minarett in Hockenheim

Bonn (Deutschland), 27.12.2012 – Am Heiligen Abend gegen 22 Uhr wurde ein 24-jähriger Inder in Bonn-Poppelsdorf von zwei Männern angesprochen. Sie fragten den Mann nach seiner Religion und verlangten von ihm, zum Islam zu konvertieren. Für den Fall der Weigerung drohten sie ihm, seine Zunge abzuschneiden. Als der Inder auf das Ansinnen nicht weiter reagierte, wurde er niedergeschlagen und von den Männern an der Zunge verletzt. Die Männer flüchteten mit einem Auto. Das Opfer wurde von einer Passantin gefunden, die dann einen Krankenwagen rief.

Er musste stationär in einem Krankenhaus versorgt werden und stand bei seiner Vernehmung noch deutlich unter Schock. Einer der Angreifer konnte von dem Inder beschrieben werden. Es soll sich um einen 35-Jährigen, circa 1,80 Meter großen Mann mit dunklen Locken und grauen Haaransätzen, längerem Kinnbart und dunkler Kleidung gehandelt haben. Von dem zweiten Täter liegt keine Beschreibung vor. Wegen eines möglichen politischen Hintergrunds wurde der Staatsschutz in die Ermittlungen eingebunden.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Straftaten und Ermittlungsverfahren

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September 15, 2012

Deutsche Post will Briefporto erhöhen

Deutsche Post will Briefporto erhöhen – Wikinews, die freie Nachrichtenquelle

Deutsche Post will Briefporto erhöhen

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Veröffentlicht: 17:36, 15. Sep. 2012 (CEST)
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Bonn (Deutschland), 15.09.2012 – Die Deutsche Post hat bei der Bundesnetzagentur einen Antrag gestellt, sie will das Briefporto erhöhen. Betroffen ist auch der bis zu 20 Gramm schwere Standardbrief, das Porto soll um 3 Cent von 55 auf 58 Cent angehoben werden. Bei Maxibriefen, die bis zu einem Kilogramm wiegen dürfen, soll die Erhöhung 20 Cent betragen, das Porto würde dann 2,40 Euro ausmachen.

Postkasten in Munich.JPG

Seit 1997 wurden die Preise für den Standardbrief nicht mehr angehoben. Das Unternehmen erklärte, steigende Kosten, die sinkende Zahl von Briefsendungen und das wirtschaftliche Umfeld mache die Erhöhung erforderlich, eine Alternative dazu gäbe es nicht. Konzernvorstand Jürgen Gerdes bezog Stellung: „Wir erbringen seit vielen Jahren als einziges Unternehmen die flächendeckende postalische Grundversorgung für jedermann an sechs Tagen in der Woche. Unsere Qualität gilt auch im internationalen Vergleich als Maßstab“ und weiter: „Wenn wir weiterhin eine so hervorragende Qualität für unsere Kunden und attraktive Arbeitsplätze für unsere Mitarbeiter sichern wollen, können wir auf eine moderate Preiserhöhung nicht verzichten“. Post-Finanzvorstand Larry Rosen hatte vor kurzem erklärt, ein Haushalt gäbe im Monat weniger als fünf Euro für Porto aus.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Portal:Deutsche Post

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May 7, 2012

Bonn: Islamist sticht bei rechter Demonstration zwei Polizisten nieder

Bonn: Islamist sticht bei rechter Demonstration zwei Polizisten nieder

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Veröffentlicht: 06:39, 7. Mai 2012 (CEST)
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Der Prophet Mohammed; aus der Apokalypse des Mohammed, 1436, Herat. Das Werk befindet sich in der Sammlung der Bibliothèque Nationale in Paris.

Bonn (Deutschland), 07.05.2012 – Bei einer Demonstration der rechten Splitterpartei „pro NRW“ am Samstag in Bonn wurden bei Ausschreitungen mehrere Polizisten verletzt. Nachdem Anhänger der Rechts-Partei Mohammed-Karikaturen zeigten, gingen radikale Salafisten auf die Demonstranten los. Als Polizisten versuchten einzugreifen, wurden sie von den Salafisten angegriffen. Dabei wurden zwei Beamte von einem Islamisten mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Der Messerstecher konnte festgenommen werden, es handelt sich um einen 25-jährigen Mann. Gegen ihn wurden Ermittlungen wegen versuchten Mordes eingeleitet. Die beiden mit dem Messer verletzten Polizisten mussten operiert werden, sie sind nicht in Lebensgefahr.

Insgesamt 109 Gewalttäter konnten bei und nach den Ausschreitungen durch die Polizei festgenommen werden. Bei der Kundgebung hatten 30 Personen der Splitterpartei 500 bis 600 gewaltbereite Salafisten auf den Plan gerufen. Die Veranstaltung musste nach 45 Minuten beendet werden, die Rechtsextremisten waren massiven Übergriffen ausgesetzt. Die Polizeibeamten wurden bei dem Einsatz mit Steinen beworfen, auch mit Stöcken wurde auf sie eingeschlagen, insgesamt wurden dabei 29 Polizisten verletzt. Der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger (SPD) sagte gegenüber der Deutschen Presseagentur: „Das waren keine spontanen Angriffe, denn die Salafisten hatten zuvor intensiv bundesweit für ihre Aktion mobilisiert“. „pro NRW“ machte er den Vorwurf, den Hass gegen vier Millionen Muslime, die im Land leben, zu schüren. Andererseits wies er darauf hin, dass das Vorzeigen der Karikaturen allein keinesfalls geeignet sei, solche Gewaltausbrüche zu rechtfertigen. Es handele sich um eine neue Dimension der Gewalt.

Jäger erklärte, dass es zukünftig untersagt sei, Mohammed-Karikaturen zu zeigen. Die Bürgerbewegung „pro Nordrhein-Westfalen“ („pro NRW“) hatte in den letzten Wochen immer wieder gezielt vor Moscheen demonstriert und dabei Mohammed-Karikaturen vorgezeigt. Für Moslems verstößt die bildliche Darstellung von Mohammed gegen ein religiös begründetes Verbot.

Dem Verfassungsschutz zufolge ist der Salafismus in Deutschland zu einem Sammelbecken für gewaltbereite Islamisten geworden. Das äußerte auch Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU). In Deutschland gibt es rund 2500 Anhänger. Salafisten lehnen eine theologische Modernisierung des Islam ab. Durch bundesweite Aktionen, bei denen kostenlose Exemplare des Korans verteilt wurden, machten sie erst kürzlich auf sich aufmerksam. Sie stehen auch für die Diskriminierung von Frauen und deren Vollverschleierung.

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February 10, 2012

Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt

Abmahnung für Hotel Reservation Service durch Bundeskartellamt

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Veröffentlicht: 19:12, 10. Feb. 2012 (CET)
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Hotelzimmer

Bonn (Deutschland), 10.02.2012 – Das Bundeskartellamt hat mit heutigem Datum Hotel Reservation Service (HRS) wegen Verstoßes gegen die §§ 1 und 20 des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen abgemahnt. HRS fordert von Hotels in einer Meistbegünstigungsklausel, dass für das gesamte Angebot für HRS der jeweils beste Hotelpreis, die höchste Zimmerverfügbarkeit und die jeweils günstigsten Buchungs- und Stornierungskonditionen garantiert werden sollen; ab März sollen auch Buchungen direkt an der Rezeption des Hotels von dieser Klausel eingeschlossen werden.

Der Präsident des Kartellamts, Andreas Mundt, erklärte dazu: „Newcomern wird der Markteintritt verwehrt. Deshalb stellen die Klauseln eine Gefahr für den Wettbewerb dar.“ Die von HRS ebenfalls geplante Provisionserhöhung von 13 Prozent auf 15 Prozent sei aber ausdrücklich nicht Teil der Abmahnung.

Der Verbandsvorsitzende Fritz Dreesen des Hotelverbandes Deutschland (IHA) äußerte sich positiv zum Eingriff des Kartellamts: „Die Verträge der Firma stellen einen massiven Eingriff in die unternehmerische Freiheit und eine eklatante Wettbewerbsbehinderung dar“. Er erklärte weiter: „Wir sehen uns durch das Handeln des Bundeskartellamtes vollumfänglich in unseren vorgetragenen Rechtsbedenken bestätigt.“

Kritik an der Meistbegünstigungsklausel äußerte auch HOTREC, der europäische Dachverband des Gaststättenwesens, bereits im Mai 2011 in einem Positionspapier; konkret wurden die Forderungen der Online-Reisebüros nach Ratenparität, Verfügbarkeitsparität und Last Room Availability kritisiert.

Laut touristik-aktuell.de haben die Verträge von HRS auch Folgen für andere Reiseanbieter und Reisebüros: Wochenendpakete seien wegen der HRS-Vorgaben schwieriger zu vermarkten; zu Zimmerkontingenten, die über TUI, Dertour, FTI oder Ameropa als Wochenendpakete verkauft werden könnten gäbe es mit den neuen HRS-Verträgen keine Möglichkeit mehr.

Die WirtschaftsWoche Online berichtet der StartUp Justbook [1], der im Januar 2012 gegründet wurde, habe HRS veranlasst Mahnbriefe an Vertragshotels zu schicken: Die Hotels sollten Justbook keine besseren Preise zugestehen als HRS. Mit der Justbook-App können bis 2 Uhr nachts ausgewählte Hotels in einer von sechs Großstädten zu Sonderrabatten gebucht werden. Justbook befindet sich damit in einem Marktsegment das HRS bedient, hat aber ein anderes und innovatives Geschäftsmodell.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Hoteliers rufen aus Protest gegen HRS zur HRS-freien Woche auf (03.01.2012)

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January 22, 2012

Rechnungshof bemängelt Untätigkeit von Steuerprüfern

Rechnungshof bemängelt Untätigkeit von Steuerprüfern

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Veröffentlicht: 02:35, 22. Jan. 2012 (CET)
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Bonn (Deutschland), 22.01.2012 – Das Bundeszentralamt für Steuern habe in den Jahren 2006 bis 2011 nur dreimal die Initiative ergriffen, um eine Betriebsprüfung durchzuführen, beklagt der Bundesrechnungshof in seinem neusten Bericht. Diese drei Prüfungen beträfen sogar ein und denselben Konzern. Dies sei ein Beispiel für eine ungenügende Umsetzung der Föderalismusreform. Seit dem Jahr 2007 ist das Bundeszentralamt für Steuern für Fälle zuständig, die über Ländergrenzen hinweg reichen oder internationalen Bezug haben. Bisher gebe es jedoch weder die vorgesehene bundeseinheitliche Datei aller Großbetriebe noch die Datenbank für Steuerzahler mit Einkünften ab 500.000 Euro pro Jahr.

An vier Dienstsitzen (Berlin, Bonn, Schwedt und Saarlouis) beschäftigt das Bundeszentralamt für Steuern rund 1.350 Mitarbeiter. Dazu gehören rund 180 Bundesbetriebsprüfer, die mit den Bundesländern zusammenarbeiten.

Themenverwandte Artikel[Bearbeiten]

  • Steuerhinterziehung: Politiker sehen soziale Marktwirtschaft in Gefahr (16.02.2008)

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July 10, 2011

Deutsche Bischofskonferenz beschließt systematische Untersuchung kirchlicher Mißbrauchsfälle

Deutsche Bischofskonferenz beschließt systematische Untersuchung kirchlicher Mißbrauchsfälle

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Veröffentlicht: 11:18, 10. Jul. 2011 (CEST)
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Bad Gastein Kirche Sankt Preimskirche 03.jpg

Bonn (Deutschland), 10.07.2011 – Die katholische Kirche öffnet die Personalakten. Mitarbeiter des Kriminologischen Forschungsinstituts Niedersachsen (KFN) und Kirchenmitarbeiter werden die Akten auf Hinweise von sexuellem Missbrauch durchforsten.

18 der 27 deutschen Diözesen sind von der Aktion betroffen. In neun davon sollen die Akten ab 1945, in den weiteren die letzten zehn Jahre überprüft werden. Die Revisoren werden bei ihrer Arbeit auf mehrere Probleme stoßen. Rechtsanwältin Marion Westphal hatte die Missbrauchsfälle der Jahre 1945 bis 2009 im Bistum München und Freising untersucht. Sie entdeckte dabei systematische Aktenvernichtungsaktionen. Teilweise waren Akten in Privatwohnungen geschafft worden, um den Skandal einzudämmen oder abzuwehren. In den Akten war sexueller Missbrauch in verharmlosenden Worten dargestellt.

Drei Jahre soll die Untersuchung dauern. Es ist geplant, Opfern einen Fragebogen zuzuschicken. Bei Interesse soll es zu ausführlichen Interviews kommen, auch für die Täter gilt das, soweit sie dazu bereit sind.

Weitere Details der Untersuchung wollen die Bischöfe diese Woche vorstellen. Die katholische Kirche will damit vor allem verloren gegangenes Vertrauen bei den Gläubigen zurückgewinnen.

Themenverwandte Artikel

  • Portal:Römisch-katholische Kirche

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