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April 22, 2011

Ehemalige russische Atomwaffen sollen auch zukünftig für Energiegewinnung genutzt werden

Ehemalige russische Atomwaffen sollen auch zukünftig für Energiegewinnung genutzt werden

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Veröffentlicht: 14:03, 22. Apr. 2011 (CEST)
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Bethesda (Vereinigte Staaten), 22.04.2011 – Das US-amerikanische Unternehmen USEC mit Sitz in Maryland, das sich auf dem Gebiet der Anreicherung von Uran betätigt, arbeitet eng mit dem Energieministerium der Vereinigten Staaten zusammen. Gemeinsam mit dem russischen Konzern Tenex verabschiedete USEC zu Beginn der neunziger Jahre das ehrgeizigste Projekt in der zivilen Nutzung von Atomkraft. Beide Parteien beschlossen nun, die Zusammenarbeit fortzuführen.

Im Jahr 1993 wurde ein Abkommen zur Umwandlung von Kernwaffen in Brennstoff für Kernkraftwerke, bekannt geworden unter dem Namen „Megatonnen zu Megawatt“, verabschiedet. Auf die Dauer von 20 Jahren legte sich Tenex fest, insgesamt ein Volumen von 500 Tonnen hoch angereicherten Urans (HEU) in schwach angereichertes Uran (LEU) zu diffundieren. Hoch angereichertes Uran befand sich hauptsächlich in den Köpfen russischer Atomwaffen. Dieses kann für die zivile Energiegewinnung nicht genutzt werden. Erst die Diffusion in schwach angereichertes Uran macht es in Form von Kernbrennstoff zu einem wertvollen Energielieferanten. Das Engagement von Tenex war ein wichtiges Signal für die globale Abrüstung.

Bis Ende des Jahres 2010 vernichtete Tenex in seinen russischen Firmen 16.494 Atomwaffen. Das entspricht 400 Tonnen hoch angereicherten Urans. Beide Seiten profitieren von der effizienten Zusammenarbeit. Inzwischen stellen die Einnahmen aus dem „Megatonnen zu Megawatt“-Abkommen 15 Prozent der russischen nichtsteuerlichen Staatseinnahmen dar. Geld, das in die Wiederherstellung von Natur und die Unterstützung von Forschungsinstitutionen investiert wird.

Im Gegenzug erhalten die Vereinigten Staaten von Amerika Kernbrennstoff zur Erzeugung von Energie, die etwa 20 Prozent des dortigen Strombedarfs deckt. Am 23. März 2011 vereinbarten USEC und Tenex ihre Zusammenarbeit langfristig fortzusetzen. Über das Ende des Rüstungskonversions-Abkommens im Jahr 2013 hinaus um weitere zehn Jahre.

Mit Inkrafttreten des neuen Vertrags wird USEC mehr als die Hälfte ihres Uran-Vorrates von Tenex beziehen. Im Gegenzug liefert USEC dem russischen Energiekonzern Natur-Uran, das für die zivile Energiegewinnung aufbereitet wird. Das Finanzvolumen des Kontrakts liegt bei 2,8 Milliarden US-Dollar. Das könnte noch, mittels vertraglicher Option, verdoppelt werden.

Am Ende des „Megatonnen zu Megawatt“-Abkommens werden 20.000 Atomwaffen vernichtet und deren Uran der zivilen Energiegewinnung zugeführt worden sein. Die Kooperation zwischen USEC und Tenex leistete so einen essentiellen Beitrag zur Rüstungskonversion.

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November 21, 2010

Turkmenistan will Europa über Nabucco-Pipeline mit Erdgas versorgen

Turkmenistan will Europa über Nabucco-Pipeline mit Erdgas versorgen

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Veröffentlicht: 21:56, 21. Nov. 2010 (CET)
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Der ehemalige sowjetische Gliedstaat Turkmenistan

Aşgabat (Turkmenistan), 21.11.2010 – Der stellvertretende Premierminister der Republik Turkmenistan, Baymyrad Hojamuhamedow, hat am Rande einer internationalen energiepolitischen Konferenz in der Hauptstadt Aşgabat für eine Beteiligung seines Landes an der geplanten Erdgaspipeline „Nabucco“ geworben. Jährlich könnten 40 Milliarden Kubikmeter des Energieträgers eingespeist werden. Bisher wird ohne einen turkmenischen Beitrag von jährlich 31 Milliarden Kubikmetern ausgegangen, so dass das Angebot aus Aşgabat mehr als eine Verdoppelung darstellen würde. Für die Realisierung müsste allerdings zunächst eine Pipeline unter dem Kaspischen Meer verlegt werden, da Turkmenistan am östlichen Ufer des Binnenmeeres liegt, während der bisher geplante Beginn der Pipeline im Osten der Türkei liegen soll, um Gas aus der am westlichen Ufer liegenden Republik Aserbaidschan aufzunehmen.

Die bisherige Planung der Nabucco-Pipeline

Die ehemalige Sowjetrepublik verspricht sich von einer Beteiligung an „Nabucco“ eine Diversifizierung ihrer Außenhandelsbeziehungen und mithin ihrer außenpolitischen Abhängigkeiten. Der Gasexporteur beliefert derzeit vor allem Russland, den Iran und China. Hojamuhamedow warb für sein Angebot mit dem Argument, dass es auch zu einer Diversifizierung der westeuropäischen Importabhängigkeiten führen würde. Bisher bezieht Westeuropa circa ein Viertel seines Erdgases aus Russland; einige EU-Mitgliedstaaten sind aber nahezu vollständig von russischen Lieferungen abhängig.

Zur „Nabucco“ gibt es derzeit zwei Konkurrenzprojekte, die russisches Erdgas nach Westeuropa bringen sollen: die durch die Ostsee verlaufende „Nord Stream“ („Ostseepipeline“) nach Deutschland sowie die von Südrussland über den Balkan nach Österreich führende „South Stream“. „Nabucco“ soll eine von Russland unabhängige Versorgung gewährleisten.

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March 26, 2007

Müller-Milch plant in Sachsen Biospritherstellung aus Melasse

Müller-Milch plant in Sachsen Biospritherstellung aus Melasse

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Artikelstatus: Fertig 19:44, 26. Mär. 2007 (CEST)
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Leppersdorf (Deutschland), 26.03.2007 – Presseberichten zufolge plant die Firma Sachsenmilch, ein Unternehmen der Müller-Milch-Gruppe, im Bundesland Sachsen die Errichtung einer Produktionsanlage für die Herstellung von Biokraftstoff aus Melasse, einem Abfallprodukt der Käseherstellung1. Mit dem Bau soll im April begonnen werden.

Die Anlage soll am Sachsenmilch-Standort Leppersdorf (einem Ortsteil der Gemeinde Wachau) bei Dresden gebaut werden und 20 Millionen Euro kosten. Die Kapazität der Produktionsstätte ist auf zehn Millionen Liter Bioethanol jährlich ausgelegt, wie Stefan Müller, Geschäftsführer von Müller-Milch, am Montag mitteilte. Nach seinen Angaben wird dies die weltweit erste Anlage zur Ethanolproduktion aus Melasse sein.

Die Idee zu der produktiven Nutzung des Abfallproduktes Melasse kam vom Firmengründer Theo Müller. Ein Expertenteam arbeitete dann ein Konzept aus, das vorsieht mit Hilfe von Hefe Melasse zu Alkohol zu vergären und anschließend zu destillieren. Der Treibstoff mit einem erwarteten Reinheitsgrad von 99,8 Prozent Alkohol kann dann ohne weitere Bearbeitung Diesel- und Benzintreibstoffen beigemischt werden. Geschäftsführer Müller zu diesem Konzept: „Für uns ist das praktisch ein kostenloser Rohstoff. Wir sind dadurch besonders wettbewerbsfähig und von der Preisentwicklung beim Getreide unabhängig.“

Seit Beginn des Jahres sind die Kraftstoffhersteller gesetzlich verpflichtet, ihren Kraftstoffen einen jährlich wachsenden Anteil von Bio-Kraftstoff beizumischen. Nach einer Richtlinie des Europäischen Parlaments ist die stärkere Verwendung von Biokraftstoffen Bestandteil eines Maßnahmepakets zur Umsetzung des Kyoto-Protokolls. Im Kyoto-Protokoll vereinbarten die Unterzeichnerstaaten die Reduzierung des Ausstoßes von Treibhausgasen.

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December 19, 2006

Leichtes Erdbeben im Raum Weil am Rhein/Landkreis Lörrach

Leichtes Erdbeben im Raum Weil am Rhein/Landkreis Lörrach

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Artikelstatus: Fertig 22:27, 19. Dez. 2006 (CET)
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Basel (Schweiz) / Lörrach (Deutschland), 19.12.2006 – Gegen 17:48 Uhr (MEZ) erschütterte am 8. Dezember ein leichtes Erdbeben den Raum Basel/Weil am Rhein/Lörrach. Die Stärke wurde laut Landeserdbebendienst mit 3,6 auf der Richterskala gemessen. Das Beben verursachte leichte Sachschäden, darunter Risse in Hauswänden.

Wie bekannt wurde, war das Beben künstlich ausgelöst worden. Es steht in Zusammenhang mit einem Erdwärme-Projekt im Basler Raum. Für die mangelhafte Informationspolitik entschuldigte sich die Basler Regierungspräsidentin Barbara Schneider. Die Bevölkerung hätte früher über das bevorstehende Beben sowie mögliche Erschütterungen informiert werden müssen. Mittlerweile ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen die Projektverantwortlichen.

Das Beben war dadurch ausgelöst worden, dass Wasser in unterirdische Bohrungen gepresst worden war. Die Bohrungen sollten die Durchlässigkeit des Gesteins für das Erdwärmeprojekt verbessern. Wie es hieß, seien die Verantwortlichen jedoch von der Stärke des Bebens überrascht worden. Ein Sprecher der „Geothermischen Vereinigung“ mit Sitz im niedersächsischen Geeste, Werner Bussmann, führte zur Verteidigung des Vorhabens jedoch an, dass das Einpressen des Wassers nicht die alleinige Ursache des Bebens gewesen sein könne. Die aufgewendete Energie beim Einpressen des Wassers in das Gestein sei dafür zu gering gewesen. Es sei vielmehr mit einem stärkeren Beben im Basler Raum zu rechnen gewesen, da sich Basel in einer tektonisch aktiven Region befinde, in der sich ständig tektonische Spannungen aufbauen würden.

Das Geothermieprojekt soll trotz des Zwischenfalls fortgesetzt werden, verlautete aus dem Schweizer Umweltministerium. Zurzeit ruhen die Arbeiten allerdings.

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November 9, 2006

Honda kündigt für 2008 Serien-Pkw mit Brennstoffzellenantrieb an

Honda kündigt für 2008 Serien-Pkw mit Brennstoffzellenantrieb an

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Artikelstatus: Fertig 9. Nov. 2006 (CET)
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Tōkyō (Japan), 09.11.2006 – Honda hat angekündigt, im Jahr 2008 in den USA und in Japan einen PKW mit Brennstoffzellenantrieb auf den Markt zu bringen. Das Fahrzeug soll von einen Elektromotor mit 95 kW/129 PS Leistung angetrieben werden, der von einer Wasserstoff-Brennstoffzelle und einer Lithium-Ionen-Batterie mit Energie versorgt wird. Bei einer Reichweite von 570 Kilometern wird die Höchstgeschwindigkeit bei 160 Kilometern pro Stunde liegen. Das Auto soll sich optisch an dem 2005 vorgestellten Studie FCX Concept orientieren.

Honda gibt in einer Anzeige an, dass das Kaltstartverhalten im Vergleich zur Studie verbessert wurde, so dass das Fahrzeug bei Temperaturen bis zu minus 30 Grad Celsius gestartet werden kann.

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July 19, 2006

Berliner Verkehrsbetriebe planen Anschaffung von 250 wasserstoffgetriebenen Bussen

Berliner Verkehrsbetriebe planen Anschaffung von 250 wasserstoffgetriebenen Bussen

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Artikelstatus: Fertig 10:01, 19. Jul. 2006 (CEST)
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Berlin (Deutschland), 19.07.2006 – Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) planen die Anschaffung von 250 wasserstoffgetriebenen Bussen. Der aus dem Raffinerieabfallprodukt Butan gewonnene Wasserstoff sei wirtschaftlich, weil die Dieselpreise so stark gestiegen seien. In einer für 2007 geplanten Ausschreibung von 250 Fahrzeugen werden die Hersteller aufgefordert, ein Angebot für Diesel- und für Wasserstofffahrzeuge zu machen. Das wäre die weltweit größte bisher getätigte Anschaffung von wasserstoffgetriebenen Fahrzeugen, so die BVG. Beginn der Lieferung der ersten Serienfahrzeuge soll 2009 sein. Nach der Umrüstung wird jeder fünfte Bus des BVG-Fuhrparks einen Wasserstoffantrieb haben.

Während der WM kamen zwei Busse mit Wasserstoffantrieb zum Einsatz. Nach 8.500 Kilometern zurückgelegter Strecke zwischen Olympiastadion und Flughafen Tegel, auf der WM-Gäste transportiert wurden, sei die Alltagstauglichkeit bewiesen, so die Meinung des Geschäftsführers des Kraftstoffherstellers Total Deutschland, Thierry Pflimlin.

Die ersten zwei Busse mit Wasserstoffantrieb von MAN gehen demnächst in Spandau in Betrieb. Sie kosten je 360.000 Euro, der Differenzbetrag zu den 80.000 Euro, die ein Dieselbus kostet, wird von der Europäischen Union übernommen. Zehn weitere Busse sollen nächstes Jahr geliefert werden.

Der Berliner Senat will bei der EU Fördermittel beantragen, weil Berlin ein hervorragender Standort sei, auch deshalb, weil die französische Firma Total in Leuna, 150 Kilometer von Berlin entfernt, eine zentrale Forschungsabteilung für die technische Nutzung von Wasserstoff als Treibstoff betreibt.

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June 24, 2006

Erste Biogas-Tankstelle Deutschlands eröffnet

Erste Biogas-Tankstelle Deutschlands eröffnet

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Artikelstatus: Fertig 16:05, 24. Jun. 2006 (CEST)
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Jameln (Deutschland), 24.06.2006 – Im niedersächsischen Jameln, Landkreis Lüchow-Dannenberg, wurde am 22. Juni 2006 die erste Biogas-Tankstelle Deutschlands eröffnet. Biogas kann der Autofahrer tanken, der ein Erdgasauto besitzt. Die „Landeszeitung online“ zitiert die Sprecherin des Vereins „Region Aktiv Wendland/Elbetal“ mit den Worten: „Das Kilo Biogas kostet rund 0,80 Euro und entspricht auch auf Grund seiner größeren Ergiebigkeit einem Benzinpreis von 0,53 Euro pro Liter.“ Das Biogas wird ausschließlich mit Energiepflanzen aus der Umgebung vergoren.

Die Eröffnung erfolgte durch Clemens Neumann, den Leiter des Büros von Minister Horst Seehofer (CSU), Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, und zuständig für nachwachsende Rohstoffe. Ein Mitarbeiter der Raiffeisen-Warengenossenschaft (RWG) Jameln war der erste Kunde. Verbunden war die Eröffnung mit einem Tag der offenen Tür und einer Gasfahrzeug-Ausstellung mit über 30 Erd- und Biogasfahrzeugen.

Bei der Tankstelle handelt sich um ein Pilotprojekt, das von der Region Aktiv Wendland/Elbetal, der RWG Jameln und der E.ON Avacon AG betrieben wird. Den ersten Spatenstich für das Kooperationsprojekt hatte die damalige Verbraucherministerin Renate Künast (Die Grünen) am 13. Mai 2005 gesetzt.

Die Region Wendland/Elbetal ist eine von 18 Modellregionen, die vom Bundesministerium für Verbraucher, Ernährung und Landwirtschaft (BMVEL) finanziell gefördert werden. Beispielhaft sollen Standortfaktoren für eine nachhaltige Entwicklung der Region gestärkt werden. In der Region Wendland/Elbetal liegt einer Schwerpunkte der Entwicklung im Bereich erneuerbare Energien.

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December 9, 2005

Neuer Job für Schröder: Aufsichtsrat bei North European Gas Pipeline

Neuer Job für Schröder: Aufsichtsrat bei North European Gas Pipeline

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Artikelstatus: Fertig 21:03, 9. Dez. 2005 (CET)
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Gerhard Schröder

Wologda (Russland), 09.12.2005 – Nachdem der ehemalige deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) sein Bundestagsmandat niedergelegt hatte und ankündigte, wieder als Rechtsanwalt arbeiten zu wollen, war vor einigen Tagen zunächst bekannt geworden, dass der Schweizer Medienkonzern Ringier Schröder als Berater für den Ausbau seines Auslandsgeschäfts engagieren wolle. Heute wurde ein weiteres Tätigkeitsfeld Schröders bekannt. Der Vorstandsvorsitzende des russischen Gasriesen Gazprom, Alexej Miller, sagte, Schröder werde Aufsichtsratschef der deutsch-russischen Gesellschaft für Bau und Betrieb der neuen Ostsee-Gaspipeline, der North European Gas Pipeline (NEGP).

Die Bekanntgabe dieser Entscheidung erfolgte beim heutigen ersten Spatenstich für die neue Gaspipeline, über die Deutschland ab dem Jahr 2010 mit Erdgas aus Sibirien versorgt werden wird. Im Endausbau wird die Pipeline eine Länge von 1.200 Kilometern haben. Die North European Gas Pipeline (NEGP) ist ein Joint-Venture, an dem der russische Gaskonzern Gazprom mit 51 Prozent beteiligt ist. Die deutschen Konzerne E.ON und BASF halten jeweils 24,5 Prozent der Anteile. Aufgabe der Firma ist die Koordination von Bau und Betrieb der neuen Pipeline.

Wie es aus russischen Wirtschaftskreisen heißt, habe die Empfehlung Wladimir Putins dazu beigetragen, dass sein alter Freund Schröder den Job bekommt. Damit solle der Beitrag Schröders beim Zustandekommen der Zusammenarbeit für die neue Pipeline gewürdigt werden, hieß es.

Die neue Pipeline wird vom russischen Hafen Wyborg aus durch die Ostsee bis nach Greifswald in Mecklenburg-Vorpommern verlegt werden. Das Gasvorkommen mit dem Namen „Juschno Russkoje“ wird auf 700 Milliarden Kubikmeter Erdgas geschätzt. Angesichts steigender Weltmarktpreise für Erdöl kommt dem russischen Erdgas ein wachsender Stellenwert zu.

Bei den Grünen stieß die neue berufliche Perspektive Schröders weitgehend auf Ablehnung. Parteichef Reinhard Bütikofer sagte gegenüber dem Tagesspiegel: „Das stinkt“. Gazprom stütze sich auf die Macht der autoritären russischen Regierung. In der Kritik steht das Projekt, weil anstatt der billigeren Variante mit einer Pipeline durch polnisches Gebiet lieber eine Führung der Leitung durch die Ostsee bevorzugt wird.

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September 10, 2005

Grüne wollen Tankstellen zu Biodiesel-Verkauf zwingen

Grüne wollen Tankstellen zu Biodiesel-Verkauf zwingen

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Artikelstatus: Fertig 21:20, 10. Sep. 2005 (CEST)
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Tankstelle. Quelle: Matthias Sebulke

Berlin (Deutschland), 10.09.2005 – In der Debatte um alternative Energieträger, die auf Grund der derzeit hohen Preise für Benzin und Öl geführt wird, hat Verbraucher-Staatssekretär Matthias Berninger (Grüne) gefordert, größere Tankstellen gesetzlich zum Angebot von ökologisch vorteilhaften Kraftstoffen zu zwingen.

Der grüne Staatssekretär sagte der „Berliner Zeitung“, dass an einer „grünen Zapfsäule“ Kraftstoffe wie Biodiesel, Biogas oder Bioethanol angeboten werden sollten. Ein flächendeckendes Angebot an Biokraftstoffen sei notwendig, damit Verbraucher einen Anreiz zum Kauf entsprechender Fahrzeuge bekämen.

Derzeit bieten von rund 15.300 deutschen Tankstellen nur 1.900 Biodiesel an. Berninger sagte, dass die Regelung für Tankstellen mit mindestens acht Zapfsäulen gelten solle. Dies wären etwa 80 Prozent der deutschen Tankstellen.

Die Forderungen Berningers wurden von Bundesverkehrsminister Manfred Stolpe als unrealistisch bezeichnet. Heutige Fahrzeuge seien oft gar nicht in der Lage, mit Biokraftstoffen zu fahren. Stolpe setzt weiter auf die massive steuerliche Förderung entsprechender Kraftstoffe als Beimischung zu herkömmlichen Kraftstoffen. Er sagte, dass in zehn bis fünfzehn Jahren etwa ein Zehntel des Kraftstoffes aus Biodiesel, Ethanol oder Biomasse bestehen könne.

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September 8, 2005

Ab 2010 strömt Erdgas aus Sibirien nach Deutschland

Ab 2010 strömt Erdgas aus Sibirien nach Deutschland

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Berlin (Deutschland), 08.09.2005 – Der deutsche Bundeskanzler Gerhard Schröder und der russische Präsident Wladimir Putin wohnten heute der Unterzeichnung eines deutsch-russischen Kooperationsabkommens zum Bau einer Erdgaspipeline von Russland durch die Ostsee nach Deutschland bei.

Am Bau der 1.200 Kilometer langen Pipeline, die vom russischen Ostseehafen Wyborg durch die Ostsee in die Region Greifswald führen wird, sind die deutschen Firmen E.ON und BASF sowie der russische Konzern Gasprom beteiligt, die dazu ein Gemeinschaftsunternehmen gegründet haben. Die Kosten für den Bau der Erdgasleitung werden auf 5,7 Milliarden Euro beziffert. Die Inbetriebnahme der neuen Pipeline mit einer Transportkapazität von 27,5 Milliarden Kubikmetern Erdgas ist für das Jahr 2010 geplant. Später soll sogar die doppelte Menge geliefert werden. Es sind auch Abzweigungen von der Hauptleitung nach Schweden, Finnland und zu der russischen Stadt Kaliningrad geplant.

Der Bundeskanzler würdigte das Abkommen als historischen Schritt, der die Versorgung Deutschlands mit Energie auf Jahrzehnte sichern werde.

Beim polnischen Ministerpräsidenten Aleksander Kwasniewski und in den baltischen Staaten stieß das deutsch-russische Abkommen auf Kritik, weil sie nicht an den Verhandlungen beteiligt waren. Auch Wolfgang Schäuble, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, kritisierte die Pläne als deutsch-russischen Alleingang, die Bundesregierung hätte mit den baltischen Staaten und Polen über das Projekt reden müssen. Diese Kritik aufgreifend sagte Schröder bei der Unterzeichnung des Abkommens in Berlin: „Diese Zusammenarbeit ist gegen niemanden gerichtet, sondern dient deutschen Interessen und dient russischen Interessen.” Nach einem Zusammentreffen Putins mit der Kanzlerkandidatin der CDU/CSU, Angela Merkel äußerte sich die CDU-Vorsitzende, anders als der außenpolitische Sprecher ihres Wahlkampfteams, Wolfgang Schäuble, positiv gegenüber dem deutsch-russischen Erdgasabkommen. Sie sagte, dies sei ein guter Tag für die deutsch-russischen Beziehungen.

Nach Angaben der Bundesregierung werden zurzeit 95 Milliarden Kubikmeter Erdgas in Deutschland verbraucht. Durch die neue Pipeline werde die Versorgungssicherheit im Nordwesten Europas erhöht. Der Bundeskanzler wies in diesem Zusammenhang auch auf die wachsende Unsicherheit auf den weltweiten Ölmärkten hin.

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